ETIKA

Pressestimmen -
press quotations - comentarios de la prensa -
la voce della stampa

http://www.etika.com
26.2.2000

0Q21 Brüsseler Entscheidung provoziert das Verbreiten von Krankheitserregern
0Q20 Mit Genmais haben die amerikanischen Farmer kein Glück
0Q19 Unfug der EU-Agrarpolitik
0Q16 Wie der Dritte Weltkrieg abliefe - Der unbewohnbare Stern Erde
0Q15 Amerikas Atomkrieg = Selbstvernichtung Deutschlands - Prophetische Worte
0Q1 andere Pressestimmen

0Q21

EU: Brüsseler Entscheidung provoziert das Verbreiten von Krankheitserregern

Südwestpresse, Ulm, 17.8.1999, S. 3, Martin Hofmann

EUROPÄISCHE UNION / Agrarminister treffen skandalösen Beschluß zur Tierfett-Produktion
Aufschub für Seuchenschleudern
Experte: Brüsseler Entscheidung provoziert das Verbreiten von Krankheitserregern

In öffentlichen Reden rangiert der Gesundheitsschutz an erster Stelle. Hinter verschlossenen Türen sieht das anders aus. Die EU-Agrarminister gestatten der Fettindustrie, Anlagen zu betreiben, die zahllosen Krankheitserregern ein Überleben sichern. Ein absolut unverantwortlicher Beschluß.

Die EU-Agrarminister schlagen nicht nur die Bedenken ihres deutschen und italienischen Kollegen in den Wind... In einer für alle 15 Mitgliedsstaaten verbindlichen Entscheidung - sie trat am 20. Juli in Kraft - legt der Agrarrat fest, wie "Abfälle von Säugetieren" künftig zu verarbeiten sind. ... Tierkadaver und Schlachtabfälle (müssen) bei Dampfdruck, Temperaturen von 133 Grad Celsius und einer Verweildauer des zerkleinerten Materials von 20 Minuten behandelt werden. Doch ... in zwölf Punkten listen sie (die Agrarminister) Materialien und Produkte auf, die diesen hygienisch-einwandfreien Standard nicht erfüllen müssen. Sie reichen von Heimtierfutter über die Produktion von Gelatine und Ausgangsstoffen für die Pharmaindustrie bis hin zur Fettgewinnung aus "gefährlichen Abfällen von Widerkäuern". ...

Oskar Riedinger, Lehrbeauftragter für Tierkörperbeseitigung an der Uni Hohenheim: Für Geflügel und Schweine unterscheide Brüssel nicht einmal zwischen risikoarmem und infektiösem Abfall, sondern nehme sie komplett von der Hygieneanforderung aus. Sporen des Bakteriums mit dem Namen Clostridium botulinus erhalten dadurch eine große Chance zu überleben. Die Mikrobe produziert das von Mikroorganismen wirksamste Gift. Die Folge: schwere Nervenleiden. Bereits 0,1 Millionstel Gramm des Giftes wirken tödlich. Als CDU-Umweltpolitiker spricht (Riedinger) den Landwirtschaftsministern auch die Legitimation ab, bestehende Gesetze auszuhebeln. Zudem setze sich der Agrarrat über den Auftrag des EU-Parlaments hinweg. ... Doch die Tiermehl- und Fettindustrie in Europa scheint nicht nur der Bürokratie in Brüssel, sondern auch einer Minister-Mehrheit die Feder zu führen - auf Kosten der Gesundheit von Mensch und Tier. Oskar Riedinger: "Es handelt sich um einen massiven Eingriff in die Gesundheit der Bürger der gesamten Europäischen Union."

Kommentar von etika.com: Profite auf Kosten unserer Gesundheit. Mitgefangen, mitgehangen. Auch ein Stück Apokalypse. Aber zig Millionen verblödete Verbraucher lassen sich alles gefallen, sogar ihre eigene Vergiftung.

0Q20

Genmais: Keine höheren Erträge - Weiterhin Pestizide

Stuttgarter Zeitung, 13.8.1999, S. 28

Mit Genmais haben die amerikanischen Farmer kein Glück
Auch in den USA wächst die Skepsis der Verbraucher
Von Michael Simm
Die hochgesteckten Erwartungen amerikanischer Farmer an gentechnisch veränderte Pflanzen haben sich bisher nur zum Teil erfüllt. Das ist einer Studie zu entnehmen, die das US-Landwirtschaftsministerium jetzt veröffentlicht hat.

Nur wenige Bauern in den USA konnten ihre Erträge durch den Anbau gentechnisch veränderter Sojabohnen, Maispflanzen und Baumwolle steigern. Außerdem benötigten die "Genfarmer" entgegen allen Voraussagen kaum weniger Pestizide als Kollegen, die auf den Einsatz der Gentechnik verzichteten.

Trotzdem nimmt der Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen in den Vereinigten Staaten rapide zu: 40 Prozent aller Maispflanzen, 45 Prozent der Sojabohnen und 50 Prozent der Baumwollpflanzen entstammen in dieser Saison gentechnisch verändertem Saatgut.

Das wichtigste Argument der US-Landwirte für die Umstellung war deren Hoffnung auf höhere Einnahmen gewesen. Trotz leicht sinkender Ausgaben für Pestizide scheint sich diese Hoffnung aber nicht bestätigt zu haben. Die Pflanzen sind in der Anschaffung teurer, außerdem müssen Bauern für die Nutzung eine "Technologiegebühr" bezahlen.

Daniel Greenberg in der "Washington Post": Zwar gäbe es keinerlei Beweise dafür, daß Genfood dem Menschen schaden könne. Die Unbedenklichkeitserklärungen der Hersteller seien jedoch ebenso wenig wissenschaftlich begründet. Die Erfassung möglicher Langzeitfolgen sei schwierig.

Die Forderung europäischer Verbraucher nach einer einheitlichen und eindeutigen Kennzeichnung haben EU-Behörden bisher nicht erfüllt.

Kommentar von Tanja Volz:
Ernüchtert
Kein Vorteil durch den Genmais

Auch in der Gentechnik wird nur mit Wasser gekocht: Schon vor einigen Jahren wurde in der Medizin klar, dass sich die vollmundigen Versprechen nicht halten ließen. In wenigen Jahren, so glaubten Wissenschaftler in den Anfangszeiten der Gentechnik, könnten mit Hilfe der Gentherapie so schwere Erkrankungen wie Krebs und Aids geheilt werden. Davon ist heute keine Rede mehr. Ähnlich wie der roten Gentechnik geht es nun auch der grünen Gentechnik.

Selbst der Gentechnik gegenüber eher freundlich eingestellte US-Forscher räumen ein, dass die Risiken der Gentechnik in der Natur größer sind als die Chancen: Beim Genmais konnte weder der Ertrag noch der Nährwert gesteigert werden, und der Einsatz von Pestiziden wurde auch nicht verringert.

Die von Kritikern befürchteten Nachteile bestehen immer noch: Können die eingeschmuggelten Gene im Freiland auf Wildpflanzen überspringen und somit das empfindliche Ökosystem dauerhaft stören? Wie verhalten sich beispielsweise Bodenbakterien, die auf fremde Gene ebenfalls reagieren können? Wie verhält es sich mit Antibiotika-Resistenzen, die gentechnisch veränderten Pflanzen automatisch in die Natur mitgegeben werden?

0Q19

Unfug der EU-Agrarpolitik

Südwestpresse Ulm, 3.7.1999

Bei den Bauern läßt sich studieren, wohin die Subventionspolitik geführt hat. Bei den in Süddeutschland vorherrschenden kleinen und mittleren Familienbetrieben kommen von jeder Subventionsmark aus dem Portemonnaie des Steuerzahlers 20 Pfennig an. Der große Rest wird für sinnlose Überschußproduktion in Agrarfabriken, für Lagerhaltung, Transport und das weltweite Verramschen von Getreide- und Rindfleischbergen zu Dumpingpreisen verpraßt. Solange die Bauern zulassen, daß auch ihr Berufsverband im Großen und Ganzen weiter am Unfug dieser EU-Agrarpolitik festhält, können sie von seiten der Verbraucher und Steuerzahler wenig Verständnis für ihre Klagen erwarten.

0Q16

Wie der Dritte Weltkrieg abliefe

K. K. (vermutlich Karl Konstantin, August Haußleiter), Deutsche Gemeinschaft 38/1970; Nephadsered, ungarische Armeezeitung

In den gewitterschwangeren Julitagen 1914, unmittelbar vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, rechnete man mit einem sehr kurzen Krieg. Paris sollte in ein paar Wochen überrannt werden. Einen langen Widerstand hielt man für unmöglich. Die neue Waffe, auf die man schwor, war damals das Maschinengewehr. "Angesichts des Maschinengewehrs werden Schlachten in kürzester Zeit entschieden sein", sagten die Fachleute damals.

Bei Beginn des Zweiten Weltkrieges rechnete man wieder mit blitzschnellen Entscheidungen. "Der Panzerwaffe kann niemand Widerstand leisten", sagten die Fachleute vorher. In der Tat gab es einen Blitzkrieg in Polen und dann einen Blitzsieg über Frankreich. Der Rußlandfeldzug war von der deutschen Führung auf höchstens sechzig Tage geschätzt; deshalb fehlte den deutschen Divisionen sogar eine Winterausrüstung.

Der Zweite Weltkrieg dauerte aber nicht nur, trotz der Panzerwaffe und vorher unvorstellbarer Bombardements aus der Luft, wesentlich länger als der Erste Weltkrieg: Seine Zerstörungen waren unvorstellbar größer, die Zahl der Toten betrug ein Vielfaches. Der Phosphorbrand von Hamburg, die Flammennächte von Dresden, und dann Hiroshima und Nagaski - ein Inferno sondergleichen! Die Vorstellung vom entscheidenden ersten Schlag, vom raschen, kurzen Krieg - wir haben die Formeln noch im Ohr. Aber alles war anders.

Gerade deshalb scheint es uns interessant zu sein, wie sich heute die Fachleute den
D r i t t e n Weltkrieg vorstellen. Die ungarische Armeezeitung "Nephadsered" hat eine eingehende Darstellung der sowjetischen Militärdoktrin veröffentlicht:

"Ein neuer Weltkrieg, falls die Imperialisten ihn entfesseln, wäre wegen der politischen Verwicklungen ein Kampf auf Leben und Tod zwischen den beiden sich entgegenstehenden Weltsystemen (Anm.: 1999 ist alles noch komplizierter als 1970, man denke nur an China, die islamische Welt, die unterschiedlichen Positionen innerhalb der europäischen Staaten zum Beispiel zum Militärschlag gegen Serbien usw.). Er würde zur Zerstörung des Imperialismus führen (Anm.: warum sollen nicht auch einmal Kommunisten eine prophetische Gabe haben?) und wäre damit der letzte Krieg der Geschichte."

Wörtlich heißt es weiter: "In einem modernen Krieg wären die atomsprengkopftragenden Raketenwaffen entscheidend, von beiden Seiten würden jedoch alle zur Verfügung stehenden Mittel zur Durchsetzung ihrer politischen Ziele eingesetzt werden (Anm.: hoffentlich nicht auch noch B- und C-Waffen - arme Menschheit!). Aus dem Zusammenstoß der beiden Weltsysteme würde sich ergeben, daß der Krieg der Zukunft ein Krieg zwischen Koalitionen (Bündnissen) wäre, wobei es kaum einem Land möglich sein würde, neutral zu bleiben.

Ein interkontinentaler Krieg würde auf allen Kontinenten, auf den Ozeanen und in der Luft geführt werden, aber auch die Tiefe der Meere und der Weltraum würden zu Teilen des Kriegsschauplatzes verwandelt werden. Da es keine genaue Unterteilung in Front und Hinterland mehr gäbe, würden die ganzen Territorien der betroffenen Länder zu Kriegsschauplätzen werden. Angesichts fehlender zusammenhängender Frontverläufe wären die Kriegsoperationen durch die große Tiefe und Breite der Kampfhandlungen gekennzeichnet. Von großer Bedeutung wären die mit strategischen Waffen ausgeteilten ersten Schläge. Diese könnten nicht nur den Gang der Ereignisse, sondern auch den Ausgang des Krieges entscheiden. Der Seite, die in der Lage wäre, beim Ausbruch des Krieges die strategische Initiative zu ergreifen, könnte der Endsieg zufallen."

Wir müssen angesichts dieser Überlegungen ein paar nüchterne Feststellungen treffen: Die Fachleute haben anscheinend nichts dazu gelernt. Sie glauben, genau wie vor dem Ersten und vor dem Zweiten Weltkrieg an die entscheidende Bedeutung des ersten Schlages. Die neuen Waffen (Raketen und Atomwaffen) sollen, wie 1914 die Maschinengewehre und 1939 die Panzer, rasche Entscheidungen herbeiführen. Und immer soll der nächste Krieg der letzte sein.

Vor allem aber: Die Zerstörungen des nächsten Krieges würden wiederum die des Zweiten Weltkrieges um ein Vielfaches übertreffen. Für ein Land wie die Bundesrepublik gäbe es keine Überlebenschance, und zwar umso weniger, je mehr sie gerüstet wäre: Denn umso mehr würde sie zum Schlachtfeld werden. Angesichts des Potentials von A-, B- und C-Waffen aber, das diesmal eingesetzt würde, bedeutet es für ein Land totale Vernichtung, wenn es zum Schlachtfeld wird.

Und am Ende stünde dann jene letzte äußerste Möglichkeit, von der der Zukunftsdenker Hermann Kahn sprach: die atomare Menschheitsvernichtungsmaschine.

Daß sich angesichts solcher voraussehbarer Vernichtungsprozesse die Völker immer noch dazu treiben lassen, den sogenannten "Ernstfall" vorzubereiten, gehört zu den unverständlichen Merkwürdigkeiten menschlichen Verhaltens. Wer als Deutscher die Militärdoktrin der Generalstäbe kennt - oder wer sie sich in Analogie zu deren früheren Planungen vorzustellen vermag - der muß wissen, daß der nächste ernsthafte Konflikt den Untergang seines Volkes bedeuten wird. Es gibt dann keine Flucht und keinen Ausweg.

Theoretisch kann für uns angesichts dieser Sachlage nur eine einzige Möglichkeit in Betracht kommen: Nicht der Krieg, sondern der Friede muß vorausgeplant werden. Nicht Kriegsbündnisse müssen (wie es - welche Ironie des Schicksals - der Grüne Joschka Fischer derzeit tut) intensiviert, sondern eine umfassende Strategie der Entspannung zwischen allen Blöcken und Völkern muß durchgesetzt werden. Es darf nicht mehr in den tödlichen Kategorien des "ersten Schlages" gedacht, sondern es muß das friedliche Zusammenleben sinnvoll entwickelt werden.

Die Menschheit ist an sich durch die Zerstörung ihrer Umwelt, durch die Bevölkerungsexplosion, durch Hunger und Selbstvergiftung existentiell gefährdet. Statt den gemeinsamen Kampf gegen die elementaren Gefahren zu führen, planen die Generalstäbe der Großmächte und der Blöcke immer noch den nächsten Krieg.

Von diesem Krieg scheint uns, laut "Nephadsered", nur eines festzustehen: Es wäre in der Tat zugleich auch der letzte Krieg. Nicht weil diese oder jene Seite siegen würde, sondern weil nach ihm der Stern Erde unbewohnbar geworden wäre.

K. K.
(vermutlich Karl Konstantin, August Haußleiter, Frontsoldat des Zweiten Weltkrieges, nach dem Krieg CSU-Politiker, wenn wir uns nicht irren, sogar Stellvertreter von Franz Josef Strauß (?), dann Gründer der Deutschen Gemeinschaft und später der Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher, die bei Wahlen im Durchschnitt 0,2 Prozent der Stimmen enthielten, später als mißbrauchter Idealist Bundestagsabgeordneter der von den Linken zunehmend unterwanderten Grünen, sogar Alterspräsident des Deutschen Bundestages, vor allem aber Vorkämpfer der Wiedervereinigung Deutschlands; richtungweisend die von ihm und seiner Frau Renate Haußleiter-Malluche verfaßte Broschüre "Der neue Nationalismus", die die Gleichberechtigung aller Völker propagiert in Anlehnung an den damaligen Nationalismus der Dritten Welt; inzwischen haben sich die Begriffe verschoben und das Wort Nationalismus gilt als nicht mehr salonfähig; damals ging es um den Befreiungskampf vor allem unterdrückter Kolonialvölker; auch Haußleiter war ein Prophet seines Volkes, wurde nicht gehört, und seine Vorhersagen dürften sich bewahrheiten)

0Q15

Amerikas Atomkrieg = Deutschlands Selbstvernichtung

Prophetische Worte von Dr. Renate Haußleiter-Malluche, Deutsche Gemeinschaft, München, 5/1971

Das Buch "Kriegsfolgen und Kriegsverhütung" schildert die Gefahren eines dritten Weltkrieges, dessen Ausbruch (Professor Carl-Friedrich Freiherr v.) Weizsäcker (der Hamburger Physiker und Philosoph, nicht der Bonner Politiker) für w a h r s c h e i n l i c h e r hält als seine Verhinderung. ...

Noch weniger kann man erwarten, daß der kommunistische Block (Anmerkung: heute die kommunistischen und nationalistischen Nachfolger Jelzins) eine echte amerikanische Hegemonie kampflos akzeptieren wird. Amerika mag, wenn der Friede bewahrt bleibt, noch lange die erste unter den Weltmächten sein; es kann nicht ohne Atomkrieg der den "Frieden" garantierende Führer der Welt werden. ...

Wir haben immer von neuem nachgewiesen, daß NATO und Bundeswehr uns keine Sicherheit geben können, sondern daß sie für uns im Ernstfalle nur die sichere Selbstvernichtung bedeuten können. Immer wieder haben wir deutlich zu machen versucht, daß die Bundeswehr kein Konzept besitze. Auch die Theorie von der "Abschreckung" ist keines; denn das Wettrüsten auf der Basis der Abschreckungstheorie hat noch niemals einen Krieg verhindert, es hat im Gegenteil jeden Krieg schließlich unvermeidlich gemacht.

Die Politiker des Rückfalls, die Exponenten der Rüstungsindustrie, die Nur-Militärs (die wir sehr wohl von denkenden Soldaten unterscheiden), sie alle führen uns Schritt um Schritt zum Kriege hin. Hinzu kommen die Einpeitscher der fremden Mächte, von denen wir gegenwärtig abhängig sind und die in unserem Lande nur ein Aufmarschgebiet und in unserer Jugend nur ihr billiges Kanonenfutter sehen. Sie wollen einen Ausgleich in Mitteleuropa schon deshalb verhindern (Anm: damals ging es um die von Chruschtschow angebotene und von Bonn abgelehnte Wiedervereinigung und Neutralisierung Deutschlands), weil die Deutschen dann als "soldatisches Material" für sie ausfielen. Ihnen allen gegenüber muß eine großangelegte "Strategie des Friedens" entwickelt werden, in der allein das Leben unseres Volkes gesichert werden kann.

Da der Krieg den Untergang der Nation zum Inhalt hat, muß er verhindert werden. An dieser Haltung entscheidet sich letztlich, ob einer sich dem eigenen Volke verpflichtet weiß oder ob er bereit ist, in fremdem Interesse bei seiner Liquidation mitzuwirken.

Dr. Renate Haußleiter-Malluche
Deutsche Gemeinschaft, München, Nr. 5, 1971

Weitere Pressezitate - - - - Index deutsch - - - - Retour ETIKA Start - - - - -