|
ETIKA |
PERSONAS / PERSONEN |
www.etika.com |
Dalai
Lama, tibetischer Führer, Vorkämpfer für Toleranz und
die Eine Welt (politisch und religiös) mit starker UN-Förderung, ist aber
selbst intolerant gegen die tibetischen Anhänger des Schutzgeistes Dorje Shugden; entlarvt in dem
Buch "Der Schatten des Dalai Lama" (siehe Tibet aktuell unter Index
5)
Dante
Vicente F. Delmonte:
Jedem nach seinen Taten. Eine abenteuerliche Reise durch Hölle und Himmel
auf den Spuren Dantes. - Dante vs. Goethe (english)
Darwin,
Charles, Naturforscher, (1809 - 1882) über den Nutzen der Mission
Davies,
Ron, britischer Minister für Wales, trat wegen
Sexskandal zurück.- Ministro
responsabile per il Galles, si è dimesso, coinvolto in un´oscura storia di
prostituzione maschile e droga. (La Repubblica 28.10.1998)
Degasperi,
Alcide,
chauvinistischer italienischer Ministerpräsident, der nach dem Wunsch vieler
Italiener heilig gesprochen werden soll. Sagte am 25.5.1953 bei einer Wahlrede
in Trient: "Es sei gleich gesagt, daß es keine Deutschen in Südtirol gibt.
Es gibt nur italienische Staatsbürger... Einmal wenigstens stimme ich auch mit
Mussolini überein, der im Jahre 1938 sagte, daß man, um Südtirol zu entdeutschen, die Südtiroler nicht isolieren dürfe..."
Eine
Heiligsprechung wäre eine Beleidigung aller Südtiroler. (Roland Lang, Terlan,
Dolomiten 30.3.1999)
Mentre i quotidiano annunciano che fra l´elenco dei
nuovi beati figura anche Alcide De Gasperi (cfr., per esempio, "Il Gazzettino",
18 diciembre 1999), Marco Pannella rende noto
attraverso il "Corriere della Sera" (20 febbraio 2000) che lo stesso
Alcide De Gasperi "e la sinistra liberale, radicale furono intimamente
legati fino alla sua scomparsa politica. Il governo Parri
- scrive Pannella - fu fatto cadere da Leone Cattani
per il PLI e la sinistra liberale, proprio nella prospettiva
di giungere ad un governo De Gasperi, cui si giunse effettivamente... Nel 1953
si giunse alla famosa "legge truffa" ... per meglio consentire a De
Gasperi di resistere alle tendenze, forti in Vaticano, a favore di un
"alleanza cattolica" con estrema destra e clericali, in luogo della
compiuta alleanza con i laico-radicali di allora e
con repubblicani, saragattiani, anticlericali,
"massoni" ma tutti certissimamente liberali
... La sconfitta di quella legge elettorale, di fatto, determinò la
inarrestabile caduta di De Gasperi". (INSTAURARE omnia in Christo, n. 1-4 2000, via Vittorio Cadel,
12, 33100 Udine)
Deutscher,
Drafi, Schlagersänger "Marmor,
Stein und Eisen bricht"), der unter anderem wegen Erregung öffentlichen
Ärgernisses für Schlagzeilen sorgte, erlitt zwei Schlaganfälle und liegt nach
zwei Schlaganfällen auf der Intensivstation in Walsrode. (Zeitungen vom
26.11.1998 dpa)
Devi,
Phoolan, indische
"Banditenkönigin" und Parlamentsabgeordnete. Soll 1981 als Anführerin
einer Bande elf Männer ermordet haben, die sie vergewaltigt hatten.
Diana,
Prinzessin von Wales, Unfalltod im Sommer 1997. Kritisiert vom Philosophen
Anthony O´Hear von der nordenglischen Universität
Bradford als "selbstbesessene Sentimentalistin
ohne Pflichtgefühl". Der Diana-Kult spiegelt seiner Ansicht nach die
"dekadente und verdummende Gefühlsbetontheit" der britischen
Gesellschaft vor, in der "Gefühl über Vernunft, Selbstverwirklichung über
Disziplin, Selbstwertgefühl über objektive Pflicht" gestellt werden. Er
geißelt die Neigung, "sich selbst als Opfer zu sehen, statt Verantwortung
dafür zu übernehmen, was aus einem geschieht". (Pressebericht vom
18.4.1998, dpa) Der ehemalige Erzbischof von Canterbury, Lord Coggan, nannte Diana gegenüber der "Sunday Times"
eine "falsche Göttin", die eine liederliche Sexualmoral gehabt habe.
Wenige Tage zuvor hatten zwei Sonntagsschullehrer ihren Schülern gesagt, Diana
sei wegen ihres unmoralischen Lebenswandels in die Hölle gekommen. (24.8.1998,
nach APA/Reuters) Nach Einschätzung ihrer früheren Vertrauten Simone Simmons
("Diana: Die geheimen Jahre") sei der Herzchirurg Hasnat
Khan Dianas wahre Liebe gewesen, doch sei diese an ihrer Besessenheit
gescheitert, alles über diesen erfahren zu wollen, ihn zu allen Tages- und
Nachtzeiten anzurufen und sogar heimlich seine Verwandten in Pakistan zu
besuchen. (10.11.1998 dpa-Bericht in den Zeitungen) "Gegen Camilla
(Parker-Bowles) hegte sie keinen Groll, sondern hatte Mitleid. Aus eigener
Erfahrung wußte sie, daß (ihr Ehemann Prinz) Charles beziehungsunfähig
war." Diana sei zuletzt eine selbständige, glückliche Frau gewesen, die
gelernt habe, ihr Leben in vollen Zügen zu genießen. Die depressiven Zeiten, in
denen sie unter "ihrer Männer-Obsession" litt, seien lange vorbei
gewesen, schrieb Simone Simmons (dto. 12.11.1998). Der Offizier James Hewitt
teilte der australischen Zeitschrift "Women´s
Day" mit, daß er Barry Mannakee als ihren
Leibwächter und Liebhaber (1985 - 1991) abgelöst habe. (12.10.1999) In
Liverpool wurde von ihr eine lebensgroße Madonnenfigur aufgestellt: Diana als
Muttergottes. Es kam zu Protesten von Anglikanern und Katholiken. (10.12.1999)
Dieman,
Kurt, konservativer österreichischer Publizist,
gute Beziehungen zu höchsten Politikern der ÖVP, entschiedener Gegner der
Nationalsozialisten und Freimaurer, wurde vom Landesgericht vom Vorwurf der
Verhetzung zunächst freigesprochen. Das Oberlandesgericht Linz erhob Einspruch
und ordnete eine neue Verhandlung an. Dieman hatte in
der katholischen Zeitschrift "Der 13." geschrieben, daß "die
Homosexuellen wie Ratten aus ihren Löchern" kriechen und "von
Politikern und Kirchenleuten liebevoll gefüttert" werden. (Zeitungen vom
13.2.1999)
Dietrich,
Marlene, deutsche Schauspielerin, in die USA emigriert,
tanzte vor US-Soldaten. Viele Liebhaber und Liebhaberinnen, darunter die
spanische Lustspieldichterin Mercedes de Acosta, zu deren Geliebten auch Greta
Garbo gehörte (la Repubblica, Roma, 7.3.2000, p. 54)
M. Dietrich spionierte für den FBI, der in den 40er Jahren auch Geheimdienst
war. Bot an, während ihrer Auftritte an der Front 1944 Subversion in der US-Army zu erkunden. (D 17.3.2000) Kennedy e l´Angelo Azzurro. 140 minuti d´amore alla
Casa Binaca tra JFK e Marlene Dietrich. Lei aveva 61
anni. Lo rivela il diario inedito del critico teatrale Kenneth Tyann, grande amico della Dietrich. Nell´autunno del ´62.
Marlene confessò di essere sempre stata attratta dagli uomini di potere. (la
Repubblica, Roma, 3.8.2000, p. 1 e 19)
Domanig, Karl, Dichter, *3.4.1851 zu Sterzing
in Tyrol. Fiecht.
Brixner Gymnasium. Abiturium in Meran. E. M. Hamann
aus Gößweinstein in Oberfr.
würdigt ihn in der (katholischen) Monatschrift für schöne Literatur "Der
Gral", Ravensburg, 15. 10.1908: Bei diesem Manne verwoben sich männliche,
patriotische, katholische und künstlerische Größe organisch zu markiger einheitlichkeit. Ja, patriotisch war dieser Edelbegabte
allzeit: gut österreichisch im besten Sinne, und tyrolisch
"vom Wirbel bis zum Zeh". Wie er von Kindheit auf mit dem
"homerischen Bauernvolk" der Sterzinger
Gegend in Freundschaft lebte und schon dadurch in die Urgründe des Deutschtums
und Tyrolertums geriet, hat er uns selbst erzählt.
... Seltsam mochte ihn dabei das öfters an ihn dringende schwankende, nicht
selten absprechende Urteil seiner eigenen Landsleute über den Tyroler Freiheitskampf berühren. (Anm.: ein Trost für
die heutigen Freiheitskämpfer). Werke: "Eine katholische
Burschenschaft". "Scholaren-Lieder". Collegium
Germanicum in Rom. "Braut d es
Vaterlandes". Innsbruck. Auf Ignaz von Zingerles
Rat widmet er sich der Parzivalforschung. "Parzival-Studien" in 2
Heften. "Wolfram von Eschenbach und seine Gattin" (1888). "Der
Gral des Parzival" (1906, 1. Heft der "Wiener Kultur").
"Der ,Klosenaere´ Walthers von der
Vogelweide", ein geistvoll-überzeugender Beitrag zur Lösung der
Heimatfrage des berühmten Minnesängers. Alle diese Schriften bekunden Domanigs tiefe christliche und künstlerische
Lebensauffassung, wie Wolfram und Walther selbst gerade seiner "tyrolischen Denk- und Gemütsart neue Nahrung" geboten
hatten. Zwei numismatische Werke. Dichtungen: Trilogie "Der Tyroler Freiheitskampf" (1885-97). Schauspiel
"Der Gutsverkauf" (1889). Erzählung "Der Abt von Fiecht" (1890). "Kleine Erzählungen" (1893).
Roman "Die Fremden" (1898). Schauspiel "Der Idealist"
(1901), aufgeführt 1906 in Wien, am 3.4.2001 in Sterzing.
. Gedichtsammlung "Wanderbüchlein" (1906). Schauspiel "Die liebe
Not" (1907). Volksbuch "Hausgärtlein "
(1908). Hochzeit 25.2.1884 mit Niederösterreicherin, die ihm "ein echtes tyrolisches Heim bereitete". Klosterneuburg. Domanig zur Schreibung Tyrols:
"Ich bin der Schreibung auf Münzen nachgegangen; sie wechselt von
Jahrhundert zu Jahrhundert. Mir erscheint Tyrol gegen
Tirol wie unser altes, eigenartiges Volkstum gegen das neumodische,
verblaßte..." Karl Domanigg ist ein echter
Volkspoet im höheren Sinne. Die Begabung dazu verlieh ihm Gott; er selbst
verwaltete das ihm anvertraute Pfund aufs treueste. Seine Absicht zielte und
zielt dabei in erster Linie auf das Heil seiner engeren Heimat, seines
geliebten Tyrol. Aber tief wie der Tyroler lebt der Österreicher, lebt der Deutsche in ihm. So
ist er berufen, auch zum Segen des teuren österreichischen Vaterlandes, zur
Förderung wahren Deutschtums zu wirken. Und flammend beseelt ihn die Liebe zur
Kirche. Ein echter Tyroler, ein echter Katholik: bei
ihm trifft´s zu. Er liebt den Frieden, aber nur den
Frieden in Ehren. Duldsam im besten Sinne, aber bekenntnistreu, bekenntnisfest,
bekenntnismutig. Wie er´s nach dieser Richtung als Schriftsteller meint, hat
uns sein Aufsatz "Der Katholizismus in der Literatur" (10. Gralheft,
Juli 1907) gezeigt: streng gegen sich selbst, klar und tapfer in der
Überzeugung, bereit und sicher in der Erfassung und Durchdringung des
Irdischen, des Menschlichen, aufs Ewige, aufs Göttliche hin. Gestorben 1913.
Erzählung Erhörung
Doré, Gustave,
französischer Graphiker, Maler und Bildhauer. 1832 – 1883. Einzigartige Stiche
zu Dantes „Inferno“.
Dostojewskij, Fjodor M., Dichter.
Schöpfer des modernen Seelenromans. Sieht den Menschen als Kampfstätte von Gut
und Böse an. Gegnerschaft zu Tolstoi. Vorsicht: Die kommunistische Zeitschrift
"Sowjetunion heute" schrieb: "Dostojewskis Unglaube war stärker
als sein Glaube." (11/1981) + 9.2.1881 . Mehrere Texte in ETIKA zitiert,
unter anderem im Kalender.
- Seine zweite Tochter Ljubow, später Aimée, wohnte zuletzt im
Grieser Hof (+ 10.11.1926). Sie liegt auf dem Friedhof Bozen-Oberau.
Aus
dem Nachwort zu „Sämtliche Erzählungen“ von Übersetzer E. K. Rahsin: D. geboren am 30.10.1821 als zweiter Sohn eines
Chefarztes in Moskau. „Mustereltern“ Nach Tod der Mutter zieht sich Vater auf
seine Güter zurück, wo er als Säufer, Wüstling und Tyrann von seinen
Leibeigenen umgebracht wird. Sohn macht Ausbildung als Militär-Ingenieur, wird
Leutnant, dann freier Schriftsteller, interessiert sich für kleine Leute.
Dekabristen. Zum Tod verurteilt, aber begnadigt zu Zwangsarbeit in Sibirien. 4
Jahre in Zuchthaus in Omsk, dann Soldat. Ab 1859 wieder in St. Petersburg. D.
liebt seine Ehefrau, die aber einen anderen liebt. Junge Schriftstellerin als
Geliebte. Spielsucht (Wiesbaden). Frau stirbt 1864. Halsabschneider betrügt ihn
um Verlagsrecht bisheriger Werke. Heiratet 1867 seine 25 Jahre jüngere
Sekretärin, die so sparsamen Haushalt führt, daß D. bei Tod am 28.1.1881
schuldenfrei.
F. M. Dostojewski:
Sämtliche Erzählungen. Piper Verlag München, 1965. Übertragen von E. K. Rahsin. Typisch russisches Hinabtauchen in die Abgründe der
Seele. Vor allem in den ersten Geschichten zu weitschweifig und unklar.
Roman
in neun Briefen (1845). Leicht zynisch. Macht pessimistisch. Obwohl amüsant und
spannend, Note 4 (ausreichend)
Herr
Prochártschin (1846). Ein dummer Geizhals; wirres
Geschwätz. Zeit gestohlen. Note 5-6 (mangelhaft bis ungenügend)
Ein
junges Weib (Die Wirtin, 1847). Irrsinn. Zuviel Aufwand für schwermütig
machendes Drama. Obwohl meisterhaft erzählt, Note 4
Polsúnkoff (1847). Ein
Betrogener. Nicht erhebend. 4
Ein
schwaches Herz (1848). Tragödie. 4
Die
fremde Frau und der Ehemann unter dem Bett (1848). Böses Lachen auf Kosten
eines zu Recht eifersüchtigen Ehemanns. Als amüsante Geschichte Note 1, aber
aus ethischer Sicht nur 5
Ein
ehrlicher Dieb (1848). Mitleid mit einem Trunkenbold. Note 3
Weihnacht
und Hochzeit (1848). D.s kürzeste Erzählung, nur 9 Seiten. Der Geschäftsmann
Julian Mastakowitsch wirft Blick auf elfjähriges
Mädchen, das bereits 300 000 Rubel besitzt, und heiratet das Kind, als es 16
wird. Niederschmetternd, deshalb nur Note 4
Ein
kleiner Held (1849). Der Elfjährige und die unglücklich verheiratete Mme M. Note 1
Eine
dumme Geschichte (1862). Bitterböse Ironie. Der Wirkliche Staatsrat Iwann Iljitsch Pralinskij,
humanistisch gesinnt, wird Opfer des Alkohols. Schadenfreude, keine erbauliche
Heiterkeit. Note 2
Das
Krokodil (1865). Anfangs origineller Einfall. Dann gekünstelt, weitschweifig. Mann
wird verschluckt und will nicht heraus. Note 4-
Bobok (1873) Makaber-amüsant. Auf dem
Friedhof belauschte Gespräche von Toten, die sich nicht mehr schämen wollen.
Note 2
Die
Sanfte. Eine phantastische Erzählung (1876). Sehr traurig. Vor dem Verhungern
gerettete 16-Jährige geht zugrunde. Ihr Mann, Pfandleiher, nicht unbedingt
schlechter Absicht, aber Egoist, treibt Frau in den Selbstmord. Er liebte sie
irgendwie, schätzte sie aber falsch ein. Man sieht: zerstörte Ehe irreparabel.
Frau erniedrigt – gegenseitige Achtung verloren – alles verloren. Scheidung
hätte ihr Leben gerettet. Note 2
Traum eines
lächerlichen Menschen. Eine phantastische Erzählung (1877). Verhinderter
Selbstmörder auf fernem Planeten, wo die Menschen keinen Glauben hatten.
Ethische Lösung leider ohne Gott. Note 5
Douglas, Michael, attore, è stato ricoverato più
volte in una clinica per "schiavi del sesso" in Arizona. (la
Repubblica, 17.1.2000, p. 17)
Doyle, Sir Arthur Conan,
Schriftsteller, Erfinder von Sherlock Holmes und Dr. Watson, geadelt 1902 mit
dem Titel "Sir". Seine Geschichten sind Lehrmaterial
für Kriminalisten in aller Welt. Der Amateurdetektiv Rodger
Garrick-Steele schrieb (D 12..9.2000), Doyle habe die Idee zur Geschichte
"Der Hund von Baskerville" von seinem Freund Bertram Fletcher
Robinson gestohlen. Der "durch und durch verdorbene" Autor und
Arzt habe Robinson 1900 in dessen Landhaus Park Hill House am Rand von Dartmoor besucht, ein Verhältnis mit dessen Ehefrau Gladys
gehabt und aus Furcht, der geistige Diebstahl und die Liebschaft könnten
auffliegen, Robinson 1907 mit Laudanum vergiftet.
Befürwortet Tierversuche, im Gegensatz zu G. K. Chesterton ("Father Brown"), weshalb wir diesem unter allen
Kriminalschriftstellern den Vorzug geben. Agatha Christies Monsieur Poirot ist
uns zu polygam, und der Spieler Edgar Wallace hat auch seine Schattenseiten,
was man sogar in der ansonsten ausgezeichneten Serie über die Vier Gerechten ("Das
silberne Dreieck", sie besuchten nie eine Kirche) zur Kenntnis nehmen muß.
Dumas, Alexandre, französischer
Schriftsteller, "Der Graf von Monte Christo", "Die drei
Musketiere". * 24.7.2002. Aus der Gosse zum Ruhm. Der Roman in der
Tageszeitung. Uwe Schultz würdigte ihn in der Stuttgarter Zeitung: "Dumas
schrieb gleichzeitig ein halbes Dutzend Romane für ein halbes Dutzend Blätter
vom "Siècle" über "La Presse" und dem "Journal des Débats" bis zum "Commerce". So hat er
literarischen Welt auch den Begriff des "Negers" geliefert ... den
literarischen Zuarbeiter, der Material beschaffte und ganze Kapitel für den
inzwischen weltbekannten Autor und unter dessen marktgängigem Namen schrieb. Es
soll vorgekommen sein, dass, als einer der "Neger" plötzlich verstarb
und den Fortsetzungsteil des Romans für den nächsten Tag nicht liefern konnte
und Dumas in Verzweiflung gestürzt war, er doch überrascht am nächsten Morgen
die normale Fortsetzung lesen konnte - der verstorbene "Neger" hatte
seinerseits einen "Neger". Zehnstündiger Schreibfleiß und brillante
Organisation der nachgeordneten Schreibtalente führten bald zu jenem Vermögen,
das Dumas verleitete, bei Port-Marly am Ufer der Seine zwanzig Kilometer
westlich von Paris sein "Chãteau d´If" erbauen zu lassen... Erstaunen erregte, dass der
zum originellen Dandy, Frauenheld und Lebemann aufgestiegene Romanproduzent auf
seine Selbstporträt verzichtet hatte. ... Er schrieb
ohne persönlichen Stil und ohne formale Experimente, aber er verstand es,
Stoffe zu finden und ihnen die Spannung jener Unterhaltung zu geben, die das
Lesen für die einfache Marktfrau wie für die verwöhnte Gräfin in Saint-Germain
zur Sucht werden ließ." (17.8.2001, Kultur, S. 29)
Duvalier, Jean-Claude, ex-tiranno ad Haiti, detto
"Baby doc", sopravvive in miseria alla periferia di Parigi. (Corriere
della Sera 2.11.1998)