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ETIKA |
GEBETE |
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Hl.
Mechthild |
VATERUNSER
für die Armen Seelen |
Zugesandt von dem treuen Leser J. Vergelt´s Gott! |
Vater unser der hl. Mechthild für die Armen Seelen
Den grossen Wert und Nutzen des «Vater unser» der
hl. Mechthild für die Armen Seelen zeigt uns das folgende Ereignis einer
begnadeten Frau, am Maria-Lichtmess-Tag, 2. Februar 1968.
In dem Wallfahrtsort Maria Einsiedeln (Schweiz). Es war
Winter, ein Wochentag,
und die Kirche war fast leer, als Frau Aloisia mit ihren
Verwandten dort betete.
Sie blickte zum Gnadenaltar, und da bemerkte sie eine
uralte Klosterschwester in
historischer Tracht. Sie ging zu ihr hin, und die Nonne
reichte ihr einen
Zettel. Gedankenlos steckte sie das Papier in ihre Tasche.
Da geschah etwas
Seltsames: Unvermutet öffnete sich das Eingangstor und mit
geisterhaft leisen
Schritten strömten Scharen von ärmlich gekleideten Wallfahrern
herein. Ein
schier endloser Pilgerzug bewegte sich durch die Kirche,
ein Priester stand
dabei und wies ihnen den Weg. Die Bäuerin wunderte sich, wo
diese riesige
Menschenmenge Platz finden sollte. Dann wandte sie sich
einen Augenblick zur
Seite, um eine Kerze anzuzünden. Als sie sich umdrehte, war
die Kirche wieder
wie ausgestorben. Voll Staunen fragte sie ihre Angehörigen,
wo denn die vielen
Leute auf einmal hingekommen wären. Doch keiner ihrer
Begleiter hatte die
Prozession bemerkt, und auch die Ordensfrau war niemandem
aufgefallen.
Misstrauisch griff sie nach dem erhaltenen Zettel. Das
Schriftstück in ihren
Händen bewies ihr, dass sie doch nicht geträumt hatte. Es
enthielt den Text
eines Gebetes, das einst der Heiland die St. Mechthild in
einer Erscheinung
gelehrt hatte. Es war das «Vater unser» der hl. Mechthild
für die Armen Seelen.
Sooft die heilige Mechthild dieses Gebet sprach, sah sie
Scharen von Armen
Seelen in den Himmel einziehen.
Ich bitte Dich, o himmlischer Vater, verzeihe den Armen
Seelen im Fegfeuer, dass
sie Dich, ihren Herrn und Vater, der Du sie aus lauter
Gnade zu Kindern
angenommen, nicht geliebt und Dir die schuldige Ehre nicht
erwiesen, sondern
Dich aus ihrem Herzen, worin Du immer wohnen wolltest,
durch die Sünde
vertrieben haben. Zur Tilgung jener Schulden opfere ich Dir
jene Liebe und Ehre
auf, die Dein eingeborener Sohn Dir während seines
Erdenlebens allezeit
erwiesen, und alle Werke der Busse und Genugtuung, mit
denen er die Sünden der
Menschheit getilgt und gesühnt hat. Amen.
Ich bitte Dich inständig, o gütigster Vater, verzeihe den
Armen Seelen, dass sie
Deinen heiligsten Namen nicht immer würdig geehrt, sondern
ihn oft vergeblich im
Munde geführt und durch ein sündiges Leben sich des
christlichen Namens unwürdig
gemacht haben. Zur Genugtuung für diese ihre Sünden opfere
ich Dir alle Ehre
auf, die Dein vielgeliebter Sohn auf Erden durch seine
Predigten und Werke
Deinem Namen erwiesen hat. Amen.
Ich bitte Dich, o gütigster Vater, verzeihe den Armen
Seelen, dass sie Dich und
Dein Reich, in dem allein wahre Ruhe und ewiger Friede zu
finden ist, nicht
immer und mit Inbrunst begehrt und mit sorgfältigem Fleisse
gesucht haben.
Als Sühne für ihr Gleichgültigkeit im Guten opfere ich Dir
auf die heilige Begierde Deines Sohnes,
mit der Er wünscht und verlangt, dass auch sie Miterben
seines Reiches werden.
Amen.
Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden
Ich bitte Dich, o gütigster Vater, verzeihe den Armen
Seelen, dass sie ihren
Willen nicht immer dem Deinigen unterworfen und denselben
nicht in allen Dingen
zu erfüllen gesucht, sondern gar oft nach ihrem eigenen
Willen gelebt und
gehandelt haben. Für ihren Ungehorsam opfere ich Dir auf
die vollkommene
Vereinigung des liebevollsten Herzens Deines Sohnes mit
Deinem heiligen Willen
und seine tiefste Unterwürfigkeit, Womit er Dir gehorsam
gewesen ist bis zum
Tode des Kreuzes. Amen.
Ich bitte Dich, o gütigster Vater, verzeihe den Armen
Seelen, dass sie das
allerheiligste Sakrament des Altares nicht immer mit
innigem Verlangen, sondern
oft ohne Andacht und Liebe oder gar unwürdig empfangen,
oder es zu empfangen
unterlassen haben. Für diese ihre Sünden opfere ich Dir auf
die grosse
Heiligkeit und die Andacht Jesu Christi, Deines Sohnes, wie
auch seine
inbrünstige Liebe, womit er uns dieses hochwürdigste Gut
gegeben hat. Amen.
Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben
unsern Schuldigern
Ich bitte Dich, o gütigster Vater, verzeihe den Armen
Seelen im Fegfeuer alle
Schulden, die sie durch die sieben Hauptsünden auf sich
geladen, besonders auch,
dass sie ihre Feinde nicht geliebt und ihnen nicht haben
verzeihen wollen. Für
diese Sünden opfere ich Dir das liebreiche Gebet auf, das
Dein Sohn am heiligen
Kreuz für seine Feinde an Dich gerichtet hat. Amen.
Ich bitte Dich, o gütigster Vater, verzeihe den Armen
Seelen, dass sie den
Versuchungen und Leidenschaften so oft keinen Widerstand
geleistet, sondern dem
bösen Feinde gefolgt sind und der Begierlichkeit des
Fleisches nachgegeben
haben. Für diese ihre vielfältigen Sünden opfere ich Dir
auf den glorwürdigen
Sieg Jesu Christi, mit welchem er die Welt überwunden hat,
wie auch sein
heiliges Leben, seine Mühen und Arbeiten und sein bitteres
Leiden und Sterben.
Amen.
und von allen Strafen durch die Verdienste Deines lieben
Sohnes, und führe sie
und uns in das Reich der ewigen Herrlichkeit, welches Du
selber bist. Amen.
Quelle:
Entnommen dem überaus empfehlenswerten Büchlein
"Die Engel, unsere mächtigen Fürsprecher und ihre
unschätzbare Aufgabe im Dienste der Schöpfung"
Marianisches Schriftenwerk CH-4632 Trimbach