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PERSONEN XYZ

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29.1.2008

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Zelger, Anton, Südtiroler Kulturlandesrat von 1961 – 1988. Geboren 1914 in Deutschnofen. Gestorben am 28.1.2008 in der Bozner Marienklinik wie Monate zuvor Dr. Josef Rampold. Die „Dolomiten“ berichten anläßlich seines Todes:

Sein Leitsatz „Je klarer wir trennen, desto besser verstehen wir uns.“ (Ausgabe vom 29.1.2008, S. 13)

Dieser Leitsatz war unseres Erachtens nach die Grundlage des friedlichen Zusammenlebens der Südtiroler (Deutsche und Ladiner) mit den Italienern seit den siebziger und achtziger Jahren. Zelger galt deshalb allgemein als „Hardliner“, doch zu Unrecht, wie wir der „Neuen Südtiroler Tageszeitung“ (29.1.2008, S. 8) entnehmen. Florian Kronbichler würdigt ihn wie folgt:

„Der langjährige Verantwortliche für Schule und Kultur war die Symbolfigur für Südtirols Politik der ethnischen Trennung und das Feindbild der Linken, was ein Missverständnis war. … Der 93-Jährige fand sich bestätigt in seinem Lebenstrauma: dass er nämlich sein ganzes Politikerleben lang missverstanden worden sei. Zelger war nie einverstanden mit der veröffentlichten Meinung über ihn. Mit dem berüchtigten Satz habe er nichts anderes sagen wollen als: „Jedem das Seine!“ … Zelger war wohl deutschnational erzogen, erzog sogar selbst in diesem Sinn (Rufach!), … , aber seine lange Zeit als Politiker war er es nicht. … Im Gegenteil, den „Vlkischen“ war Zelger stets zu weich, zu kompromisslerisch. Zusammen mit Magnago wandelte sich Zelger zum Politiker des Ausgleichs. Er war gegen die Attentate, er war Paketler, er war Magnagos treuer Sancho Pansa. … Zelger steuerte tapfer einen Tirol- und Österreichkurs, als in der Volkspartei noch alles großdeutsch zu Franz Josef Strauß nach München aufschaute. … er diente einem Menschen, Silvius Magnago.“

Interessant ist, dass der Hinweis auf „Rufach“ nicht näher erläutert wird. Lediglich dank einer Grafik der „Dolomiten“ auf S. 15 kommt man auf die Spur: „1940/41 Zelger wurde an die Oberschule für Südtiroler Kinder nach Rufach im Elsaß berufen.“ Ob diese nicht noch einen anderen Namen hatte? Wer heutzutage die Wahrheit in der Geschichte finden will, muß sie sich selbst suchen.

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