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15OE1 |
Christliche
Einheit jetzt! |
Apostel der
letzten Zeiten AIHS: 15 Lösungen |
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Einheit in der
Wahrheit: |
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„Nur in der Wahrheit ist die wahre
Einheit möglich.“ - „Sólo en la Verdad es posible la verdadera unidad.“
(José Andrés Segura Espada,
„María Mensajera”,Zaragoza, Núm. 266, marzo 2003)
Heilige Schrift
Kinder, es ist die letzte Stunde. (1. Johannes 2,18)
Wachet, denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr´s nicht meint. (Matthäus 24,42.44)
Nutzt die Zeit, denn diese Tage sind böse. (Epheser 5,16)
Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.
Klagt nicht übereinander, liebe Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet. Siehe, der Richter steht vor der Tür. (Jakobus, 5,9)
Meditation (bitte mit offenen Sinnen und Herzen, ohne Vorurteile)
"Bevor der furchtbare Tag
des Jüngsten Gerichts kommt, halten wir uns an die Mahnung Jesu Christi (Lukas 21,34-36):
Hütet euch, daß eure Herzen nicht beschwert werden durch Völlerei und
Trunksucht und irdische Sorgen, und daß jener Tag nicht plötzlich über euch
komme, denn wie das Netz des Jägers wird er über alle kommen, die auf Erden
wohnen. So seid nun wachsam und betet allezeit, damit ihr würdig werdet,
zu entfliehen all dem, was geschehen soll, und zu stehen vor des Menschen
Sohn."
(Luis von Granada, Meditation am
Donnerstagabend, im Handbuch des einfachen Lebens, ETIKA 2000, S. 202)
"Der Betrug, den wir in unseren Tagen erleben, ist gräßlich, wahrhaft dämonisch. Nähert sich der apokalyptische Augenblick, in dem Rom den Glauben verliert und sich in den Sitz des Antichrist verwandelt, wie Unsere Frau in La Salette ankündigt?"
Spanisch: "La impostura que estamos viviendo
en nuestros días es atroz, verdaderamente demoníaca. ?Se acerca el momento
apocalíptico en que Roma pierde la fe y se convierte en la sede del anticristo
como anuncia Nuestra Señora en La Salette?" (Fernando Lecina Galve:
Apostasía progresista en la Iglesia post-conciliar, María Mensajera, Zaragoza,
Núm. 267, abril 2003, p. 18)
"Die Kirchenvereinigung verschieben
heißt sie ablehnen."
(Eugene Carson Blake: Die nächsten Schritte
zur einen Kirche, Herder Bücherei Freiburg, 1969, S. 133. Blake lehrte für die
presbyterianische Kirche in den USA und war ab 1966 Generalsekretär des
Ökumenischen Rates der Kirchen)
Die Kräfte der
Unterwelt tun alles, damit die Christenheit zersplittert bleibt, denn dann
haben wir dem Antichrist weniger entgegenzusetzen. Wir erinnern den jetzigen
Papst besonders an folgende Worte Jesu Christi:
„Wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.“ (Matthäus 12,30)
Selbst die treuesten Katholiken stellen sich heute die Frage:
„Ist die Kirche von heute die wahre katholische
Kirche?“
(Juan Antonio Iglesias Oliva: ¿La
Iglesia de hoy es la verdadera Iglesia Católica? María Mensajera, Zaragoza,
núm. 268, mayo 2003, p. 6/7)
Zusammenfassungen:
A ) In 1 Satz: Nicht nur die getrennten Konfessionen müssen zur
„einen, heiligen, katholischen Kirche“ zurückkehren, sondern auch die
derzeitige römisch-katholische Amtskirche selbst.
B ) Gesamtüberblick: Der Schlüssel zur Überwindung der Spaltung liegt
darin, dass der Christ unterscheidet zwischen
§
der einen, heiligen, katholischen (= allgemeinen)
Kirche, die der mystische Leib Jesu Christi ist
§
und der römisch-katholischen Amtskirche, die nicht
frei ist von Sünden.
Dann ergeben sich bei gutem Willen, Selbstlosigkeit und Offenheit mit Hilfe des Heiligen Geistes von selbst Lösungen für alles Wichtige, das die Christen der verschiedenen Konfessionen trennt.
Wer sich in die Position der eigenen Amtskirche verrennt und deren Ansprüche
entgegen möglicher eigener Einsicht stur verteidigt,
aber nicht die Vision der lebendigen Kirche Jesu Christi hat und die
Aufforderung Gottes zur Einheit (Liebt einander!) hört und befolgt,
“mit dem ist keine Kirche zu machen“.
§ Die wahre Kirche Christi umfasst alle Christen des Erdballs,
§ und wenn sie nicht alle umfasst, ist sie nicht die wahre Kirche Christi, nämlich die eine, heilige, katholische (= allgemeine) und apostolische Kirche,
§ sondern eben nur Amtskirche, eine von vielen.
C ) Ausführlicher: Nach fast 500 Jahren der Spaltung ist es höchste Zeit, die getrennten Brüder und Schwestern Christi zusammenzuführen. Die Apostel der letzten Zeiten unternehmen mit diesem Dossier „Christliche Einheit jetzt“ einen neuen Versuch, der wegen des konfessionellen Egoismus nach menschlichem Ermessen scheitern müsste. Aber wir wissen, dass die Christen aller Konfessionen in der Not der Endzeit trotzdem zusammenfinden. Wir alle werden von einer Weltdiktatur bedroht, an deren Spitze bald der Antichrist treten wird. In der äußersten Bedrängnis werden wir die von Gott gewollte Einheit verwirklichen. Alles wird mehr oder weniger so ablaufen, wie es Kardinal Newman in seiner Schrift „Der Antichrist“, Wladimir Solowjew in seiner „Kurzen Erzählung vom Antichrist“ und Robert Hugh Benson in seinem Roman „Der Herr der Welt“ (Lord of the World, 1907) prophezeit haben. Ihre Schilderungen geben uns die Gewissheit, daß das Gute siegt. Gott wird eingreifen, um die Seinen zu retten.
In jeder Kirche, jeder Teilkirche ist etwas Wahres, Gottgewolltes. Auch wenn die römisch-katholische Kirche die Mutterkirche ist, zu der alle zurückkehren sollen, so ist sie doch in ihrem gegenwärtigen Zustand nicht die Idealkirche. Sie muss reformiert werden, wie die Teilkirchen reformiert werden müssen. Nach der Reformation und Gegenreformation muss nun die dritte Reformation kommen mit dem Ziel: Wiederherstellung der einen christlichen Kirche. Es gibt keinen anderen Ausweg aus dem herrschenden Chaos, dem von den Mächten der Finsternis hervorgerufenen Durcheinander, dem allgemeinen Glaubensabfall (Apostasie) und der Unmoral in der Gesellschaft, als die Rückkehr zur Ordnung Gottes, zur christlichen Ethik, zum Glauben an den wahren, dreieinigen Gott. Nur Jesus Christus ist unser Herr, er ist der Richter und Retter. Er hat uns gesagt:
Der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und auch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. (Johannes 14,26)
Haltet euch nur dann an die Kirchenlehre und die Tradition, wenn sie der Wahrheit, dem Willen Gottes und der Hl. Schrift nicht widersprechen.
Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern ändert euch, erneuert euren Sinn, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was Gottes Wille ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist. (Römer, 12,2)
Ihr Laien selbst sollt und dürft prüfen, denn ihr seid mündig, seid wie alle Christen zur Vollkommenheit berufen. Erkennt, dass ihr in den letzten Zeiten lebt, in denen die Ordnung Gottes von den Gemeinschaften der Menschen bis zur Natur großteils zerstört ist.
·
Der Feind ist in das Volk
Gottes eingedrungen.
·
Die Kirche des Westens ist
in einen „Todesschlaf“ gefallen; so sieht
es die orthodoxe Russin Tatjana Goritschewa (Unverhoffte Freude –
Erfahrungen einer christlichen Philosophin, Brockhaus Verlag Wuppertal, 1990,
S. 113). Aber Ihr im Westen, blickt selbst auf die Unfähigkeit eurer
Amtskirchen, den Glauben im Volk zu erhalten und zu vermehren, das wachsende
Elend der Welt zu lindern und durch Abschreckung mit den Höllenstrafen
Verbrechen und Massenverführung zu verhindern! Tröstet euch nicht mit der
Statistik der Milliarden Getauften, denn wie anders müsste die Welt aussehen,
wenn diese alle als Christen handeln würden!
·
Nirgends mehr herrscht
Ordnung.
·
Völker und Familien
zerfallen.
Unsere Zeit ist gekennzeichnet durch
·
den fast allgemeinen Abfall vom Glauben (Apostasie)
·
den Zusammenbruch der Moral
·
den Verlust des Mitleids mit Ausbrüchen verheerender
Grausamkeit
Begreift, dass der Rauch Satans in die Amtskirche eingedrungen ist (nach den Worten Papst Paul VI., siehe unter „Vertiefung“) , dass die Amtskirche unterwandert ist von den Feinden Gottes.
Welchem Menschen dürfen wir noch trauen? Die höchsten Vertreter der Amtskirche streiten untereinander. Manche mischen Wahrheiten mit Unwahrheiten (zum Beispiel über Himmel und Hölle) und verwirren die Gläubigen.
Warum werfen die Traditionalisten Papst Johannes Paul II. Verrat an der wahren Katholischen Kirche vor, warum erkennen sie das II. Vatikanische Konzil nicht an?
Warum verzögert der Papst trotz seiner mündlichen Bekenntnisse zur Ökumene mit einem Rundschreiben der Glaubenskongregation „Sacramentorum sanctitas tutela“ und der Enzyklika „Ecclesia De Eucharistia“ (beide 2003) das Zusammenwachsen der Christenheit, fördert stattdessen aber die Gleichstellung der anderen Religionen mit dem Christentum und baut mit an der multikulturellen Gesellschaft, die das Ziel der erklärten Feinde Gottes ist?
Alles läuft nach einem geheimen Plan ab, der auf die Zerstörung der Kirche - nach den Familien und Völkern - abzielt.
Am Ende steht die Herrschaft des Bösen, die Weltdiktatur des Antichrist.
Die Unterschiede zwischen den Völkern und Religionen werden von den Verschwörern systematisch aufgehoben. Es wird nur noch eine gleichgeschaltete Menschheit geben, und sie wird nur einen Gott anbeten: den Antichrist, wie es Kardinal Newman, Benson und Solowjew prophezeit haben.
Nur eine kleine Schar aus verschiedenen Konfessionen wird Jesus Christus treu bleiben und gerettet werden.
Die letzte Stunde ist gekommen.
Nur der Glaube, die Hoffnung und die Liebe bleiben.
Glaubt an das Evangelium, kehrt um, tut Buße!
“Nicht alle Menschen betrachten die Lehre Jesu Christi als ein stetes
Streben nach Vervollkommnung; die Mehrheit fasst sie als Lehre der Erlösung
auf. Die Erlösung von der Sünde durch die göttliche Gnade, die von der Kirche
vermittelt wird... (39)
Diese Doktrin hat die Aufrichtigkeit und
Ernsthaftigkeit bei der Einstellung der Menschen zur christlichen Moral zum
Verschwinden gebracht. Die Vertreter ... (der Kirche, Katholiken, Orthodoxe,
Protestanten, Calvinisten)
können bis zum Überdruß predigen, dass diese Mittel der Errettung den Menschen
nicht hindern, nach einem moralischen Leben zu trachten, sondern ihn vielmehr
gerade dazu bewegen wollen; aber gewisse Situationen erzeugen aus sich gewisse
Schlussfolgerungen, und kein Argument wird die Menschen daran hindern, diese zu
übernehmen.
Das ist der Grund, warum der Mensch, der von diesem
Erlösungsglauben durchdrungen ist, nicht genügend Energie aufbringen wird, um
seine Rettung durch seine eigenen Bemühungen abzusichern: Er wird es viel
einfacher finden, das Dogma, das man ihn gelehrt hat, anzunehmen und darauf zu
warten, dass die göttliche Gnade ihm die Fehler und Übertretungen verzeiht, die
er hat begehen können. (39/40)
Das ist die Hauptursache für die Erschlaffung der Sitten, für die
heutige Sittenlosigkeit. (41)
... Diese Menschen (genauso wie die Freidenker) glauben und
lassen die anderen glauben, dass man, ohne die Notwendigkeit, seine
Leidenschaften zu zügeln, der Menschheit dienen und ein moralisches Leben
führen kann. (42)
Die Menschen haben es nicht verstanden, nachdem sie sich von den
heidnischen Praktiken losgesagt haben, die wahre christliche Lehre zu eigen zu
machen; sie haben es unterlassen, auf dem Weg der Tugend fortzuschreiten,
sondern sind stehen geblieben. (43)
Zu anderen Zeiten, vor dem Erscheinen des Christentums, glaubten alle
großen Philosophen, angefangen bei Sokrates, daß die erste Tugend, die man
erringen müsse, die Enthaltsamkeit (Abstinenz) sei, und daß es unmöglich sei,
eine andere zu erlangen, wenn man nicht diese besitze.
Es ist in der Tat augenscheinlich, daß der Mensch, der sich nicht
enthalten kann, eine leichte Beute für alle Laster wird. Bevor er an die
Freigebigkeit denkt, an die Liebe, an die Selbstlosigkeit, an die
Gerechtigkeit, ist es notwendig, daß der Mensch lernt, sich zu beherrschen,
damit er genügend stark ist, um seine ungeordneten Neigungen zu besiegen.
(siehe Handbuch des einfachen Lebens, 2. Buch, im Internet ETIKA 2 )
So wie es heute gesehen wird, ist all das unnütz; wir haben die
Überzeugung, dass der Mensch eine vollkommen moralische Existenz führen kann
und sich trotzdem von seiner Leidenschaft für den Luxus und die Vergnügungen hinreißen
lassen kann.“ (45)
“La mentira es la ley de la sociedad entera.”(51)
„Ohne die Enthaltsamkeit ist ein moralisches Leben nicht möglich.“
“Sin la abstinencia, no hay vida
moral posible. La abstinencia significa la liberación de la lascivia y su
sumisión a la prudencia.” (p. 67)
”En nuestra sociedad, la primera virtud, la abstinencia, está en absoluto olvidada.” (p. 68)
Literatur: Tolstoy, León: Placeres
crueles (Grausame Vergnügen), Los comedores de carne (Die Fleischesser),
Ediciones Maucci, Barcelona, sin año, Cristianismo sin moral
Es muß möglich sein, das Streben der Asketen (Petrus von Alcántara usw.) und die Ansicht Tolstois mit der in der Amtskirche vorherrschenden Auffassung, wie sie der hl. Hieronymus in seinem Dialog gegen die Pelagianer formuliert hat (siehe unter „Sündlosigkeit“ im zweiten Kapitel bei „Vertiefung“), in einer Synthese zu vereinigen. Bei Gott ist alles möglich, und wenn wir ihn bitten, gibt er uns alles, was wir wollen.
Die
zerfallende Kirche – Stein des Anstoßes
Franziskus hat sie renoviert, aber die Zeiten haben wieder an ihr
genagt, und jetzt ist sie in einem viel schlimmeren Zustand als im Mittelalter
Im Grunde gibt es die Trennung zwischen den Christen nicht erst seit der Reformation im 16. Jahrhundert. Schon während der Abfassung der neutestamentlichen Schriften stellte sie ein brennendes Problem dar. So erinnerte der Neutestamentler Prof. Walter Kirchschläger, Luzern, an das Apostelkonzil, das die Spaltung zwischen Judenchristen und Heidenchristen abzuwenden vermochte. („Dolomiten“, Bozen, 16.1.1986)
Von der Kirche (verstanden als Amtskirche, nicht als die eine heilige Kirche) gibt es in dieser Endzeit nur noch Reste, da alle gesündigt haben und unvollkommen sind.
„Wir alle, Katholische und Protestanten, haben in unseren Vätern gesündigt...; keiner hat das Recht, sich über den andern hinauszusetzen...“, (Joseph von Görres in „Athanasius“: zit. im Handbuch des einfachen Lebens, 29)
In Rom will man nicht begreifen, wie besonders Deutschland unter der Kirchenspaltung leidet. Schon Mitte Juli 1985 machte der Rat der Evangelischen Kirche und die Deutsche Bischofskonferenz in einer gemeinsamen Erklärung darauf aufmerksam, das jede dritte neu geschlossene Ehe in Deutschland konfessionsverschieden ist. Wissen jene Traditionalisten beider Lager, die so verbohrt an überholten Positionen und Vorurteilen festhalten, was das in jeder einzelnen Familien bedeutet? Welchen Seelenschmerz, welche Glaubenszweifel diese Unsicherheit hervorruft? Auch dies, nicht nur die Niederlagen in zwei Weltkriegen, haben zur derzeitigen desolaten Lage geführt. Deutschland ist am Ende – auch und vor allem wegen der Kirchenspaltung. Denn gäbe es ein Christentum, das alle begeistert – Karl May hat mit seiner Rede in Wien „EMPOR INS REICH DER EDELMENSCHEN“ einen verzweifelten Versuch gemacht, sein Volk und die Menschheit zu retten, und Albert Schweitzer hat Ähnliches durch aufopferungsvolle Hingabe getan - , dann lebten wir heute nicht im Chaos und wären nicht dem Bösen ausgesetzt, das jetzt schlimmer über die Menschheit hereinbricht als die Hunnen und Türken seinerzeit über Osteuropa.
Die katholische Amtskirche:
Sie ist stolz, dass die Zahl der Katholiken in 25 Jahren um 40 Prozent auf fast 1,1 Milliarden gestiegen ist. (Annuarium Stastisticum Ecclesiae 2001). Doch Streit und Durcheinander und Auflösungserscheinungen gibt es mehr als in allen anderen Kirchen in der katholischen Amtskirche. Wir brauchen nicht nur an China zu denken, wo regimetreue gegen papsttreue Katholiken stehen, oder an die USA oder andere Krisenländer. Nein, hier im alten Europa würden sich viele Geistliche gegenseitig an die Gurgel springen, wenn sie dürften.
Wir rechnen natürlich die Traditionalisten, die sich abgesondert haben oder die ausgeschlossen wurden, zur wahren katholischen Kirche. Uns ist es ein Dorn im Auge, wenn der Bischof einem erzkatholischen Verlag gerichtlich verbieten lässt, sich katholisch zu nennen. Das geht zu weit. Die Amtskirche ist in diesem Fall nicht der Leib Christi, sondern eine Organisation sündhafter Menschen. Auch Bischöfe sind aus Schlamm und Staub entstanden und sollten sich vor Anmaßung hüten.
Christus selbst urteilt beim Jüngsten Gericht, wer Christ ist und wer nicht, wer katholisch ist und wer nicht, und wer die besseren Katholiken sind, fromme Traditionalisten oder die große, dem Glauben und der katholischen Sittenlehre ziemlich entfremdete Masse, die sich auf den derzeitigen Papst verlässt, dem wiederum die meisten Traditionalisten Verrat vorwerfen. Sie haben mit ihrer Kritik in vielem nicht ganz unrecht, sind aber selbst zersplittert und bekämpfen und zerfleischen sich gegenseitig wegen dogmatischen Fragen und der Marien-Erscheinungen.
Nachstehend konkrete Beispiele für Versagen und Verbrechen der katholischen Amtskirche, damit auch endlich einmal die übertriebene Papsttreue, aus der ein isolierter Papstkult geworden ist, umgelenkt wird zur Gottestreue:
· Der jetzige Papst und viele Priester (z. B. in einer Predigt am 1.6.2003) verkünden die Lügen: „Der Himmel ist kein Ort“ und „Die Hölle ist kein Ort“ - obwohl die Bibel den Himmel einen Ort nennt („... so wollest du hören im Himmel, an dem Ort, wo du wohnst“, 1. Könige 8,39) und Jesus die Hölle selbst als Ort bezeichnet im Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus; er lässt den Armen sprechen: „... ich habe noch fünf Brüder, die soll er warnen, damit sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual“ (Lukas 16,28). Die Christen haben bis auf einige Theologen zwei Jahrtausende lang den Himmel als Ort und Zustand aufgefasst. Die Sprache der Heiligen Schrift ist klar und wahr. Die Modernisten aber wollen den Menschen die Hoffnung auf diesen Himmel, den sich jeder vorstellen kann, rauben und gebrauchen den Vorwand: „Die klassischen christlichen Vorstellungen über den Himmel und das Jenseits sind für die meisten kaum mehr nachvollziehbar.“ (memo, Ökumenischer Manuskriptdienst für religiöse Sendungen im ORF, 5/2003, S. 3, Ein Service von: Medienreferat der Österreichischen Bischofskonferenz, Evangelischer Presseverband, ORF-Religion/Radio, Club M) !
· Kinderschänder dürfen Priester bleiben, und das mit Einwilligung des jetzigen Papstes; er hat auch die amerikanischen Bischöfe, die wegen der Skandale in ihrer Kirche strengere Maßnahmen als die gegenwärtigen verlangt haben, zurückgehalten.
· Liturgisches Chaos. „Die Überarbeitung der Messordnung erfolgte ,von ein paar Leuten, die nach dem (II. Vatikanischen) Konzil übriggeblieben sind und das Sagen hatten. Heute haben wir in der Kirche ... ein liturgisches Chaos. Es ist Streit da in den Diözesen und Pfarren. Es war früher undenkbar, daß irgendwelche Leute in diesem Bereich Verrücktes tun. Heute ist eigentlich nichts mehr geschützt durch die Gesetzgeber.´“ (der Pöltner Diözesanbischof Kurt Krenn im Gespräch mit Stephan Baier, „Die Tagespost“ Nr. 34/2003, zit. in: das Neue Groschenblatt, 5/2003)
· Die Für-alle-Lüge führt Gläubige und Nichtgläubige irre, siehe Kapitel 12 Eucharistie.
·
Die katholische Kirche (immer gemeint die
Amtskirche) ist nicht mehr dieselbe wie die zur Zeit des Franziskus, denn
der Heilige aus Umbrien schrieb: Nur Priester dürfen den Leib Christi
darreichen und niemand sonst. Heute verteilen in vielen katholischen Messen
Frauen den Leib Christi. (siehe
Kapitel 12 Eucharistie)
· Nur die Hälfte der Katholiken befolgt die Glaubenslehre der Kirche. (Kardinal Rouco, zitiert in: „María Mensajera”, Zaragoza, Nr. 261, Oktober 2002) Vielen Katholiken mangelt es an Ehrfurcht vor dem Heiligen, besonders seit dem II. Vatikanischen Konzil. Oft beobachtet in den hinteren Reihen von Dorfkirchen: Wenn der Banknachbar zur Kommunion geht, geht man ebenfalls; geht er nicht, geht man selbst auch nicht.
· Gewisse Kreise im Vatikan verraten und verbannen die treuesten Katholiken, die Traditionalisten, um den mit dem II. Vatikanischen Konzil eingeleiteten modernistischen Kurs fortsetzen zu können. So verfolgen gewisse römische Kardinäle gut katholische, marianische Priester in Nordamerika, welche die vollständige Enthüllung des 3. Geheimnisses von Fatima verlangt haben. (Siehe www.fatima.org )
· Unvergesslich bleibt uns, wie in einer Diözese alte, konservative Pfarrer ausgebootet wurden, obwohl sich der Priestermangel deutlich abzeichnete. Einer der Zuständigen erklärte vor Journalisten, dass über 70jährige Priester keine Pfarrei mehr leiten sollten. „Sie (vielleicht auch nur gemeint: viele oder etliche) brabbeln nur dummes Zeug.“ Inzwischen hat derjenige, der sich so abfällig über seine Brüder im Amt geäußert hat, selbst diese Altersgrenze überschritten. Und auf einmal – die Konservativen sind ja weg – dürfen Pfarrer wieder länger Pfarrer bleiben. „Es menschelet eben überall.“
· Gewisse Bischöfe treiben die frömmsten Katholiken in den Untergrund und verweigern ihnen die Bezeichnung „katholisch“. Die Diözese Augsburg ließ dem traditionalistischen Verlag Anton A. Schmid vom Landgericht Kempten verbieten, daß er sich weiter "Pro Fide Catholica" nennt. (PUR magazin 2/2000) Desgleichen hat der Augsburger Bischof Josef Dammertz den “Pfadfinderorden” von Pater Andreas Hönisch zum Verlassen seiner Diözese aufgefordert. Begründung: Augsburg wolle nicht als einziges unter 40 deutschsprachigen Bistümern Gemeinschaften beherbergen, welche die jetzige Form der Liturgie ablehnten. Die 1994 vom Vatikan anerkannte Gemeinschaft mit dem Namen „Servi Jesu et Mariae“ hatte ebenso wie die aus Lefebvre-Anhängern hervorgegangene Priesterbruderschaft St. Petrus in Wigratzbad/Oberallgäu die Sondererlaubnis, die heilige Messe im tridentinischen Ritus zu lesen. (D 26.7.1995 APA) Kurzkommentar: Schande!
·
Ähnliche
Klagen aus Spanien: “Nos encontramos en la época del "desmadre", del
desorden y de la destrucción total. Si un sacerdote se atreve a decir la
Misa de San Pío V es automáticamente suspendido por decisión de sus
obispos. Si un sacerdote se atreve a decir la misa de antes, donde se pone el
acento en el mismo sacrificio de inmolación de Cristo en la Cruz, ha de hacerlo
a escondidas; pues si no, hasta le puede venir la pena de ex-comunión de manos
de su caritativo obispo. Todo esto - como verán - no sólo no es lógico sino que
contradice el derecho de la Iglesia y por supuesto al derecho divino.” (Homero,
in: María Mensajera”, Zaragoza, Nr. 261, Oktober 2002)
· Ein modernistischer Priester hat einer Katholikin, der knieend die Mundkommunion empfangen wollte, wie seit Jahrhunderten üblich, den Leib Christi verweigert. (Freundeskreis Maria Goretti, FMG-Information 79, April 2003, S. 24, www.freundeskreis-maria-goretti.de vgl. www.kath.net 7.2.2003 und Bulletin „Notitiae“ der vatikanischen Kongregation für den Gottesdienst, Nov./Dez. 2002) Dies war kein Einzelfall.
· Die Verbreitung bestimmter marianischer Botschaften wird verboten. Bezüglich der Echtheit mancher Botschaften bekämpfen sich Priester, die sich doch zur „einen heiligen katholischen römischen Kirche“ bekennen, mit Verleumdungen übelster Art. Besonders umstritten ist Medjugorje.
· Multikulturelle Irrwege. Die Vereinigung „Pro Sancta Ecclesia“ und die „Initiative katholischer Laien und Priester“ riefen in einer Anzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 18.10.2002 die deutschsprachigen Katholiken auf, gegen die Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz zu protestieren, in denen „multireligiöse Feiern von Christen, Juden und Moslems“ empfohlen wurden. In der Anzeige heißt es: „Die Leitlinien sprechen vom ´Lob des einen und ewigen Gottes´ bei solchen Feiern. Jeder gebildete Moslem wird uns zustimmen: ,Allah´ ist nicht der Dreifaltige Gott!“ Die traditionalistische Zeitschrift „Einsicht“ kommentiert: „Das, was in Assisi 1986 manifest wurde, dessen geistiger Mentor und erster Propagandist Johannes Paul II. war, trägt Auswirkungen, von denen nun die ,Gutgläubigen´ und ,Idealisten´ unter den Reformbefürwortern ... überrollt werden.“ („Einsicht“, 33. Jg., Nr. 3, München, April 2003, S. 80)
· Das Einsammeln von schnödem Geld mit dem Klingelbeutel während der Gabenbereitung bei der hl. Messe – damit zeitliche Gleichsetzung des Opfers Christi mit dem Geld für den Kirchenapparat - ist Gott ein Greuel und gehört zu den übelsten Formen des Klerikalismus.
·
Unter das Stichwort Klerikalismus fallen auch
der Machthunger vieler Päpste der Vergangenheit, das Hängen an irdischer
Herrschaft und Reichtum, das schon Savonarola anprangerte, sowie die Unterdrückung
des von Franziskus gegründeten Laienordens der Brüder und Schwestern von der
Buße. (Siehe P. Fridolin Außersdorfer OFM: Die Wahrheit der Geschichte
in der Vogelpredigt des heiligen Franziskus, Innsbruck, zur Hälfte bereits im
Internet unter http://www.etika.com/d18b/18b42.htm
) In jüngster Zeit erregte das vatikanische Durchgreifen in San Giovanni
Rotondo Aufsehen. Die Verwaltung des Wallfahrtsortes, an dem P. Pio
gewirkt hatte, wurde den Kapuzinern weggenommen und dem Erzbischof von
Manfredonia unterstellt. „Eine Verschwörung“, klagten die Kapuziner. „Sie
wollen unser Geld“. In der Tat fließen
Spenden frommer Pilger und P.-Pio-Anhänger in gewaltigem Ausmaß in die dortigen
Einrichtungen. („I frati:
una persecuzione come ai tempi di papa Pio XI“, Corriere della Sera, Milano,
online 5.5.2003, “L´ira dei frati di Padre Pio, È´ una congiura contro di
noi´”, la Repubblica, Roma, online
5.5.2003)
· Viele Würdenträger leben gerade das Gegenteil von dem, was sich der einfache Mensch früher unter Heiligen und Asketen vorstellte. Manche hohen Herren schwelgen im Luxus, treiben dunkle Bankgeschäfte (Marcinkus war nicht der einzige; wir können es uns nicht verkneifen, zur Abschreckung den Ritualmord an Roberto Calvi unter der Blackfriars-Bridge an der Themse in London zu erwähnen), vergnügen sich mit dem Jet Set, gehen weltlichen Vergnügungen nach. Beispiel: Der Abtprimas der 25.000 Benediktiner und Benediktinerinnen, Notker Wolf (62), früher St. Ottilien (Bayern), jetzt Rom, spielt in einer Rockband und veröffentlicht im Mai 2003 ein eigenes Album (feedback-rock.de) Während die Apostel der letzten Zeiten vor der satanisch inspirierten Rockmusik warnen, führt der oberste Benediktiner die Jugendlichen auf diesen Pfad, der von Gott ablenkt und damit der Hölle zusteuert.
· Noch schlimmer: Vatikan-Insider, selbst Gott geweiht, müssen sogar von der Mitgliedschaft einflussreicher Kardinäle in obskuren Vereinigungen, von den Freimaurern bis zu Satanistengruppen, berichten (Malachi Martin: „El último Papa“, Editorial Planeta, Barcelona; I Millenari: „Via col vento in Vaticano“, Kaos Edizioni, Milano).
Evangelische Kirche:
·
Homosexuelle dürfen trotz Verdammung in der
Bibel als Pfarrer wirken. Die Evangelische Kirche von Hessen und Nassau hat den
Weg für die kirchliche Segnung von homosexuellen Lebensgemeinschaften
freigemacht. (weshalb die CDU-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des
Bundes für Vertriebene, Erika Steinbach, ausgetreten ist, siehe das Neue
Groschenblatt 3/2003). Was Gott und die Bibel und die Kirche zu dieser
Erscheinung sagen, siehe unter Homosexualität
· Frauen wirken entgegen der Hl. Schrift als Bischöfe und Pfarrerinnen.
· Gute Traditionen, die es zum Teil noch unter Luther gab (Einzelbeichte, Kreuzzeichen), sind abgeschafft worden.
· Die evangelische Kirche hat sich trotz strengen Verbotes in der Bibel der Welt angepasst. Am wichtigsten scheint ihr zu sein, dass die von Adolf Hitler natürlich auch mit dem Wohlwollen des Vatikans eingeführte Kirchensteuer erhalten bleibt.
· Ihre Abkehr von der Mystik hat Generation von Gläubigen um die Vertiefung ihres Glaubens betrogen. Zu all dem Heinrich Heine: „Es sind in Deutschland die Theologen, die dem lieben Gott ein Ende machen.“ (zit. von „PURmagazin“ 1/2003)
Anglikanische Kirche
Die blutige Verfolgung der Katholiken in der Gründerzeit
wirft einen unauslöschlichen Makel auf die ganze Kirche. Als die
Ordensgründerin Mary Ward 1619 verhaftet wurde und vor Gericht einen Rosenkranz
in der Hand hatte, stand allein auf diesem „Vergehen“ die Einziehung aller
Güter oder lebenslange Haft. (Alfredo
Lopez Amat: Mary Ward, il dramma di una pioniera, Trento 1994, S. 69)
Symbolisch für den Geisteszustand dieser Kirche: Dem geistlichen Oberhaupt von 55 Millionen Anglikanern fiel nichts besseres ein als öffentlich daran zu zweifeln, ob Jesus auferstanden sei.
"Gesù è risorto? Non sono sicuro" I dubbi dell´arcivescovo di
Canterbury, George Carey, scuotono la Chiesa anglicana." (la
Repubblica, Roma, 2.8.1999)
Was die zurückgezogene Anklage gegen den offiziellen Vertreter Königin Elizabeths II. in Australien betrifft, so verweisen wir auf die Ursprünge der Anglikanischen Kirche. (Siehe unter "Vertiefung" Szenen aus der Zeit des Märtyrers Thomas Morus, nachgefühlt von Conrad Ferdinand Meyer. Zur Erklärung: Der ehemalige Erzbischof von Brisbane, Peter Hollingworth, musste von seinem Amt als Generalgouverneur von Australien zurücktreten. Er war der Vergewaltigung beschuldigt worden, doch hatten die Verwandten der Frau, die Selbstmord beging, die Klage schließlich zurückgenommen. Mai 2003) Moralisch Verwerfliches hörte man in den vergangenen Jahren von so manchem Würdenträger in Großbritannien. Einen Homosexuellen wollte die Kirchenführung in Großbritannien unbedingt zum Bischof weihen, und nur weil dieser wegen des Widerstands der Gläubigen verzichtete, wurde die Abspaltung von Teilen der Kirche vermieden (Juni/Juli 2003). Die Abrechnung kommt, aber alles zu seiner Zeit.
Wir freuen uns über die Renaissance der orthodoxen Kirche in
Russland, über die Tatjana Goritschewa und Viktor Antonow berichten. Vor
Jahrzehnten befand sie sich noch in einem „Zustand der freiwilligen, bis zur
Selbstzerstörung gehenden inneren Versklavung“, wie es in einem Brief der
Geistlichen Jakunin und Eschliman heißt. Alexander Solschenizyn zitiert diesen
in seinem Fastenbrief 1972 an den
Patriarchen der allrussischen Kirche, Pimen, und beklagte dabei die „planmäßige
Zerstörung von Geist und Leib der Kirche unter atheistischer Führung“.
Alte Seilschaften zwischen orthodoxer Kirche und kommunistischer Partei
bestehen zum Teil heute noch. Aber auch die Russisch-Orthodoxen und die
Griechisch-Orthodoxen und die Syrisch-Orthodoxen usw. streiten in wichtigen
Fragen. Besonders heftig ist der Streit in Bulgarien seit dem Ende der
kommunistischen Diktatur; sogenannte Schismatiker verweigern Patriarch Maxim
den Gehorsam. Und wer erinnert sich nicht an den kürzlichen Aufstand frommer Ordensbrüder
in der Mönchsrepublik Athos, die mit den modernistisch-ökumenischen
Bestrebungen ihrer Führung nicht einverstanden sind? Schon 1992 waren alle
russischen Mönche des Klosters "Skit Ilija" aus der autonomen
Mönchsrepublik vertrieben worden. ("D", 27.5.1992, ITAR-TASS)
· Sie haben der Sexualisierung des öffentlichen Lebens mehr oder weniger tatenlos zugeschaut – mit horrenden Folgen, die auf sie zurückfallen. Und viele wirken sogar tatkräftig mit am Vormarsch des Bösen. Diejenigen Katholikinnen, die Ende Juni 2003 für Ministrantinnen und andere Helferinnen im Gottesdienst Kirchengewänder „in femininen Formen“ verlangten, haben vom Heiligen Geist weniger mitbekommen und behalten als die Moslems.
· Am beschämendsten sind die kleinlichen Zwistigkeiten an den heiligen Stätten in Jerusalem; Juden und Moslems lachen sich dort ins Fäustchen ob der Kleinkariertheit der christlichen Ordensleute der verschiedensten Konfessionen, die sich um Dinge wie Dachrinnen streiten.
· Entweihung und Zweckentfremdung von Kirchen (grässliches Beispiel: Der Altarstein der Marienkirche in Sangerhausen wird vom Pfarrer gefälligkeitshalber entweiht, damit der Künstler Klaus-Friedrich Messerschmidt aus Wölkau bei Merseburg im Altarraum vom Juni bis August 2003 einen „Liebeslustaltar“ aufstellen kann.)
Die Kirche lebt heute vorwiegend in den Herzen der Gläubigen, weniger in den Apparaten der Amtskirchen. Letztere haben sich selbständig gemacht, ein säkulares Eigenleben entwickelt, sich im Machtdenken verfangen.
Ursachen der
Glaubensspaltung
„Es gilt zunächst dem Übel auf die Wurzel nachzugehen! Primäre Ursache der
Glaubensspaltungen waren Leidenschaften einzelner Menschen: Herrschsucht,
moralische Konflikte Ehebruch König Heinrichs VIII.!), enttäuschter Idealismus
und übertriebener Rigorismus in der Abschaffung von Missständen (wegen einiger
schlechten Päpste gleich das Papsttum abschaffen! und dergleichen)“ Dazu kommen
meist äußere Momente: religiöse Unwissenheit... die innere Ursache der
Glaubenszersplitterung ist jedoch die subjektive Bibelauslegung der getrennten
Christen. (Kurt Palm, Kurat i.R., München: Wiedervereinigung der getrennten
Christen? Ja! Aber wie? Flugschrift G 17, herausgegeben von der Gemeinschaft
Aktiver Katholiken, der wir zu übrigens zu großem Dank verpflichtet sind)
Die Trennung zwischen der katholischen und orthodoxen Kirche ist „fast ausschließlich durch nichttheologische Faktoren hervorgerufen worden“, sagte Kardinal Bea in einem Interview mit einem griechischen Journalisten. „Man hat aufgehört, sich als Brüder ... zu behandeln. Man hat die Liebe erkalten lassen. Man hat sich im Widerstand gegen den anderen verhärtet. Man hat die Unterschiede unterstrichen und vergrößert.“ (Augustin Kardinal Bea / Willem A. Visser´t Hooft: Friede zwischen Christen, Herder Verlag Freiburg, 1966, S. 64) Und da wollen uns die Gegner der Ökumene weismachen, die derzeitige Spaltung sei gottgewollt und alle Nichtkatholiken seien Ketzer, deren Los die Hölle sei!? Nein, die Schuld liebt bei den Menschen, bei den menschlichen Organisationen, nicht bei Gott!
Die Katholiken (ein gewisser, vor langem verstorbener Papst inbegriffen) sollen endlich aufhören, die ganze Schuld an der heutigen Lage Luther zuzuschieben und ihn als Erzteufel anzuprangern. Luther war ein kleinerer Sünder als Papst Alexander VI. Warum hacken die Katholiken nur auf ihm herum und nicht auf demjenigen, der sich den übelsten Ausschweifungen hingab und den frommen Mönch Savonarola verbrennen ließ?
Die Kirche (gemeint ist nicht nicht die eine heilige Kirche) war schon vor Luther in einem desolaten Zustand und musste oft vor dem Eindringen des Bösen geschützt werden.
"Lange vor der Reformation
wurden Versuche unternommen, sowohl die Kirche wie auch das ganze
mittelalterliche Leben zu reformieren. St. Franziskus und St. Dominikus waren
beide teilweise erfolgreich in ihren Reformen und bewiesen, daß Christus immer
noch lebte und liebte und erlöste. Aber die Päpste widerstanden allen Angriffen
auf ihre Autorität... Die protestantische Reformation ... war ... ein Versuch,
eine neue Art von Ordnung und Autorität an die Stelle dessen zu setzen, was auf
jeden Fall verurteilt war zu verschwinden." (Eugene Carson Blake: Die nächsten Schritte zur einen Kirche, Herder
Bücherei Freiburg, 1969, S. 18f.)
Katholiken, lügt nicht, erkennt die Wahrheit an! Durch viele Kapitel der Geschichte der katholischen Amtskirche ziehen sich Lug und Trug und Machtkämpfe und menschliche Fehlleistungen bis hin zu Verbrechen.
Hierüber befragen wir am besten die hl. Birgitta von Schweden (1303 – 1373), inzwischen Mitpatronin Europas. Im Internet ist unter der empfehlenswerten Adresse http://www.stjosef.at/dokumente/birgitta_vortrag_drfux.htm ein Vortrag veröffentlicht, den P. Dr. Ildefons Fux OSB, Neulengbach, am 15.3.2000 in Maria Dreieichen gehalten hat:
„Mit dem Instrumentarium eines alttestamentlichen Propheten und durchdrungen vom timor Domini, von der Furcht des Herrn, geißelte sie den Klerus. Viele Kirchen waren verfallen, vor verödeten Altären weideten Ziegen im Gras; so in St. Peter und in der Lateranbasilika. Viele Heiligtümer hatten sich ... in Aborte der Menschen, der Hunde und Bestien verwandelt. Alles atmete Krieg, Feindschaft und gehässige Leidenschaften, schrieb Francesco Petrarca...
In einem Brief schreibt die Seherin aus Schweden:
Priester, Diakone und Subdiakone (...) freuen sich offen darüber, dass ihre
Konkubinen mit schwellendem Mutterleib unter anderen Frauen gesehen werden. ...
Die Nonnenklöster halten sogar in den Nächten ihre tore offen, weshalb sie mehr
Bordellen gleichen... Wenn die Beichtväter mit dem Mund die Absolution
erteilen, schämen sie sich nicht, mit ihren Händen Geld in die Börse zu
stopfen... es ist zu fürchten, dass der katholische Glaube bald untergeht...“ (hl.
Birgitta von Schweden)
Auch Konzilien irren
Konzil von Orange und Luther ("Mensch nur Lüge und Sünde") im
Gegensatz zum Konzil von Trient
Auch Konzilien, Kirchenlehrer und Päpste (siehe Kapitel 11) irren. Michael Schmaus bringt in seiner Katholischen Dogmatik ein Beispiel. So hat das Konzil von Trient "die Grenzen der menschlichen Verderbnis" gegenüber den Reformatoren hervorgehoben. "Thomas von Aquin ist der Meinung, daß auch in der von der Erbsünde bestimmten Welt durch Erziehung und Gewöhnung eine bestimmte Ordnung geschaffen werden kann. Gegenüber den Jansenisten hat die Kirche eindeutig ausgesprochen, daß nicht alle Werke der Ungläubigen Sünden sind (D.1928). Dem scheint freilich eine Äußerung des Konzils von Orange vom Jahre 529 entgegenzustehen, wonach der Mensch aus sich bloß Lüge und Sünde hat (D.195)." (Michael Schmaus: Katholische Dogmatik, München 1949, S. 423)
Wenn das so ist, dann können sich auch das Konzil von Trient und das II. Vatikanische Konzil geirrt haben, letzteres sicher am meisten von allen Konzilien. Luther vertritt im Grunde dieselbe Position wie das Konzil von Orange. Für jene Fanatiker, auch auf katholischer Seite, die glauben, die evangelische Kirche wäre "toleranter" und dulde alles, zitieren wir folgendes:
"Der Mensch - durch die
Sünde verdorben -hat viel böse Liebe und Neigung zu allen Sünden, und ,des
Menschen Herz und Sinn trachten allezeit nach dem Bösen´, wie die Schrift 1 Mos
8,21 sagt: das ist, nach Hochmut, Ungehorsam, Zorn, Haß, Geiz, Unkeuschheit
usw. Und die Summe des Ganzen: in allem, was er tut und läßt, sucht der Mensch
mehr seinen Nutzen, Willen und Ehre als die Ehre Gottes und seines Nächsten.
Darum sind alle seine Werke, Worte und Gedanken und sein ganzes Leben böse und
nicht göttlich."
(Martin Luther: Die reformatorischen Grundschriften,
Deutscher Taschenbuch Verlag, Band 1, München 1983, S. 106)
"Dieses arme Leben ist ein Reich voll Sünde und Bosheit, worin der böse Geist Herr ist, der Anfang aller Schlechtigkeit und Sünde und der Hauptbösewicht. ... Hilf uns heraus aus der unreinen Begierde der Unkeuschheit und gib eine Liebe zur Jungfräulichkeit..." (Martin Luther: Die reformatorischen Grundschriften, Band 4, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1983, S. 71f., Eine kurze Form des Vaterunsers, Die zweite Bitte "Zu uns komme dein Reich", geschrieben 1520)
Übrigens heißt es schon in Psalm 116,11 (zitiert von Luther: Von den guten Werken, Vom zweiten guten Werk, 1520)
"Omnis homo mendax" - "Alle Menschen sind falsch, lügen und betrügen."
II. Vatikanisches Konzil verbreitet Häresie in „Nostra
Aetate“ und „Lumen gentium“
Über das II. Vatikanische Konzil sagte Kardinal Ratzinger 1988 zu den
chilenischen Bischöfen:
„Die Wahrheit ist, dass das Konzil selbst kein Dogma (das den Katholiken im Glauben bindet) definiert hat und sich bewusst in einem niedrigeren Rang als reines Pastoral-Konzil ausdrücken wollte; trotzdem interpretieren es viele, als wäre es fast das Superdogma, das allem anderen die Bedeutung nimmt.“
Anneliese Mertensacker fordert die Katholiken in ihrer Dokumentation „Der Islam im Zeugnis von Heiligen und Bekennern“ zum Aufstand gegen Irrlehren auf:
„Die Konzils-Dokumente sind ein Bruch mit der katholischen Kirche, Häresie und stehen im Gegensatz zu den Zeugnissen aller Heiligen und Bekenner aller Jahrhunderte“ (S. 124)
In einem CM-Faltblatt werden die Konzilsdokumente unter die Lupe genommen.
In Artikel 3 von „Nostra Aetate“ heißt es:
„Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslime, die den alleinigen Gott anbeten..., der zu den Menschen gesprochen hat.“
Im 16. Kapitel von „Lumen gentium“ steht:
„Der Heilswille umfasst auch die, die den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslime, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten...“
(Aus dem Kurier der Christlichen Mitte, Nr. 6, Juni 2003, www.christliche-mitte.de)
Evangelische
Kirche liegt in Trümmern
Die evangelische Kirche beharrt stolz auf ihrer Position und glaubt, noch immer die Reformation als Nachfolgerin Luthers zu vertreten.
Doch sie liegt in Trümmern. Wesentliche Elemente aus der Zeit Luthers hat sie abgeschafft. Nur ein Bruchteil der immer weniger werdenden Gläubigen geht zu einer der seltenen Abendmahlsfeiern. Die Führer der Kirche haben sich für Toleranz gegenüber der Homosexualität ausgesprochen, die doch in der Bibel verboten und verdammt wird. Es gibt ausgesprochene Gotteslästerungen in Predigten ("Maria von Magdala geht zu ihrem Geliebten", gehört im Karfreitagsgottesdienst 2003 in E.) und modernistische Aufweichungen übelster Sorte (ein Pfarrer predigt im Hinblick auf seine eigene Schuld Menschen "in verworrenen Beziehungen" "Gelassenheit", ebenda). Wer seit ein paar Jahren nicht mehr in der Kirche war und sein Gesangbuch mitbringt, kann dem Gottesdienst nicht mehr folgen, denn das seit vielen Jahrzehnten geltende Gesangbuch mit seinen schönen, alten Liedern, die sogar in katholischen Gottesdiensten gesungen werden, ist auf einmal abgeschafft.
Luthers These „Sola fide“ (allein durch den Glauben) und alle daraus abgeleiteten Thesen und Veränderungen des Glaubens und der Kirche sind Haarspaltereien, vermutlich von einem bösen Geist eingegeben, denn in der Bibel heißt es klipp und klar:
So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selbst. (Jakobus 2,17)
Da siehst du, dass der Glaube zusammengewirkt hat mit seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen geworden. (Jakobus 2,22)
Vieles ist nicht mehr wie früher. Was Papst Leo XIII. in seinem Apostolischen Rundschreiben SAPIENTIAE CHRISTIANAE vom 10. Januar 1890 über die Pflichten der Christen gegen Kirche und Staat geschrieben hat, kann heute im Zeitalter der Kinderschändungen, an denen leider auch Priester teilnehmen, ohne exkommuniziert zu werden, nicht mehr gelten. Papst Leo XIII. schrieb (V, 4):
Das Richteramt über Fehler von Bischöfen steht nur dem
Papst zu. Die Regel der Ehrfurcht vor kirchlichen Obrigkeiten.
'Wohl mag es bei einem Bischof vorkommen, daß in seinem Charakter nicht alles lobenswert, oder in seinen Entscheidungen nicht alles beifallswert ist. Aber deshalb darf kein Privatmann sich in Anmaßung zur Person des Richters machen: dieses Amt hat Christus der Herr ausschließlich jenem Einem übergeben, den Er über die Lämmer und Schafe gesetzt hat. Niemand möge auch das höchst weise Wort Gregors des Großen vergessen:
Die Untergebenen sind zu
ermahnen, daß sie nicht voreilig über das Leben ihrer Vorgesetzten urteilen,
weil sie vielleicht in deren Benehmen etwas Tadelnswertes sehen: damit sie
nicht selbst dadurch, daß sie das Ungehörige mit Recht tadeln, von Hochmut
getrieben noch tiefer fallen: Sie sind zu ermahnen, daß sie im Hinblick auf
Vergehen der Vorgesetzten nicht etwa kecker gegen diese werden; sondern selbst
über deren allenfalls große Fehler so bei sich denken, daß sie dennoch aus
Gottesfurcht sich nicht weigern, das Joch der Ehrfurcht vor ihnen zu tragen.
... Die Taten der Vorgesetzten sollen nicht mit dem Schwerte des Mundes
geschlagen werden, auch wenn sie mit Recht Tadel verdienen. (St. Gregor d.
Gr., Pastoralregel, Teil III, Kap. 4)
(zitiert aus der Broschüre mit dem erwähnten Papst-Rundschreiben, Freude an der
Wahrheit Nr. 114, Karl Haselböck, Wien, 1992)
Wenn Priester Kinder schänden und Bischöfe oder gar Kardinäle sich homosexuell betätigen, hat in dieser Endzeit die Ehrfurcht der Gläubigen aufzuhören. Wenn der Papst und die anderen Würdenträger der anderen Kirchen Kinderschänder nicht exkommunizieren, das heißt in den Kirchenbann tun und aus der Gemeinschaft der Gläubigen ausschließen - Johannes Paul II. hat sich stets hiergegen gesträubt, und von den evangelischen Bischöfen reden wir erst gar nicht -, dann erklären wir Apostel der letzten Zeiten, dass sich Kinderschänder und dergleichen Verbrecher automatisch aus der Christenheit ausschließen.
Deshalb müssen folgende Erklärungen von Thomas von Aquin und Papst Pius XII., auf die sich die spanische katholische Zeitschrift „María Mensajera“, Zaragoza, versteift, in einem ganz anderen Licht gesehen werden.
Zusammenfassung der Ansichten des Kirchenlehrers Thomas
von Aquin (Summa theol. q. 5 a. 3.):
„Der einzige erlaubte und der Wahrheit gemäße Ökumenismus besteht darin,
dass die Ketzer und Schismatiker in den Schoß der katholischen Kirche
zurückkehren, in der Einheit des einen Glaubens, des gleichen Kirchenregiments,
der derselben Führung und derselben Sakramente.“
(„El único ecumenismo lícito y conforme a la verdad, es el que procure el
retorno de los herejes y cismáticos al seno de la Iglesia Católica, en la
unidad de una misma fe, un mismo régimen y gobierno y unos mismos
sacramentos.”)
Ähnlich wie Papst Leo XIII. in seiner Apostolischen
Ermahnung „Praeclara Gratulationis“ (Nr. 14, 20.6.1864) stellte Papst Pius
XII. den absoluten Anspruch der römischen Amtskirche heraus in zwei
Ökumene-Dokumenten, einem „Monitum“ vom 5.6.1948) und der „Instructio de
Motione Ecumenico“ (20.12.1949). Darin heißt es, dass die Katholische Kirche
sich nicht den anderen Konfessionen anpassen darf, sondern dass diese zu ihr
zurückkehren müssen und dass sie dabei nichts Wesentliches von dem, was sie in
ihrer eigenen Konfession besitzen, verlieren, sondern alles in Fülle in der
Katholischen Kirche finden. Auf
spanisch:
1. La Iglesia Católica posee la “plenitud de
Cristo” y no necesita perfeccionarla por causa de otras confesiones.
2. No se debe buscar la unión a través de una
asimiliación de otras confesiones, ni mediante acomodación del dogma católico a
otro dogma.
3. La única unidad auténtica de las iglesias
sólo podrá lograrse con el retorno (per reditum) de los hermanos separados de
la única verdadera Iglesia de Cristo.
4. Los separados que retornan a la Iglesia
Católica no pierden nada de su substancial de loq que teinen de su particular
confesión, sino que lo encuentran en su plenitud perfecta.
(José Andrés Segura Espada: El falso ecumenismo, “María Mensajera”, Zaragoza,
núm. 266, marzo 2003, pág. 15/16)
Unter den geschilderten heutigen Umständen gibt es nur eine Lösung, die die Einigung bringt:
§ Nicht nur die getrennten Konfessionen müssen zur „einen, heiligen, katholischen Kirche“ zurückkehren, sondern auch die derzeitige römisch-katholische Amtskirche selbst.
Kirche als
Mysterium
Da die Kirche der Leib Christi ist, dieser zwar Wunden trägt, aber vollkommen und fehlerlos ist, kann die von sündigen Menschen vertretene Kirche nur ein unvollkommenes Bild der glanzvollen, triumphierenden Kirche abgeben.
Die Gläubigen begreifen allmählich, dass diese irdische Kirche, in der sich die Laster und Fehler immer mehr anhäufen, in ihrer derzeitigen Form nicht identisch sein kann mit Christus selbst. Eine Weltbischofssynode hat versucht, die Zeichen der Zeit zu erfassen.
„Sie tat es durch eine bedeutsame Akzentverschiebung: weg vom eher soziologisch gedeuteten Bild der Kirche als Volk Gottes hin zur Kirche als Mysterium, d. h. als eine mit irdischen Begriffen und Realitäten nicht voll erklärbare Wirklichkeit, die in ihrem eigentlichen Wesen aus der Aufnahme der Gnade Gottes, des Lebens Gottes, im gläubig sich öffnenden Menschen lebt.“ Dies schrieb der Jesuitenpater Heinrich Ségur von Radio Vatikan (in seinem Beitrag „In die Zeit gesprochen“ in der Tageszeitung „Dolomiten“ vom 28./29.12.1985, zitiert im Pfarrblatt der Dompfarre Bozen, 2.2.1986) und fügte hinzu: „Nur der charakterlich starke, in der Gesinnung lautere und in seinem Glauben gefestigte Christ wird in dieser Zeit des Pessimismus, der Korrpution und des diffus verbreiteten Säkularismus bestehen können.“
Auch Kardinal Bea sah in einer Annäherung nur Vorteile:
„Wenn man in der Politik befürchtet, daß die
Annäherung zwischen den einen die Entfremdung von den anderen zur Folge haben
kann, so sind in der Kirche Gottes alle Glieder desselben Mystischen Leibes,
dessen Haupt Christus ist, und jede Vermehrung der Liebe zwischen einzelnen
Gliedern wird zur Wohltat für die anderen und für den ganzen Leib.“ (Augustin
Kardinal Bea / Willem A. Visser´t Hooft: Friede zwischen Christen, Herder
Verlag Freiburg, 1966, S. 77)
„In Verborgenheit und Schweigen vollzieht sich
das Werk der Erlösung. In der stillen Zweisprache des Herzens mit Gott werden die lebendigen Bausteine bereitet,
aus denen das Reich Gottes erwächst, die auserlesenen Werkzeuge geschmiedet,
die den Bau fördern. Der mystische Strom, der durch alle Jahrhunderte geht, ist
kein verirrter Seitenarm, der sich vom Gebetsleben der Kirche abgesondert hat –
er ist ihr innerstes Leben.“
(Edith Stein: Das Gebet der Kirche, Karmel Köln, 1965, S. 24)
Zukunftaussichten
Bei einem ökumenischen Treffen in der Cusanus-Akademie in Brixen 1983 konstatierte Prof. Heinz Schütte, Bonn, eine weitgehende Übereinstimmung. Noch bestehende Gegensätze wurden in der Lehre vom Lehramt, vom Petrusamt und der Stellung Marias gesehen. „Es gibt noch Gegensätze, aber es gibt keinen Punkt, an dem wir nicht die Richtung auf eine Einigung sehen.“ (W. Kaspar) Tröstende, optimistische Worte vor zwei Jahrzehnten. Sollen wir anno 2003 wirklich wieder 200 Jahre zurückfallen. Nein, das darf nicht sein! Wir sagen: Vorwärts! Und wenn es uns das Leben kostet. Denn wir wissen: Das Gute siegt! Mystisch ausgedrückt von Tatjana Goritschewa in einem Text zum 12. Kapitel der Offenbarung des Johannes, das sie überschreibt mit „Das Geheimnis der Geheimnisse“:
Apokalypse - Tränen
und Glanz
„Die christliche Botschaft ist durch und durch
auf die Person ausgerichtet. Jede Epoche, alle Geschöpfe Gottes, auch das Vieh
haben ihr eigenes Gesicht; so auch unsere apokalyptische Zeit. Das Antlitz
dieser gegenwärtigen Epoche ist naß von den Tränen weinender Ikonen und
gleichzeitig erfüllt vom Glanz des „mit der Sonne bekleideten Weibes“,
geschützt durch die Kraft Gottes und die Macht des Christus und durch die
überwindende Macht derer, die ihr Leben nicht geliebt haben – bis hin zum Tod.“
(Tatiana Goritschewa: Unverhoffte Freude – Erfahrungen einer christlichen
Philosophin, Brockhaus Verlag Wuppertal und Zürich, 1990, S. 81)
Es gilt für uns, es gilt für die Kirche: Sie ist Pilgerin in der Welt. Stolz und Triumphalismus sollten ihr fremd sein, konstatierte Mons. Aloysius Klein bei einer Konferenz in Assisi. Die Kirche sei berufen zu dienen. „Die Kirche ist heute dort stark, wo sie unter dem Kreuz lebt.“ (Padre Massimiliano Mizzi: Alla ricerca della verità su Martin Lutero,in: San Francesco, periodico mensile. Basilica di S. Francesco, Assisi. 1/1984, p. 44) Und damit sind wir wieder bei der leidenden Kirche, bei Tatjana Goritschewa, bei Solowjew und Benson, bei den vom Antichrist gejagten letzten Christen in der Wüste. Im Zeichen des Kreuzes wird die Kirche siegen.
Praxis:
· Was jeder Christ tun kann und soll: die Wahrheit suchen, Vorurteile ablegen, nach Einheit streben, weil Gott die Einheit will. Die Wahrheit findet jeder in der Heiligen Schrift, im Evangelium, im Horchen auf die innere Stimme, im Prüfen der Schriften.
· Zurück beziehungsweise vorwärts zur einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche!
· Prüfen, was erstrangig und was zweitrangig ist.
· Sprich das Glaubensbekenntnis: die eine oder die andere Form. Überall, wo es Probleme gibt, beten wir das 1500 Jahre alte Credo der Konzilien von Nizäa und Konstantinopel, weil dieses von allen anerkannt wird.
Vertiefung von A -
Z
Antisemitisimus als
Vorwurf gegen Luther
Luther wird so häufig Antisemitismus vorgeworfen. Aber er sagt - und das ist die überkonfessionelle Wahrheit - ganz klar zu dem Christen, der Christi Leiden gedenkt:
"... die Übeltäter, die
Juden, soweit sie nun Gott gerichtet haben und er sie vertrieben hat, sind doch
deiner Sünde Diener gewesen, und du bist wahrhaftig der, der durch seine Sünde
Gottes Sohn erwürgt und gekreuzigt hat, wie gesagt ist."
(Martin Luther: Die reformatorischen
Grundschriften, Band 2, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1983, S. 58, Ein
Sermon von der Betrachtung des heiligen Leidens Christi. 1519)
Kein bißchen anders der spanische Dominikaner Luis von Granada, leuchtendes Beispiel der Gegenreformation:
"Wo Liebe, ist Schmerz. Wie
kann jemand behaupten, daß er Liebe zu Christus hat, wenn er nicht mitleid mit
dem gequälten Heiland empfindet? Und wenn es schon ein großes Übel ist, kein
Mitleid zu haben, wie schlimm ist es dann erst, wenn man das Martyrium Jesu
vergrößert und seinem Schmerz weiteren Schmerz hinzufügt! Welche Grausamkeit
der Feinde, jenes so schreckliche Wort zu rufen: Kreuzige ihn, kreuzige ihn. Aber wie grausam
ist erst der Christ, der mit den Werken dasselbe spricht wie jene
mit Worten? Wie können dein Herz und deine Hände den Herrn auf diese Weise so
oft kreuzigen?
Deshalb stellt der Ewige Vater die zutiefst erniedrigte Gestalt seines Sohnes
so oft vor uns hin (Anmerkung: wenigstens
noch in den Alpen steht an jedem Weg und auf vielen Gipfeln ein Kruzifix),
weil es kein mächtigeres Mittel gibt, um uns von der Sünde loszureißen. Und er
sagt dir: ECCE HOMO, und will dir damit deutlich machen: Schau diesen Menschen
an, wie er da ist, und erinnere dich, daß er Gott ist, und daß du ihn in dieser
Gestalt siehst, hat keinen anderen Grund als die Sünden der Welt. Beachte,
welche Abscheu Gott vor der Sünde hat, wenn er zuläßt, daß sein Sohn auf diese
Weise zugrundegeht."
(Luis von Granada: Meditation am
Donnerstagmorgen, im Handbuch des einfachen Lebens, ETIKA 2000, Kap. 118, Seite
200)
Literatur zum Thema Antisemitismus: Wir nennen nur drei Namen: Shraga Elam, Norman G. Finkelstein, Yehuda Bauer. Man informiere sich dort über einige der Hintergründe des historischen Geschehens.
Engel
Engel sind dienstbare Geister, Boten Gottes.
"Die Schutzengel beschützen
uns an Leib und Seele, sie bitten für uns und ermahnen uns zum Guten."
(Katholischer Katechismus der Bistümer Deutschlands, Kösel-Verlag München,
1960, S. 33)
Auch für evangelische Christen ist eine Schrift über die Engel bestimmt. Diese sind "gute Mächte, die im Dienste Gottes stehen. Sie sind ein Ausdruck der Gnade Gottes und entsprechen damit evangelischer Frömmigkeit", schreibt Dr. Walter Stökl, Konventältester der evangelischen Michaelsbruderschaft in Österreich, im Vorwort zu der Kleinschrift: "Die Engel sind mächtige Geister" von Abt Athanas Recheis O.S.B. (verlegt von unserem opferbereiten Mitstreiter Karl Gruber). Stökl überläßt es im evangelischen Vorwort dem Einzelnen, ob er sich in Bezug auf das erwähnte Fegefeuer "etwa einen Läuterungsprozeß vorstellt". Hinsichtlich des abgedruckten Gebets zum Schutzengel stellt Stökl fest: "Solche Gebete sind bei uns nie geübt worden. Aber der evangelische Leser wird zur Kenntnis nehmen müssen, daß es sich hier nicht um eine unstatthafte ,Anbetung´ eines Engels handelt, sondern um ein Zwiegespräch mit dem uns beigegebenen Gefährten."
Abt Recheis sagt, daß alle menschliche Geschichte aus dem Reich der Engel entspringt:
"Die Scheidung zwischen Gut
und Böse, die dort für dauernd vollzogen ist, ist Ursprung und Vorbild des in
der Zeit sich entfaltenden Kampfes auf Erden, in den gute und böse Mächte
einwirken."
(Abt Athanas Recheis O.S.B.: Die Engel sind mächtige Geister. Verlag: Kultur in
die Familie, Linz, 1988, Seite 47)
Es gibt "zwei große Reiche:
jenes der rein geistigen Geschöpfe, der Engel, und jenes der leiblich-geistigen
Wesen, der Menschen."
(Michael Schmaus, Professor an der Universität München: Katholische
Dogmatik, Zweiter Band, Hochschulverlag Hueber München 1949, Copyright 1938, S.
226)
Evangelische Christen wären dumm, wenn sie dies leugneten. Wir verweisen auf unsere Artikel ETIKA 1-5. Jesus selbst sprach von den Schutzengeln in Matthäus 18, 1-10. Jeder Mensch hat seinen Schutzengel, und dieser will ihm der beste Freund in Ewigkeit sein.
Praxis:
Gebet zum Schutzengel
Gebet zum Erzengel Michael
Literatur zu Engeln:
ETIKA 1-5 – español Los Ángeles
P. Adolf Rodewyk S. J.: Sie stehen ganz im Licht - Von den heiligen Engeln.
Christiana-Cerlag Stein am Rhein, 1980
Heinrich Kreuzer: Die Engel, unsere mächtigen Fürbitter. Marianisches Schriftenwerk, CH-4632 Trimbach
Alle evangelischen Christen müssen für die Einheit der Kirche sein, denn sie müssen beim Glaubensbekenntnis von Gott dem Heiligen Geist bekennen:
Trotz aller Spaltungen der Christenheit glauben und bekennen wir, daß es bis ans Ende der Dinge nur eine Kirche gibt, weil wir auch nur einen Heiland haben. Alle, die ihn als ihren Herrn anrufen, sind durch einen Geist verbunden als Glieder an einem Leib. Jesus betet zum Vater:
Ich bitte für sie, daß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir. (Joh., 17,20.21)
(Fragenbüchlein für den Konfirmandenunterricht, im Quell-Verlag der Evangelischen Gesellschaft, Stuttgart 1957, Frage 68, S. 27)
Himmel und Hölle sind
auch bei Luther Orte - während der derzeitige Papst daran zweifelt
Für Luther war es selbstverständlich, daß Himmel und Hölle Orte sind. Das geht
allein aus folgenden Textstellen hervor:
"Ich glaube daß er in die Hölle
hinabgestiegen ist, um den Teufel
samt aller seiner Gewalt, List und Bosheit und auch allen seinen Anhang
niederzuwerfen und gefangenzunehmen." (S. 66)
(Martin Luther: Die reformatorischen
Grundschriften, Band 4, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1983. Das
Glaubensbekenntnis, in: Eine kurze Form der Zehn Gebote, eine kurze Form des
Glaubens, eine kurze Form des Vaterunsers. 1520)
Ich glaube, daß er in den Himmel aufgefahren ist ... er ist ein König und Herr über alle Güter Gottes, im Himmel, in der Hölle und auf Erden (Anmerkung: die Erde ist ja unbestreitbar ein Ort, also spricht auch diese Gegenüberstellung für die Richtigkeit unserer Ansicht)."
Wenn der jetzige Papst entgegen dem Wort Jesu in der Hl. Schrift behauptet, Himmel und Hölle seien keine Orte, dann glauben wir dem Reformator Martin Luther in diesem Falle eben mehr, denn letzterer steht in diesem Punkt auf dem Boden der Wahrheit - wie die meisten Heiligen der katholischen Kirche. Die Modernisten säen die Saat Satans.
Als selbstverständlich galt diese Tatsache bisher auch in der katholischen Kirche, eine Reihe von Theologen ausgenommen. Im "Glaubenskompaß" unseres verstorbenen Mitstreiters Pfarrer Dobler lesen wir das, was im Kirchenvolk immer geglaubt worden ist:
"Die Hölle ist der Ort, wo
die Verdammten ewig gepeinigt werden. Der Himmel ist der Ort, wo die Engel und
Heiligen die ewige Seligkeit genießen." (S. 30f.)
Literatur: Himmel – Hölle – español
Cielo - Infierno
Kirche
Die wahre Kirche Christi
Wie muss die Kirche sein, damit wir sie alle anerkennen können? Eine gute Definition finden wir im Katechismus des Oratoriums, den Traditionalisten herausgegeben haben:
"149. An welchen Kennzeichen
erkennt man die wahre Kirche Christi? ... an vier Kennzeichen: Sie muß einig
und heilig, katholisch und apostolisch sein. 150. ... Sie muß einig sein in der
wahren Lehre, im gleichen Kult Gottes, in der Nutzung der gleichen Gnadenmittel
und im Kampf gegen sünde, Welt und Teufel. ... 152. Die wahre Kirche Christi
ist katholisch bedeutet: Sie muß für alle Menschen aller Orte und Zeiten da sein.
... 158. Können auch nichtkatholische Christen selig werden? Ja, auch
nichtkatholische Christen können selig werden, wenn sie Glaube und Taufe
besitzen. Der Glaube muß sich auf Jesus Christus und Seine Offenbarung
erstrecken."
(Katechismus des Oratoriums,
Römisch-katholischer Katechismus und Unterweisung der Gläubigen für die heutige
Zeit. Herausgegeben vom Oratorium von der Göttlichen Wahrheit (Oratorium
divinae veritatis, SAKA-Verlag Saarbrücken, 2. Auflage, 1990, S. 77-80)
Kirche der Endzeit
"Die Kirche in der Endzeit ist klein; sie ist ohne staatlichen Schutz; sie ist - wenigstens zeitweise - ohne Führungshierarchie, Christus steht ihr in besonderer Weise bei..."
(Katechismus des Oratoriums, Römisch-katholischer Katechismus und
Unterweisung der Gläubigen für die heutige Zeit. Herausgegeben vom Oratorium
von der Göttlichen Wahrheit (Oratorium divinae veritatis, SAKA-Verlag
Saarbrücken, 2. Auflage, 1990, S. 360. Wir zitieren jene Stellen nicht, die
gegen die Einheit der Christen und die "römische Hure" - Anmerkung:
das erinnert uns an Luthers Sprachgebrauch - gerichtet sind.)
Klerus auf Abwegen
Conrad Ferdinand
Meyer hat ein Sittengemälde aus dem alten England zur Zeit des hl. Thomas Becket
gezeichnet, das wir als Lektüre anti-ökumenisch eingestellten Katholiken
empfehlen. Ein paar Ausschnitte:
„Er (Kanzler Thomas Becket) hatte damals keinen leichten Stand, da er zum
Vorteil der königlichen Rechte mit der vornehmen normännischen Pfaffheit
angebunden und sich verbissen hatte. Ihr kennt diese Händel, Herr, denn sie
wuchern überall. ... Nicht nur, wie auch anderwärts, Händel von Pfaffe mit
Pfaffe wurden den königlichen Gerichten entzogen, sondern auch der von einem
Pfaffen geschädigte Laie musste den Geschorenen vor dem geistlichen Richter
suchen. Da nun ... keine Krähe der anderen die Augen aushackt, blieben,
schwächere Dinge ungerechnet, pfäffischer Totschlag und Weiberraub ohne
Ahndung, oder, schlimmer noch, wurden so sanft bestraft, dass es einem bösen
Scherz glich und die ungedämpfte Brunst der Geschorenen immer weiter um sich
griff.“ (S. 76)
“Mein Herr und König ballte seine auf der Lehne des Stuhles liegende Hand, denn
er war ein Freund der Ordnung und der Gerechtigkeit. ,Deiner Weisheit ist nicht
verborgen,´ bemerkte Herr Thomas, ,warum auch erschlichene Rechte der Kirche
sich so schwer mindern oder aufheben lassen: weil die Kirche ein Doppelwesen
ist, das aus Leib und Seele besteht. Der Leib ist ein Heer von Geschorenen und
Ehelosen, ein paar tausend von Münstern und Klöstern, ein Bündel von
Gebräuchen, Gelübden und auf Fabeln und Fälschungen beruhenden Ansprüchen. –
Die Seele der Kirche aber ist Tugend, Bescheidenheit, Erbarmen, Keuschheit ...
kurz alles, was jener andere lehrte, den sie gekreuzigt haben.´ (S. 95f.)
„Der Unreine wird sich ... selbst zerstören. Begnügt er sich doch nicht,
o Herr, wie deine anderen Bischöfe, Buhlerinnen zu halten, sondern überfällt
und verdirbt die unschuldige Jugend.“ (S. 97f.)
(Conrad Ferdinand Meyer: Der
Heilige. Verlag von Philipp Reclam jun. Leipzig, ohne Jahr)
Koran für Bischof – Bibel unrein
Papst
Johannes Paul II. küßte den Koran. Siehe unter Papst.
Viele Bischöfe wollen es ihm bei der Verbrüderung mit den Moslems gleich tun.
Der Bischof von Hildesheim, Josef
Homeyer, traf den offiziellen Vertreter der moslemischen Gemeinde. Dieser
drückte dem Bischof als Gastgeschenk einen Koran in die Hand, wofür Homeyer
sich brav bedankte. Als nun seinerseits der Bischof dem Hodscha als Geschenk
eine Bibel in die Hand legen wollte, schreckte der empört zurück und lehnte den
Empfang energisch ab mit den Worten: „Das fasse ich nicht an. Die Bibel ist
unrein.“ Da stand der Bischof verdattert da und konnte über den Dialog der
Religionen praktisch nachdenken, meinte Professor Bassam Tibi, selber ein
Moslem. (E. E., in: Kurier der Christlichen
Mitte, Nr. 4, April 2002; wegen der schnelleren Auffindbarkeit veröffentlichen wir diesen Beitrag auch
unter Islam)
Luther: sündige tapfer!
Evangelische Kirche in desolatem Zustand – eine Abrechnung
Die Amtskirchen sind (fast) tot –
es lebe die Einheitskirche Christi! Dieser Slogan ist uns eingefallen nach dem
Besuch eines evangelischen Gottesdienstes am 26.10.2003 in der süddeutschen
Kleinstadt E. (20.000 Einwohner). Ein neuer Pfarrer wird vorgestellt:
Schrille
Jazz-Rhythmen des Posaunenchors zum Beginn. Pfarrer 1 und Gemeinde sprechen im
Wechsel Psalmverse „in Verbundenheit mit unseren jüdischen Brüdern und
Schwestern“. Der Berichterstatter muss unwillkürlich an den amerikanischen
Chefdenker und Kriegsplaner Wolfowitz denken, der Stunden zuvor bei einem
Raketenanschlag auf das Rashid-Hotel in Bagdad unversehrt davongekommen ist, an
Ariel Sharon und an Friedman. Wir können uns nicht des Vorwurfs enthalten, den
wir auch dem Papst ob seiner multikulturellen und multireligiösen Politik
machen. Stehen uns nicht „des
Glaubens Genossen“ am nächsten?
Also die christlichen Brüder und Schwestern? Warum werden die Juden den
Christen anderer Konfession und allen anderen Religionen vorgezogen? Warum
sollen wir uns mit der schrecklichen, menschenverachtenden israelischen
Aggressionspolitik gegenüber den Palästinensern solidarisieren? Wir fühlen uns
zwar in gewisser Weise verbunden mit den orthodoxen Juden (aber nicht, wenn sie
schächten und beim Jom-Kippur-Fest Hühner umbringen, damit diese ihre eigenen
Sünden übernehmen, das ist gotteslästerlicher Horror), aber ebenso respektieren
wir fromme Taliban oder hinduistische Sadhus. Alle diese wurden in dem
evangelischen Gottesdienst nicht erwähnt, nur die Juden. Auch uns schmerzt es
zutiefst, dass auf Betreiben einer von Dämonen gesteuerten rassistischen
SS-Clique in verbrecherischer Weise unschuldige Juden ermordet wurden - Ehre dem Andenken der unschuldigen Toten und
wehe allen, die den Mord an Unschuldigen gutheißen, damals wie heute! -, aber das geht uns ein bisschen zu weit.
Pfarrer 1 enttäuscht, als er aufruft zum „Glaubensbekenntnis, das uns
mit der weltweiten Christenheit verbindet“. Der Berichterstatter hofft auf das
Credo von Nicäa-Konstantinopel, hört aber nur die einseitige, sektiererische
Formel: „Ich glaube an die christliche Kirche“.
Pfarrer 3 stellt sich vor. Er hat Jahre bei einem Projekt der
Landeskirche mitgearbeitet, „wo die Kirche sich weiterentwickelt, neue Formen
entwickelt“. In welche Richtung, wird sofort klar, als er in der Predigt seine
zentrale These verkündet: „Es gibt einen Weg heraus aus der Sünde – und der
heißt Vergebung.“ Kein Wort davon, wie sehr Gott die Sünde verabscheut, dass
der Christ sich anstrengen muss, das Böse zu überwinden, in der Versuchung zu beten,
die Gelegenheiten zu meiden usw. Stattdessen die absolute Sensation
(sinngemäß): Martin Luther habe einmal gesagt: „Sündige tapfer, aber noch viel tapferer glaube an Christus
und freue dich in Christus.“ Das war der Höhepunkt der Predigt. Dämonisch. Furchterregend.
Aber Luther zuzutrauen. Wo das Zitat steht, wusste der Theologe auf Befragen
von etika.com nicht.
Das Abendmahl. Pfarrer 1 fragt die Hunderte von
Gottesdienstteilnehmern pauschal: Wollt ihr, dass eure Sünden vergeben werden,
so singt als Antwort: „Christe, du Lamm Gottes.“ Als dies geschieht, erdreistet
sich Pfarrer 1 zu der Mitteilung: „Im Namen Gottes vergebe ich euch eure
Schuld.“ So bequem ist die Vergebung für Mord und Totschlag, Ehebruch und
Unzucht, Lüge und Betrug. Lächerlich. Bei Luther war noch die Einzelbeichte
üblich. In Gruppen begeben sich die Gläubigen zum Altar, wo Pfarrer 1 und 3
sowie Pfarrerin 2 (zur Zeit schwanger)
Hostien und Traubensaft verteilen. Dem Berichterstatter kommt es vor,
als müsste der Heiland, der auf die evangelischen Christen von E. während
seiner Bergpredigt niederschaut, bei dieser billigen Ausverkaufs-Eucharistie
Tränen vergießen. Es ist derselbe Heiland wie vor einem halben Jahrhundert,
aber es weht ein anderer Geist als früher in dieser Kirche. Man lese das 2.
Kapitel des 2. Petrusbriefes, zum Beispiel in einer online-Bibel (www.google.de)
Mönchtum
„Angesichts des Zusammenbruchs
einer Kultur, die dem Liberalismus preisgegeben ist (jedem seine Religion,
jedem seine Moral), einer Kultur, die sich im Materialismus immer mehr auflöst,
sagte ein Agnostiker (ein Mensch, der glaubt, dass man nichts über das Wesen
der Dinge aussagen kann, einer, der nicht an Gott glaubt) kürzlich:
Kontemplative Mönche (deren Leben ganz auf das Gebet gerichtet ist, auf das
Beschauliche) sind die nützlichsten Menschen, die es innerhalb der Gesellschaft
gibt. ... Weil wir einem Blutsturz der Werte beiwohnen, einer immer
weitergehenden Entwicklung, in der alles in Frage gestellt wird, einem wahren
kollektiven Selbstmord. Diese Mönche aber sind inmitten dieser allgemeinen
Auflösung Zeugen der Dauerhaftigkeit unvergänglicher Werte. Von dem Tag an, an
dem sie aufhören, hier unbeugsam zu sein, geben sie nicht nur sich, sondern
auch die Welt auf.“ (verfasst von einem Benediktiner aus Solesmes, Titel
„Beschauliches Mönchtum: Gott allein genügt“, abgedruckt in der Zeitschrift
„Pfadfinder Mariens“, Nr. 10, 1. Quartal 1985, herausgegeben von P. Andreas
Hönisch S.J., dem von der katholischen Hierarchie ob seiner klaren Linie
verfolgten Gottesmann)
Hl.
Benedikt: Christus nichts vorziehen!
San Benito: “No
preferir absolutamente nada a Cristo!” (p. 69)
San Roberto de
Troyes: No seré armado caballero. Existe una caballerosidad más noble. (p. 34)
Teodorico, el padre:
... La Iglesia de Dios está necesitada de santos que equilibran esa
monstruosidad. ... Tienes que arder firmemente. ¡Tan firmemente como el sol y
las estrellas! ¡Arde, hasta que te consumas totalmente! ¡Sé santo! ... los
fuegos “atesorados” duran más y
producen más calor. (p. 36)
San Benito dice que
hemos de ser soldados de Cristo. ... Militaturus. (p. 39)
Primarium officium
nostrum est in terra praestare quod angeli in coelo – dijo el abad.
El abad prosiguió: Vinimos aquí, no para hacer
labores angélicas, ni labores humanas, sino divinas. ... ¡Vinimos aquí
para ser otro Cristo! La Misa es el Calvario mismo. (p. 63)
El abad: Nosotros,
los monjes, debemos defender la brecha como Él lo hizo. Somos cristianos, “otros Cristos”. (p. 64)
El abad: Vos, Padre,
no veis como yo hasta donde llegan hoy en el mundo la inmoralidad y la simonía
entre los clérigos. Como he tratado de demostrar esta mañana, existe una
brecha, y Dios debe andar buscando quien se coloque en esa brecha para defender
su ciudad. (p. 65)
El Cordero de Dios
es nuestro modelo. Pero no olvidéis nunca que ¡el Cordero de Dios fué también
el León de Judá! (p. 66)
Roberto: ¿Oistéis
las últimas palabras de mi padre? – No.
– Sólo hay un error en la vida –dijo -: el de no ser santo. (p. 80)
El abad: Cada nuevo
Papa convoca un Concilio. Se reúnen, se enfrentan con los hechos, se promulgan
nuevos decretos... Leed los que corresponden a los últimos sesenta o setenta
años. ¡Todos son lo mismo! Denuncian la simonía y la incontinencia y tratan de
reprimirlas. Pero el tráfico prosigue. Los obispos se compran y se venden, y el
clero dista mucho de estar limpio... (p. 82)
(M. Raymond: Tres monjes rebeldes, Editorial
Herder, Barcelona 1992. Three Religious Rebels, N. Y.)
Satans Rauch
"Am 29. Juni 1972, dem neunten Jahrestag seiner
Krönung, sprach Papst Paul VI. in einer Homilie vor den Kardinälen, dem
Diplomatischen Korps und zahlreichen Gläubigen mit bewegter Stimme vom ,Rauch Satans, der durch irgendeinen Riß
in den Tempel Gottes eingedrungen ist".
(Manfred Adler: Die Freimaurer und der
Vatikan, Verlag Claus P. Clausen, Lippstaft 1985, S. 7)
Wahrheit der Heiligen
Schrift
Ein strenger Katholik meinte am Pfingstsonntag im Gespräch, die
„Unfehlbarkeit der Kirche“ habe Vorrang vor der „Unfehlbarkeit der Heiligen Schrift“ (die Aussage des katholischen Prälaten Wesenauer im Kapitel 11). Denn
es habe ja zuerst ein Gremium von Aposteln und Kirchenvätern gegeben, die
Kirche, die die Heilige Schrift festgelegt habe. Also sei die Kirche vor der
Schrift dagewesen, müsse also in Zweifelsfällen Vorrang haben, und die Heilige
Schrift sei vom kirchlichen Lehramt (dem Papst in Rom) verbindlich auszulegen;
Irrtümer einzelner Gläubiger müssten vermieden werden.
Wir erwidern, dass die Schrift in der Tat, wie von der
Kirche erklärt, unfehlbar ist und dass ein für unfehlbar erklärtes Dogma kein
Dogma sein kann, wenn es der Heiligen Schrift widerspricht – wir nehmen zum
Beispiel an, dass die Unauflöslichkeit der Ehe ein Dogma ist. Wenn ein solcher
Widerspruch vorliegt, muss das sogenannte Dogma zumindest teilweise annulliert
oder neu formuliert werden. Wenn zum Beispiel im Fall des Verbots der
Ehescheidung der Einschub Jesu „außer bei Ehebruch“ nicht berücksichtigt worden
ist, muss der Papst das fehlerhafte Dogma der Wahrheit der Heiligen Schrift
anpassen. Denn die Unfehlbarkeit der Heiligen Schrift war „Dogma“ vor einem
später von Päpsten verkündeten Dogma, hat also Vorrang.
"Das Wesen der Inspiration.
Sie läßt sich bestimmen als eine unmittelbare, übernatürliche, charismatische
Einwirkung Gottes auf den Schriftsteller, die ihn anregt, das und nur das zu
schreiben, was als Gottes Wort aufgezeichnet werden soll, und ihm beisteht, es
in passender Weise in unfehlbarer Wahrheit auszudrücken." (S. 96f.)
"Das Vatikanische Konzil stellte fest, daß die Inspiration sich auf alle
Bücher des Alten und des Neuen Testaments, wie sie vom Konzil von Trient
aufgezählt werden, mit allen ihren Teilen erstreckt. ... Sie ist nicht
beschränkt auf Glaubens- und Sittenlehren, sondern betrifft den gesamten Inhalt
der Heiligen Schrift." (S. 98)
(Michael Schmaus, Professor an der
Universität München: Katholische Dogmatik, Erster Band, Hochschulverlag Hueber
München 1948, Copyright 1938)
„Ich gestehe: Nur den Büchern der Heiligen Schrift, die als kanonische (in das Verzeichnis der Heiligen Schriften aufgenommene) anerkannt sind, habe ich solche Ehrfurcht zu erweisen gelernt, dass ich felsenfest glaube, keiner ihrer Verfasser sei bei der Abfassung in einem Irrtum gewesen. Und wenn ich in ihnen auf eine Stelle stoße, die mir mit der Wah