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KOMMENTAR / COMMENTO |
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Sie fürchten nicht Haider |
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(etika.com) Nicole Fontaine, die französische Präsidentin des Europäischen Parlaments, verteidigt die Strafmaßnahmen der 14 EU-Staaten gegen Österreich: "Sie sind Träger einer Ideologie, die den humanistischen Werten entgegengesetzt ist, auf denen die Demokratie basiert." ("La Repubblica", Rom, 2.2.2000)
Italienisch: Nicole Fontaine, popolare francese, presidente del Parlamento Europeo, difende la scelta dei 14: "Sono portatori di unŽideologia agli antipodi dei valori umanistici sui quali si basa la democrazia". (La Repubblica, Roma, 2.2.2000 p. 4)Diese Aussage bringt uns dem Kern des Konflikts EU-Österreich näher. Es geht weniger um das, wovon alle sprechen und worüber sie sich vielfach zu Recht aufregen, als um etwas anderes, was wir nur andeuten können.
Haider selbst zählt ja unserer Einschätzung nach (obwohl seine Worte anders klingen) eher zu den Vertretern des Humanismus und Liberalismus, nur eben die meisten seiner Anhänger nicht. Und da spielen noch ganz andere Werte und Ideen herein, etwa das Christentum, die so oft beschworene Selbstbestimmung der Völker, die Unbotmäßigkeit kleiner Staaten und Regionen, die möglichst viel von ihrer Freiheit behalten wollen.
Denn die wahren Antipoden sind Liberalismus (inklusive Sozialismus, beide streben die "Befreiung" des Menschen an) und Christentum (Unterordnung des Menschen unter Gott, Einordnung in seine Weltordnung). Wir werden noch darauf zurückkommen.
Geht es bei dieser ganzen traurigen Episode wirklich ausschließlich um ideelle Werte? Der Philosophieprofessor Dr. Günther Rohrmosser hat einmal festgestellt:
"Politik ist heute zum bloßen Geschäft mit der Macht geworden, und Macht nur mehr ein Mittel zum Geschäft."Sogar der Philosoph Theodor Adorno von der "Frankfurter Schule", die den 68er Aufstand mit initiiert hat, hat einmal von oben ein Fünkchen Erkenntnis geschenkt bekommen, als er sagte, Politik ohne Theologie sei ein bloßes Geschäft.
Rohrmoser weiter in "lebe", dem Informationsblatt der Bewegung für das Leben, Südtirol (Nr. 35): "Es gibt keine Politik ohne geistige und spirituelle Dimension... Die Heiligen sind der Regel außerordentlich sachliche und nüchterne Menschen. Sie sind darum für die Politik unerläßlich."
In diesem Zusammenhang eine Erinnerung von Prof. Max Thürkauf:
"Eine Demokratie ist nur dann lebensfähig, wenn Gott ihr Fundament ist."
Und ist Gott das Fundament der EU? Wir hegen derzeit jedenfalls gewisse Zweifel, wenn das erlaubt ist. Dazu Überlegungen von Michael Paregger in "lebe", Nr. 35, Oktober 1998:
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Nur eine radikale Rückbesinnung eines jeden auf die christlichen Grundwerte und die Umsetzung derselben im täglichen Leben, durch Gebet und Befolgung der Gebote, kann ein Umfeld schaffen, aus dem wieder mutige, ehrliche und selbständige Politiker hervorgehen, die auch imstande sind, eine lebensbejahende, lebensachtende Umwelt aufzubauen. |
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Von einem unchristlichen, ja glaubenslosen, in Ehebruch und anderen Sünden verharrenden Politiker haben wir ganz bestimmt nichts zu erwarten. |
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Die Erneuerung der Gesellschaft muß von einem gottgläubigen betenden Volke ausgehen. Anders ist es in der Geschichte nie gewesen. |
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"Vielleicht ist das Versagen der Beter der Anfang des großen Unheils gewesen", vermutet der Schriftsteller Reinhold Schneider und trifft den Nagel auf den Kopf, denn "ein Staat ohne Gott ist im besten Fall eine gut organisierte Räuberbande" (Zitat des hl. Augustinus) und die beste Demokratie wurd ohne Gott ganz schnell zur Demochaotie. |
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"Die Völker müssen wieder von Menschen geführt werden, die sich von Gott führen lassen." (Zitat von Frank Buchmann), erst dann werden Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit, auch für die Ungeborenen und Pflegebedürftigen, wieder Wirklichkeit bei uns werden. |
Soweit Michael Paregger.
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