ETIKA 22R

PERSONEN R

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18.7.2014

Index Personen A - Z

Raabe, Wilhelm, Schriftsteller. 1867 legte er seinen Roman „Abu Telfan oder Die Heimkehr vom Mondgebirge“ vor. (1951 von der Deutschen Buch-Gemeinschaft Berlin und Darmstadt neu aufgelegt, 382 Seiten). Für den Durchschnittsleser zu hochstehend, hochgestochen, hochgeschraubt, hochtrabend; das heißt die Lektüre ist anstrengend. Der hochgebildete Autor packt zu viel hinein, berauscht sich an seiner eigenen Tiefe und Gelehrsamkeit. Leider ist von Gott sehr wenig zu lesen; es wundert einen, wie die Hauptpersonen ihr Schicksal ohne den Gedanken an Gott meistern. Der Schluss erscheint manchem unbefriedigend, er hätte sich ein … gewünscht. (gelesen 7/2013 le)

Rainer, Peter Paul
Südtirol-Chronik siehe 21.2.2001, “Decke den Mörder nicht“ (Brief vom 7.1.2003)

Rampold, Josef
Südtiroler Heimatkundler, Schriftsteller, Ex-Chefredakteur der „Dolomiten“. Gestorben 2007. Kurzbiographie
Südtirol – glückliches Land der Berge

Rasputin, russischer Abenteurer und Mönch, magnetische und hypnotische Kräfte, aus Pokrowskoje (Sibirien), ermordet am 16.12.1916 in St. Petersburg. Verhältnis mit Zarin Alexandra, Ausschweifungen beschrieben in dem Buch "Rasputin, the last word" von Edward Radzinsky, das sich auf das Dossier einer Untersuchungskommission von 1917 stützt. (17.3.2000)

Rice, Donna, amerikanisches Fotomodell, ihretwegen stürzte US-Präsidentschaftskandidat Gary Hart. Inzwischen kämpft sie gegen die Pornographie im Internet und wirbt für "Sauberkeit auf dem Bildschirm". (16.1.1999) Erfreuliche und glaubwürdige Bekehrung!

Richter, Ludwig, Maler der Romantik, Katholik, "der kindlich naive, volkstümliche Haydn aus dem Malertrio Richter, Schwind und Steinle" (Josef Kreitmaier S.J.)

Riefenstahl, Leni

Rieger, Sebastian, genannt Reimmichl, Tiroler Volksschriftsteller, * 28.5.1867 in St. Veit in Defereggen in Osttirol, lernte am Vinzentinum in Brixen, 1891 Priesterweihe. Kooperator in Stilfes, Sexten, Dölsach, Sand in Taufers, Brixen. Von Dr. Ämilian Schöpfer, Professor für Altes Testament, für die Mitarbeit beim "Tiroler Volksboten" gewonnen, dessen Leitung er 1897 übernahm, ebenso die "Brixner Chronik". Als Expositus nach Gries am Brenner. 1898, vor 100 Jahren, erschien sein erstes Buch "Aus den Tiroler Bergen". Wie andere Volksschriftsteller auch läßt er die Bösen unglücklich und die Guten glücklich werden. Er predigte den Tirolern lebendiges Christentum. Wegbereiter des 1904 gegründeten Bauernbundes. Nach dem Weltkrieg wurde er Pfarrer in Hall. 1920 erschien erstmals der Volkskalender, der 1921 in den "Tiroler Volkskalender" und 1925 zum "Reimmichlkalender" wurde. Mit den Geschichten und seinem "Grüß Gott" wollte der Kalenderman die Tiroler erziehen, "den edlen Geist des Volkes hegen und pflegen und die alte Tirolerart wahren'". 1938, mit dem Anschluß Österreichs an das Deutsche Reich, wurde der Kalender aber verboten. Auf Betreiben von Kanonikus Michael Gamper erschien 1946 eine Südtirol-Ausgabe bei Athesia in Bozen. Die letzten Jahre verbrachte Reimmichl in der Klause zu Heiligkreuz. + 2.12.1953 in der Klinik in Innsbruck. Der Sieg des Guten über das Böse: Dies war ein durchgängiges Thema in allen Erzählungen Reimmichls, die nach wie vor die Leser faszinieren. (Dolomiten 23.10.1998 Beate Gatterer). Der Reimmichlkalender atmet noch den ursprünglichen Geist. Er liegt auch heute noch in allen Dörfern und Städten Südtirols und Nordtirols auf den Ladentischen im Herbst und in der Weihnachtszeit auf. Die Südtiroler Ausgabe wurde lange Zeit von Dr. Vinzenz Oberhollenzer und Dr. Bernhard Wurzer (Verfasser des Buches "Deutsche Sprachinseln in Oberitalien") betreut; in dessen Fußstapfen ist sein Sohn Fredi Wurzer, politischer Redakteur der Dolomiten, getreten.
Wo Reimmichl wirkte

Robert, Dr., 4#21 katalanischer Autor

Roca Bon, Ferrán. Katalanischer Künstler. Lebte in Barcelona. Reisen auf die Philippinen, New York; Ikonenausstellung im Bozner Kolpinghaus, die er fluchtartig verließ. Kurz vor seinem Tod in Kanada. „Llevaba una doble vida.“ Buchveröffentlichungen u. a.: Las Letras Hebreas, Ediciones Obelisco.

Ronaldo, brasilianischer Fußballspieler, ließ sich in Kreuzhaltung für ein Werbeplakat fotografieren, das ihn anstelle des Christuskreuzes über der Bucht von Rio de Janeiro zeigt. Am 12. April konnte er nach fünfmonatiger Verletzungspause beim Fußballspiel Lazio Rom - Inter Mailand gerade acht Minuten spielen, als er sich bei einem Dribbling am rechten Knie verletzte. Sein schmerzverzerrtes Antlitz ist symptomatisch: Die Ärzte sagten, die Chancen stünden 50 : 50, daß er überhaupt jemals wieder Fußball spielen könne. So schnell vergeht der Ruhm der Welt. Sic transeat gloria mundi. Vgl. L´orribile favella

Roosevelt, Franklin D., US-Präsident, stellt im März 1933 sein Reformprogramm "New Deal" vor. 1935 Great Seal (großes Siegel) auf Ein-Dollar-Schein mit Pyramide und magischem Auge.

Rosegger, Hans Ludwig. Geboren 19.8.1880 in Krieglach/Steiermark, gestorben am 17.2.1929. Schriftsteller mit zu Recht wenig Erfolg. Unserer Ansicht nach unwürdiger Sohn eines großen Mannes. Grund: Das Buch „Die blutrote Perle. Und andere Sonderbarkeiten.“ C. Seifert Verlag, Köstritz und Leipzig. 1910. Die meisten Geschichten darin sind nicht nur absonderlich und düster, sondern auch mißglückt. Nicht wenige Schicksale enden mit Selbstmord (wie der Verfasser selbst???). Am meisten aufgeregt hat uns die Weltanschauung des Schriftstellers, wie sie in der Geschichte „Wie Grete Bloomhoeven sehend wurde“ zum Ausdruck kommt. Seite 215: „Das restliche ,Weltbild’ in einem solchen Mädchenköpfchen ist ebenso verzerrt, verwirrt, verlogen, wie die für Jungfräuleins zugeschnittenen Dingerchen, die ,Tugend’ und ,Liebe’ genannt werden.“ Auch die letzten Geschichten „Die Tugendrose“ sowie „Er, Sie und Doktor Meller“ richtet der Autor zynisch gegen die Moral. Eine einzige Geschichte fanden wir des Abdrucks wert: Atahuallpa.

Rosegger, Peter, einer der größten Dichter deutscher Zunge. 3#21 (Was diese Zeichen bedeuten, läßt sich anno 2008 nicht mehr feststellen. Der Code ist verloren gegangen.) * 1843 in Alpl bei Krieglach in der Steiermark, Graz. + 1918. Gedicht: Das Schönste. Gedanken: Unendlicher Fonds des Guten. Geschichte: Sieben Tage vor dem Höllentor . -  Kein Mensch ist vollkommen, auch Peter Rosegger nicht. Mit seinem Roman „Der Gottsucher“ hat er sich an ein ungemein schwieriges Thema gewagt, den Tragößer Bauernaufstand von 1708. Er dramatisiert die damaligen Ereignisse: Ein Bannfluch wird von der kirchlichen Obrigkeit ungerechterweise über die ganze Gegend verhängt, schrecklich wütet das Böse unter den Eingeschlossenen. Mit ein paar Details vor allem am Ende können wir aus ethischer Sicht nicht einverstanden sein. Volkserziehung müsste anders aussehen. Ein furchtbares Werk, das die schlimmsten Krimis übertrifft.

Rosendorfer, Herbert, aufklärerischer Schriftsteller. Hält Evangelien für „leider zu einem erschreckend hohen Anteil nicht authentisch“, stellt Wunder Jesu in Frage, behauptet, „dass Jesus keine Kirche gründen wollte“, bestreitet Pfingstwunder, stellt „zynische Religionsrabauken am Schreibtisch oder mit Hackebeil und Scheiterhaufen, nicht besser als fanatische Taliban in Afghanistan“ in den Mittelpunkt der Kirchengeschichte. (Südtiroler Nachrichten – des Dr. Egmont Jenny -, Bozen, 18. Jahrgang, Nr. 4, Juli/August 2002) - F. l. N.-Auftritte.

Rushdie, Salman (53 im Jahr 2000), multikultureller Verfasser von "Die satanischen Verse". Der iranische Revolutionsführer Ayatollah Khomeini schrieb am 14.2.1989 in einem Fatwa (Rechtsgutachten) wegen dessen blasphemischer Äußerungen: "Wer stirbt, weil er die Welt von Salman Rushdie befreit, ist ein Märtyrer und kommt direkt in den Himmel." Großayatollah Mohammad Fazal Lankarani richtete in Qom eine Botschaft an alle Moslems: "Diese Fatwa ist vollkommen unwiderruflich und unumstößlich. Es ist die Pflicht eines jeden Moslems, sie auszuführen." (29.9.1998) Als Rushdies Geliebte wird in der Pressedie Inderin Padma Lakshmi (29) erwähnt, die ein erotisches Kochbuch verfaßt hat; sie selbst ist in dem Werk in Unterwäsche abgebildet. (D 16.3.2000)

Heilige, Selige, Gerechte