ETIKA

DAS UNABLÄSSIGE GEBET

www.etika.com
14.12.2003

11U3

Das Gebet des russischen Pilgers: Herr Jesus Christus, erbarme Dich meiner

AIHS

Rette deine Seele! Werde unbesiegbar!
Bete zu jeder Zeit, an jedem Ort:
Herr Jesus Christus, erbarme dich meiner!

 

Aufrichtige Erzählungen eines russischen Pilgers
Herausgegeben und eingeleitet von Emmanuel Jungclaussen (Benediktiner der Abtei Niederaltaich). Herder Verlag Freiburg, Basel, Wien, 17. Auflage, 1989.

Pflichtlektüre! Jede christliche Familie weltweit sollte dieses Buch besitzen!

 

So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen zuerst tue Bitte,
Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen. (1. Timotheus 2,1)

Betet ohne Unterlaß! (1. Thessalonicher 5,17)

 

Erster Teil, Erste Erzählung

S. 30 ... der Starez sagte: "Das unablässige innerliche Jesusgebet ist das ununterbrochene, unaufhörliche Anrufen des göttlichen Namens Jesu Christi mit den Lippen, mit dem Geist und mit dem Herzen, wobei man sich seine ständige Anwesenheit vorstellt und ihn um sein Erbarmen bittet bei jeglichem Tun, allerorts, zu jeder Zeit, sogar im Schlaf. Es findet seinen Ausdruck in folgenden Worten:

 

Herr Jesus Christus, erbarme dich meiner!

(Anmerkung: spanisch: Señor Jesucristo, ten piedad de mí!

 

Wenn sich nun einer an diese Anrufung gewöhnt, so wird er einen großen Trost erfahren und das Bedürfnis haben, immer dieses Gebet zu verrichten, derart, daß er ohne dieses Gebet gar nicht mehr leben kann, und es wird sich ganz von selber aus ihm lösen."

 

S. 31 Der Starez schlug die "Tugendliebe" (Anmerkung: Philokalia, Philokalie) auf, suchte darin die Unterweisung des heiligen Symeon, des Neuen Theologen, und begann so:

 

"Setz dich still und einsam hin, neige den Kopf, schließe die Augen; atme recht leicht, blicke mit deiner Einbildung in dein Herz, führe den Geist, das heißt das Denken, aus dem Kopf ins Herz. Beim Atmen sprich, leise die Lippen bewegend oder nur im Geiste: ,Herr Jesus Christus, erbarme dich meiner.´ Gib dir Mühe, alle fremden Gedanken zu vertreiben..."

 

S. 33 Der Starez: "Da hast du einen Rosenkranz; verrichte danach dreitausend Gebete an jedem Tage. Ob du stehst oder sitzt, ob du gehst oder liegst, wiederhole unablässig ,Herr Jesus Christus, erbarme dich meiner´, nicht laut, ohne Übereilung..."

 

S. 38 Fährt mir eisige Kälte durch die Glieder, so beginne ich das Gebet angespannter herzusagen und bin bald vollkommen erwärmt. Martert mich der Hunger, so rufe ich den Namen Jesu Christi häufiger an und vergesse, daß ich essen wollte. Bin ich krank ..., so beginne ich auf das Gebet hinzuhorchen und spüre den Schmerz nicht mehr.

 

Der Gewohnheit treu, drängt es mich nur zu dem einen: unablässig das Gebet zu verrichten, und immer, wenn ich mich damit abgebe, werde ich sehr froh.

 

S. 190 Wahrhaft beten bedeutet soviel wie:

 

·        Geist und Erinnerung zum unablässigen Gedenken Gottes anhalten

·        in seiner göttlichen Allgegenwart wandeln

·        sich selber zu seiner Liebe bereiten durch Gottdenken und

·        die Anrufung des Namens Gottes mit dem Atem und mit der Regung des Herzens verbinden, wobei man bei alldem sich daran halten soll, mit den Lippen den heiligsten Namen Jesu Christi anzurufen und das Jesusgebet zu jeder Zeit, an jedem Ort und bei einer jeden Beschäftigung unablässig zu üben.

 

S. 191 Der erfahrene Meister erschließt auf Grund der „Philokalia“ die Mysterien in der ganzen Fülle, „dass nur die Häufigkeit oder Unablässigkeit des Gebets (gleichviel, wie man es auch anfangs sprechen möge) das einzige, wirklich mächtige Mittel für die Vollkommenheit des inneren Gebets, so auch der Rettung der Seele, darstellt“.

 

Soweit der russische Pilger. Die Ereignisse seiner Erzählungen spielen etwa zwischen 1853 und 1861. Sie wurden zuerst handschriftlich verbreitet und 1870 in Kasan erstmals gedruckt. Die Urschrift des ersten Teils soll sich auf dem Berg Athos befinden. Wir wollen dem russischen Pilger nacheifern.

 

Mit dem unablässigen Gebet rettet ihr nicht nur eure Seele, sondern seid auch unbesiegbar!

Dies gilt besonders in Bezug auf die 10. Ermahnung des hl. Franziskus von Assisi:

 

Viele gibt es, die oft, wenn sie sündigen oder Unrecht auf sich nehmen, dem Feind oder dem Nächsten die Schuld geben. Aber so ist es nicht; denn ein jeder hat den Feind in seiner Gewalt, seinen Leib nämlich, durch den er sündigt. Darum selig jener Knecht (Mt 24,46), der einen solchen Feind, der in seine Gewalt gegeben ist, immer gefangen hält und sich weise vor ihm in acht nimmt. Denn wenn er das tut, kann ihm kein anderer Feind schaden, sei er sichtbar oder unsichtbar.
(Die Schriften des heiligen Franziskus von Assisi, Einführung, Übersetzung, Erläuterungen Lothar Hardick OFM und Engelbert Grau OFM. Siebente, verbesserte Auflage, Dietrich-Coelde-Verlag Werl/Westf., 1982, S. 104f. Sehr empfehlenswert!)

Schüler der Apostel der letzten Zeiten AIHS Guami

Index 11 - www.etika.com