ETIKA

FRANZISKUS-CHRONIK

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6.11.2004

12F3412

Die Predigt der 5 Märtyrer vor dem maurischen Gouverneur

Der Cronicken der mindern Brüder, Konstanz, 4. Buch, Cap. 12, 1604

Anmerkung der Apostel der letzten Zeiten, 31.10.2004, Reformationstag: Eine solche Predigt wie die folgende hat Papst Johannes Paul II. seinen moslemischen und jüdischen Gesprächspartnern sowie seinem buddhistischen Freund, dem ebenso zweigesichtigen Dalai Lama, noch nie gehalten.
Jeder kann nun die wahren Christen unterscheiden von jenen, die mit den Schlagworten Dialog und Toleranz auf eine Welteinheitsreligion hinarbeiten, die alle Götter für gleichberechtigt erklären und die behaupten, es handle sich bei allen um denselben Gott.
Aber der wahre und lebendige und einzige Gott sagt als erstes und wichtigstes Gebot: Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst keine anderen Götter neben mir haben. "
Sogar der uns nicht geheure Kardinal Lehmann sagte, das Christentum sei "missionarisch, oder es verrät sich selbst." "Jede Missionstätigkeit, die nicht zur radikalen Bekehrung zu Christus aufruft, verfälscht den Glauben." (Rudolf Zewell, beide Zitate aus dem "Rheinischen Merkur", Nr. 39, 23.9.2004)

Die Engel des Herrn werden kommen, alle Verräter des Glaubens entlarven und für das Gericht Jesu aussondern, aber erst nach dem Zustandekommen der Weltdiktatur und den dreieinhalb Jahren der Herrschaft des Antichrist. (AIHS 5.11.2004 etika.com, stark gekürzt am 3.4.2016)

 

Der Cronicken der Minderen Brüder / Das viert Buch.
Wie der Gubernator ime die fünnf Martyrer fürführen lassen / und von der Predig so sie ihme gethan.
Cap. 12.

Als nun die unerschrockne Diener Christi mit auff den Ruggen gebundnen Händen / unnd wegen von den Mohren empfangner Streichen und Wunden gar verblütet / inn dem hohen Gerichthauß fürgestelt warden / fragt sie der Richter alsbald / woher kombt ihr / und von wannen seyt ir / verwegne / verstockte Menschen / Feind unsers Glaubens / was seynd ewere Gedancken / und woher dörfft ir so freffenlich unsern grossen Prophten lästeren?

 

Die Heyligen antworteten: Sie kämen auß Portugall / wären Italianer / und was ihren Beruff und Predig anbelangte / kämen sie von dem Herren /welchem mehr als den Menschen zu gehorsamen wäre:

 

Dann unser Christus Jesus (sagt einer) ist der Erschaffer / Erlöser / und Meister / welchem alles inn dieser Welt underworffen / und dessen heyligen Willen niemandts widerstreben kann / der hat uns anbefohlen / sein heylig Evangelium der gantzen Welt zu predigen: seynd derohalben allher kommen / solches dem König und euch zu verkünden / und die Wort deß Lebens zu offenbaren / auff daß / nach dem ihr durch die Gnad erleuchtet / den Irrthumb / in welchem ihr schwebt / erkennet / und zu dem wahren Weg deß Heyls widerkehret / wie wir euch / wann ir uns hören wöllet / anzeigen wöllen.

 

Der Richter antwort:

Sagt mir / die ihr wahrlich blind / thorächt / und unverständig seyt / unn an dem wahren Weg deß Heyls geirret habt/ was doch für ein anderer Weg der Wahrheit seye / dann der unser?

 

Bruder Ortho voller deß heyligen Geists antwortet:

Jesus ist der einzige unnd wahre Weg / welcher den Menschen zu dem wahren Port deß Heyls führen kan / und sein heyliger Glauben / welcher inn deme stehet / einen wahren Gott unnd Menschen / einen einigen dreyfaltigen Gott / Vatter / Sohn / und heyligen Geist / einen wahren Menschen / auß Maria der Jungkfrawen geboren / einen eintzigen Gott in der Essentz / und dreyfaltig in den Personen / einen Erschaffer dises gantzen Ummkreiß der Erden / zu glauben / der da ist ein wahrer Mensch der Gottheit zugethan / ein Erlöser aller allbereit verlorner / unn durch die Sünd Adams verdambter dieser Welt Menschen / inn welcher Menschheit er mit menigklich conversiert / menigklich underwisen / und alle die jenige / welche in ihne jetziger und künfftiger Zeit biß an den Tag deß letsten Gerichts geglaubt / und glauben werden / erlöset / hat die Marter und Todt gelitten / mit seinem Blut unsere Schulden bezahlt / ist aufferstanden / uns auch inn den Himmel auffzuführen / von dannen er kommen wirdt / die Lebendigen und Todten nochmalen allhie auff Erden zu richten:

 

Alsbald wirdt er er aber in grosser Maiestät erscheinen / zu selber Zeit werden uns weder menschliche Stärcke / Reichthumb / Königreich / noch Keyserthumm nichts helffen / seytemal der Mensch nackend und bloß / allein mit seinen guten oder bösen vollbrachten Wercken erscheinen / und nach denselben geurtheylet werden wirdt / da er seinen Heyligen die ewige Glori in den Himlen / den anderen aber so in ihne nit geglaubt / das ewige höllische Feuer geben wirdt.

 

Der Richter spricht lachend zu ime:

Wie weist du diese Sachen? Oder wie probierst oder beweisest du daß sie geschehen werden?

 

Mit der Bezeugnus, antwortet Bruder Ortho /

der heyligen Geschrifft / in welcher von Hand zu Hand durch heylige Leut diese Wahrheit uns geoffenbaret worden: durch die Prophezeyen und Bezeugnussen der Propheten unnd Patriarchen / welche beyde erfült zu seyn gesehen worden.

Dannenhero dero Lehr mit vil vesterem Fundament unnd Grund / als der ewerigen zu glauben / die nichts  anders als durch die Geschrifft  ewers falschen Machomets glaubet / welche durch nichts anders als  dero falsche verführerische Wort bestetiget / da doch die unendtliche Wunderwerck unsers Herren Christi Jesu / seiner heyligen Martyrer / Beychtiger / unnd Jungkfrawen seinen heyligisten wahrhafften Glauben approbieren / da wir so viel Krancke gesund / so vil Beseßne entledigt / so vil Lahme geheylet / so vil Blinde erleucht / so vil Gehörlosen und Stummen das Gehör und Red wider gegeben / so vil Außsätzige gereyniget / und letstlich so vil Todte erweckt gesehen / unnd noch täglich sehen / welches ir doch bey ewerm falschen Machomet nit erweisen köndet / wendet euch derhalben ab von dieser seiner boßhafften / abscheulichen Sect / und kehret euch zu unserer wahren / und mit so vil Zeichen / Göttlichen und menschlichen Bezeugnussen approbierten Religion / fleuhe O Fürst / disen so augenscheinlichen Betrug / unnd dise Strick des Sathans / treibe wegk von deinen Augen die finstere Nebel / welche dich / weil du in selbigem Gesatz geboren und erwachsen / verblendet: dann alsbald du in deinem Hertzen dem heyligen Geist Blatz gibst / wirst du inn dir solche Krafft und Glantz empfinden / daß du für dich selbsten vil mehr / als wir dir mit Worten andeuten könden / würcken / unn mit deinem Exempel disem Volck die Thür deß Heyls eröffnen wirdest.

 

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