ETIKA

FRANZISKUS VON ASSISI

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4.10.2015. Warnung an die Teilnehmer der am 4.10.2015 beginnenden Synode!!!

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Lasterhafte in die Hölle

Der Cronicken der mindern Brüder, das ander Buch, Konstanz 1603

Von Gedechtnus / die jeder wegen seines Heyls haben solte.

Cap. 50.

LIeben Brüder / ein Geheimnus hab ich euch zu offenbaren. Ein jeder under euch weißt nun wol / daß wir Kinder deß Allerhöchsten seynd / noch sage ich euch / daß wir auch mehr / nemblich seine Gespons / Brüder und Mütteren seynd.

Gesponsen / wann sich durch Krafft des heyligen Geists / unser Seel mit dem Herren vereiniget: Brüder / wann wir seinen Willen vollbringen:  unnd Mütter / wann wir ihne in unseren Hertzen inn Liebe / mit reynem lauterem Gewissen tragen.

Dannenhero wir ihn alsdann durch die gute Werck so wir würcken / und Exempel so wir dem Nächsten fürtragen / geberen.

O Brüder / wie ein rühmliche / wunderliche / und begirliche Sach ist es / einen solchen Gespons / Bruder und Sohn in dem Himmel zu haben / unnd noch einen Hirten / der sein Seel hie auff Erden für seine Schäffle dargeben hat / und unabläßlich den Vatter für uns bittet / sprechende: Vatter erhalt sie in deinem Namen / die du mir geben hast / daß sie eins seeyen mit mir / und wo ich bin / sie auch seyen /  unnd die Klarheit und Glori meines Reichs geniessen.

Alle die jenigen / so nit in Bußwürckung leben / und wol bereut / das hochwürdigiste Sacrament empfahen / sonder in Lasteren und Sünden sterben / sich in ihren argen Gedancken belustigen / und Gott dem allmächtigen das so sie versprochen / nit halten / sonder der Welt / ihrem Leib / und dem Teuffel / dessen Kinder sie seynd / in ihrem eignen  Willen betrogen / unnd fleischlich dienen / diese alle seynd blind / deß wahren Liechts Christi beraubt / haben kein wahre Geschickligkeit oder Weißheit / seytemal sie die Weißheit des ewigen Vatters Christi Jesu der höchsten Wahrheit / von ihnen verjagt und außgetriben / und obwol scheinet ob sie sehen / wissen / und erkennen / so sehen / wissen / erkennen sie doch nichts / dann willigklich erblinden sie / und verlieren die Seel.

Eröffnet derhalben die Augen / gebt gute Acht  auff ewere Feind / das Fleisch / Welt / und Teuffel.

Dem Leib ist es ein lieblich Ding die Sünd / aber der Dienst Gottes  ein bitters / und alles Ubels unnd Sünd entspringt / wie der Herr im Evangelio sagt / auß dem Hertzen deß Menschen.

Nichts Gutes haben die Bösen in dieser noch künfftiger Welt / vermeynen die weltlichen Eytelkeiten ihres Gefallens zu besitzen / werden aber betrogen / dann die Zeit / Tag und Stund kombt / daß sie alles verlieren.

Der H. Vatter sagte weiter:  Wann sich der Kranck ubel befindet / ist die erste Erinnerung unnd Ermahnung nit von wegen der Seelen Heyl / sonder des zeitlichen Testaments / das Weib kombt / die Kinder und Befreundten erscheinen / ihne alles wol zu bedencken ermahnend / von denen (als welche seiner Seelen nit vil nachfragen) wirdt er beredt und uberwunden / bemühet sich alle getröst und vergnügt zu verlassen / begeret nach ihrem Willen sein Vermächt zu richten / ubergibt ihnen sein Seel  / Leib und Gut.

Nach solchem beschickt man erst den Beychtvatter / welcher wann er ihne zu einer Widererstattung obligiert zu seyn erkennet /  und zu solchem  was er zu thun schuldig / ermahnet und anhaltet / antwortet der arme  Mensch / er habe testiert / seine Sachen gericht / und alles den Erben ubergeben / sie werden aller Notturfft Fürsehung thun: unnd dieweil er gar schwach / unnd die Red verleurt / ist kein  Zeit zu nohtwendiger Ringerung und Ablegung der Burde seines Gewissens verhanden / stirbt also eines bösen Todts.

Derhalben mercket alle wol / daß wann / oder wie der Mensch in einer Todtsünd / ohne Gnugthuung und schuldiger Erstattung deß Nächsten Guts (wann er kan) stirbt / der Teuffel sein Seel in die Höll / da er ewigklich leiden muß / traget / verleurt also auff einmal den Leib / die Seel / das Gut / und Ehr / dann gleich in Abtheylung deß Guts die Freund selbsten sein Seel / darumben daß er nit jedem sein gantzes Gut / so er in gemein außgetheylt / alleinig verlassen / verfluchen.

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Ausführlichere Version im Brief an die Gläubigen. Dort finden sich auch die Stellen:

Jene, die nicht kosten wollen, wie sanft der Herr ist, und die die Finsternis mehr lieben als das Licht, sind verflucht; von ihnen sagt der Prophet: "Verflucht sind, die von Deinen Geboten abirren." (Ps. 118, 21)

Wir sollen Haß empfinden gegen unseren Körper mit seinen Lastern und Sünden. … Auch sollen wir uns selbst verleugnen und unsere Körper unter das Joch der Knechtschaft und des heiligen Gehorsams stellen, wie es ein jeder dem Herrn versprochen hat.

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Anmerkung ETIKA: Gott wollte es, dass wir diesen sonntäglichen Text, das 50. Kapitel des 2. Buches der Cronicken, am Tag der Eröffnung der Bischofssynode im Vatikan veröffentlichen, die die Lockerung der Sitten und die Aufweichung der christlichen Morallehre im Blickpunkt hat. Wir haben die Verantwortlichen nunmehr zum wiederholten Male gewarnt. AIHS

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