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ETIKA D12 |
HEILIGE |
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12ELT4 |
Elisabeth von Thüringen: |
A. F. C. Vilmar: Die Heilige Elisabeth, Skizze aus dem christlichen Leben des dreizehnten Jahrhunderts. Bertelsmann, Gütersloh, 1895, 56 Seiten |
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Vergleiche
KalenderElisabeth
(1207 - 17.11.1207). Ihr mütterlicher Großvater Berthold, Graf von Andechs, war Herzog von Meran, Markgraf von Kärnten und Istrien. Oheim Berthold, Patriarch von Aquileja: "dem eine ehebrecherische That wohl nicht ohne Grund schuld gegeben wird". Ihre älteste Tante war die hl. Hedwig (Schlesien). Vater Andreas, König von Ungarn. (10)Kasteiungen
Bisweilen schlief die Fürstin am Fuße der Lagerstätte über dem Beten ein und auf die Erinnerung ihrer Dienerinnen, daß sie dann eben so gut in ihrem Lager bleiben könne, erwiderte sie: "Kann ich auch nicht immer beten, so will ich doch mein Fleisch dadurch kasteien, daß ich die Zeit über mir die Bequemlichkeit des Bettes versage."
Der Sitte der Zeit gemäß verschonte sie sich auch nicht mit freiwilligen Geißelungen, im Anfang nur in der Fastenzeit und an Freitagen, in der Folge auch öfter des Nachts, wo sie sich aus der Kammer zu diesem Zwecke in ein kleines verborgenes Gemach begab. Hatte sie die Züchtigung bestanden, so kehrte sie mit heiterer, freundlicher Miene zurück.
Denn wie die Liebe, so gehörte auch die Freude zu dem Grundzuge ihres Wesens; zwar weinte sie oft, aber ihre Seele, die jede Unlust besiegte, lachte auch noch durch ihre Tränen hindurch: und was hätte auch ihre Freudigkeit überwinden können, da sie in jedem Schmerze, in jedem Opfer ein neues Unterpfand ihrer Teilnahme an dem seligen Opfer der göttlichen Liebe in Christo begrüßte! (21f.)
Als Bettlerin ausgestoßen
Um Mitternacht hörte sie die Betglocke in dem Franziskanerkloster, das von ihr gegründet war, dem ersten in Deutschland; da stand sie auf und ging zur Mette: dann bat sie die Klosterbrüder, ihr den Hymnus "Herr Gott, wir loben dich" zu singen.
Als man ihr von der Burg ihre Kinder brachte, wußte sie nicht, wo sie die Kleinen unterbringen, wo sie ihr Haupt hinlegen sollte. (S. 31f.)
In der Grundidee leben
Es giebt aber andere, nicht minder edle Geister, die so geschaffen sind, daß alle ihre Lebenskräfte auf eine angeborene bestimmte Richtung sich konzentrieren, daß sie nur in einer Grundidee leben und diese in allem ihrem Thun, in der Art und Weise, wie sie alle Dinge ansehen und ergreifen, rein und kräftig, aber auch einseitig ausprägen,
darum während ihres ganzen Lebens gegen die meisten gegebenen Verhältnisse anstoßen, nirgends völlig in eine Lage passen, wenn sie nicht eigens von ihnen und für sie gebildet ist, nach ihrem Tode aber als verklärte Lichter in dem Andenken der Nachwelt leuchten und durch ihre Aufopferung für die Idee, die in ihnen verkörpert war, die allgemeine Bewunderung und Verehrung erwerben. Zu dieser letzteren gehört die heilige Elisabeth. (30)Franziskus
Franziskus erfuhr von dem Wandel seiner geistlichen Tochter in Thüringen... und sprach öfters von ihr mit seinem Gönner, dem Kardinal Ugolino, und dieser soll ihm einst seinen armseligen Mantel mit eignen Händen von den Schultern gerissen haben und zugleich geboten, denselben der Königstochter Elisabeth als ein Zeichen brüderlicher Anerkennung zu schicken. Die demütige Frau, die es so gut verstand, im Zeichen das Bezeichnete, in der Gabe den Geber zu erkennen, schätzte dieses Vermächtnis sehr hoch. (37)
Heirat mit Kaiser abgelehnt
Ernährung
Haare
Wort am dritten Tag vor ihrem Tod:
Auf dem Totenbett
A. F. C. Vilmar: Die Heilige Elisabeth, Skizze aus dem christlichen Leben des dreizehnten Jahrhunderts.
Bertelsmann, Gütersloh, 1895, 56 Seiten
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