ETIKA

PERSONEN

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9.6.2012

22F

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Index Personen A- Z

Fallaci, Oriana, italienische Paradejournalistin. Su "Panorama": "Il nuovo antisemitismo è peggio del nazismo". "Sto con Israele, sto con gli ebrei." (ilnuovo.it 11.4.2002). Dossier Ue: „Fallaci razzista“. Contenuti anti-musulmani, anti-arabi e anti-immigrati. Il rapporto annuale dell´Osservatorio sulla xenofobia. (la Repubblicca, 24.5.2002, p. 16, Mondo) In EU-Report über Fremdenfeindlichkeit 5/2002 gerügt wegen "anti-moslemischer, anti-arabischer und Anti-Einwanderer-Haltung".

 

Fallada, Hans, richtig Rudolf Ditzen, Schriftsteller, Opfer der Rauschgift- und Alkoholsucht am 25.2.1947 mit 54 Jahren. "Kleiner Mann, was nun?" Stets im Kampf mit dämonischen Mächten, kriminelle Delikte, tragischer Selbstmordversuch in der Jugend, bei dem Freund stirbt. Genie und Wahnsinn. Frau Suse (Hochzeit 1929) gibt ihm Halt. Schwierigkeiten mit NS-Führung, kommt ihr teilweise entgegen. Läßt sich scheiden, heiratet Drogensüchtige (23), die ihn bei Kriegsende aufgrund ihrer Geldbeschaffungsmethode ansteckt. Letztes Werk: "Jeder stirbt für sich allein."

 

Fanon, Frantz, Arzt und Psychiater aus Martinique, 19939 freiwillig zu französischer Armee, im Krieg und Résistance. Kämpft mit der algerischen Nationalen Befreiungsfront. Buch "Die Verdammten dieser Erde". Glaubte an Synthese zwischen der freigelegten Substanz der sich auflehnenden Kolonialvölker und eines neuen revolutionären Universalimsus. Ideologe und Prophet der amerikanischen Bewegung Black Power. Tod mit 36 Jahren. (Francois Bondy in: ZEIT, Nr. 42, 17.10.1969, S. 73: "Machiavelli der Verdammten")

 

Fantuzzi, Giulio, esponente dei Ds, ex sindaco di Reggio Emilia. Definisce "una barzelletta da spiaggia" le accuso contro di lui, rivelate ieri dalla Gazzetta di Reggio. (la Repubblica, Roma, 24.7.1998: Scandalo pedofili, accuse da Bruxelles a un eurodeputato)

 

Farrag, Nadja Abdel, Schauspieler, ein Jahr nach Trennung von ihrem Freund Dieter Bohlen "unglücklich". Sie gesteht "Bild":  "Ich bin 37,, ich habe keinen Job, keinen Mann, kein Kind. Das ist ziemlich traurig... Junge Männer sind nichts für mich. ... Ich habe keine wirkliche Perspektive. Was soll ich bloß machen, wenn ich 50 bin?" (D 23.3.2002)

 

Fassbinder, Rainer Werner, Filmemacher und Regisseur, vom Münchner Amtsgericht wegen gefährlicher Körperverletzung zu 6000 Mark Geldstrafe verurteilt. Der Vorfall spielte sich in einem Homosexuellen-Lokal ab. (Stuttgarter Zeitung, 2.7.1977)

 

Felderer, Karl, Schöpfer des Südtiroler Heimatliedes. * 17.5.1895 in Margreid nahe der Salurner Klause als Sohn eines (österreichischen) Gendarmeriewachtmeisters geboren, + 3.3.1989 in der Bozner Marienklinik kurz vor Erreichen des 94. Lebensjahres. Wir haben dem Greis und seiner Frau in Bozen die ETIKA-Fassung seines Heimatliedes überbracht.    "Dieses Lied hat unsere, zur Wehrmacht einrückende Jugend verbreitet, und es wurde von Narvik bis El Alamein gesungen. Alle die Anerkennung und Ehrungen, die man mir heute (eine Jugendsingschar) entgegenbrachte, gebe ich weiter an die tapferen deutschen Soldaten des letzten Weltkrieges und die in treuer Pflichterfüllung Gefallenen. Ihnen allein gebührt Ehre und Ruhm!" Tausende von Fernsehteilnehmern in ganz Südtirol hörten staunend die Worte ihres Landsmannes, den sie lang und hager und mit zerzausten weißen Haaren auf dem Bildschirm vor sich sahen als mahnenden, furchtlosen Bekenner, und in vielen Herzen wurde der Schlag stärker. Nein, wir brauchen sie nicht, die Politiker mit ihren gefärbten Weltanschaungen, die parteilichen Raffinessen und Entschließungen. An Mut zum Bekennen fehlt es unserer Zeit und macht unsere Menschen zu armen, am Gängelband Weniger geführten Narren." (Willy Acherer: Karl Felderer - Mut zum Bekennen, Deutsche Wochenzeitung, 13.6.1975). - Karl Felderer in München geehrt, erhielt den vom Nordtiroler Landeshauptmann gestifteten Wanderkrug für Verdienste um das deutsche Volkstum. Festakt des "Deutschen Kulturwerkes Europäischen Geistes" in Planegg. Laudatio von Gerhard Bletschacher, Vorsitzender der "Stillen Hilfe für Südtirol". Seiser Musikkapelle und Böhmische spielte, Männerchor und Geschwister Rier trugen Lieder vor.  (Dolomiten 28.4.1983) - "Wohl ist die Welt so groß und weit" - aber das Schönste in dieser weiten Welt ist ihm doch Südtirol, dessen Ruhm und Unübertrefflichkeit Karl Felderer in seinem in schwerster Zeit der faschistischen Unterjochung verkündet hat, eben mit seinem 1928 entstandenen Bozner Bergsteigerlied, das zu dem in der ganzen Welt erklingenden Südtiroler Heimatlied und durch Weise und Worte eines der schönsten Volkslieder auf unserer Erde geworden ist. 1897 Bozen, 1. Weltkrieg Standschützenbataillon Bozen, 1915 mit dem 14. Gebirgsartillerieregiment Kaiser Franz Joseph I. auf dem Pasubio, dem Rauchkofel und der Marmolata; Korporal, bronzene Tapferkeitsmedaille. 1920 Heirat mit Maria Barresch, die ihm einen Sohn und eine Tochter schenkte. 1930 Ansichtskartenabteilung Firma Amonn. 1940 Umsiedlung nach Innsbruck; Hötting; Photograph für Ansichtskartenfirma Chizzali. Seit 1919 gehört K. F. dem Alpenverein Südtirol in der Sektion Bozen an. Er brachte den Bildband "Blumenmärchen Seiser Alm" heraus. (Franz Hieronymus Riedl: K. F. vollendet 90. Lebensjahr, Dolomiten 17. 5.1985) - Tafel beim Weber in Moos am Ritten erinnert daran, daß an dieser Stelle nach einer Tour auf das Rittner Horn der Gedanke geboren wurde, der Melodie eines alten Schreinerliedes, das ihm Luise Hofer vorsang, ein heimatliches Gewand anzupassen. (Dolomiten 14.9.1988) Todesanzeige am 4.3.1989 in den "Dolomiten". "Karl Felderer hat für immer Abschied genommen" (nach Oberschenkelbruch). (Dr. Josef Rampold, Dolomiten 4.3.1989, Foto: Lechner) - Abschied von K. F., Ergreifendes Begräbnis auf dem Friedhof Bozen-Oberau vor einer unübersehbaren Menschenmenge. (D 7.3.1989) - Zum Abschied von Freund K. F. 1942 kam er zum Zollgrenzschutz Brenner; zwischen Zuckerhütl und Kraxentrager hatte er die Bergwelt zu überwachen. Nach langem Bemühen konnte der nun Fünfundfünzigjährige 1950 nach Südtiroler zurückkehren. Grundstück in St. Christina, dort errichtete er das "Berghaus Felderer". Bücher: "Aus dem Lande der Dolomiten" und "Ernstes und Heiteres aus großer Zeit". (F. H. Riedl, D 18.3.1989) - Eine schier unübersehbare Menschenmenge nahm Abschied von diesem aufrechten Südtiroler, für den Heimatliebe einer der höchsten Werte war und der sich zeit seines Lebens konsequent für die Erhaltung unserer VBergwelt eingesetzt hat. Dr. Josl Rampold, ebenfalls Ehrenmitglied des AVS, gedachte dieser wohl markantesten Persönlichkeit der alten Bozner Bergsteigergarde. (Gedenkblatt für Karl Felderer, AVS-Mitteilungen 2/1989, r.g., und AVS-Jahresbericht 1989) Rezension zum Buch von Willy Acherer: Zur Erinnerung an Karl Felderer - ein Vermächtnis", 86 Seiten mit vielen Bildern. Herausgegeben von der Schützenkompanie Franz Fenner in Margreid. Im Südtirol-Verlag Herbert Neuner, München 1990. Es ist in neuerer Zeit auch hierzulande Mode geworden, die Toten nicht in Frieden ruhen zu lassen... böse für die Skandalsucher, wenn der Schuß nach hinten losgeht. (Dolomiten, Die Schriftleitung)

Feldmann, Christian (38), Kirchenjournalist, Starautor des Herder-Verlags, Verfasser der Rupert-Mayer-Biografie „Die Wahrheit muß gesagt werden“, schrieb auch für die Katholische Nachrichten-Agentur, beteiligt an Kampagne gegen Krenn, soll Reden eines Bischofs geschrieben haben, von der großen Strafkammer des Landgerichts Regensburg zu zweieinhalb Jahren Freihheitsstrafe verurteilt, weil er eine Frau (33) sexuell missbraucht, gewürgt und verletzt hatte. (Der 13., 13.10.1988) Wie der Fall eventuell in einer höheren Instanz ausging, wissen wir nicht.

Feller, Anke, Weltmeisterin als Mitglied der deutschen 4x400-Meter-Staffel in Athen. Nacktmodell für „Playboy“. (1998)

Feltrinelli, Giangiacomo, Verleger. „Sein Antiautoritarismus placierte ihn ... unter die Anarchisten. Er begann die Siegreichen zu verabscheuen...“ Fidel Castro. Régis Debray, Bolivien. (StZ 12.3.1970)

Ferdinand I., Kaiser, Schattenkaiser, “der Gütige“, Sohn von Kaiser Franz I. und Schwager Napoleons, letzter gekrönter König von Böhmen, Marionette in der Hand Metternichs, Sommer 1838 Huldigungsreise durch Tirol, belehnte auf Schloss Tirol den Enkel Andreas Hofers, den erst fünfjährigen Andre von Hofer, mit dem Sandwirtsgut in Passeier (Belehnung ging 1881 auf Bruder Karl und 1887 auf dessen Sohn Leopold von Hofer über, 1887 an Tiroler Adelsmatrikelstiftung), Privatier auf dem Hradschin. (Dolomiten, 8.7.2000, Othmar Parteli)

Ferenczy, Josef von, Literaturfabrik FPA = Ferenczy Presse Agentur, liefert Unterhaltung auch anrüchiger Art, z. B. „Sally Winter“ und Oswald Kolles Sexserie in der“Neuen Revue“, „Das Lexikon der Erotik“ in „Jasmin“ (Süddeutsche Zeitung, 6.3.1971)

Feuerbach, Ludwig (1804 - 1872), wollte zuerst evangelischer Geistlicher werden, Hegel-Schüler. Vernunft verdrängte Theologie. Seine Doktorarbeit: "Über die eine, allgemeine, unendliche Vernunft!" Für ihn war es eine "heilige Pflicht, das lichtscheue Wesen der Religion ganz in die Gewalt der Vernunft zu bringen". Der Mensch war für ihn der höchste Wert. "Der Mensch ist dem Menschen Gott." Atheismus Grundlage für Selbstbefreiung. (Landolt 55) „Die sogenannten Junghegelianer oder Linkshegelianer … wandten ihre geistigen Fähigkeiten an eine radikale Religionskritik. Aus ihren Reihen kam Ludwig Feuerbach, der 1841 sein Buch „Wesen des Christentums“ veröffentlichte. Feuerbach war Theologe gewesen… Unablässig schrieb er den Namen Gottes nieder, um ihn immer wieder durchzustreichen. Er wollte mit fanatischem Eifer den Gottesglauben als menschliche Täuschung, als Lug und Trug entlarven.“ (Alexander Evertz: „Wandel in Geheimnissen“, Gedanken zum marxistischen Staatsatheismus, Deutschland-Journal, April 1978, Folge 4, Seite 20)

Fichte, Johann Gottlieb, Philosoph des Deutschen Idealismus, *19.5.1762 in Rallmenau (Oberlausitz). Professor in Jena. Dieses Amt legte er 1800 nieder. Man hatte gegen ihn den Vorwurf des Atheismus erhoben, weil er Gott unpersönlich, das heißt als moralische Weltordnung aufgefasst hatte.  Schrift 1792 „Versucht einer Kritik aller Offenbarung“ machte ihn berühmt. Der Lehrer der Vaterlandsliebe. + 29.1.1814 an Nervenfieber mit 54 Jahren. (Deutsche Wochen-Zeitung, 8.3.1974, Robert Scholz) Ein Vorbild an Volkstreue, Philosoph, Revolutionär, Patriot (Deutscher Anzeiger oder NZ oder DWZ, 7.5.1982) Gestalt des Prometheus Vorbild für die eigene Gottähnlichkeit (Landolt 56). Über seine Zugehörigkeit zur Freimaurerei polemisiert Christian Jerrentrup („Einsicht“, München,33. Jahrgang, Nr. 3, April 2003) mit Johannes Rothkranz („Kyrie eleison“, Jan.-März 2003, S. 79-128). Jerrentrup behauptet: „Fichte trat am 4.7.1800 aus der Loge aus. ... Fichte wollte die Loge zum Werkzeug der Wissenschaftslehre machen, was die Vernichtung der Idee der Freimaurerei zur Folge gehabt hätte. Die Loge durchschaute das sofort...“

Dem ev. Konstanzer Großdruckkalender vom 13.9.1990 (WEm) entnehmen wir folgende Geschichte. Fichte sagte zu dem Berliner Armenfreund Hans Baron von Kottwitz (1757 – 1843): „Das Kind betet, der Mann will.“ Darauf erwiderte ihm Kottwitz: „Herr Professor, ich habe sechshundert Leute zu versorgen und weiß oft nicht, woher das Brot für sie nehmen. Da kenne ich nur ein Mittel: das Gebet zu meinem himmlischen Vater, und das hat mir auch immer noch geholfen.“ Fichte schwieg eine Weile, seine Augen füllten sich mit Tränen, und er sagte: „Ja, lieber Baron, dahin reicht meine Philosophie nicht.“ Vor seinem Tode, im Jahre 1814 während der Befreiungskriege, setzte Fichte den Baron zum Vormund seines Sohnes ein. Zitate Fichtes:

Der Mensch kann, was er soll; und wenn er sagt: ich kann nicht, so will er nicht.
Vollkommenheit ist das höchste, unerreichbare Ziel des Menschen; Vervollkommnung ins Unendliche aber ist seine Bestimmung.
Vita activa: Handeln, handeln, das ist die Sache. Was hilft uns das bloße Wissen?
Die Sinnlichkeit soll kultiviert werden; das ist das höchste und letzte, was sich mit ihr vornehmen lässt.
Notwendig ist es nicht, in der verderbtesten Gesellschaft mit verdorben zu werden.
Nur derjenige ist frei, der alles um sich herum frei machen will.
Alle Kraft des Menschen wird erworben durch Kampf mit sich selbst und Überwindung seiner selbst.
Nicht die Gewalt der Arme, noch die Tüchtigkeit der Waffen, sondern die Kraft des Gemütes ist es, welche Siege erkämpft.
Ehre, dem Ehre gebührt; Gerechtigkeit jedem.
Je mehr ich handle, desto glücklicher scheine ich mir.

Fischer, Ernst, Austromarxist, Redakteur der Wiener Arbeiter-Zeitung, Flucht in Sowjetunion, Minister in der 1. österreichischen Koalitionsregierung 1945, Litertaturkritiker, Bühnendichter, gegen Moskauer Gleichschaltung, ausgestoßen aus der Kommunistischen Partei (Süddeutsche Zeitung, 16.10.1969)

Fischer, Joschka, aus Gerabronn/Hohenlohe, einer der Führer der deutschen Grünen, die früher für Frieden und gegen Gewalt (schon in der Kindererziehung) eintraten, sagte zur Rechtfertigung eines von ihm gebilligten Nato-Militärschlags gegen Serbien wegen der Unterdrückung der Kosovo-Albaner: "Ohne Androhung von Gewalt wäre die jetzt gefundene politische Lösung nicht möglich gewesen." PDS-Gruppenchef Gregor Gysi warf ihm vor, er habe vor vier Jahren noch ganz anders geredet. (Südwestpresse 17.10.1998). Vierte Eheschließung des 51jährigen am 17.4.1999 mit der 29jährigen Nicola Leske in Frankfurt. Ab 1968 Mitglied der Gruppe „Revolutionärer Kampf“ (RK) , bei Demonstrationen und Straßenschlachten. Chef einer Frankfurter Straßenkämpferbande mit dem Namen „Proletarische Union Terror und Zerstörung“. Kommentator Florian Stumfall: „Das hat aber bislang nichts ausgemacht. Schließlich verzeiht man dem seinerzeit fast 30jährigen diese Dinge als Jugendsünde.“ (D 20.2.2001) Richtig, wir schließen uns an. „Schlechter sieht die Sache jedoch im Hinblick auf die ehemalige Terroristin Schiller aus, die er angeblich gar nicht gekannt hatte ... Falschaussage... jetzt erinnert sich eine ehemalige Genossin, dass Fischer als prominenter Gast bei einer PLO-Versammlung (1969) in Algier dabei war, bei der die Vernichtung Israels ausgerufen wurde. ... außerdem, so Staatsminister Vollmer, sei in Algier Cohn-Bendit, der französische EP-Abgeordnete der Grünen, dabeigewesen, ein alter Kumpel Fischers und selbst Jude, und daher habe Arafat sicher nichts Unfreundliches gegen Israel gesagt.“ (ebenda) „Das Haus Bornheimer Landstraße 64 im Frankfurter Nordend, in dem damals Fischer und Cohn-Bendit lebten, galt als Anlaufstelle der Frankfurter Sponti-Szene. Im Frühjahr 1973 hielt sich hier kurzzeitig die zuvor aus dem Gefängnis entlassene RAF-Terroristin Margrit Schiller auf.“ (D 20.2.2001) Da finden wir nun auch nichts besonders Schlimmes daran. Warum soll man nicht einem entlassenen Gefangenen eine Chance geben?  Als grüner Außenminister sehr amerikafreundlich, siehe 0I5 unter 22.2.2001. Nuove accuse dall´ex marito di Ulrike Meinhof, Klaus Rainer Roehl: „Il gruppo di Fischer era antisemita”. “I cosidetti speculatori edilizi contro cui l´ultrasinistra lottava occupando gli immobili”, afferma Roehl, “erano ebrei tedeschi o cittadini israeliani. Tra loro figuravano Ignatz Bubis, … Michael Friedman, attuale numero due degli ebrei di Germania, Abraham Markiewicz, Simon Preisler, Fischel Neufeld”, scrive sulla Neue Revue. (la Repubblica, Roma, 10.1.2001, p. 7) - Ehrendoktor der Universität Haifa. Grund: seindetermined struggle against racism and anti-semitism” (29.5.2002).

Fischer, O. W., Schauspieler. „Frauenheld“, viele Affären, obwohl seine Frau Nanni schwer krank war

Flaubert, Gustave, französischer Skandalautor aus Rouen in der Normandie. Seine Großmutter war die Freundin der Charlotte Corday, die mit Messern umzugehen verstand, als sie Marat ermordete. Gustave entstammte einer Dynastie von Ärzten, idie das Skalpell zu handhaben wussten. Beginnt, die Bourgeoisie zu hassen. Er legt sein Herz in die Kunst. „Verzweiflung ist mein normaler Zustand. Ich bin von Natur aus nicht fröhlich. Possenhaft und obszön soviel du willst, aber immer finster, kurz, das Leben geht mir herzlich auf die Nerven. Da hast du mein Glaubensbekenntnis.“ Prozeß wegen „Madame Bovary“, dem „Hohenlied des Ehebruchs“. (Stuttgarter Zeitung, die Brücke zur Welt, 11.12.1971, Friedrich Hagen) „Imputato Flaubert, lei offende la pubblica morale”. I documenti del processo per “Madame Bovary”. (Corriere della Sera, 23.4.1978)

Flaxman, John
englischer Bildhauer und Zeichner, geboren 1755, gestorben 1826. Zeichnungen zu Dantes „Inferno“.

Fleming, Ian, Schöpfer von James Bond 007, ein „amoralisch-arroganter Held“ (Der Spiegel, ohne Datum, vermutlich siebziger Jahre). Sohn eines Millionärs, Absolvent von Eton und Sandhurst, Multitalent. Geheimdienstoffizier. Baut im Kalten Krieg unter dem Tarnnamen Mercury-Nachrichtenagentur ein Agentennetz auf. Um den Sowjets gegenüber Harmlosigkeit vorzutäuschen, schrieb er Spionageromane, die niemand ernst nehmen konnte. Aus einer Weinlaune heraus porträtierte er dabei seinen Freund aus Kindertagen und Geheimdienstkollegen Ivar Bryce und nannte ihn James Bond. Der erste Roman „Casino Royale“ erschien 1953. Bryce Sohn reicher Eltern, Playboy. Kult mit der Gewalt, Storys sind grauenvoll und unwahrscheinlich. Es sind spannungsgeladene böse Märchen für Erwachsene. Ihre Verführung liegt darin, dass sie auf die Abenteuerlust des Lesers zielen und ihm Identifikation mit James Bond suggerieren. (nach D 27.5.1988 dpa Eleonore Bauer) 13. und letzter James-Bond-Roman „The Man with the Golden Gun“. + 1964 auf Jamaika. Fleming überlistete auch Rudolf Hess, wie wir einer UPI-Reportage aus London entnehmen, die im „Herald Examiner“, Los Angeles, vom 15.9.1969 erschienen ist:

The man who created James Bond also laid a plot that brought Nazi Deputy Fuehrer Rudolf Hess flying into allied captivity during World War II. In a New history of Britain´s secret service, author Richard Deacon says the late Ian Fleming hatched his Hess plot while serving in wartime in naval intelligence. … May 10, 1941, … Hess stole a Messerschmitt 109 and flew to Britain, parachuted into a Scottish haystack and explained he came to make peace between Britain and Germany. Hess spent the rest of the war in captivity and is now serving a life term … in Berlin´s Spandau prison. Fleming´s use of astrology put him there, Deacon says. With Secret friends and a cloak and dagger agent in Switzerland, Fleming helped plant an astrologer in Hess circle of helpers.  The plot went to the trouble of planting identically false horoscopes with two regular Hess astrologers. … The false horoscopes said Hess should act on May 10 because “on that date, six planets in the sign of taurus coincided with the full moon.” Hess went. Hitler raged, arresting all Hess´ aides, including the loyal astrologers.

Flex, Walter, Kriegsdichter des Ersten Weltkrieges. „Der Wanderer zwischen beiden Welten“. Kompanieführer, gefallen am 15.10.1917. ... hatte sein junges Leben nach den sittlichen Gesetzen erfüllt, die er sich selber gegeben hatte. In seinem letzten Brief schrieb er: „Ich habe das unruhige, innere Gewissen, daß alles, was mit uns geschieht und geschehen kann, Teil einer lebendigen Entwicklung ist, über die nichts Totes Macht hat.“ Der junge Offizier ließ an seinen Glauben so wenig rühren wie an sein Portepee. Seine Glauben und seine Ehre, das gehörte zusammen. (D 22.7.1987, E. J., BRG)

Fliege, Jürgen (53), TV-Talkmaster und Pfarrer, trennt sich nach 19 Jahren Ehe von seiner Frau Ulrike Schiller (51). Kinder 15 und 13 Jahre alt. (D 8.6.2000)

Flint, Larry, US-Pornokönig, Besitzer des Pornographie-Konzerns "Hustler" (abscheuliche Darstellungen in Sex-Magazin und im Internet), seit Attentat von 1978 gelähmt. Im Zuge seiner Kampagne für Präsident Bill Clinton attackiert er den zum Parlamentspräsidenten designierten republikanischen Abgeordneten Bob Livingstons wegen Ehebruchs sowie den konservativen republikanischen Abgeordneten des Repräsentantenhauses Bob Barr, einen Abtreibungsgegner; auch dieser habe eine außereheliche Affäre gehabt. In einem Inserat der "Washington Post" hatte er bis zu einer Million Dollar für Informationen über Seitensprünge von Kongreßabgeordneten angeboten. (14.1.1999 AP) Flint hat am 20.6.1998 in seinem Haus in Los Angeles zum viertenmal eine Ehe geschlossen, und zwar mit Elizabeth Barrios. Zugegen war Courtney Love, der eine Rolle in Milos Formans Film über Flint spielt. (Pressemeldungen 24.6.1998) Im Film "The People vs. Larry Flint" läßt er sich als Verteidiger des "First Amendment" der US-Verfassung feiern. Tochter Tonya Flynt-Veja sagte, ihr Vater leide unter "schweren Persönlichkeitsstörungen" (14.1.1999)

Fo, Dario, antichristlicher italienischer Dramatiker, erhielt 1997 Literatur-Nobelpreis, eine Wahl, die der ´"L´Osservatore Romano" als "jenseits jeglicher Vorstellungskraft" bezeichnete.

Folkerts, Ulrike, Schauspielerin ("Tatort") freut sich, daß ihr Bekenntnis zur Homosexualität anderen Frauen Mut macht, sagte sie und verwies auf andere prominente Lesben wie Hella von Sinnen und Maren Kroymann. (10.5.2000)

Fontane, Theodor
“Theodor Fontane war trotz seines Humors dem Pessimismus gegenüber widerstandslos, weil er die Ewigkeitshoffnung aufgegeben hatte.“
(Alexander Evertz: „Wandel in Geheimnissen“, Gedanken zum marxistischen Staatsatheismus, Deutschland-Journal, April 1978, Folge 4, Seite 20)

Frankl, Viktor E., #29 Begründer der Logotherapie = Suche nach dem Sinn, besonders nach dem letzten Sinn: dem Über-Sinn. "Die Logotherapie kennt dieser aber nicht, ja sie behauptet, daß er für alle Menschen absolut unerreichbar ist, obwohl er sich in der einzig wahren Religion, d.h. in der einen katholischen Kirche (Anm.: katholisch heißt allgemein), offenbart: der ewige Logos Jesus Christus (Anm: das griechische Logos heißt Wort, Rede, Denken, Vernunft). Er ist der Sinn und der Über-Sinn unseres Lebens, er ist unser Leben und Über-Leben. (Manfred Adler: Vom Sinn und Ziel unseres Lebens, Miriam-Verlag Jestetten 1984, S. 189) "Der Glaube an Gott wird ersetzt durch den Glauben an den Sinn. Der Sinn ist also in der Logotherapie ... an die Stelle Gottes getreten und erfüllt nun die gleiche Aufgabe wie etwa der "Allmächtige Baumeister aller Welten" in der Freimaurerei. ... Damit entpuppt sich die Logotherapie als Religion für alle, die sich nicht in ,konfessioneller Engstirnigkeit' zu einer bestimmten Religion, vor allem nicht zu "wahren Religion'" bekennen wollen. Hier zeigt die scheinbar glaubensneutrale und angeblich tolerante Logotherapie ihr unverhülltes unchristliches und antichristliches Gesicht, wie die folgenden Sätze aus dem religiösen Credo V. E. Frankls beweisen: ,Unsere Auffassung von Religion hat nur noch herzlich wenig zu tun mit konfessioneller Engstirnigkeit und deren Folge, religiöser Kurzsichtigkeit, die in Gott anscheinend ein Wesen sieht, das im Grunde nur auf eines aus ist, und das ist: daß eine möglichst große Zahl von Leuten an ihn glaubt...'" (Manfred Adler S. 190) "Fragen wir nun weiter, was der letzte Sinn oder der Über-sinn sei, worin er bestehe, was er bedeute oder beinhalte, dann werden wir von V. E. Frankl und seinen Anhängern enttäuscht. Ihre Antwort lautet schlicht: Wir wissen es nicht. Ihr Glaube ist also nur scheinbar positiv... In Wirklichkeit ist der logotherapeutische Glaube ein negativer Glaube, ein Nichts-Wissen. Die Logotherapie glaubt zwar an einen letzten Sinn, aber sie weiß nicht, was sie glaubt. Wir nennen das Agnostizismus. Die Agnostiker sind keine Atheisten..., sondern Menschen, die es entweder offenlassen, ob es ein göttliches Wesen überhaupt gibt, oder, wenn sie an irgendeine Gottheit glauben, doch der Auffassung sind, daß diese Gottheit und ihre Absichten und Pläne für uns nicht erkennbar und wissbar sind." (Manfred Adler S. 193)

Franklin, Benjamin, brachte als Gesandter in Paris ein Militärbündnis mit Frankreich zustande. Daraufhin Sieg Washingtons über die Engländer. (Roman Landolt: Das Spiel mit dem Feuer der neuen Weltordnung, 1999, Verax Verlag, CH-7537 Müstair/GR, S. 40)

Freud, Sigmund, Psychiater , Begründer der Psychoanalyse 8#39 Psychoanalyse widerlegt von Hans Jürgen Eysenck

Friedrich II. von Preußen, Vorläufer des Antichrist (laut Egon von Petersdorff: Dämonologie, Christiana-Verlag Stein am Rhein 1992, Seite 418)

Frisch, Max, Schweizer Schriftsteller, teilte Weltanschauung des atheistischen Philosophen Epikur (Roman Landolt)

Fröhlich, Gustav, Schauspieler, Baarova

Fuentes, Carlos, Schriftsteller, 1926 geboren, gestorben 2012 mit 83 Jahren. Einem epd-Bericht, erschienen in der NWZ vom 18.5.2012, entnehmen wir folgende Details. „Weltbürger mit mexikanischem Pass“. „Für Skandale in Mexiko sorgten Fuentes´ Vorliebe für erotische Passagen.“ Das genügt wohl.

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Heilig, Selige, Gerechte