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In der Demokratie herrscht die Mehrheit, in
der Kirche die Wahrheit.
Erzbischof Johannes Dyba † (das Neue Groschenblatt 9/2000)
Aktuelle Meldungen
Meldungen 1998 - 1999
Geheimnis und Fluch des
Nationalsozialismus
TV-Meldungen
Weltnachrichten
Politisierte Justiz. Es gebe in ganz Europa kein Verfassungsgericht, das nicht
irgendwie einem politischen Einfluss unterworfen sei, sagte (sinngemäß) Ludwig
Adamovich, Präsident des österreichischen Verfassungsgerichtshofs. (ORF 2 TV,
19.12.2001, ca. 20.14 h)
Energy – Economy – Alarm
Der Zusammenbruch
der Wirtschaft und Finanzen kann weiter schleichend erfolgen. Der Schock könnte
aber auch über Nacht kommen. Wir beziehen uns auf 3 Meldungen:
1. Der weltgrößte Energiehändler ist zahlungsunfähig. Er liefert angeblich 20 %
des Stroms in Europa und kann die Lieferungen nur bis Freitag,
29.11.2001, garantieren.
2. Frankfurter Allgemeine, 29.11.2001, Schlagzeile: Schröder sieht sich
machtlos gegenüber wachsender Arbeitslosigkeit.
Merkel: Die ruhige Hand des Kanzlers macht keinen Finger krumm.
3. Il Giornale, Mailand, 29.11.2001: EU verbietet, vor 65 Jahren in Rente zu gehen.
Ue: pensione vietata prima die 65 anni. Bruxelles raccomanda ai Paesi
membri di alzare l´età della messa a riposo eliminando le agevolazioni.
L´Italia accoglie l´euro. “Ci porterà fuori dalla crisi”.
(Ciampi,
Berlusconi, Prodi, www.repubblica.it 26.11.2001) Ein
Satz zum Meditieren und Amüsement.
Impennati e crolli. Nuovo Mercato colpito dagli speculatori.
Tra brividi e inganni. (Corriere della Sera,
Milano, 10.11.2001, p. 1)
FERNSEHEN
BERICHTET EINSEITIG UND VERSCHWEIGT VIELES
Immer
mehr Fernsehzuschauer sind es leid, von der ARD, dem ZDF, RTL und Sat1 über die
Schiene des amerikanischen xxx-Senders CNN und anderen über des Weltgeschehen
informiert zu werden. In den übernommenen Nachrichtenbildern und teilweise auch
Texten existieren nur der Afghanistan- und der Israel-Palästina-Konflikt. Wird
in Israel oder Palästina eine Person getötet, wird dies als Weltnachricht
verkauft. Wieviele Menschen an diesem Tag im Kongo, in Angola, im Sudan, in
Sierra Leone, Burundi, Kaschmir und Kolumbien sterben, verschweigen die
deutschen Meinungsmacher der Öffentlichkeit.
Seit dem 11. September sind nach einer Meldung der "Welt
am Sonntag"
über 400 Christen ermordet worden. Wann werden die Christen in Deutschland
über diese Fakten informiert? Große Staaten wie Brasilien, Mexiko, Nigeria,
Südafrika, Indien, Indonesien und Japan fallen fast ganz unter den Tisch. Die
Schüler der Apostel der letzten Zeiten fordern die deutschen Fernsehanstalten
auf, endlich damit aufzuhören, sich von den xxx-Sendern die Nachrichten
vorgeben zu lassen. Sie fordern faire, ausgewogene, weltumfassende, breitgefächterte
Nachrichten, die nicht "propagandistisch" eingefärbt sind. Vieles von
dem, was zur Zeit in den Fernsehmedien als Weltnachrichten über den Bildschirm
flimmert, ist "propagandistisch" eingefärbt und darf so aus
Wahrheitsgründen nicht übernommen werden. Wir fordern die deutschen
Fernsehsender auf, endlich auch den "Mann von der Straße" in den
Diskussionen zu Wort kommen zu lassen. Wir sind es leid, daß 50 - 60
Meinungsmacher die Meinung für ein ganzes Volk machen. (AIHS D-3,
Anmerkung etika.com: Aus Vorsicht haben wir ein gefährliches Wort durch xxx
ersetzt.)
„Euro, l´Italia non truccò i conti”. Tesoro e Ue contra le accuse di Londra: tutto in regola. (la Repubblica,
Roma, 6.11.2001, Economia, p. 32)
Scheitert
termingerechte Euro-Umstellung? Die in Ulm erscheinende
Südwestpresse schlägt Alarm:
Rein rechnerisch haben erst 1,4 Prozent der Unternehmen, die ihre Buchhaltung
über das Rechenzentrum der deutschen Steuerberater abwickeln, ihr
Rechnungswesen auf die neue Währung umgestellt. Claudia Erhardt von Datev,
Nürnberg: "Bei den Löhnen haben 10 200 von 1 Million auf den Euro
umgestellt." Wer jetzt noch nicht umgestellt hat, wird Probleme bekommen.
Ein Fünftel der Betriebe hat wohl schon resigniert. (26.10.2001, Peter Ilg) Vielleicht
kommt beim Jahreswechsel alles zusammen: die Rezession, die Kriegsfolgen, das
Durcheinander bei der Umstellung in gewissen schwachen Ländern, die Rentenkrise
und und und. Vielleicht gilt dann in manchen Staaten das alte Geld weiter,
vielleicht muß das eine oder andere Land ausscheren, weil es seine
EU-Verpflichtungen nicht mehr erfüllen kann.
31,58 Mark (16,15 Euro) pro Monat muß
ab 2005 jeder Radiobesitzer an den Staat
zahlen. Die sind wohl gänzlich meschugge!
Bisher kostete die Radiogebühr in den meisten europäischen Ländern wenige Mark
oder gar nichts. Eine derartige Vervielfachung ist ja unmenschlich und – so ein
aufgebrachter Zeitgenosse – „schreit nach Revolution gegen solche Blutsauger“.
Eine arme Witwe oder bedürftiger Student oder ein Arbeitsloser, die sich keinen
Fernsehapparat leisten können und vielleicht auch nicht wollen, müssen
gleichviel zahlen wie Reiche, die über ein Fernsehgerät, Radio und Computer
verfügen. Darauf haben sich die
Ministerpräsidenten der neudeutschen Länder im Grundsatz verständigt. (Südwestpresse,
Ulm, 26.10.2001, S. 1, AP/dpa) Sollte
irgendeiner der Beschlussfasser behaupten, in irgendeiner Weise etwas mit dem
Buchstaben C für christlich zu tun zu haben, werden ihm die höllischen Geister
diesen Buchstaben sicherlich ausprügeln.
100 bis 130 Millionen Mark muß der
Steuerzahler pro Jahr für
Politikerflüge berappen. Insgesamt stehen den Politikern drei Hubschrauber,
sechs Jets vom Typ Challenger und zwei eigens für diesen Zweck umgerüstete
Airbusse zur Verfügung. Teuer und unwirtschaftlich - so lautet das vernichtende
Urteil des Rechnungshofs über die Flugbereitschaft der Bundeswehr, deren
Maschinen auch Mitgliedern der Regierung und des Parlaments zur Verfügung
stehen. Der Rechnungshof empfiehlt den Verzicht auf einen Airbus ... (Stuttgarter
Zeitung, 26.10.2001, Karl-Ludwig Günsche)
Finanzwelt
trotzt dem Terror. Zinssenkungen in USA und Europa sollen Crash verhindern. (Die Welt, 18.9.2001) Wall Street a un passo dal crollo. (Il Giornale,
Milano, 18.9.2001)
11.9.2001 Kamikaze-Angriff auf World Trade
Center
Fazio: il peggio è passato, ripresa
possibile. Le borse mondiali chiudono in perdita la “settimana nera”. (la Stampa, 8.9.2001, p. 1) Wenn ein Politiker
oder Finanzmann sagt: Das Schlimmste ist vorbei, dann besonders argwöhnisch
sein! Ob es bei der einen schwarzen Woche bleibt, sei dahingestellt.
Tutte le borse in caduta libera. Piazza Affari brucia 80 mila miliardi in una settimana. (la Stampa, 7.9.2001) Schon vor dem
Attentat! Merkwürdiger zeitlicher Zusammenhang. In die Fast-Tiefst-Phase
platzte der Kamikaze-Angriff.
Trend: Die
Konsumenten werden Rebellen und pfeifen auf Marken. Dies meint die Forscherin
Nelly Rodi. Modeströmungen würden verspottet, im Internet würde gegen die Werbung
massiv Stimmung gemacht. (D 1.9.2001)
„The Sun“,
London: „Der Euro wird sich in vielerlei Hinsicht als Katastrophe
herausstellen. Man
braucht nur abzuwarten, dann kann man sich selbst davon überzeugen.„ (D
31.8.2001) Am folgenden Tag zeigt sich „The Sun“ „glücklich, dass
Großbritannien an diesem Schwachsinn nicht teilnimmt. Die Scheine sind
nichtssagend und langweilig. Genauso wie diese ganze fixe Idee einer
europäischen Nation, eines europäischen Einheitsstaates mit gleichen Leitzinsen
und Steuersätzen für alle. Und dann dieser Wim – wie der aussah! Als er die
neuen Euroscheine vorstellte, erinnerte er eher an einen drittklassigen
Zauberer als an den Chef einer europäischen Zentralbank. Duisenberg ist ganz
einfach jenseits von gut und böse. Jedes Mal wenn der den Mund aufmacht,
bekommt die angeschlagene Reputation des Euro wieder einen drauf. Der soll eine
Währung steuern? Den würde man doch noch nicht einmal ein Schiff in der
Badewanne steuern lassen!“ (D 1.9.2001)
Die
Österreicher haben mehr Ängste und Sorgen. 59 Prozent fürchten Aids, 49 Prozent haben
Angst, psychisch zu erkranken, dem Wahnsinn oder einer Manie zu verfallen. (D
30.8.2001)
Michael
Jackson bei NASDAQ. Der Pop-Sänger, dem einmal Kindesmissbrauch vorgeworfen worden war,
wird anlässlich seines 43. Geburtstages auf der Nasdaq-Börse in New York, Times
Square, gefeiert. Meldung und Foto „Jackson und Nasdaq gehen um die Welt.
(30.8.2001) Ausgerechnet kurz vor der Schwarzen Woche. Wenn da kein
Zusammenhang besteht! Man könnte fast an einen Scherz des Teufels denken.
Erste
Hoffnungsschimmer für das Weltwirtschaftsklima sehen die
Konjunkturforscher des ifo Instituts
für Wirtschaftsforschung. (Radiomeldung 29.8.2001) Und das ausgerechnet vor
der schwarzen Woche! Wer merken will, der merkt, dass die Leute im Grunde total
verdummt werden. Und trotzdem bleiben sie leichtgläubig.
“Nel 2020 denutrito un bambino su quattro”. Rapporto dagli Usa, Ifpri, 2020 Global Food Outlook. (Corriere della Sera,
Milano, 29.8.2001, p. 6)
“Promis”
füllen Wertevakuum. Frances Müller vom Hamburger Trendbüro: „Wenn traditionelle Strukturen
wie in der Familie oder religiöse Bindungen sich auflösen, werden Stars zu
einer irdischen polytheistischen Götterwelt.“ Politiker gäben ausgewählten
Medien Details aus ihrem Privatleben preis, um die Berichterstattung in einen
ihnen erwünschten Kanal zu steuern. (D 29.8.2001)
Ausgerechnet
die Hotelkette Radisson SAS wurde bei einer Umfrage unter 311 Mitgliedern des
Verbandes der deutschen Reisebusunternehmen zur weltweit besten Hotelgruppe
gekürt. (D 25.8.2001) Offenbar waren die Befragten noch nie bei Radisson SAS
in Neu Delhi essen gegangen. Im dortigen Kantinen-Ambiente mit für Europäer
teils ungenießbaren, extrem scharf gewürzten Speisen fühlen sich die Kellner so
„Weltspitze“, dass sie nicht einmal daran denken, auf große Scheine
herauszugeben. Zumindest war es bei einem selbst erlebten Fall so.
La sirena Greenspan non seduce più. Il presidente della Fed sommerso dalle critiche: La banca centrale non
riesce a rianimare l´economia. Mercatio senza guida. (la Repubblica, Roma,
22.8.2001)
Kein
Wirtschaftswachstum mehr!!! Talfahrt der Börse ungebremst. Dax auf neuem
Jahrestief. Die Bundesbank schrieb, das Wirtschaftswachstum sei inzwischen zum
Stillstand gekommen... die Bundesrepublik könne in diesem Jahr zu den Ländern
mit den niedrigsten Wachstumsraten in der Eurozone gehören. ... Auch wenn die
Bundesbank keine Rezessionsgefahr sehe, so habe der Bericht die ohnehin
schlechte Stimmung vollends zerstört, argumentierten Aktienmarktexperten. (Stuttgarter
Zeitung, 17.8.2001, S. 1) Die Experten müssen völlig durcheinander sein,
wenn sie schon so mißglückte Formulierungen wie "schlechte Stimmung
vollends zerstört" verwenden. Immerhin sind sie Vertreter der ihnen
eingebleuten These, daß die Wirtschaft ohne beständiges Wachstum nicht
funktionieren könne.
Autos dürfen
im Supermarkt verkauft werden. (Oberlandesgericht Karlsruhe, Südwestpresse, Ulm,
15.8.2001). Eine Branche nach der anderen wird fertiggemacht. Damit es am
Ende nur noch wenige Große gibt, die alles anbieten. Ganz am Ende steht dann
ein Globalmonopol, und die Verbraucherverbände und Gewerkschaften, die den
Konzentrationsprozess in der Wirtschaft unterstützt haben, gucken in die Röhre.
Hoffentlich fordern dann die Verbraucher von ihnen Rechenschaft, wenn einmal
der Einzelhandel (der Tante-Emma-Laden um die Ecke) zertrümmert ist und nur
noch Großeinkaufszentren auf der sogenannten grünen Wiese bestehen, zu denen
der Weg zu weit ist - weil nämlich das Benzin nur noch für wenige erschwinglich
ist, wie jetzt schon in manchen Ländern.
Iglo, die
Deutsche Telekom und Ikea umwerben Homosexuelle als kaufkräftige
Zielgruppe. (Lebensmittel Praxis, 7/2001) Ikea, gegründet von dem Schweden
Ingvar Kamprad aus Elmtaryd bei Agunnaryd, 58 000 Mitarbeiter, 18,5 Milliarden
DM Jahresumsatz, hat mit einem Plakat "Schluss mit dem Muff. IKEA
kommt" Empörung und Besorgnis ausgelöst. Ein Gartenzwerg liegt quer auf
Schienen. "Das ist die typische Suizidstellung mit dem Kopf und den Beinen
auf dem Gleis", schimpft Bundesgrenzschützer Hans Rachwalik.
(Südwestpresse, Ulm, 15.8.2001)
Experten sehen
Trendwende. Euro-Kurs
holt auf. Die Zuversicht bei den Bankenvertretern wächst. (Südwestpresse, Ulm,
15.8.2001) Nur zu Dokumentationszwecken.
Die Konjunktur
in den zwölf EU-Ländern hat sich nach Angaben der europäischen Zentralbank (EZB) im ersten
Halbjahr stärker abgekühlt als zunächst angenomen. Für die zweite Jahreshälfte
sei noch mit großen Risiken zu rechnen. (Südwestpresse Ulm, 10.8.2001,
Kurz und bündig)
Commerzbank.
Dramatischer Einbruch. Gewinn sackt wegen Flaute an Börsen um 74 Prozent ab. Im
Privatkundengeschäft sowie in der Sparte Vermögensverwaltung weist Deutschlands
viertgrößte Bank Verluste von rund 200 Mio. DM aus. Sparkurs. Seit Juni
Einstellungsstopp, zudem werden diverse Projekte der Informationstechnologie
gestrichen. Kosten erhöhten sich drastisch: Bank beschäftigte weltweit 40 000
Menschen, 4400 mehr als vor Jahresfrist. Kosten für die Straffung des
Filialnetzes. Erhebliche Belastungen durch die Vorbereitungen auf die
Euro-Einführung. (Südwestpresse Ulm, 10.8.2001)
Deutsche Bank.
Gefrustete Anleger. Am Montag empfahl die Deutsche Bank Telekom-Aktien zum Kauf. Am
Dienstag stieß sie im Auftrag eines Kunden zu einem Festpreis 44 Millionen
Aktien der Telekom ab, worauf die T-Aktie auf den tiefsten Stand seit Anfang
1999 abrutschte. Kommentar von Siegfried Bauer: Abgezockt. Telekom-Aktionären
treibt es die Tränen in die Augen. Der Kurs hat seit Wochenbeginn rund ein
Fünftel seines Wertes eingebüßt. Das ist allein schon deshalb erstaunlich, weil
er schon vorher mehr als 75 Prozent gegenüber den Höchstständen verloren hat.
Es bleibt zu befürchten, dass die Telekom auch als die Aktie in die Geschichte
eingehen könnte, die den Deutschen das Interesse an Aktien verleidete. Während
das alles tief traurig ist, wird das, was sich nun die Deutsche Bank geleistet
hat, zum absoluten Ärgernis. Der Bankenriese darf sich angesichts dieses
merkwürdigen Zusammenspiels nicht wundern, wenn Anleger den Verdacht haben,
dass sie abgezockt wurden. (Südwestpresse Ulm, 10.8.2001)
Pharmakonzern
Bayer steckt in der Krise. Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer steckt in der Krise - und das
nicht nur wegen des Rückrufs des Cholesterinsenkers Lipobay. Bereits im ersten
Halbjahr brach das operative Ergebnis um 23 Prozent ein. Ursachen: Probleme
beim gentechnisch hergestellten Blutgerinnungsmittel Kogenate, hohe
Rohstoffkosten und Nachfrage-Rückgänge in wichtigen Abnehmerbranchen. (Südwestpresse
Ulm, 10.8.2001) Dazu Kommentar in der Stuttgarter Zeitung von Klaus Dieter
Oehler: Rund sieben Milliarden Euro hat der Bayer-Konzern allein in den
vergangenen zwei Tagen an Wert eingebüßt. Das ist selbst in einer Zeit, in der
die Brösen durch schlechte Meldungen täglich tiefer in den Abwärtsstrudel
gerissen werden, mehr als nur eine Hiobsbotschaft - das ist ein Desaster. Bayer
hat, wie die meisten Konkurrenten, den Erfolg seiner Pharmasparte eng an die
Vermarktung einiger weniger Medikamente geknüpft. Diese so genannten
Blockbuster sollen jeweils für mehr als eine Milliarde Euro Umsatz und für
satte Gewinne sorgen. Diese Rechnung geht so lange auf, wie die Arzneimittel
wirklich helfen und keine unerwarteten Nebenwirkungen auftreten. Doch gerade
dies ist jetzt bei Bayer der Fall. ... Die rund sechs Millionen Patienten, die
bisher ihr Cholesterinproblem mit dem Bayer-Medikament behandelt haben ...
haben (neben dem Leitartikel steht die Meldung: 40 Todesfälle durch
Cholesterin-Mittel?) das Vertrauen verloren. ... Branchenexperten sehen
daher bereits eine Trendwende: kleine, unabhängige Unternehmen, die sich auf
die Entwicklung bestimmter Wirkstoffe konzentrieren, könnten in einigen Jahren
den Großkonzernen den Rang ablaufen, meinen sie. (10.8.2001, Seite 1)
Täglich werden
in der Technologie-Wirtschaft Massenentlassungen angekündigt. Immer mehr
Menschen fürchten um ihren Arbeitsplatz. Die Hoffnungen, dass der E-Commerce
neue Arbeitsmöglichkeiten bietet, platzen. (Ende Juli 2001)
Rechte
Poliker: Mehr Albträume. “Leute von der rechten Seite des politischen Spektrums haben viel mehr
Albträume”, hat Kelly Bukeley von der Gesellschaft für Traumforschung
herausgefunden. Rechte Politiker sähen viele Gefahren in der Welt. („Sunday Times“, D 16.7.2001)
I conti italiani preoccupano l´Europa. (La Stampa, Torino, 13.7.2001, p. 1)
Italia: Buco di 22-30 mila miliardi. Confindustria, allarme conti. (la Repubblica, Roma, 21.6.2001, p. 1)
Das
Rentenalter 65 sei von Bismarck eingeführt worden, als die durchschnittliche Lebenserwartung um die 45 Jahre
gelegen habe. Dies behauptete Italiens Notenbankchef Antonio Fazio. Heute
würden die Leute 80 Jahre alt. Er plädierte deshalb dafür, das Rentenalter in
Italien heraufzusetzen. Bisher kann in Rente gehen, wer 35 Jahre gearbeitet hat
(im öffentlichen Dienst galt dies früher teilweise schon bei 15 Jahren!). Fazio
schlug vor, dass jedermann 40 Jahre arbeiten müsse. (26.7.2001)
Deutsche sollen auf Lohn
oder Urlaub verzichten. Unternehmen planen im Kampf gegen die
Konjunkturkrise befristete Einschnitte. (Die Welt, 11.7.2001, S. 1)
Pensioni,
verso l´addio al limite di età. Il
governo studia l´aboliziano del tetto. (Corriere della Sera, 11.7.2001, p. 2)
Italienische
Regierung erwägt Abschaffung der Pensionsgrenze. Weiterarbeiten bis zum Umfallen, weil
für die Rente kein Geld mehr da ist.
Steven Spielbergs Film
über künstliche Intelligenz „A.I.“: Brutalität zum Erbrechen. Es
geht um die Frage, ob Roboter Gefühle wie Liebe, Eifersucht und Trauer
empfinden können. Die von Stanley Kubrick entworfene und von Steven Spielberg
vollendete Geschichte bietet ein grausames Spektakel wie im alten Rom.
Ausrangierte Kunstmenschen werden bei Volksfesten unter dem Jubel der Menge mit
Säuren, Hackebeil und Schweißbrennern zertrümmert. Eine vernichtende Kritik
ihres Washingtoner Korrespondenten Peter W. Schroeder veröffentlichten die
Dolomiten www.dolomiten.it am 11.7.2001,
Chronik. Schlußsatz: Bei der als Sci-Fi-Märchen verkleideten A.I.-Brutalität
gehört bestraft, wer seine kleinen Kinder ins Kino mitnimmt.
Muß das sein? Die einern
verhungern, die anderen kassieren Wahnsinnssummen. Bei
ihrer Welttournee verdient Sexstar/Schauspielerin/Sängerin Madonna (42), Mutter
von zwei Kindern, pro Minute 80.000 Mark. (Daily Mail, D 6.7.2001) Für den
Wechsel des Fußballers Zinedine Zidane von Juventus Turin zahlt Real Madrid 160
Millionen Mark als Ablösesumme. (6.7.2001) Nach dem Etika-Überlebensprogramm sind solche
Einkommen und Menschenkaufsummen unzulässig.
Duisenberg: Inflation
wird fallen. Keine Beunruhigung wegen der angeblichen „Löcher“ in
Italiens Staatskassen. (D 22.6.2001) Nicht glauben; nur zu Dokumentationszwecken
veröffentlicht.
Regierung rechnet mit
Nullwachstum. Wirtschaftsminister Werner Müller pessimistisch. (Die Welt,
20.6.2001). Am gleichen Tag kommt die Konkurrenz Frankfurter Allgemeine mit der
Schlagzeile heraus: „Der Widerstand wächst gegen das Zwangspfand auf Dosen.“
Und der Wirtschaftsteil eröffnet mit der epochemachenden Nachricht: „Einmal im
Jahr zum Weiterbildungsgespräch“. In der FAZ muß man anscheinend zwischen den
Zeilen lesen – das ist wirklich nur etwas für kluge Köpfe.
Hollywood-Studio lässt
Filme von selbst erfundenem Kritiker loben. “Newsweek“-Reporter
kamen den Betrügern bei Sony Picture Entertainment und Columbia Studios auf die
Schliche: den Filmkritiker David
Manning bei „The Ridgefield Press“, der die anderen Journalisten in
Lobhudeleien übertraf, gibt es nicht. (D 9.6.2001)
Euro-Minister fürchten
neue Schocks. Besorgnis über Ölpreis – Handel vor Preisaufschlägen
bei Euro-Umstellung gewarnt. (D 6.6.2001)
Zum Thema Volkskunst und
Abfall. Würdige Botschafter Russlands. Echte Volkskultur. Veretjonze
(Veretenze) nennt sich die zehnköpfige junge Truppe aus dem im
Weltkrieg zerstörten und wieder aufgebauten Kursk, die derzeit durch
Mitteleuropa zieht. Die rund hundert Zuschauer, die am Freitagabend, 1. Juni
2001, in Kurtinig, ihrer Aufführung auf dem Dorfplatz beiwohnten (die anderen Einwohner
dieser und der umliegenden Gemeinden verdarben derweil ihren Geschmack mit mehr
oder weniger verblödenden Fernsehprogrammen), waren hellauf begeistert.
Die frischen, natürlichen Gesichter, ihre herrlichen Stimmen, ihre fröhlichen
Tänze und Spiele, die schönen Kostüme und originellen Musikinstrumente zum Teil
aus dem 18. und 19. Jahrhundert – alles wirkte wunderbar zusammen. Mit
einfachsten Mitteln und großem Einfallsreichtum kam ein abwechslungsreiches
Programm zustande, das bei dem kalten Wind nur den Nachteil hatte, dass es fast
ein bisschen zu lange dauerte. Schade nur, dass die sympathischen Künstler mit
den Spenden kaum die Kosten für Fahrt, Übernachtung und Essen bestreiten
konnten. Mehr Erfolg hatten sie in Spanien und Amerika. Jedenfalls haben sie
auch die wegen Südtiroler, die gekommen sind, zu Freunden Russlands gemacht und
damit mehr zur Völkerverständigung beigetragen als die Polit-Propagandisten für
die Multikultur. Vielleicht ist aber der eine oder andere unter unseren Lesern,
der sie verpflichten möchte: Kontakt über die Künstler Agentur Tucek, A-2192
Kettlasbrunn 339/18, Tel. und Fax: 02573/2045. (Die angegebene Seite http://members.aon.at/k-a-t/ wurde
nicht gefunden). Aus dem Programm:
Baryna
– Die Straße entlang, ein Lied aus dem Gebiet von Kursk zur Sonnwendfeier.
Regen, Tanzlied aus dem Kursker Gebiet zu den Klängen der Radlyra. Die
Nachtigall. Kostroma. Motiv am Horn, gespielt am Weideplatz. Brüder, setzen wir
uns ein wenig zusammen; Tanzlied. Prächtiger Mond, Romanze. Quadrille, Tanzlied
für Paare. Lustige Volksstücke mit Opa und Samowar. Der Pfau, Lied der Mädchen
beim Abschied der Rekruten. Spiel auf der Säge. Scherzlied mit einem Bär.
Reigentanz aus Nordrussland. Teil II:Glocken. „Unfreiwillig hat der Junge geheiratet“,
aus dem Gebiet von Belgorod. Melodie auf der Hirtenrohrpfeife. Bei uns im
Walde. Auf dem Hügelchen, Stepptanzlied aus Südrussland. Kamarinskaja,
Schaubudentheater. Scherzlieder mit dem Schulterjoch. Tschebotucha. Eifrig
pflügen. Russkogo. Corrida. Quadrille mit Kavalieren aus dem Publikum.
Reiterfreunde, Kosakenlied. Kosakenlied mit Säbeltanz. Traum von Stepan Rasin,
Kosakenlied: Er träumt, dass er hingerichtet wird, der Traum wird wahr). „Es
ist Zeit für den Jungen zu heiraten“, Kosakentanzlied.
Ein anschaulicher,
lehrreicher Querschnitt durch Russlands Volkskultur. Wie betrüblich, dass wir
gegen dieses Volk Krieg geführt haben!
Die Aufführung war uns
ein tausendmal schönerer Genuss als so viele Veranstaltungen, die unter dem
Begriff Kultur laufen und doch nur Schund und Schmarrn und billige Kopien
bieten. Wir denken an die Aufführung eines Schülerchores ebenfalls aus
Osteuropa, der glaubte, sich in einer Schule mit hauptsächlich englischen und
internationalen Liedern statt russischen Volksweisen einschmeicheln zu müssen,
sowie Aufführungen eigentlich wertvoller, aber bis zum Überdruss modernisierter
und mit Unrat angefüllter Theaterstücke (siehe die täglichen Kulturseiten der
Weltpresse sowie die ORF-Fernsehnachrichten).
Erst dieser Tage wurde
in Kaltern wieder ein historisches Stück komplett verfälscht. Dies war sogar
dem sicher nicht traditionalistisch gesinnten Kulturkritiker Hugo Seyr zuviel,
denn er brachte folgende versteckt ironische Zeilen zu Papier: „Stefan
Hellbert, 1963 geboren, Laborant bei den Tauernkraftwerken, literarisch tätig
seit 1996, schreibt dazu: ,Auf Empfehlung meines Förderers Peter Mitterrutzner
erteilte mir im März 2000 der Ausschuss der Theatergruppe Kaltern den Auftrag ,
das Theaterstück von Max Tribus zu überarbeiten. Die Überarbeitung war aber
nicht möglich, da dieses Stück kaum Dramaturgie, aber um so mehr Bigotterie,
Pathos und Patriotismus beinhaltete. Also schrieb er eine neue Fassung des
Theaterstücks (und unnötigerweise gleich auch der Notburgalegende),
die Regisseur Peter Mitterrutzner allerdings durch beachtliche Eingriffe
nochmals stark verändern musste.“ (Dolomiten, 30.5.2001, S. 9) Kultur 2001 – ein
einziges Trauerspiel, sieht man von Lichtblicken wie Veretjonze ab. (Kritik des
Internetdienstes etika.com)
Trend zum Kollaps –
Financial Crash 2001?
Das Wachstum
der deutschen Wirtschaft bricht ein. Institute korrigieren Konjunktur-Prognosen erneut nach unten. Schröders
Arbeitsmarktziel gerät in Gefahr. (Die Welt, 30.5.2001, S. 1)
Fifa-Präsident
Blatter in Schwarzgeldaffäre verstrickt. Die Affäre um den Konkurs des Marketingunternehmens ISMM/ISL
entwickelt sich zu einem weltweiten Kriminalfall, nachdem ISMM/ISL die Existenz
eines Schwarzgeldkontos mit umgerechnet 90 Millionen Mark bestritten hat. (Die
Welt, 30.5.2001, S. 1) So einen Skandal wünschten wir dem Fußball-Mächtigen
schon lang. Es geht nicht an, dass auch die höchsten Sportpositionen unter
Kontrolle immer der Gleichen sind.
Bangladesh, a tre anni nelle cavi di pietra. Lavorano nudi
e senza scarpe 12 ore al giorno sotto il sole. Se producono poco, niente soldi.
Bambine costrette a diventare serve nelle case o a prostituirsi in strada.
(Corriere della Sera, Milano, 30.5.2001, p. 18 Cronache)
“L´euro non è sottovalutato ma la Bce non lo sa
gestire”. L´economista americano Allen Sinai: l´economia rallenta vistosamente,
questo è il valore giusto della moneta unica. (la Repubblica, 28.5.2001, p. 24
Economia)
“I consumi dei ricchi uccideranno la Terra”.
Rapporto del Worldwatch: in Occidente si mangia sempre di più, due miliardi di
persone soffrono la fame.
(Corriere della Sera, Milano, 25.5.2001, p. 6)
“Roberto Zucco” wird im Wiener Akademietheater als Kämpfer
gegen die Moral gefeiert. Bernhard-Marie Koltes heißt der Schöpfer dieses
natürlich Triumphe einheimsenden Stücks, in dem ein grausamer Mörder in einem
Bordell und einem Kinderzimmer sein Unwesen treibt. Beispiel für die
Absurdität: Ein von ihm vergewaltigtes Mädchen verfällt ihm. Wie dumm
muß man sein, um da Beifall zu klatschen und Bravo zu schreien! (Aufführung
zweite Maihälfte 2001, Uraufführung 1990)
Beim
Filmfestival in Cannes erhielt der Film „Die Klavierspielerin“ von Michael Haneke drei Auszeichnungen.
Geschildert wird die Verführung eines Klavierschülers durch seine erwachsene
Lehrerin, die ihre sexuellen Phantasien ausleben möchte. Die Massenverführer
sprachen von einem „Triumph des österreichischen Films“, und merkwürdig wäre
es, wenn der ORF einen solchen Film nicht gefördert hätte. Und gleich wurde
das Machwerk in 25 Staaten verkauft. (21.5.2001)
Deutschland
führt die Privat-Rente ein.
Bereits Mitte Februar war der erste Teil des Reformpakets verabschiedet worden.
Danach wird es Einschnitte bei der gesetzlichen Rentenversicherung geben. Die
einbußen sollen durch die Privatvorsorge wettgemacht werden. Dazu sollen
Arbeitnehmer einen Teil ihres Nettoeinkommens abzweigen. (Die Welt, 12.5.2001,
s. 1) Das heißt der deutsche Michel zahlt doppelt, und jemand kassiert
doppelt. Den Schwindel müsste doch der Dümmste merken, wenn er für die Rente
künftig mehr zahlen muß als bisher. Und wenn er dann selber alt ist, kommt die
nächste Rentenreform, weil weder die staatliche noch die privaten
Rentenversicherungen ausreichen, um den Normalbürger die sauer verdiente
Durchschnittsrente auszuzahlen. Denn von Maxirentnern und Maxigaunern ist
wieder soviel abgezweigt worden, dass es gerade nicht mehr reicht. Die
Bonner-Berliner Schwindelspirale.
Noch mehr
Genuss und Vergnügen wünschen
sich 69 Prozent der Deutschen. Das Verlangen nach einem angenehmen Leben wächst.
(D 10.5.2001) Wie merkwürdig! Vor der Sintflut war es genauso.
“L´euro non farà scattare i prezzi”. I ministri
finanziari dei Dodici rassicurano i consumatori sul rischio arrotondamenti.
(Corriere della Sera, Milano, 8.5.2001, Economia). Nur zu Dokumentationszwecken, nicht etwa
glauben.
Die
Rechtschreibreform wird scheitern. Ihre Rücknahme ist schon im Gang, sogar beim Duden. Dies erklärte
Christian Meier, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Er
befürchtet angesichts des herrschenden Durcheinanders eine gewisse Beliebigkeit
gegenüber der Rechtschreibung. (D 5.5.2001)
1,2 Milliarden
leben in Armut, behauptet die Weltbank. (D 30.4.2001). Das sind deutlich weniger als Worldwatch. Wir
glauben der Weltbank natürlich nicht.
Bundeskanzler
Gerhard Schröder: „Wer
arbeiten kann, aber nicht will, der kann nicht mit Solidarität rechnen. Es
gibt kein Recht auf Faulheit.“ (Stuttgarter Zeitung, 12.4.2001, Worte der
Woche) Dazu ein Kommissar aus der Südwestpresse Ulm. Wilhelm Hölkemeier
schreibt am 25.4.2001: „Nachdem Kanzler Schröder den Wettbewerb um die Gunst
des Stammtisches in Sachen Bekämpfung der Arbeitslosigkeit eröffnet hat, setzt
nun auch CDU/CSU-Vormann Friedrich Merz zum Tiefflug an. Wer zu lange ohne Job
bleibt, soll künftig nicht mehr Bargeld erhalten, sondern Getränkebons und
Brotmarken direkt vom Amt beziehen. Sonntags vielleicht dazu eine warme
Suppe und einmal im Monat, wenn die Braven ihr Geld kriegen, zum Trost ´ne
Flasche Bier.“
Für den Film
„Fickende Fische“ bekommt die
Regisseurin Almut Getto von der Filmstiftung NRW 1,1 Millionen Mark.
(13.4.2001) Zurückzahlung vorgemerkt.
Nur jeder
zehnte Radiohörer hört richtig zu. Für die meisten Leute hat das Radio nur beiläufigen Charakter (D
7.4.2001) Warum also nicht überhaupt abschalten und nur wichtige Sendungen
anhören wie die Nachrichten oder Volksmusik?
Tremano tutte le Borse. Affonda Wall
Street. (Schlagzeile von “la Repubblica”, Rom). In Frankfurt will man das nicht wahrhaben: Die Frankfurter Allgemeine vermeldet auf
der Titelseite lediglich einspaltig: Deutliche Verluste an den Börsen in
Europa. (FAZ 15.3.2001) Zeitweise sackten die Kurse in Frankfurt um neun
Prozent ab.
Tremano le borse, cade Wall Street. (Corriere
della Sera). Da Tokyo a Wall Street, giù tutte le Borse. (La Stampa).
Borse, un giorno di paura. (la Repubblica, 13.3.2001)
Allarme dell´fmi: frena la crescità
nei paesi della UE. (la Repubblica, Roma, 8.3.2001, p. 1)
Zehntausende
Seeleute werden versklavt auf
internationalen Frachtschiffen: mangelhafte Sicherheitsbedingungen, Hunger,
Ausbeutung, Prügel, Vergewaltigung. (D 7.3.2001 International Commission of
Shipping, Sydney). Wer
hilft ihnen?
Greenspan: „Il peggio deve ancora arrivare“. (Corriere
della Sera, Milano, 1.3.2001, Economia)
Zur
politikerfreien Zone hat
sich das Dorf Konuk im Süden der Türkei erklärt. Die Einwohner sind enttäuscht
von den leeren Versprechungen der Politiker. (D 1.3.2001)
Marchés: le krach des télécoms. (Le Figaro, Paris, 15.2.2001, p. 1) Chef
der deutschen Telekom ist übrigens der gefeierte Supermanager Ron Sommer. (12.4.2001)
Lavorare fino a cento anni. L´ultima frontiera di
Blair. Il governo britannico pronto a introdurre flessibilità nel sistema
pensionistico, abolendo il tetto dei 65 anni. Un provvedimento in linea con il
Trattado di Amsterdam. Der Starjournalist Indro Montanelli gibt die Richtung
an: „Una rivoluzione: sono d´accordo“. Andreotti: “Bella idea ma deve
decidere l´Europa”. (la Repubblica, Roma, 14.2.2001, p. 13) Um Gottes
willen. Das entscheiden
wir Arbeiter, Angestellten, Bauern, Unternehmer und Rentner lieber selber. Hier
wird eine gigantische Versklavungsaktion vorbereitet, aufgepaßt!
Arbeiten bis 100 Jahre.
65 Jahre als Rentengrenze
abschaffen. Plan Blairs (eines Sozialisten!) entspricht dem Vertrag von
Amsterdam.
Gli ultimi giorni dell´agricoltura. Mucca pazza.
Non è solo crisi della carne.. Soprattutto è crollato un modello. Siamo al
disastro ecologico e alimentare. Finanziato con il denaro pubblico. (Corriere
della Sera, CorrierEconomia, Milano, 12.2.2001, p. 1)
Die letzten
Tage der Landwirtschaft. Rinderwahn.
Es ist nicht nur eine Fleischkrise. Vor allem ist ein Modell zusammengebrochen.
Wir stehen vor einem Desaster der Umwelt und der Lebensmittel.
Die
3 etika.com Finanztips für 2001:
1.
Sichern,
was man hat
2.
Mit
wenig zufrieden sein
3.
Keine
großen Risiken eingehen
New-Economy-Debakel
In der amerikanischen
Internet-Wirtschaft breitet sich zunehmend Krisenstimmung aus, die auch auf die
deutsche New Economy überzugreifen droht. US-Dot.com-Firmen wollen allein im
Januar 13 000 Stellen streichen. Disney hat seinen 400 Internet-Experten
Kündigungsschreiben geschickt und schließt sein Web-Portal Go.com. Große
Telefongesellschaften und Telekomausrüster haben die Entlassung von mehreren
Zehntausend Beschäftigten angekündigt. Ursache: Ertragssituation haat sich
drastisch verschlechtert. Auch in Deutschland droht Entlassungswelle. (Die
Welt, 31.1.2001, Seite 1)
Kurzanalyse Denkfehler
Der dümmste Satz des Jahres:
“Die Globalisierung nützt der ganzen Welt.“
(Reinhold Messner im Mittagsmagazin des RAI-Senders Bozen, 31.1.2001, ca. 12.40
h, zu seiner Teilnahme am Weltwirtschaftsforum in Davos)
Internet-Pleite.
Der steile Fall von Amazon.com (Anm.: der Internet-Buchhändler Nr. 1). Amazon.com entlässt 15 Prozent
der Belegschaft. (www.stol.it, 31.1.2001, Wirtschaft)
George Soros:
„Wir befinden uns aller Wahrscheinlichkeit nach in einer Rezession.“ Der US-Investor macht sich auf dem Weltwirtschaftsforum
in Davos Sorgen um das globale Finanzsystem (Anm.: wie viel % entfallen auf
ihn?) und sieht für die US-Wirtschaft schwarz. (D 30.1.2001)
Dem
Chefmeteorologen von Turkmenistan wurde das Gehalt gekürzt, weil er sich oft irrte in seinen Wettervorhersagen.
(D 26.1.2001) Was soll man da erst denen kürzen, die für die BSE-Krise und
dergleichen verantwortlich sind? Wohl nicht nur das Gehalt, sondern auch das
Vermögen.
L´inflazione va fuori
controllo: 3 % in Italia.
Allarme di Greenspan, l´economia Usa vicina alla crescita zero. (Il Giornale,
Milano, 26.1.2001, p. 1)
Greenspans Alarm: Die US-Wirtschaft nahe dem Null-Wachstum.
Die Konjunktur in den USA hat sich nach den Worten
von US-Notenbankpräsident Alan Greenspan dramatisch bis zur Nähe des
Nullwachstums abgekühlt – allerdings vermied er das Wort Rezession. (D
26.1.2001, S. 5, APA) Mit einer optimistischen Einschätzung zum Kurs der
US-Wirtschaft haben in Davos die Beratungen des Weltwirtschaftsforums begonnen.
„Es dürfte eine harte Landung werden, aber die Gefahr einer Rezession ist
gering“, prognostizierte Alan Blinder, Wirtschaftsprofessor an der
amerikanischen Princeton-Universität. (S. 4)
Welche Ironie! Greenspan
schlägt Alarm, und gleichzeitig sehen die Experten in Davos alles rosig!
Wurde uns nicht gelehrt: „Die Wirtschaft braucht ein
Wachstum, damit sie funktionieren kann.
Ohne Wachstum keine gesunde Wirtschaft“?
Diesen Punkt steuern wir
jetzt an. Was eine Wirtschaft ohne Wachstum bedeutet, werden bald Klügere als
wir mit gewählteren Worten ausdrücken. Wir jedenfalls befürchten Teuerung, Pleiten, Entlassungen,
Ansteigen der Massenarbeitslosigkeit, Zusammenbruch der derzeitigen
Rentensysteme, soziale Unruhen. Natürlich hat alles
eine Kehrseite, und die könnte heißen: Verringerung des Verkehrs, Verbesserung der Luft, Abbau des
Stress, Wiederentdeckung der Familie und der
wirklichen Werte des Lebens.
Was tun, wenn die
Wirtschaft tatsächlich zusammenbrechen sollte? Sich nicht auf die Großen
verlassen, sondern als Kleiner zu überleben versuchen. Einen möglichen Ausweg
zeigen wir in unserem
auf, das Elemente aus
der christlichen
Soziallehre und Swadeshi enthält. Swadeshi bedeutet:
auf den Kräften des eigenen Landes beruhend, wirtschaftliche Unabhängigkeit.
Die Jünger Gandhis haben ein wahres soziales Evangelium daraus gemacht (The
Gospel of Swadeshi), heißt es im Anhang zu dem Buch von Mahatma Gandhi: Jung
Indien, Erlenbach-Zürich 1924, S. 506.
Die Lösung der
Wirtschafts- und vieler anderer Probleme lautet:
Zurück zur Einfachheit, zum
einfachen Leben!
Kaliforniens Stromkrise Folge der
Marktliberalisierung. Andreas
Kempf kommentiert in der Stuttgarter Zeitung (19.1.2001, S. 13, Wirtschaft):
„Die Kalifornier haben bei der Liberalisierung ihres Strommarktes vor vier
Jahren schlicht die Gesetze des Marktes ignoriert. Einerseits ließ man dem
Angebot freien Lauf. Andererseits blieben die Preise aber unter staatlicher
Kontrolle. Eine seltsame Vorstellung von Wettbewerb. ... Freier Wettbewerb ist
bürokratischer Ordnung immer vorzuziehen“. Aus dem dazugehörenden Bericht
erfährt man , daß die Energieriesen Southern California Edison und Pacific Gas
and Electric ihre Kraftwerke verkauft
oder stillgelegt hatten, daß sie aber per Gesetz weder langfristige
Lieferverträge abschließen noch die staatlich festgesetzten Tarife
überschreiten durften.
Wir wollen nicht in Details eingehen, machen aber
auf eines aufmerksam: Die meisten Wirtschaftsredakteure werben für die
Privatisierung von Staatsbetrieben immer mit dem Argument, daß dann Wettbewerb entstehe und dadurch z.
B. Strom für den Verbraucher billiger werde. Offensichtlich hat der Bundesstaat
Kalifornien es aber für notwendig erachtet, gerade die Verbraucher vor dem
kapitalistischen Gebaren der Energiekonzerne zu schützen, indem er Höchsttarife
festsetzte. Und dagegen, also gegen die Interessen der Konsumenten, wendet sich
nun der Wirtschaftsredakteur in seinem Kommentar. Es ist ihm wohl so
eingetrichtert worden oder er hat seine Apologie der totalen
Marktliberalisierung nicht zu Ende gedacht.
Zur Autokrise. Leser, sei klug, bleib nicht bei den Überschriften stehen! Die Zeitungen sind sichtlich bemüht, die kommende
Krise aufzuschieben. So manchem kleinen Aktionär könnte es aber passieren, daß
er aufgrund der beschönigenden Berichterstattung falsche Entscheidungen trifft
und sein Erspartes verliert. Lernbeispiele aus einer durchschnittlichen Ausgabe
der Stuttgarter Zeitung, Freitag, 19.1.2001, Wirtschaftsteil S. 13- 16).
Beispiel 1
Überschrift: Autoimporteure geben sich optimistisch. Im Text: Der deutliche
Absatzrückgang hat auch
die Autoimporteure überrascht. Für das laufende Jahr ist der Verband jedoch
gedämpft optimistisch.
Beispiel 2 BMW auf der Suche nach Kooperationen. Text: „Wir haben gelernt, dass Grösse
lähmt (sic!)“ ... Die Erfahrungen mit der verlustreichen
Rover-Tochter hätten
gezeigt, dass Fusionen eine Organisation schwächen könnten.
Beispiel 3: Deutsche Bank hält zu Jürgen Schrempp. Text: Die unter Verlusten im US-Geschäft leidende Daimler-Chrysler AG hat Rückendeckung von ihrem größten
Aktionär erhalten. Der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Rolf Breuer: Das
Management des Autobauers sei in der Lage, die
Firma wieder auf Kurs zu bringen. (Trudelt der Mercedes-Konzern denn schon
dahin?)
Beispiel 4: Neuer Opel-Chef braucht noch Freigabe von BMW.
Text: Der Betriebsrat des Opel-Werks Bochum hat Widerstand gegen einen weiteren
Personalabbau angekündigt. Die zum amerikanischen Konzern General Motors
gehörende Adam Opel AG hatte einen Verlust von 935 Millionen Mark im vergangenen
Jahr bekannt gegeben. ... Betriebsratsvorsitzender Peter Jaschek sagte, das
Gesamtunternehmen habe in den letzten zehn Jahren 20 000 Mitarbeiter verloren
Nur der Text in
Beispiel 5 hält, was der Titel verspricht: Ford-Gewinn bricht
ein. Text: Der Gewinn des
zweitgrößten Autokonzerns ist im vierten Quartal um ein Drittel
eingebrochen. Beim größten
Autohersteller der Welt, General Motors, hatte sich der Gewinn im vierten
Quartal halbiert.
Alarm in den USA. Die
Zeitungen bauen ihre Online-Redaktionen ab. Die Hoffnung, mit
dem Internet Geld machen zu können, verfliegt. (17.1.2001) Rückzug aus dem Internet. Medienunternehmen
der USA reduzieren unter Hinweis auf rückläufige Anzeigenerlöse und wachsende
Verluste ihre Online-Redaktionen. (Südwestpresse Ulm 17.1.2001 AP) CNN streicht bis zu 1000 Stellen. Der
führende Medienkonzern Time Warner will mit dem Online-Branchenführer America
Online fusionieren. (Stuttgarter Zeitung, 12.1.2001 Wirtschaft)Wir
haben immer vor der jetzigen Fehlentwicklung gewarnt. Bill Gates hat mit seiner
Vorhersage, im Jahre 2000 existierten keine Zeitungen mehr und alle würden die
Nachrichten am Bildschirm lesen, schmählich Schiffbruch erlitten. Denn die
handliche Zeitung, die man überall mitnehmen und überall lesen kann, lässt sich
durch den Computer nicht ersetzen. Die wenigsten setzen sich morgens in aller
Früh hin, schalten zeitraubend den Computer ein, um dann mühsam die sie interessierenden Seiten zu suchen. Gerade die
jungen Leute sind noch mobiler. Fast kein Mensch bleibt vormittags in der
eigenen Wohnung, um sich am Computer zu langweilen. Jeder hat den Drang ins
Freie, unter die Leute, und die meisten müssen doch wohl arbeiten und haben
keine Zeit, Nachrichten im Internet zu lesen, oder wenn, dann neben der Arbeit
und meistens heimlich. Die Verlage haben ihre Überschüsse jedenfalls nicht
optimal verwendet und machen jetzt Rückzieher. So mancher wird auch finanziell
die Folgen davon spüren, dass er den Internet-Gurus Glauben geschenkt hat.
Sei ricco e famoso? Vai in vacanza gratis. Così in Costa Smeralda showmen della tv e piccole dive
vengono ingaggiati per attirare turisti. (Corriere della Sera, Milano,
11.1.2001, p. 25)
Hunger
in der Welt breitet sich aus. 16 Millionen Menschen wurden vom
UN-Welternährungsprogramm mit Lebensmitteln versorgt. (Anm.: eine vielfache
Menge davon nicht!) Fast die Hälfte der Menschheit lebt in den kommenden
beiden Dekaden in Ländern mit Wasserknappheit. (D 9.1.2001)
New economy: più ricchi e più schiavi. (la Repubblica, Roma, 9.1.2001, p. 1, Federico Rampini)
I Grandi (i banchieri centrali
del G 10, il gruppo dei dieci paesi più industrializzati): l´economia non è
in crisi. (la Repubblica 9.1.2001, p. 1) Nur zu Dokumentationszwecken
veröffentlicht.
Auf
der Suche nach Wärme. Das Kontrastbild zum Luxusleben und den
Ausschweifungen in der „Welt der Reichen“ im Westen: Obdachlose Inder wärmen
ihre Hände über einem Feuer auf der Straße. Sie suchen die Wärme der Flammen.
Ob sie auch noch auf die Wärme der Herzen hoffen? Daß ihnen jemand aus ihrer
Not hilft? (Bildunterschrift in den „Dolomiten“ vom 5.1.2001)
Wer
verrät uns, warum trotz des wieder niedrigen Ölpreises von 23 Dollar je
Barrel (159 l) die Benzinpreise gleich hoch sind wie vor etlichen Monaten, als
die Scheichs für das Öl Rekordpreise erzielten? (8.1.2001)
Crolla il Nasdaq, giù le borse. Comincia male l´anno per i mercati azionari. I titoli tecnologici perdono
in Usa il 7,23 %. L´euro vola. (Corriere della Sera, Milano, 3.1.2001, p. 1)
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