ETIKA

GOTTES REICH

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11.11.2003

15H15

Himmlische Entdeckungsreisen

 

Warum der Himmel so schön ist

Weil es dort unendlich viele Welten gibt, die wir, vollkommen geworden, entdecken dürfen:

unzählige Naturparadiese

die Gemeinschaft der Guten, die Engel eingeschlossen

die Reiche der Tugenden und Freuden - Liebe, Gerechtigkeit und Frieden

die Betrachtung Gottes und das Erleben all seiner Herrlichkeit –

Wonnen für Geist, Seele und Körper.*

Denn Gott ist das Gute, alles Gute.

Gott liebt uns. Freuen wir uns...

Alle Wünsche werden in Erfüllung gehen

„Dafür, dass du jetzt deinen Willen daran gibst, dafür wirst du einst im Himmel deinen Willen in allem wieder haben. Dort wirst du ja alles finden, was du willst, alle deine Wünsche werden dort in Erfüllung gehen. Dort wird dir alle Kraft zum Genusse alles Guten gegeben, ohne die Furcht, es wieder zu verlieren.“
(Das Buch von der Nachfolge Christi. Aus dem Lateinischen des Thomas von Kempen. Die Übersetzung J. M. Sailers bearbeitet von Walter Kröber.
Philipp Reclam jun. Stuttgart. 1980. 3. Buch, 49. Kapitel. Seite 166)

„Wenn Gott in diesem Tal der Tränen und Ort der Verbannung so wunderbare und schöne Dinge geschaffen hat, was wird er erst an jenem Ort geschaffen haben, welcher der Sitz seiner Herrlichkeit, Thron seiner Güte, Palast seiner Majestät, Haus seiner Auserwählten und Paradies aller Wonnen ist? Diese Stadt liegt über allen Himmeln, und ihre Größe und Ausdehnung überschreitet jedes Maß. (Anmerkung: Angesichts der kargen Landschaft auf der Iberischen Halbinsel hat Luis von Granada nur vergessen, an die Schönheiten der Natur zu denken.) Welche Freude, ... Gedankenaustausch mit allen Auserwählten zu pflegen. ... Und die ganze erlöste Schöpfung wird mit ewigem Frieden umgeben sein. (Anmerkung ETIKA: Dazu gehören auch Berge, Tiere, Pflanzen...) Die Freuden des Himmels sind größer als wir uns vorstellen können. Unermesslich ist die Liebe Gottes.“ (Luis von Granada, Meditation am Samstagabend, im Handbuch des einfachen Lebens, ETIKA 2000, Kap. 118, Seiten 208f.)

Und da wagt es ein Erdenwurm wie der jetzige Papst, Gott vorzuschreiben, dass der Himmel kein Ort sein darf! Wie kann er es wissen, wie kann er ausschließen, dass der Himmel auch ein Ort ist? Wenn der natürliche Leib des Menschen in einen geistigen Leib verwandelt wird, wie Paulus im 1. Korintherbrief 15,44 schreibt, und wenn es einen neuen Himmel und eine neue Erde gibt (Offenbarung 21,1), also räumliche Gebilde, dann ist es logisch, dass auch diese gereinigt, verklärt, vergeistigt vorhanden sein werden. Aber trotzdem können wir mit Jesus durch das Heilige Land wandeln, seiner Bergpredigt lauschen, mit ihm auf Jericho herabschauen, über den Ölberg und durch den Garten Gethsemane spazieren, ebenso wie wir – unser heißester Wunsch - mit unseren Freunden, die fern von uns sind, über Berg und Tal wandern, Gipfel erklimmen, die Guten in fremden Ländern besuchen, am Guten, am Reich Gottes weiterbauen können.

* Der Himmel bietet auch sinnliche, körperliche Freude. Siehe Leopold Kist: Der geistliche Schazgräber
Vergleiche 1. Korinther 15, ab 35 Der neue Leib bei der Auferstehung

 

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