ETIKA

GOTTES REICH

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20.8.2001

15H18A

In den Himmel muß ich kommen

Pfarrer Michael Dobler: Was ist der Himmel? Ein Heft voll Spannung und Aktualität

15H18B Himmel: alle Güter, alle Geheimnisse, die Engelchöre (Graber/Dobler)

"Für Dich, o Gott, hast DU uns erschaffen; und unruhig und unzufrieden ist unser Herz,
bis es ruhet in Gott."
(Hl. Augustinus)

"Und alle Lust will Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit." (Nietzsche)

Warum heute so viele Morde und Selbstmorde?

Im kleinen Österreich gibt es täglich 6 Selbstmorde.

Täglich schreckliche Familientragödien...

Und...

so viele Menschen verfallen dem Alkohol, dem übermäßigen Nikotingenuß, dem Sexualismus, dem Rauschgift, der Spielwut. Denken wir an die Lotto-, Toto-Hysterie...

Warum soviel Ehezerfall?

Warum soviel Terrorismus im großen und kleinen?

Warum soviel Betrug und Raub und Banküberfälle?

Warum Geiselnahmen und... und... und... ?

Warum immer weniger Kirchenbesucher und immer mehr Kirchenaustritte?

Warum die Flut der Morde im Mutterleib?

Warum immer weniger geistliche Berufungen?

Weil die Menschen nicht mehr wirklich an ein Fortleben im Himmel glauben.

Früher galt der Spruch:

"In den Himmel muß ich kommen!
Fest hab´ ich mir´s vorgenommen.
Mag es kosten, was es will,
für den Himmel ist mir nichts zuviel."

Ein heiliger Aloisius hat täglich gefragt:

"Was nützt mir das für die Ewigkeit?"

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Ein junger Mann kommt zu Philipp Neri und sagt:

"Ich bin jetzt fertig mit dem Rechtsstudium."

Philipp Neri darauf:

"Und jetzt?"

"Jetzt werde ich in den Beruf einsteigen und Rechtsanwalt werden."

"Und dann?"

"Ja, dann - - werde ich einmal heiraten und eine Familie gründen."

"Und dann?"

"Ja, dann werden wir Kinder haben und erziehen."

"Und dann?"

"Ja ... dann werden wir älter werden..."

"Und dann?"

"Ja, dann ... kommt einmal der Tod."

"Und dann...?"

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Immer wieder müssen wir die Menschen still machen und zum Denken bringen...

Unsere moderne Pop-Musik und der übertriebene Leistungssport und der Lärm den ganzen Tag bringt die Menschen sicher nicht zum Denken.

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Die Kerze ist das schönste Symbol des Christenlebens

Der Schaft der Kerze ist unser Leib!

Der Docht ist unsere Seele!

Die Flamme drauf ist das göttliche Leben.

Erst wenn wir ganz umgewandelt sind in Christus, dann sind wir himmelsfähig.

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DER RÖMISCHE KATECHISMUS

Der Katechismus des Konzils von Trient sagt:

"Kann derjenige, der gücklich ist, nicht brennend verlangen, sich ohne Ende dessen zu erfreuen, was sein Glück ausmacht? Und würde er nicht ohne die Versicherung einer dauernden und gewissen Seligkeit, ob er will oder nicht, eine Beute aller Qualen der Angst sein?" (I. cap. 13.3.)

Darum gilt, daß im Augenblick des Todes die Seele jenes Maß von Gnade, Liebe und Heiligkeit besitzen wird, in dem sie sich nach ihren Verdiensten gerade befindet. Der Grad ihrer Glorie und ihrer Seligkeit ist für die Ewigkeit festgelegt. Das zeigt, wie wichtig es ist, sich für diesen letzten Augenblick vorzubereiten, der unwiderruflich unser ewiges und unwandelbares Los bestimmt.

Der Gipfel der ewigen Seele bleibt also unwandelbar in der beseligenden Schau und Liebe. In einem weniger hohen Bereich der Seele wird es jedoch eine Abfolge von Gedanken, Gefühlen, untergeordneten Willensregungen geben. Dies sind zum Beispiel die Gebete, die ein Erwählter auf die Bitte dieser und jener Seele auf Erden an Gott richtet.

Darüber hinaus kann die akzidentelle (durch Verdienste erworbene) Glorie der Erwählten ohne Unterlaß wachsen, wenn auch die wesenhafte Glorie sich nicht ändern kann. Denn Gott läßt seine Heiligen des Himmels Nutzen haben von den Huldigungen, die ihnen die Kirche auf Erden darbringt, zum Beispiel durch die Ehrungen der Seligsprechung oder der Kanonisation, durch die am Feste des Heiligen an sie und an Allerheiligen an alle Heiligen gerichteten liturgischen Feiern und vor allem durch die zu ihrer Ehre aufgeopferten hl. Messen. Schließlich wird bei der Auferstehung der Toten der verklärte Leib das Glück der Seele noch vermehren.

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DIE HIMMELSSCHAU IN DER LITURGIE

HERZ-JESU-FEST

Wir werden schauen, wie Gott seit Ewigkeit nur eine Sehnsucht hat:

Daß ER mich in seine Herrlichkeit bringen kann -
bei Wahrung meines freien Willens.

So werden wir das Leid verstehen und die Kriege und die Unfälle...

Damit die Menschen, die nur ein Tröpflein guten Willen haben, für die Ewigkeit gerettet werden können.

MARIA HIMMELFAHRT

Maria ist nicht aus eigener Kraft in den Himmel "aufgefahren", sondern sie wurde aufgenommen. So geht es auch bei uns:

Gott nimmt uns auf, wenn wir uns aufnehmen lassen.

Wie aber geht diese Aufnahme?

Jesus schenkt uns bei jeder Hl. Kommunion den Heiligen Geist. Und dieser wandelt uns um in göttliche Menschen. Im Himmel gibt es ja nur göttliche Wesen:

Gott - göttliche Engel und - göttliche Menschen.

ENGELMONAT September

Was haben die heiligen Engel für eine erste Aufgabe an uns?

In den Himmel führen:

Es ist meine Meinung, daß mancher Schutzengel seinem Schutzbefohlenen ein Leid schickt, vielleicht sogar einen frühen Tod (Unfall), nur damit er diesen seinen Schützling für das ewige Leben retten kann. (Anm.: an anderer Stelle in etika.com wird dies damit begründet, daß der Betreffende daran war, eine Todsünde zu begehen.)

Je mehr wir auf unseren Engel hören, umso mehr kann er uns ersparen.

Aufgabe der Eltern, daß sie die Kinder ermahnen, auf diese geheimnisvolle Stimme des Herzens hinzuhören.

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Ganz wichtig zu wissen:

Im Himmel gibt es keine geistig oder körperlich Behinderten mehr. Keine Lahmen, Blinden, Taubstummen, keine Mongoloiden...!

Wie werden sich da auch die Eltern solcher Menschen freuen. Und wie wird alles Gute strahlen, das wir hier auf Erden diesen Menschen getan haben...

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