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0I40001 |
CHRONIK -
CRONACA - NOTIZIE |
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Vorhergehende Meldungen bis 1999
Dem
Euro geht es gut. Kommentar von Ralf Neubauer: ... spricht viel für ein fortgesetztes
Erstarken der noch jungen Währung. Dabei sind es in erster Linie die
fundamentalen Daten, die dem Euro Auftrieb geben. (Die Welt, 22.12.2000, Seite 1) Es dürfte wohl nur die
beginnende US-Flaute sein, die den Euro steigen lässt – bis zur großen
EU-Krise, der von BSE ausgelösten Kettenreaktion.
Die Lawine ist ins Rollen gekommen und
dürfte sich kaum mehr aufhalten lassen. Wir sind es müde, die weitere
Entwicklung in Wirtschaft und Finanzwelt aufmerksam zu verfolgen. Unsere
Aufgabe war es, zu warnen. Wenn unsere Warnungen nicht beachtet werden, können
wir auch nichts mehr machen. Es tritt ein, was eintreten muß, weil die
Menschheit die Gebote Gottes - auch für die Wirtschaft gelten weltweit die
Gebote der Gerechtigkeit und Nächstenliebe - mit Füßen getreten hat und tritt. (gegen Ende 2000)
Frena l´economia, tremano tutte le borse. (Corriere della Sera, Milano, 21.12.2000., p. 1)
Kurssturz
am Neuen Markt. Die Talfahrt der Weltbörsen geht weiter. (Die Welt, 21.12.2000, S. 1)
Spekulationsblase wie Kettenbrief. „Millionen
andere können nicht irren.“ Nach diesem Motto handeln viele Betuchte, die ihr
Geld in Aktien stecken. Wer dies nicht tut, wird als Idiot angesehen. Robert
Shiller (Yale University) im „Spiegel“: „Die Neuankömmlinge finanzieren die vor
ihnen. So lange immer Nachschub kommt, festigt sich der Glaube, dass der Markt
nur steigen kann.“ (D 20.11.2000) Dazu aktuelle
Nachträge:
Pensioni, nuovo allarme dell´Ocse. “Va innalzata l´età del ritiro”. (Corriere
della Sera, Milano, 8.11.2000, p. 20 Economia). Der
Trend: mit 70 in Rente, danach mit 75 und 80, weil kein Geld mehr da ist!
Pensioni, allarme di Amato. "Il sistema non regge". (La Repubblica, Roma,
14.11.2000, p. 1)
Aktien-Crash
löst Panik am Neuen Markt aus. Panikstimmung an der deutschen Börse. Die
Situation am Neuen Markt sei "grausam", resümierte ein Frankfurter
Börsianer. Der Markt könne dem Druck aus den USA nichts entgegensetzen. Seit
dem Höchststand im März (9665 Punkte) hat der Nemax (Neue-Markt-Index) 50 mehr
als 60 Prozent an Wert verloren. Niemals zuvor hat es in der Bundesrepublik
einen solchen Kurssturz gegeben. "Wir befinden uns in einer klassischen
Baisse", sagt Achim Matzke, technischer Analyst der Commerzbank.
"Eine Bodenbildung braucht mehrere Monate. Doch die hat noch nicht einmal
begonnen." (Die Welt, 14.11.2000, Seite 1)
Wohngemeinschaft
schmierig und laut. Eine BBC-Studie hat es zu Tage gefördert:
Studenten-Wohngemeinschaft sind gekennzeichnet durch schmierige Badezimmer,
mitternächtliche Heavy-Metal-Musik und Promiskuität. (D 3.11.2000)
Für
Euro statt für Dollar verkauft der Irak sein Öl. (D 30.10.2000) Ein
Fortschritt, obwohl der Euro so schwach ist. Man sieht jedenfalls: Auch der
Dollar ist ersetzbar.
Einzelhandel
- Ladensterben: Alarmglocken schrillen. Innerhalb von acht Jahren ist jeder vierte
Laden aus der Stadt verschwunden. (Typische Wirtschaftsmeldung dieser Zeit aus
Geislingen/Steige, NWZ 30.10.2000). Die Wirtschaft macht sich selbst kaputt,
und die Konsumenten tragen dazu wacker bei, angestiftet von den
sozialdemokratischen Gewerkschaften, die seinerzeit das Aufblühen der
Supermärkte gefördert haben. Jetzt sind nur die Inhaber und Angestellten
kleiner Geschäfte die Dummen, zuletzt aber wird es Otto Normalverbraucher sein.
Wenn Tante Emma und all die Kleinen verschwunden sind, haben die Großen das
Monopol und kassieren ab, viel mehr, als sie jetzt durch Billigpreise dem
Kunden "schenken". Und wenn das Benzin tatsächlich unerschwinglich
werden sollte, dann bekommen die Bosse der Verbrauchermärkte auf der
sogenannten grünen Wiese kalte Füße - und die Konsumenten können schauen, wo
sie die Lebensmittel und sonstigen Güter des täglichen Bedarfs herbekommen.
Grundtendenz jedenfalls: Die Großen fressen die Kleinen, und der letzte
Kapitalist verkauft den vorletzten.
Sinn
und Zweck der weltweiten Privatisierungswelle. Das Volksvermögen
(Post, Bahn, staatliche Betriebe, Rentenversicherung etc.) wird an
Geschäftsleute einer bestimmten Couleur verschleudert, die dafür und nachher
den Politikern, die ihnen die fetten Bissen ins Maul geworfen haben,
Schmiergelder zahlen. Der aufmerksame Beobachter erkennt das Grundprinzip der
heutigen Politik: Verteilung des Vermögens vieler an wenige mit Hilfe immer
neuer Tricks, Steuern, Devisenschiebereien usw.
Der
Betrug an den Rentnern. Gespräch beim Waldlauf. Ein besorgter
Sechzigjähriger stellt klar: Hätte der Staat das ganze Geld, das er seit den
50er Jahren für die Rentenversicherung kassiert hat, getreulich aufbewahrt,
würde ihm heute die halbe Bundesrepublik gehören, und keiner bräuchte um seine
Rente bangen. Ein Achtundsiebzigjähriger erinnert sich: Schon Adenauer hat damit
angefangen, die Rentengelder anzuzapfen für den Reptilienfonds und die
bekannten Zwecke, die man heutzutage natürlich nicht erwähnen darf. Tatsache
ist, daß der Staat die Rentengelder gestohlen hat, um seine Löcher im Haushalt
zu stopfen. Also doppelte Mißwirtschaft. Wo bleibt die Abrechnung?
Wie
alles zusammenhängt. Der stellvertretende Springer-Vorstandsvorsitzende
Claus Larass wechselt zur Pro Sieben Sat 1 Media AG und übernimmt das
Vorstandsressort Information, Nachrichten und politische Sendungen. (Stuttgarter
Zeitung, 27.10.2000, S. 13) Nur ein kleines Mosaiksteinchen der weltweiten
Medienlandschaft, aber man erkennt das Grundmuster: Alles unter Kontrolle.
Ausgenommen die Gott sei dank noch zahlreichen unabhängigen Journalisten und
etliche Zeitungen.
Ein
Abrutschen unter 0,80 Dollar halten einige Händler für möglich. Sollte die
Nahostkrise weiter eskalieren und der Dollar als Fluchtwährung für die
weltweiten Kapitalströme fungieren, "würde dies dem Euro nachhaltig einen
schweren Schlag versetzen und nebenbei auch den Ölpreis auf neue Rekordhöhen
steigen lassen", sagte Michael Fuchs, Präsident des Bundesverbandes des
deutschen Groß- und Außenhandels. Irgendwo ein Ausweg? Es sei nicht
damit zu rechnen, daß die Europäische Zentralbank (EZB) ohne die US-Notenbank
Federal Reserve handeln werde, sagte ein Frankfurt Händler. (Stuttgarter
Zeitung, 27.10.2000, S. 13) Wie? Sind wir denn nicht in Europa? Sind wir
Amerika? Dann sollte man die EU schleunigst umbenennen in "Filiale der
Federal Reserve".
Nur
die Sachlage nicht erfaßt? Während die Stuttgarter Zeitung am 26.
Oktober 2000 wie alle guten Zeitungen die Schlagzeile bringt, daß der
Euro so tief wie nie zuvor stürzt, und daneben die Meldung von den Schüssen auf
einen NPD-Funktionär, lautet der Hauptartikel der Ulmer Südwestpresse:
Teilerfolg für Atomgegner, darüber Bild nebst Text über das neue Wiener
Holocaust-Mahnmal sowie die "Top-Meldung", mit der auch das
sogenannte öffentliche Fernsehen am Vorabend aufgemacht hatte: Wirtschaft lobt
Reformkurs der Regierung. Klein darunter - wohl regierungshörig - das absolut
Wichtigste vom Tage als Zehn-Zeilen-Meldung, daß der Euro weiter stürzt, mit
Verweis auf den Wirtschaftsteil:
Der
Euro taumelt weiter in den Keller. Gestern kostete Europas Währung zeitweise
weniger als 83 Cent. Seit dem Start Anfang 1989 hat der Euro gegenüber der
US-Währung fast 30 Prozent eingebüßt. Martin Hüfner von der Hypo-Vereinsbank:
"Sie müssen und sie werden wieder intervenieren. Ohne weitere Eingriffe
hat der Euro keine untere Haltelinie mehr." Die beständigen
"Gewinnwarnungen" und wachsenden Probleme amerikanischer Unternehmen
lassen in der US-Wirtschaft Unmut über den starken Dollar aufkommen.
(Südwestpresse Ulm, 26.10.2000, Wirtschaftsteil)
Die
explodierenden Rohölkosten haben die Importpreise in Deutschland auf den
höchsten Stand seit 19 Jahren getrieben. (Südwestpresse Ulm, 26.10.2000) Bisher
ist es den Transportfirmen, Reiseunternehmen usw. anscheinend gelungen, die
Kosten aufzufangen, aber nur in der Hoffnung auf eine Besserung. Wenn es nicht
besser, sondern schlechter wird, ist die Katastrophe für viele da. Eine
Kettenreaktion der Zusammenbrüche ist absehbar.
Die
Abwiegler und Schönredner. Der Präsident des Deutschen Industrie- und
Handelstages (DIHT), Hans-Peter Stihl, sieht in der derzeitigen Schwäche des
Euro keinen Grund zu allzu großer Besorgnis. (Stuttgarter Zeitung, 20.10.2000,
S. 11) Ähnlich dumme Worte hatte EZB-Chef Wim Duisenberg zu Beginn der
Euro-Krise von sich gegeben. Andrerseits denkt Stihl natürlich nur daran, daß
im Moment der Export seiner Motorsägen floriert.
Warnung
vor Karl-May-Hörspiel "Winnetou" des WDR. Darin spielt die Lesbe Hella von
Sinnen Winnetous unschuldige Schwester Nscho-tschi. ("TV-Spielfilm") Mehr
kann man die Ideale Karl Mays nicht schmähen. Wir haben schon genug von
Old-Shatterhand-Filmdarsteller Lex Barker, der ein - wenn wir uns nicht irren,
dreizehnjähriges - Mädchen verführt hat.
Wer
nackt zu einer österreichischen Bekleidungskette kam, durfte billig
einkaufen. Die Nackten kamen in Scharen, das ORF-Fernsehen war live dabei,
ebenso die Pressefotografen. Alle profitierten von der "Hetz". Nur
dem Textilhandelskonzern nützte es nichts. Er machte trotzdem pleite. (Sommer
2000)
Wie man einen Kunden verliert. Jemand bringt seinen Fotoapparat zu
Foto-Schl. in Gö., weil der Blitz nicht mehr funktioniert. Der Verkäufer
probiert ein bißchen herum und sagt dann, man müsse den Apparat einschicken, um
herauszubekommen, was fehlt. Der Kunde stimmt zu. Einige Tage später erhält er
eine Rechnung: Reparatur für Belichtungsmessung rep. u. just.,
Blendensteuereinheit rep., Belichtungssystem just., Synchronisation rep. 262.93
DM zuzüglich 16 % Mehrwertsteuer 42.07 DM = 305.000 DM. Falls die Reparatur
nicht ausgeführt werden solle, müsse er 40 DM bezahlen. Der Kunde fährt ins
Geschäft und erklärt, daß er auf die Reparatur verzichte und daß man ihm den
Apparat zurückgeben solle. Als er diesen später abhholt, weist ihn die
Verkäuferin darauf hin, daß zu den 40 DM noch Kosten für den Versand kämen: 10
DM. Auf seine Bemerkung hin: "Hoffentlich kann derjenige, der fürs
Nachschauen 40 DM berechnet, das mit seinem Gewissen vereinbaren",
entgegnet sie: "Wer tut heute noch etwas umsonst?" So berappt der
Kunde 50 DM, um seinen Fotoapparat unrepariert wiederzubekommen, und kauft sich
irgendwo anders einen neuen Fotoapparat.
Il
giorno più nero dell´euro. L´euro in caduta libera. Borse all´inferno e
ritorno. Ciampi: "E ora l´unione politica, così si ferma la caduta della
moneta. - Nuovo record per il gasolio. (la Repubblica, Roma, 19.10.2000, p., 1,
32, 33) - Euro a picco, il dollar vola a 2.325 lire. Minimo storico: quota
0,8328. Ciampi: Serve un governo europeo. - Wall Street trema. (Corriere della
Sera, Milano, 19.10.2000, p. 9)
Wie prophezeit, erst das Chaos, dann der
Ruf nach einer Regierung für Europa und dann, weil es nichts nutzt, der Ruf
nach einer Weltregierung. Die Folge: Weltdiktatur. Reich des Antichrist.
Duisenberg hat sich
verplappert. Er teilte
mit, daß die Europäische Zentralbank gegen den immer schwächeren Euro-Kurs
nicht intervenieren werde, und sie hätte auch gar nicht die Möglichkeiten, viel
gegen den Kursverfall auszurichten. Daraufhin rutschte der Euro noch weiter ab,
und Duisenberg mußte sich die bissigen Kommentare aus Paris anhören, das
sich einen anderen Kommissar für Brüssel wünscht. (19.10.2000)
Kurssturz an den Weltbörsen beschleunigt sich. Panikstimmung
unter den Anlegern von Technologiewerten. (Die Welt, 12.10.2000, S.
1)
Hi-tech
a picco, paura nelle Borse europee. (La Stampa, Torino,
12.10.2000, p. 1)
Le
Borse bruciano i guadagni del 2000. (Il Giornale, Milano, 12.10.2000, p. 1)
Europa,
il lunedì nero dei tecnologici. Borsa, crollano i titoli tecnologici. Nuovo
Mercato giù del 9 %. (Corriere della Sera, Milano, 10.10.2000, p. 9)
Nahostkrieg = Wirtschaftszusammenbruch
Ein
neuer Nahostkrieg könnte zum Stopp der Öllieferungen führen und den Anstoß
bilden zum Zusammenbruch der Wirtschaft in Europa. Aber es muß nicht einmal ein
Krieg sein, es genügt ein Andauern der Spannungen und ein damit verbundenes
weiteres Steigen der Ölpreise. Schon dies könnte die Wirtschaft ins Trudeln
bringen.
Euro-
und Rentendebakel zeichnen sich bereits ab. Die Massenarbeitslosigkeit mit
ihren sozialen Folgen - jeder weiß, was gemeint ist - bleibt in der ganzen EU
eine tickende Bombe. Das Geldverschwinden durch Korruption nimmt solche Ausmaße
an, daß die öffentlichen Kassen auf einmal leer sein könnten. Wer kennt schon
die globalen Risiken der gigantischen Verschuldung fast aller Staaten?
Und
was wäre, wenn die Leute keine Sozialhilfe, kein Arbeitslosengeld mehr bekämen?
Wie würden die Millionen Moslems in Deutschland reagieren? Wir alle sind
mitverantwortlich für unsere Völker und müssen die Folgen des Handelns unserer
Politiker bedenken.
Eine
zu dieser ganzen Entwicklung dazu kommende Ölkrise könnte von einer Woche zur
anderen die Autoindustrie ins Wanken bringen, den Verkehr lähmen und die
Lebensmittel- und Energieversorgung stillegen (Vorläufer: Mallorca, Barcelona,
Sizilien). Und das vor dem Winter...
Deshalb
geht uns alle der Krieg im
Heiligen Land mehr an als mancher denkt.
Wie
befürchtet: Der Euro ist trotz der Stützungsaktion von 0,90 wieder auf
die Quote 0,86 gegenüber der US-Währung zurückgefallen und wird allem Anschein
nach noch tiefer sinken. Bei 0,85 war er zuvor. Die Intervention der mächtigen
Zentralbanken war für die Katz, hat die Lösung des Problems nur hinausgezögert
(Vergleich: autofreie Sonntage) und die gewaltigen Geldmengen sind damit in den
Händen der Spekulanten gelandet. Weitere Alarmsignale sind die derzeitigen
Abstürze der Börsenwerte etlicher großer Firmen der "neuen
Technologie" und die Unsicherheit selbst größter Konzerne wie Telecom über
die weitere Konjunktur. (10.10.2000)
Die
japanische Zentralbank und die US-Notenbank Fed haben eine Stützungsaktion für
den Euro gewagt. Experten befürchten, daß die Europäische Zentralbank ihre
Glaubwürdigkeit, sprich ihren Kredit verspielt, falls die Intervention
mißlingt. (23.9.2000)
Unsere
Meinung: Die internationalen Spekulanten sind unberechenbar. Es kann sein, daß
sie den Euro umso mehr fertigmachen wollen; das würde bedeuten, daß der Euro
bald erneut absackt und noch unter das bisherige Minimum rutscht, was das Öl
und damit die Transporte und die Produktion noch mehr verteuern würde. Wir
haben vor etlichen Jahren gesehen, wie die vereinten Spekulanten nationale
Währungen in Gefahr bringen können.
Und
der schöne Traum vom aufblühenden Exportgeschäft bleibt ein Traum. Denn wir
werden nicht mehr lange so preisgünstig liefern können, weil die hohen Ölpreise
sich überall auswirken, wir die benötigten Rohstoffe teurer bezahlen müssen,
höhere Transportkosten für die Güter haben, die unsere braven Fabrikanten in
billigen Überseeländern fertigen lassen usw. Auch die zu erwartenden höheren Heizkosten
im Winter könnten eine Rolle spielen.
Und
wohin sollen wir schließlich exportieren? Liegt doch die halbe Welt im Argen,
und die anderen können viel von dem, was wir anbieten, selbst genauso billig
herstellen. Einmal werden allen die Augen aufgehen, daß der von den Amerikanern
forcierte freie Welthandel ein großes Unglück ist - während die Idee Gandhis,
daß die einzelnen Völker möglichst viel von dem, was sie brauchen, selbst
herstellen sollten, das richtige Rezept gewesen wäre. Die Bio-Bauern werden es
bestätigen, daß das Bodenständige das Wahre ist.
Warum
übrigens helfen die Amerikaner und Japaner den Europäern? Weil sie um ihren
größten Absatzmarkt fürchten und ihre eigene Existenz. Wenn bei uns alles
zusammenbricht, geht auch Japan unter und Amerika kommt ins Trudeln. Die
Staaten der Europäischen Union stehen und fallen jetzt mit dem Euro, an den sie
ihr Schicksal gekoppelt haben. Wie sagte doch der belgische Regierungschef
anläßlich des autofreien 22. September?
"Die Europäische Union ist wie ein Fahrrad: Wenn es nicht voran
geht, fällt es um." (Guy Verhofstadt, belgischer Ministerpräsident)
Petrolio, allarme Fmi. "A rischio la crescita".
E l´euro precipita sotto quota 0,85. (la
Repubblica, Roma, 20.9.2000)
Lunedi nero per l´euro, il dollaro a 2.260 lire. Toccato un minimo di 0,8570 sulla valuta Usa.
L´Opec non frena il petrolio. (la Repubblica, Roma, 12.9.2000, p. 8 e 9)
L´Euro sempre più giù!" - "Tra poco trova il
petrolio!" (caricatura di Giannelli,
Corriere della Sera, Milano, 12.9.2000)
Il petrolio non si ferma più. Il greggio spaventa le Borse. Ora l´ottimismo di lunga durata ha lasciato
il posto al pessimismo. Ancora tensioni Iraq- Kuwait. L´euro al minimo storico:
0,8519. (la Repubblica, Roma, 19.9.2000, p. 1-3)
Supermarkt
nimmt kein Bargeld mehr an. In Jumet bei Charleroi (Belgien) ist es schon
soweit wie in der Offenbarung prophezeit. Wer über keine Bank- oder Kreditkarte
verfügt, sondern nur Bargeld dabei hat, darf nicht einkaufen. (D 7.9.2000)
La mala lengua. La palabra mierda no podía ser pronunciada delante de mi bisabuela Laura.
"Este niño tiene muy mala lengua. Que le pongan acíbar." Cuando
Felipe González dijo que Aznar y Anguita eran la misma mierda, y ahora, cuando
Javier Arzallus ha mandado a Iturgaiz a la mierda, no han dicho nada que
moleste a los oídos, pero han demostrado una falta de imaginación expresiva muy
poco perdonable en un político. Claro está que esas expresiones rebozadas de
mierda, a don Antonio Maura o a don Julián Besteiro les habrían parecido una exhibición
de ordinariez, y mi viejo profesor Tierno Galván las habría calificado de
síntomas de mala crianza. Por otro lado, ponerles a González y a Arzallus
acíbar en la lengua tal vez vaya contra los derechos humanos y mi bisabuela
descansó en el Señor hace algo más de medio siglo. Así, que duro con la mierda,
majos. (Jaime Campmany, en: ABC, Madrid, 27-8-2000, p. 13)
Großer
Prozentsatz unglaublich dumm. Bei der Allgemeinbildung hapert es beim Volk der
Dichter und Denker ganz gewaltig. Bei einer Umfrage wußten nur zwei von dreien,
wieviel ein Fünftel in Prozent ausmacht, und nur einer von fünf kannte die vier
Evangelien der Heiligen Schrift. (D 25.8.2000)
Modeschauen: Nacktheit ist
bereits normal. (D
19.7.2000) Bei den Modeschauen bemühen sich die Designer verzweifelt,
irgendwie Aufsehen zu erregen, und kommen auf die abstrusesten Ideen.
165000 DM bekommt Udo Jürgens für einen einzigen Auftritt, schreibt das
Magazin "impulse". Thomas Gottschalk kassiert pro Auftritt 120 000 DM,
Günther Jauch 80 000 DM, Harald Schmidt 80 000 DM, Howard Carpendale 65 000 DM,
Veronika Feldbusch 60 000 DM. (D 29.6.2000)
L´Europa abolisce
il segreto bancario. Accordo raggiunto tra i 15 Paesi, arriva la tassa unificata sui risparmi
dei non residenti. (Il Giornale, Milano, 21.6.2000, p. 1)
Europa hebt Bankgeheimnis auf.
Freche Richter. "Bild"-Reporter Thilo Scholtyseck, Halle, hatte
in einem Bericht einen Richter darauf hingewiesen, daß Wiederholungsgefahr laut
Strafprozeßordnung ein Haftgrund sei. Der Richter, der einen mehrfach
festgenommenen Drogenabhängigen auf freien Fuß gesetzt hatte, zeigte darauf den
Journalisten wegen Beleidigung an. Das Amtsgericht verdonnerte den braven Mann
zu 1200 DM Geldstrafe. Journalistenverbände protestierten. (1.6.2000)
Schwere Markt-Turbulenzen bedrohen Börsengänge.
(Die Welt, 23.5.2000, Seite 1)
La paura dei tassi
spaventa le Borse. (la Repubblica, Roma, 23.5.2000, economia p. 40)
Affondano tutte le
Borse. Euro, giorno nero: vola il prezzo della benzina. (La Repubblica, Roma,
20.5.2000) Per curare l´euro è meglio non fare nulla. (La Stampa, Torino,
22.5.2000)
Le telecamere ci
spiano. Ogni
cittadino viene filmato 300 volte al giorno. Gli apparecchi invisibili sono
fuori legge: "Privacy, allarme del Garante per la video
sorveglianza". (la Repubblica, 4.5.2000, p. 1)
Il giorno più nero
dell´euro. Per
la prima volta sotto quota 90 centesimi. (La Stampa, 4.5.2000, p. 1)
Il deprezzamento da gennaio è costato 651 mila lire a ogni familia. Benzina,
nuova raffica di aumenti. (Corriere della Sera, 4.5.2000)
An Hollywood nervt ihn die Heuchelei und die
Prostitution, sagte der Filmschauspieler
Sean Penn (39) dem Magazin "GQ". (Mai 2000)
Um das Zinssystem zu bekämpfen, hat eine
"Kleine Schwester Jesu" in einer
Kölner Filiale der Deutschen Bank eine Mahnwache durchgeführt: "Weil
wenige reich sind, sind viel arm". Ein Kölner Amtsrichter verurteilte sie
wegen Hausfriedensbruchs zu 400 DM Geldstrafe. (D 8.4.2000)
"In Borsa per
arrichirsi? Catastrofe assicurata". John Kenneth Galbraith: mercato di
furbi e di ignoranti. Parla il "grande vecchio dell´economia americana, testimone del
drammatico crac del 1929. "Peccato per i milioni di risparmiatori che
hanno perso il frutto del loro lavoro." (La Repubblica, Roma, 5.4.2000, p.
5)
Il crollo dell´euro.
Allarme per inflazione e petrolio. La sconfitta dell´Unione. (la Repubblica, Roma,
26.4.2000, p. 1)
Das Kursbeben an der Wall Street erschüttert
die Börsen der Welt. (FAZ, 18.4.2000,
Seite 1)
Wall Street in Aufruhr. Der mit Technologieaktien gespickte Sammelindex der
NASDAQ-Börse hat seit 10. März 34,2 Prozent an Wert verloren. Diese
Spekulationsblase ist in den letzten fünf Wochen geplatzt. Viele dieser Aktien
haben bis zu 80 Prozent an Wert verloren. (17.4.2000 Peter Bauer, dpa New
York)
Il grande crollo è
in arrivo e non ci
sarà paracadute". Parla Jeremy Rifkin, economista
"apocalittico". "Non so se sia davvero questo il momento, ma il ,big crash´ arriverà. E
arriverà presto". "Le analogie con ciò che accadde nel ´28 e nel ´29
sono eccezionali. C`è la stessa euforia di allora, tipica delle fasi di
profonda trasformazione. Nel ´28 il passaggio dal vapore all´elettricità, oggi
il passaggio dall´industria all´economia della rete. E poi, come allora, oggi
non c´è vero risparmio. ... guardi gli Stati Uniti: la gente spende assai più
di quanto guadagna. E questo essenzialmente grazie alle carte di credito. È
esattamente quello che accadeva nel ´28: allora si comprava a credito, oggi si
compra con la carta di credito..." (La Repubblica, Roma, 4.4.2000,
p. 4)
Microsoft affonda i titoli
Internet. Il ministero
della Giustizia Usa condanna la società di Bill Gates: Vìola le leggi
antimonopolio e danneggia i consumatori. (Corriere della Sera, Milano,
4.4.2000, p. 1)
Buchtip: Father Brown. Eine fünfbändige Gesamtausgabe gibt es derzeit für 50 DM. Der Christ Chesterton ist Sir Arthur Conan Doyle vorzuziehen, weil letzterer Tierversuche verteidigte.
Buchtips: Edgar-Wallace-Jubiläum. Derzeit bieten viele Buchhandlungen preiswerte Goldmann-Sonderausgaben von Edgar-Wallace-Krimis an. Der spielsüchtige Edgar Wallace (1875 - 1932) schrieb 200 Romane, nicht wenige davon schlampig, sprunghaft in der Handlung, aber doch sind einige große Würfe darunter, vor allem die fünfteilige Serie über die Gerechten: Die Drei von Cordova, Die vier Gerechten, die drei Gerechten, Das Gesetz der Vier, Das silberne Dreieck. Auch Der Brigant (The Brigand) bringt einen zum Schmunzeln.
Jeder dritte Mensch ist schüchtern. (30.3.2000) Schüchternheit ist ja nichts Negatives, doch
leider setzen sich deswegen die Schnell- und Vielredner in der Gesellschaft,
Politik usw. durch. Viele der "Erfolgreichen" plappern noch dazu
dummes Zeug. Große Klappe, nichts dahinter. Aber weil es vom Bildschirm oder
Radio kommt, halten es die Leute für richtig oder gar weise. Dazu kommt noch
der Schönheitswahn. Äußere vor innerer Schönheit, vergängliche Attraktivität
vor Charakter, Herz und Hirn. Kein Wunder, wenn so viel schief geht. Falsche
Idole leiten die Masse in die Irre. Deshalb das Versagen der Gesellschaft
gegenüber den Volks-, Familien- und Umweltzerstörern. Denn die Schüchternen -
schweigen.
Behauptung:"Europa braucht Einwanderer." Antwort: Arbeitslose
nicht vergessen! Prof. Johannes Meßner, Referent für Aus- und Weiterbildung
der Priester und Laien in südtirol, schreibt: "Europa braucht Einwanderer,
um sein Arbeits- und Sozialsystem aufrechtzuerhalten. Italien soll in nächster
Zeit 300 000 und Deutschland 500 000 Einwanderer benötigen." (Dolomiten
22.3.2000) Frage: Wie sollen die Einwanderer unser Arbeits- und Sozialsystem
aufrechterhalten, wenn die meisten nicht einmal Arbeit erhalten? Sie vergrößern
ja das Heer der Millionen Arbeitslosen. Dies ist so einfach, so logisch, daß
wir uns wundern, wie gescheite Leute auf solche Gedanken kommen. Viel wichtiger
ist doch, erst einmal den schon hier lebenden Arbeitslosen Arbeit zu geben!
Unmut gegen den Euro. Zwei Drittel der Bundesbürger würden laut Wirtschaftsmagazin "DM" die Einführung des Euro gern wieder rückgängig machen. (Südwestpresse 22.3.2000)
Gegen die Idiotie der deutschen Poststempel "Briefzentrum Nr." läuft
der tschechische Dichter Ludwik Vaculik Sturm. Er schickt Briefe mit dem
Stempelaufdruck "Brief ohne Ortsangabe des Versandpostamtes zurück an
Briefzentrum" nach Deutschland zurück. (Südwestpresse 22.3.2000, S. 1) Ein
durchaus zulässiger Protest. Die Post bräuchte schließlich nur den Ort des
Briefzentrums zur Nummer hinzufügen und alles wäre in Ordnung. Aber wenn die
falschen Leute an den falschen Stellen sitzen, kann man sich die Zähne
ausbeißen und nichts wird besser. In der europäischen Hitparade jedenfalls wird
der deutsche Poststempel nur noch von den italienischen Autonummern (AA, AB,
AC... italienweit statt Provinzkennzeichen) übertrumpft. Aber davon profitiert
wenigstens die Mafia.
Läuft die Gesellschaft vollends auseinander? Geht Eigennutz vor
Gemeinwohl? Die Zukunftskommission der baden-württembergischen Landesregierung
hat sich Gedanken gemacht. (Südwestpresse Ulm, 21.3.2000) Ja wunderbar!
Endlich macht sich jemand Gedanken. Das hätten wir kaum mehr erwartet.
"Nach dem Sinn zu fragen, heißt die postmoderne Gesellschaft nicht
zu wollen." Das ist die schockierende These des Essener Philosophen
Professor Norbert Bolz. Wer aber glaubt, der gescheite Mann hätte dies im
positiven Sinn verstanden und die nötige Schlußfolgerung daraus gezogen,
täuscht sich. Denn dieser "Gelehrte" tischt danach folgende
"Weisheit" auf: "Das Heilsversprechen der Religion, die Utopie
der Politik, das Bildungsideal des Humanismus - all das ist uns historisch
geworden. ... Sinn wird zunehmend zur Privatsache. Unsere moderne Welt hat nur
einen Funktionssinn zu bieten: Es läuft ohne ,Wozu´ und ohne Ziel. Und ich
vermute, unsere Gesellschaft funktioniert gerade deshalb so unwiderstehlich,
weil sie sich die Frage nach dem höheren Sinn nicht stellt." Noch mehr von
Philosoph Bolz: "Die Sinnfrage ist eine Fluchtbewegung. ... Ich zitiere
Siegmund Freud: ,Wer nach dem Sinn des Lebens fragt, ist krank.´"
(Südwestpresse 21.3.2000) Und dieser Mann wird wohl noch von der
öffentlichen Hand bezahlt, um seine Un-Sinns-Theorie unter unserer studierenden
Jugend zu vrebreiten?
Eine Unverschämtheit ist es, wenn ein
Pfarrer im Gottesdienst sagt: "Wie wir alle im Fernsehen gesehen haben, ist die
Hochwasserkatastrophe in Mosambik..." Solche verantwortungslosen
Prediger fallen damit allen Familien in den Rücken, die bewußt auf das
antichristliche Medium Fernsehen verzichten. Wie müssen sich die Kinder fühlen,
denen ihre Eltern das Fernsehen verwehren!? Die Tageszeitungen haben doch
ebenfalls ausreichend Fotos von Mosambik gebracht. Also müßte der Pfarrer
sagen: Die Fotos in den Zeitungen und im Fernsehen... (12.3.2000)
Rio, al Carnevale
va in scena lo stupro. Rappresentazione choc nel cinquecentenario della scoperta del brasile. (Corriere
della Sera, Milano, 6.3.2000, p.22)
Fin-du-Siècle-Stimmung beim deutschen
TV-Karneval: Makabre Scherze über Tod und
Unzucht alter Menschen, weil sonst anscheinend nichts mehr zieht. Die Masse
sang das Lied "Liebe, Sünde, Leidenschaft" begeistert mit; der
Kehrreim lautet: "Der liebe Gott weiß, daß ich kein Engel bin, das mit dem
Himmel kriegen wir schon hin." (5.3.2000) Die alte teuflische,
verhängnisvolle Masche.
Zum Wiener Opernball hätten wir viel zu sagen, trauen uns aber
nicht. Also schweigen wir zu den Absagen der Erotikdarsteller, zum Auftreten
gewisser prominenter Ballgäste, zur Schönheit der Jacqueline Bisset und zu
Helmut Lohners skandalöser Bemerkung von den "letzten Tagen der
Menschheit". (4.3.2000)
Il sesso conquista
la tv. (Davvero?) Debutta la erosnovela. "Parliamone
così, senza troppi pudori". (la Repubblica, 4.3.2000, p. 33)
"Hollywood schluckt Talente und spuckt sie
als Wracks wieder aus" - dies ist die
Erkenntnis des Filmstars Kevin Spacey (40) (Magazin "GQ", D
26.2.2000)
Der EU oberster Währungshüter besorgt. Wim Duisenberg, Präsident der
Europäischen Zentralbank (EZB) hat sich "erstmals öffentlich besorgt"
gezeigt, weil der Euro immer noch so schwach ist. (3.3.2000) Und so ein
Mensch ist oberster Währungshüter! Viele Nichtwirtschaftsfachleute haben schon
lange befürchtet, daß die Talfahrt des Euro natürlich alles teurer macht, was
mit Dollars bezahlt werden muß, vor allem das Erdöl, und daß dann der
Exportvorteil flöten geht, weil hierzulande alles teurer wird.
Eurolandia,
allarme prezzi, paura inflazione, colpa del petrolio. (la Repubblica, Roma, 1.3.2000, p. 1 e
2)
Euro: Historisches Tief. Nur noch 0,9390 US-Dollar wert. (29.2.2000) Angeblich
wollen die Amerikaner den Euro noch auf 0,85 Dollar drücken.
Allarme in Borsa. La denuncia della Consob. Luigi
Spaventa: In Borsa l´insider trading ormai è regola. (La Repubblica, 24.2.2000,
p. 1 e 27)
Euro a picco. Il dollaro sfonda le 2000 lire. Duisenberg: rischio inflazione.
(La Repubblica, Roma, 1.2.2000)
Rekordtief des Euro bei 0,9668 Dollar. Der
Präsident der Europäischen Zentralbank, Wim Duisenberg, fürchtet die Gefahr
einer neuen Inflation. (1.2.2000)
Rat an Bill Gates: Teilen. Der Microsoft-Gründer ist der reichste Mann der Welt. Mit
dem strategisch genialen Aufkauf von Ideen anderer und natürlich mit seinen
eigenen hat der Computermann ein Vermögen von 90 Milliarden Dollar angehäuft
(etwa 170 Milliarden DM, 170.000 Milliarden Lire, 87,6 Milliarden Euro). (Zeitungsmeldungen
vom 15.1.2000) Kurzkommentar: Braucht ein einzelner Mensch wirklich so viel
Geld, wenn eine Milliarde Menschen im Elend lebt? Er könnte zumindest die
Hälfte seines Vermögens den Bedürftigen überlassen, ohne daß es ihm weh tut.
Wenn er zusammen mit anderen Superreichen jedem von diesen Ärmsten in der
Dritten Welt 100 Dollar schenken würde, bräuchte ein Jahr lang kein Mensch auf
der ganzen Welt zu hungern. Im nächsten Jahr könnten andere Superreiche im
Hinblick auf ihr Seelenheil dies gute Werk fortsetzen. Wir denken etwa an den
Sultan von Brunei, an die reichste Französin, Liliane Bettencourt, Eigentümerin
der Parfümmarke L´Oreal, mit ihren 27,6 Milliarden DM, den deutschen Aldi-Boss
Theo Albrecht mit seinen 21,6 Milliarden DM, den reichsten Briten Bernie
Ecclestone, Chef des Formel-1-Rennsports, mit 7,2 Milliarden DM, und die
britische Königin mit 6 Milliarden DM (Meldungen vom 7.12.1999). Wir machen all
diese Herrschaften darauf aufmerksam, daß sie beim Jüngsten Gericht gefragt
werden, warum sie nicht auf den Gedanken gekommen sind, ihr Geld den Hungernden
zu geben. Im Hintergrund steht dann an der Himmelswand das Wort Jesu Christi: "Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe,
als daß ein Reicher ins Reich Gottes komme." (Matthäus 19,24) Lieber ein Obdachloser sein, der in einer
Schachtel auf dem kalten Stein eines Gehsteiges erfriert, aber ein warmes Herz
hat, als ein Reicher mit einem prächtigen Palast sein und ein kaltes Herz aus
Stein haben. Im Fall Bill Gates fügen wir natürlich anerkennend hinzu, daß er
in die Stiftung, die er mit seiner Frau Melinda betreibt, 21 Milliarden Dollar
gesteckt hat. Dafür werden Kinder geimpft, Bildungsprogramme finanziert und
anderes (26.1.2000) Kaum eine Woche
vergeht zur Zeit, ohne dass nicht Meldungen über die Wohltätigkeit Bill Gates
verbreitet werden, einmal 40 Millionen für die Entwicklung neuer Impfstoffe,
einmal 750 Millionen für die Impfung von 30 Millionen Kindern . Das ist das
gute Recht des Spenders, auch wenn diese Beträge der obigen Gesamtsumme
entnommen sein dürften. Erfreulich, daß Ex-Netscape-Chef James Barksdale
sich nicht lumpen läßt und 100 Millionen Dollar stiftet, damit die Kinder im
Bundesstaat Mississippi das Lesen lernen können. (D 2.2.2000)
Anscheinend hat der Staat kein Geld dafür...
Schluß mit der Parteienfinanzierung durch den Steuerzahler. Die
Zwangsparteienfinanzierung durch den Steuerzahler wurde eingeführt, damit die
Parteien unabhängig sind und die Politiker nicht von Interessengruppen
(Lobbies) abhängen. Da viele Parteien jedoch Schindluder mit dieser Regelung
getrieben haben und treiben, ist kein Grund mehr vorhanden, diese Regelung
beizubehalten. Wenn die Parteien trotzdem von Teilen der Industrie,
Waffenhändlern usw. gigantische Summen erhalten - der deutsche Michl schüttelt
nur seine Schlafmütze, wenn er von vielen Millionen Mark hört, die zum Beispiel
die CDU ins Ausland geschafft hat, und denkt sich weiter nichts - , dann
braucht es nicht auch noch staatliche Unterstützung für die Parteien. Sollen
sie sich selbst finanzieren durch Mitgliedsbeiträge und Spenden, die bekannt
gemacht werden müssen und von denen der Staat - unser Vorschlag - nur zehn
Prozent abkassieren darf. Dabei ist freilich der Standpunkt von Josef Fulterer
aus Kastelruth zu bedenken, der in einem Leserbrief schreibt:
"Firmen-Parteispenden sind entweder Vorschüsse auf erwartete Wohltaten
oder das Ergebnis einer Erpressung" (Dolomiten, 13.1.2000) Christlicher
wäre es in jedem Fall, wenn Spenden hauptsächlich den Armen in der Dritten Welt
zugutekämen.
"Viele Menschen halten uns Politiker zu nichts außer zu allem
fähig." (Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel, SPD,
10.1.2000)
Der Neoliberalismus ist die historische Antwort auf die
kommunistische und die nationalsozialistische Revolution.
D = Dolomiten
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