ETIKA

Mohandas Karamchand Gandhi

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31.1.2008

22GANM2

Biographie

Siehe Autobiographie: Buchhandel, Bücherei

Vor 50 Jahren starb der Hindu Mohandas Karamchand Gandhi, genannt Mahatma (große Seele) als Märtyrer für Wahrheit, Gerechtigkeit und Gewaltlosigkeit (non-violence, ahimsa). Ein Hindufanatiker erschoß den Vater der indischen Unabhängigkeit am Nachmittag des 30. Januar 1948, nachdem er das Birla-Haus in Neu Delhi verlassen hatte, auf dem Weg zum Gebetsplatz. Er murmelte noch die Worte: "He Ram" (o Gott)

Einer kurzen Würdigung der dpa-Korrespondentin Annegret Ratzkowsky entnehmen wir folgende Einzelheiten:

Die von Gandhi gewünschte Einigung von Hindus und Moslems war nicht gelungen.

Es war die Waffe der Gewaltlosigkeit (non-violence, ahimsa), mit der es Gandhi geschafft hatte, die britischen Herrscher zu besiegen.

Der am 2. Oktober 1869 im westindischen Bundesstaat Gujarat geborene Mohandas Karamchand Gandhi hatte sie nach seinem Jus-Studium in London im Kampf gegen das Apartheid-Regime in Südafrika angewandt.

Sein spektakulärer Salzmarsch - eine Demonstration gegen die Salzsteuer - endete mit dem Gesichtsverlust der Kolonialmacht. Die Briten hatten die friedlichen Demonstranten brutal zusammengeschlagen und verhaftet.

Winston Churchill (1931) schnaubte, ein "aufrührerischer Fakir" sei "halbnackt" die Stufen zum Palast des Vizekönigs emporgestiegen, "um dort unter gleichen Bedingungen mit dem Vertreter des Königs und Kaisers Verhandlungen zu führen".

Um Indien von der Einfuhr britischer Industriewaren unabhängig zu machen, setzte er sich für die Wiederbelebung alter Handwerkstraditionen ein. Das Spinnrad wurde zum Symbol des Freiheitskampfes.

"Ich weiß nicht, wie viele auf Gewaltfreiheit oder das Spinnrad schwören, wie viele an Dezentralisierung glauben und das Dorf als Kern des Ganzen sehen...", schrieb er 1946...

Was ist geblieben?

"Das unabhängige Indien hat Gandhi zu einem Heiligen gemacht und all seine Lehren ignoriert." (Bertrand Russell)

(Quelle: "Dolomiten", 30.1.1998)

Literatur: Zahlreiche von Gandhis Schriften sind im Buchhandel zu haben, zum Beispiel die Autobiographie. Daneben gibt es gute Zusammenfassungen und Lebensbeschreibungen, etwa von Romain Rolland (aus den 20er Jahren). Auch wir werden Gandhis Wirken umfangreich darstellen, sobald wir unser verschollenes Manuskript gefunden haben.

Personen G