ETIKA

ÖKUMENE

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9.6.2003; 22.9.2003,

15OE0

Christliche Einheit jetzt!

Apostel der letzten Zeiten AIHS: 15 Lösungen

 

Die 3. Reformation

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Bitte guten Willen! - Allgemeine Vorbemerkungen

Wir legen hier nicht ein in sich abgeschlossenes wissenschaftliches Werk vor, sondern gefundene Bruchstücke, die man zusammensetzen kann zu Mauern, Wänden und Decken, damit alle Christen wieder ein gemeinsames Haus bekommen. Den Mörtel müssen die anderen liefern. Und wenn die anderen nicht wollen und wenn Gott nicht will, dann leben wir weiter zwischen Ruinen, bis die Saat des Bösen überall aufgegangen ist und alles überwuchert.

Alle Christen guten Willens, Laien, Ordensbrüder und Ordensschwestern, Priester und Pfarrer, Bischöfe und Papst, bitten wir, dieses Werk mit Offenheit, Verständnis und Wohlwollen aufzunehmen und das, was gut daran ist, in die Tat umzusetzen.

Wir werden noch lange an den Texten herumfeilen, um berechtigten Einwänden Rechnung zu tragen. Mit verbohrten Fanatikern ist freilich nicht leicht zu reden. Lieber sind uns Menschen, die aufrichtig nach der Wahrheit streben und guten Willen haben.

Dank sei einem strengen Katholiken, der uns am Pfingstsonntag den Rat erteilt hat, strikt zwischen der einen heiligen römisch-katholischen Kirche und der Amtskirche zu unterscheiden. Denn auch er ist nicht mit all dem einverstanden, was der jetzige Papst sagt und tut, und es schmerzt ihn, wenn „die Kirche“ angegriffen wird, unter der er den mystischen Leib Christi versteht. Im Papstamt sieht er jedoch die Garantie für die Einheit des Glaubens.

Immer nur die neueste Fassung ist gültig.

Christlicher Internetdienst etika.com. Pfingstmontag 2003

 

Christen, besinnt euch auf das, was Gott will!
Stellt das zurück, was Menschen wollen und sagen und schreiben!

 

Katholiken, löst euch von Vorurteilen! Euch wird von vielen Seiten die Unwahrheit über die Ökumene gesagt, auch wenn dies im guten Glauben geschieht. So wie die Eucharistie heute gefeiert wird oder bis zum II. Vatikanischen Konzil gefeiert wurde, war es nicht „schon immer“. Prüft die Quellen! Die Katholische Amtskirche hat oft geirrt, nicht nur bei Fehlentscheidungen der Inquisition, und sie irrt auch heute in vielem! Sucht die Einheit im Glauben an Jesus Christus, die Gott will!

 

Evangelische Christen, lauft nicht weiter den Rattenfängern hinterher, die die Einheit der Kirche hintertreiben! Erkennt, wie weit euch die Modernisten vom Evangelium entfernt haben! Bereichert die wahre Kirche Christi mit eurer Liebe zur Heiligen Schrift! Sucht die Einheit!

 

Orthodoxe Christen, vermittelt zwischen Katholiken und Protestanten, indem ihr in strittigen Fragen eure Wahrheiten und Traditionen als Kompromiß einbringt! Sucht die Einheit!

 

Untersuchen wir gemeinsam die Barrikaden, welche eigensinnige Theologen und kirchliche Machtpolitiker in zwei Jahrtausenden mit so viel Geschick errichtet haben, dass sie noch immer imstande sind, die Herzen von Milliarden Christen zu trennen. Prüfet alles, und ihr werdet sehen: Das, was uns trennt, ist Menschenwerk! Was das Herz spricht, das Gewissen, der Heilige Geist, das ist wahr. Die Wahrheit ist so einfach, Gott ist so einfach, wir sind so einfach, warum muss denn dann die Kirche so kompliziert sein?

 

Auch wenn die meisten Theologen sicher in gutem Glauben gehandelt haben – die Trennung der Christen ist und bleibt ein Irrweg, und warum sollen wir uns nach 2000 Jahren der Spaltung und Zerrissenheit noch immer von überholten Gedankengebäuden versklaven lassen? Die Welt wartet doch auf uns – jetzt und immer! Die Welt, die Schöpfung wartet darauf, dass die Herrlichkeit der Kinder Gottes offenbar wird! Wir sind doch nicht Kinder Gottes, wenn wir ewig streiten!

 

Christliche Kirche - Ecclesia Christiana
Seid eins!

Botschaft der Apostel der letzten Zeiten AIHS an die Christenheit

 

Viele Menschen fühlen sich in ihrer Kirche nicht mehr daheim. Sie haben das Vertrauen verloren. Sie sind enttäuscht von ihren geistlichen Führern, die nicht selbst nach Heiligkeit streben, sondern ihre menschlichen Schwächen entschuldigen und zum allgemeinen Maßstab machen.

 

Solchen Menschen, die Gott suchen und seinen Willen erfüllen wollen, wollen wir einen Ausweg zeigen: die Besinnung auf das, was sie mit anderen christlichen Brüdern und Schwestern gemein haben. Blicken wir auf das Wesentliche, das verbindet, auf die ewigen Wahrheiten wie das Leben nach dem Tod in Himmel oder Hölle, auf den Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der uns mit seinem Tod am Kreuz erlöst hat, der auferstanden ist und der wiederkommen wird, zu richten die Lebenden und die Toten.

 

Stolpern wir nicht über Zweitrangiges, künstlich errichtete Barrieren, sondern streben wir nach Einigkeit.

 

Theologen und Würdenträger, die nicht vom Heiligen Geist erfüllt waren, sowie Sendboten des Feindes, haben überall Verwirrung gestiftet, alles zerredet, Trennungslinien gezogen und die Christen entzweit, oft aus irdischen, machtpolitischen Gründen. Das trifft auch auf nicht wenige Päpste zum Beispiel im Mittelalter zu.

 

Jesus hat nur eine Herde. Alle, die auf seine Stimme hören, sind Christen. Also gibt es auch nur eine christliche Kirche

„... auf daß sie alle eins seien“ (Joh 17,21)

 

Seien wir einig darin, Gottes Willen zu erfüllen, wie er es jedem durch den Hl. Geist und das Gewissen, die hl. Schrift sowie die guten Traditionen in der Kirche kundtut.

 

Wenn Gott einfach ist (Girolamo Savonarola weist dies 1496 in seinem Buch „De simplicitate christianae vitae“ nach), dann muß auch die Kirche einfach sein, muß die Lehre einfach sein. Wer aber einmal in den katholischen und evangelischen Lexika das Wesen der Eucharistie, der Messe usw. ergründen will, der gerät in eine Wildnis, aus der er kaum noch herausfindet.

 

Christen aller Konfessionen, ihr seid Kinder eines Vaters!

Seid alle eins, damit die Welt glaubt, daß Gott Jesus Christus gesandt hat. (nach Johannes 17,22.23)

Versöhnt euch mit euren Brüdern und Schwestern in der ganzen Welt, und erst dann geht hin zum Altar und opfert eure Gabe!

Wenn eure Bischöfe es nicht tun, dann tut es selbst, denn ihr selbst geht ja zum Altar und nicht die Bischöfe für euch.

Denn ihr selbst esst ja Christi Fleisch und trinkt sein Blut, damit ihr in Ihm bleibt und er in euch. (Joh 6,56)

Also geht auch gemeinsam zum Tisch des Herrn, nachdem ihr euch versöhnt habt.

Liebt Gott und haltet seine Gebote.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Apostel der letzten Zeiten AIHS, Ostern - Pfingsten 2003, etika.com

 

Widersprüche und Aufgaben, die wir lösen sollen

Am Karfreitag sahen wir Bilder von irakischen Christen, die beim protestantischen Gottesdienst in Bagdad das Blut Christi  - nach evangelischer Auffassung - in Einzelkelchen tranken. Dieser Anblick hat den Anlaß zu dieser Reform gegeben, die wir nachstehend vorschlagen.

Wer maßt sich an, diesen Christen, die seit Jahrhunderten unter der Verfolgung durch Moslems litten und leiden, zu sagen, sie seien keine Christen und hätten kein Recht, das Blut Christi – nach ev. Auffassung - zu trinken? Wer wagt es zu behaupten, daß sie nicht an Jesus Christus, den Sohn Gottes und Heiland der Welt, glauben und daß sie, weil sie nicht katholisch sind, in die Hölle kommen werden?

 

Jesus stirbt für uns am Kreuz, um uns die Möglichkeit zu geben, trotz unsrer Schuld in den Himmel zu kommen - neben Geburt und Auferstehung das größte Ereignis in der Geschichte der Menschheit

·        Doch die katholische Amtskirche begeht diesen heiligsten Tag nicht einmal als Feiertag; wohl aber die Protestanten: für sie ist der Karfreitag der höchste Feiertag.

 

Jesus sagt: Wer nicht mein Fleisch isst und nicht mein Blut trinkt ... (Joh 6,53 und Franziskus: Brief an die Gläubigen, im Handbuch des einfachen Lebens, S. 14)

·        Doch die katholische Amtskirche verweigert ihren Angehörigen das Blut Christi (Anmerkung: mit wenigen Ausnahmen); die evangelische Kirche reicht ihren Gläubigen auch bei jedem Abendmahl das Blut Christi)

 

Jesus sagt: Bevor du zum Altar gehst, versöhne dich mit deinem Bruder (Matthäus 5,23.24, Bergpredigt).

Doch Papst Johannes Paul II. versöhnt sich nicht mit seinen Brüdern, sondern erlässt in einer Zeit, in der die Christenheit sehnsüchtig auf ein Dokument der Versöhnung wartet, eine ökumene-feindliche Enzyklika und schließt alle anderen Christen, evangelische wie orthodoxe wie Traditionalisten (Lefebvre u.a.), aus der Tischgemeinschaft aus, während er mit Heiden sehr wohl eine Agape (Liebesmahl) hält.

 

Wer ist die katholische Kirche?

 

Die Kirche ist die Gemeinschaft aller Christen. Sie haben einen gemeinsamen Glauben und eine Taufe und einen Gehorsam gegenüber Christus, unserem Erlöser. Sie ist heilig, weil ihre Angehörigen in einem mystischen Körper vereinigt sind und als Haupt unseren Heiland Jesus Christus haben und geheiligt werden durch den Heiligen Geist.

„Iglesia quiere decir tanto como ayuntamiento o congregación. Y así, a toda la congregación de todos los cristianos, doquiera que estén repartidos, llamamos Iglesia. Porque puesto que estén muy aapartados los unos de los otros, por concordar todos en una fe  y un bautismo y una obediencia de Cristo, nuestro Redentor, los llamamos Iglesia. Decimos que es santa, porque están juntos en un cuerpo místicoa y son miembros de él. Tienen por cabeza a nuestro Redentor Jesucristo y son santificados por el Espíritu Santo.”
(Fray Luis de Granada O.P.: Obra Selecta. Una Suma de la Vida Cristiana. Los textos capitales del P. Granada seleccionados por el orden mismo de la “Suma teologica”, de Santo Tomas de Aquino por el P. Antonio Trancho. Biblioteca de Autores Cristianos, Madrid MCMXLVII, p. 891, Guía de Pecadores, I. I, p, I, c. 5, t. I, pág. 53)

 

Die römisch-katholische Amtskirche beharrt auf ihren Vorrechten, ohne übertriebene Machtansprüche aufzugeben, und die protestantische und die orthodoxe Kirche beharren ebenso egoistisch auf ihren gegensätzlichen Standpunkten, obwohl allen klar sein muß, daß es ohne eine Wiederangliederung an die katholische Kirche keine Einheit geben kann. So blockieren sie die Evangelisierung der Welt.

 

„Die Spaltung der Christenheit ist das große Ärgernis für die Welt, ist der entscheidende Grund, warum die Welt nicht mehr an die Botschaft Jesu Christi glaubt.“ (Prof. A. Leidl, Katholisches Sonntagsblatt, Bozen, 6.11.1983)

 

Die Franziskaner müssten die Führer der ökumenischen Bewegung sein, schon weil der heilige Franziskus und die franziskanische Tradition eine natürliche Brücke zwischen Katholiken und Protestanten bilden.“ (Paul Chapman in R. Schutz: “Francesco Uomo Ecumenico”, in: Studi Francescani 68 (1971), 169, zit. MF 8/78)

 

Doch die offiziellen Orden rühren sich wenig, und so braucht es wohl den franziskanischen Laienorden, den Orden der Brüder und Schwestern von der Buße, damit es mit der Vereinigung der Christen weitergeht.

 

Die evangelischen Christen bekennen sich im Glaubensbekenntnis zur heiligen allgemeinen christlichen Kirche, und die Katholiken bekennen sich zur heiligen katholischen Kirche

Aber das griechische Wort katholisch heißt nichts anderes als allgemein, und im Grunde bekennen sich mit dem Mund beide zur gleichen Sache, ohne es aber mit der Tat zu vollbringen. (siehe Handbuch des einfachen Lebens, ETIKA 2000, 1985, S. 30; Friedrich Lisco: Das christlich-apostolische Glaubensbekenntniß – ein Hülfsbuch für Lehrer beim Katechumenen-Unterricht, Berlin 1842, S. 174ff.)

 

Welche der Kirchen behauptet, sie sei vollkommen und identisch mit dem vollkommenen Leib Jesu Christi, und die anderen Kirchen seien häretisch?

Frage an alle: Welche ist die wahre Kirche? Oder sind nicht vielmehr alle Teil des Leibes Christi und ergänzen sich zur Christenheit? Wir behaupten: die Kirche ist alles, was gut ist in der katholischen Kirche (nicht gut waren z. B. die Behandlung der Indianer oder Alexander VI. oder Fehlentscheidungen bei der Inquisition) und was gut ist in der orthodoxen Kirche (zum Beispiel die Liturgie) und was gut ist in der evangelischen Kirche (zum Beispiel die Treue gegenüber der Heiligen Schrift und das langsame Beten des Vaterunsers im Vergleich zum schnellen Herunterleiern in katholischen Messen). Die wahre Kirche Christi umfaßt alle Christen aller Konfessionen, die an Jesus Christus glauben und entsprechend leben.

 


Vertiefung

 

Katholisch – ein belastetes Wort

Den aufrichtigen Willen zur Wiedervereinigung zeigte die in der Schweiz herausgegebene Zeitschrift „ewig“ (Nr. 7+8 / 1995). Sie verglich in einer Tabelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Katholischen Kirche, der Griechisch-Orthodoxen Kirche, der Alt-Katholiken, der Anglikaner, der Lutheraner, der Zwinglianer sowie der Calvinisten. Und fand weise Worte:

 

„Auch in der Kirche Roms wird die Hl. Eucharistie nicht nur lateinisch, sondern auch griechisch und altslawisch und koptisch gefeiert. Dies sind Äußerlichkeiten. Der Glaube darunter, die religiösen Wahrheiten, die Dogmen, die bleiben überall die gleichen. Wahrheit ist Wahrheit.

 

Diese Allgemeingültigkeit bezeichnen wir mit dem Wort katholisch. Dies Wort katholisch ist allerdings in unseren Tagen irgendwie belastet. Es ist im Gespräch der einzelnen Religionen und Konfessionen zur Parteibezeichnung geworden. Auf dem Petersplatz in Rom sagt man es mit erhobenem Haupt, aber anderswo gilt es beinahe als Schimpfwort. Man hat die ursprüngliche Bedeutung dieses Wortes vergessen. Und in dieser ... bedeutet dieses Wort gerade das Gegenteil von religiöser Partei – es bedeutet die Allgemeingültigkeit der Wahrheit Jesu Christi. Es bedeutet, dass die Kirche Jesu Christi die Heimat aller Gläubigen sein soll, dass sie alle darin Platz haben...

 

„ewig“ zitierte den Mariazeller Benediktiner Pater Beda, der schrieb: „Die fünf Punkte, die mir für eine echt katholische Haltung und Praxis bedeutsam erscheinen, sind die folgenden:

1.   Vorbehaltlos das Gute anerkennen, wo immer es sich findet.

2.    Sich nicht scheuen, auch vom Feinde zu lernen.

3.    Allen Katholiken in allen Dingen, die nicht der klaren Kirchenlinie widersprechen, uneingeschränkte Meinungsfreiheit lassen.

4.    Die Fehler der Kirchenmenschen in aller Offenheit sich selber und wenn nötig

5.    auch den Außenstehenden bekennen.“ („ewig“, 7+8 / 1995)

 

Katholisch bedeutet fast dasselbe wie ökumenisch

Die Kirche darf nicht Endzweck sein, sondern ist nur Durchgangsstation , mahnte Bernhard Langenstein in einer Schrift der Katholischen Hochschulgemeinde und Universitätspfarre St. Clemens, Josef-Hirn-Str. 7/III, Innsbruck. .

„Fast eine Milliarde Menschen bekennen sich zur katholischen Kirche. Trotzdem: Sie ist nur die Variante Nummer eins unter verschiedenen christlichen Bekenntnissen. Anglikaner, Reformierte und Lutheraner sind auch Christen – und oft bessere als eine bestimmte Sorte Katholiken, die mit ihrem Erstgeburtsrecht auf den Markt ziehen und jedermann fühlen lassen: „Wir sind die wahre Kirche Christi. Die anderen haben sich von uns abgespalten!“ Es sind unsympathische Vertreter...

... das Wort „katholisch“ geht auf das Griechische zurück und bedeutet nichts anderes als: „auf das Ganze bezogen“ (kat’holen gen = die ganze Erde umfassend). Gemeint ist also gar nicht die konfessionelle Abgrenzung ...Nicht zu Unrecht sprechen die protestantischen Christen ... von der „heiligen, allgemeinen“ Kirche.

„Katholisch“ hat ... fast dieselbe Bedeutung wie „ökumenisch“ = „die bewohnte Erde“.
„Katholisch“ und „ökumenisch“ – zwei Worte, die in die gleiche Stoßrichtung gehen: allseitige Öffnung, ..., weltweite Verantwortung.

... die Kirche ... denkt zu viel an sich ... als wäre sie ein Endzweck. Nach dem Willen Jesu ist sie aber nur eine Transitstrecke, eine Durchgangsstraße für die Gnade, die allen gilt. Was ist das für eine elende Sekte – eine kirche, die sich nur noch für sich interessiert? Geschlossene Tore, geschlossene Herzen – Aufschrift: Katholische Kirche.“ (Bernhard Langenstein: das glaubensbekenntnis durchbuchstabiert – die katholische kirche)

 

Vereinigung der Bekenntnisse

 

Gertrud von Le Fort ist typisch für die evangelischen Christen, die konvertiert haben. Ihre Einstellung wird auch von Katholiken akzeptiert, die nicht überheblich sein wollen:

 

„... es ging bei mir weniger um eine Konversion als Ablehnung des evangelischen Glaubens, sondern es ging um eine Vereinigung der getrennten Bekenntnisse. Es bedeutet für mich das Geschenk einer besonderen Gnade, dass ich jetzt im hohen Alter das Konzil noch erleben darf, wo innerhalb der großen Konfessionen auf beiden Seiten das Eis schmilzt und die Erkenntnis zu tragen beginnt, dass wir eins sind in der Liebe Christi und dass die Unterscheidungen zeitbedingter Natur überwunden werden können und müssen.“

(in den Lebenserinnerungen, „Heidelberg“, in: Gertrud von Le Fort: Die Verfemte, Reclam Verlag Stuttgart 1980, S. 46f.)

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