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NACHRICHTEN - NOTIZIE

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14.3.2002

In der Demokratie herrscht die Mehrheit, in der Kirche die Wahrheit.
Erzbischof Johannes Dyba † (das Neue Groschenblatt 9/2000)

Aktuelle Meldungen
Meldungen 1998 - 1999
Geheimnis und Fluch des Nationalsozialismus
TV-Meldungen
Weltnachrichten

Politisierte Justiz. Es gebe in ganz Europa kein Verfassungsgericht, das nicht irgendwie einem politischen Einfluss unterworfen sei, sagte (sinngemäß) Ludwig Adamovich, Präsident des österreichischen Verfassungsgerichtshofs. (ORF 2 TV, 19.12.2001, ca. 20.14 h)

Energy – Economy – Alarm
Der Zusammenbruch der Wirtschaft und Finanzen kann weiter schleichend erfolgen. Der Schock könnte aber auch über Nacht kommen. Wir beziehen uns auf 3 Meldungen:
1. Der weltgrößte Energiehändler ist zahlungsunfähig. Er liefert angeblich 20 % des Stroms in Europa und kann die Lieferungen nur bis Freitag, 29.11.2001, garantieren.
2. Frankfurter Allgemeine, 29.11.2001, Schlagzeile: Schröder sieht sich machtlos gegenüber wachsender
Arbeitslosigkeit. Merkel: Die ruhige Hand des Kanzlers macht keinen Finger krumm.
3. Il Giornale, Mailand, 29.11.2001: EU verbietet, vor 65 Jahren in
Rente zu gehen.
Ue: pensione vietata prima die 65 anni. Bruxelles raccomanda ai Paesi membri di alzare l´età della messa a riposo eliminando le agevolazioni.

L´Italia accoglie l´euro. “Ci porterà fuori dalla crisi”. (Ciampi, Berlusconi, Prodi, www.repubblica.it 26.11.2001) Ein Satz zum Meditieren und Amüsement.

Impennati e crolli. Nuovo Mercato colpito dagli speculatori. Tra brividi e inganni. (Corriere della Sera, Milano, 10.11.2001, p. 1)

FERNSEHEN BERICHTET EINSEITIG UND VERSCHWEIGT VIELES
Immer mehr Fernsehzuschauer sind es leid, von der ARD, dem ZDF, RTL und Sat1 über die Schiene des amerikanischen xxx-Senders CNN und anderen über des Weltgeschehen informiert zu werden. In den übernommenen Nachrichtenbildern und teilweise auch Texten existieren nur der Afghanistan- und der Israel-Palästina-Konflikt. Wird in Israel oder Palästina eine Person getötet, wird dies als Weltnachricht verkauft. Wieviele Menschen an diesem Tag im Kongo, in Angola, im Sudan, in Sierra Leone, Burundi, Kaschmir und Kolumbien sterben, verschweigen die deutschen Meinungsmacher der Öffentlichkeit.
Seit dem 11. September sind nach einer Meldung der "Welt am Sonntag"
über 400 Christen ermordet worden.
Wann werden die Christen in Deutschland über diese Fakten informiert? Große Staaten wie Brasilien, Mexiko, Nigeria, Südafrika, Indien, Indonesien und Japan fallen fast ganz unter den Tisch. Die Schüler der Apostel der letzten Zeiten fordern die deutschen Fernsehanstalten auf, endlich damit aufzuhören, sich von den xxx-Sendern die Nachrichten vorgeben zu lassen. Sie fordern faire, ausgewogene, weltumfassende, breitgefächterte Nachrichten, die nicht "propagandistisch" eingefärbt sind. Vieles von dem, was zur Zeit in den Fernsehmedien als Weltnachrichten über den Bildschirm flimmert, ist "propagandistisch" eingefärbt und darf so aus Wahrheitsgründen nicht übernommen werden. Wir fordern die deutschen Fernsehsender auf, endlich auch den "Mann von der Straße" in den Diskussionen zu Wort kommen zu lassen. Wir sind es leid, daß 50 - 60 Meinungsmacher die Meinung für ein ganzes Volk machen. (AIHS D-3, Anmerkung etika.com: Aus Vorsicht haben wir ein gefährliches Wort durch xxx ersetzt.)

„Euro, l´Italia non truccò i conti”. Tesoro e Ue contra le accuse di Londra: tutto in regola. (la Repubblica, Roma, 6.11.2001, Economia, p. 32)

Scheitert termingerechte Euro-Umstellung? Die in Ulm erscheinende Südwestpresse schlägt Alarm: Rein rechnerisch haben erst 1,4 Prozent der Unternehmen, die ihre Buchhaltung über das Rechenzentrum der deutschen Steuerberater abwickeln, ihr Rechnungswesen auf die neue Währung umgestellt. Claudia Erhardt von Datev, Nürnberg: "Bei den Löhnen haben 10 200 von 1 Million auf den Euro umgestellt." Wer jetzt noch nicht umgestellt hat, wird Probleme bekommen. Ein Fünftel der Betriebe hat wohl schon resigniert. (26.10.2001, Peter Ilg) Vielleicht kommt beim Jahreswechsel alles zusammen: die Rezession, die Kriegsfolgen, das Durcheinander bei der Umstellung in gewissen schwachen Ländern, die Rentenkrise und und und. Vielleicht gilt dann in manchen Staaten das alte Geld weiter, vielleicht muß das eine oder andere Land ausscheren, weil es seine EU-Verpflichtungen nicht mehr erfüllen kann.   

 

31,58 Mark (16,15 Euro) pro Monat muß ab 2005 jeder Radiobesitzer an den Staat zahlen. Die sind wohl gänzlich meschugge! Bisher kostete die Radiogebühr in den meisten europäischen Ländern wenige Mark oder gar nichts. Eine derartige Vervielfachung ist ja unmenschlich und – so ein aufgebrachter Zeitgenosse – „schreit nach Revolution gegen solche Blutsauger“. Eine arme Witwe oder bedürftiger Student oder ein Arbeitsloser, die sich keinen Fernsehapparat leisten können und vielleicht auch nicht wollen, müssen gleichviel zahlen wie Reiche, die über ein Fernsehgerät, Radio und Computer verfügen. Darauf haben sich die Ministerpräsidenten der neudeutschen Länder im Grundsatz verständigt. (Südwestpresse, Ulm, 26.10.2001, S. 1, AP/dpa) Sollte irgendeiner der Beschlussfasser behaupten, in irgendeiner Weise etwas mit dem Buchstaben C für christlich zu tun zu haben, werden ihm die höllischen Geister diesen Buchstaben sicherlich ausprügeln.

 

100 bis 130 Millionen Mark muß der Steuerzahler pro Jahr für Politikerflüge berappen. Insgesamt stehen den Politikern drei Hubschrauber, sechs Jets vom Typ Challenger und zwei eigens für diesen Zweck umgerüstete Airbusse zur Verfügung. Teuer und unwirtschaftlich - so lautet das vernichtende Urteil des Rechnungshofs über die Flugbereitschaft der Bundeswehr, deren Maschinen auch Mitgliedern der Regierung und des Parlaments zur Verfügung stehen. Der Rechnungshof empfiehlt den Verzicht auf einen Airbus ... (Stuttgarter Zeitung, 26.10.2001, Karl-Ludwig Günsche)

Finanzwelt trotzt dem Terror. Zinssenkungen in USA und Europa sollen Crash verhindern. (Die Welt, 18.9.2001) Wall Street a un passo dal crollo. (Il Giornale, Milano, 18.9.2001)

11.9.2001 Kamikaze-Angriff auf World Trade Center

Fazio: il peggio è passato, ripresa possibile. Le borse mondiali chiudono in perdita la “settimana nera”. (la Stampa, 8.9.2001, p. 1) Wenn ein Politiker oder Finanzmann sagt: Das Schlimmste ist vorbei, dann besonders argwöhnisch sein! Ob es bei der einen schwarzen Woche bleibt, sei dahingestellt.

Tutte le borse in caduta libera. Piazza Affari brucia 80 mila miliardi in una settimana. (la Stampa, 7.9.2001) Schon vor dem Attentat! Merkwürdiger zeitlicher Zusammenhang. In die Fast-Tiefst-Phase platzte der Kamikaze-Angriff.

Trend: Die Konsumenten werden Rebellen und pfeifen auf Marken. Dies meint die Forscherin Nelly Rodi. Modeströmungen würden verspottet, im Internet würde gegen die Werbung massiv Stimmung gemacht. (D 1.9.2001)

„The Sun“, London: „Der Euro wird sich in vielerlei Hinsicht als Katastrophe herausstellen. Man braucht nur abzuwarten, dann kann man sich selbst davon überzeugen.„ (D 31.8.2001) Am folgenden Tag zeigt sich „The Sun“ „glücklich, dass Großbritannien an diesem Schwachsinn nicht teilnimmt. Die Scheine sind nichtssagend und langweilig. Genauso wie diese ganze fixe Idee einer europäischen Nation, eines europäischen Einheitsstaates mit gleichen Leitzinsen und Steuersätzen für alle. Und dann dieser Wim – wie der aussah! Als er die neuen Euroscheine vorstellte, erinnerte er eher an einen drittklassigen Zauberer als an den Chef einer europäischen Zentralbank. Duisenberg ist ganz einfach jenseits von gut und böse. Jedes Mal wenn der den Mund aufmacht, bekommt die angeschlagene Reputation des Euro wieder einen drauf. Der soll eine Währung steuern? Den würde man doch noch nicht einmal ein Schiff in der Badewanne steuern lassen!“ (D 1.9.2001)

Die Österreicher haben mehr Ängste und Sorgen. 59 Prozent fürchten Aids, 49 Prozent haben Angst, psychisch zu erkranken, dem Wahnsinn oder einer Manie zu verfallen. (D 30.8.2001)

Michael Jackson bei NASDAQ. Der Pop-Sänger, dem einmal Kindesmissbrauch vorgeworfen worden war, wird anlässlich seines 43. Geburtstages auf der Nasdaq-Börse in New York, Times Square, gefeiert. Meldung und Foto „Jackson und Nasdaq gehen um die Welt. (30.8.2001) Ausgerechnet kurz vor der Schwarzen Woche. Wenn da kein Zusammenhang besteht! Man könnte fast an einen Scherz des Teufels denken.

Erste Hoffnungsschimmer für das Weltwirtschaftsklima sehen die Konjunkturforscher  des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung. (Radiomeldung 29.8.2001) Und das ausgerechnet vor der schwarzen Woche! Wer merken will, der merkt, dass die Leute im Grunde total verdummt werden. Und trotzdem bleiben sie leichtgläubig.

“Nel 2020 denutrito un bambino su quattro”. Rapporto dagli Usa, Ifpri, 2020 Global Food Outlook. (Corriere della Sera, Milano, 29.8.2001, p. 6)

“Promis” füllen Wertevakuum. Frances Müller vom Hamburger Trendbüro: „Wenn traditionelle Strukturen wie in der Familie oder religiöse Bindungen sich auflösen, werden Stars zu einer irdischen polytheistischen Götterwelt.“ Politiker gäben ausgewählten Medien Details aus ihrem Privatleben preis, um die Berichterstattung in einen ihnen erwünschten Kanal zu steuern. (D 29.8.2001)

Ausgerechnet die Hotelkette Radisson SAS wurde bei einer Umfrage unter 311 Mitgliedern des Verbandes der deutschen Reisebusunternehmen zur weltweit besten Hotelgruppe gekürt. (D 25.8.2001) Offenbar waren die Befragten noch nie bei Radisson SAS in Neu Delhi essen gegangen. Im dortigen Kantinen-Ambiente mit für Europäer teils ungenießbaren, extrem scharf gewürzten Speisen fühlen sich die Kellner so „Weltspitze“, dass sie nicht einmal daran denken, auf große Scheine herauszugeben. Zumindest war es bei einem selbst erlebten Fall so.

La sirena Greenspan non seduce più. Il presidente della Fed sommerso dalle critiche: La banca centrale non riesce a rianimare l´economia. Mercatio senza guida. (la Repubblica, Roma, 22.8.2001)

Kein Wirtschaftswachstum mehr!!! Talfahrt der Börse ungebremst. Dax auf neuem Jahrestief. Die Bundesbank schrieb, das Wirtschaftswachstum sei inzwischen zum Stillstand gekommen... die Bundesrepublik könne in diesem Jahr zu den Ländern mit den niedrigsten Wachstumsraten in der Eurozone gehören. ... Auch wenn die Bundesbank keine Rezessionsgefahr sehe, so habe der Bericht die ohnehin schlechte Stimmung vollends zerstört, argumentierten Aktienmarktexperten. (Stuttgarter Zeitung, 17.8.2001, S. 1) Die Experten müssen völlig durcheinander sein, wenn sie schon so mißglückte Formulierungen wie "schlechte Stimmung vollends zerstört" verwenden. Immerhin sind sie Vertreter der ihnen eingebleuten These, daß die Wirtschaft ohne beständiges Wachstum nicht funktionieren könne.

Autos dürfen im Supermarkt verkauft werden. (Oberlandesgericht Karlsruhe, Südwestpresse, Ulm, 15.8.2001). Eine Branche nach der anderen wird fertiggemacht. Damit es am Ende nur noch wenige Große gibt, die alles anbieten. Ganz am Ende steht dann ein Globalmonopol, und die Verbraucherverbände und Gewerkschaften, die den Konzentrationsprozess in der Wirtschaft unterstützt haben, gucken in die Röhre. Hoffentlich fordern dann die Verbraucher von ihnen Rechenschaft, wenn einmal der Einzelhandel (der Tante-Emma-Laden um die Ecke) zertrümmert ist und nur noch Großeinkaufszentren auf der sogenannten grünen Wiese bestehen, zu denen der Weg zu weit ist - weil nämlich das Benzin nur noch für wenige erschwinglich ist, wie jetzt schon in manchen Ländern.

Iglo, die Deutsche Telekom und Ikea umwerben Homosexuelle als kaufkräftige Zielgruppe. (Lebensmittel Praxis, 7/2001) Ikea, gegründet von dem Schweden Ingvar Kamprad aus Elmtaryd bei Agunnaryd, 58 000 Mitarbeiter, 18,5 Milliarden DM Jahresumsatz, hat mit einem Plakat "Schluss mit dem Muff. IKEA kommt" Empörung und Besorgnis ausgelöst. Ein Gartenzwerg liegt quer auf Schienen. "Das ist die typische Suizidstellung mit dem Kopf und den Beinen auf dem Gleis", schimpft Bundesgrenzschützer Hans Rachwalik. (Südwestpresse, Ulm, 15.8.2001)

Experten sehen Trendwende. Euro-Kurs holt auf. Die Zuversicht bei den Bankenvertretern wächst. (Südwestpresse, Ulm, 15.8.2001) Nur zu Dokumentationszwecken.

Die Konjunktur in den zwölf EU-Ländern hat sich nach Angaben der europäischen Zentralbank (EZB) im ersten Halbjahr stärker abgekühlt als zunächst angenomen. Für die zweite Jahreshälfte sei noch mit großen Risiken zu rechnen. (Südwestpresse Ulm, 10.8.2001, Kurz und bündig)

Commerzbank. Dramatischer Einbruch. Gewinn sackt wegen Flaute an Börsen um 74 Prozent ab. Im Privatkundengeschäft sowie in der Sparte Vermögensverwaltung weist Deutschlands viertgrößte Bank Verluste von rund 200 Mio. DM aus. Sparkurs. Seit Juni Einstellungsstopp, zudem werden diverse Projekte der Informationstechnologie gestrichen. Kosten erhöhten sich drastisch: Bank beschäftigte weltweit 40 000 Menschen, 4400 mehr als vor Jahresfrist. Kosten für die Straffung des Filialnetzes. Erhebliche Belastungen durch die Vorbereitungen auf die Euro-Einführung. (Südwestpresse Ulm, 10.8.2001)

Deutsche Bank. Gefrustete Anleger. Am Montag empfahl die Deutsche Bank Telekom-Aktien zum Kauf. Am Dienstag stieß sie im Auftrag eines Kunden zu einem Festpreis 44 Millionen Aktien der Telekom ab, worauf die T-Aktie auf den tiefsten Stand seit Anfang 1999 abrutschte. Kommentar von Siegfried Bauer: Abgezockt. Telekom-Aktionären treibt es die Tränen in die Augen. Der Kurs hat seit Wochenbeginn rund ein Fünftel seines Wertes eingebüßt. Das ist allein schon deshalb erstaunlich, weil er schon vorher mehr als 75 Prozent gegenüber den Höchstständen verloren hat. Es bleibt zu befürchten, dass die Telekom auch als die Aktie in die Geschichte eingehen könnte, die den Deutschen das Interesse an Aktien verleidete. Während das alles tief traurig ist, wird das, was sich nun die Deutsche Bank geleistet hat, zum absoluten Ärgernis. Der Bankenriese darf sich angesichts dieses merkwürdigen Zusammenspiels nicht wundern, wenn Anleger den Verdacht haben, dass sie abgezockt wurden. (Südwestpresse Ulm, 10.8.2001)

Pharmakonzern Bayer steckt in der Krise. Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer steckt in der Krise - und das nicht nur wegen des Rückrufs des Cholesterinsenkers Lipobay. Bereits im ersten Halbjahr brach das operative Ergebnis um 23 Prozent ein. Ursachen: Probleme beim gentechnisch hergestellten Blutgerinnungsmittel Kogenate, hohe Rohstoffkosten und Nachfrage-Rückgänge in wichtigen Abnehmerbranchen. (Südwestpresse Ulm, 10.8.2001) Dazu Kommentar in der Stuttgarter Zeitung von Klaus Dieter Oehler: Rund sieben Milliarden Euro hat der Bayer-Konzern allein in den vergangenen zwei Tagen an Wert eingebüßt. Das ist selbst in einer Zeit, in der die Brösen durch schlechte Meldungen täglich tiefer in den Abwärtsstrudel gerissen werden, mehr als nur eine Hiobsbotschaft - das ist ein Desaster. Bayer hat, wie die meisten Konkurrenten, den Erfolg seiner Pharmasparte eng an die Vermarktung einiger weniger Medikamente geknüpft. Diese so genannten Blockbuster sollen jeweils für mehr als eine Milliarde Euro Umsatz und für satte Gewinne sorgen. Diese Rechnung geht so lange auf, wie die Arzneimittel wirklich helfen und keine unerwarteten Nebenwirkungen auftreten. Doch gerade dies ist jetzt bei Bayer der Fall. ... Die rund sechs Millionen Patienten, die bisher ihr Cholesterinproblem mit dem Bayer-Medikament behandelt haben ... haben (neben dem Leitartikel steht die Meldung: 40 Todesfälle durch Cholesterin-Mittel?) das Vertrauen verloren. ... Branchenexperten sehen daher bereits eine Trendwende: kleine, unabhängige Unternehmen, die sich auf die Entwicklung bestimmter Wirkstoffe konzentrieren, könnten in einigen Jahren den Großkonzernen den Rang ablaufen, meinen sie. (10.8.2001, Seite 1)

Täglich werden in der Technologie-Wirtschaft Massenentlassungen angekündigt. Immer mehr Menschen fürchten um ihren Arbeitsplatz. Die Hoffnungen, dass der E-Commerce neue Arbeitsmöglichkeiten bietet, platzen. (Ende Juli 2001)

Rechte Poliker: Mehr Albträume. “Leute von der rechten Seite des politischen Spektrums haben viel mehr Albträume”, hat Kelly Bukeley von der Gesellschaft für Traumforschung herausgefunden. Rechte Politiker sähen viele Gefahren in der Welt. („Sunday Times“, D 16.7.2001)

I conti italiani preoccupano l´Europa. (La Stampa, Torino, 13.7.2001, p. 1)

Italia: Buco di 22-30 mila miliardi. Confindustria, allarme conti. (la Repubblica, Roma, 21.6.2001, p. 1) 

Das Rentenalter 65 sei von Bismarck eingeführt worden, als die durchschnittliche Lebenserwartung um die 45 Jahre gelegen habe. Dies behauptete Italiens Notenbankchef Antonio Fazio. Heute würden die Leute 80 Jahre alt. Er plädierte deshalb dafür, das Rentenalter in Italien heraufzusetzen. Bisher kann in Rente gehen, wer 35 Jahre gearbeitet hat (im öffentlichen Dienst galt dies früher teilweise schon bei 15 Jahren!). Fazio schlug vor, dass jedermann 40 Jahre arbeiten müsse. (26.7.2001) 

 

Deutsche sollen auf Lohn oder Urlaub verzichten. Unternehmen planen im Kampf gegen die Konjunkturkrise befristete Einschnitte. (Die Welt, 11.7.2001, S. 1)

 

Pensioni, verso l´addio al limite di età. Il governo studia l´aboliziano del tetto. (Corriere della Sera, 11.7.2001, p. 2)

Italienische Regierung erwägt Abschaffung der Pensionsgrenze. Weiterarbeiten bis zum Umfallen, weil für die Rente kein Geld mehr da ist.

 

Steven Spielbergs Film über künstliche Intelligenz „A.I.“: Brutalität zum Erbrechen. Es geht um die Frage, ob Roboter Gefühle wie Liebe, Eifersucht und Trauer empfinden können. Die von Stanley Kubrick entworfene und von Steven Spielberg vollendete Geschichte bietet ein grausames Spektakel wie im alten Rom. Ausrangierte Kunstmenschen werden bei Volksfesten unter dem Jubel der Menge mit Säuren, Hackebeil und Schweißbrennern zertrümmert. Eine vernichtende Kritik ihres Washingtoner Korrespondenten Peter W. Schroeder veröffentlichten die Dolomiten www.dolomiten.it am 11.7.2001, Chronik. Schlußsatz: Bei der als Sci-Fi-Märchen verkleideten A.I.-Brutalität gehört bestraft, wer seine kleinen Kinder ins Kino mitnimmt.

 

Muß das sein? Die einern verhungern, die anderen kassieren Wahnsinnssummen. Bei ihrer Welttournee verdient Sexstar/Schauspielerin/Sängerin Madonna (42), Mutter von zwei Kindern, pro Minute 80.000 Mark. (Daily Mail, D 6.7.2001) Für den Wechsel des Fußballers Zinedine Zidane von Juventus Turin zahlt Real Madrid 160 Millionen Mark als Ablösesumme. (6.7.2001) Nach dem Etika-Überlebensprogramm sind solche Einkommen und Menschenkaufsummen unzulässig.

 

Duisenberg: Inflation wird fallen. Keine Beunruhigung wegen der angeblichen „Löcher“ in Italiens Staatskassen. (D 22.6.2001) Nicht glauben; nur zu Dokumentationszwecken veröffentlicht.

 

Regierung rechnet mit Nullwachstum. Wirtschaftsminister Werner Müller pessimistisch. (Die Welt, 20.6.2001). Am gleichen Tag kommt die Konkurrenz Frankfurter Allgemeine mit der Schlagzeile heraus: „Der Widerstand wächst gegen das Zwangspfand auf Dosen.“ Und der Wirtschaftsteil eröffnet mit der epochemachenden Nachricht: „Einmal im Jahr zum Weiterbildungsgespräch“. In der FAZ muß man anscheinend zwischen den Zeilen lesen – das ist wirklich nur etwas für kluge Köpfe.

 

Hollywood-Studio lässt Filme von selbst erfundenem Kritiker loben. “Newsweek“-Reporter kamen den Betrügern bei Sony Picture Entertainment und Columbia Studios auf die Schliche: den Filmkritiker  David Manning bei „The Ridgefield Press“, der die anderen Journalisten in Lobhudeleien übertraf, gibt es nicht. (D 9.6.2001)

 

Euro-Minister fürchten neue Schocks. Besorgnis über Ölpreis – Handel vor Preisaufschlägen bei Euro-Umstellung gewarnt. (D 6.6.2001)

 

Zum Thema Volkskunst und Abfall. Würdige Botschafter Russlands. Echte Volkskultur. Veretjonze (Veretenze) nennt sich die zehnköpfige junge Truppe aus dem im Weltkrieg zerstörten und wieder aufgebauten Kursk, die derzeit durch Mitteleuropa zieht. Die rund hundert Zuschauer, die am Freitagabend, 1. Juni 2001, in Kurtinig, ihrer Aufführung auf dem Dorfplatz beiwohnten (die anderen Einwohner dieser und der umliegenden Gemeinden verdarben derweil ihren Geschmack mit mehr oder weniger verblödenden Fernsehprogrammen), waren hellauf begeistert. Die frischen, natürlichen Gesichter, ihre herrlichen Stimmen, ihre fröhlichen Tänze und Spiele, die schönen Kostüme und originellen Musikinstrumente zum Teil aus dem 18. und 19. Jahrhundert – alles wirkte wunderbar zusammen. Mit einfachsten Mitteln und großem Einfallsreichtum kam ein abwechslungsreiches Programm zustande, das bei dem kalten Wind nur den Nachteil hatte, dass es fast ein bisschen zu lange dauerte. Schade nur, dass die sympathischen Künstler mit den Spenden kaum die Kosten für Fahrt, Übernachtung und Essen bestreiten konnten. Mehr Erfolg hatten sie in Spanien und Amerika. Jedenfalls haben sie auch die wegen Südtiroler, die gekommen sind, zu Freunden Russlands gemacht und damit mehr zur Völkerverständigung beigetragen als die Polit-Propagandisten für die Multikultur. Vielleicht ist aber der eine oder andere unter unseren Lesern, der sie verpflichten möchte: Kontakt über die Künstler Agentur Tucek, A-2192 Kettlasbrunn 339/18, Tel. und Fax: 02573/2045. (Die angegebene Seite http://members.aon.at/k-a-t/ wurde nicht gefunden).  Aus dem Programm:

Baryna – Die Straße entlang, ein Lied aus dem Gebiet von Kursk zur Sonnwendfeier. Regen, Tanzlied aus dem Kursker Gebiet zu den Klängen der Radlyra. Die Nachtigall. Kostroma. Motiv am Horn, gespielt am Weideplatz. Brüder, setzen wir uns ein wenig zusammen; Tanzlied. Prächtiger Mond, Romanze. Quadrille, Tanzlied für Paare. Lustige Volksstücke mit Opa und Samowar. Der Pfau, Lied der Mädchen beim Abschied der Rekruten. Spiel auf der Säge. Scherzlied mit einem Bär. Reigentanz aus Nordrussland. Teil II:Glocken. „Unfreiwillig hat der Junge geheiratet“, aus dem Gebiet von Belgorod. Melodie auf der Hirtenrohrpfeife. Bei uns im Walde. Auf dem Hügelchen, Stepptanzlied aus Südrussland. Kamarinskaja, Schaubudentheater. Scherzlieder mit dem Schulterjoch. Tschebotucha. Eifrig pflügen. Russkogo. Corrida. Quadrille mit Kavalieren aus dem Publikum. Reiterfreunde, Kosakenlied. Kosakenlied mit Säbeltanz. Traum von Stepan Rasin, Kosakenlied: Er träumt, dass er hingerichtet wird, der Traum wird wahr). „Es ist Zeit für den Jungen zu heiraten“, Kosakentanzlied.

Ein anschaulicher, lehrreicher Querschnitt durch Russlands Volkskultur. Wie betrüblich, dass wir gegen dieses Volk Krieg geführt haben!

Die Aufführung war uns ein tausendmal schönerer Genuss als so viele Veranstaltungen, die unter dem Begriff Kultur laufen und doch nur Schund und Schmarrn und billige Kopien bieten. Wir denken an die Aufführung eines Schülerchores ebenfalls aus Osteuropa, der glaubte, sich in einer Schule mit hauptsächlich englischen und internationalen Liedern statt russischen Volksweisen einschmeicheln zu müssen, sowie Aufführungen eigentlich wertvoller, aber bis zum Überdruss modernisierter und mit Unrat angefüllter Theaterstücke (siehe die täglichen Kulturseiten der Weltpresse sowie die ORF-Fernsehnachrichten).

Erst dieser Tage wurde in Kaltern wieder ein historisches Stück komplett verfälscht. Dies war sogar dem sicher nicht traditionalistisch gesinnten Kulturkritiker Hugo Seyr zuviel, denn er brachte folgende versteckt ironische Zeilen zu Papier: „Stefan Hellbert, 1963 geboren, Laborant bei den Tauernkraftwerken, literarisch tätig seit 1996, schreibt dazu: ,Auf Empfehlung meines Förderers Peter Mitterrutzner erteilte mir im März 2000 der Ausschuss der Theatergruppe Kaltern den Auftrag , das Theaterstück von Max Tribus zu überarbeiten. Die Überarbeitung war aber nicht möglich, da dieses Stück kaum Dramaturgie, aber um so mehr Bigotterie, Pathos und Patriotismus beinhaltete. Also schrieb er eine neue Fassung des Theaterstücks (und unnötigerweise gleich auch der Notburgalegende), die Regisseur Peter Mitterrutzner allerdings durch beachtliche Eingriffe nochmals stark verändern musste.“ (Dolomiten, 30.5.2001, S. 9) Kultur 2001 – ein einziges Trauerspiel, sieht man von Lichtblicken wie Veretjonze ab. (Kritik des Internetdienstes etika.com)

 

Trend zum Kollaps – Financial Crash 2001?

Das Wachstum der deutschen Wirtschaft bricht ein. Institute korrigieren Konjunktur-Prognosen erneut nach unten. Schröders Arbeitsmarktziel gerät in Gefahr. (Die Welt, 30.5.2001, S. 1)

 

Fifa-Präsident Blatter in Schwarzgeldaffäre verstrickt. Die Affäre um den Konkurs des Marketingunternehmens ISMM/ISL entwickelt sich zu einem weltweiten Kriminalfall, nachdem ISMM/ISL die Existenz eines Schwarzgeldkontos mit umgerechnet 90 Millionen Mark bestritten hat. (Die Welt, 30.5.2001, S. 1) So einen Skandal wünschten wir dem Fußball-Mächtigen schon lang. Es geht nicht an, dass auch die höchsten Sportpositionen unter Kontrolle immer der Gleichen sind.

 

Bangladesh, a tre anni nelle cavi di pietra. Lavorano nudi e senza scarpe 12 ore al giorno sotto il sole. Se producono poco, niente soldi. Bambine costrette a diventare serve nelle case o a prostituirsi in strada. (Corriere della Sera, Milano, 30.5.2001, p. 18 Cronache)

 

“L´euro non è sottovalutato ma la Bce non lo sa gestire”. L´economista americano Allen Sinai: l´economia rallenta vistosamente, questo è il valore giusto della moneta unica. (la Repubblica, 28.5.2001, p. 24 Economia)

 

“I consumi dei ricchi uccideranno la Terra”. Rapporto del Worldwatch: in Occidente si mangia sempre di più, due miliardi di persone soffrono la fame.
(Corriere della Sera, Milano, 25.5.2001, p. 6)

 

“Roberto Zucco” wird im Wiener Akademietheater als Kämpfer gegen die Moral gefeiert. Bernhard-Marie Koltes heißt der Schöpfer dieses natürlich Triumphe einheimsenden Stücks, in dem ein grausamer Mörder in einem Bordell und einem Kinderzimmer sein Unwesen treibt. Beispiel für die Absurdität: Ein von ihm vergewaltigtes Mädchen verfällt ihm. Wie dumm muß man sein, um da Beifall zu klatschen und Bravo zu schreien! (Aufführung zweite Maihälfte 2001, Uraufführung 1990)

 

Beim Filmfestival in Cannes erhielt der Film „Die Klavierspielerin“ von Michael Haneke drei Auszeichnungen. Geschildert wird die Verführung eines Klavierschülers durch seine erwachsene Lehrerin, die ihre sexuellen Phantasien ausleben möchte. Die Massenverführer sprachen von einem „Triumph des österreichischen Films“, und merkwürdig wäre es, wenn der ORF einen solchen Film nicht gefördert hätte. Und gleich wurde das Machwerk in 25 Staaten verkauft. (21.5.2001)

 

Deutschland führt die Privat-Rente ein. Bereits Mitte Februar war der erste Teil des Reformpakets verabschiedet worden. Danach wird es Einschnitte bei der gesetzlichen Rentenversicherung geben. Die einbußen sollen durch die Privatvorsorge wettgemacht werden. Dazu sollen Arbeitnehmer einen Teil ihres Nettoeinkommens abzweigen. (Die Welt, 12.5.2001, s. 1) Das heißt der deutsche Michel zahlt doppelt, und jemand kassiert doppelt. Den Schwindel müsste doch der Dümmste merken, wenn er für die Rente künftig mehr zahlen muß als bisher. Und wenn er dann selber alt ist, kommt die nächste Rentenreform, weil weder die staatliche noch die privaten Rentenversicherungen ausreichen, um den Normalbürger die sauer verdiente Durchschnittsrente auszuzahlen. Denn von Maxirentnern und Maxigaunern ist wieder soviel abgezweigt worden, dass es gerade nicht mehr reicht. Die Bonner-Berliner Schwindelspirale.

 

Noch mehr Genuss und Vergnügen wünschen sich 69 Prozent der Deutschen. Das Verlangen nach einem angenehmen Leben wächst. (D 10.5.2001) Wie merkwürdig! Vor der Sintflut war es genauso.

 

“L´euro non farà scattare i prezzi”. I ministri finanziari dei Dodici rassicurano i consumatori sul rischio arrotondamenti. (Corriere della Sera, Milano, 8.5.2001, Economia). Nur zu Dokumentationszwecken, nicht etwa glauben.

 

Die Rechtschreibreform wird scheitern. Ihre Rücknahme ist schon im Gang, sogar beim Duden. Dies erklärte Christian Meier, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Er befürchtet angesichts des herrschenden Durcheinanders eine gewisse Beliebigkeit gegenüber der Rechtschreibung. (D 5.5.2001)

 

1,2 Milliarden leben in Armut, behauptet die Weltbank. (D 30.4.2001). Das sind deutlich weniger als Worldwatch. Wir glauben der Weltbank natürlich nicht.

 

Bundeskanzler Gerhard Schröder: „Wer arbeiten kann, aber nicht will, der kann nicht mit Solidarität rechnen. Es gibt kein Recht auf Faulheit.“ (Stuttgarter Zeitung, 12.4.2001, Worte der Woche) Dazu ein Kommissar aus der Südwestpresse Ulm. Wilhelm Hölkemeier schreibt am 25.4.2001: „Nachdem Kanzler Schröder den Wettbewerb um die Gunst des Stammtisches in Sachen Bekämpfung der Arbeitslosigkeit eröffnet hat, setzt nun auch CDU/CSU-Vormann Friedrich Merz zum Tiefflug an. Wer zu lange ohne Job bleibt, soll künftig nicht mehr Bargeld erhalten, sondern Getränkebons und Brotmarken direkt vom Amt beziehen. Sonntags vielleicht dazu eine warme Suppe und einmal im Monat, wenn die Braven ihr Geld kriegen, zum Trost ´ne Flasche Bier.“

 

Für den Film „Fickende Fische“ bekommt die Regisseurin Almut Getto von der Filmstiftung NRW 1,1 Millionen Mark. (13.4.2001) Zurückzahlung vorgemerkt.

 

Nur jeder zehnte Radiohörer hört richtig zu. Für die meisten Leute hat das Radio nur beiläufigen Charakter (D 7.4.2001) Warum also nicht überhaupt abschalten und nur wichtige Sendungen anhören wie die Nachrichten oder Volksmusik?

 

Tremano tutte le Borse. Affonda Wall Street. (Schlagzeile von “la Repubblica”, Rom). In Frankfurt will man das nicht wahrhaben: Die Frankfurter Allgemeine vermeldet auf der Titelseite lediglich einspaltig: Deutliche Verluste an den Börsen in Europa. (FAZ 15.3.2001) Zeitweise sackten die Kurse in Frankfurt um neun Prozent ab.

 

Tremano le borse, cade Wall Street. (Corriere della Sera). Da Tokyo a Wall Street, giù tutte le Borse. (La Stampa). Borse, un giorno di paura. (la Repubblica, 13.3.2001)

 

Allarme dell´fmi: frena la crescità nei paesi della UE. (la Repubblica, Roma, 8.3.2001, p. 1)

 

Zehntausende Seeleute werden versklavt auf internationalen Frachtschiffen: mangelhafte Sicherheitsbedingungen, Hunger, Ausbeutung, Prügel, Vergewaltigung. (D 7.3.2001 International Commission of Shipping, Sydney). Wer hilft ihnen?

 

Greenspan: „Il peggio deve ancora arrivare“. (Corriere della Sera, Milano, 1.3.2001, Economia)

 

Zur politikerfreien Zone hat sich das Dorf Konuk im Süden der Türkei erklärt. Die Einwohner sind enttäuscht von den leeren Versprechungen der Politiker. (D 1.3.2001)

 

Marchés: le krach des télécoms. (Le Figaro, Paris, 15.2.2001, p. 1) Chef der deutschen Telekom ist übrigens der gefeierte Supermanager Ron Sommer. (12.4.2001)

 

Lavorare fino a cento anni. L´ultima frontiera di Blair. Il governo britannico pronto a introdurre flessibilità nel sistema pensionistico, abolendo il tetto dei 65 anni. Un provvedimento in linea con il Trattado di Amsterdam. Der Starjournalist Indro Montanelli gibt die Richtung an: „Una rivoluzione: sono d´accordo“. Andreotti: “Bella idea ma deve decidere l´Europa”. (la Repubblica, Roma, 14.2.2001, p. 13) Um Gottes willen. Das entscheiden wir Arbeiter, Angestellten, Bauern, Unternehmer und Rentner lieber selber. Hier wird eine gigantische Versklavungsaktion vorbereitet, aufgepaßt!
Arbeiten bis 100 Jahre. 65 Jahre als Rentengrenze abschaffen. Plan Blairs (eines Sozialisten!) entspricht dem Vertrag von Amsterdam.

 

Gli ultimi giorni dell´agricoltura. Mucca pazza. Non è solo crisi della carne.. Soprattutto è crollato un modello. Siamo al disastro ecologico e alimentare. Finanziato con il denaro pubblico. (Corriere della Sera, CorrierEconomia, Milano, 12.2.2001, p. 1)

Die letzten Tage der Landwirtschaft. Rinderwahn. Es ist nicht nur eine Fleischkrise. Vor allem ist ein Modell zusammengebrochen. Wir stehen vor einem Desaster der Umwelt und der Lebensmittel.

 

Die 3 etika.com Finanztips für 2001:

1.    Sichern, was man hat

2.    Mit wenig zufrieden sein

3.    Keine großen Risiken eingehen

 

BSE-Kosten treiben die EU in eine Finanzkrise. (Die Welt, 31.1.2001, S. 1)
Aber nicht nur das

 

New-Economy-Debakel
In der amerikanischen Internet-Wirtschaft breitet sich zunehmend Krisenstimmung aus, die auch auf die deutsche New Economy überzugreifen droht. US-Dot.com-Firmen wollen allein im Januar 13 000 Stellen streichen. Disney hat seinen 400 Internet-Experten Kündigungsschreiben geschickt und schließt sein Web-Portal Go.com. Große Telefongesellschaften und Telekomausrüster haben die Entlassung von mehreren Zehntausend Beschäftigten angekündigt. Ursache: Ertragssituation haat sich drastisch verschlechtert. Auch in Deutschland droht Entlassungswelle. (Die Welt, 31.1.2001, Seite 1)  
Kurzanalyse Denkfehler

Der dümmste Satz des Jahres:
“Die Globalisierung nützt der ganzen Welt.“

(Reinhold Messner im Mittagsmagazin des RAI-Senders Bozen, 31.1.2001, ca. 12.40 h, zu seiner Teilnahme am Weltwirtschaftsforum in Davos)

Internet-Pleite. Der steile Fall von Amazon.com (Anm.: der Internet-Buchhändler Nr. 1). Amazon.com entlässt 15 Prozent der Belegschaft. (www.stol.it, 31.1.2001, Wirtschaft)

 

George Soros: „Wir befinden uns aller Wahrscheinlichkeit nach in einer Rezession.“ Der US-Investor macht sich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos Sorgen um das globale Finanzsystem (Anm.: wie viel % entfallen auf ihn?) und sieht für die US-Wirtschaft schwarz. (D 30.1.2001)

 

Dem Chefmeteorologen von Turkmenistan wurde das Gehalt gekürzt, weil er sich oft irrte in seinen Wettervorhersagen. (D 26.1.2001) Was soll man da erst denen kürzen, die für die BSE-Krise und dergleichen verantwortlich sind? Wohl nicht nur das Gehalt, sondern auch das Vermögen.

 

Das Ende des Wachstums

L´inflazione va fuori controllo: 3 % in Italia.
Allarme di Greenspan, l´economia Usa vicina alla crescita zero.
(Il Giornale, Milano, 26.1.2001, p. 1)
Greenspans Alarm: Die US-Wirtschaft nahe dem Null-Wachstum.

Die Konjunktur in den USA hat sich nach den Worten von US-Notenbankpräsident Alan Greenspan dramatisch bis zur Nähe des Nullwachstums abgekühlt – allerdings vermied er das Wort Rezession. (D 26.1.2001, S. 5, APA) Mit einer optimistischen Einschätzung zum Kurs der US-Wirtschaft haben in Davos die Beratungen des Weltwirtschaftsforums begonnen. „Es dürfte eine harte Landung werden, aber die Gefahr einer Rezession ist gering“, prognostizierte Alan Blinder, Wirtschaftsprofessor an der amerikanischen Princeton-Universität. (S. 4)

 

Welche Ironie! Greenspan schlägt Alarm, und gleichzeitig sehen die Experten in Davos alles rosig!
Wurde uns nicht gelehrt: „
Die Wirtschaft braucht ein Wachstum, damit sie funktionieren kann. Ohne Wachstum keine gesunde Wirtschaft“?

 

Diesen Punkt steuern wir jetzt an. Was eine Wirtschaft ohne Wachstum bedeutet, werden bald Klügere als wir mit gewählteren Worten ausdrücken. Wir jedenfalls befürchten Teuerung, Pleiten, Entlassungen, Ansteigen der Massenarbeitslosigkeit, Zusammenbruch der derzeitigen Rentensysteme, soziale Unruhen. Natürlich hat alles eine Kehrseite, und die könnte heißen: Verringerung des Verkehrs, Verbesserung der Luft, Abbau des Stress, Wiederentdeckung der Familie und der wirklichen Werte des Lebens.

 

Was tun, wenn die Wirtschaft tatsächlich zusammenbrechen sollte? Sich nicht auf die Großen verlassen, sondern als Kleiner zu überleben versuchen. Einen möglichen Ausweg zeigen wir in unserem

Etika-Überlebensprogramm 2001

auf, das Elemente aus der christlichen Soziallehre und Swadeshi enthält. Swadeshi bedeutet: auf den Kräften des eigenen Landes beruhend, wirtschaftliche Unabhängigkeit. Die Jünger Gandhis haben ein wahres soziales Evangelium daraus gemacht (The Gospel of Swadeshi), heißt es im Anhang zu dem Buch von Mahatma Gandhi: Jung Indien, Erlenbach-Zürich 1924, S. 506.

 

Die Lösung der Wirtschafts- und vieler anderer Probleme lautet:
Zurück zur Einfachheit, zum einfachen Leben!

 

Kaliforniens Stromkrise Folge der Marktliberalisierung. Andreas Kempf kommentiert in der Stuttgarter Zeitung (19.1.2001, S. 13, Wirtschaft): „Die Kalifornier haben bei der Liberalisierung ihres Strommarktes vor vier Jahren schlicht die Gesetze des Marktes ignoriert. Einerseits ließ man dem Angebot freien Lauf. Andererseits blieben die Preise aber unter staatlicher Kontrolle. Eine seltsame Vorstellung von Wettbewerb. ... Freier Wettbewerb ist bürokratischer Ordnung immer vorzuziehen“. Aus dem dazugehörenden Bericht erfährt man , daß die Energieriesen Southern California Edison und Pacific Gas and Electric  ihre Kraftwerke verkauft oder stillgelegt hatten, daß sie aber per Gesetz weder langfristige Lieferverträge abschließen noch die staatlich festgesetzten Tarife überschreiten durften.

Wir wollen nicht in Details eingehen, machen aber auf eines aufmerksam: Die meisten Wirtschaftsredakteure werben für die Privatisierung von Staatsbetrieben immer mit dem Argument,  daß dann Wettbewerb entstehe und dadurch z. B. Strom für den Verbraucher billiger werde. Offensichtlich hat der Bundesstaat Kalifornien es aber für notwendig erachtet, gerade die Verbraucher vor dem kapitalistischen Gebaren der Energiekonzerne zu schützen, indem er Höchsttarife festsetzte. Und dagegen, also gegen die Interessen der Konsumenten, wendet sich nun der Wirtschaftsredakteur in seinem Kommentar. Es ist ihm wohl so eingetrichtert worden oder er hat seine Apologie der totalen Marktliberalisierung nicht zu Ende gedacht.

 

Zur Autokrise. Leser, sei klug, bleib nicht bei den Überschriften stehen! Die Zeitungen sind sichtlich bemüht, die kommende Krise aufzuschieben. So manchem kleinen Aktionär könnte es aber passieren, daß er aufgrund der beschönigenden Berichterstattung falsche Entscheidungen trifft und sein Erspartes verliert. Lernbeispiele aus einer durchschnittlichen Ausgabe der Stuttgarter Zeitung, Freitag, 19.1.2001, Wirtschaftsteil S. 13- 16).

Beispiel 1 Überschrift: Autoimporteure geben sich optimistisch. Im Text: Der deutliche Absatzrückgang hat auch die Autoimporteure überrascht. Für das laufende Jahr ist der Verband jedoch gedämpft optimistisch.

Beispiel 2 BMW auf der Suche nach Kooperationen. Text: „Wir haben gelernt, dass Grösse lähmt (sic!)“ ... Die Erfahrungen mit der verlustreichen Rover-Tochter hätten gezeigt, dass Fusionen eine Organisation schwächen könnten.

Beispiel 3: Deutsche Bank hält zu Jürgen Schrempp. Text: Die unter Verlusten im US-Geschäft leidende Daimler-Chrysler AG hat Rückendeckung von ihrem größten Aktionär erhalten. Der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Rolf Breuer: Das Management des Autobauers sei in der Lage, die Firma wieder auf Kurs zu bringen. (Trudelt der Mercedes-Konzern denn schon dahin?)

Beispiel 4: Neuer Opel-Chef braucht noch Freigabe von BMW. Text: Der Betriebsrat des Opel-Werks Bochum hat Widerstand gegen einen weiteren Personalabbau angekündigt. Die zum amerikanischen Konzern General Motors gehörende Adam Opel AG hatte einen Verlust von 935 Millionen Mark im vergangenen Jahr bekannt gegeben. ... Betriebsratsvorsitzender Peter Jaschek sagte, das Gesamtunternehmen habe in den letzten zehn Jahren 20 000 Mitarbeiter verloren

Nur der Text in Beispiel 5 hält, was der Titel verspricht: Ford-Gewinn bricht ein. Text: Der Gewinn des zweitgrößten Autokonzerns ist im vierten Quartal um ein Drittel eingebrochen. Beim größten Autohersteller der Welt, General Motors, hatte sich der Gewinn im vierten Quartal halbiert.

Alarm in den USA. Die Zeitungen bauen ihre Online-Redaktionen ab. Die Hoffnung, mit dem Internet Geld machen zu können, verfliegt. (17.1.2001) Rückzug aus dem Internet. Medienunternehmen der USA reduzieren unter Hinweis auf rückläufige Anzeigenerlöse und wachsende Verluste ihre Online-Redaktionen. (Südwestpresse Ulm 17.1.2001 AP) CNN streicht bis zu 1000 Stellen. Der führende Medienkonzern Time Warner will mit dem Online-Branchenführer America Online fusionieren. (Stuttgarter Zeitung, 12.1.2001 Wirtschaft)Wir haben immer vor der jetzigen Fehlentwicklung gewarnt. Bill Gates hat mit seiner Vorhersage, im Jahre 2000 existierten keine Zeitungen mehr und alle würden die Nachrichten am Bildschirm lesen, schmählich Schiffbruch erlitten. Denn die handliche Zeitung, die man überall mitnehmen und überall lesen kann, lässt sich durch den Computer nicht ersetzen. Die wenigsten setzen sich morgens in aller Früh hin, schalten zeitraubend den Computer ein, um  dann mühsam die sie interessierenden Seiten zu suchen. Gerade die jungen Leute sind noch mobiler. Fast kein Mensch bleibt vormittags in der eigenen Wohnung, um sich am Computer zu langweilen. Jeder hat den Drang ins Freie, unter die Leute, und die meisten müssen doch wohl arbeiten und haben keine Zeit, Nachrichten im Internet zu lesen, oder wenn, dann neben der Arbeit und meistens heimlich. Die Verlage haben ihre Überschüsse jedenfalls nicht optimal verwendet und machen jetzt Rückzieher. So mancher wird auch finanziell die Folgen davon spüren, dass er den Internet-Gurus Glauben geschenkt hat.

 

Sei ricco e famoso? Vai in vacanza gratis. Così in Costa Smeralda showmen della tv e piccole dive vengono ingaggiati per attirare turisti. (Corriere della Sera, Milano, 11.1.2001, p. 25)

Hunger in der Welt breitet sich aus. 16 Millionen Menschen wurden vom UN-Welternährungsprogramm mit Lebensmitteln versorgt. (Anm.: eine vielfache Menge davon nicht!) Fast die Hälfte der Menschheit lebt in den kommenden beiden Dekaden in Ländern mit Wasserknappheit. (D 9.1.2001)

New economy: più ricchi e più schiavi. (la Repubblica, Roma, 9.1.2001, p. 1, Federico Rampini)

I Grandi (i banchieri centrali del G 10, il gruppo dei dieci paesi più industrializzati): l´economia non è in crisi. (la Repubblica 9.1.2001, p. 1) Nur zu Dokumentationszwecken veröffentlicht.

Auf der Suche nach Wärme. Das Kontrastbild zum Luxusleben und den Ausschweifungen in der „Welt der Reichen“ im Westen: Obdachlose Inder wärmen ihre Hände über einem Feuer auf der Straße. Sie suchen die Wärme der Flammen. Ob sie auch noch auf die Wärme der Herzen hoffen? Daß ihnen jemand aus ihrer Not hilft? (Bildunterschrift in den „Dolomiten“ vom 5.1.2001)

Wer verrät uns, warum trotz des wieder niedrigen Ölpreises von 23 Dollar je Barrel (159 l) die Benzinpreise gleich hoch sind wie vor etlichen Monaten, als die Scheichs für das Öl Rekordpreise erzielten? (8.1.2001)

Crolla il Nasdaq, giù le borse. Comincia male l´anno per i mercati azionari. I titoli tecnologici perdono in Usa il 7,23 %. L´euro vola. (Corriere della Sera, Milano, 3.1.2001, p. 1)

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