ETIKA 22T

PERSONEN T

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9.6.2012

Index Personen A- Z

Tersteegen, Gerhard, evangelischer Liederdichter 3#21 * 25.11.1697 Kurzbiographie

Teufel, Fritz, gründete 1967 die „K 1“ (Kommune 1) am Stuttgarter Platz in Berlin-Charlottenburg. Hauptmerkmal: freie Sexualität samt Partnerwechsel. „Bürgerschreck der Nation“ und Politclown. In Terrorgruppe 2. Juni. Acht Jahre im Gefängnis. Acht Jahre Parkinson. Gestorben Anfang Juli 2010 in Berlin. (Südwestpresse 8.7.2010)

Thaler, Josefine geb. Mitterer,  vorbildliche Mutter und Christin, Proveis und Girlan, starb am Mittag des Dienstag, 3.9.2002, kurz, nachdem sie sich von uns verabschiedet hatte, bei einem Verkehrsunfall in Eppan. 3 Tage zuvor ließ uns die Vorsehung gemeinsam noch einmal die Orte der Vergangenheit besuchen: Cles, Tovelsee, San Romedio.
Der Herr erbarme sich ihrer Kinder. Ihren schweren Lebensweg, den sie mit Gottvertrauen und frohem Lebensmut in beispielhafter Weise meisterte, haben wir vor Jahrzehnten in einem Reimmichl-Kalender gewürdigt.

Thoma, Helmut, TV-Manager aus Wien, bis 31.10.1998 RTL Köln. Jurist, bekennender Buddhist, mitverantwortlich für die Sexwelle in Deutschland und damit für den Zerfall vieler Familien und viel Kinderelend. Für sein Engagement als Mitbegründer der RTL-Stiftung "Wir helfen Kindern" erhielt der 59jährige am 8.1.1999 von der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK) den Kaiser-Augustus-Orden.

Tolstoi, Leo, * 9.9.1828, † 20.11.1910,  schildert in seinem Roman "Auferstehung" in erschütternder Weise eine unglückliche Liebe und die Bekehrung einer Prostituierten. Tragisch endet eine von Eifersucht überschattete Ehe im Roman "Die Kreutzersonate"; im Nachwort vom 24.4.1900 extreme Ansichten über das Ideal der Ehe und den Verzicht auf die sinnliche Liebe. Gegen das Töten von Tieren: Grausame VergnügungenPlaceres crueles. Eine Frau bei Nikolai Lesskow über Tolstoi: „… wo er übergescheit wird, wo er sein eigentliches Geschäft vergißt und Dummheiten zu schreiben beginnt, in der Art, daß den Menschen verboten werden müßte, und daß niemand heiraten solle, sondern daß die Mädchen bis zum Hals verhüllt gehen müßten …, das ist Quatsch!“ Deren Besucherin relativiert, fügt aber hinzu: „Er beteuert, man dürfe die Bösen nicht beleidigen.“ (Lesskow: Ein Wintertag, 1, in: Erzählungen, Biederstein Verlag München, 1961, S. 311 und 312)

Torras y Bagues, 4#21 katalanischer Autor

Toulouse-Lautrec, Henri de, französischer Maler, (1864 - 1901), gilt als Begründer der Plakatkunst, lebte zeitweilig in Pariser Bordell in der Rue de Moulin. Zuletzt Trunksucht. (ZDF 20.3.2000, 16.50 h)

Trakl, Georg, Expressionist, düster, unglücklich, Inzest mit seiner Schwester. (Südwestpresse 31.5.2012)

Traven, B., Pseudonym von Ret Marut, deutscher Schriftsteller, zuerst Schauspieler und Herausgeber der Zeitschrift „Der Ziegelbrenner“, wegen Hochverrats verhaftet, nach Mexiko geflohen, wird in der Kurzbiographie zum Buch „Der Banditendoktor – Mexikanische Erzählungen“, Goldmann Verlag München, ohne Jahr, als mexikanischer Revolutionär bezeichnet. Er hat zwar spannende Romane geschrieben, und der Geschichte „Die Seele eines Hundes“ geben wir die Note 1, doch hat sich der Sozialkritiker unsere Sympathien verscherzt, wenn er in der Erzählung „So wurde ein neuer Gott geboren“ schreibt: „Alle Götter, heidnische, jüdische und christliche, sind Schöpfungen von Menschen.“ (118) Damit ist er für uns gestorben.

Tretter, Franco, ehemaliger Regionalratspräsident von Trentino-Südtirol. Ausgerechnet am Tag vor seiner Wiederwahl soll der Trentiner Autonomist im Geschäft des befreundeten Juweliers Giorgio Leonardi in Rovereto eine goldene Uhr gestohlen haben. (Wer erinnert sich nicht an Karl May, der zu Unrecht des Diebstahls einer Uhr beschuldigt wurde, was ihn auf die schiefe Bahn brachte!) Am 22.12.1998 wurde Tretter zu einem Jahr bedingter Haft und zu fünf Millionen Lire Geldstrafe verurteilt. Man weiß nicht, was man von dem Fall halten soll. Einerseits die Vorliebe Tretters für wertvolle Uhren und Schmuck - er soll in dem Geschäft allein dieses Jahr für 80 Millionen Lire eingekauft haben -, andrerseits seine Behauptung: "Es gibt ein Komplott gegen mich und meine Partei. Ich bin in eine Falle gelaufen." (Dolomiten, 23.12.1998) Solche Fallen kennt man ja. Die Uhr wurde im Kofferraum seines Dienstautos gefunden. Ebenfalls amüsant ein Leserbrief von Dr. Oskar Pohl: "Bei Bekanntwerden der Affäre Treter meinte dessen langjähriger Kollege O. P. tatsächlich im Sender Bozen, es sei für ihn nahezu unverständlich, daß ein so gut bezahlter Politiker es nötig habe, eine relativ wertlose Uhr für drei bis vier Millionen Lire mitgehen zu lassen - das wäre ja glatt dasselbe, wie wenn ein "normaler Mensch" - tatsächlich, er sagte "normaler Mensch"! - einen Apfel stehlen würde." (22.12.1998)

Trevi, Gloria (29), mexikanische Punk-Pop-Sängerin, und ihr Manager Sergio Andrade wurden der Entführung und Verführung Minderjähriger bezichtigt und in Brasilien festgenommen. (15.1.2000)

Trittin, Jürgen, Vorstandssprecher der deutschen Grünen und Bonner Umweltminister, sagte, er werde bei seinem Amtseid als Minister Gott nicht bemühen: "Warum soll mir Gott helfen? - Der hat mir doch die ganzen Jahre über nicht geholfen." (Pressemeldungen 26.10.1998) Weiß dieser Mensch, was er sagt? Hoffentlich bleibt dem hoffärtigen Politiker noch genug Zeit zum Umdenken.

Trotzkij, Leib Bronstein mit Namen, neben Lenin Hauptanführer der Oktoberrevolution, Kriegskommissar. Agent der New Yorker Banker, die ihm unerschöpfliche Geldmengen zur Verfügung stellten. Baute bis 1925 die Rote Armee auf. Die blutrote Fahne der Revolution wurde entrollt, versehen mit dem Fünfeckstern, der Sichel und dem Hammer, Hinweis dafür, daß diese Revolution im Sinne der "Maurerei" verlaufen sollte. Trotzkij 1927 aus der KPdSU ausgeschlossen, 1929 ausgewiesen. 1940 schlug ihm ein Häscher Stalins in Mexiko mit einem Eispickel den Schädel ein. (Landolt: Das Spiel mit dem Feuer einer neuen Weltordnung, Verax Verlag CH-7537 Müstair / GR, 1999, Seite 67, 71)“

Tschaikowski.
„Tschaikowsky und Michelangelo waren homosexuell.“ (Edmund Crispin: Swan Song, Schwanengesang, S. 204)

Tschechow, Anton P.. So herzerfrischend lustig seine Komödie „Der Revisor“ ist (auch bei Reclam), so deprimierend sind manche seiner Novellen: „Krankensaal sechs“ (über einen Arzt und seine Einstellung gegenüber mehr oder weniger Geisteskranken; unchristliches Ende) oder „Ein hilfloses Geschöpf“ (komisch und verzweifelt wirkt eine Frau, die sich für ihren arbeitslosen Ehemann einsetzt) oder noch mehr „Wanjka“ (das aussichtslose Elend eines kleinen Waisen, wo bleiben die Ethik, der Glaube, die Hoffnung?), alle in Anton P. Tschechow: Krankensaal sechs. Novellen. Eduard Kaiser Verlag, Klagenfurt. Ohne Jahr.

Turgenjew, Iwan. Mumù und die lebende Reliquie

Turner, Ted, Medienmogul, CNN, lud mit Unterstützung der UNO die Führer der Religionen zum "Millennium-Weltfriedensgipfel" nach New York ein. Schwerpunkt: Toleranz und Frieden. Turners Botschaft: "Wir sind alle eine Rasse, und es gibt auch nur einen Gott, der sich auf unterschiedliche Weise manifestiert hat." (31.8.2000) Turner irrt, denn Jesus Christus hat sich weder als Allah noch als Manitou oder Buddha manifestiert. Und doch wird der Meinungsmacher als "Katholik" bezeichnet. – Seine Ehefrau, der Filmstar Jane Fonda (63), ließ sich nach achtjähriger Ehe von Ted Turner scheiden. Dieser zu „The New Yorker“: Fondas plötzliches Bekenntnis zum Christentum habe die Beziehung entscheidend getrübt. Der Atheist, der laut „Forbes“ neun Milliarden dollar besitzt, war eifersüchtig auf Jesus. (Dolomiten 20.4.2001)  Tochter Laura sagte: „Es war nicht die Religion an sich. Es ist so, dass er furchtbar eifersüchtig ist, weil ein anderer Mann ihm die Ehefrau geraubt hat. Dieser Mann ist Jesus.“ (Corriere della Sera, Online-Ausgabe ein paar Tage zuvor).
kath.net meldet am 9.3.2001, 12.16 h (erhalten von G.): Ted Turner (Gründer von CNN) beleidigt erneut Katholiken:
Verbale Entgleisungen
stehen bei Medienmogul Ted Turner auf der Tagesordnung. Auf Christen hat er
es besonders abgesehen. USA (www.kath.net, cz)
"Was seid denn Ihr - eine Bande von Jesus Freaks?" Mit dieser Frage hat sich
Ted Turner, der Gründer des amerikanischen Nachrichtensenders CNN, einen
neuerlichen Ausrutscher gegen praktizierende Katholiken geleistet. Turner,
derzeit Vizepräsident von AOL Time Warner, einem der größten Medien- und
Filmproduktionskonzerne, leistete sich diesen fragwürdigen Kommentar bei
einer Abschiedsfeier für den beliebten Fernsehsprecher Bernard Shaw am
Aschermittwoch. Dabei erkannte er auf der Stirne einiger seiner Mitarbeiter
das Aschenkreuz, das diese kurz zuvor bei einer Messe empfangen hatten.Die
Beleidigung gläubiger Christen hat bei Turner schon Tradition. Bereits vor 10
Jahren meinte er, dass "das Christentum etwas für Verlierer" sei. Vergangenen
August bezeichnete er Christen als "besonders intolerant". Interessant war
auch seine Bezeichnung für Abtreibungsgegner als "christliche Esel". Den
größten Sturm der Entrüstung hatte Turner allerdings mit einer öffentlichen
Beleidigung des Papstes ausgelöst. Er meinte, falls er einmal den Papst
treffen sollte, würde er ihn fragen, ob er schon jemals einen polnischen
Minendetektor gesehen hätte - und ihm dann empfehlen, es doch einmal mit
seinen Füßen zu versuchen. Die polnische Regierung drohte daraufhin, sofort
jegliche Kooperation mit CNN einzustellen. Erst eine Entschuldigung konnte
das Verhältnis wieder beruhigen. Ted Turner ist in den USA seit Jahren für
seine anti-christliche und links-liberale Gesinnung bekannt. Gemeinsam mit
seiner dritten Ehefrau, der ehemaligen Schauspielerin und Radikalfeministin
Jane Fonda, wurde er von Seite der Linken vor allem für seine Unterstützung
einer liberalen Abtreibungsgesetzgebung gelobt. Aufmerksame Beobachter
konnten sich über die oftmals tendenziöse Berichterstattung auf CNN wundern.

Turrini, Peter, österreichischer Dramatiker. Porträt im "Dolomiten"-Magazin 51/1999: Der Provokateur. "Mein Stück ,Rozznjogd" war 1971 bei der Uraufführung ein Riesenskandal. Heute lernen es Schüler im Deutschunterricht."

Tyson, Mike, "mostra tutta la sua rabbia ieri durante un allenamento. Le femministe hanno chiesto la sua espulsione per la condanna per stupro e il pugile Orlin Norris l´ha querelato. Tyson si è consolato spendendo sei milliardi (lire) in due giorni nello shopping a Londra." (La Stampa, 26.1.2000, p. 1) Tyson durfte nach Großbritannien, obwohl er ein verurteilter Vergewaltiger ist und nach britischem Gesetz nicht hätte einreisen dürfen. Die Gruppe "Gerechtigkeit für Frauen" protestierte vergebens. (15 Uhr aktuell München, 18.1.2000, S. 10)

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