ETIKA

ÖKUMENE

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21.1.2004

15O9C

Die Abkehr von der lateinischen Messe, die Pius V. für alle Zeiten angeordnet hat, macht das Unfehlbarkeitsdogma nichtig

Unter Verwendung eines Faltblattes von Karl Haselböck, Wien, Freude an der Wahrheit, römisch-katholische Schriften, Nr. 11, 1989

Beweise, warum das Unfehlbarkeitsdogma nicht mehr gilt

Beweis C: Der Verrat an der lateinischen Messe

Missale Romanum - Pius V Episcopus: Quo primum
(Originaldokument in lateinischer Sprache)

Die Abkehr von der lateinischen Messe, die Pius V. für alle Zeiten angeordnet hat, macht das Unfehlbarkeitsdogma nichtig.

Es gibt nur folgende Möglichkeiten:

·        Entweder irrte sich Papst Pius V. beziehungsweise er war im Unrecht, als er den vom Konzil von Trient festgelegten Ablauf der hl. Messe für alle Zeiten festschrieb. Dann war diese in höchstem Maße wichtige Glaubensentscheidung nicht unfehlbar.

·        Oder das II. Vatikanische Konzil irrte sich beziehungsweise war im Unrecht, als es eine neue Messordnung vorschrieb und von der alten lateinischen Messe abging.

·        Oder das Unfehlbarkeitsdogma ist irrig und falsch.

Alles andere ist unlogisch. Die notwendigen Folgen:

·        Entweder kehrt die katholische Kirche unverzüglich zu der vom Konzil von Trient und Pius V. festgelegten Messordnung zurück

·        oder sie erkennt an, dass sie nicht mehr dieselbe katholische Kirche ist wie früher

·        oder sie gibt das Unfehlbarkeitsdogma auf.

Das II. Vatikanische Konzil hat sich in grober Weise gegen die Tradition der heiligen römisch-katholischen Kirche gestellt. Damit hat die derzeitige Katholische Kirche mit Sitz im Vatikan kein Recht mehr, für ihren Papst das Recht auf Unfehlbarkeit in höchsten Glaubens- und Sittenentscheidungen ex cathedra zu beanspruchen.

Da es eine wahre katholische Kirche also nicht mehr gibt, in der alles und nur das gilt, „was immer gegolten hat“ – diese Vorstellung, dass gelten müsse, was immer gegolten hat, ist reine Utopie, wenn man die Urkirche einbezieht, zum Beispiel war damals die Handkommunion üblich, allerdings in anderer Form -,  so kann uns aus dem jetzigen Dilemma des Wandels der römischen-katholischen Kirchen sowie der Kirchenspaltung nur eine Zukunftslösung führen, kein Rückschritt in die Vergangenheit.

Und die Zukunftslösung präsentiert ETIKA mit dem Aufruf an alle Teilkirchen einschließlich der modernisierten katholischen Kirche zur Buße und zur Selbstreinigung und zur inneren und äußeren Erneuerung – mit dem Ergebnis, dass sich alle ähnlich werden, zum wahren Geist des Evangeliums zurückkehren, sich zusammenschließen und dabei wie bei Solowjew und Benson den (das) Primat des Nachfolgers Petri anerkennen, der aller Diener sein soll.

Dass der jetzige Papst nicht so ist, dass er von allen anerkannt werden könnte, glauben wir in etika.com hinlänglich bewiesen zu haben. Die Gründe liegen unter anderem in Wojtylas Aussagen über Himmel und Hölle, seinen multireligiösen und multikulturellen Bestrebungen, seiner Unterstützung der in vielen Bereichen gegen die christliche Lehre tätigen UNO, seine mehr als verdächtige Erklärung über die Sexualität Behinderter usw. Siehe Papolatrie, siehe Sexualität Behinderter.

Nun aber zur katholischen Messe, wie sie Pius V. für alle Zeiten festgelegt hat. Wir zitieren aus einer Schrift, die Karl Haselböck, Postfach 69, A-1084 Wien (Achtung: möglicherweise veraltete Adresse) herausgegeben hat und die uns  eine Exerzitienteilnehmerin aus Ingolstadt freundlicherweise überlassen hat. Das Faltblatt ist erschienen in der Reihe „Freude an der Wahrheit“ als Nr. 11 (1. Auflage 1976, verbesserte Neuauflage 1989, deutsche Übersetzung, salvo meliore iudidico Ecclesiae, von Karl Haselböck; alle Rechte vorbehalten!) und trägt den Titel:

Apostolisches Siegelschreiben QUO PRIMUM
des heiligen Papstes Pius V.
(das am Beginn jedes Altarmessbuches steht)

Wegen des Copyrights zitieren wir nur ein paar Stellen:

BISCHOF PIUS
DIENER DER DIENER GOTTES
ZUR IMMERWÄHRENDEN VERGEGENWÄRTIGUNG DES SACHVERHALTES

„... es geziemt sich in der Kirche Gottes, nach ein und derselben Form die Psalmen zu singen und die Heilige Messe zu zelebrieren....

... diese schwierige Aufgabe auserlesenen gelehrten Männern übertragen. Diese haben sorgfältig alle altehrwürdigen Messbücher Unserer Vatikanischen Bibliothek miteinander verglichen... So haben sie das Messbuch nach der ursprünglichen Norm und der Satzung der heiligen Väter wiederhergestellt. ... in Rom in Druck gegeben ... dass die Priester wissen, mit welchen Gebeten, nach welchen gottesdienstlichen Satzungen, und mit welchen Zeremonien sie von nun an die Heilige Messe feiern müssen.

Was aber von der hochheiligen Römischen Kirche, der Mutter und Lehrerin der übrigen Kirchen (Anmerkung ETIKA: Also erkannte Rom damals die anderen Kirchen als existent an und sprach nicht nur von einer einzigen Kirche, wie es engstirnige Traditionalisten tun), überliefert wird, das sollen an jedem Orte alle liebend annehmen und es befolgen: so soll daher VON NUN AN IMMERWÄHREND FÜR ALLE KÜNFTIGEN ZEITEN in allen Gebieten des Christlichen Erdkreises in den Patriarchal-, Dom-, Kollegiats- und Pfarrkirchen, den Kirchen des Weltklerus, und den Kirchen jeglicher Orden ..., in den Kirchen ohne Seelsorge, und in den Kapellen - ... -, in welchen die Zelebration gemäß dem Ritus der Römischen Kirche zu erfolgen pflegt, oder dazu die Verpflichtung besteht, KEINE MESSE ANDERS GESUNGEN ODER GELESEN WERDEN als gemäß der Vorschrift des von Uns herausgegebenen Messbuches. ...

Gleichzeitig entscheiden Wir ferner, dass unter Strafe Unseres Unwillens bei diesem jüngst von uns herausgegebenen Messbuch niemals etwas hinzugefügt, hinweggenommen oder verändert werden darf.

Dies setzen Wir durch diese Unsere Gesetzliche Bestimmung fest, und wir ordnen es an: sie soll für die Zukunft beständig in Kraft sein. ... Wir befehlen es ihnen (Anmerkung: Patriarchen, Amtsträgern usw.) kraft das heiligen Gehorsams: dass sie in der Folge die Messe nach den gottesdienstlichen Satzungen, nach der Art und Weise, und nach der Norm, welche durch dieses Messbuch von uns jetzt überliefert werden, singen oder lesen; und dass sie es sich auch nicht anmaßen, bei der Feier der Heiligen Messe andere Zeremonien oder Gebete, als die dieses Messbuch enthält, hinzuzufügen oder vorzutragen.

(ETIKA fragt die Priester, Bischöfe, Kardinäle, den Papst, warum sie dann so krass gegen diese Gesetzliche Bestimmung verstoßen, indem sie so viel anders machen, zum Teil Tänze am Altar erlauben, das Vaterunser singen lassen, die Leute zum Händeschütteln auffordern, den St.-Michaels-Exorzismus weglassen usw. Wir Laien haben nicht Theologie studiert, aber sie doch!)

Kraft Apostolischer Autorität gestatten und bewilligen Wir, im Sinne des vorliegenden Schreibens, und gleichfalls mit beständiger Wirksamkeit:

Nach ebendiesem Messbuch ist ohne Unterschied in jeder Kirche die Messe zu singen und zu lesen, und zwar ohne jede Unruhe des Gewissens und ohne in irgendwelche Strafen, Urteilssprüche oder Tadel zu fallen, die als Folge davon irgendwie eintreten könnten; vielmehr kann man immer davon frei und erlaubt Gebrauch machen, und ist dazu berechtigt. (Anmerkung ETIKA: Fragt jene treuen Priester, die die lateinische Messe zelebrieren, welche Schwierigkeiten ihnen die heutige modernistische Amtskirche macht! Viele fromme Katholiken werden deswegen gar verfolgt oder ausgestoßen; Gläubigen, die kniend die Mundkommunion empfangen wollen, ist diese schon verweigert worden! Und trotzdem behaupten die gegen alles Konservative so intoleranten Liberalen, sie würden die wahre Kirche darstellen! Hinter ihnen steht der Vater der Lüge, und ihr Los ist die Hölle, wenn sie nicht umkehren und Gottes Willen nach Buße und Reformation erfüllen.)

Und keine Bischöfe, Amtsträger, Kanoniker, Kapläne, und andere Weltpriester jeglichen Namens und Titels, und keine Ordensgeistlichen ... dürfen verpflichtet werden, die Heilige Messe anders zu zelebrieren, als es von Uns festgesetzt worden ist. ... Auch kann dieses Schreiben nie und zu keiner Zeit widerrufen oder eingeschränkt werden...

Dem soeben Gesagten kann nichts hinderlich im Wege stehen: keine Apostolischen Bestimmungen und Anordnungen; keine allgemeinen oder besonderen Bestimmungen und Anordnungen von Provinzial- und Diözesan-Synoden; kein ... Brauch, der nach einer sehr lange zurückliegenden und nicht eigens erwähnenswerten, jedoch nicht mehr als zweihundert Jahre alten Vorschrift vollzogen wird; keine irgendwie gearteten gegenteiligen Anordnungen und herkömmlichen Gewohnheiten...

So sei es denn überhaupt keinem unter den Menschen gestattet, diese Urkunde ... zu entkräften, oder sich ihr in schändlicher Verwegenheit zu widersetzen. Wenn es sich aber jemand anmaßen würde, zum Abfall dazu zu verleiten, so wisse derjenige, dass er im Begriffe ist, sich den Unwillen des allmächtigen Gottes, sowie Seiner Heiligen Apostel Petrus und Paulus zuzuziehen.

Gegeben zu Rom, beim Heiligen Petrus, den 14. Juli des Jahres 1570 nach der Menschwerdung des Herrn, dem fünften Jahr Unseres Pontifikates...“

ETIKA-Schlusswort: Wir Menschen irren alle – nur Gott nicht

Die Apostasie (Glaubensabfall) ist eingetreten, aber weniger wegen des alten Messbuches, sondern weil das Evangelium nicht mehr befolgt wird, weil die ewigen Wahrheiten geleugnet werden, weil die Kirchen dem Egoismus verfallen sind und an ihrer Macht hängen, statt den Menschen das Reich Gottes zu verkünden und zu bringen.

Katholische Rechthaber und Fanatiker, merkt ihr nicht, ihr Anmaßenden, wie Euch der Boden unter den Füßen weggezogen wird?

Gott im Himmel, erleuchte die Irrenden! Uns kommt vor, derzeit irren alle.

Nur Dein Wille, Herr, geschehe!

Heil´ger Geist, erleuchte uns!

Jesus Christus, hilf uns, Deine Kirche wiederherzustellen, die so zerstückelt ist und am Boden liegt!

Apostel der letzten Zeiten AIHS, 21.1.2004, etika.com
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