|
ETIKA 22P |
PERSONEN |
www.etika.com |
Packard,
Vance, US-Gesellschaftskritiker mit konservativer
Grundhaltung 3#41, + 11.12.1996. Im Bestseller "Die geheimen
Verführer" 1957 ist nachzulesen, wie Werbestrategen den idealen
Konsumenten züchten. In dem Buch "Die wehrlose Gesellschaft"
beschreibt er, wie der einzelne in seinem Privatleben angegriffen wird. In
"Die sexuelle Verwirrung" beschrieb er die negativen Folgen von
Freizügigkeit und häufigen Partnerwechseln: Packard empfahl Enthaltsamkeit vor
der Ehe und Monogamie oder Askese. In "die ruhelose Gesellschaft"
entlarvte er die Wurzellosigkeit als Wurzel allen Übels. Die jungen Leute in
den Städten verwilderten: "Dort tun sie, was sie zu Hause nicht täten,
weil solches Verhalten dort unakzeptabel wäre." Einem dpa-Pressebericht
vom 16.12.1996 zufolge wies Packard "mit präzisen Zahlen nach, daß die
zunehmende Anonymität in immer größeren Städten mit einer steigenden
Verbrechensrate einhergeht. Beziehungslosigkeit, Kälte, Einsamkeit,
Alkoholismus, Drogensucht - all das sind nach Meinung Packards
Folgen einer Entwicklung, die eine ,Nation von
Fremden' entstehen ließ." Freuen wir uns, daß es trotz aller
systematischen Vermischungsversuche noch immer viele Völker in ihrer
Verschiedenartigkeit gibt und der multikulturelle Einheitsbrei gottlob noch die
Ausnahme darstellt.
Paesa,
Francisco "Paco" (62), "Mann mit 1000 Gesichtern", Spion
und Gegenspion, Waffenhändler, Geldwäscher. (fingierte?) Todesanzeige in "El País", daß am 2.7.1998 in
Thailand gestorben. Gilt als Komplize des korrupten Ex-Polizeichefs Luis Roldan
(28 Jahre Haft) und soll die von diesem veruntreuten 20 Millionen Mark ins
Ausland geschafft haben. Verkaufte im Auftrag der Regierung Boden-Luft-Raketen
mit eingebauten Sendern an ETA. Herzensbrecher, u.a. bei Devi Sukarno, der
Witwe des indonesischen Präsidenten. Gründete Banken in der Schweiz und auf den
Cayman-Inseln. UN-Botschafter von Sao Tome und Principe mit diplomatischer Immunität. (am 25.7.1998 in
Zeitungen veröffentlichter Korrespondentenbericht von Hubert Kahl, dpa)
Pahlewi,
Schah Reza, Tyrann von Iran. #49 a7901v ETIKA Nr. 1, 1.1.1979:
"Wer hilft dem Volk, sich von diesem Joch zu befreien?" Am 16.1.1979
zum Verlassen Persiens gezwungen und vom Obersten Revolutionsgericht für
vogelfrei erklärt.
Paine,
Thomas (1737 - 1809), britischer Aufklärer, für die französische Revolution. Seine "Los-von-England"-Flugschrift
vom Januar 1776 "The Common Sense Addressed to the
Inhabitants of America" sowie seine Forderungen nach Menschenrechten
und dem allgemeinen Wahlrecht beeinflußten die Unabhängigkeitserklärung der USA
vom 4.7.1776. (Roman Landolt: Das Spiel mit dem Feuer
der neuen Weltordnung, 1999, Verax Verlag, CH-7537 Müstair/GR, Seite 39)
Pascal,
Blaise (1623 – 1662), christlicher französischer
Philosoph
Pensées
– Pensieri - Gedanken
Pecoraro
Scanio, Alfonso (41),
grüner Landwirtschaftsminister, erklärt in Bekenntnis zu Bisexualität:
"Ich habe die absolute sexuelle Freiheit gewählt." (D 3. 6.2000) Uns
würde interessieren, was Girolamo Savonarola dazu sagen würde.
Pereira,
Sr. Nancy, indische Ordensschwester, Salesianerin #21,
Bangalore, Projekt Fides: Hilfe zur Selbsthilfe für
Arme. Berufsausbildung von Frauen. Kleinkredite für Familien u.a. vom Land Südtirol.
- A Nancy Pereira, la suora-banchiera, il premio speciale "Marisa
Bellisario" Finanzia "nullatenenti". La media dei prestiti è
molto bassa, circa 50 mila lire, ma con un tasso di interesse
del 2 % in modo da aiutare i poveri dell´India a ricostruirsi una vita. Fides ha dato a tremila famiglie di Bangalore la
possibilità di disporre di un reddito autonomo. (Corriere della Sera, Economia, 22.3.1998)
Petersdorff,
Egon von, päpstlicher Geheimkämmerer, Verfasser des
Buches "Dämonologie", zwei Bände, Christiana Verlag CH-8260 Stein am
Rhein. Dem Nachwort von Prof. Dr. Gerhard Fittkau
(II, S. 509 - 517) entnehmen wir folgende Angaben: Geboren am 8.1.1892 in Posen
als ältester Sohn des Kommandierenden Generals Axel von Petersdorff aus Gollnow in Pommern. Die Mutter Elisabeth stammte aus einer
französischen Hugenottenfamilie. Die Eltern lebten getrennt. Kriegsschule in
Potsdam. Leutnant. Auf der Offiziersschule verlor er nach der Lektüre der
"Welträtsel" E. Haeckels den "landläufigen protestantischen
Glauben". Am Tag seiner Einberufung, dem 24.9.1914, ließ er sich
überstürzt zur Trauung mit einer Cousine überreden. Las in Pfarrhaus die
theologischen Bücher des geflüchteten Pastors, was ihn zur Abkehr vom Luthertum
führte. Verfaßte ein "Bekenntnis zum friderizianischen Heidentum".
Kurz vor Kriegsende durch Granatsplitter schwer verwundet.
Blieb hundertprozentiger Kriegsinvalide. Vor dem Schwinden des Bewußtseins
kamen ihm christliche Gedanken. Mit preußíscher
Gründlichkeit exerzierte er auf der Suche nach Wahrheit und Erfüllung die
wechselnden "daemonischen Angebote" durch
alle Höhen und Tiefen bis zur äußersten Gefahrengrenze der
Selbstvernichtung durch. Ließ sich im Strom der bindungs- und richtungslosen
Wandervogel- und Jugendbewegung treiben, tagte mit anarchistischen,
schwärmerischen Gruppen in Upland, folgte einer
Einladung von "Quickbornern" und sang alte Marienlieder. Wurde
aktiver Kommunist. Schwärmerisches Gesuch an Lenin. Schloß sich dem Dramatiker
und ehemaligen Gardeoffizier Fritz von Unruh an. Kandidierte bei der Reichtagswahl 1924 für die Republikanische Volkspartei in
Baden. Nachtwandlerischer Todesgang an den Abgründen des Spiritismus,
Okkultismus, der Astrologie, Alchimie, Anthroposophie, Yoga und Buddhismus. Kam
in Berührung mit Rudolf Steiner, wurde in die okkultische
Sondermoral und Askese eingeführt. Nahm in Neuburg bei Heidelberg an esoterischen
"Mysterien des Todes" teil. Von grausigen Erlebnissen
abgeschreckt, zog er sich in eine Einsiedelei bei Benediktbeuren
zurück und lebte in Askese nach Regeln des Okkultismus. Pakt mit den Geistern. Von
grauenhaften Bildern heimgesucht, aus denen es nur als "Ende der Qual das
Irrenhaus ... oder irgendeinen festen Halt gab" .Ein Okkultist empfahl
ihm das Vaterunser. Rosenkreuzer. Jacob Böhme. Rigorose Fastenkost von Salat
und Nüssen. Theresia von Avila. Ignatius von Loyola.
Lesen der ganzen Heiligen Schrift. Am 18.1.1928 vertauschte der preußische
Offizier seinen Gardedegen als Abwehrwaffe mit dem Rosenkranz. "miles Christi". Hoffte, nach Annullierung der mit
seiner inzwischen wieder verheirateten Kusine nicht vollzogenen Ehe Aufnahme in
den Jesuitenorden zu finden. Nach der Konversion verstieß ihn sein Vater aus
der Familie, enterbte ihn und wies bis zu seinem Tod nach 5 Jahren jeden
Annäherungsversuch zurück. Theologisches Studium an der Universität Innsbruck.
Der Zugang zum Priestertum wurde ihm verwehrt. 1933 Zuflucht im Kloster
Neuburg. Wallfahrt nach Lourdes. Negative Beurteilung der gesamten ostdeutschen
Geschichte und der angeblich gewaltsamen Christianisierung und Germanisierung.
Legte in Meran "Daemonologisches Archiv" an
und arbeitete jahrelang in der Vatikanischen Bibliothek. Freundete sich mit Alcide De Gasperi an, der ihm
nach dem Krieg die Ernennung zum Malteser-Ritter und Päpstlichen Cameriere di spada e cappa vermittelte. Während des Krieges engagierte er sich
in der Südtiroler deutschen Widerstandsbewegung als "militärischer
Berater" und schließlich als "Vizekommandant" einer mit den
westlichen Alliierten operierende Partisanengruppe (Anmerkung: Diese hat -
so wurde uns erzählt - bei Kriegsende aus dem Hinterhalt auf heimkehrende
Soldaten der deutschen Wehrmacht, darunter Südtiroler, geschossen, die auf der
Flucht vor den alliierten Bombern waren, vgl. die Aluminium-Vögel im
letzten Brief des katholischen Proveiser
SS-Rottenführers Leonhard Dallasega - ein düsteres,
unaufgeklärtes Kapitel). Befreite einen Tag vor der befohlenen
"Liquidierung" Trupps von 64 deutschen KZ-Häftlingen aus Dachau und
72 Gefangenen in Niederdorf/Pragser Wildsee, darunter Pastor Martin Niemöller, K. von Schuschnigg
und seinen zweiten Bruder Horst, Freikorpsführer im Baltikum, Anhänger Ludendorffs und "alten Kämpfer" der NSDAP. Als
Drittordensmann lebte er in spartanischer Einfachheit als Gast auf einem
Bauernhof in Kuens. Heiratete 1957 die Wiener
Juristin Dr. Emilie Mück (57) und zog mit ihr in kircheneigene Wohnung in Riffian. Tod bei Spaziergang am 5.9.1963. - Soweit Prof. Fittkau. (Anmerkung: Den Grabstein links von der Kirche
finden wir seit der Renovierung nicht mehr.) Zusammenfassung: P. sah
als "Dämonen in der Geschichte" drei unheilige Reiche: 1. den
Pangermanismus, 2. die Freimaurer, 3. den Kommunismus. P. über die Hölle Seine Tragik: Um einen
seiner drei Hauptfeinde zu bekämpfen, ging er eine unheilige Allianz mit dessen
Gegnern ein, die wirklich um keinen Deut besser waren
Pitsch,
Andreas, katholischer Verleger
und Autor, Müstair, Schweiz. Bücher über Pius XII. und Marcel Lefebvre
Planck,
Max (1885 - 1947), Physiker, Begründer der
Quantentheorie und Nobelpreisträger 1928: "Wohin und wieweit wir also
blicken mögen, zwischen Religion und Naturwissenschaft finden wir nirgends
einen Widerspruch, wohl aber gerade in den entscheidenden Punkten volle
Übereinstimmung. Religion und Naturwissenschaft schließen sich nicht aus, wie
heutzutage manche glauben und fürchten, sondern sie ergänzen und bedingen
einander. - Gott steht für den Gläubigen am Anfang, für den Physiker am Ende
allen Denkens."
Pola,
Roman, Südtiroler Operettenkomponist
”DIE SCHOENE BOZNERIN, de Roman Pola.
Selección de esta
opereta en tres actos y cuatro cuadros de un compositor contemporáneo dentro de
la más pura tradición de la opereta tradicional. A diferencia de España donde
la zarzuela es un género muerto y enterrado, en Austria – en este caso en
Sudtirol – hay compositores que no se avergüenzan de componer de manera
tradicional. La obra es básicamente cómica, pero hay algunas “arias” de
carácter serio y sobre la temática primordial en Sudtirol, la montaña, como por
ejemplo “Königin der Dolomiten”. Un CD entretenido y que demuestra que no hay
géneros muertos si no los matan los críticos. Intérpretes: Rita Oberparleiter,
Leo Ploner, Raimund Perkmann, Gustl Untersulzner. Director: Gottfried Veit.” (Wagneriana, Número 44, Enero/Marzo 2002, Barcelona)
Polanski,
Roman (66), polnisch-französischer Filmregisseur, 1999 in die Academie des Beaux-Arts (Akademie
der Schönen Künste) aufgenommen. Gleich und gleich gesellt sich gern.
Filme: "Der Ball der Vampire", "Rosemarys Baby". Skandal
mit Minderjähriger.
Pol
Pot, Tyrann und Volksmörder #
59, gestorben Mitte April 1998. 1961 Generalsekretär der KP. Vierjährige Schreckensherrschaft
1975 - 1979. 16 Stunden Feldarbeit bei einer Schale Reis. Seine Roten Khmer
bringen ein bis zwei Millionen Menschen um (ein Viertel der Bevölkerung) , weil sie den "neuen Menschen" schaffen wollen.
Am 7.1.1979 beenden vietnamesische Truppen die Herrschaft des
"Schattenmannes", des "Herrn der Finsternis", des
"Peinigers Kambodschas", des "Bruders Nummer Eins".(dpa-Korrespondent Thomas Lanig
in den Zeitungen vom 17.4.1998) Pol
Pots Spießgesellen
Priebke,
Erich, Kriegsverbrecher.
Prodi,
Romano
italienischer Mitte-links-Politiker. Ehemaliger Präsident der EU-Kommission.“Sono contrario al matrimonio fra gay“. “Famiglie e matrimonio sono parole che non si usano
fra persone dello stesso sesso, non c`è dubbio.” (la Repubblica.it,
8.2.2005) – “In
Iraq guerra ingiustificata”. (Corriere della Sera, 25.2.2005, p. 8)
Profumo, John, britischer Verteidigungsminister, stürzte
1963 über den Christine-Keeler
Skandal. - Ministro della guerra, ammette una
relazione con la modella Christine Keeler, che
passava i segreti a una spia russa. (La Repubblica 28.10.1998)
Puschkin,
Alexander Sergejewitsch,
russischer Dichter, geb. 1799, gestorben 1837 nach Duell. „Verschwendungssucht
seiner schönen Frau“ (DBG-Handlexikon). Freimaurer. „Puschkin mußte vor seinem
Tode schreckliche Qualen erdulden.“ (Anton P. Tschechow: Krankensaal sechs,
Kaiser Verlag Klagenfurt, S. 30)
Putin,
Wladimir, russischer Präsident und Nachfolger Jelzins, zuvor Ministerpräsident
und Chef des
Inlandsgeheimdienstes FSB, früher beim Geheimdienst in Deutschland tätig,
schickte auch in Moskau seine Kinder in die deutsche Botschaftsschule. In
russischen Zeitungen als "Mann ohne Gesicht" tituliert. Liest gern
Bücher, liebt Musik, geht angeln, betreibt Zweikampfsport Sambo und Judo. (4.1.2000) Nato a
Leningrado il 7.10.1952, laureato in Legge nel 1975, sposato con Ljudmila, padre di due figlie. Dopo la laurea, P. entrò nel Kgb, Primo Direttario (spionaggio estero). Un buco nero all´inizio: 4 anni di lavoro a Mosca, a Ljubjanka,
all´Ufficio risorse umane. Si specializza nella Germania. Diventato tenente
colonnello, collabora con il Gru (i servizi segreti dell´Armata Rossa)
all´operazione Ryan per infiltrarsi nei comando Nato;
poi forma a Dresda una squadra incaricata di rubare segreti tecnologici alle
industrie dell´Occidente. Vicesindaco di San Pietroburgo (sindaco era il
riformista Anatolyj Sobciak)
nel 1994; vicecapo (dietro Pavel Borodin, tesoriere
del Cremlino, da lui in questi giorni silurato) del dipartimento Beni e
proprietà della Presidenza nel 1996; vicecapo dell´Amministrazione
presidenziale nel 1997; direttore (con rango di ministro) del Servizio federale
di sicurezza, l´ex Kgb, nel 1998; poi primo ministro, presidente ad interim e presidente (erede designato di Eltsin). Da ministro dei
Servizi segreti fece clamore dicendo che la Russia si era troppo indebolita a
che servivano più mezzi per lo spionaggio e per la Difesa; da segretario del
Consiglio di sicurezza disse che bisognava correre meno dietro all´Occidente e
fare più amicizia con la Cina. (Famiglia cristiana 3/2000)