ETIKA

ÖKUMENE

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4.8.1998

15O4

Umkehr und Buße im Zusammenhang mit der Kirchenspaltung

Handbuch des einfachen Lebens, Kapitel 24

15O4A

"Wir alle, Katholische und Protestanten, haben in unsern Vätern gesündigt und weben fort an der Webe menschlicher Irrsal, so oder anders; keiner hat das Recht, sich in Hoffart über den andern hinauszusetzen, und Gott duldet es an keinem, am wenigsten bei denen, die sich seine Freunde nennen." (Joseph von Görres, 1776 - 1848, in seiner Schrift "Athanasius", zit. in: Die größten Geister über die höchsten Fragen, Konstanz o. J., 3. Auflage, 208)

15O4B

WIEDERGUTMACHUNG NOTWENDIG. "Katholiken der alten Kaiserstadt Worms appellieren an Papst und Bischöfe, den Bann über Martin Luther aufzuheben, der sich vor 450 Jahren in der gleichen Stadt gegen Kirche und Kaiser auflehnte." (Kölnische Rundschau, 15.4.1971) Luther damals: "Widerrufen kann und will ich nicht, weil wider das Gewissen zu handeln weder sicher noch heilsam ist."
In ganz ähnlicher Lage hatte sich zuvor in Florenz
Girolamo Savonarola befunden. Auch er ist noch nicht von höchster Stelle rehabilitiert.

15O4C

"In Demut bitten wir also Gott und die getrennten Brüder um Verzeihung, wie auch wir unsern Schuldigern vergeben." (Konzilsdekret über den Ökumenismus, zit.in Dolomiten, Bozen, 13.1.1983)

15O4D

"Jeder einzelne prüfe sich, wo er im Umgang mit den römisch-katholischen Mitchristen Verzeihung erbitten oder gewähren muß. Für die Einigung der Christenheit und ihr gemeinsames Bekenntnis vor der Welt hat kein anderer Weg Verheißung als die Buße, in der wir uns gemeinsam aus dem Geist Gottes erneuern lassen." (Erklärung des Rats der Evang. Kirche in Deutschland: Zum Gespräch zwischen den Konfessionen - Die evangelische Kirche und das Vatikanische Konzil, Handzettel, ohne Jahr)

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