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ETIKA 0I4 |
GESELLSCHAFT - SOCIETÁ |
www.etika.com 17.8.2000 |
Was die bisher bekannten Vorwürfe gegen Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl betrifft,
so ist wichtig zu erwähnen, daß er nur die Staatskasse betrogen hat, indem er Spenden an die CDU verheimlichte, daß er sich aber nicht selbst bereichert hat. Klar unterscheiden muß man hiervon die Vorwürfe, die gegen die Sozialdemokraten Bundespräsident Rau und den österreichischen Ex-Bundeskanzler Franz Vranitzky erhoben worden sind. Diese sollen Unkorrektheiten zu ihrem eigenen Vorteil begangen haben. So wurde Vranitzky von der Witwe einer Charterfluggesellschaft laut Zeitungsmeldungen vom 31.12.1999 als ständiger Gratis-Fluggast bezeichnet. Beschämend und selbstmörderisch, wie Schäuble und andere Parteifreunde sich von Kohl distanziert haben. (Anmerkung 4.3.2000: Im nachhinein versteht man freilich, warum. Weil so viele Dreck am Steck haben.)120 Milliarden Mark an Steuern wurden 1999 hinterzogen. Davon könnte ein beträchtlicher Teil eingetrieben werden, wenn die Finanzämter 10 000 Mitarbeiter mehr hätten, sagt Dieter Ondracek von der Steuergewerkschaft. Jörg Bischoff kommentiert, es sei "der Gesetzgeber, der mit seinem Dschungel von Paragraphen erst jene Trampelpfade schafft, die auszukundschaften zum Breitensport für gewiefte Bürger geworden ist. Die Lösung kann also nicht darin bestehen, den Apparat der Finanzbeamten und Steuerfahnder weiter aufzublähen. Das hieße nur, einen Schwelbrand mit Benzin zu löschen. Es hilft nur eines: Die Steuersätze müssen drastisch herunter und dafür eine Menge Steuerausnahmen gestrichen werden." Was für ein Kasperltheater mit dem deutschen Arbeiter, Angestellten, Mittelständler, Bauern da gespielt wird, zeigt ein einziger Satz aus der AP-Meldung "Aktien im Höhenflug", der auf derselben ersten Seite der Ulmer Südwest Presse am 28.12.1999 erschien: Die häufig zum Jahresende zu beobachtende Kursrallye erhält zusätzlich Auftrieb von den Steuerplänen der (Anmerkung: rotgrünen) Regierung, wonach die Banken und Versicherungen ihre inländischen Beteiligungen künftig steuerfrei verkaufen dürfen." (vgl. Überlebensprogramm 4)
Die rot-grüne Regierung verkauft die Hälfte der Post. Finanzminister Hans Eichel will damit Pensionen ehemaliger Postbediensteter finanzieren. Die Post war 1995 von einer Behörde in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden. Sie hatte 1990 fast 380 000 Mitarbeiter. Mittlerweile ... noch 270 000 Beschäftigte. ... der Verband der Postbenutzer kritisiert, dass die Post "die höchsten Beförderungsentgelte der Welt" berechnen darf. (Stuttgarter Zeitung, 24.12.1999, S. 1, Frank J. Eichhorn)
Die Verbindung von Geldmacherei (Kommerz) und Weihnachten ist dem Herrn ein Greuel. Mit jedem Advent wird es schlimmer
Auf die 35-Stunden-Woche zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit setzt die französische sozialistische Regierung. Eine gute Initiative. Wenigstens ein Versuch, etwas gegen die allgemeine Wirtschafts- und Beschäftigungskrise zu übernehmen. Kopflos hingegen jene Regierungen, die der Vorgabe der OECD folgen und planen, das Rentenalter auf 70 heraufzusetzen. Denn wenn dann alle 70jährigen in Deutschland in Rente gehen wollen, wird wieder kein Geld da sein, und dann sollen die Leute eben bis 80 arbeiten. Die totale Versklavung droht infolge der Mißwirtschaft der Regierungen. Ebenso kurzsichtig ist der Gedanke, mit dem forcierten Zuzug von Ausländern das Problem lösen zu können. Denn die meisten von ihnen finden ja keine Arbeit und müssen dann mit ihren Familien vom Staat oder den Gemeinden erhalten werden, also von denen, die Arbeit haben und deswegen immer höhere Steuern zahlen müssen, bis das System irgendwann einmal umkippt.
Safra e la Russia, lo spettro del crac. (Corriere della Sera, Milano, 16.12.1999)
Der Mord an Safra und Russiagate. Der Corriere della Sera deckt die Hintergründe des Mordes an dem libanesischen jüdischen Bankier Edmond Safra in Monaco auf, nur in italienisch: Pressestimmen
Verblödete Menschen? Um das festzustellen, braucht man heute nur eine Oper besuchen. Da kommt in einer Wagner-Oper Siegfried in einem Straßenanzug mit einem Plastikkoffer, setzt sich auf einen Stuhl und singt: "Ein Schwert verhieß mir der Vater" - die Walküren mit modernen Schneebrillen fliegen in einem Raumschiff, und Wotan, als Kellner bekleidet, singt: "Wer meines Speeres Spitze fürchtet, durchschreite das Feuer nie"... Im "Freischütz" singen Banditen mit Maschinengewehren: "Wir winden dir den Jungfernkranz", und in Humperdings "Hänsel und Gretel" singt die Hexe: "Wer knuspert an meinem Häuschen?", aber statt des Häuschens ist nur ein Bretterzaun da und die Kinder, die in einem Wald mit schwarzen Wänden und Müllhalde von 14 Engeln singen, sehen stattdessen 14 Tiere usw. (Tiroler Nachrichten vom 29.11.). Ein Publikum, das da applaudiert, bezeugt, daß es weder von einem Textbuch (früher obligat bei jedem Opernbesuch) eine Ahnung hat noch von der Handlung etwas versteht. Hauptsache die Darsteller sind o. k. - dann können sie evtl. auch einen Nachttopf anhimmeln mit "holde Aida".
Jede kleine Bauernbühne und deren Zuschauer haben mehr Kunstverständnis. Verblöden die Regisseure der großen Theater bewußt das Publikum oder sind sie selbst Entflohene aus einem Irrenhaus?
(Leserbrief des Komponisten Roman Pola - von ihm stammt die bezaubernde Operette "Die schöne Boznerin" - in den "Dolomiten" vom 16.12.1999)
1,2 Milliarden Menschen hätten nur einen Dollar pro Tag zur Verfügung, behauptete die Unicef-Direktorin Carol Bellamy; die Hälfte davon seien Kinder. (14.12.1999) Wir nehmen an, daß es sich um einen Irrtum der mitschreibenden Journalisten handelt. Es muß wohl heißen: 1,2 Milliarden Menschen haben zwischen null und einem Dollar täglich zur Verfügung. Immerhin gab die Vertreterin der Weltorganisation zu, daß die Menschen in 80 Staaten ein niedrigeres Pro-Kopf-Einkommen haben als vor einem Jahrzehnt. Wem das wohl zu verdanken ist? Es ist üblich und bequem, die Schuld ein paar lokalen Diktatoren zuzuschreiben, um von den wahren Ursachen des Zusammenbruchs und der Ausbeutung der nationalen Wirtschaften durch internationale Mächte abzulenken. Stichwort: Ablenkung. Darüber ließe sich ein ganzes Buch schreiben, wie die Menschen heute mit tausend Mitteln von der Wahrheit abgelenkt werden.
Die Welthandelsorganisation "WTO ist keine Weltregierung, und niemand will sie dazu machen", behauptete ihr Generaldirektor Mike Moore, (1.12.1999) nachdem etliche Leute aufgewacht sind und in Seattle gegen diese zumeist hinter den Kulissen agierende Gruppe von Mächtigen demonstriert haben. Die WTO ist beauftragt, den freien Welthandel, von dem Bill Clinton so oft schwärmt, durchzusetzen - was natürlich auf Kosten aller Kleinen geht, sowohl der kleinen und mittleren Firmen als auch der kleinen und mittleren Länder.
etika.com-Kurzanalyse: Wirtschaftliche Alarmmeldungen häufen sich in diesen Tagen, und zwar nicht nur in Italien. Nach dem EU-Kommissionspräsidenten Romano Prodi fordert nun auch Ministerpräsident Massimo DŽAlema eine Erhöhung des Rentenalters wegen des "kolossalen Lochs bei der INPS" (D, 22.11.1999, APA) Wie gemeldet, steuern die Rentenversicherungsanstalten in etlichen Ländern auf den Kollaps zu. Nicht verwunderlich, daß die Sozialisten, die viele Länder Europas regieren, die Sozialstaaten "umbauen" wollen, wie es der deutsche Kanzler Gerhard Schröder beim Globalisierungs-Gipfel mit Bill Clinton in Florenz (fein, da ahnt man, wer hinter der heutigen Sozialdemokratie steckt) so schön formulierte (am gleichen Tag). Das heißt im Klartext eine Rentenreform, die auch zu Lasten des kleinen Mannes gehen wird. Die Arbeiter haben wieder einmal auf die falsche Partei gesetzt. Der Sozialdemokrat Schröder muß den Rentnern Geld wegnehmen, um es abgewirtschafteten Großkonzernen wie Philipp Holzmann geben zu können. Aber es könnte sein, daß er dabei ins Stolpern gerät. Die Verbände der kleinen und mittleren Unternehmer haben sich zu Recht über diesen Kuhhandel aufgeregt. Der Euro erreichte einen historischen Tiefstand. Er war nur noch 1,0101 Dollar wert und könnte sogar unter die Einer-Marke rutschen, befürchteten Experten. Gleichzeitig wundert man sich über eine für nicht mehr zeitgemäß gehaltene Alarmmeldung römischer Minister, daß das Benzin wegen der Dollarverteuerung und der absichtlichen Produktionsbeschränkung durch die Rohölproduzenten knapp werden könnte. Die Italiener sollten wie 1973 sonntags statt mit Autos und Mopeds mit dem Fahrrad oder dem Bus fahren. (D 27.11.1999) Und zu allem Überdruß liest man täglich Warnungen vor Horrorszenarien wegen des Computer-Jahr-2000-Problems Y2K. Österreichs Zivilschutzverband verband die Aussage, daß kein Grund zur Panik bestehe, elegant mit der Aufforderung an die Bürger, sich haltbare Lebensmittel und Mineralwasser sowie Taschenlampen zuzulegen und einen Notvorrat an Brennholz, Medikamenten und Bargeld anzulegen. Nimmt das Wohlstandszeitalter ein abruptes Ende? Wir raten zu einem gottesfürchtigen Leben, so daß Gottvertrauen gerechtfertigt ist. Im übrigen ist unsere Aufgabe nur das Warnen; wenn die Katastrophe nicht verhütet wird und eintritt, braucht es unsere Kommentare nicht mehr.
Der Unfug der modernen konzertanten Blasmusik. Welche Enttäuschung, wenn im Rundfunk Blasmusik angekündigt wird und dann nach schwungvollen Operetten und Märschen, unter anderem gespielt von den Musikkapellen aus Algund und Leipzig, plötzlich die Musikkapelle Bozen hineinplatzt mit irgendeinem amerikanischen Schmarrn aus Pop- und Rockmusik. Passsiert am Samstag, 27. November 1999, im ORF-Radio Tirol um 19.25 Uhr. Die moderne konzertante Blasmusik, jedenfalls einen großen Teil davon, können sich die Dirigenten und Vorstände der Musikkapellen an den Hut stecken. Damit verärgern sie mehr Leute als sie für möglich halten. Ein Kulturkritiker pflichtete uns bei. Der Verfasser dieser Zeilen hat als Lokalredakteur in einem kleinen süddeutschen Landkreis fünf Jahre lang Wertungsspiele und weitere musikalische Genüsse dieses Genres nicht nur über sich ergehen lassen, sondern auch noch wohlwollend beschreiben müssen.
"Impronte digitali per tutti". Proposta-choc del Viminale. Giannicola Sinisi, viceministro degli Interni, vuole unŽanagrafe digitale e vocale. (La Repubblica, 24.11.1999, p. 24) Addio democrazia, viene il grande fratello, la dittatura mondiale. Democratico sarebbe di prendere le impronte digitali soltanto dai delinquenti.
Milano moda. Sesso, bugie & videotape, guerra sul filmato Bbc. Minorenni tra droga e luci rosse. "Notti di orge con le top". (La Repubblica, Roma, 24.11.1999, p. 12 e 13)
Junge Fotomodelle als Prostituierte. Die Agentur Elite, die weltberühmte Fotomodelle hervorgebracht hat, ist, gelinde gesagt, ins Zwielicht geraten. Anfängerinnen wurden zuerst zu Sex überredet und landeten schließlich beim Rauschgift und als Prostituierte. Der für die Betreuung der minderjährigen Mannequins zuständige Daniele Bianco ist stolz darauf, daß er 325 Modelle in zehn Jahren erobert, sprich verführt hat. Die mutige Journalistin Lisa Brinkworth aus Großbritannien hatte sich als Modell ausgegeben und nicht nur selbst ein unanständiges Angebot erhalten (ungefähr 1000 DM), sondern auch Einblick in die triste Glimmerwelt der sogenannten Models gewinnen können. (24. bis 27.11.1999) Hände weg von solchen Leuten und Laufbahnen! Mädchen und Frauen, seid vernünftig! Eltern, tut, was ihr könnt, um eure Töchter von solchen Etablissements fernzuhalten!
Von Udo Jürgens hätten wir dieses Bekenntnis nicht erwartet: Der bisher nicht gerade sympathische Schlagersänger (65) plauderte Geheimnisse des Show-Geschäfts aus: "Das Show-business ist eine Menschenvernichtungsmaschinerie ersten Ranges." Nur wenige hätten die Widerstandskraft, um den falschen Verlockungen zu widerstehen, nämlich Drogen, Sex und Alkohol. (D 13.11.1999)
Die Lutherstadt Wittenberg hat das erste homosexuelle Faschingsprinzenpaar. Michael I. und Thomas I. übernahmen am 11.11.1999 den Rathausschlüssel.
Tasse, lŽItalia ha il record del mondo. In ventŽanni la pressione fiscale è aumentata del 62 %, superando tutti i Paesi dellŽOcse. (Il Giornale, Milano, 7.11.1999, p. 1)
Börse: Die Angst geht um. ...vor siebzig Jahren der "Schwarze Freitag" an der Wall Street den Beginn der Weltwirtschaftskrise einläutete. ... Grund genug, dass überall nach Anzeichen gesucht wird, ob die Aktienkurse nicht kurz vor einem Fall ins Bodenlose stehen. ... Ist nicht in den USA längst eine spekulative Blase am wichtigen Markt für Technologiewerte entstanden? Und droht diese Blase nicht alsbald zu platzen und die Börsen weltweit mit in den Strudel zu ziehen? ... Händler trauen den Verlautbarungen ... nicht so ganz, man habe die drohenden Computerprobleme in den Griff bekommen. Sollten am 1. Januar tatsächlich weltweit Rechner streiken, könnte dies durchaus zu schweren volkswirtschaftlichen Sdchäden und zu massiven Kursrückgängen führen. Die Börsenverluste könnten sogar schon kurz vor dem Eintritt ins neue Jahrtausend beginnen, sollten die Anleger aus Angst massiv aktien verkaufen. Ihnen stellt sich dann nur die Frage: Wohin mit dem Geld? Ein vor Computerproblemen gefeiter Ort ist wohl nur die heimische Matratze... Die meisten Finanzexperten rechnen jedenfalls nicht mit einem Crash. Dafür sind die internationalen Konjunkturaussichten im kommenden Jahr einfach zu gut. (Stuttgarter Zeitung, 29.10.1999, Leitartikel auf Seite 1 von Holger Paul)
EU will Bürger zwingen, möglicherweise BSE-verseuchtes britisches Rindfleisch zu essen. Die EU-Kommission erwägt, Frankreich wegen seines Importverbots gegen das Fleisch aus Großbritannien vor dem Europäischen Gerichtshof zu verklagen. Auch in Deutschland gibt es Vorbehalte gegen die einfuhr. (Südwestpresse 29.10.1999)
Der gnadenlose Kosten-Killer. Carlos Ghosn vom französischen Renault-Konzern will Nissan aus seiner Krise lenken und weltweit 21.000 Arbeitsplätze streichen. Der Kosten-Killer will wieder Profite sehen. Die Arbeitslosen sieht er nicht. (19.10.1999)
Je kleiner das Glas, desto höher der Preis. Untersuchung in Salzburger Gastbetrieben. (8.10.1999) Wie wahr!
Nur noch jeder fünfte Zuschauer glaubt der Berichterstattung im Fernsehen. 1964 war es noch jeder zweite. (Miriam Meckel, Medienexpertin, Münster, 7.10.1999)
Vier von fünf Obdachlosen sind krank. (2.10.1999)
Historische Reminiszenz: Ausbruch des Volkszorns. Essen, 19. Jänner. In Steele im Ruhrgebiet versuchte eine größere Menschenmenge ein Kino zu stürmen, in das ein deutsches Mädchen mit zwei französischen Soldaten hineingegangen war. Die Franzosen mußten sich in ein Haus flüchten, dem Mädchen wurden von der Menge die Haare abgeschnitten. (Der Tiroler, Bozen, 24.1.1923)
Alarmsignale in Deutschland!
Krankenkassen am Abgrund.
Laut "Focus" haben bedeutende Krankenkassen, die Stütze der Gesellschaft, im ersten Halbjahr 1999 gewaltige Defizits angehäuft: die Berliner AOK 1,2 Milliarden DM, die Barmer Ersatzkasse 666 Millionen DM, die AOK Baden-Württemberg 480 Millionen DM, die AOK Bayern 419 Millionen, die als absolut seriös geltende Deutsche Angestellten-Krankenkasse 370 Millionen DM. Weitere Kassen stehen vor dem Aus. (11.10.1999)Der dümmste Satz im zu Ende gehenden Jahrtausend in Deutschland:
Bundeskanzler Gerhard Schröder über die Vergabe des Literatur-Nobelpreises an Günter Grass: "Mit ihm freuen sich bestimmt alle Deutschen." (Die Welt, 1.10.1999, S. 1)Papst Johannes Paul II. hat das Spekulantentum an den Weltfinanzmärkten kritisiert. Er appellierte an die Gläubigen in der internationalen Finanzwelt, strenge ethische Grundsätze einzuhalten. Ihre Handlungen sollten darauf gerichtet sein, gerechte Strukturen zu schaffen. Problematisch sei, daß man Reichtum erwerben könne, ohne einen Bezug zu einer konkreten Arbeit zu haben. Die Mahnung richtete er vor allem an Milliardenspekulanten, die jenseits von Gesetz und Moral Billionen Dollar verschieben würden. (Rheinischer Merkur Nr. 38 vom 17.9.1999)
In Deutschland leben neun Millionen Menschen ohne Sozialhilfe an oder unter der Armutsgrenze. Dies sagte der Leiter des Instituts für Soziale Pädiatrie und Jugend-Medizin der Ludwig-Maximilians-Universität München, Professor Hubertus von Voss am 6.9.1999. Fünf bis zehn Prozent der Schulkinder hätten Leistungsstörungen. (Zeitungen vom 7.9.1999 dpa)
Zahlungsmoral in Asien und Osteuropa immer schlechter. Deutsche Unternehmen, die in Thailand, China, Tschechien oder Russland Geschäfte machen, müssen bis zu eineinviertel Jahren warten, bis die bestellten Waren bezahlt werden. (Die Welt, 15..9.1999, Seite U1, Uwe Lorenz)
Filmfestival von Venedig 9/1999. Pornographie. Erstaunlich, daß Luca Pellegrini als Vertreter des Päpstlichen Kulturrates (Officiale del Pontificio Consiglio della Cultura) gegenüber dem "Corriere della Sera" (6.9.1999) meinte, der koreanische Film "Lies" sei nicht wegen seiner vielen Nacktszenen beunruhigend, sondern wegen der "moralischen Verirrung, die er darstellt, und wegen seiner totalen Hoffnungslosigkeit". Nacktszenen sind also nicht beunruhigend, meinte der Vertreter des Vatikans. Noch ein Scheit drauf legte der katholische Regisseur Olmi: Die Kirche tue nicht gut daran, das Festival zu kritisieren (Olmi: la Chiesa sbagli a colpire la Mostra - il regista cattolico: le indigestione di eros servono, certe prediche sono inutili-"Corriere della Sera, Milano, 7.9.1999, p. 34)
Die Müßiggänger von Jesolo. Wie können nur so viele Menschen so viel wertvolle Zeit ihres Lebens so unnütz verplempern? Jesolo ist eine Hochburg der Zerstreuung - des Geistes. Der Hinterwäldler fragt sich, warum es nicht noch schlimmer zugeht, warum Strand und Meer nicht noch mehr verschmutzt sind. Erstaunlicherweise halten sich bei etlichen Zeitgenossen atavistische Reste von Schamgefühl. Mit welchem Kraut wird Gott wohl den Stumpfsinn heilen? Man stelle sich vor, daß die Menschenmassen, die abends vergnügungssüchtig durch die Einkaufsstraßen flanieren, andächtig den Rosenkranz beten würden - welcher Segen! Leider Utopie.
Kultur im Wohlfahrtsstaat: Jede Idiotie wird ernst genommen. Vielleicht ist es nicht zeitgemäß, dafür ist es richtig, wenn Walter Laqueur feststellt, der Wohlfahrtsstaat sei "der Vernunft nicht notwendigerweise förderlich". Er habe zwar Millionen Menschen von ihren existentiellen Sorgen befreit, doch würden die dadurch freigesetzten Energien nicht unbedingt für die höheren Dinge des Daseins eingesetzt. Die Antwort auf die "Verdummungseffekte der Massenkulturen", die sich nach dem niedrigsten gemeinsamen Nenner ausrichten, sei noch immer nicht gefunden. "Westeuropa stand vor einer kranken Avantgardekultur, die sich in der Musik, der Malerei und Literatur, im Film und im Theater manifestierte, bei einem unterwürfigen Publikum auf keinerlei Feindseligkeiten stieß und von den Kritikern, die befürchteten, für altmodisch gehalten zu werden, und die darum jede Idiotie ernst nahmen, widerspruchslos hingenommen wurde." Nur der historische Imperfekt stört. Die Behauptung Laqueurs, bisher habe kein anderer Erdteil Europa die Fackel der Zivilisation und des kulturellen Fortschritts entrissen, zielt ins Leere. Ihr steht das weitverbreitete Gefühl gegenüber, Europa würde nicht nur politisch, sondern auch geistig ersticken. Doch ist es wohl die Aufgabe von Futurologen, nicht die von Historikern, darüber zu entscheidfen, ob nun die Fin-de Siècle-Voyeure recht behalten werden oder ob Europa tatsächlich vor einer neuen Blütezeit steht. (Rainer Lechner in der Stuttgarter Zeitung vom 24.4.1971 über das Buch von Walter Laqueur: Europa aus der Asche, Geschichte seit 1945, Axel Juncker Verlag München-Zürich-Wien, 1970, 460 Seiten)
Crash-Angst beschleunigt Talfahrt am Aktienmarkt. (Schlagzeile der "Welt" am 6.8.1999)
Tasse al 55 %. Debito a 2,3 millioni di miliardi. Le vere cifre del "risanamento" di DŽAlema. (il Giornale, Milano, 6.8.1999)
Warum der Euro sich leicht erholt hat: weil inzwischen anscheinend auch Amerikas Wirtschaft zu trudeln anfängt. Andrerseits wird dort behauptet, Amerikas Wirtschaft sei stärker als angenommen. Nur die Eingeweihten kennen sich noch aus. Die Angaben auch über die Wirtschaft der europäischen Länder sind immer widersprüchlicher. Wir vermuten, daß die Lage in den meisten Ländern der Welt so schlecht geworden ist, daß die US-Finanziers und Konzerne nicht mehr genug Kapital abziehen können und das ganze bisherige System ins Wanken gerät.
Die Weltwirtschaft erholt sich aus ihrer schlimmsten Krise der vergangenen 50 Jahre. Wie? Eine globale Krise? Und schon überwunden? Wir hören wohl schlecht. Aber das sagte nicht Hinz oder Kunz, sondern der Direktor des Weltwährungsfonds IWF, Michel Camdessus. (Zeitungen vom 7.7.1999 dpa)
Euro: Viele deutsche Firmen warten ab. Noch keine Umstellung. (Zeitungen vom 3.7.1999 dpa)
Der globale Kapitalismus sei nicht aufzuhalten, behauptete Daimler-Chrysler-Chef Jürgen E. Schrempp in Berlin. (Zeitungen vom 3.7.1999 dpa)
Globale Wirtschaftskrise im Anmarsch (etika.com-Analyse)
Invece di sparargli, ai pensionati potremmo dare il topicida! (DŽAlema parla con "Topolino" Amato,caricatura di Forattini, La Repubblica, Roma, 24.6.1999)
Anstatt sie zu erschießen, könnten wir den Rentnern Rattengift geben! (der früher kommunistische Ministerpräsident DŽAlema zu dem früher sozialistischen Schatzminister Amato, der von dem satirischen Zeichner Forattini als Micky Maus dargestellt wird, Karikatur in der römischen Zeitung La Repubblica, 24.6.1999)
Bis zum 23. Juni arbeiten italienische Staatsbürger für den Fiskus. Ein Steuerzahler muß im Durchschnitt rund die Hälfte des Jahres arbeiten, um die zahlreichen Steuern und Sozialbeiträge zu bezahlen. Erst ab dem 24. Juni arbeitet der Steuerzahler in die eigene Tasche. Deutlicher läßt sich die übermäßige Steuerbelastung wohl nicht darstellen. (Alexander Brenner-Knoll, Wirtschaftskurier, Bozen, 23.6.1999)
Euro: Gemeinschaftswährung fällt auf Rekordtief - Präsident der Zentralbank warnt vor Dramatisierung. (Die Welt, 3.6.1999) Die Euphorie der Europäer über den Euro wird der Erkenntnis Platz machen, daß Euro Gemeinschaftswährung bedeutet und daß Gemeinschaftswährung bedeutet: Verantwortung füreinander übernehmen, den Schwachen mittragen, im gleichen Boot sitzen etc. Sind die Starken stark genug, daß sie beim Sturz der Schwachen nicht mitgerissen werden? 0I4042
La moneta europea in cinque mesi ha perso oltre il 13 % del propio valore. Sará forse quello il momento atteso da anni in cui i governi europei saranno costretti a essere onesti e ad ammettere di aver perduto troppo tempo fino a rendere lŽEuropa, al confronto con lŽAmerica, un area di disoccupati e delusi. Sarà forse quella la ghigliottina che innescherà le riforme promesse? (La Stampa, Torino, 3.6.1999) 0I4041
LŽeuro cade, paura per lŽeconomia.
E sulle pensioni il piano del governo prevede tagli fino al 25 per cento. (Il Giornale, Milano, 3.6.1999) 0I4040Es gibt genügend Nahrung für alle Menschen
, auch im nächsten Jahrhundert. Das Problem sei nicht die Menge, sondern die Verteilung. Dies erklärte Friedensnobelpreisträger Norman Borlaug. (Zeitungen vom 21.5.1999 dpa) 0I4039Ein Deutscher verbringt zehn Jahre seines Lebens vor dem Fernsehgerät.
Tägliche Sehdauer: drei Stunden und 20 Minuten (1985: 147 Minuten; 1995: 186 min; 1998 201 min.). Nur 1,5 Millionen Staatsbürger haben keinen Fernsehapparat. Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln. (Zeitungen vom 29.4.1999 dpa) 0I4038Schauspieler sind Vorbilder für viele - aber sie sind falsche Vorbilder.
Gott wird sie am Ende ihres Lebens nicht fragen, wie sie ihre Rollen gespielt haben, sondern wie sie ihr eigenes Leben gelebt haben. Ob sie gut waren und Gott dienten oder ob sie dem Götzen Ich gedient haben. 0I4037"Ich will, daß sie Spaß daran haben, wie ich Tag und Nacht zu arbeiten, und daß sie lächelnd zur Arbeit gehen." Das sagte Olivetti-Chef Roberto Colaninno. Glücklicherweise ist sein Plan mißlungen, die Telecom Italia zu übernehmen. Er wollte dort 13.000 Stellen kürzen und von den anderen Mehrarbeit verlangen. (19.3.1999) Inzwischen haben sich die italienische und die deutsche Telecom zusammengeschlossen. (23.4.1999) 0I4036
"Immer weniger Mitarbeiter sollen immer mehr arbeiten." Die Grenzen der Belastung am Arbeitsplatz in Deutschland sind nahezu erreicht, meint der Psychologe Werner Gross. Die psychischen Erkrankungen infolge von Überbelastungen im Berufsleben nähmen zu. Als Rezept empfiehlt Gross mehr Teilzeitarbeit und weniger Überstunden. "Sonst kommen wir noch dahin, daß sich die Leute regelrecht zu Tode arbeiten." (Zeitungen vom 19.3.1999 dpa) 0I4035
150 bis 180 Millionen sind europaweit von Armut betroffen, sagte der Politikwissenschaftler Ernst-Ulrich Huster, Frankfurt/Main. (Zeitungen vom 6.3.1999) 0I4034
Fernsehen macht Kinder krank. TV aktuell 0I4033
Schröder-Definition. "Ja plus nein multipliziert mit vielleicht ergibt alles und nichts." Die FDP-Bundestagsabgeordnete Marita Sehn am 3.3.1999 im Bonner Bundestag über die Politik des Bundeskanzlers, hier am Beispiel der EU-Agenda 2000. 0I4032
Greenspans Trupp zur Rettung der Welt. Die amerikanische Zeitschrift Time schildert, wie drei Amerikaner die Welt retten: The Committee to Save the World. When financial panics threaten global meltdowns, the S.O.S. inevitably goes to Fed Chairman Alan Greenspan, Treasury Secretary Robert Rubin and his deputy Lawrence Summers. (Time, february 15, 1999, vol. 153, no. 6, cover story "The Three Marketeers") Also stand/steht die Welt doch am Rande des Finanzkrachs (global crash). - Man stelle sich vor, diese drei Marketiere würden der Weltbank und dem IWF auf einmal sagen: Retten wir den Großteil der armen Völker, indem wir ihnen die Schulden erlassen, die ihre Mächtigen zum Kauf von Panzern und Flugzeugen und zur Finanzierung ihres Luxuslebens gemacht haben! Verzichten wir darauf, den Hungernden billigen Reis und billiges Getreide wegzunehmen! (Anmerkung für die nicht Eingeweihten: Mit den Argumenten der Liberalisierung des Marktes und des freien Welthandels werden die Regierungen der Habenichts-Nationen gezwungen, Subventionen für die Grundnahrungsmittel zu streichen, weil sie sonst keine neuen Kredite bekommen.) 0I4031
Euro zum Scheitern verurteilt? "Wie dieses Experiment ausgeht, ist schwer vorherzusagen. "Die europäische Integration hat die Dynamik einer griechischen Tragödie" - so (der belgische Parlamentsabgeordnete) PaulDeGrauwe. Der Euro ist aus meiner Sicht beides, Chance UND Risiko. Die Chance für wirtschaftlichen Aufschwung und mehr Wohlstand für Millionen Europäer. Ein Risiko, weil in diesem unfertigen "Haus" Euro-Land wirtschaftlichen Spannungen zwischen der EZB (Europäische Zentralbank) und den Nationalstaaten sowie zwischen den Euro-Ländern untereinander unvermeidbar sind. Und ein möglicherweise noch größeres Risiko stellt die durch den Euro forcierte politische Vereinigung Europas dar. Wie soll dieses Europa aussehen? Wer wird es regieren? Und wird diese neue Supermacht Europa dann den Frieden in der Welt fördern oder wird von europäischem Boden erneut Unheil ausgehen? Das Wort Gottes zeigt uns, daß alle menschlichen Bestrebungen nach Einheit und Frieden - sei es zwischen Einzelnen, Gruppen oder Nationen - ohne Gott letztendlich zum Scheitern verurteilt sind. ... Die einzige Hoffnung der Menschheit liegt in der Wiederkunft des Friedensfürsten Jesus Christus (in Daniels Standbild als Stein symbolisiert; Anm.: das Standbild, das König Nebukadnezar vor 2600 Jahren gezeigt wurde und das Daniel erklärte, siehe 2. Kapitel Daniel), der alle menschlichen Reiche zertrümmern und an dessen Stelle ein weltumspannendes Reich - das Reich Gottes - errichten wird. Als Cristen solten wir die Zeit auskaufen, in der Nachfolge Christi leben und die Verkündigung des Evangeliums zur obersten Priorität machen - "denn jetzt ist es noch Tag, aber es kommt die Nacht, wo niemand wirken kann" (Joh 9:4). (Aus einem uns zugesandten Artikel einer Kirchenzeitung, Kopfzeile "Kirche regional", unter der Rubrik: Wie ich es sehe... Der EURO - Chance oder Risiko?, von Alois Mair, vermutlich Anfang 1999) 0I4030
"Fernsehen macht krank, blind und blöd". TV aktuell 0I4029
Yeti-Film Fälschung. TV aktuell 0I4028
Lernt Sprachen! Wir empfehlen: 1. eure Muttersprache perfekt; jeder muß sich auch schriftlich fehlerfrei ausdrücken können; 2. spanisch; 3. englisch; 4. eine weitere nach Wahl, zum Beispiel französisch, italienisch, russisch. Nur nicht Esperanto, die Kunstsprache der Einweltler! Tip: Beginne mit kleinen Gebeten in einer anderen Sprache: ETIKA Index Sprachen 0I4027
Weltfinanzordnung. Soros hat für Spekulationen nur noch wenig Interesse. Es geht nicht mehr um einzelne Gewinne, sondern ums Ganze. Der Ausweg aus der Krise des Weltkapitalismus: eine neue Weltfinanzordnung. Alles in einer Hand. Eine Weltfinanzordnung - Eingeweihte befürchten eine Weltfinanzdiktatur - könnte die Verluste angesichts eines drohenden Zusammenbruchs von Währungen und Wirtschaften - früher oder später unvermeidbar infolge Mißwirtschaft, Korruption und Herausziehen von Geldern aus den Volkswirtschaften durch gewissenlose Unternehmer und die internationalen Spekulanten - ausgleichen. Man muß hinter den Zeilen zu lesen verstehen, wenn man den Bericht des Corriere della Sera vom 3.2.1999 vor sich hat: La scossa Brasile sulle Borse - Cardoso chiama Fraga, braccio destro di Soros e amministratore delegato del Quantum Fond a New York, a capo della banca centrale. Giancarlo Radice zeichnet dazu ein Porträt von George Soros: Lo speculatore più potente di un premier. Ha ormai unŽinfluenza superiore a capi di Stato e banchieri centrali. In Davos è tornato a sostenere la sua tesi di un Fmi che deve diventare "la banca centrale del mondo". Perchè ora, la sua massima aspirazione è di contribuire al nuovo "ordine finanziario" del pianeta. Non a caso fa parte, insieme a gente come lŽex capo della Fed Paul Volcker, di quel think tank organizzato dal newyorkese Council of Foreign Relations che si chiama nientemeno che "Commissione per la futura architettura (!) finanziaria internazionale." Sembra quasi che le speculazioni finanziarie non lo interessino più. Lui stesso, dopo la doccia fredda russa, ha amesso di aver "perso il tocco magico". (Adesso forse vuole) escorcizzare la "crisi del capitalismo globale". (3.2.1999, p. 19) Oppositionelle brasilianische Politiker nannten den neuen Zentralbankpräsidenten und Soros-Berater Fraga ein "Genie des Bösen"; er habe mit Soros viele Staaten "destabilisiert" und von der Finanzkrise im größten südamerikanischen Land profitiert. Die linksgerichtete "Bewegung der Landlosen" kritisierte, man habe "einem Fuchs die Bewachung des Hühnerstalls anvertraut" (Wirtschaftszeitungen vom 29.2.1999 dpa). Vorgänger Francisco Lopes wurde am 26.4.1999 im Nationalkongreß in Brasilia festgenommen. 0I4026
Symbol der Dekadenz 1999. Ein Familienvater fand in einem Glas Aprikosenmarmelade ein Kondom. "Es sah aus, als ob es bereits gebraucht war", sagte D. G. (26.1.1999) Eine Art Schlußpunkt zu unseren Meldungen über die moralische Schrankenlosigkeit im 20. Jahrhundert. 0I4025
Fernsehen: Gewalt an Kindern.
TV aktuell 0I4024Die Post wird in den Ruin getrieben. Private Postdienste sprießen überall aus dem Boden. Sie sollen der staatlichen Post Konkurrenz machen. Kurzkommentar vorweg: Komplette Idiotie, große Geschäftemacherei und riesige Umweltverschmutzung. Wie anderswo, zum Beispiel Italien, wird auch die deutsche Bundespost zugrundegerichtet. 1. Erst wurde der einträchtige Paketbereich privatisiert. Folge: Vermehrung der Luftverschmutzung. Denn jetzt fährt statt der gelben Post-Fahrzeuge ein Vielfaches an Lastwagen von vielen Privatpostunternehmen kreuz und quer durch Europa, um die Pakete auszuliefern. 2. Dann wurden verrückte Preise festgesetzt. Man gebe nur einmal einen Auslandsbrief von 300 Gramm auf. Er kostet heute unverschämt viel mehr als früher. 3. Sodann wurde beschlossen, die Post mit luftverpestenden Lastwagen statt mit der gesunden Bahn zu befördern. Aber dazu eine eigene Glosse (wer sie lesen will, suche selbst unter unseren über 1300 Dateien). 4. Die Briefempfänger läßt man im ungewissen, wo ein Brief herkommt. Der unglaublich dumme Poststempel "Briefverteilungszentrum" sagt so gut wie gar nichts aus. Man denke nur an die Sammler in anderen Ländern. Wo sind der Postminister und seine Ministerialbeamten, die solchen Unfug angerichtet haben? Und was tun die Nachfolger? Sie belassen es beim alten. 5. Die weitere Entwicklung wird verschlafen. Warum zum Beispiel bieten die Postämter jenen Bürgern, die keinen Computer haben, nicht die Möglichkeit, E-Mails abzuschicken oder zu empfangen? Billige Internet-Stationen für jedermann, vor allem auch für Internet-Benutzer auf Reisen? 0I4023
"An ein weltweites Crash-Szenario glauben wir derzeit nicht", versicherten Aktienexperten nach dem halben Zusammenbruch der brasilianischen Wirtschaft und Währung. (Zeitungen vom 16.1.1999) Wenn 1999 kein Börsencrash angesichts der weltweiten Verschuldung, Korruption und Arbeitslosigkeit, wann dann? 0I4022
Um mit dem Fernsehen "abzurechnen", schoß eine Frau TV aktuell 0I4021
Eine Wohlstandswende macht der stets gut informierte Freizeit- und Zukunftsforscher Prof. Horst Opaschowski (57) aus. Als Garanten sozialer Geborgenheit sieht er immer noch Familie und Partnerschaft, Freundeskreis und Vereine. (Anm.: Arme Alleinstehende!) Ältere Arbeitnehmer sollten die Arbeit freiwillig Jüngeren überlassen. Die sogenannten "Nachberufler" ruft Opaschowski auf: "Sie sollten gesund altern, sich selbst versorgen und möglichst bis ins hohe Alter pflegefrei bleiben." (Pressemeldungen 30.12.1998 dpa) ETIKA bemüht sich, das Seine beizutragen mit Tips für die Gesunderhaltung von Leib und Seele. 0I4020
Deutsche Spielzeugfirmen lassen unter teilweise ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in China Puppen, Autos und Kuscheltiere herstellen. (Zeitungen vom 17.11.1998 dpa) 0I4018
In der populären ARD-Fernsehserie "Lindenstraße" TV Aktuell 0I4017
Die Kultur der 90er Jahre ist zu vergessen: Mode (fast nackt), Fernsehen und Filme (Hauptthemen Ehebruch und Verbrechen), Literaturnobelpreise (eine Farce, das Komitee in Stockholm macht sich selbst lächerlich), Theater (Ekelhaftes von Achternbusch bis Nitsch) etc. Die Musik besteht fast nur noch aus schnellen Rhythmen, die die Melodien zersetzen, das Gefühl töten und einen nicht zu tiefen Gedanken kommen lassen. Die Dekadenz erreicht ihren Tiefpunkt. Beispiel: Nackt tanzt das Ballett der Berliner Staatsoper bei der Premiere des Stücks "Christoph Columbus" am 24.10.1998 in der Inszenierung von Peter Greenway und Saskia Boddeke auf der Bühne. (Pressemeldung 24.10.1998) 0I4016
Wer die Sender hat, hat die Macht. Seit 75 Jahren Radio. "Hier Sendestelle Berlin, Voxhaus, Welle 400." Am 29. Oktober 1923 um acht Uhr abends begann die erste Radiosendung in Deutschland. Das einstündige Programm: elf Musikstücke, von Kreislers "Andantino" bis zu einem Menuett von Beethoven sowie die Nationalhymne, gespielt von der Kapelle des Infanterie-Regiments III/9 unter Obermusikmeister Adolf Becker. Am 1.12.1923 waren nur 467 Rndfunkteilnehmer registriert, davon 253 im Gebiet der Oberpostdirektion BerlinWer die Sender hat, der hat die Macht. Als die Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 an die Macht kamen, brauchten sie den Rundfunk nicht mehr zu verstaatlichen - das hatte ihnen die Regierung des Reichskanzlers Franz von Papen schon im Jahr zuvor abgenommen und als erstes eine "Stunde der Reichsregierung" eingeführt. Schon seine Regierungserklärung am 1. Februar 1933 gab Hitler in einem Rundfunkstudio und nicht vor dem Parlament ab.Um das Volk zu erreichen, wurde der billige Volksempfänger für 76 Reichsmark eingeführt, im Krieg aber das Abhören von "Feindsendern" unter strengste Strafe gestellt. Als die Westalliierten nach 1945 an den Wiederaufbau des Hörfunks gingen, ... entstanden Gremien, die mehr oder weniger eindeutig von Politikern beeinflußt wurden. Das Fernsehen startete übrigens 1952, die Privatsender 1984 mit einem Kabelpilotprojekt. Jeder Deutsche nutzt den Hörfunk im Schnitt 177 Minuten pro Tag, das Fernsehen 183 Minuten. (Südwestpresse 17.10.1998 Dieter Keller) Wer hat heute die Sender? 0I4015
Der Fluch des Fernsehens: Halbanalphabetismus. TV aktuell 0I4014
Das Fernsehen entwickelt sich umgekehrt proportional zum christlichen Heilsgeschehen. TV aktuell 0I4013
Fernsehgerät wegwerfen oder Strafe. TV aktuell 0I4011
Hollywood ist eine Schule der Gewalt. Diesen Vorwurf gegen das weltbeherrschende US-Filmimperium erhob US-Präsident Clinton nach Blutbädern, die Heranwachsende angerichtet haben. (Corriere della Sera 15.6.1998) 0I4010
Überstunden lebensgefährlich. Überstunden erhöhen das Risiko für einen Herzinfarkt. Wissenschaftler der Berliner Bundesanstalt für Arbeitsmediziner fanden heraus, daß schon fünf Überstunden pro Woche zu einer Verdoppelung des Infarktrisikos führen. Zum Infarktrisiko bei zuviel Arbeit kam ein noch neumal höheres Risiko bei zusätzlichen Belastungen wie der Pflege eines Angehörigen oder dem Bau eines Eigenheims. (16.5.1998 Südwestpresse) 0I4009
Idiotische Rechtschreibreform. Christian Meier, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache, bezeichnete die Reformer schlicht als "Deppen". (13.5.1998 Südwestpresse, dpa/AP) Kommentar 0I4008
In den Omnibussen und Bahnen von Amsterdam gibt es wieder Schaffner. Die Stadtverwaltung hat umgedacht, weil rund die Hälfte der Benutzer schwarz gefahren war. 600 Langzeitarbeitslose haben nun wieder Arbeit. Die meisten anderen Stadtverwalter hier und überall befleißigen sich dagegen noch immer, Schilda nachzueifern und in kurzsichtiger Weise Stellen am verkehrten Ort einzusparen. (13.5.1998 Südwestpresse) 0I4007
Katholische Unternehmer: Beschäftigte am Gewinn beteiligen. Der Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer, Werner Then, sagte: "Die Gewinnbeteiligung ist der Schlüssel zur Zukunft erfolgreicher Unternehmer." Er plädierte für einen Grundlohn, auf den Gruppenprämien, freiwillige betriebliche Leistungen, erfolgsabhängige Sonderzahlungen und ein "Gewinnlohn" aufgesattelt werden sollten. Viele Beschäftigte seien zu Arbeitszeitverkürzungen bei Einkommensverzicht bereit. Dadurch könnten bis zu zwei Millionen Menschen Arbeit finden, meinte Then. (30.4.1998) 0I4006
Das Fernsehen macht viele alte Menschen zu Stubenhockern, ist Zeitfüller und Zeitkiller. TV aktuell 0I4005
Fernsehen als Familienfeind und Umweltgift. TV aktuell 0I4004
Bibelstunde in der Mittagspause. Immer mehr amerikanische Unternehmen führen ihre Firmen nach christlichen Grundsätzen - Sinnsuche am Arbeitsplatz. Die Computertechnik wird heute von vielen als erdrückend empfunden. Rat aus der Bibel. Engagement in wohltätigen Organisationen. (Eggert Schröder, Los Angeles, in der "Welt" vom 17.4.1998) 0I4003
In 61 Prozent der US-Fernsehsendungen wird Gewalt gezeigt. TV aktuell 0I4002
Techno und Rap: Risiko der Verblödung. Bei Kindern, die ausschließlich Popmusik hören, kommt es "zu regelrechten Einbrüchen der Hirnaktivität". Der Tübinger Hirnforscher Niels Birbaumer sieht diesbezüglich die Gefahr, daß "Entspannung und Verblödung nahe beieinander liegen". Techno und Rap können "ein Desaster für die Hirnentwicklung" sein. ("Stern"-Musik-Magazin "Amadeo", zitiert von den Agenturen AP und APA, Pressemeldungen vom 20.3.1998) 0I4001
D = Dolomiten
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