ETIKA

GOTTES REICH

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5.5.2001

15H3

Gottes ewiger Friede

Handbuch des einfachen Lebens, Kapitel 44

15H3A

"Erst mit der Vollendung des Menschen kann der Tod besiegt werden und jene Theokratie und göttliche Wiederherstellung der Natur eintreten, nach welcher denn auch in ihr alles unsterblich werden und dadurch die Harmonie der ganzen Schöpfung vollendet sein wird." (Friedrich von Schlegel: Vorlesungen über die Philosophie des Lebens, zit. GG 317)

15H3B

Der Herr sagte zu Katharina von Siena (Dialogo 82):

"Die Seele, die - des Körpers entblößt - zu mir gekommen ist, ihrem Ziel, sieht rein, erkennt die Wahrheit.

Indem sie mich, den ewigen Vater sieht, liebt sie; indem sie liebt, ist ihr Hunger gestillt; so gesättigt, erkennt sie die Wahrheit; da sie die Wahrheit erkennt, ist ihr Wille in meinem Willen festgehalten und gebunden und befestigt auf eine Weise, daß sie in keiner Sache Leid zu tragen hat, denn sie hat jenes, was sie zu haben wünschte, bevor sie mich sah, und bevor sie die Herrlichkeit und die Ehre meines Namens erblickte.

Sie sieht sie vollkommen in Wahrheit in meinen Heiligen und in den seligen Geistern und in allen anderen Geschöpfen... Und nehmen wir an, daß sie auch die Beleidigung sieht, die mir zugefügt wurde und die ihr zuerst Schmerz bereitet hat: Jetzt kann sie keinen Schmerz mehr empfinden, sondern nur noch Mitleid ohne Pein, denn sie liebt sie und bittet mich immer voll Liebe, daß ich gegenüber der Welt Barmherzigkeit walten lasse. Die Qual hat in ihnen ein Ende genommen, nicht aber die Liebe."

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