ETIKA

FRANZISKUS-CHRONIK

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16.4.2006 – 9.4.2016

12F3415

Märtyrer bedrohen vornehmen Mohren

Der Cronicken der mindern Brüder, Konstanz, 4. Buch, Cap. 15, 1604

Der Cronicken der Minderen Brüder / Das viert Buch.
Von einem Gespräch so die heylige Martyrer
mit einem fürnemmen Mohren gehalten
Cap. 15.

 

Mittel dessen will einer des Königs fürnemmer Ritter versuchen / ob er mit guten Worten etwas außrichten möchte / daran er doch nichts fruchten möchte.

 

Dann ob er wol mit lieblichen guten Worten sich bemühete sie zu bereden / dem König / welcher mehr als sie selbsten ihres Heyls Sorg trüge / zu gehorsamen / dann ob  er sie gleichwol zu Stucken zerzerren / und ihr  Leben durch langwirige Marter nemmen köndte / so hätte er doch bißher mit Güte sie zu bekehren begert / sein Maiestät so viel Verschmähung und Lästerung seines heyligen Propheten geduldet / welcher wie lieb unnd angenem Er Gott / genugsam bewißt wäre / seytemal er mit eignem Mund ihme dises ihr heyligiste Gesatz gegeben / welches wann sie annemmen wolte / verspreche er ihnen in dem Namen deß Königs / sie die Grösten in dem Reich zu machen / und daß sie allezeit in diser Welt herrschen / und nach dem Todt durch die Fürbitt deß großen Propheten Machomets / doppelte Kron erlangen wurden.

 

Deme antwortet Bruder Otho / und sagt:

Gehe zu rugk Sathanas / pack dich hinder sich du abscheulicher höllischer Teuffel / dann wir betten mit wahrem lebendigen Glauben an / und bekennen mit heller Stimm / den Vater / Sohn / und heyligen Geist / den dreyfaltigen und einigen Gott.

Du ellender aber bist sambt dem den du anbettest / inn das ewige Feur der Höllen verdammet / wol soltest du dich wahrlich bekehren / unnd dich deiner selbsten erbarmen / daran du recht thätest / unnd mehr Sorg deiner dann unserthalben / die wir disen gewissen Weg in das ewige Leben zu kommen erwehlt / tragen:

 

und als er diß geredet / mit einem Göttlichen und gerechten Zorn auff den Boden gespyen / ihne dardurch abzuscheuhen erzeigt.

 

Darab der Mohr ubel zufrieden / dörffte die Händ /  weil es in dem Palast bey Straff deß Todts verbotten / nit an die Wehr legen / sonder gabe ihme einen Backenstreich / sagende: Gehe hin / und lerne ein andermal zu schweigen.

 

Darauf Bruder Otho /als ein wahrer Discipel Christi / gesagt:

Gott verzeyhe dirs Bruder /

 

reichte ihm alsbald den anderen Backen dar / unnd sagte / er solte seines Gefallens darauff schlagen / dann er alles von der Liebe Christi willen zu gedulden bereit

Ab welchem sich die Umbstehenden alle entsetzt / als sie ein solche Rach / so in der Welt wenig / und allein von den wahren Dieneren Gottes geübt wirdt / sahen.

 

 

Anmerkung: Wenn Josef Ratzinger, Benedikt XVI., einmal Ähnliches zu Vertretern anderer Religionen sagt und sich zur kirchlichen Lehre über Jesus Christus (siehe SAKA-Informationen und „Einsicht“, kurz in ETIKA 90A77 ), Himmel und Hölle bekennt, dann schließen wir uns jenen Traditionalisten an, die bereits umgefallen sind und ihn für den richtigen Papst halten. Im Namen von Girolamo Savonarola, welcher noch immer der Heiligsprechung durch die Kirche harrt, die ihn am 23. Mai 1498 in Florenz auf dem Scheiterhaufen verbrennen ließ. Apostel der letzten Zeiten AIHS 16.4.2006

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