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Der Schock: Für Papst Johannes Paul II. sind Himmel, Hölle und Fegfeuer keine Orte

10.5.2005

3. Fatima-Geheimnis: Päpste verraten GlaubenBenedikt XVI. verkleinert Himmel

Papst Johannes Paul: "Der Himmel ist kein physischer Ort. - Die Hölle ist kein physischer Ort. - Das Fegefeuer ist kein realer Ort." (Generalaudienzen mittwochs im Vatikan, Zeitungsmeldungen vom 22. und 29.7.1999 sowie 5.8.1999).
Kommentar: Für uns bleiben Himmel und Hölle Orte und Zustände, wie unseres Wissens für viele Heilige.
"Wer nicht das Reich Gottes annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen." (Lukas 18,17)

Ganz unten die Ansprachen des Papstes im Wortlaut. Hier zunächst italienische Presseberichte:

Il Paradiso secondo Wojtyla "Non è in cielo fra le nuvole". Paradiso addio, niente più prati di smeraldo lassù tra le nubi, dove vagano anime beate dal sorriso sempiterno. Lo dice Papa Wojtyla. Il papa: "Il cielo o la beatitudine nella quale ci troveremo non è un´astrazione e neppure un luogo fisico tra le nuvole, ma un rapporto vivo e personale con la Trinità Santa." L´alto dei Cieli, in cui dimora Dio e verso cui possono ascendere i credenti meritevoli, magari su un carro di fuoco come il profeta Elia, va inteso come metafora. Obiettivo del papa è, dunque, la smitizzazione dell´Aldilà... - (La Repubblica, Roma, 22.7.1999, p. 22)

I precedenti: "Il limbo? Non esiste" Il limbo è scomparso dal catechismo del 1992: si va in paradiso anche senza battesimo, spiegano i teologi. (La Repubblica, Roma, 22.7.1999, p. 22)

I precedenti: "L´inferno? Senza fuoco" "L´inferno non è un luogo è non vi è un fuoco - dicono i gesuiti - ma è un modo di essere della persona dannata" (La Repubblica, Roma, 22.7.1999, p. 22)

Il Papa: L' Inferno? Può anche darsi che sia vuoto. L'interpretazione di Giovanni Paolo II: la dannazione non è un luogo fisico. "Più che un luogo" - detto ieri Giovanni Paolo II - l´Inferno è "la situazione in cui viene a trovarsi chi liberamente e definitivamente si allontana da Dio", ha spiegato ai pellegrini. (Corriere della Sera, Milano, 29.7.1999, Cronache, p. 12)

Il Papa: "Prego perché l´Inferno sia vuoto". - "Non è una fornace ardente". Città del Vaticano, "le immagini bibliche non devono creare angoscia, sono solo un monito". Niente diavoli con forconi e pece bollente: l´inferno rappresenta "la completa frustrazione e vacuità di una vita senza Dio. L´inferno sta a indicare più che un luogo, la situazione di chi viene a trovarsi chi liberamente e definitivamente si allontana da Dio, sorgente di vita e di goia". - Elio Guerriero, direttore di "Communio", una delle più prestigiose riviste internazionali di teologia, fondata dal teologo svizzero Hans Urs von Balthasar, ... ritiene che in passato "la traduzione ecclesiastica ha errato ad ampliare l´immagine delle pene corporali, anche se l´ha fatto per scopi educativi". E aggiunge monsignor Corrado Balducci, uno dei più noti esorcisti italiani: "Oggi, più che parlare di inferno, bisognerebbe però predicare verità consolanti, parlare dell´amore di Dio per tutti gli uomini. Siamo troppo terrorizzati dalla paura dell´aldilà e questo terrore non corrisponde appieno al messaggio cristiano". (La Stampa, Torino, 29.7.1999, p. 10)

 

Die Ansprachen des Papstes im Wortlaut, wie er uns per E-Mail zugegangen ist:

Über den Himmel (21. Juli)

"Liebe Schwestern und Brüder!

Heute möchte ich zu euch über den Begriff "Himmel" in der Bibel sprechen. Zunächst ist damit ein Teil des Universums gemeint. Im übertragenen Sinn aber umschreibt dieses Wort die Wohnung Gottes. Dann wird es zum umfassenderen Bild für das Leben des Menschen in Gott. Im Neuen Testament wird dieser Begriff weiter vertieft und in Zusammenhang mit der Menschwerdung und der Sendung Jesu Christi gebracht. Die Menschen erfahren das Vatersein Gottes durch die Liebe seines Sohnes, der gekreuzigt wurde und in den Himmel aufgefahren ist. Jetzt sitzt er dort zur Rechten des Vaters. Durch die Einbeziehung in das österliche Geheimnis, gelangen auch wir Menschen nach unserem irdischen Dasein zur vollen Teilhabe an der Liebe des Vaters. "Himmel" meint also eine lebendige und persönliche Beziehung zum dreifaltigen Gott. Dieser Begriff beschreibt die Begegnung mit dem Vater, die im auferstandenen Christus geschieht durch die Gemeinschaft des Heiligen Geistes. Dieses ist unser aller Ziel."

Anmerkung: Der obige, von einer katholischen Agentur verbreitete offizielle Text ist verkürzt. Er enthält nicht den entscheidenden Satz, den die Zeitung "la Repubblica" wiedergibt: "Il cielo o la beatitudine nella quale ci troveremo non è un´astrazione e neppure un luogo fisico tra le nuvole, ma un rapporto vivo e personale con la Trinità Santa." In eigener wörtlicher Übersetzung: "Der Himmel oder die Glückseligkeit, in der wir uns befinden werden, ist keine Abstraktion und auch kein physischer Ort zwischen den Wolken, sondern eine lebendige Beziehung mit der Heiligen Dreieinigkeit." Die dpa übersetzte: "kein realer Ort zwischen den Wolken", wie auch die Hölle nicht als realer Ort zu verstehen sei, sondern als Sinnbild von Seelenqualen. (Zeitungen vom 22.7.1999)

Über die Hölle (28. Juli)

"Liebe Schwestern und Brüder!

Gott ist ein unendlich guter und barmherziger Vater. Aber der Mensch in seiner Freiheit kann seine Liebe und seine Vergebung endgültig ablehnen und sich somit seiner Gemeinschaft für immer entziehen. Diese tragische Situation wird von der christlichen Lehre als "Verdammnis" oder "Hölle" bezeichnet. Die Bilder, mit denen die Heilige Schrift die Hölle darstellt, müssen richtig interpretiert werden. Sie wollen die völlige Leere eines Lebens ohne Gott aufzeigen. Die Hölle meint nicht so sehr einen bestimmten Ort, sondern vielmehr die Situation dessen, der sich frei und endgültig von Gott entfernt hat.Der Gedanke an die Hölle soll uns nicht in Angst versetzen, denn wir sind aufgerufen, unseren Lebensweg frohgemut mit Jesus Christus zu gehen, der den Satan und den Tod für immer besiegt hat. Dieser Glaube voller Hoffnung ist der Kern der christlichen Verkündigung."

Über das Fegfeuer (4. August)

"Liebe Schwestern und Brüder!

In den letzten beiden Katechesen haben wir die Alternative beleuchtet, die den Menschen vor die Wahl stellt: entweder mit dem Herrn in Ewigkeit zu leben oder seiner Gegenwart fern zu bleiben. Anders gesagt: Der Mensch hat die Wahl zwischen Himmel und Hölle. Viele haben sich zwar Gott geöffnet, aber das Leben mit Gott blieb unvollkommen. Um die volle Seligkeit zu erlangen, bedarf der Mensch einer Art "Reinigung", die der Glaube der Kirche mit dem Begriff "Fegfeuer" umschreibt. Diese Bezeichnung meint keinen Ort, sondern einen Zustand. Alle, die nach dem Tod für die Begegnung mit Gott noch "gereinigt" werden, sind schon in der Liebe Christi. Dabei ist das Fegfeuer nicht die Verlängerung des irdischen Lebens. Der Mensch kann sich nicht noch einmal neu entscheiden. Er kann im Fegfeuer nicht nachholen, was er einst auf Erden versäumt hat. Gleichzeitig bleibt ihm aber die Solidarität der Kirche nicht versagt. Die pilgernde Kirche tritt für ihn ein durch Gebet und Werke der Liebe. So wird die Reinigung von einem Band gehalten, das besteht zwischen denen, die noch auf dieser Welt leben, und jenen, die schon die ewige Seligkeit genießen dürfen."


Zusatz am 10.11.2003

Jeder vertrauensvolle Blick zum Himmel

sagt uns, dass Papst Johannes Paul II. irrt, wenn er behauptet, der Himmel sei „kein Ort zwischen den Wolken“ ("Il cielo o la beatitudine nella quale ci troveremo non è un´astrazione e neppure un luogo fisico tra le nuvole”.) Er versündigt sich damit schwer gegen Gott Vater, denn Jesus Christus selbst betete: “Unser Vater im Himmel” (Mt 6,9). Und in der Geschichte vom Wunder der Brotvermehrung heißt es: Jesus „sah auf zum Himmel, dankte, brach die Brote und gab sie den Jüngern“ (Mt 14,19). Wir sehen in der Leugnung des Himmels als Ort einen heimtückischen Angriff auf unseren Glauben.

Damit könnte auch das Motto dieses Papstes erklärt werden, dem in der Prophezeiung des Malachias (dem hl. Philipp Neri zugeschrieben) der Spruch gilt: De labore solis – Von der Bedrängnis der Sonne. Diese Aussage kann sich sowohl auf den Himmel als auch auf die Kirche beziehen. Vergleiche das Vatizinium für den Gegenpapst Alexander V. (1409-1410), der in der Weissagung als Flagellum solis (Geißel der Sonne) bezeichnet wird. Hildebrand Troll deutet dies in seinem Buch „Die Papstweissagungen des heiligen Malachias“ (Paul Pattloch Verlag Aschaffenburg, 1980) folgendermaßen: „Alexander V. ist als Gegenpapst eine Heimsuchung, eine Geißel der Kirche.“ (92) Entsprechend vermutet er beim Motto für Johannes Paul II. „eine Zeit großer Bedrängnis für die Kirche“ (92).

Wir bekräftigen nur, was in der Bibel steht:

Psalm 115,3 Unser Gott ist im Himmel.

Prediger 5,1 Gott ist im Himmel und du auf Erden.

Jesaja 66,1 Der Himmel ist mein Thron.

Die Menschen (einschließlich Papst Johannes Paul II.), die leugnen oder zweifeln, dass Himmel und Hölle Orte sind,  oder die sich sogar ausmalen, dass Himmel und Hölle gar nicht existieren, gestalten sich ihre Zukunft selbst. Diese wird anders aussehen als sie sich einbilden.

Wir glauben mehr der Nachfolge Christi und Luis von Granada als dem derzeitigen Papst, der nach Meinung der Sedisvakantisten zu Unrecht auf dem Stuhl Petri sitzt.

Und wenn der Himmel kein Ort ist, wo soll dann dann der heilige Berg sein, der Berg Zion, auf den wir uns so freuen? Das Alte Testament, die Psalmen, Jesaja wimmeln von Erwähnungen dieses heiligen Ortes, und auch im Neuen Testament kommt er vor, zum Beispiel Offenbarung 14,1. Alles nur symbolisch? Das glauben doch nur jene Theologen, deren Verstand begrenzt und nicht offen für die Wunder Gottes ist.

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