ETIKA 0I6

TIERE - ANIMALI
NACHRICHTEN - NOTIZIE

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8.2.2001

Aktuelle Meldungen

Meldungen ab 1.1.2000

Der im November festgenommene Serienmörder, ein Familienvater (30), der nach eigenem Geständnis drei Frauen ermordet und verstümmelt hat, hat in elf Fällen im nordrheinwestfälischen Hatzfeld und Umgebung Kühe und Pferde mit dem Messer aufgeschlitzt. Dies teilte die Duisburger Polizei mit. (Stuttgarter Zeitung, 24.12.1999, S. 22)

Wann wird es endlich einmal wahrhaft christliche Weihnachten geben ohne grausames Blutvergießen? Danke der Klasse 4 B der Volksschule von St. Pauls für ihre öffentliche Bitte in ihrer Krippe gegenüber dem "Dom am Lande":

Bitte laßt die Schafe leben! Klasse 4 B
Lies dazu unsere Geschichte: Traurige Weihnacht von Jordi Mota.
Vergleiche dazu eine Kampagne der englischsprachigen Tierschutzorganisation PETA People for the Ethical Treatment of Animals: Jesus was a Vegetarian. Show respect for God´s creatures. http://www.jesus-online.com
Es gibt auch ein Buch, in dem das ganze Evangelium von einem britischen Vegetarier umgeschrieben ist: Das Evangelium des vollkommenen Lebens. Aber das ist unserer Meinung nach eine Fälschung. Wer es unbedingt will, kann von uns den Verlag erfahren.

Tierquälerei für Weihnachtsmenü. Die Schweizerische Gesellschaft für Tierschutz/Pro Tier hat ein buchstäblich heißes Eisen aufgegriffen. Hummer werden bei lebendigem Leib in kochendes Wasser geworfen (wir hörten selbst, daß Köche sofort den Deckel auf den Kochtopf legen sollen, da die Tiere im entsetzlichen Todesschmerz aus der glühenden Hölle nach oben schnellen); zuvor werden sie in Kühlhäusern ein halbes Jahr lang eng zusammengepfercht mit zusammengebundenen Scheren. Der Todeskampf der Hummer dauere Minuten, erklärten die Schweizer Tierfreunde. Auch Lachse, Aale und andere Tiere würden unter Qualen zwangsgefüttert, gefangen und getötet. Gänse und Enten würden in engen Drahtkäfigen gehalten und mit Hilfe von Pressluft gemästet; oft würden dabei Speiseröhre und Magen zerrissen. (20.11.1999) Wer gesehen hat, wie Forellen bei lebendigem Leib aufgeschlitzt werden und das Blut herausspritzt, der mag sowieso keine mehr. Vielen Genießern würde der weihnachtliche Festbissen im Halse stecken bleiben, wenn sie dies alles wüßten. Was bleibt uns anderes als ein neuerlicher Appell an alle Metzger: Bitte die Tiere vor dem Schlachten gründlich betäuben und die Tötung möglichst schmerzlos, in einem Augenblick vornehmen! Wir schließen den Appell an Juden und Moslems an: Hört auf mit dem betäubungslosen Schächten! Möge der Herrgott sich der Tiere annehmen, doch befürchten wir, daß ein furchtbares Geheimnis hinter dem Leid der Tiere steckt.

Apokalypse für Hunderttausende Haustiere. Im Zusammenhang mit den grausamen Quälereien an Pferden und anderen Haustieren, die sich anscheinend aufgrund der Medienberichte vervielfacht haben, gab "Animal Peace" in Bonn an, daß bei sodomistischen Ritualen in den deutschsprachigen Ländern jedes Jahr schätzungsweise 500 000 Tiere getötet würden. Silke Rutenberg, die Vorsitzende dieser Organisation, sagte: "In den Niederlanden gibt es spezielle Bordelle, wo Prostituierte ..." (Zeitungen vom 11.11.1999) Dies ist so entsetzlich, daß sich uns die Feder sträubt und wir weiteres nicht zu schreiben wagen). Dank der dpa für die ausführliche Berichterstattung unter dem Titel "Perverse im Blutrausch!" Wir werden im Himmel für die betreffenden Redakteure Fürsprache einlegen! Und gleichzeitig die Bitte an den guten Gott, diesem höllischen Treiben so rasch wie möglich ein Ende zu bereiten!!! Herr, sei barmherzig mit den Schwachen, aber gerecht mit den Unbarmherzigen! Alles Böse, was sie tun, soll auf sie zurückfallen, weil sie keine Barmherzigkeit gekannt haben. So hast Du es in der Heiligen Schrift angeordnet.

Mit einer Elektrozange betäubt der katholische Bauer Rudolf Königshausen in Bottrop Rinder und tötet sie nach moslemischen Ritus für Türken. Nach 2 bis 3 Minuten seien sie ausgeblutet, sagt der Landwirt. (11.11.1999) Uns würde interessieren, ob Moslems inzwischen das Betäuben akzeptieren. Wer gibt Auskunft? Jedenfalls verurteilen wir das grausame Schächten der Moslems und Juden weiterhin - bis man uns nachweist, daß es nicht tierquälerisch ist. Und solange warnen wir weiterhin alle Bauern, lebende Tiere an Moslems zu verkaufen.

Die Pfarrerin Christa Blanke bekam den hessischen Tierschutzpreis. Sie kämpft mutig gegen grausame Tiertransporte. "Animals Angels". (9.11.1999)

Die Gentechnik erzwingt mehr Tierversuche. Laut Bundesverband der Tierversuchsgegner (Aachen) sind 1998 wieder mehr als 1,5 Millionen Tierversuche durchgeführt worden. (9.11.1999)

266 000 Rinder exportierte die EU 1998 in Drittländer, wo oft der grausame Schächttod auf sie wartete. Dafür zahlte die EU 200 Millionen Lire an Subventionen. Gegen die Transporte, bei denen die Tiere "auf brutalste Weise gschwunden werden", demonstrierten am Welttierschutztag 1999 der Bund der Steuerzahler und der Bundesverband der Tierversuchsgegner.

Einen Zugang für Hunde in die Basilika des Franziskus in Assisi forderte Walter Carporale von der italienischen Tierschutzorganisation PETA anläßlich des Welttierschutztages 1999. Wir sind genauso strikt dagegen wie seinerzeit Franziskus. Er verbot seinen Brüdern, Tiere zu halten. Überzogene Forderungen schaden am meisten den Tieren.

Den Teufel mit Beelzebub ausgetrieben. Silke Ruthenberg, Vorsitzende von "Animal Peace", demonstrierte "oben ohne" in München vor einem Geschäft gegen Pelze.

Kühe haben einen hohen Intelligenzquotienten und sind starke Charaktere, fand der Forscher Michael Brackmann aus Schwagstorf bei Osnabrück heraus. (Zeitungen vom 7.8.1999 dpa)

Das Bundesverfassungsgericht hat Legebatterien, in denen Hennen qualvoll auf einem Dreiviertel-DIN-A4-Blatt ihr Dasein fristen müssen, verboten, allerdings nur neue Anlagen. (Az 2 BvF 3/90, 6.7.1999) 40 Millionen Hennen werden in deutschen Käfigbatterien gehalten. Solche Altanlagen dürfen bestehen bleiben, bis ab 2003 in der EU die Mindestfläche pro Henne von 450 auf 550 Quadratzentimeter vergrößert werden muß. Das alles ist eine Schande. Wozu gibt es eigentlich so viele staatlich geförderte Verbraucherverbände, wenn diese nichts gegen solche Verbrechen unternehmen?

Der Amtstierarzt darf Tierhaltern Tiere sofort wegnehmen, die bewußt vernachlässigt werden. Urteil des Oberverwaltungsgerichts Frankfurt/Oder, Aktenzeichen 4 E 24/98. (Zeitschrift Hunde-Welt, Viersen, Juli 1999.)

Ein Professor der Primatenstation der Gesamthochschule Kassel (GhK) tötete eigenmächtig 39 Tiere und versteckte weitere 40 im Keller seines Privathauses als "Vorratshaltung von Affen für Forschungszwecke" (Stefan Austermühle vom Bund gegen Mißbrauch der Tiere). Mehr als 1000 Tiere sind bis 1994 an der Primatenstation verendet. Der Professor war sein eigener Tierschutzbeauftragter. Er wurde fristlos entlassen. (NWZ, 12..6.1999, Dirk Hülser und Andreas Bulling)

Geprellte Tierfreunde. Auf großem Fuß lebte der Vorsitzende des Deutschen Hilfswerks, Wolfgang Ulrich, dank der reichlich fließenden Spenden. (Anmerkung: Wir selbst aben viele Jahre lang aktiven Tierschutz betrieben und fast nichts bekommen, deshalb begreifen wir nicht, wie andere Millionen scheffeln.) Die Münchner Staatsanwaltschaft beschuldigte Ulrich, in großem Stil Spenden und Mitgliedsbeiträge abgezweigt zu haben. Ein Gericht in Bangkok verurteilte den in Pattaya (ausgerechnet im berüchtigten Pattaya) Lebenden, wegen illegaler Einfuhr seiner Luxusjacht 2,1 Millionen Dollar Strafe zu zahlen. Die thailändische Presse bezichtigte ihn, Millionen zur Bestechung von Beamten ausgegeben zu haben, um freigelassen zu werden. (Zeitungen vom 12.5.1999 dpa)

Eine Million Wildtiere wird jedes Jahr Opfer ausgesetzter Haustiere. Jägerpräsident Constantin Freiherr von Heereman erinnerte die Jäger an ihre Pflicht, zum Schutz der Natur wildernde Haustiere zu töten. (Zeitungen 3.4.1999 dpa) Wir Tierfreunde stehen voll hinter diesem Aufruf, denn Rehe, Hasen, Vögel und so weiter müssen geschützt werden.

Mit Tiertransporten gelangen Viren und Bakterien in die ganze Welt. Immer mehr Menschen infizieren sich. (27.2.1999)
Vor tollwütigen Tieren im Ausland warnte das Berliner Robert-Koch-Institut. In Indien gehen jedes Jahr 30 000 Menschen an Tollwut elend zugrunde. Besonders gefährlich: streunende Hunde. (27.2.1999)

Wenn Kühe einen Bauern oder Knecht fürchten, geben sie bis zu neun Prozent weniger Milch. Das förderte eine Untersuchung des kanadischen Landwirtschaftsministeriums zutage. (Zeitungen 5.2.1999 APA, AFP)

Tierfreunde danken Michl Ebner. Der Südtiroler Europaparlamentarier will die schändliche Praxis der Käfighaltung von Legehennen zu Fall bringen. Die allermeisten der 270 Millionen Hühner in Europa fristen ihr Dasein unter unvorstellbar grausamen Bedingungen. Viele haben nur 450 Quadratzentimeter Platz, weniger als auf einem Blatt Schreibmaschinenpapier (DIN A 4). Sie können sich nicht rühren - leben wie in einem Sarg. Die neue Regelung, die der SVP-Politiker im Plenum des Europaparlaments in Brüssel durchgesetzt hat und die (leider erst) ab dem Jahr 2009 zur Anwendung kommen soll (wehe, die EU-Kommission verwirft den Beschluß!), nützt auch den Verbrauchern. Denn bei artgerechter Haltung sind Eier von besserer Qualität zu erwarten. So sehr die Tierfreunde dem Jäger Michl Ebner danken, so hoffen sie doch auch, daß die von der EU finanzierten tierquälerischen Massentransporte von Vieh kreuz und quer durch Europa ebenfalls baldigst aufhören. (29.1.1999) 0I6022

Der Operettenkomponist Roman Pola ("Die schöne Boznerin") kommentierte in einem Leserbrief: "Am Sonntag, 17. Jänner, Fest des Viehpatrons Antonius, füllte sich eine Kirche in Rom mit Tieren. Von Hunde, Katzen, sogar Mäusen, Meerschweinchen, Hennen, Tauben und allerlei Vögeln bis zu Kaninchen, Schafen, Schweinen, Kühen und Pferden. Sie wurden alle gesegnet. Ich glaube, unser Hergott hat eine große Freude gehabt, endlich einmal keine Sünder, Verbrecher und Abtrünnige um sich zu sehen. (Dolomiten 21.1.1999) Da hat Pola wohl recht. 0I6021

Viele Heimtiere werden überfüttert und gehen wegen Verfettung ihrer Organe qualvoll zugrunde. Die meisten haben zu wenig Auslauf, können sich in kleinen Käfigen oder Bewohnungen kaum bewegen. Meeerschweinchen, Mäusen und andere geselligen Tierenist es oft zu einsam und langweilig. Vögel brauchen eckige Käfige; in den runden haben sie keine schützende Ecke. (Zeitungsmeldungen vom 20.1.1999 dpa) 0I6020

Mehr als eine Million Vögel werden jedes Jahr von deutschen Jägern erschossen, gab das Komitee gegen den Vogelmord bekannt. (15.1.1999) 0I6019

Bernhardiner für den Kochtopf. Der Präsident des Schweizer St.-Bernhard-Clubs, Roland Hans, warnt: In Europa sind asiatische Aufkäufer unterwegs, die die treuen Familienhunde aufkaufen. In China und Korea werden sie dann gezüchtet, um geschlachtet zu werden. In chinesischen Fernsehsendungen wird der Bernhardiner als Mast- und Schlachthund gepriesen. Amerikanische Tierschützer verbreiteten Bilder von unsäglichen Hundequalen und -schlachtungen. (Zeitungen 16.1.1999 dpa) Auch aus Vietnam kommen gelegentlich derartig unappetitliche Meldungen. Zum Beispiel herrschte dort eine große Mäuseplage, weil die Vietnamesen zu viele Katzen verspeist hatten. 0I6018

Bauern, verkauft Moslems keine Lämmer, Hammel oder andere lebenden Tiere!
Diese werden oft auf grausamste Art getötet, nämlich betäubungslos geschächtet. Während die EU die kleinen Schlachthöfe schließen ließ, wo die Tiere ordnungsgemäß mit Bolzenschuß oder elektrisch betäubt werden konnten, kümmert sich kein Mensch darum, wenn Moslems Hammel, Lämmer usw. betäubungslos schächten, sogar in Wohnungen über unseren Köpfen. Im März sind wieder 1,1 Milliarden Moslems in aller Welt aufgerufen, beim Opferfest Id el Adha, mit dem die Pilgersaison (Hadsch) endet, Hammel zu opfern. Dieses Opferfest ist am 22.12.1997 von der UN-Vollversammlung sogar zum UNO-Feiertag erklärt worden, ebenso wie das Fest Id el Fitr (türkisch Bayram) zum Ende des Fastenmonats Ramadan (18.1.1999). Christliches Abendland, wohin gehst du? Die eigenen Tierschutzgesetze, Frucht einer jahrhundertealten Zivilisation, wirfst du über Bord. Wenn Tierschützer wie Brigitte Bardot voll Entsetzen aufbegehren, werden sie wegen Rassismus gerichtlich verurteilt! Doch wir sagen, es gibt noch eine höhere Macht, die alles Böse, was den Tieren, unseren kleinen Mitgeschöpfen angetan wird, registriert und eines Tages vergelten wird. Jede Grausamkeit, die die Menschen begehen, fällt auf sie selbst zurück, und sie müssen sie dereinst wohl selbst erleiden. Denn Gott wird, wie er sagt, jedem vergelten nach seinen Werken. Wer kein Mitleid hat mit Tieren, kann kein guter Mensch, geschweige denn ein Christ sein. Mit Gandhi und Franziskus appellieren wir an alle Menschen, die ein barmherziges Herz haben, ob Moslems, Juden, Hindus, Christen oder einer anderen Religion zugehörig: Laßt ab von der Grausamkeit gegenüber Tieren, duldet das grausame Schächten nicht, bekämpft alle blutigen Tieropfer und Tierversuche! Das Schächten ist ebenso eine Schande für die Menschheit wie die Millionen Tierversuche, die heute durchgeführt werden. Millionen sinnlos leidender Wesen! Wer macht dem ein Ende? 0I6017

Gefahr (für) Klontiere.
Auf die vielen Nachteile der teuren Klontechnik machte der Ethiker Dirk Lanzerath, Geschäftsführer des Deutschen Referenzzentrums für Ethik in den Biowissenschaften an der Universität Bonn aufmerksam. Er zählte auf:
1. Konzerne machen Landwirte abhängig.
2. Herden aus demselben Erbgut könnten - so seine Befürchtung - weniger widerstandsfähig sein gegen Krankheiten.
3. Large Calf Syndrom, d. h. viele Kälber werden unnatürlich groß geboren (Anm.: was wohl mehr Schmerzen für Mutter und Kind bei der Geburt bedeutet).
4. Viele Fehlversuche und Fehlgeburten.
5. Unklarheiten über die Entwicklung (Anm.: Monsterwesen?).
6. Bei Klonmäusen ungewöhnliches Sexualverhalten (zwei Fragen: 1. inwiefern, 2. wie wird das dann erst bei geklonten Menschen sein?).
7. Möglicherweise tritt Krebs bei Klontieren gehäuft auf. (Zeitungen vom 9.1.1999 dpa) 0I6016

Katzen sterilisieren!

Millionen unerwünschter Katzen werden jedes Jahr geboren. Ende April bis September, der Hauptzeit der Katzengeburten, müssen viele herrenlose Katzen sogar eingeschläfert werden. Weniger "glückliche" Tiere streunen umher. Ein Teil von ihnen wird überfahren, erschossen, mißhandelt. Viele landen als Versuchstiere in Labors. Die Überlebenden werden sehr schnell geschlechtsreif und gebären bis zu fünf oder sechs Kätzchen. So beginnt der Teufelskreis! Jeder Katzenbesitzer, der sein Tier nicht sterilisieren läßt, macht sich mitschuldig. Denke daran: Der Nachwuchs einer Katze kann nach zehn Jahren über 80 Millionen Tiere betragen!!! Nach 1 Jahr 12, nach 2 Jahren 66, nach 3 Jahren 382, nach 4 Jahren 2201, nach 5 Jahren 12 680, nach 6 Jahren 73 041, nach 7 Jahren 420 715, nach 8 Jahren 2 423 316, nach 9 Jahren 13 958 290, nach 10 Jahren über 80 Millionen. (Nachdruck eines seit Jahrzehnten unter Tierschützern kreisenden Flugblattes durch den Tierrettungsdienst Freiburg, Lindenstr. 29, D-79238 Ehrenkirchen-Scherzingen) 0I6015
Kampfhunde müssen sterilisiert werden, beschloß die französische Nationalversammlung. In Frankreich gibt es 40 000 Pitbull-Terrier. (24.12.1998) Bravo. Aber besser noch wäre ihre Erschießung bzw. Masseneinschläferungen. - In Polen hat das Innenministerium elf Rassen, von Pitbulls über Rottweiler bis zu Bulldoggen, auf eine Liste aggressiver Hunde gesetzt. Die Halter brauchen die Erlaubnis der Gemeinde. Wegen des Widerstands von Tieräzten und Züchtern wurden nur elf statt 33 Rassen aufgenommen. (Zeitungen vom 5.1.1999 APA, AFP) 0I6014
Flucht auf die Berge. In Australien sind seltene Arten von Beuteltieren infolge der zunehmenden Erderwärmung auf die kühleren Berggipfel geflüchtet. (Pressemeldungen 22.12.1998 AFP, APA) 0I6013

In memoriam Ewald Albert Scheer.

Ich möchte alle armen Tiere um mich haben,
die hilflos leiden, sie in ihrer Pein
aufs liebevollste hegen, pflegen, laben
und immer ihr Beschützer sein.

Und wenn sich dann am Ende meines Lebens
zum Urteil die Vergangenheit erhebt -
bezeugt sie mir, ich habe nicht vergebens
auf dieser leiderfüllten Welt gelebt.

Seine Tierschutzarbeit begann der gelernte Übersetzer in der elterlichen Wohnung. Diese begann mit der Aufnahme herrenloser Hunde und Katzen und, vor allem in den Nachkriegsjahren, mit der Kastration von Trümmerkatzen. Selbstverfaßte Presseartikel. Bei Straßensammlungen mühsam erbettelte Spendengelder. Als der Druck in der Privatwohnung aufgrund der hohen Tierzahl untragbar wurde, kam eine Tierfreundin zu Hilfe, die eine ausgediente Hühnerfarm und etwas Land zur Verfügung stellte. Das "Landtierheim Hugstetten" war geboren. Jahre unvorstellbar harter Tierschutzarbeit folgten. Gehege bauen aus Abfallmaterial, Reinigung ohne fließendes Wasser, Kochen ohne Strom. Eine Tierschutzjugendgruppe half bei der nötigsten Arbeit. Eine in Japan lebende Rechtsanwaltswitwe erfuhr durch Presseartikel von seiner aufopfernden und segensreichen Tierschutzarbeit und setzte einen beachtlichen Teil ihres Vermögens für ein neues Tierheim des Freiburger Tiershcützers ein. Der Grundstein für das Scherzinger Tierschutz-Zentrum war somit gelegt. Ein eiserner Wille, eine Arbeit ohne Ende und ein noch enormer Schuldenberg waren die Anfänge in Scherzingen. Es war sein einziges Ziel, ein Tierheim zu bauen mit Tierklinik, angegliedert einem Geflügel- sowie Gnadenhof für Großtiere. Einzigartig und großartig hat er dieses Vorhaben geschafft; jedoch ist das Tierschutz-Zentrum bis heute nicht finanziell abgesichert. 40 Jahre Tierschutzarbeit haben seine Gesundheit ruiniert. Auf sich selbst hat er nie geachtet. Arztbesuch war für ihn ein Fremdwort. Arbeiten und Helfen waren seine Lebensgrundsätze. Im Februar 1998 machte seine Gesundheit nicht mehr mit. Er erlag im September 1998 mit 68 Jahren einem Krebsleiden. Nachruf des Tierrettungsdienstes Freiburg: Sein Lebensinhalt war der Kampf gegen Unrecht und Grausamkeit an Tieren, der Kampf gegen Tierversuche, gegen Massentierhaltung und das Schächten. (Aus der Tierschutz-Zeitung Weihnachten 1998, Herausgeber Hilfswerk Tier und Natur, Scherzingen, D-79238 Ehrenkirchen, Telefax 07664 / 61 666, Telefon 07664 / 7096. Spendenkonto Postbank Karlsruhe Nr. 1711-757, Bankleitzahl 660 100 75). Die Interessengemeinschaft Tierschutz der Ethischen Bewegung schließt sich der Trauer seiner Freunde an. Wir haben gerne mit ihm zusammengearbeitet. Unter anderem hat er unsere deutsch-italienische "Rote Karte gegen Pelze" auf eigene Kosten nachgedruckt und verbreitet. Stammt obiges Gedicht von ihm? 0I6012

Ein Rudel Straßenhunde hat in Bukarest die Vergewaltigung eines 15jährigen Mädchens verhindert. (Zeitungen vom 11.12.1998) 0I6011

Gegen die "Herodesprämie" hat sich der Tiroler Landeshauptmann Wendelin Weingartner ausgesprochen. Diese wird von der EU für die Vernichtung von Kälbern gezahlt. Es sei ein Wahnsinn, daß Kälber quer durch Europa transportiert würden. Der Obmann des Tiroler Bauernbundes und Landtagsvizepräsident Toni Steixner sagte, die Prämie sei "schlichtweg ein Skandal", der so rasch wie möglich abgeschafft werden müsse. (Zeitungen vom 25.11.1998 APA) 0I6010

300 Pilotwale haben sich, vermutlich weil sie es im schmutzigen Meereswasser nicht mehr aushielten, auf der Stewart-Insel im Süden von Neuseeland auf den Strand geworfen und sind verendet. Sie wurden von ihrem eigenen Gewicht erdrückt und trockneten aus. (Pressemeldungen 30.10.1998 APA, dpa) 0I6009

Zwangstherapie für Tierquäler. In Kalifornien werden verurteilte Tierquäler automatisch in psychiatrische Behandlung geschickt. Gouverneur Pete Wilson sagte: "Mit der Therapie können wir vielleicht eine Eskalation der Gewalttaten stoppen und zukünftige Tragödien verhindern." Hintergrund des Gesetzes ist die Erkenntnis von Kriminologen, daß Serienkiller wie die Massenmörder Jeffrey Dahmer und Ted Bundy ihre Wut meistens zunächst an Tieren auslassen. (Pressemeldungen 17.9.1998 dpa) 0I6008

Streunende Hunde im Blutrausch. Diesmal ist nicht die berüchtigte Gegend um Labers und Freiberg der Tatort. Zwei Hirsche und ein Schaf fielen streunenden Hunden zum Opfer. Viele Hundebesitzer wollen nicht wahrhaben, daß aus ihrem gutmütigen Hasso ein reißender Wolf wird, sobald er frei laufengelassen wird und im Wald die Witterung eines Wildtieres aufnimmt. Zwei Schäferhunde rissen einem Hirsch bei lebendigem Leib die Eingeweide heraus. Jagdaufseher Othmar Geiser blieb nichts mehr anderes übrig, als das Tier, wie drei Tage zuvor ebenfalls zwischen Naraun und Völlan einen zweijährigen Hirsch, mit einem Fangschuß von seinen Leiden zu erlösen. (Dolomiten ki 9.7.1998) Am 17.7.1998 meldet die gleiche Zeitung (sta): Es ist wieder passiert. Und wieder muß Jagdaufseher Peter Telser zur Kenntnis nehmen, daß er gegen streunende Hunde im Blutrausch machtlos ist. Das Gesetz verbietet Jagdaufsehern den Abschuß auch scheinbar wahllos reißender Vierbeiner. Das gerissene Tier: ein einjähriger, gesunder Rehbock, der von den streunenden Hunden schlimm zugerichtet wurde. "Das Tier starb unter großen Qualen", erzählt Telser. Für ihn und seine Kollegen stellt sich nun die Frage, was passieren muß, damit sich das Landesjagdgesetz ändert. Derzeit dürfen nur Förster mit Jagdwaffenpaß Hunde in Ausnahmefällen erlegen; diese Kombination gibt es in Südtirol aber nicht oft.

Frage der Tierschutz-Aktionsgruppe ETIKA an den Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder, der sich selbst einen Jäger nennt (unseres Wissens heißt Jäger auch Heger und Pfleger): Wie autonom ist Südtirol, wenn Jagdaufseher nicht einmal wildernde Hunde abschießen dürfen? Oder ist Durnwalder selbst für dieses barbarische Gesetz verantwortlich? All jene, die bewußt diese Tierquälerei ins Gesetz eingebracht haben, sollte man sofort aus ihren Verbänden, ob Jägerschaft oder Tierschutzverein, ausschließen. Übrigens: Das Ganze ist symptomatisch für die heutige Kriminalitätspolitik: Freie Jagd auf die Opfer; den Tätern darf nichts geschehen. Sollten aber tatsächlich Tierschutzvereine diese Regelung durchgesetzt haben, so sollten sie sie schleunigst zurücknehmen. Ansonsten haben sie kein Recht mehr darauf, sich Tierschutzverein zu nennen, sondern sollten sich in Verein der Liebhaber streunender Hunde, Verein zur barbarischen Ausrottung freilebender Tiere, Verein zur grausamen Jagd auf Waldtiere oder ähnliches umbenennen. Wirkliche Tierfreunde vergötzen nicht ihre Haustiere, sondern schützen auch die Wildtiere. Der Gradmesser für die Tierliebe bleibt die Einstellung zur Grausamkeit. Solche Tierschützer, die ihre Hunde auf Wildtiere loslassen, sind nicht Tierfreunde, sondern Tierquäler, die für ihre Brutalität bestraft werden müssen. Die Tierschutz-Aktionsgruppe ETIKA erinnert an Punkt 9 ihres Überlebensprogramms 2000: "Tiere wie die sogenannten Kampfhunde, die nur zur Aggression gezüchtet werden, haben keine Daseinsberechtigung. Solche blutrünstigen Bestien sind gefährlich für die Allgemeinheit und deshalb zu erschießen. Dies gilt auch für wildernde Hunde und dergleichen, die die Ordnung der Natur bedrohen." Schon am 19.2.1996 hatte die Aktionsgruppe ETIKA an die Südtiroler Landesregierung, den Dachverband für Umweltschutz und den Jagdverband geschrieben: "Wildernde Hunde ... bringen das ökologische Gleichgewicht durcheinander. Auch haben Wildtiere oft keine Chance gegen die Hunde, die ihnen an Schnelligkeit meist überlegen sind. Die Aktionsgruppe ETIKA hält es deshalb für richtig, wenn Jäger wildernde Hunde abschießen..." 0I6007

Massentierhaltung erhöht Infektionsgefahr für Menschen. Die medizinischen Spitzenverbände Deutschlands, Österreichs, der Schweiz, Luxemburgs und Liechtensteins warnten vor wachsenden Gesundheitsgefahren infolge der industriellen Massentierhaltung von Hühnern und Hochleistungskühen. Meist riefen die Bakterien Durchfall hervor. Tierprodukte seien zu über 90 Prozent mit dem Bakterium Campylobacter belastet. Jedes vierte huhn weise Salmonellen auf. Bei Rindern mehre sich aufgrund der fäkalen Verunreinigung von Schlachtvieh die Belastung mit Escherichia coli. Turbo-Hühner mit einer Leistung von 300 Eiern pro Jahr seien nicht mehr zur natürlichen Fortpflanzung fähig. Die Ärzteverbände forderten den Wiederaufbau regionaler Schlachtbetriebe, um lange Wege bei Tiertransporten zu verhindern. (Pressemeldungen 7.7.1998 APA/dpa Köln) Die EU hat auf diktatorische Weise die Schließung der kleinen Schlachthöfe durchgesetzt. Nun ist zu befürchten, daß im Zuge der Globalisierung bald Tiertransporte quer um den Erdball stattfinden werden. Wahrscheinlich wird die EU diesen Wahnsinn wieder mit unseren Steuergeldern finanzieren. 0I6006

El Mufti de Egipto, Nasr Farid Wassel, ha prohibido corridas de toros, porque "el Islam es una religión compasiva y prohibe la tortura de animales". (Heraldo de Aragón 17-11-1997) Wünschenswert wäre, wenn einige Moslems und Juden, die Mitleid mit Tieren haben, sich mit uns verbünden würden, um endlich das unbarmherzige Schächten abzuschaffen. 0I6005

Die Schächtung von Tieren bei vollem Bewußtsein wird vom obersten Gerichtshof in Österreich erlaubt, denn die islamische Religion wird von ihr als ein höherer Wert betrachtet. Dies berichtet "Die Stimme der Ungeborenen"(Nr. 37, Februar 1998). Pfarrer Johann Grüner kommentiert: "Die christliche Religion ist bei Gotteslästerungen für freimaurerische Richter nur ein Unwert. Bei der ORF-Beschwerdekommission selbst erlebt." (Empfehlenswertes Mitteilungsblatt, Adresse: Pfarrer Johann Grüner, A-2673 Breitenstein 261) 0I6004

Der Europäischen Union gibt der Salzburger Tierarzt und Tiertransportinspektor Ernst-Theodor von Gimborn Mitschuld an zu langen Fahrten, da sie mit ihrer "Lebendtierexportsubvention" das Geschäft mit Tiertransporten geradezu fördere. (18.4.1998) 0I6003

Vivisektion im Weltall. Am Samstag, 18.4.1998 köpften Astronauten der US-Raumfähre Columbia vier Ratten mit einer Guillotine und sezierten sie. Am Sonntag, 19.4.1998, betäubten sie neun trächtige Mäuse, angeblich mit einer Überdosis, entfernten ihnen die Föten und sezierten sie bei lebendigem Leib. DieRatten und Mäuse waren die ersten von über 2000 Kleintieren an Bord (Pressemeldungen vom 21.4.1998), die als Märtyrer der Tierwelt für die grausame angebliche Wissenschaft der Menschen starben, oder besser für die sadistischen Gelüste einiger Vivisektoren, die beim Jüngsten Gericht hoffentlich nach dem Gesetz "Auge um Auge, Zahn um Zahn" abgeurteilt werden. Siehe Index deutsch - Index 9 - Nachruhm von Manfred Kyber. 0I6002

Computer ersetzt grausame Tierversuche. Warum wenden wir nur die wirklich wichtigen Errungenschaften der Technik so selten an? Geköpfte Frösche und aufgeschlitzte Ratten an Universitäten müßten nicht sein. Der Stuttgarter Thieme-Verlag bietet für die Ausbildung von Medizinern die Computerprogramme SimHeart, SimNerv, SimMuscle, SimVessel und SimPatch an, die Grundlagenversuche an Tieren simulieren. Bei SimNerv wird etwa der Ischiasnerv eines Frosches an Stromquellen angeschlossen. Bei SimHeart kann die Wirkung verschiedener Stoffe an einem Rattenherz ausprobiert werden. (Pressemeldungen 14.3.1998, dpa) 0I6001

 

 

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