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ETIKA 0Z1 |
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Auferstehung - Steh selbst von den
Toten auf
Ich sag, es hilft dir nicht, daß
Christus auferstanden,
Wo du noch liegen bleibst in Sünd und Todesbanden.
(Johann
Scheffler, genannt Angelus Silesius: Der Cherubinische Wandersmann, München
1921)
Aufregungen vermeiden - No perder la paz.
En
todos los casos, por adversos que sean, antes nos habemos de alegrar que
turbar, por no perder mayor bien, que es la paz y tranquilidad del alma.
In allen Fällen, so
widerwärtig sie auch sein mögen, haben wir uns eher zu freuen als uns
aufzuregen, um nicht ein größeres Gut zu verlieren, nämlich den Frieden und die
Ruhe der Seele.
(San Juan de la Cruz, hl. Johannes vom Kreuz,
Avisos y sentencias esprirituales, 118, Colección Austral, 1982, p. 86)
Aufstehen - le lever matin.
Le
lever matin sert à la santé et à la sainteté.
Das frühe Aufstehen dient der Gesundheit und der Heiligkeit.
(Saint Françóis de Sales: Introduction à la vie
dévote, III, 23, Ed. Du Seuil, 1962, p. 192)
Begierde.
So tauml ich von Begierde zu
Genuß,
Und im Genuß verschmacht ich nach Begierde.
(Johann Wolfgang von Goethe, 1749 - 1832, Dichter, Faust. Der Tragödie
erster Teil. Wald und Höhle)
Berge.
Auf den Bergen ist die Freiheit!
Der Hauch der Grüfte
Steigt nicht hinauf in die reinen Lüfte.
(Friedrich
Schiller, 1759 - 1805, Deutschlands größter Dichter, Die Braut von Messina IV,
7)
Direkte Aktion.
Noch nie ist auf Erden etwas ohne
direkte Aktion erreicht worden.
(Mohandas
Karamchand Gandhi)
Diskutieren - discutir.
Der Christ diskutiert nicht: er
gibt Zeugnis.
El cristiano no discute: da testimonio.
(Andrés Torres Queiruga:
Recuperar la salvación, Madrid 1979, p. 141; el autor es profesor de teología
en Santiago de Compostela)
Ehre
Wer in sich Ehre hat, der sucht
sie nicht von außen,
Suchst du sie in der Welt, so hast du sie noch draußen.
(Johann
Scheffler, genannt Angelus Silesius: Der Cherubinische Wandersmann, München
1921)
Feinde.
Drei Feinde hat der Mensch: sich,
Belzebub und Welt,
Aus diesen wird der Erst am langsamsten gefällt.
(Johann
Scheffler, genannt Angelus Silesius: Der Cherubinische Wandersmann, München
1921)
Feinde
Voll
von Feinden ist die Welt,
Arglist hat auf allen Pfaden
Fromme Unschuld zu verraten
Ihr betrüglich Netz gestellt.
(Friedrich
Schiller)
Fernsehen.
Das Fernsehen erfolgt umgekehrt.
Nicht wir sind die Zuschauer; wir sind die Akteure.
Zuschauer sind Himmel und Hölle,
Gott mit den Engeln und Heiligen auf der Empore,
Teufel und Dämonen im Parkett.
Gebet als Wehr
Das Gebet ist die Wehr der
Wehrlosen.
(Konstanzer
Großdruckkalender 7.7.1998)
Geduld
Wenn der Baum geboren wird, ist
er nicht sofort groß. Wenn er groß ist, blüht er nicht sofort. Wenn er blüht,
bringt er nicht sofort Früchte hervor. Wenn er Früchte hervorbringt, sind sie
nicht sofort reif. Wenn sie reif sind, werden sie nicht sofort gegessen.
(Bruder
Ägidius von Assisi)
Gerechtigkeit – Giustizia
La
perfezione della giustizia consiste in questo, che l´uomo eviti i peccati e
compia ogni genere di opere virtuose. Sta scritto: "Evita il male, opera
il bene" (Sal 36,27). Ecco che il sacramento
della penitenza ci allontana dal male mentre il sacramento della comunione
orienta l´anima al bene; il primo infatti elimina i peccati, e con l´ausilio
del secondo diventiamo conformi al Cristo.
(Girolamo Savonarola: De simplicitate
christianae vitae, I, 11. Semplicità della vita cristiana, Ed. Paoline, 1976, p. 106)
Gerechtigkeit Gottes - Dieu ne
serait pas juste
Dieu
ne serait pas juste s´il ne faisat point de différence entre ceux qui le
servent et ceux qui l´offensent.
Gott wäre nicht gerecht, wenn
er keinen Unterschied machte zwischen denen, die ihm dienen, und denen, die ihn
beleidigen.
(Saint Curé d´Ars, hl. Pfarrer von Ars,
Jean-Marie-Baptiste Vianney)
Gerechtigkeit Gottes - Schuld muß getilgt werden
... Wer da noch leugnet, daß es
eine ewige Gerechtigkeit gibt, der kein Mensch, hier oder im Jenseits, entgehen
kann, der mag sich wohl hüten, durch das Walten eben dieser Gerechtigkeit zur
Erkenntnis geführt werden zu müssen! Gottes Gerichte sind unabwendbar und
gerecht. Jede Schuld muß getilgt werden, ob früh oder spät, hier oder drüben;
kein Schuldiger entgeht der Strafe.
(Karl
May: Ein Blizzard, Schluß, in Band 23 "Auf fremden Pfaden")
Glück
Willst du glücklich sein im
Leben, trage bei zu andrer Glück.
Denn die Freude, die wir geben, strahlt ins eigne Herz zurück. (Spruch)
Gnaden - Mercedes
La
puerta para recibir de Dios grandes mercedes es la oración.
Die Tür, um von Gott große
Gnaden zu erlangen, ist das Gebet.
(hl.
Teresa von Avila - Santa Teresa de Jesús)
Gott, In G. ist alles
Was deine Seel begehrt, bekommt
sie als in Gott;
Nimmt sie es außer ihm, so wird es ihr zum Tod.
(Johann
Scheffler, genannt Angelus Silesius: Der Cherubinische Wandersmann, München
1921)
Gott ist bei dir, wenn du
Ihn nicht verläßt.
Gott sieht dich -
Dieu te voit
Avec
cette pensée: Dieu te voit! Nous ne pécherions jamais.
Mit diesem Gedanken: Gott
sieht dich! würden wir nie sündigen.
(Saint Curé d´Ars, hl.
Pfarrer von Ars, Jean-Marie-Baptiste Vianney)
Gutes tun - Faire le bien.
Faire le bien et éviter le mal; il n´y a que cela.
Das Gute tun und das Böse
vermeiden; es gibt nichts als dies.
(Saint Curé d´Ars, hl. Pfarrer von Ars, Jean-Marie-Baptiste Vianney)
Handle heute - Act for
today
Think about tomorrow, but act for today.
Denke an morgen, aber handle
für heute
(Mohandas
Karamachand Gandhi)
Hochmut
Und Hochmut ist, wodurch die
Engel fielen,
Woran der Höllengeist den Menschen faßt.
(Friedrich
Schiller: Die Jungfrau von Orléans, Prolog, 2. Auftritt)
Jesus folgen / Suivre Jésus
Ta
règle: me suivre. Faire ce que je ferais. Demande-toi en toute chose: qu´aurait
fait Notre Seigneur? Et fais-le.
Deine Regel: mir folgen. Tue,
was ich tun würde. Frage dich in allem: Was hätte unser Herr getan? Und tu es. (Charles de Foucauld)
Kreuz - Das Äußere hilft dir nichts
Das Kreuz zu Golgatha kann dich
nicht von dem Bösen,
Wo es nicht auch in dir wird aufgericht, erlösen.
(Johann
Scheffler, genannt Angelus Silesius: Der Cherubinische Wandersmann, München
1921)
Liebe.
Was man liebt, in das verwandelt
man sich
Mensch, was du liebst, in das wirst du verwandelt werden;
Gott wirst du, liebst du Gott, und Erde, liebst du Erden.
(Johann
Scheffler, genannt Angelus Silesius: Der Cherubinische Wandersmann, München
1921)
Mensch.
Das größte Wunderding ist doch
der Mensch allein:
Er kann, nachdem ers macht, Gott oder Teufel sein.
(Johann
Scheffler, genannt Angelus Silesius: Der Cherubinische Wandersmann, München
1921)
Mensch.
Der Mensch muß das Seinige tun
Mensch, richte dich doch auf! Wie soll dich Gott erheben,
Wenn du mit ganzer Macht bleibst an der Erde kleben.
(Johann
Scheffler, genannt Angelus Silesius: Der Cherubinische Wandersmann, München
1921)
Neugeborene Kinder.
Jedes neugeborene Kind bringt die Botschaft, daß Gott Sein Vertrauen in den Menschen
noch nicht verloren hat.
(Tagore)
Leben für Gott- Vivre pour Dieu
Être aimé de Dieu, être uni à
Dieu, vivre en présence de Dieu, vivre pour Dieu: ô belle vie!... et belle
mort!
Geliebt sein von Gott, vereint
sein mit Gott, in der Gegenwart Gottes leben, für Gott leben: o schönes
Leben!... und schöner Tod! (Saint Curé d´Ars, hl. Pfarrer von Ars, Jean-Marie-Baptiste Vianney)
Leere / Dios dejanos vacíos
Cuanto
Dios más quiere dar, tanto más hace desear, hasta dejarnos vacíos para
llenarnos de bienes.
Je mehr Gott geben will, desto
größer läßt er das Verlangen danach werden, bis er uns ganz leer läßt, um uns
mit Gütern füllen zu können. (San Juan de la Cruz,
hl. Johannes
vom Kreuz)
Leiden schmelzen/ Les peines
Les
peines fondent devant une prière bien faite, comme la neige devant le soleil.
Die Leiden schmelzen vor einem
gut verrichteten Gebet wie der Schnee vor der Sonne.
(Saint Curé d´Ars, hl. Pfarrer von Ars,
Jean-Marie-Baptiste Vianney)
Leid ist eine Wohltat
Gott schickt auch den Gerechten
Leiden. Der Gerechte verdient sich den Himmel durch Leiden. Das Unglück, das
Gott uns schickt, ist in Wirklichkeit eine Wohltat, denn durch geduldiges
Leiden erwerben wir ewige Verdienste. Jedes mit Geduld ertragene Leid ist gewissermaßen
ein Edelstein für unsere Krone im Himmel. Der hl. Ambrosius (+ 397), Bischof
von Mailand, sagte: "Wo es kein Leid gibt, ist man fern von Gott."
Und die hl. Theresia von Avila: "Herr! Entweder leiden oder sterben!"
(Dom
Augustin Marie O.S.B., Abbaye Saint-Joseph de Clairval, F-21150
Flavigny-sur-Ozerain, 13.5.1993)
Leid tragen
Oftmals wollt´ ich schon verzagen
Und ich glaubt´, ich trag es nie,
Und ich hab´ es doch getragen,
Aber fragt mich nur nicht wie.
(Gestickter
Spruch in einem alten Haus)
Narr. Ein Narr sucht vielerlei.
Der Weise sucht nur eines und
zwar das höchste Gut,
Ein Narr nach vielerlei und Kleinem streben tut.
(Johann
Scheffler, genannt Angelus Silesius: Der Cherubinische Wandersmann, München
1921)
Nichts Neues
´s ist alles schon gesagt, man
kann nur wiederholen,
Der ehrlichste Poet hat unbewußt gestohlen.
(Marie
von Ebner-Eschenbach, Spruchverse)
Nichtsnutzige
Leute - Gente muy para nada
Gente
muy para nada, sólo sirven para hacer número y gastar los víveres.
Nichtsnutzige Leute, sie sind
nur dazu da, die Zahl voll zu machen und die Lebensmittel zu verbrauchen. (Baltasar
Gracián, 1601 - 1658, spanischer Prediger und Professor)
Nie zurück. Jamais arriére. Jamás volverse atrás. Mai tornar en d´arrera.
(Charles de Foucauld)
Non-Cooperation
Wir müssen das Unrecht
bekämpfen, indem wir uns weigern, den Übeltäter unmittelbar oder mittelbar zu
unterstützen. (Mohandas Karamchand Gandhi)
Politik
Die moderne Politik besteht gut
zur Hälfte darin, daß reiche Leute das einfache Volk erpressen.
(Gilbert
Keith Chesterton: Vaudreys Verschwinden, Kurzgeschichte)
Redlichkeit
Üb immer Treu und Redlichkeit
Bis an dein kühles Grab
Und weiche keinen Finger breit
Von Gottes Wegen ab!
Dann wirst du wie auf grünen Au´n
Durchs Pilgerleben gehn;
Dann kannst du sonder Furcht und Grau´n
Dem Tod ins Antlitz sehn.
(Ludwig
Heinrich Hölty, 1748 - 1776, Dichter, Der alte Landmann an seinen Sohn)
Reinigung – purificazione
L´intera
vita del cristiano tende a questo: di permettere all´uomo la purificazione da
ogni inquinamento terrestre sia nell´intelletto che negli affetti e nelle
facoltà corporee. L´uomo, intrinsecamente mondato, diviene tempio consacrato a
Dio.
(Girolamo Savonarola: De
simplicitate christianae vitae, II, 7. Semplicità della vita cristiana, Ed. Paoline,
1976, p. 123)
Rhythmische Lieder im Gottesdienst - Gott lobt man in der Stille.
Meinst du, o armer Mensch, daß
deines Munds Geschrei
Der rechte Lobgesang der stillen Gottheit sei.
(Johann
Scheffler, genannt Angelus Silesius: Der Cherubinische Wandersmann, München
1921)
Schweine.
Dem Reinen ist alles rein - so
spricht das Volk.
Ich aber sage euch: den Schweinen wird alles Schwein.
(Friedrich Nietzsche)
Sekretäre.
Nous
avons toujours deux secrétaires, le démon qui inscrit nos mauvaises actions
pour nous accuser, et notre bon ange qui écrit les bonnes pour nous justifier
au jour du jugement.
Wir haben immer zwei
Sekretäre, den Dämon, der unsere schlechten Taten niederschreibt, um uns anzuklagen,
und unseren guten Engel, der die guten aufschreibt, um uns am Tag des Gerichts
zu rechtfertigen. (hl. Pfarrer von Ars ?)
Sehnsucht.
Meine Pein ist tiefer als der
Abgrund,
mein Herzeleid ist weiter als die Welt,
meine Furcht ist größer als die Berge,
meine Sehnsucht reicht weiter als die Sterne.
(Hl.
Mechthild von Magdeburg, ca. 1207 - 1282, Mystikerin)
Sonne, Du selbst muß Sonne sein
Ich selbst muß Sonne sein,, ich
muß mit meinen Strahlen
Das farbenlose Meer der ganzen Gottheit malen.
(Johann
Scheffler, genannt Angelus Silesius: Der Cherubinische Wandersmann, München
1921)
Sorgen
Die Sorge für alles übrige überlaßt der Zeit, die große Meisterschaft
darin besitzt, auch für die verzweifeltsten Fälle ein Heilmittel zu finden.
M. de Cervantes Saavedra (1547 in Alcalá de Henares, + 1616), Dramen, Novellen,
Zitat aus: Die beiden Mädchen, 105
Strafgericht
Er war von jeher ein Bösewicht,
Ihn traf des Himmels Strafgericht.
(Carl Maria von Weber, 1786 - 1826, Komponist, Freischütz, Text von
Friedrich Kind)
Sünder. An den Sünder.
O Sünder, wenn du wohl bedächt´st
das kurze Nun,
Und dann die Ewigkeit, du würdst nichts Böses tun.
(Johann
Scheffler, genannt Angelus Silesius: Der Cherubinische Wandersmann, München
1921)
Sünder. Der Sünder hat keine Ehre.
Der Sünder ist des Tiers und
aller Teufel Stall:
Drum fehlts ihm doch an Ehren, hätt er sie überall.
(Johann
Scheffler, genannt Angelus Silesius: Der Cherubinische Wandersmann, München
1921)
Sünder. Der Sünder wird zu Kot.
Der Heil´ge steiget auf und wird
ein Gott in Gott,
Der Sünder fällt herab und wird zu Mist und Kot.
(Johann
Scheffler, genannt Angelus Silesius: Der Cherubinische Wandersmann, München
1921)
Tod
Der Tod existiert nicht, nicht
einen Augenblick; es gibt nur zwei Leben.
(Abbé Huvelin, René Bazin,
Abbaye St.-Joseph de Clairval, 13.5.1993)
Ungehorsam führt zu Unordnung
Alles hängt auf
geheimnisvolle Weise zusammen. Alle Probleme, alles Leid und alles Böse haben
eine gemeinsame Wurzel: den Ungehorsam gegenüber Gott und seinen Geboten.
Daraus entsteht die Unordnung, und so lange gibt es Schwierigkeiten und Streit
und Hass und Krieg, bis die Ordnung wiederhergestellt ist.
Unmöglich -Le maître de
l´impossible
Jésus
est le maître de l´impossible.
Jesus ist der Meister des
Unmöglichen.
Jesús
es el maestro de lo imposible.
Jesús es el mestre de l´imposible.
(Charles de Foucauld)
Unruhig ist unser Herz, bis es ruht, Gott, in Dir.
Inquietum est cor nostrum donec
requiescat in te.
Nuestro
corazón está inquieto hasta que descanse en ti.
(hl.
Augustinus, 354 - 430, Kirchenlehrer, Bekenntnisse, Confessiones, I, 1)
Unnütze Gespräche - conversations
inutils
Oh!
qu´au moment de la mort on regrettera le temps qu´on aura donné aux plaisirs,
aux conversations inutiles, au repos, au lieu de l´avour employé à la
mortification, à la prière, aux bonnes œuvres, à penser à sa misère, à pleurer
ses péchés! C´est alors que l´on verra qu´on n´a rien fait pour le ciel.
Les
trois quarts des chrétiens ne travaillent qu´à satisfaire ce cadavre qui
ca bientôt pourrir dans la terre, tandis qu´ils ne pensent pas à leur pauvre
âme, qui doit être éternellement heureuse ou malheureuse. Le monde, les
richesses, les plaisirs, les honneurs passeront; le ciel et l´enfer ne
passeront jamais. (CA oder CF?)
Unterwerfung
"Mein Gott, wie schön ist doch das Leben, wenn man sich dir,
seinem Anfang und Ende, unterwirft!"
Fernan Caballero (* 1797 in Morges/Schweiz als Tochter des Deutschen Nikolaus
Böhl von Faber und einer Spanierin, erste Erziehung in Deutschland, mit 16
Jahren nach Spanien, + 1877 Sevilla), Glück und Glas, 427
Vermaledeit.
Drei Worte sind erschrecklich.
Drei Worte schrecken mich; das immer, allezeit
Und ewig sein verlorn, verdammt, vermaledeit.
(Johann
Scheffler, genannt Angelus Silesius: Der Cherubinische Wandersmann, München
1921)
Vollkommenheit –perfection
La
perfection consiste à faire sa volonté, à être ce qu´il veut que nous soyons...
Die Vollkommenheit besteht
darin, seinen Willen zu tun, das zu sein, was er möchte, daß wir sind...
(Sainte Thérèse de l´Enfant-Jésus et de la
Sainte-Face: Histoire d´une âme, Janvier 1895; Les èditions du Cerf, Paris,
1983, p.21; hl. Theresa von Lisieux, 1873 - 1897)
Wehr
Sich des Unrechtes wehren
Allezeit bringt Ehren.
(Marie
von Ebner-Eschenbach, Spruchverse)
Der Weise / Lo sabio
Lleva
una ventaja lo sabio, que es eterno, y si éste no es su siglo, muchos otros los
serán.
(Baltasar
Gracián, 1601 - 1658, spanischer Prediger und Professor)
Wille
In dir ist, was du willst
Der Himmel ist in dir und auch der Höllen Qual,
Was du erkiest und willst, das hast du überall.
(Johann
Scheffler, genannt Angelus Silesius: Der Cherubinische Wandersmann, München
1921)
Wissen
Die Blindheit des Herzens, die
aus der Lust des Fleisches entsteht, verdunkelt das reine Wissen.
(Hildegard
von Bingen, 1098 - 1179, universeller Geist, mystische Gesichte,
Benediktinerin, Missionarin, Naturheilkundlerin)
Zeit
Die Zeit, in der man nicht an
Gott denkt, ist verlorene Zeit.
(Ein
Schüler des hl. Bernhard im Speculum monachorum, 2)
Ziel
Der Mensch braucht immer ein
großes Ziel, für das er Opfer bringen muß. Sonst verfällt er dem Müßiggang,
verweichlicht und verkommt.
Zügellosigkeit
Die Zügellosigkeit der Wünsche führt nur zur Sklaverei. (F.
Dostojewski)
Zurückgeben
Je mehr einer hat, desto mehr
wird man von ihm fordern. (vergleiche Lukas 12,48)