ETIKA 22V

PERSONEN / PERSONAS
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6.4.2013
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Meldungen zum Teil zurückgezogen

Varela, Pedro. Vegetarier, Tierfreund, Bergsteiger, aktiver Christ. Seinem Rundbrief Nr. 19 vom Frühjahr 2010 entnehmen wir, dass er in einem dritten Prozess zu zwei Jahren und neun Monaten Kerker sowie zur Übernahme der Gerichtskosten und einer hohen Geldstrafe verurteilt worden ist. Das macht zusammen mit den sieben Monaten einer früheren Verurteilung zusammen drei Jahre und vier Monate. In seinem Brief macht der katalanische Verleger und Buchhändler auf einen Justizwiderspruch aufmerksam. Einerseits sei ihm vorgeworfen worden, den „Holocaust zu leugnen“, andrerseits werde er angeklagt, den „Völkermord zu rechtfertigen“. Wie könne er ein Verbrechen rechtfertigen, an das er nicht glaube? Wir geben diese Frage weiter an unabhängige Wissenschaftler, die sich mit Fragen der Logik beschäftigen. In seinem Rundbrief setzt sich Varela vehement für die Meinungsfreiheit in der Demokratie ein. Dabei zitiert er einen Rechtsanwalt Michael Mansfield: „En cuanto a la verdad, por muy difícil que sea, siempre acaba saliendo a la luz.“ (El Periódico, 11.3.2010) Außerdem meint Varela: “Como Enrique VIII, el Poder hace la ley a su medida y como él está dispuesto a ejecutar a los que considera peligrosos.” Wir beziehen das natürlich auf die beginnende Christenverfolgung. Siehe auch Weltchronik 3.1.2011 - El mensaje de la Virgen de Medjugorje, übersetzt von Rainer Lechner: Die Botschaft der Jungfrau von Medjugorje.

„Aceptar plenamente todo lo que nos sucede es pues un primer paso para no desesperar y por el contrario utilizarlo en perfeccionar nuestro crecimiento interior.“ (Pedro Varela: La nada de la vida y la fertilidad del dolor. Carta desde prisión No 28, marzo 2011) www.libertadpedrovarela.over-blog.com

Pedro Varela schreibt aus dem Gefängnis in Brief 28 über „Die Bedeutungslosigkeit des Lebens und die Fruchtbarkeit des Leidens.

„Leid und Leben bilden ein unzertrennliches Duo. Es ist das eine nicht ohne das andere vorstellbar. Auf diese Weise verhilft uns die Schöpfung, unseren Traum zu erwecken … Keine andere Sache inspiriert uns mehr als das „zu Tränen Rührende“ und das „Lobe den Herren“ von Mozart, die Kantaten von Bach oder das „Deutsche Requiem“ von Brahms. Angesichts der Strapazen, die der Welt innewohnen … können wir uns trotzdem der Gewissheit hingeben, im Jenseits geliebte Wesen vorzufinden, die jene Schwelle bereits vor uns überschritten haben. Um das einzig Wichtige zu tun, auf das uns Unsere Liebe Frau so oft hingewiesen hat: „Tuet das, was Er euch befiehlt“.

(1)        Das, was uns widerfährt, in vollem Maße hinzunehmen, ist daher ein erster Schritt, nicht zu verzweifeln. Im Gegenteil, es ist zu nutzen, um unser Inneres zu vervollkommnen. …

(2)        Um damit zu beginnen, ist es notwendig, Selbstlosigkeit vorzuleben. Das Streben nach nichts, das mit Materiellem zu tun hat. Ein Franziskaner (Juan de Bonilla, Rialp, 2005, S. 34) des 16. Jahrhunderts: „Euer Wille sei stets auf jede Eventualität vorbereitet. Und euer Herz versklave sich an nichts. Wenn ihr irgendein Verlangen verspüret, handelt so, dass ihr im Falle des Misslingens nicht leidet. … Die wahre Ungebundenheit zeigt sich darin, sich auf niemanden stützen zu müssen. Auf diese Art sucht Gott eure Seelen, um in ihnen große Ideen zu verwirklichen.“ San Juan de la Cruz (Johannes vom Kreuz)  fährt in diesem Sinne fort: „Bewahrt euer Herz im Frieden; lasst euch durch kein Ereignis in der Welt beunruhigen. Auch wenn alles in Scherben fällt und alle Ereignisse uns negativ erscheinen, es wäre sinnlos, wenn sie uns beunruhigten. Dieses Übel brächte uns mehr Nachteile, als es uns nutzt.“ (Sprichworte der Erkenntnis und der Liebe, in: Leben und Werk von San Juan de la Cruz, BAC, Madrid, 1978)

Wir freuen uns, dass Pedro Varela in Zelle 216 unter seinen Zellengenossen einen sympathischen Schwarzen aus Kuba hat und dass er an Einwanderer Mittagessen verteilen darf.

Vargas Llosa, Mario, peruanischer Schriftsteller. Literaturnobelpreis 2010. Links und liberal. Befürwortete Überfall der Amerikaner auf den Irak. (NWZ 8.10.2010) Seinen Roman „Der Traum des Kelten“ widmete Vargas Llosa dem 1916 hingerichteten Diplomaten und Menschenrechtler Roger Casement, der sich nie offen zu seiner Homosexualität bekennen durfte. (Südwestpresse 11.10.2011)

Verdaguer, Mossen Jacinto, 4#21 Autor

Verhaeren, Emile, genialer belgischer Dichter (so Lorenz Krapp in "Der Gral", Ravensburg, 15. 10. 1908). "Wir tragen, betäubt von der Welt und von uns selbst, Herzen von neuen Menschen ins alte Weltall."

Villon
„Villon war ein Dieb.“ (Edmund Crispin: Swan Song, Schwanengesang, 1947, S. 204)
„Il lupo e il porco si contendevano il suo volto.“ (Robert Louis Stevenson: Un tetto per la notte, in: Romanzi, Racconti e Saggi, Arnoldo Mondadori Editore, Milano, 1982, S. 234)

Volta, Alessandro, Elektrophysiker: "Die grundlegenden Wahrheiten des Glaubens habe ich einem eingehenden Studium unterworfen und sprechende Beweise erhalten, die die Religion auch dem natürlichen Geiste glaubwürdig machen. Gebe Gott, daß dieses mein Glaubensbekenntnis reiche Früchte trage."

Voltaire, Francois (1694 - 1778), Vorläufer des Antichrist (laut Egon von Petersdorff: Dämonologie, Christiana-Verlag Stein am Rhein 1992, Seite 418)." Als Mitglied der Pariser Loge "Les neuf soeurs" war er voll des umstürzlerischen Geistes. Die Kirche sollte zerstört werden: "Écrasez l´infâme!" (Vernichtet die Unverschämte!). Nichts war ihm heilig, alles zog er in den Kot mit seinem kranken Hohn und Spott. Er wußte, daß auf Religion nichts wirksamer wirkt als Spott. Dieses Wissen wird heute auch von einem Teil der Medienleute in Radio und Fernsehen in der Berichterstattung angewandt. Sein Leben endete in geistiger Umnachtung, und erst auf dem Sterbebett ergriff ihn Höllenpanik. Seine verdatterten und zugleich entrüsteten ,Jünger´ verwehrten dem Verzweifelten den Wunsch nach einem Priester." (Roman Landolt: Das Spiel mit dem Feuer der neuen Weltordnung, 1999, Verax Verlag, CH-7537 Müstair/GR, Seite 38)

Voß, Richard
Italienische Novellen. H. Fikentscher Verlag Leipzig, 1941 oder vorher. Darin (S. 242-257) sehr gute Novelle: „Die Madonna ,del divino amore´“, dramatisch, erschütternd. Mönch Ambrogio, einsam, ungehorsam, büßt an Malariaort. „Heißes Verlangen nach einer Stunde des Glücks, nach einem Augenblick reinen Menschenglücks. Kuß mit Kinderlippen. – Nächster Tag: Er schreibt auf Wand: „Ich suchte die göttliche Liebe.“ – „Ich habe die göttliche Liebe gefunden.“ Tot. Mädchen kommt nach einem Jahr an einsames Grab.

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