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ETIKA 12O |
HEILIGE, SELIGE, GERECHTE, PÄPSTE |
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Otto Schwienbacher, mutiger Kämpfer für
Gottes Reich, Experte für Apokalypse und den Antichrist, Berater der AIHS. 2#21
* 10.8.1912 in einer kinderreichen Familie in St. Gertraud/Ulten. Matura.
Priesterseminar Trient. Priesterweihe am 13.3.1937 in Trient. Kooperator in
Tiers, St. Pauls, Kurtatsch, Latsch und Villanders. 1944 in St. Pauls von der
Gestapo verhaftet. Er hatte von der Kanzel der Kirche gepredigt: „Die Führer
werden zu Volksverführern“ . Jemand aus dem Ort hat ihn angezeigt . Neun Monate in den Gefängnissen von Bozen,
Meran und Schlanders. Nur dank einem gütigen, katholischen NS-Funktionär vor
dem Transport in ein KZ bewahrt. Ab 1948 in Villanders, 1953 zum Pfarrer
ernannt, wirkte dort bis 1976, insgesamt 29 Jahre. Kurat von St. Oswald bei
Seis am Schlern ab 1.9.1976, wo er laut Todesanzeige (Dolomiten vom 14.12.1998)
viel Zeit für das Gebet, die Lektüre und das Gespräch fand. Dekan Albert Pixner
schreibt im Nachruf: Als Kurat von St. Oswald ... hat er viel gelesen und
manchen Theologen seine Meinung zu ihren Werken geschrieben. Im Gespräch mit
Einheimischen und Gästen machte er keinen Hehl aus seiner Glaubensüberzeugung,
und so hat er immer wieder auf den Wert der Gebote und der Sitten hingewiesen.
( Kath. Sonntagsblatt 10.5.1998) Am Nachmittag des Heiligen Abends 1997, als er
noch zu einer Beichtaushilfe nach Seis geholt werden sollte, erlitt er einen
Schlaganfall. Wir besuchten ihn im Krankenhaus Brixen und im Grieser Hof;
anschließend kam er ins Martinsheim in Kastelruth, wie auch seine Häuserin Anna
Gudauner (geboren 1914), die ihn 22 Jahre lang betreute und zehn Tage nach ihm
einen Schlaganfall erlitten hatte. Er hatte den Schlag links, sie rechts. Der
Kurat litt bis zum Abend des Ostersonntags. + 12.4.1998 im Alter von 85 Jahren.
"Der Tod wurde für den Kurat wirklich zum Erlöser, da für ihn die Zeit der
Krankheit ein "Fegefeuer" war. (Dekan Albert Pixner) Am 15. April
1998 in Kastelruth beerdigt. H.H. Manfred Adler schrieb uns am 19.3.1998:
"Vor Jahren hat eine Lehrerin, die in der Nähe Urlaub machte, ihn in
meinem Auftrag besucht. Ihr Eindruck: Sie sah in ihm einen zweiten Hl.
Franziskus. Wir müssen Gott für solche großen Persönlichkeiten, die er uns
schenkt, sehr danken und versuchen, ihnen ähnlich zu werden in der Heiligkeit.
Kurat Schwienbacher hat besonders auch unter dem Niedergang der Theologie und
der von ihr bewirkten Zerstörung des christlichen Glaubens gelitten. Er war ein
wachsamer Hirte, der die Wölfe gut kannte. ... Seine Sorge .., den Glauben
unverfälscht zu bewahren, war erstaunlich wachgeblieben." Der Herr gebe
ihm Frieden! Und er gewähre ihm, uns weiterhin mit seinem Rat zur Verfügung zu
stehen! Texte von ihm in etika.com unter Gebeten, Beichte etc. Leider soll der einzigartige
Widum, ein Denkmal ohnegleichen, das seit 7 Jahren leer steht, nicht als Museum
erhalten, sondern abgerissen werden. (Diese Angaben stammen von ihm selbst
sowie von seiner nunmehr 90-jährigen Haushälterin Anna Gudauner, die uns am
12.12.2004 von O. S. erzählte.)