ETIKA

ÖKUMENE

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17.1.2004

15OE11

Christliche Einheit jetzt!

Apostel der letzten Zeiten AIHS: 15 Lösungen

 

Gegen Papstkult (Papolatrie) - Für heiligmäßige Priester und Laien

 

Papolatrie = Fehlentwicklungen der Papstverehrung

Heilige Schrift:

Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. (Matthäus 16, 18)

Wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener, und wer unter euch der erste sein will, der sei euer Knecht. (Matthäus 20, 26.27)

8 Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister, ihr aber seid alle Brüder.
9 Und ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.
10 Und ihr sollt euch nicht Lehrer nennen lassen. Denn einer ist euer Lehrer: Christus.
11 Der größte unter euch soll euer Diener sein. (Matthäus 23)

 

Zusammenfassung:

Jesus Christus hat die obigen Worte nicht umsonst gesagt. Wer Christ ist, beherzigt sie.

 

Der Papst wird von den Katholiken als Oberhaupt der Kirche betrachtet. Aber sind die Protestanten Ketzer, wenn sie – wie Bischof Dieter Knall im Juni 1988 in Wien -  behaupten, für sie sei „Gott das Oberhaupt der Kirche“? Deshalb sei es jedermann unbenommen, wie er den Papst anredet, ob als „Eure Heiligkeit“ - was wir fast als blasphemisch empfinden -, als Bischof von Rom oder als „Bruder in Christus“ (alles beim ökumenischen Gottesdienst in der Salzburger Christuskirche am 26.6.1988 praktiziert).

 

Der Papst ist weder der Herrscher über alle Christen noch Meister noch Vater noch Lehrer, denn er soll der Diener aller sein. Unfehlbar ist er nur dann, wenn sein Handeln dem Willen Gottes entspricht, der die Liebe und die Barmherzigkeit und die Gerechtigkeit ist, und wenn seine Worte mit der Heiligen Schrift übereinstimmen.

 

Leider können nicht alle Worte und Taten der Päpste der Vergangenheit als unfehlbar bezeichnet werden.

Wenn die Päpste, selbst Asche und Staub laut Luis von Granada, sich nicht als Diener Gottes verhalten, sondern als sündige Menschen und Verbrechen begehen oder anordnen, ist niemand gebunden, Gehorsam zu leisten.

 

Kein Mensch ist verpflichtet, einem anderen Menschen, und sei er Kaiser oder Ministerpräsident, Papst oder Bischof, zu gehorchen, wenn ein Verbrechen oder eine schwere Sünde begangen werden soll.

 

Wer an die Unfehlbarkeit des Papstes glaubt, die mit  dem Ersten Vatikanischen Konzil 1870 verkündet wurde, soll es weiterhin tun. Es dürfte extrem schwierig sein, dasselbe von Christen anderer Konfessionen zu verlangen, denn in der Heiligen Schrift steht nichts von der Unfehlbarkeit. In der Volksmeinung werden ihre Worte oft fälschlich für „unfehlbar“ gehalten. Doch zeigt das bisherige Verhalten der Päpste leider, dass im Namen des Gehorsams viel Unrecht geschehen ist und schwere Irrtümer begangen worden sind.

 

Bei der heutigen Not an Priestern ist die Aufwertung der Laien unumgänglich. Ihnen sind neue Aufgaben zu übertragen. Viele Heilige sind Laien gewesen, waren verheiratet. In der Urkirche waren auch Apostel verheiratet, ebenso Bischöfe und Priester. Der Zölibat, die Verpflichtung zur Ehelosigkeit, ist „in der katholischen Kirche seit 4. Jh. üblich, aber erst 1074 von Gregor VII. für alle Geistlichen angeordnet“ (DBG-Handlexikon, Darmstadt 1994). Also kann man nicht sagen, dass diese Tradition in der Kirche immer schon vorhanden war.

 

Am besten fasst die hl. Birgitta von Schweden (http://www.stjosef.at/dokumente/birgitta_vortrag_drfux.htm )     zusammen, worum es geht:

Ewiger Vater, durch die unbefleckten Hände Mariä und das göttliche Herz opfere ich Dir Deinen göttlichen Sohn am Kreuze auf, seine Annagelung und seine Erhöhung, seine Wunden an Händen und Füßen und die drei Ströme seines heiligen Blutes, die sich daraus für uns ergossen, seine äußerste Armut, seinen vollkommenen Gehorsam, all seine Körper- und Seelenqualen, seinen kostbaren Tod und dessen unblutige Erneuerung in allen heiligen Messen der Erde - ... für heiligmäßige Priester und Laien...
(Die Sieben Vaterunser der hl. Birgitta von Schweden)

Es gibt keinen Heiligen Vater außer dem im Himmel

 

Niemand soll sagen: Vater. Aber der Papst in Rom lässt sich mit "Heiliger Vater" (Anmerkung ETIKA: oder sogar „Heiligster Vater“ oder gar „Eure Heiligkeit“, z. B. im Brief von Mary Ward an Papst Urban VIII. vom 28.11.1630) anreden. Dazu eine Überlegung des katholischen Prälaten Franz Wesenauer, der mehr als andere, von Vorurteilten geprägte „Ultrakonservative“, die nicht zum Umdenken bereit sind, den Kern des Problems, das Nuklearpotential der Kirchenspaltung erfasst hat und nach Lösungen gesucht hat, die für beide Seiten praktikabel sind:

„Die evangelischen Christen tun sich etwas schwer mit dem Wort ,Heiliger Vater´. Sie brauchen aber gar nicht so zu sagen, ja sie brauchen sich auch nicht einmal zur Unfehlbarkeit zu bekennen. Es genügt zu sagen: ,Ich glaube an die Unfehlbarkeit der heiligen Schrift.´ Da begegnet ihnen auf alle Fälle der heilige Petrus. In der Schrift steht nichts vom Heiligen Vater. Ganz im Gegenteil. Christus sagte: „Niemand soll sich Vater nennen lassen. Einer ist euer Vater, .., ihr alle aber seid Brüder.  (in der katholischen Zeitschrift „Glaube und Kirche“, Nr. 24/1983, jetzt „Der 13.“)

 

„Auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen“, heißt es in Matthäus 16,18. Die Kirche ist zwar auf Petrus aufgebaut, doch bedeutet dies nicht, daß der jeweilige Papst wirklich im Sinne von Petrus wirkt. Negatives Paradebeispiel: Alexander VI.

 

„Kein Mensch ist durch den Gehorsam gebunden, wenn ein Vergehen oder eine Sünde begangen werden soll.“ (Franziskus von Assisi, Brief an die Gläubigen, Handbuch des einfachen Lebens, S. 15)

 

Unfehlbarkeit hat Grenzen
Vatikan widerlegt selbst Unfehlbarkeit des Papstes.
Beispiele: Savonarola. Mary Ward. Himmel und Hölle. Und andere

 

Der Vatikan verkündete die "Unfehlbarkeit des Papstes".

„Dieser Unfehlbarkeit ... (Anm. ETIKA: warum die Auslassungszeichen im offiziellen Katechismus?)  erfreut sich der Römische Bischof, das Haupt des Kollegiums der Bischöfe, kraft seines Amtes, wenn er als oberster Hirt und Lehrer aller Christgläubigen, der seine Brüder im Glauben stärkt, eine Lehre über den Glauben oder die Sitten in einem endgültigen Akt verkündet.“ (Katholischer Katechismus Nr. 891)

Wir sehen für die Praxis keinen großen Unterschied, ob der Papst eine ellenlange Enzyklika vorlegt, die kaum ein Laie liest, oder wichtige Aussagen über Glaubensgüter im Fernsehen vor einem weltweiten Millionenpublikum macht.
Und dann müssen die Handlungen der Päpste selbstverständlich ihrem hohen Anspruch gerecht werden. „Nun aber vollbringt auch das Tun“ (2. Kor 8,11). Aber da hat es oft gehapert:

 

Papst Alexander VI. ließ den frommen Dominikaner Girolamo Savonarola am 23. Mai 1498 in Florenz hinrichten. Ausschweifungen und Herrschsucht kennzeichneten seine Zeit als Oberhaupt der Kirche („Simonia, nepotismo, lussuria, perversioni sessuali, sete di dominio: un catalogo senza fine di vizi...“); der Borgia-Papst (Rodrigo Borja) wird charakterisiert als gewalttätig und unbarmherzig („Violento e spietato, nepotista ad oltranza, stratega e fragile uomo“, la Repubblica, Rom, 1.10.2002) Hat drei Kinder von der ersten Frau und vier von der zweiten; nach anderen Angaben insgesamt zehn Kinder; soll mit seiner Tochter Lucrezia Borgia in Blutschande gelebt haben. 1498 exkommuniziert er Savonarola und ordnet an, ihn auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen und aufzuhängen. (Alessandro VI. Nel 1456 diventa cardinale. Ha tre figli dalla prima moglie e 4 dalla seconda: Cesare, Giovanni, Lucrezia e Goffredo. Diventa papa nel 1492, è accusata di simonia da Savonarola che critica la sua vuita dissoluta. Nel 1498 scomunica Savonarola e ordina di bruciarlo e impiccarlo. Muore nel 1503, forse avvelenato. la Repubblica, Roma, 31.5.2003, p. 25)
Trotz aller Absichtserklärungen hat die Amtskirche Savonarola bis heute nicht selig gesprochen, wie dies von den Dominikanern von Florenz beantragt worden ist: „Der Vorwurf der Häresie, betonen die Dominikaner heute, sei inzwischen eindeutig widerlegt. Savonarolas Schriften entsprächen durchaus der kirchlichen Lehre. Niemand zweifle an seiner Treue zur christlichen Botschaft. Viele Heilige, die nach ihm lebten, haben ihn als ,kristallklares Beispiel christlicher Tugenden verehrt´.“ (D 1.2.1997, Bernhard Müller-Hülsebusch)

Im Fall der Ordensgründerin Mary Ward hat die Kirche ebenfalls Jahrhunderte lang gefehlt:
Papst Urban VIII.
leitet die Generalkongregation der Propaganda Fide im Quirinal, die am 7. Juli 1628 mit einem Dekret die Aufhebung sämtlicher bestehender Häuser der Englischen Fräulein beschließt. Im Januar 1631 unterzeichnet Urban VIII ein noch härteres Dekret. Die Inquisition befiehlt: „Nehmen Sie Maria Ward als Häretikerin, Schismatikerin, Rebellin gegen den Heiligen Stuhl gefangen.“ Die heiligmäßige Engländerin wird ohne Verhör, ohne Prozess im Münchner Klarissenkloster am Anger eingekerkert. Die Biographin Mathilde Köhler schreibt: „Für Maria Ward ist dieser Verdacht, diese Gefangennahme, der totale Ehrverlust. Sie wird in den Abgrund von Schande und Verachtung geworfen.“ (S. 245) Später lässt der Papst sie wieder frei und entschuldigt sich bei ihr, der er stets freundlich und wohlwollend gegenübertrat, er habe sie sozusagen nur auf den Prüfstand stellen wollen. Doch ihre Rehabilitation lässt Jahrhunderte auf sich warten. Papst Benedikt XIV. verbietet mit der Konstitution „Quamvis iusto“ („Wiewohl durch Gottes gerechte Fügung“), Maria Ward als Stifterin des Instituts zu bezeichnen. Köhler: „160 Jahre lang – von 1749-1909 – ist es Gesetz geblieben!“ Erst 1978, nach mehr als 350 Jahren, wird der Wunsch der Ordensgründerin erfüllt und das Institut Beatae Mariae Virginis (IBMV) empfängt die Konstitutionen des heiligen Ignatius von Loyola als Grundgesetz. (Mathilde Köhler: Maria Ward – ein Frauenschicksal des 17. Jahrhunderts, Kösel-Verlag München 1985, S. 301)

Der gleiche Urban VIII. bezeichnete Mary Ward sechs Jahre später als „Heilige“. Um seiner Bulle nicht zu widersprechen, verbot Benedikt XIV. am 30. April 1749 mit der Konstitution “Quamvis iusto”, Mary Ward als Ordensgründerin zu bezeichnen. Pius X. hielt anno 1909 aber offensichtlich wenig von der Unfehlbarkeit und Fehlerlosigkeit seiner beiden Vorgänger und erlaubte von nun an die Anerkennung Mary Wards als Gründerin des „Instituts Selige Jungfrau Maria“. Und 1928 durfte sogar mit den Vorbereitungen zum Seligsprechungsprozess begonnen werden. Pius XII. nannte Mary eine unvergleichliche Frau”, Johannes Paul II. eine “unverstandene ” und “vollkommene Frau”. (Alfredo Lopez Amat: Mary Ward. Il dramma di una pioniera (El drama de una pionera). Trento 1994, S. 236f. Copyright B.A.C. Madrid)

Soweit die Geschichte einer der größten Frauen der neueren Kirchengeschichte (der Historiker Louis von Pastor, 1854-1928). Wer die Gedanken Maria Wards in einem kleinen Büchlein, herausgegeben von Immolata Wetter) gelesen hat, weiß, dass ihr ganzes Denken und Tun um den Willen Gottes kreiste, dass sie eine Heilige war – eine Heilige, die verfolgt wurde vom Vatikan.

 

Wir haben genügend weitere Schauergeschichten auf Lager, auch aus den Heiligenbüchern. Ein erzürnter hoher  spanischer Würdenträger („Homero“) erinnert in der katholischen Zeitschrift „María Mensajera“, Zaragoza (Nr. 261, Oktober 2002) an etliche historische Fehlleistungen von Päpsten und stellt die berechtigte Frage, wie diese mit dem Dogma der Unfehlbarkeit in Übereinklang zu bringen sind. Hier seine Beispiele von den Päpsten Liberius, Vigilius, Bonifaz IV. und Honorius. , vorerst aus Zeitgründen nur auf spanisch:

“... Ya otros Papas hicieron alguna cosa similar.
En
el año 359 el Papa Liberio firmó una fórmula semiarriana.

En el 553, el Papa Vigilio favoreció la herejía de los monotelistas, rechazando el declarar abiertamente la doctrina de las dos voluntades de Cristo y no condenó más a los monofisistas, los negadores de las dos naturalezas.

Lo mismo hizó después el Papa Bonifacio IV, en el año 612, cuando adoptó sobre tal cuestión una actitud para la cual sería recriminado por San Columbano.

El papa Honorio dejó en el año 634 que la herejía de los monotelistas se propagase por toda la Iglesia "para no retrotraer - decía él - viejas controversias sobre cuestiones de palabras".

Estos pontífices y aun otros pudieron errar e inducir a error a los fieles, como hoy en día, no obstante el carisma de la infalibilidad.” (Homero“ en: „María Mensajera“, Zaragoza, núm. 261, octubre 2002)

 

Und auch Papst Johannes Paul II. ist nicht unfehlbar und schuldlos. Er

·        bezweifelt, daß Himmel und Hölle Orte sind, obwohl die Bibel den Himmel einen Ort nennt (1. Könige 8,39) und Jesus die Hölle selbst als Ort bezeichnet (Lukas 16,28). Auch die Kirche ist „heilig und sündig“, und auch ihre Amtsträger sind Sünder (KK 827), und allen Menschen inklusive Papst gilt die Warnung: „Wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott ihm seinen Anteil wegnehmen am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt...“ (Offenbarung 22,19) Die Aussagen des Papstes laut italienischer Presse, die korrekter und ausführlicher berichtet: Il Paradiso secondo Wojtyla "Non è in cielo fra le nuvole". Paradiso addio… Il papa: "Il cielo o la beatitudine nella quale ci troveremo non è un´astrazione e neppure un luogo fisico tra le nuvole - (La Repubblica, Roma, 22.7.1999, p. 22)

·        behauptet, dass die Hölle leer sein könnte, hofft, dass sie leer ist, und außerdem sei sie kein Feuerofen wie es in Matthäus 13,42 heißt (laut „Corriere della Sera“ und „La Stampa“ vom 29.7.1999, gleicher Link wie vorher, nämlich zum Artikel „Der Schock: Für Papst Johannes Paul II. sind Himmel, Hölle und Fegfeuer keine Orte“); damit widerspricht er der Heiligen Schrift, stellt sich gegen den Willen Gottes und seine Gerechtigkeit und leugnet fundamentale christliche und damit auch katholische Glaubenswahrheiten, denn bei Judas lesen wir: 7 So sind auch Sodom und Gomorrha und die umliegenden Städte, die gleicherweise wie sie Unzucht getrieben haben und anderem Fleische nachgegangen sind, zum Beispiel gesetzt und leiden die Pein des ewigen Feuers. 8 Ebenso sind auch diese Träumer, die ihr Fleisch beflecken, jede Herrschaft verachten und die himmlischen Mächte lästern. – Allein diese beiden Punkte bedeuten: Alle Botschaften an Seher, in denen angeblich Maria oder Jesus erklären, man müsse ihrem „geliebten Sohn“ Johannes Paul II. in allem folgen, sind falsch. Italienische Presse: Il Papa: L' Inferno? Può anche darsi che sia vuoto. L'interpretazione di Giovanni Paolo II: la dannazione non è un luogo fisico. (Corriere della Sera, Milano, 29.7.1999, Cronache, p. 12) Il Papa: "Prego perché l´Inferno sia vuoto". - "Non è una fornace ardente". Niente diavoli con forconi e pece bollente… (La Stampa, Torino, 29.7.1999, p. 10)

·        hintertreibt - trotz schöner Worte bei jeder Gelegenheit - mit seinen Kardinälen (z. B. dem fälschlich als konservativ geschilderten Ratzinger) die Einigung der Christenheit mit einer Erklärung der Glaubenskongregation und seiner neuen Enzyklika zur Eucharistie (siehe Kapitel 12)

wirbt für die multikulturelle Gesellschaft - das Konzept des Antichrist zur Auflösung der göttlichen Völkerordnung. Er politisiert wie die Päpste im Mittelalter und verherrlicht die UNO, die doch schuld ist an so vielen Verbrechen: von der Förderung der Abtreibung und Unzucht (unchristliche Sexualaufklärung, siehe SEX EDUCATION - U. N. PLOT ,  Kondom-Verteilung) über die Sanktionen gegen den Irak, die eine halbe bis eine Million Menschenleben gefordert haben, bis zur Schwächung der Souveränität der Nationen und gleichzeitigen Vorbereitung eines Welteinheitsstaates. Das Oberhaupt der katholischen Kirche, die doch besser als alle anderen über die Ränke der Feinde Gottes unterrichtet ist, plädiert dafür, dass die Organisation der Vereinten Nationen eine „starke Rolle“ spielt und „der zentrale Ort für Entscheidungen“ wird (zu zwölf Botschaftern am 15.5.2003 im Vatikan). Dieselbe Politik verfolgt sein Sprachrohr, die Jesuiten-Zeitschrift „Civiltà Cattolica“ nach dem Irak-Krieg. Wissen der Papst und die Jesuiten, was sie tun? Wir fürchten, ja. Der jetzige Papst ist der Prophet der Globalisierung, ein Wegbereiter des antichristlichen Weltstaates: „UNO soll Welt führen. Johannes Paul II. hat an Neujahr eine neue internationale Rechtsordnung unter Führung der UNO gefordert.“ (D 2.1.2004)

·        duldet Kinderschänder im Klerus und in der heiligen Katholischen Kirche. Auf unsere Appelle, die fast immer rückfälligen Triebtäter zum Schutz der Kinder aus der Kirche auszuschließen, wie der Apostel Paulus anordnet (1. Korinther 5,13), hat er nicht reagiert.

Päpste haben erklärt, Simon von Trient sei als Märtyrer gestorben und damit heilig und Anderl von Rinn sei selig. Sie erlaubten die Verehrung dieser beiden angeblich ermordeten Kinder. In der vergangenen Jahrhunderthälfte aber hat die Kirche durch die Ortsbischöfe den Kult um die beiden verboten. Im Ökumenischen Heiligenlexikon heißt es:

„Papst Sixtus V. bestätigte 1588 den Kult für Simon. 1965 machte eine päpstliche Kommission die Kanonisierung des Heiligen Simon rückgängig und stellte fest, dass die Trienter Juden einem Justizirrtum zum Opfer gefallen waren, im neuen römischen Martyrologium von 2001 ist er nicht mehr verzeichnet.“
http://www.heiligenlexikon.de/BiographienS/Simon_von_Trient.html

  (siehe unter Vertiefung, Stichwort Unfehlbarkeit).

 

Papstamt Haupthindernis für Ökumene

 

Rom beharrt bisher auf allem, was Jahrhunderte lang üblich war, besonders auf seiner Hierarchie und seinem weltweiten Führungsanspruch. Papst Johannes Paul II. hat zwar Lippenbekenntnisse bezüglich der Schuld der Kirche (natürlich der Amtskirche, denn die wahre Kirche, der Leib Christi, ist ohne Sünde) abgelegt, aber die notwendigen Änderungen lassen auf sich warten. Rom sollte noch mehr in sich gehen.

 

Ist sich die Römisch-Katholische Amtskirche sicher, dass es richtig war, im Jahre 1054 das Oberhaupt der Ostkirche in Byzanz zu exkommunizieren (was auch umgekehrt erfolgte, kein schönes Beispiel für brüderliche Liebe)?

 

Was ist, wenn zum Beispiel der nächste Papst (unserer Einschätzung nach nicht der erste) ein Freimaurer wäre? Deshalb unsere These: Die Kirche sind nicht jene hohen Würdenträger, die der Synagoge Satans dienen.

 

Überhaupt ist das Amt des Papstes das Haupthindernis für die Einigung mit den anderen Konfessionen. Seine Unfehlbarkeit ist geradezu das Symbol des Klerikalismus, gegen den sich nach außen hin sogar der jetzige Papst wendet. (Papa Wojtyla veinticinque anni dopo: „La Chiesa non deve essere clericale.“ la Repubblica, Roma, 9.5.2003) Johannes Paul II. hat selbst eine gemeinsame Untersuchung über die Bedeutung und Ausübung des päpstlichen Primats vorgeschlagen, um den ökumenischen Dialog zu erneuern. Er selbst gibt zu, dass diese Frage das größte historische Hindernis für die Wiederherstellung der vollen Einheit unter Orthodoxen und Katholiken darstellt. (D 18.1.1996 APA)

 

Was spielt sich hinter den Kulissen ab?

Man weiß wenig, außer den Enthüllungen einiger weniger gottesfürchtiger Männer aus dem Vatikan. Und was man von traditionalistischer Seite dazu an Einzelheiten hört, ist furchtbar. Wenn das alles wahr wäre, dann handelte es sich um den größten Betrug in der Geschichte der Menschheit: ein wahrhafter Greuel an heiliger Stätte. Der Zweifel allein bringt uns nicht weiter, und so viele Persönlichkeiten stehen im Zwielicht. Wem darf man noch glauben? Was soll der biedere Katholik davon halten, dass die Freimaurer in einer italienischen Stadt ein Denkmal für Paul VI. errichtet haben? (Literatur: Franco Adessa: A Paolo VI. un monumento massonico, Editrice Civiltà, Brescia, 2000. Vgl.: sac. Luigi Villa: Paolo VI beato?, Editrice Civiltà, Brescia, 1998) Paul VI. selbst hat davon gesprochen, daß der Rauch Satans in die Kirche eingedrungen ist; das hätte er doch vielleicht nicht getan, wenn er selbst zu den Verschwörern gehört hätte. Auch Kardinal Bea, der so viel Gutes für die Ökumene getan hat, wird vorgeworfen, dass er für die Feinde Gottes gearbeitet habe, usw. Was aber jeder selbst nachprüfen kann:

 

Papst und Kardinäle verschweigen weiter das 3. Fatima-Geheimnis. In dem mit Genehmigung von Johannes Paul II. veröffentlichten Text des Vatikans fehlt jede Angabe über den Mangel an Glauben in der Welt, über die Krise im Inneren der Kirche und über die Apostasie, den allgemeinen Abfall vom Glauben sowie die Verbindung mit den Kapiteln XII und XIII der Offenbarung. Diese müssen aber enthalten sein nach allen vorherigen Verlautbarungen und Forschungen, wobei wir hier nur den Bruder Michel de la Trinité, Pater Joaquín María Alonso sowie Bischöfe und Kardinäle sowie Schwester Lucía erwähnen. Die Interpretation der Kardinäle Sodano und Ratzinger des Vatikan-„Geheimnisses“, es beziehe sich auf das Attentat auf den Papst 1981, hat weder Hand noch Fuß (wir beziehen uns auf unsere eigenen Untersuchungen in etika.com sowie auf den Artikel von Luis E. López Padilla in „María Mensajera“, Zaragoza, Nr. 2263, Dezember 2002), sondern muß bei jedem Menschen mit Verstand Stirnrunzeln hervorrufen, ja wird von vielen als unglaubwürdig und lächerlich empfunden.

 

1.    So wurde der Papst am 13. Mai 1981 entgegen dem veröffentlichten mutmaßlichen Teil des Geheimnisses nicht „auf einem Berggipfel von einer Gruppe Soldaten“ getötet, sondern nur verletzt.

2.    Es stimmt auch nicht, dass Johannes Paul II. vor dem Attentat „durch eine große Stadt (ging), die halb zerstört war und halb zitternd mit wankendem Schritt, von Schmerz und Sorge gedrückt, ... für die Seelen der Leichen (betete), denen er auf seinem Weg begegnete.

3.    Nach dem Anschlag auf Wojtyla wurde keiner der Anwesenden umgebracht. Im Vatikan-Text aber heißt es:  „Genauso starben nach und nach die Bischöfe, Priester, Ordensleute und verschiedene weltliche Personen, Männer und Frauen unterschiedlicher Klassen und Positionen.“ Die Vision Lucías muss sich also, immer nach Luis E. López Padilla, auf ein Ereignis der Zukunft beziehen.

4.    Noch ein Grund zum Zweifeln: Warum wartete die Kirche denn fast 20 Jahre, bis sie den angeblichen 3. Teil des Geheimnisses von Fatima veröffentlichte, fragt der mexikanischen Marien-Experte weiter.

Doch sind wir anderer Meinung als López Padilla, der den Papst entschuldigt und glaubt, dieser habe den vollständigen Text veröffentlichen wollen, und nur gewisse schwerwiegende Interessen hätten zu einer Manipulation des Inhalts und zu Hindernissen bei der Veröffentlichung geführt. Wir vermuten, dass Papst Johannes Paul II. den falschen Erklärungen der beiden Kardinäle absichtlich nicht widersprach, sondern sie hinnahm und damit wohl billigte und sich damit auf die Seite der Lüge und des Betruges an den katholischen Gläubigen stellte.

Die 3. Vatikan-Version widerspricht auch früheren Aussagen des Papstes selbst in Fulda.

 

Was die Traditionalisten den Protesten vorwerfen, der Nicht-Gehorsam gegenüber dem Papst, dessen machen sie sich ja selbst schuldig. Luther erkannte den Papst seiner Zeit nicht mehr an, und sie tun es auch nicht.

 

Es geht zeitweilig auch ohne Papst

"Nur durch die Päpste ist das Lehramt gewährleistet. Aber es ist nicht erforderlich, daß die Kirche immer einen Papst hat. Bereits nach dem Tode eines jeden Papstes ist die Kirche eine zeitlang ohne Papst. So hat es schon viele Zeiten der Sedisvakanz (der päpstliche Stuhl ist unbesetzt) gegeben. Bisweilen dauern diese jahrelang. Auch gab es Zeiten mit einem oder mehreren Gegenpäpsten, wo oft keiner wußte, wer der richtige Papst war. So kann es auch Christus zulassen, daß es in der Endzeit über längere Zeit keinen Papst mehr gibt oder gar, daß bis zur Wiederkunft Christi kein Papst mehr die Kirche leitet. Statt dessen leitet Christus, das eigentliche Haupt der Kirche, die Gläubigen."

(Katechismus des Oratoriums, Römisch-katholischer Katechismus und Unterweisung der Gläubigen für die heutige Zeit. Herausgegeben vom Oratorium von der Göttlichen Wahrheit (Oratorium divinae veritatis, SAKA-Verlag Saarbrücken, 2. Auflage, 1990, S. 362)

 

·        Wenn es wirklich nur am Papst liegt, daß die Christenheit gespalten ist, dann ist es besser, es gibt wieder einmal vorübergehend keinen Papst wie schon so oft - damit die Einigung vollzogen werden kann.

 

Luis von Granada reduziert den Wert des Menschen:

"Die Heilige Schrift sagt, daß Gott den Menschen aus Schlamm schuf. Aus diesem minderwertigsten Stoff bestehen auch die Könige, Kaiser und Päpste."
(Luis von Granada, zitiert im Handbuch des einfachen Lebens, ETIKA 2000, Kap. 118 Meditation Dienstagabend, S. 194)

Spanisch: "Dice la escritura divina que crió Dios al hombre del cieno de la tierra. ... parece haber criado Dios al hombre de la más vil y baja cosa del mundo. De manera que los reyes, los emperadores, y los papas, por muy altos y esclarecidos que sean, cieno son. ... Pues si tal es la miseria de que somos compuestos, ? de qué te ensoberbeces, polco y ceniza?  ¿De qué te ensoberbeces, paja y cieno?" (Fray Luis de Granada: Libro de la oración y meditación. Ediciones Palabra,. Madrid, 1979, Cap. VIII, Consideración de las miserias de la vida humana, p. 54)

 

Luther: Papst ist abzusetzen, wenn er Seelen zum Teufel führt
Luther geht es nicht ein, "daß wir stillhalten und schweigen sollten, wenn der Papst oder die Seinen teuflische Worte oder Werke versuchen". Er warnt:

"Fürwahr, wir wären für alle Seelen verantwortlich, die dadurch verlassen und verführt würden. Darum muß das der Hauptteufel selber gesagt haben, was im geistlichen Recht steht: Wenn der Papst so gefährlich böse wäre, daß er die Seelen gleichsam in großen Scharen zum Teufel führte, könnte man ihn dennoch nicht absetzen." Dazu Anmerkung 19: So der päpstliche Hoftheologe Silvester Prierias (1456-1523) in Epitoma responsionis ad M. Luther. Prierias stützt sich auf: Corp. IC, Decr. Prima pars. Dist. 40 can. 6...
((Martin Luther: Die reformatorischen Grundschriften, Band 2, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1983, S. 74, An den christlichen Adel deutscher Nation von des christlichen Standes Besserung. 1520)

Da ist kein Unterschied zwischen Savonarola, Luther und so manchen Sehern, die marianische Prophezeiungen zur Weiterverbreitung erhalten (etliche vor allem in spanischer Sprache sind in etika.com veröffentlicht). Wenn der Papst zum Antichrist werden sollte, darf der Christ nicht mehr gehorchen. Das ist doch selbstverständlich.

 

Nachfolgend  die Bestätigung aus katholischer Sicht. Wir zitieren aus „SAKA-Informationen, Januar 1993, abgedruckt in: „Einsicht - römisch-katholische Zeitschrift“ – demnächst auch im Internet - , 33. Jahrgang, Nr. 3, München, April 2003. S. 103-109:

 

Papst Paul IV.: Die Bulle „Cum ex apostolatus officio“
über häretische Würdenträger

(von Dr. Homero Johas, übersetzt von Elisabeth Egger)

Seite 103 „Der Kernpunkt der Bulle ist ihre Definition der Vakanz „ipse facto“ jedes kirchlichen Amtes aufgrund einer eindeutigen und öffentlichen Häresie. Diese Definition berührt ... auch das Amt des Papstes...

Seite 106 ... verdeutlicht Paul IV.: Der Papst, „der Gottes und unseres Herrn Jesu Christi Stellvertreter auf Erden ist, (hat) über die Völker und Reiche unbeschränkte Vollmacht und entscheidet richterlich über alle, ohne selber in dieser Welt richterlichem Urteil zu unterliegen; jedoch wenn er als vom Glauben abgewichen erfunden wird, darf ihm widersprochen werden.“

 

Paul IV. stützte sich dabei auf die traditionelle Lehre der Kirche:

a)    Die Heiligen Väter wie der heilige Hilarius, der heilige Hieronymus und der heilige Eusebius haben geurteilt, dass Papst Liberius in häretische Verworfenheit gefallen sei.

b)   Das Römische Konzil von 503 gesteht zu, dass ein Papst vom Glauben abfallen kann. ... ist es verboten, einen Papst zu richten, es sei denn „er sei vom wahren Glauben abgewichen“ (Harduinus 2, col. 984)

c)    Innozenz III. in Predigt „In Consecratione Pontificis“... Joh 3,18

d)   Dekret Gratians – Kanon „Si papa“...

e)    6. Ökumenisches Konzil – Papst Honorius ist verdammt, „weil er in allem dem Häretiker Sergius folgte und seine gottlosen Lehren bekräftigte“ (DS 662)

f)      Der heilige Leo II. – Verdammung des Honorius: „Er reinigte diese apostolische Kirche nicht durch die Lehre der apostolischen Tradition, sondern versuchte, in gottlosem Verrat den reinen Glauben zu zerstören“ (DS 563)

g)   Hadrian I. – Ansprache auf dem 8- Ökumenischen Konzil: Honorius „ist der Häresie angeklagt, das einzige Delikt, das den Widerstand Untergebener gegenüber Vorgesetzten und die Ablehnung ihrer schädlichen Lehren legitimieren kann“. (Harduinus 6, col. 866.) Die Ökumenischen Konzile VI, VII und VIII erklärten Honorius zum Häretiker und als exkommuniziert. Sie sind dabei alle im Bekenntnis ihres Glaubens von den Päpsten im Glaubensbekenntnis „Fides papae“ bestätigt. Der heilige Robert Bellarmin hat geschrieben: „Das 8- Ökumenische Konzil war einheitlich der Meinung, dass Päpste im Fall von Häresie verurteilt werden können.“ (De Rom. Pontif. 2, c. 30, S. 418)

 

Seite 107 ... die Kirche lehrt uns mit göttlichem Recht: Wenn Ermahnungen nichts fruchten, muss der Häresieverdächtige „als Häretiker betrachtet werden, der den Strafen gegen Häretiker verfallen ist“ (Kanon 2315). Also muß der Häretiker sein Amt verlieren (Kanon 188, Nr. 4)

... Innozenz III. stellte fest: „Es wäre allzu unsinnig, dass ein Lästerer Christi Macht über Christen ausüben dürfte.“

 

Definition der Vakanz „ipse facto“ jedweden kirchlichen Amtes aufgrund von Häresie

Der zentrale Punkt der Bulle steht im 3. Kapitel...:

In der Bulle, „die für immer gelten soll“, sagt der Papst, legen wir

„in der Fülle apostolischer Vollmacht fest, verordnen und definieren wir (et definimus), dass ... alle und jeder einzelne der Bischöfe ..., der vom Glauben abgewichen oder in Häresie gefallen ... ist, über die vorgenannten Urteilssätze, Zensuren und Strafen hinaus eo ipso (von selbst) und ohne irgendeine rechtliche oder konkrete Amtshandlung, ganz seine Ämter und Bischofssitze ... sowie seine aktiven und passiven Wahlrechte verliert ... Sie sollen als Abgefallene von allen betrachtet und ... gemieden werden“.

Der Papst ... erfüllt .. ohne jeden Zweifel die Bedingungen des Vatikanischen Konzils, nach denen es sich hier um eine Definition ex cathedra handelt.

Paul IV. verteidigt hier jedoch nur die traditionelle Lehre der Kirche, die von den heiligen Vätern kommt und die sich, wie der heilige Robert Bellarmin erklärt, von daher nicht auf das menschliche Recht stützt. Die Bulle gründet vielmehr auf göttlichem Recht und steht zugleich in der Tradition. ... „von einem Häretiker ... halte dich fern“ (Tit 3,10)

 

Nicht-Bestehen der Jurisdiktion bei Häretikern... Belege aus der Kirchengeschichte sind folgende:

a)    das Konzil von Ephesus...

b)   Lateransynode (649): Sie bestätigt, dass die Strafen der Häretiker leer, ungültig und unbegründet sind (DS 520).

c)    Das 2. Konzil von Konstantinopel beruft sich auf die göttliche Offenbarung (Joh 3,18; Tit 3,10) und lehrt, dass „der Gottlose, auch wenn er von niemandem exkommuniziert wird, den Kirchenausschluß doch durch seine Gottlosigkeit auf sich zieht, die ihn vom ewigen Leben trennt“. (Anmerkung ETIKA: Deshalb befürchten wir auch nichts z. B. von eventuellen Kardinälen, die Homosexualität praktizieren, Satansmessen feiern und dem Bösen und den Bösen dienen, denn diese habe sich selbst aus der heiligen römisch-katholischen Kirche ausgeschlossen und uns nichts zu sagen.)

Der Häretiker „kann nicht exkommunizieren“ und „wenn er es macht, ist nichts geschehen“. (Thomas, S. th. 2-2,39,3.)

 

All dies ist konform mit der Tradition, betont der hl. Robert Bellarmin: „Wer nicht Glied ist, kann nicht Haupt der Kirche sein.“ Belege aus der Kirchengeschichte sind folgende:

 

a)    Der heilige Athanasius: Er weigerte sich, Papst Liborius zu gehorchen, der ihm unter Androhung der Exkommunikation gebot, sich in Rom aufzuhalten.

b)   Der heilige Bruno: Er verurteilte die Handlung als häretisch, mit der Papst Paschalis II. weltlichen Herrschern Macht über bischöfliche Lehen zu geben gedachte. (Hefele-Leclerq, V, p.I., S. 555) Paschalis II. erkannte an, dass die Jurisdiktion bei solchen entfällt, die Häresien verbreiten, auch wenn sie Päpste sind, und sagte: „Mit seinen Argumenten nimmt mir der hl. Bruno die Leitung der Kirche.“ (Ibidem, S. 530, ...)

c)    Der heilige Hugo von Grenoble, der heilige Gottfried von Amiens und Guido von Vienne (der spätere Papst Calixtus II.) schrieben an Paschalis II., - falls er es nicht verdamme, dass man eine solche Lehensgewalt an weltliche Herrscher abtreten dürfe – „entfernt ihr uns von der Gehorsamspflicht euch gegenüber“ (Hefele Leclerq, S. 536) Julius II. hat auch definiert, dass eine Papstwahl nichtig ist aufgrund der „Häresie der Simonie“ (Ämterkauf). (Bulle „Cum tam divino“)

Seite 109 Die Unvereinbarkeit der päpstlichen Aufgabe mit der Abweichung vom Glauben ist in der Bulle mehrmals unterstrichen worden und muß als Glaubenswahrheit betrachtet werden. Ferner bestätigt die Bulle die Möglichkeit (Anmerkung ETIKA: Papsttreue Katholiken aufgepasst, wir erinnern auch an den Fall des zum Papst gewählten Freimaurers Rampolla), dass jemand als Papst anerkannt wird, der „a fide devius“ (vom Glauben abgefallen) ist; die Nichtigkeit der Wahl eines Häretikers zum Papst; die Freiheit, einem Häretiker in päpstlichen Würden den Gehorsam zu verweigern...

 

Seite 110 Pius XII. erklärte die Situationsethik für falsch, weil dies das Ablehnen universell gültiger Gesetze bedeutet. ... Im besonderen Fall können sich deshalb nicht „zwei Klassen“ von Häretikern herauskristallisieren, um die einen, die eine höhere Funktion haben (Kardinäle und Päpste), vom Verlust ihrer Ämter auszuschließen.“

(Soweit die römisch-katholische Zeitschrift „Einsicht“)


Vertiefung von A - Z

Evangelische Sicht: Jesus ist der Eckstein, Petrus und die anderen Apostel sind Fundamente und Säulen, die nach ihnen sind nur Backsteine

"Du bist Petrus; und auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde; und die Pforten des Hades werden sie nicht überwältigen."

Der ob seiner Demut gelobte Tübinger Theologe Karl Heim (1878-1958) erklärt das Wort, das Jesus bei Cäsarea Philippi sprach, wie folgt:

"Die Weltgeschichte ... ist .. ein fortwährendes Bauen. ... Gott ... baut ein "pneumatisches Haus", d. h. ein Haus, das aus lebendigen Steinen, aus menschlichen Persönlichkeiten besteht, die gott geweiht sind."

Er zitiert Epheser 2,20f.:

"Ihr seid Gottes Hausgenossen, aufgebaut auf den Baugrund (den Grundstein) der Apostel und Propheten, wobei Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn, auf welchen auch ihr miterbauet werdet zu einer Behausung Gottes im Geist."

In diesen Worten sieht Heim, der auch auf Off. 21,14 und den "Hirten des Hermas" verweist,  den ersten Schichtenplan des göttlichen Architekten:

"Die unterste Schicht wird uns vor Augen gestellt, die gottgesetzten Fundamente, die das Ganze tragen. Der Eckstein ist Christus, die Quadersteine der Grundmauer sind die Propheten und die Apostel."

Paulus benutzte laut Heim einen "Ausdruck, der wieder ein helles Licht auf Jesu Wort an Petrus wirft":

"Jakobus und Kephas und Johannes, die als Säulen galten" (Gal 2,9).

Heim sieht in diesen Männern  die "tragenden Säulen des Gottesbaus" mit einer besonderen Bestimmung in der Endzeit: "Sie sollten sitzen auf zwölf Stühlen und richten die zwölf Geschlechter Israels." Zurück zu Petrus. Heim fährt fort:

"Jesus sagt zu Petrus: "Du bist Petrus, auf diesen Felsstein will ich bauen meine Gemeinde", d. h. ich mache dich zum Fels, zum Fundamentstein, zum Säulenmann, auf dem das ganze Haus von lebendigen Steinen aufgebaut sein soll. Ich gebe dir eine ganz besondere Vollmacht. Ich gebe dir die Schlüssel des Himmelreichs. Ich mache dich also zum Hausverwalter. Die Entscheidungen, die du treffen wirst, sollen überirdische Bedeutung haben. Was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein. Petrus ist also der erste in der Reihe der Säulenmänner, die die Gemeinde tragen."

Heim behauptet nun von obigem Jesus-Wort "das Gegenteil von dem, was die Päpste heiningelegt haben, nämlich:

"Petrus erhält als Apostel eine Aufgabe, eine Würde, für die ganze werden Gemeinde, die nicht erblich sein kann, die eben gerade nicht auf eine kommende Generation übertragbar ist. Diese Stellung ist absolut unwiederholbar. Das ist der Sinn des Bildes vom Grundstein und dem Bau, den er trägt. Es gibt nur eine Schicht von Fundamentsteinen. Die Rolle, die diese innerhalb des ganzen Baus spielen, gibt es nur einmal: in der Gründungszeit. Sie kann nicht wiederholt werden. Sie schließt jede Sukzession aus. Es ist eine merkwürdige Ironie der Weltgeschichte, daß gerade dieses Christuswort in riesenbuchstaben an der großen Basilika des Papstes prangt, gerade dieses Christuswort, das, in seinem ursprünglichen Sinn verstanden, das Papsttum in jeder Form ausschließt und  verbietet, weil es wie kaum ein anderes dem Apostel eine einzigartige, schlechterdings unwiederholbare Stellung im pneumatischen Gottesbau anweist. Alle anderen, so sagt dieses Wort, alle kommenden, so groß und führend und bahnbrechend sie sein mögen, können eben gerade nie Apostel sein, sie können nie die "sedes apostolica" einnehmen, sie können nie die Bedeutung und Vollmacht der Säulenapostel erhalten. Alle kommenden sind immer nur eingefügt als lebendige Steine in den unsichtbaren Bau, der von jenen Quadersteinen der Grundmauer getragen wird. Den Aposteln gegenüber sind sie alle Epigonen, einfache Werksteine, gewöhnliche Backsteine und niemals Fundamente. "

Heim wehrt sich im Namen der Protestanten dagegen, "daß ein Mensch, und wäre er der idealste, die Vollmacht der Apostel über Glauben und Leben für sich in Anspruch nimmt."

Aber Heims Argumentation hat einen Pferdefuß. Sie ist nur zum Teil und sicher nicht für jedermann nachvollziehbar, denn was hätte es für einen Sinn für die Gesamtkirche damals und heute, wenn Jesus Petrus die Schlüssel des Himmelreichs nur für die damals lebende Generation übergibt?

Aber in einem hat er recht, denn die Heilige Schrift irrt nie. "In dieser Kirche (des Geistes)  kann kein Streit darüber entstehen, wer der Größte sei. Sie ist auf das Wort gegründet:

"Einer ist eurer Meister, ihr aber seid alle Brüder."

(Karl Heim: Das Wesen des evangelischen Christentums, Quelle & Meyer, Leipzig, 1926, S. 33-38)

 

Das Wort Priester  scheint die Konfessionen zu spalten. Die evangelischen Christen kennen nur Pfarrer. Sie haben eben Luther nicht gelesen, zum Beispiel schreibt er bei der Erläuterung der vierten Vaterunserbitte "Unser tägliches Brot gib uns heute":

"Hilf, daß alle Priester  das hochwürdige Sakrament würdig verwalten und es zur Besserung der ganzen Christenheit heilsam austeilen."

(Martin Luther: Die reformatorischen Grundschriften, Band 4, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1983, S. 75, Eine kurze Form des Vaterunsers, geschrieben 1520)

Also nichts davon, daß es auch Frauen austeilen, wie es in der heutigen katholischen Kirche üblich geworden ist.

Laien

Mehr Aufgaben und Rechte für die Laien! Es geht heute nicht mehr anders.

“Papst Johannes Paul II. hat sich angesichts der Probleme der modernen Gesellschaft für eine verstärkte Mitarbeit von Laien in der katholischen Kirche ausgesprochen.» (D 11.6.1999 APA/AFP/dpa)

Damit sind wir voll einverstanden.

Mittelalter: wahre Christen gegen untreue Päpste

Schon im Mittelalter gab es einmal einen

„Kampf der wahren Christen gegen den Papst, den unbestrittenen Repräsentanten der alten Traditionen der Kirche, welchen er aber untreu geworden war. ... Die kirchliche Reformation wurde im fünfzehnten Jahrhunderte von zahlreichen Predigern gepredigt; aber keiner hat solches Aufsehen erregt als Savonarola. Außer den Talenten, welche er von der Natur erhalten hatte, fand dieser reformatorische Mönch die Wege durch die Ketzerei und durch den Abscheu vorbereitet, welchen das Leben Alexander´s VI. und seines Hofs allen wahrhaft christlich gesinnten Herzen einflößte.“
(Hieronymus Savonarola. Nach Originalurkunden und größtentheils ungedruckten Schriften. Von F. T. Perrens. Eine von der französischen Akademie gekrönte Preisschrift. Nach der zweiten Auflage des französischen Originals übersetzt von Dr. Joh. Friedrich Schröder. Braunschweig, Verlag der Schulbuchhandlung. 1858, S. 9f.)

Papsthymne

3. Strophe:

"Und sucht falsche Weisheit,
voll Stolz und List,
den kostbarsten Trost uns zu rauben,
so lehrt uns die Schrift, daß der Papst es ist,
der stets uns behütet im Glauben;
sein Wort, das erlösend vom Throne er spricht,
bringt allen Nationen, wo immer sie wohnen,
Himmelslicht."

(Hymnus Lacensis, Übersetzung Anton Koch, in: Gotteslob, Hrsg. Apostolische Administratur Innsbruck, Verlag Felizian Rauch, Innsbruck, ohne Jahr, dem Schriftbild nach zwischen 1945 und 1965)

Was mag der traditionsbewußte Innsbrucker Geistliche denken, der nur das alte Gotteslob benutzt, weil ihm dies absolut verläßlich erscheint, wenn er dies Lied singt?

Wie vereinbart er diesen Text mit den heutigen Verhaltensweisen des Papstes? Da bleibt ihm wohl nur Kopfschütteln. Er hält die lateinische Messe für "das Heiligste, was wir haben", und muß hören, daß in Sachen Messerneuerung "Johannes Paul II. die Protestanten fragt: Was sollen wir streichen?"

Und wir fügen hinzu, daß dieser Papst eine seltsame Art von Himmelslicht bringt, wenn er sich anmaßt zu behaupten, dass der Himmel "kein physischer Ort zwischen den Wolken" sei, sondern etwas anderes.

 

Papst Johannes Paul II. mit zwei Gesichtern

Papst Johannes Paul II. predigt allenthalben Toleranz gegenüber sämtlichen Religionen usw., Frieden mit allen, preist die "Menschenrechte" der unchristlichen UNO, äußerte schon mehrmals "Vergebungsbitten an alle und für alles", bekennt sich häufig zum Ökumenismus (z. B. Ende Juni 1997, oder Klage in Siedlce: „Seit fast zehn Jahrhunderten ist das Christentum uneins, D 11.6.1999)
- aber gegenüber der orthodoxen Kirche ist er hart wie Granit und unversöhnlich. Der orthodoxe usbekische Patriarch Wladimir hat ihn deshalb "schlimmer als Bin Laden" bezeichnet; er sei "weniger eine religiöse Figur als ein politischer Fuchs antiorthodoxer und antirussischer Prägung" (die römische Tageszeitung "la Repubblica", 26.3.2002, S. 18).

Ähnliches denken sich evangelische Christen bezüglich der jüngsten anti-ökumenischen Verlautbarungen aus dem Vatikan (2003). Ist es nicht scheinheilig, wenn derselbe betonharte Papst bei einer angeblich „historischen ökumenischen Begegnung“ am 26.6.1988 in Salzburg erklärt, dass es ihn „sehr schmerzt, wenn wir unsere Trennung unter Christen gerade am Tisch des Herrn so hart erfahren müssen“? Ob es ihn auch schmerzt, dass der Priester, der beim deutschen Ökumenischen Kirchentag eine Woche vor Pfingsten 2003 auch evangelischen Mitchristen die Kommunion gereicht hat, von seinem Bischof suspendiert worden ist?

 

Mit maßloser Kritik wird der Papst von etlichen Traditionalisten überschüttet. So wird ihm in einem französischen Flugblatt vorgeworfen, er habe eine "UNO der Religionen" gegründet: jener, die an den ewigen Gott glauben, jener, die an tausend Götter glauben, und jener, die an keinen konkreten Gott glauben.

Französisch: L´Apostasie de Jean Paul II, quelques dates significatives: 27 octobre 1986: J.P. II "invente et préside l´O.N.U. des religions: ceux qui croient en l´Éternel, ceux qui croient en mille dieux, ceux qui ne croient en aucun dieu précis". (La presse). ND de Fatima fut refoulé, expulsée des sanctuaires et abandonnée par force dehors tandis que bonzes et lamas tibétains adoraient leur Bouddha en or massif sur le tabernacle de l´autel majeur de l´église à Assise! (Liste dressée par Mgr Lefebvre, d´après "Fideliter".)

Auch Vatikan-Kenner wie Vittorio Messori berichten von starker kircheninterner Kritik. Die Konservativen begehren auf:

"Per costoro, sono intollerabili cose come le continue richieste di perdono a tutti per tutto; le adunate di Assisi, tacciate di sincretismo; le visite in sinagoghe e moschee; l´insistenza sui "diritti umani" di giacobina memoria; il silenzio (per non turbare il "dialogo") sul martirio di alcune cristianità o, per la stessa ragione, il rifiuto di procedere alla beatificazione di personaggi scomodi come Isabella la Catolica e Marco d´Aviano..." (Vittorio Messori, Corriere della Sera, 25.3.2002, p. 15, Cronache)
Anmerkung: Inzwischen ist der letztgenannte Vorwurf hinfällig geworden. Vermutlich muss der Papst den Konservativen irgendwo entgegenkommen.

 

Konservative Katholiken trösteten sich angesichts der grenzenlosen Vergebungsbitten mit dem Hinweis darauf, daß es sich um "interne Vorgänge in der Kirche, in der konkreten Gemeinschaft und nicht der Kirche, die heilig ist" handelt und zu der wir uns im "Credo" bekennen. (Don Dario Composta: La purificazione della memoria, Riflessioni sulla riconciliazione e perdono della Chiesa, in: Instaurare Omnia In Christo, Udine, anno XXIX, n. 1, Gennaio-aprile 2000)

Andere wiederum betonten, daß das historische "Mea culpa" (Allgemeines Schuldbekenntnis, Bekenntnis der Schuld im Dienst der Wahrheit, Bekenntnis der Sünden gegen die Einheit des Leibes Christi, Schuldbekenntnis im Verhältnis zu Israel, Schuldbekenntnis für die Verfehlungen gegen die Liebe, den Frieden, die Rechte der Völker, die Achtung der Kulturen und Religionen, Bekenntnis der Sünden gegen die Würde der Frau und die Einheit des Menschengeschlechtes, Bekenntnis der Sünden auf dem Gebiet der Grundrechte der Person) innerhalb der Eucharistie erfolgt sei und nur an Gott gerichtet gewesen sei. Von einer "Entschuldigung" gegenüber betroffenen Menschen könne daher keine Rede sein. (so Prof. Johann Gamberoni, Professor der Theologie, in: "Dolomiten", Bozen, 14.3.2000)

In Kairo rief Wojtyla nicht nur zum x-ten-Mal zur Einheit auf ("Die Zeit drängt"), sondern diesmal sogar zur Diskussion über sein Primat. ("D", 26.2.2000) Wir kommen diesem Wunsch hiermit gerne nach.

 

Bei einem Empfang für die belgischen Bischöfe verurteilte Johannes Paul II. Kinderschändungen mit Worten ("D", 8.11.1997, AGI), ebenso in Toronto ("D", 29.7.2002) und in einem Brief von 2001 (repubblica.it 16.4.2002 "Il Papa contro i preti pedofili"), aber ein scharfes Maßnahmenpaket, das die US-Bischöfe vorgeschlagen hatten, lehnte das Kirchenoberhaupt ab. (la Repubblica, 18.10.2002) Nach wie vor dürfen Kinderschänder als Priester der heiligen katholischen Kirche fungieren. Alles wird intern geregelt, die Öffentlichkeit erfährt wenig. Sexualvergehen gegenüber Minderjährigen verjähren nach zehn Jahren. ("D", 9.1.2002, APA) Die Presse meint es gut und fällt dabei oft in die Falle. So titelte der "Corriere della Sera" (Mailand, 8.11.1997) "Anatema del Papa contro i pedofili". Von einem solchen Anathema gegen die Pädophilen ist bis heute nichts zu merken. Wir fordern es aber weiterhin.

 

Der Papst dankt der Madonna von Fatima und spricht zwölf Minuten mit Schwester Lucia Dos Santos, der noch lebenden Seherin ("D“, 14.5.1991), doch er lässt ein offensichtlich verkürztes Dokument als "3. Geheimnis von Fatima" veröffentlichen. Was wohl Maria davon hält? Ob sie damit einverstanden ist, dass sie zusammen mit dem Papst auf einem "Wunderphoto aus Rom" von 1993 zu sehen ist, wobei sie ihn tröstend umarmt? (uns zugeschickt aus Kroatien). Oder daß sie gleich in mehrfacher Form zusammen mit den ebenfalls mehrfachen Jesus zusammen mit einem doppelten Johannes Paul II, der Hostie und Kelch in erhobenen Händen hält, unter dem Heiland am Kreuz abgebildet wurde? Dieses in Spanien verbreitete "Wunderfoto" vom 15.4.2001 soll das unmittelbar bevorstehende Kommen Jesu symbolisieren, ist aber wie das zuerst genannte nichts anderes als Reklame für den gegenwärtigen Papst; dies ist unsere Ansicht.

 

Für alle möglichen Nationen setzt sich der Papst energisch ein, aber zur Vertreibung der Deutschen durch Polen 1945 hat er kein Wort gefunden, worüber sich der Bund der Vertriebenen enttäuscht gezeigt hat. ("Dolomiten", 19.6.1999, dpa, APA) Immerhin besuchte der Vater von Karol Wojtyla als "Karl Wojtyla" die deutsche Volksschule in Biala und war österreichischer Unteroffizier im k.u.k. Infanterieregiment Graf Daun Nr. 56. ("D", 20.10.1997)

 

Wojtyla gegen Todesstrafe – „Barmherzigkeit für Gefangene“ – Falsche Toleranz

Der jetzige Papst scheint seine "neue Sicht der Allbegnadung" (Johannes Dörmann: Der theologische Weg Johannes Pauls II. zum Weltgebetstag der Religionen in Assisi, Sitta Verlag Senden/Westf., 1994, 204) auf grundsätzlich alles auszudehnen (siehe auch Kapitel 15).

So forderte er unlängst wieder "Erbarmen für die Gefangenen" (Il Papa: Pietà per i carcerati". La visita di Giovanni Paolo II al Parlamento. Ha parlato dell´indulto chiedendo "riduzione di pena" per chi è in prigione. La Repubblica, Rom, repubblica.it, 14.11.2002)  Er forderte einen Strafnachlaß für jene, die in Haft sind. Denkt er nicht an die grausamen Serienmörder und -vergewaltiger und Kinderschänder, die dann wieder auf die Menschheit losgelassen werden? Es dünkt uns fast kriminell, eine solche allgemeine Amnestie zu verlangen, ohne zu differenzieren zwischen gnadenlosen Gewaltverbrechern und harmlosen Typen. Wir verweisen auf unser Werk: „Kinder retten die Welt“. Wir müssen die Schwächsten schützen, nicht die von grausamen Gelüsten Getriebenen, oft wohl vom Teufel Besessenen auf die Schwächsten loshetzen. Da hat der Papst eine falsche Menschensicht. Wir können kaum glauben, daß er im Sinne der weltumspannenden Idee der "allumfassenden Toleranz" dafür ist, daß die Bösen ungehindert und ungestraft Unschuldigen Böses antun. Und trotzdem stellt er das humanistische Ideal der Toleranz über das Mitleid die Gerechtigkeit. Gott sieht in sein Herz, wir nicht.

 

Offen kritisieren wir die Toleranz des jetzigen Papstes gegenüber grausamen Verbrechern, die unbarmherzig Menschen quälen und morden und keine Reue zeigen. Ständig fordert Johannes Paul II. die Abschaffung der Todesstrafe, im Einklang mit dem Europarat, der mit erstaunlicher Machtvollkommenheit  auch die Staaten in Osteuropa gezwungen hat, die Todesstrafe abzuschaffen oder auszusetzen, obwohl gerade dort perverse Massenmörder in der Bevölkerung gewütet haben. Wir aber sind auf Seiten der Schwächeren, der tatsächlichen und potentiellen Opfer. Ihr Schutz muß Vorrang haben vor der scheinheiligen Toleranz gegenüber grausamen Schwerverbrechern. Denn in den meisten Staaten bedeutet die Höchststrafe „lebenslänglich“, dass die Verbrecher nach wenigen Jahrzehnten oder noch früher – wenn wir uns nicht irren, sind es in Großbritannien im statistischen Durchschnitt 13 Jahre – wieder auf freien Fuß gesetzt und damit auf die Bevölkerung losgelassen werden.

 

Die katholische Kirche hat in den vergangenen zwei Jahrtausenden stets an der Todesstrafe festgehalten, wenigstens im Prinzip. Wir sind vor allem aus Gründen des Opferschutzes so hartnäckig dafür. Gleichzeitig wissen wir, dass auch dem größten Verbrecher die Chance zur Reue und Buße gegeben werden soll. Wir haben nichts dagegen, die Todesstrafe auszusetzen, solange 100-prozentig garantiert ist, dass die schlimmsten Verbrecher total isoliert bleiben (unser ETIKA-Überlebensprogramm 9 mit dem Projekt der Isolationszonen). Wir halten es aus christlicher Sicht durchaus für zulässig, was der hl. Thomas Morus vorschlägt:

 

„Warum sollten wir denn Bedenken tragen, jene alte Methode der Bestrafung von Verbrechen für nützlich zu halten, die schon im Altertum, wie man weiß, die Römer so lange verwandt haben, diese alten Praktiken der Staatskunst? Sie pflegten nämlich Schwerverbrecher zur Arbeit in Steinbrüchen und Erzgruben zu verurteilen, wo sie beständig Fesseln zu tragen hatten.“
(Thomas Morus: Utopia, übersetzt von Gerhard Ritter, , Philipp Reclam jun., Stuttgart, 1990, Erstes Buch, S. 34)

 

Also, wenn man gegen die Todesstrafe ist, muß man todsichere Alternativen ergreifen, damit die Bevölkerung sicher ist. Nicht falsche Toleranz gegenüber Bösen, die Böses tun, sondern Mitleid mit den Opfern und Verhütung von Verbrechen! Das ist die wahre christliche Nächstenliebe.

 

Johannes Paul II. für multikulturelle Gesellschaft
"Seine Wunschvorstellung sei ,die Integration der Völker, eine multikulturelle und multirassische Gesellschaft´, sagte der Papst in seiner allsonntäglichen Ansprache. ("D", 20.2.1995, Reuter, APA)

"Il Papa: porte aperte ai fratelli immigrati. Appello all´Angelus domenicale: "... la costruzione di questo futuro richiede uomini e donne di pace", che dovranno costruire "il cammino dell´integrazione tra i popoli, nella società multiculturale e multirazziale". (Corriere della Sera, Milano, 20.2.1995)

Dazu paßt, daß der Papst Ende September 1997 an einem Rock-Konzert mit der Woodstock-Kultfigur Bob Dylan ausgerechnet zum Abschluss des Eucharistischen Kongresses in Rom teilnahm. Wir warnen vor Rock, der Papst geht hin. Übrigens gefällt ihm eine solche Musik auch noch:

E Papa Wojtyla confessa: "Sì, mi pace anche il rock". (Corriere della Sera, 29.11.1986, Melbourne)

 

Weiß Johannes Paul II. nicht um die Gefahren und Folgen der von ihm angestrebten Entwicklung? Die jungen Frauen aus Osteuropa, die im Tourismusgewerbe in Westeuropa arbeiten, fehlen den osteuropäischen Männern und sind im Ausland größten sittlichen Gefahren ausgesetzt. Wenn der Papst die massive Auswanderung der Jungen und Kräftigen gutheißt und fördert, verrät er seine eigene Heimat.

 

Gastfreundschaft für alle, nur nicht für Protestanten und Russisch-Orthodoxe

"Gastfreundschaft ist fehl am Platz", lesen wir überrascht am 16.4.2003 in der Zeitung, unter dieser Überschrift ein Bild des Papstes. Seit wann denn das? Der Untertitel gibt die Aufklärung: Morgen unterzeichnet Johannes Paul II. sein Lehrschreiben zur Eucharistie. Laut "Civiltà Cattolica" erlaube die katholische Kirche keine "Interkommunion" oder "eucharistische Gastfreundschaft", also die Möglichkeit, dass getaufte Christen, "die nicht in voller Glaubensgemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen - wie etwa die Protestanten - an der Kommunion teilnehmen. Und umgekehrt könnten Katholiken nicht am Abendmahl der protestantischen Gemeinden teilnehmen." ("D", 16.4.2003, KAP)

Da ist es ja höchst erstaunlich, wenn Papst Johannes II. in vielen anderen Lebensbereichen große Toleranz offenbart und vor allem Gastfreundschaft gegenüber Einwanderern - ganz gleich welchen Glaubens - verlangt:

-         Il Papa: "No al razzismo, accogliete gli immigrati"  Così Wojtyla apre il terzo millennio. (la Repubblica, 2.1.2001)

-         Gnade für Gefangene gefordert. Johannes Paul II. im römischen Gefängnis Regina Coeli: "Im Namen Jesu, der zu unserer Befreiung gekommen ist, bitte ich die Behörden um ein Zeichen der Gnade ggenüber allen Gefangenen." Strafe und Haft seien nur sinnvoll, wenn sie der Erneuerung dienten. ("Dolomiten", 10.7.2000; Anmerkung: Strafe und Haft sind im Gegenteil sehr notwendig, um die potentiellen Opfer zu schützen und um vor Verbrechen abzuschrecken!!)

-         Il Papa: "Prego perché l´Inferno sia vuoto. "Non è una fornace ardente". (la Stampa, 27.7.1999)

-         Kirchenoberhaupt verschärft Urteil über Todesstrafe ("D", 11.9.1997, Bernhard Hülsebusch)

-         Papst Johannes Paul II. hat eine Amnestie für alle illegalen Einwanderer in Italien im Jubiläumsjahr 2000 gefordert. (Südwestpresse Ulm, 12.10.1998)

-         Papst und Italien setzen sich für verurteilten Mörder und Vergewaltiger ein. ("D", 19.12.1996, dpa)

-         Il Papa: porte aperte ai fratelli immigrati. Gli immigrati che vengono "da Paesi lontani" devono essere "rispettati e amati come fratelli e sorelle": l´ ha detto ieri il Papa all´Angelus. (Corriere della Sera, 20.2.1995)

-         Der Vatikan gab „Entwarnung in Sachen Harry Potter“. Peter Fleetwood, Mitglied des Päpstlichen Kulturrates in Rom, stellte den Magie-Büchern „ein gutes Zeugnis aus“ (D 12.2.2003), obwohl viele Katholiken und Protestanten vor der Verführung zur Zauberei in den Büchern von J. K. Rowling voller Sorge um das Seelenheil der Kinder gewarnt haben: ETIKA 39BHPOT Harry Potter: Gift für Kinderseelen. Rat: Finger weg! Auch wenn der Leser skeptisch an das Buch herangeht, beim Lesen entwickelt er vermutlich automatisch Sympathie für den Titelhelden und unterschätzt die Gefahren der Magie.

 

Johannes Paul II. verweigert den anderen Christen die brüderliche  Tischgemeinschaft. Nichtchristen aber nennt er Brüder. So bei einer Erinnerung an das Gebetstreffen vom 27. Oktober 1986 in Assisi:

"Diese große Begegnung von Brüdern, die im Gebet um den Frieden vereint waren, ist ein Zeichen für die Welt gewesen." (Botschaft von Papst Johannes Paul II zur Feier des Weltfriedenstages am 1. Januar 1988, wobei er sich für die Religionsfreiheit stark macht)

 

Und außerdem läßt Johannes Paul II. im Jubiläumsjahr 2000 beten:

"Vater, reinige das Gedächtnis der Jünger deines Sohnes und gib, daß sie ihre Schuld erkennen. Laß sie eins sein, damit die Welt glaube. Der Dialog unter den Anhängern der großen Religionen weite sich." (Herausgeber: Pastoralamt der Erzdiözese Wien)

 

Dem Engelwerk (Opus Angelorum), gefördert von dem auch von uns geschätzten Innsbrucker Bischof Paulus Rusch und gelobt von drei Päpsten, hat Johannes Paul II. aber am 6. Juni 1992 mit einem Dekret den Todesstoß versetzt, "obschon man in 30jähriger Prüfung keine Aussage in den Offenbarungen (Gabriele Bitterlichs) gefunden hatte, die gegen das hinterlegte Glaubensgut wäre". (I.K.F. Internationaler Förderkreis für Kirche und Volk, Basel, Fest Mariä Lichtmess 1999)

 

Traditionalisten kritisieren:

"Wir erleben z. Zt. die schleichende Umstrukturierung der Kirche, bei der die katholische Fassade bei gleichzeitiger dogmatischer Entleerung stehen bleibt. ... Merkwürdigerweise spricht die heutige Kirche nicht mit Christusgläubigen, die die hl. Messe im altehrwürdigen lateinischen Ritus feiern, wohl aber pflegt sie den Dialog mit Irrgläubigen und fremden Religionen." (Kathotio, Kreis katholisch-apostolischer Tradition, Cloppenburg, April 1994) Dort wird auch Reinhard Raffalt zitiert (Der Antichrist, Lins Verlag):

 

"Der allgemeine Glaubensabfall wird nicht nur die Scheinchristen ergreifen, sondern die Kirchen selbst - und wenn diese erst einmal das soziale Element der christlichen Religion an die Stelle der Gotteskindschaft und der Erlösung gesetzt haben, werden Heerscharen tiefgläubiger, aber kritikloser Menschen von Gott abfallen, ohne es überhaupt zu merken." Dafür werden eben andere Schwerpunkte gesetzt (siehe Stichwort UNO).

 

Unfehlbarkeit

„Denz. 1839 (3073-3074): Indem Wir an der Überlieferung von den ersten Anfängen des christlichen Glaubens  treu festhalten, lehren und verkünden (definieren) Wir zur Ehre Gottes, unseres Heilandes, zur Erhöhung der katholischen Religion, zum Heil der christlichen Völker, unter Zustimmung des heiligen Konzils als göttlich geoffenbartes Dogma: Der Römische Bischof, wenn er ex cathedra (amtlich) spricht, d. h. wenn er, seines Amtes als Hirt und Lehrer aller Gläubigen waltend, in seiner apostolischen Vollgewalt in Sachen der Glaubens- oder Sittenlehre eine Entscheidung für die ganze Kirche fällt (definiert), besitzt er durch göttlichen Beistand, der ihm im heiligen Petrus versprochen ist, dieselbe Unfehlbarkeit, mit der der göttliche Heiland seine Kirche in der Entscheidung über die Glaubens- und Sittenlehre ausgestattet haben wollte. Daher sind derartige Entscheidungen (Definitionen) des Römischen Bischofs schon von sich aus, nicht erst durch die Zustimmung der Kirche unabänderlich (irreformabel).

Denz 1840 (3075): Wer aber, was Gott verhüten wolle, dieser Unserer Entscheidung zu widersprechen wagt, der sei im Banne.“
(Zeugnis der Schrift und der Konzilien. Zusammenfassung von Aussagen des kirchlichen Lehramtes zum Primat und zur Unfehlbarkeit des Papstes von Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Holböck, „Der 13. – Glaube und Kirche“, 13. Jänner 1988, Seite 7)

 

„Die vielzitierte, beim Ersten Vatikanischen Konzil 1870 festgeschriebene Unfehlbarkeit komme dem Papst nur dann zu, wenn er als „oberster Lehrer“ mit „höchster Autorität“ und in „Übereinstimmung mit der ganzen Kirche“ eine Glaubens- und Sittenfrage endgültig entscheide, betonte (Univ.-Prof. Walter) Kern (SJ).“ („D“ 1.6.1988. Anmerkung ETIKA: Der Verfasser hat zusammen mit den damals dominierenden kommunistischen Anti-Revisionisten bei dem späteren Innsbrucker Fundamentaltheologen eine Hegel-Vorlesung besucht, als der Jesuit noch in München lehrte.)

 

Die Unfehlbarkeit des Papstes hebt sich selbst auf, wenn ein Dogma der Hl. Schrift widerspricht. Siehe 1. Kapitel unter „Vertiefung“ „Die Wahrheit der Heiligen Schrift“

 

SJ-Kritik an Infallibilismus, Papolatrie (Fehlentwicklungen der Papstverehrung) und kurialem Zentralismus
In der Jesuitenzeitschrift „Civiltà Cattolica“ strich P. Giuseppe De ROSA SJ heraus, dass die Tendenz zur Zentralisierung in der Kirche mit der Unfehlbarkeitserklärung 1870 ihren Höhepunkt erreicht habe. Als eine der positiven Seiten sah er die dadurch erleichterte Abwehr kirchenfeindlicher Ideologien. Negativ nannte er  den „kurialen Zentralismus“, den Konformismus, der „Nährboden für überkritische und antiautoritäre Haltungen ist“, ein falsches Gefühl der Sicherheit und eine Haltung der Servilität, die „dem christlichen Zeugnis nicht zur Ehre gereicht“.

Die Unfehlbarkeitserklärung habe Missverständnisse und Fehlinterpretationen ausgelöst, die den Dienst des Papstes ins Zwielicht stellten. Die „Aura der Transzendenz“ um den Papst habe sich verstärkt. Das sichtbare Oberhaupt der Kirche sei seither „allein, zu allein vor Gott“ erschienen. Aufgrund der psychologischen Isolierung von den anderen Mitgliedern der Kirche sei dem Lehr- und Leitungsamt des Papstes ein „fast göttlicher Nimbus“ zugekommen. Heute sehe es so aus, als ob der Papst eine über der Kirche schwebende Wesenheit sei. Tatsächlich aber habe er eine „funktion in der Kirche und für die Kirche“, „nicht aber außerhalb der Kirche oder über der Kirche auszuüben“.  („Dolomiten“, Bozen, 21.11.1985)

 

Manchmal geht von Päpsten gerade das Gegenteil von Unfehlbarkeit aus, nämlich Unsicherheit.

„Papst Paul VI. hat 1972 von der Unsicherheit in der Kirche gesprochen: ,Man hatte geglaubt, daß nach dem Konzil für die Kirchengeschichte ein sonniger Tag anbrechen würde. Doch stattdessen ist es ein Tag voller Wolken, Unwetter und Dunkelheit geworden.´
Dazu Bischof Krenn: ,Nur hat er selber auch Schuld. Die Akzente, die Paul VI. gesetzt hat, waren am Anfang sehr missverständlich´. Paul VI. hat sich aber ,gegen diese Vergewaltigung des Zweiten Vatikanums durchgesetzt, als er ,Humanae Vitae´ erließ´.“  (Stephan Baier, Interview mit Bischof Kurt Krenn, „Die Tagespost“ Nr. 34/2003, zit. in: das Neue Groschenblatt, 5/2003)

 

Folgender Abschnitt ist besonders den hartnäckigen "Papsttreuen" gewidmet:

 

Simon von Trient und Anderle von Rinn

 

Simon von Trient ist von Papst Gregor XIII. in das römische Martyrologium aufgenommen worden. Damit ist er heilig gesprochen worden.

Der Trentiner Erzbischof Alessandro Gottardi hat aber den Kult verboten und damit auch „der Legende vom angeblichen jüdischen Ritualmord ein Ende gesetzt“ (D 4.9.2002, gh) "In der Diözese Trient, wo ich selbst 1955 die letzte große Feier zu Ehren des "Simele von Trient" erlebt habe, ging das Verbot des Kultes 1965 ohne größeres Aufsehen über die Bühne." (P. Z., in "Dolomiten", 30.6.1998, S. 16)

 

Damit ist eine Entscheidung des Papstes von der Kirche für falsch erklärt worden.

 

In einem ähnlichen Fall ist der Kult um den vom Papst ebenfalls nach Prüfung der Umstände der Ermordung als selig bezeichneten Anderle von Rinn mehrfach verboten worden.

 

1954 hob Bischof Paulus Rusch den Kult auf. (Der 13., 13.9.1987) Er schaffte das Fest, den Kult sowie die Meß- und Breviertexte des Anderl vom Rinn ab (Dolomiten, 2.9.1987)

 

1985 schreibt Bischof Reinholf Stecher: "Die - nicht geschichtliche Legende - vom Anderl von Rinn ... Die sogenannten Kindermordlegenden waren ein Teil jener Kampagne, die durch Jahrhunderte von christlicher Seite aus gegen die Juden geführt wurde, und die schon in früheren Jahrhunderten unsägliches Leid über dieses Volk gebracht hat. ... Und darum ist der Kult rund um diese Legende für die Kirche nicht mehr tragbar und abgeschafft worden. Es kann kein Zurück zur Intoleranz früherer Jahrhunderte geben." (präsent, Innsbruck, 27.8.1987, ähnlich Dolomiten, 20.7.1985)

 

1988 erklärte der Vatikan die Angelegenheit in einem offiziellen Schreiben für eine "Sache des Bistums Innsbruck". (Mitteilung von Gilbert Rosenkranz, Leiter des Pressedienstes der Diözese Innsbruck, in: Dolomiten, 27.7.1994, "Es gab keinen jüdischen Ritualmord" und Kath. Sonntagsblatt, Bozen,  31.7.1994, "Kein jüdischer Ritualmord")

 

1989 wird der Anderle-von-Rinn-Kult vom Innsbrucker Bischof faktisch abgeschafft. (laut Rosenkranz, aaO)

 

1994 beendete der Innsbrucker Bischof Reinhold Stecher mit einem Dekret, das in der Juli-Ausgabe des Verordnungsblattes der Diözese Innsbruck veröffentlicht wurde, den Anderle-von Rinn-Kult "endgültig" bzw "definitiv". (laut Rosenkranz, aaO; Dolomiten, 25.7.1994, APA)

 

1995 verschärfte Bischof Stecher das Kultverbot mit den Worten: "Aufgrund meiner Verantwortung als Diözesanbischof verbiete ich jegliche öffentliche Verehrung des sogenannten Anderle von Rinn." (Dolomiten, 27.6.1995)

 

Uns geht es hier nicht um den Anderle von Rinn, sondern allein um das Thema Unfehlbarkeit und die Widersprüche zwischen Aussagen der Kirche. Und da kommen wir nicht umhin, aus der Bulle "Beatus Andreas" von Papst Benedikt XIV. vom 22.2.1755 zu zitieren, so daß sich jeder Leser selbst ein Urteil bilden kann. Die Paragraphen 1, 3, 4 und 5 dieser Bulle sind abgedruckt in dem Buch von Kaplan Gottfried Melzer: Das selige Kind Andreas von Rinn - Ein wahrer Märtyrer der katholischen Kirche (Verlag Pro Fide Catholica, Anton Schmid, Durach, 1989).

 

Kaplan Melzer schreibt im einleitenden Kapitel:

"Der unschuldige Knabe und Märtyrer Andreas von Rinn wurde von der römisch-katholischen Kirche seliggesprochen. Nach der Lehre der Kirche ist eine Heiligsprechung ein Akt der päpstlichen Unfehlbarkeit und kann nicht rückgängig gemacht werden. Die Seligsprechung kommt der Heiligsprechung sehr nahe. Sie ist die letzte Vorstufe zur Kanonisation (Heiligsprechung) und ist, wenn auch nicht theoretisch, so doch faktisch eine Unfehlbarkeitsentscheidung des Papstes...
Papst Benedikt XIV. hat am 15. Dezember 1752 nach eingehender Prüfung der alten Dokumente die öffentliche Verehrung des Märtyrerkinder Andreas von Rinn durch Bewilligung eines eigenen Meßformulares und Offiziums ihm zu Ehren bestätigt. Diese Bestätigung im außerordentlichen Prozeßweg kommt einer "beatificatio aequipollens" gleich, ist also einer förmlichen Seligsprechung nach einem ordentlichen Prozeß als völlig gleichwertig anzusehen." (Melzer 9f.)

 

Aus der Bulle "Beatus Andreas" von Benedikt XIV. vom 22.2.1755 (bei Melzer S. 12-15:

 

"... hat dies ... Unseren Ehrwürdigen Bruder, den Bischof von Brixen, und Unseren geliebten Sohn vom Prämonstratenserorden, den Abt des Klosters Wilten, sowie andere verdiente Kirchenmänner dazu bewogen, vom Hl. Stuhl untertänig die Genehmigung zu erbitten für eine Eigenmesse und ein Eigenoffizium mit entsprechenden Lesungen, zur Ehre des Seligen zu lesen am Tag des Martyriums, den 12. Juli, vom Weltklerus und den Ordensleuten beiderlei Geschlechts in der Stadt und in der gesamten Diözese Brixen...

 

Wir haben nun alles genau erwogen ... und dann ... am 15. Dezember 1752 eine Eigenmesse und ein Eigenoffizium mit besonderen Lesungen genehmigt... Und außerdem haben Wir ... am 15. Januar einen vollkommenen Ablaß allen jenen gewährt, die nach Beichte und Empfang der hl. Kommunion am 12. Juli eines jeden beliebigen Jahres die Kirche in Rinn, in der die Reliquien des seligen Andreas ruhen, besuchen...

 

Wie Wir in Unserem Werk ÜBER DIE KANONISATION DER HEILIGEN, Buch 3, Kapitel 15/6, aufgezeigt haben, hat .. Papst Sixtus V. im Jahre 1588 durch ein Breve die Meßfeier und das Eigenoffizium bewilligt, zu lesen am festgesetzten Tag in der Stadt und im ganzen Bistum Trient zu Ehren des seligen Simon.

 

Zwischen dem jedoch, was Wir selbst für die Verehrung des seligen Andreas genehmigt haben, und was Unsere Vorgänger über die Verehrung des seligen Simon verfügt haben, besteht der einzige Unterschied darin, daß der Name des seligen Simon, und dies auf Anordnung von Papst Gregor XIII., in das römische Martyrologium aufgenommen worden ist..."

 

Dazu wäre anzumerken, daß Simon von Trient die ganzen Jahrhunderte hindurch weltweit als Heiliger verehrt worden ist. So ist ihm zum Beispiel eine ganze Seite gewidmet in dem argentinischen Heiligenbuch des Jesuiten P. Francisco De Paula Morell, S. J.: FLOS SANCTORUM DE LA FAMILIA CRISTIANA (Editorial Difusión, Tucuman/Buenos Aires, 1943, pág. 90: San Simón, inocente y mártir. - 24 de marzo. † 1475). Stoff genug zur Meditation für jene, die auf die absolute Unfehlbarkeit aller Päpste pochen.

Als Literatur bieten sich dem Internet-Leser außer dem oben genannten Ökumenischen Heiligenlexikon das Biographisch-Bibliographische Kirchenlexikon an: http://www.bautz.de/bbkl/j/Johannes_hin.shtml sowie Web-Seiten über die Ritualmordlegende: http://www.lgd.de/projekt/judentum/2-3.htm .

Zusatz am 7.10.2003: Josef Freinademetz (1852-1908, ladinischer Missionar aus Oies/Gadertal/Südtirol in China), Arnold Janssen und Daniele Comboni (Ordensgründer) sind am Sonntag, 5. Oktober 2003, 10.30 Uhr, von Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen worden. Nach Angaben des Bischofs von Bozen/Brixen, Wilhelm Egger,  (4.10.2003) fällt eine Heiligsprechung unter das Unfehlbarkeitsdogma. Also müsste auch Simon von Trient weiterhin heilig sein – oder das Unfehlbarkeitsdogma ist falsch und ungültig – auch nach Meinung der Kardinäle des 19. Jahrhunderts, die vergeblich versuchten, es zu verhindern. Entweder hat uns Gott einen Verstand geschenkt oder nicht, entweder gibt es eine Logik oder keine, entweder gibt es eine Basis der Vernunft, auf der alle Menschen miteinander reden können – oder es gibt keine und ewigen Streit ohne Versöhnung. Entweder gibt es noch eine christliche, katholische, ökumenische Kirche – oder es gibt keine mehr offiziell, nur noch die in den Herzen der katholischen, orthodoxen, evangelischen  und koptischen Gläubigen. Jesus Christus, marána tha!

Weitere Beweise, dass das Unfehlbarkeitsdogma heute ungültig ist

 

UNO - Menschenrechte von 1789 – „Eine Welt“

"Die Aufgabe der Kirche und ihr Verdienst in der Geschichte, immer und überall die Grundrechte des Menschen verkündet und verteidigt zu haben, befreien sie nicht davon, sondern verpflichten sie vielmehr, für die Welt "Spiegel der Gerechtigkeit" zu sein."(Johannes Paul II.: Hunger nach Verständnis und Liebe, Wegweisende Worte 2, Kanisius Verlag 1980, S. 27)

Die sogenannten Menschenrechte sind am 10.12.1948 von der UNO "erklärt" worden. Man müsste die Hintergründe erläutern, aber wir haben wenig Zeit. Und so überlassen wir die Antwort hierauf den katholischen Dogmatikern und den Traditionalisten (z. B. Johannes Dörrmann, den "SAKA-Informationen", der Zeitschrift "Einsicht", herausgegeben vom Freundeskreis der Una Voce in München) sowie den wachsamen evangelischen Experten (siehe z. B. die Bücher von Wolfgang Borowsky). Da aber Messori weiter oben von "Menschenrechten jakobinischen Gedenkens" gesprochen hat, wagen wir es doch, Manfred Adler zu Wort kommen zu lassen, der "eine antichristliche und antikirchliche Revolution von weltweitem Ausmaß" erkennen zu glaubt:

"Die Französische Revolution ist noch nicht abgeschlossen. Zwar glaubte J. Goebbels, Minister für Volksaufklärung und Propaganda unter Hitler, daß der Nationalsozialismus die Französische Revolution vollenden werde." Heute seien es andere Kräfte, "die den Plan und das Werk Voltaires zu Ende führen wollen." (Manfred Adler: Die antichristliche Revolution der Freimaurerei, 1975, S. 146)

 

Wie wenig die christlichen Anschauungen der UNO-Politik entsprechen, ersieht man aus folgenden Meldungen:

·        UN-Helfer und -Soldaten, die in Afrika Frauen vergewaltigt und Kinder missbraucht haben nach dem Motto "Nahrungsmittel nur gegen Liebesdienste" (D 28.2.2002 dpa), wurden nicht entlassen, sondern werden weiterbeschäftigt.

·        Die Soldaten der Friedenstruppen im Kongo und Sierra Leone erhalten pro Tag ein Kondom. (Südwestpresse 20.3.2000) Wofür? Um die dortige Bevölkerung zu verderben? Soll das die multikulturelle Zukunft sein? In früheren Armeen wurde den Soldaten Enthaltsamkeit gepredigt, sogar noch in der Bundeswehr.

·        "UN-Truppe bringt Frieden und Aids" (D 19.7.2000 Thomas Burmeister)

·        Belgischer Unteroffizier bot 1993 in Somalia Kameraden eine junge Somalierin als Geschenk an. (D 8.5.1998 AFP)

·        "Gli stupri dei soldati Onu a Sarajevo" - Un giornale locale rivela: i serbi fornivano adolescenti musulmane ai caschi blu. (la Repubblica, Roma, 20.6.1996)

·        Ein 32 Seiten umfassendes Handbuch gegen Aids für UN-Soldaten vom Mai 1996 gleicht einer Anleitung zu Unzucht und Ehebruch.

·        Onu New York: il Palazzo delle molestie. Negli armadi dell´Onu decine di storie di avances sessuali. (Corriere della Sera, 8.3.1995)

·        "Save the Children" wirft italienischen Blauhelmen vor, daß bei der Abschiedsfeier für einen hohen Offizier ganze "Wagenladungen" voll junger Mozambiquanerinnen in das Haus gebracht worden seien. (D 29.1.1994) "Generali e baby prostitute". Un ospite racconta il sexy party degli alpini in Mozambico. (Corriere della Sera, Milano, 1993 oder 1994, Massimo A. Alberizzi) - Dort auch: I Marines uccidono 8 somali tra la folla in coda per il cibo. -  Caschi blu nel fango. "In Mozambico abusano delle bambine". (la Repubblica, 27.1.1994)

·        UN-Soldaten aus Kanada, Neuseeland, Frankreich, der Ukraine und Afrika besuchten in Bosnien-Herzegowina nahe Vogosca zwischen Mai und November 1992 mehrmals wöchentlich das Bordell eines serbischen Gefangenenlagers, in dem kroatische und moslemische Frauen zur Prostitution gezwungen waren. (D 2.11.1993 "New York Newsday")

·        Als "korrupten Selbstbedienungsladen" beschreibt der US-Fernsehsender CBS in einer Reportage die Organisation der Vereinten Nationen, in der Verschwendung und Betrug überhandnähmen. (D 20.9.1993)

·        Mogadiscio: "Dura denuncia dei  "Medici senza frontiere", che accusano le forze Onu di violare i diritti umani. "La fame è finita, ma le atrocità no". (la Repubblica, Roma, 30.7.1993)

·        UNO erfüllt Aufgaben immer schlechter. Nach herzzerreißenden Hilfsappellen tagsüber für die Armen wird abends gepraßt. (D,  ca. 1993,  dpa-Korrespondent Helmut Räther)

·        Von UN-Soldaten gefoltert und getötet. Belgier werfen Somalier Krokodilen zum Fraß vor. Minderjährige als Prostituierte. (D 27.8.1993)

·        Il Papa all´Unicef: niente soldi se bloccate le nascite. L´accusa del Vaticano contro l´organizzazione che difende i bambini nel mondo. ...la Chiesa contesta all´Unicef di aver accettato in certi Paesi metodi contraccettivi contrari alla morale cattolica. (Corriere della Sera, Milano,  6.11.1993) Vaticano - unicef: scoppia la guerra della pillola. (la Repubblica, Roma, 6.11.1993)

·        Sexstar Samantha Fox "stärkt Moral" der britischen UN-Truppen in Zentralbosnien. (D 3.7.1993)

·        "Es ist interessant festzustellen, wie sehr diese (Politiker) versuchen, den Begriff Gott aus allen unseren staatlichen Dokumenten auszumerzen und ihn durch Menschheit zu ersetzen. Das war schon der Fall bei der Formulierung der Charta der UNO in Dumbarton Oaks und San Francisco und geht weiter in unseren Tagen bei den öffentlichen Akten, nicht zuletzt der Europäischen Gemeinschaft. (Otto von Habsburg in den "Dolomiten", Bozen, 11.1.1992)

·        "The Temple of Understanding". A temple will be erected in Washington, D. C., for the "citizens of the world" to develop "universal understanding" in place of his "nationalist limitations". In New York City, the "Friends of the Meditation Room" have long met regularly in the United Nations Meditation room. On April 24th, 1957, when the Meditation room was reopened, the late Dag Hammarskjold, UN Secretary General, described this pagan stone as an altar to universal religion. "The altar is the symbol of the God of all," he said. (The Register, Santa Ana, California, 22.7.1962 Edith Kermit Roosevelt)

·        "UNICEF has the endorsement of the General Board of the National Council of Churches of Christ in America. The National Council of Churches has a long-standing policy promoting not only the one-world government as it is shown in the United Nations but also promoting a one-world church." (What´s wrong with UNICEF?, International Christian Relief, Collingswood, N. J., ohne Jahr)

·        "Mosche Dayan: "Ich kann mich nicht erinnern, daß die Vereinten Nationen ein wichtiges Problem jemals erfolgreich gelöst hätten." Die Geschichte gibt dem Israeli recht. Kaum ein gutes Haar läßt der Verfasser (Nelson Iriniz Casás, ein erfahrener, reformorientierter UN-Diplomat aus Uruguay) vor allem an der Welt- und Geldmacht USA, und hier attackiert er weniger die Regierung in Washington als die Wall Street, die United Fruit Company, die Standard Oil, McCormick und die General Motors. Gegen sie und ihre Lobby im UN-Palast am Hudson rebellieren die 280 Millionen Lateinamerikaner in achtzehn Staaten." (Die bei UN-Aktionen gesammelten bitteren Erfahrungen und düsteren Prognosen für die Völker der Dritten Welt sind in dem hier in der "Stuttgarter Zeitung" von Gerhard Teschner besprochenen Buch "Korruption in der UNO", Econ-Verlag Düsseldorf, 1970, enthalten.)

·        Corrupting the Morals of your Children. UNESCO´s scheme to pervert public education appears in a series of nine volumes, titled "Toward World understanding". Booklet VI contains a series of research suggestions which indicate an intention to stimulate ultimate classroom expeditions into the field of detailed sex education. (Hon. John T. Wood, of Idaho in the House of Representatives, October 18, 1951: the Greatest Subversive Plot in History - Report to the American People on UNESCO. Congressional Record, June 1, 1962. American Challenge, Brimingham, Alabama. Hier noch einmal der schon oben gesetzte Link: Sex Education - U.N. Plot (American Challenge, November 1, 1969)

 

Große Verdienste bei der Aufdeckung antichristlicher Aktivitäten hat sich die ökumenisch ausgerichtete Europäische Ärzte-Aktion mit Sitz in Ulm (http://www.aerzteaktion.de ) erworben. (Wie gesagt, in Württemberg wird das Problem besonders gespürt.) Wir zitieren aus Nummer 1/2001 ihrer Zeitschrift „Medizin und Ideologie“.

 

Washingtoner Ideenschmiede „Heritage Foundation“ veröffentlicht kritische Studie über die Vereinten Nationen:
„Wenige Amerikaner oder Kongressmitglieder sind sich dessen bewusst, dass die Vereinten Nationen in eine Kampagne verstrickt sind, die sich gegen die Grundlagen der Gesellschaft richtet – Familie, Mutterschaft und Vaterschaft, Religionsgemeinschaften, die für die Eheschließung und die traditionelle Familie ... eintreten...“

So wirft die Studie den Kommissionen (der UNO in den einzelnen Ländern) vor, sie versuchten, das Verbot der Prostitution zu beseitigen..., die Abtreibung als „einklagbares Recht“ ... zu etablieren, die Rolle der Mütter zu schwächen, indem ihnen Anreize gegeben würden, lieber zu arbeiten als zuhause zu bleiben und sich um die Kinder zu kümmern, die Rechte der Kinder zu erweitern und die der Eltern zu schmälern und religiöse Normen und Sitten zu ändern, die Anstrengungen verlangten.

 

Es wird darauf hingewiesen, dass die UN-Kommission ... an Irland Kritik wegen des politischen Einflusses der katholischen Kirche geübt hat... Die CEDAW-Kommission kritisierte auch Italien, weil es Ärzten zugestand, von der Gewissensklausel aus religiösen Gründen Gebrauch zu machen und sich gegen die Mitwirkung bei Abtreibungen zu entscheiden.
(Quelle: Catholic Family and Human Rights Institute (CFAM), New York, www.c-fam.org In: Medizin und Ideologie 1/2001, S. 53/54)

 

"Wie bitte, UNICEF ist ein Feind der Kinder? Ich dachte, UNICEF hilft den Kindern!" So äußerte sich ein überraschter Freund, nachdem ich ihn darüber aufgeklärt hatte, daß das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) Abtreibung und anderen Übeln Vorschub leistet, die alles andere als kinderfreundlich sind. UNICEF arbeitet auch mit dem UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA) und International Parenthood (IPPF) zusammen, die Abtreibung, Geburtenkontrolle und radikale familienfeindliche Gesetze fördern...
Seit Jahren erhält UNICEF von der UNFPA und der Weltbank Millionen Dollarbeträge für die Geburtenkontrolle in Afrika, Asien und der Karibe (Anmerkung: Karibik). UNICEF hat dieses Geld dafür verwendet, um Verhütungsmittel zu kaufen, Zentren für sogenannte "Familienplanung" zu errichten, "Familienplanung" zu propagieren und diese in die Allgemeinmedizin einzubinden, "Serviceeinrichtungen" für Sterilisationen bereitzustellen, die vorherrschende Verwendung von abtreibenden und/oder verhütenden Mitteln zu ermutigen und Schulkinder fehlgeleitetem Sexualkundeunterricht zu unterwerfen. All dies geht auf das Konto von UNICEF, das absurderweise behauptet, damit nichts zu tun zu haben, weil das Geld nur durch seine Hände ginge, aber von anderen Quellen stamme... Auf all diesen Schauplätzen benutzt UNICEF ständig den Begriff "Gesundheit'"... Kein Wunder, daß der Vatikan seine Zahlungen an UNICEF vor einigen Jahren eingestellt hat: Er wies darauf hin, daß UNICEF nicht in der Lage sei, Spenden für moralisch unbedenkliche Projekte zu bestimmen."
(Quelle: UNICEF: Many tricks among the treats, Richard Welch CSSR, HLI Reports, Oct. 1999. In: Medizin und Ideologie 1/2001, S. 48, Übersetzung Doris Laudenbach. Auch in: Theologisches, Nr. 3/2001)

 

Zölibat

 

Die katholische Kirche ist in eine historische Krise geschlittert wegen des dramatischen Rückgangs an Priesteramtskandidaten. In Deutschland gibt es derzeit nur noch 11 000 Priester für mehr als 13 000 Pfarrgemeinden (Statistik der Deutschen Bischofskonferenz 2003). Am Zölibat, das erst seit etwa 1000 Jahren gilt, will die römisch-katholische Kirche nicht rütteln. Laut Bibel gab es am Anfang verheiratete Apostel und Bischöfe; das war anscheinend der Normalzustand:

 

„Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau..., einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat in aller Ehrbarkeit. (1. Timotheus 3,2.4)

 

Die Priesterweihe verheirateter Männer ist nach Ansicht des Vorsitzenden des Rates der katholischen Bischofskonferenzen Europas, Kardinal Basil Hume, durchaus möglich. Da die Feier der Eucharistie der Mittelpunkt des christlichen Lebens sei, müsse angesichts des großen Priestermangels in der vielen Teilen der Welt nach anderen Möglichkeiten gesucht werden, um den Gläubigen die Teilnahme an einer Messe zu ermöglichen. (Katholisches Sonntagblatt, Bozen, 11.8.1985)

 

Die römisch-katholische Kirche will am Zölibat festhalten. Aber sie sollte, auch um den Priestermangel zu bekämpfen, Ausnahmen gewähren und

-         jenen Priestern, deren Wirken durch die totale Sexualisierung des öffentlichen Lebens stark beeinträchtigt wird, auf Antrag die Erlaubnis gewähren, den Zölibat aufzugeben und zu heiraten

-         verheiratete Pfarrer, die konvertieren, mit priesterlichen Aufgaben betrauen

-         neue geistliche Berufe einführen, die nicht an den Zölibat gebunden sind

-         Laien mehr Aufgaben übertragen, damit sonntags überall Gottesdienste, möglichst mit Eucharistie, gefeiert werden können. Südamerikanische Verhältnisse – warum nicht auch bei uns? Wenn es die Not gebietet? Immerhin geben das Konzilsdokument „Lumen Gentium“ und der Kanon 517 des Kirchenrechts dem Diözesanbischof die Möglichkeit, Personen ohne Priesterweihe mit Seelsorgeaufgaben zu betrauen.

 


Anhang: P. de Muñoz - AIHS - Homero - Savonarola

Multikulturelle und andere Irrwege von Papst Wojtyla –
Proteste (spanisch und deutsch)
Karfreitag 2002. Wir leiden mit Christus an der Kirche,  die von so vielen verraten wird. AIHS (deutsch und spanisch)

Viernes Santo 2002 La Iglesia tradita de tantos: Sufrimos con Cristo. AIHS

 

De: María Mensajera, Zaragoza,núm. 254, marzo 2002, pág. 22 – 24, Carta a un compañero de seminario
 de Padre G. de Muñoz, con respuesta de la Fundación María Mensajera

http://www.mariamensajera.com

 

El Papa es el Vicario de Cristo en la tierra, ciertamente; su legítimo representante. Debemos obedecerle en todo, mientras no mande pecado o enseñe doctrinas contrarias al Evangelio o al Dogma de siempre.

 

Debemos obedecerle como a Cristo, ciertamente, porque le representa y … mientras le represente realmente confirmando su doctrina. La doctrina es divina, no humana. Si un Papa legítimo, aunque sea un Papa malo, confirma la doctrina de Cristo, hay que obedecerle. Pero si un Papa – aunque fuese un santo como Juan Pablo II – se apartase de lo que Cristo ha enseñado y revelado, en eso concreto que se apartase del dogma, dejaría de representar a Cristo.

 

Cuando el Papa condena el aborto, el sacerdocio femenino, la clonación humana, o dice que el sacerdote en la Santa Misa actúa “in persona Christi”, o eleva a los altares a los mártires de nuestra Cruzada, estoy con él incondicionalmente; pero

-         cuando en Casablanca dice ante 100.000 musulmanes que “Los cristianos y musulmanes creemos en el mismo Dios” (19-VIII-1985);

-         o cuando visita (el 6-V-2001) la mezquita de los Omeyas y se descalza al entrar porque es tierra sagrada y reza junto con los musulmanes, y reza junto con los musulmanes, y escucha con respetuoso silencio textos del Corán y de la Biblia como si ambos fueran palabra de Dios;

-         - o cuando el 14 de mayo de 1998 recibe en Irak el Corán – que está lleno de blasfemias e injurias contra N. S. Jesucristo-, lo abraza y lo besa…

 

yo no puedo entenderlo, porque no puedo imaginar a Jesucristo escuchando con respetuoso silencio ese libro lleno de blasfemias contra Él, que lo colocan por debajo de Alá, un dios falso, y que no reconoce a su Padre, ni al Espíritu Santo, no a Él mismo como Dios. Por eso yo sigo a todos los Papas anteriores que ininterrumpidamente han condenado esos ecumenismos.

 

Hace pocos días recibí una carta de unos padres desesperados, porque dos de sus hijas se habían hecho musulmanas fanáticas, sobre todo la más pequeña, de 14 años. ¡Pobres padres cristianos!. ¡Esto sí lo entiendo después de estos actos ecuménicos!

G. de Muñoz

 

Nos escribió un obispo episcopal, y nos decía lo siguiente:

 

“Juan del Bautista vino para dar testimonio de la Luz, para que por él todos creyesen; él no era la Luz, mas fue enviado para que diese testimonio de la Luz.

 

Pensemos bien y recapacitemos, nadie de la Jerarquía, desde el Papa al último clérigo son la verdadera Luz. Están puestos en la Iglesia para que al igual que el Bautista den testimonio de la luz.

 

Si el ministro, obispo, Papa… no dan testimonio pleno y completo acerca del Salvador, es infiel en el cumplimiento de sus sagradas deberes.”

 

Hasta aquí el articulo de la Fundación María Mensajera, Zaragoza, España


Karfreitag 2002. Wir leiden mit Christus an der Kirche, die von so vielen verraten wird. AIHS

Aus der Zeitschrift: „María Mensajera“, Zaragoza/Spanien, Nummer 254, März 2002, S. 22 – 24,

Brief an einen Seminarkollegen
von Pater G. de Muñoz,
kommentiert von der Redaktion der Zeitschrift, „Stiftung Maria Botschafterin“

 

Der Papst ist der Stellvertreter Christi auf Erden, gewiß; sein rechtmäßiger bevollmächtigter Vertreter. Wir müssen ihm in allem gehorchen, solange er nicht zu sündigen befiehlt oder etwas lehrt, das dem Evangelium oder der schon immer bestehenden Glaubenslehre widerspricht.

 

Wir müssen ihm gehorchen wie Christus, gewiß, weil er ihn vertritt und ... solange er ihn wirklich vertritt, indem er seine Lehre bestätigt. Die Glaubenslehre ist göttlich, nicht menschlich. Wenn ein rechtmäßiger Papst, auch wenn es ein schlechter Papst ist, die Lehre Christi bestätigt, muß man ihm gehorchen. Wenn aber ein Papst – auch wenn er ein Heiliger wäre wie Johannes Paul II. – von dem abgeht, was Christus gelehrt und geoffenbart hat, würde er in diesem Konkreten, das von der Lehre abweicht, aufhören, Christus zu vertreten.

 

Wenn der Papst die Abtreibung verurteilt, das Frauenpriestertum, das Klonen von Menschen, oder wenn er sagt, dass der Priester in der Heiligen Messe an Christi Statt handelt, oder wenn er die Märtyrer unseres Kreuzzuges (Anm.: gemeint sind die Tausende von katholischen Priestern, Mönchen und Ordensschwestern, die 1936 bis 1939 von den anarchistischen, kommunistischen, sozialistischen und liberalen Gegnern Francos massakriert wurden) zur Ehre der Altäre erhebt, bin ich bedingungslos für ihn; wenn er aber

-         in Casablanca vor 100.000 Moslems sagt: “Wir Christen und Moslems glauben an denselben Gott“ (19.8.1985);

-         oder wenn er (am 6.5.2001) die Omajjadenmoschee besucht und die Schuhe auszieht, weil es heiliger Boden ist, und gemeinsam mit den Musulmanen betet, und mit achtungsvollem Schweigen Texte des Korans und der Bibel anhört, als ob sie beide das Wort Gottes seien;

-         oder wenn er am 14. Mai 1998 im Irak den Koran entgegennimmt - der voller Gotteslästerungen und Schmähungen gegen unseren Herrn Jesus Christus ist – ihn umarmt und küsst...

 

kann ich ihn nicht verstehen, weil ich mir Jesus Christus nicht vorstellen kann, wie er mit achtungsvollem Schweigen Worte aus diesem Buch anhört, das voller Schmähungen gegen ihn ist, die ihn unter Allah stellen, einen falschen Gott, und das weder seinen Vater noch den Heiligen Geist noch ihn selbst als Gott anerkennt. Deshalb folge ich allen vorhergehenden Päpsten, die ohne Unterbrechung diese ökumenischen Bestrebungen verurteilt haben.

 

Vor wenigen Tagen erhielt ich den Brief eines verzweifelten Vaters. Zwei seiner Töchter sind zu fanatischen Mohammedanerinnen geworden, vor allem die kleinere mit 14 Jahren. Arme christliche Eltern! Das nun verstehe ich – nach solchen ökumenischen Taten!

G. de Muñoz

 

Uns schrieb ein Bischof folgendes:

 

“Johannes der Täufer kam, um Zeugnis zu geben vom Licht, damit alle dadurch glaubten; er war nicht das Licht, sondern er war gesandt, damit er vom Licht künde.

 

Denken wir gut darüber nach und seien wir uns im klaren, dass niemand von der Hierarchie, vom Papst bis zum letzten Kleriker, das wahre Licht ist. Sie sind in die Kirche gestellt, damit sie gleich wie der Täufer vom Licht Zeugnis geben.

 

Wenn der Diener, Bischof, Papst ... nicht volles und vollständiges Zeugnis vom Heiland gibt, ist er untreu in der Erfüllung seiner heiligen Pflichten.“

 

Soweit der Artikel der Fundación María Mensajera, Zaragoza

 


Die Apostel der letzten Zeiten

erinnern an ihre bisherigen Artikel in www.etika.com . Drei Punkte heben wir heute hervor:

-         Wir haben den Papst dreimal vergeblich aufgefordert, seine Aussagen zurückzunehmen, Himmel, Hölle und Fegefeuer seien keine Orte.

-         Wir kritisieren, dass Johannes Paul II. die multikulturelle Gesellschaft und die Globalisierung mit gewissen Einschränkungen gutheißt, denn sie sind ja Mittel des Antichrist, der seine Weltdiktatur errichten will.

-         Wir sind nicht einverstanden damit, dass der Papst entgegen der Weisung des Apostels Paulus die Kinderschänder nicht aus der Kirche ausstößt. Mit großem Unmut nehmen wir zum Beispiel zur Kenntnis, dass Kardinal Angelo Sodano – derselbe, der in unserem Artikel über das dritte Geheimnis von Fatima erwähnt ist - dem unter dem Verdacht des sexuellen Missbrauchs stehenden und jetzt zurückgetretenen Erzbischof von Posen, Juliusz Paetz, im Namen des Papstes eine hohe Stellung im Vatikan angeboten haben soll. Und mit Unverständnis hören wir die Nachricht, dass Johannes Paul II. am Gründonnerstag für die „Mitbrüder“ gebetet hat, die „ihren Verpflichtungen aufgrund der Priesterweihe“ nicht nachgekommen sind, und nicht für die bedauernswerten Opfer. Wäre der Papst für Gerechtigkeit, wie er so oft betont, würde er Sexualverbrecher exkommunizieren und eine Wiedergutmachung an den Opfern der Verbrechen katholischer Priester einzuleiten, um den Glauben der Missbrauchten zu stärken und um das Gewand der heiligen Kirche von den blutigen und schmutzigen Flecken jener Diener Satans und Ashmodis und der Hure Babylon reinzuwaschen.

 

Gott helfe uns und sende uns Engel und die zwei Zeugen, um uns in der Abwehr des Bösen, im Kampf für Wahrheit, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit beizustehen!

Apostel der letzten Zeiten AIHS, Wache der Barmherzigkeit Guami, Karfreitag 2002

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Der Unmut der besonders katholischen Kreise über den Kurs des Vatikans kommt sehr gut in nachfolgendem Artikel eines spanischen Bischofs (unter Pseudonym) zum Ausdruck, der in der marianischen Zeitschrift „María Mensajera“, Zaragoza, veröffentlicht worden ist. 

 

Homero: Wohin steuerst du, Schiff Petri?

 

Homero: ¿Dónde vas barca de Pedro? (María Mensajera, Nr. 260, September 2002)

¡La obediencia! ¡Qué gran virtud, pero cuántos crímenes no se camuflan bajo su nombre! El que obedece - se dice - nunca se equivoca. Pero ¡atención!, porque los demonios de la mafia progresista y liberal - tantas veces condencados por el Magisterio de la iglesia - se han sentado "en la cátedra de Moisés", es decir, se han apoderado del gobierno y ... llevan al buen cristiano a hacer lo contrario.

 

En otra ocasión el Señor nos enseña: Desconfiad de los falsos doctores, así como de los falsos profetas. Todo nos lo prueba: las revistas, la televisión, los periódicos, el internet ... etc..." Todo católico debe saber que la Fe y la Moral no cambian.

 

Hoy se emplean en la Iglesia ... métodos persecutorios contra los curas que osan no seguir el movimiento iniciado por la Mafia progresista vaticana. ... ¿Qué es lo que hicieron? Rehusar el catecismo arriano o comunista, ser fieles a la Misa Católica Tradicional. ... Se les tacha de "carcas, rebeldes y retrogados" por el único delito de querer ser fieles a la tradición de siempre y no querer seguir la nueva bandiera liberal progresista que se ha alzado después del Concilio Vaticano II y en especial con el "Novus Ordo" de Pablo VI.

 

Por el contrario, a los que atacan la moral elemental, los que predican toda suerte de herejías; los que dudan de la Resurección de Cristo, los que no creen en la Transubstanciación, ni el sacerdocio ministerial, ni en las aparaciones de la Virgen, nie en la existencia de los ángeles, ni en el infierno... etc. ... no sólo no se les corrije ni se los seculariza, sino que se les otorgan premios y felicitaciones, se les propone a cargos eclesiásticos más altos, canongías e incluso alguna mitra. A ellos los honores y los buenos puestos! A los tradicionalistas los golpes, las medidas despiadadas, contra toda justicia y contra la verdadera caridad. ¡Cielo santo! ¿Cuál será el castigo de Dios para esta falta de orden en la Iglesia?. El mundo al revés. ¡Por cuales mares navega actualmente la barca de Pedro!

Fue decir: "Yo obedezco" e Inglaterra, toda ella católica, se pasó a la herejía del Anglicanismo. ...

 

En teología mística se le llama a esto "tentación bajo pariencia de bien". Es el caso general de los actuales sacerdotes semi-buenos, obispos semi-buenos  y religiosos semi-buenos. Saben que tenemos razón, pero por miedo a por lo que sea: !Yo obedezco". ¿Desde cuándo la herejía y su favorecimiento es materia de obediencia? La obediencia está al servicio de la fe y no la fe al servicio de la obediencia. Se debe obedecer a Dios antes que a los hombres, por mucha dignidad eclesiástica que tuvieran.

 

No confundan la obediencia a Dios, de la obediencia al hombre, aunque esté cargado el hombre de Autoridad Suma. Si los Apóstoles hubieran obedecido al Sumo Sacerdote de entonces, hoy no existiría la Iglesia de Cristo, y es Pedro, el sucesor de Cristo en la tierra, quien le dijo: "Hay que obedecer a Dios antes que a los hombres" y hago incapié en que fue precisamente Pedro quien pronunció aquellas palabras divinas, para que no nos dejemos engañar cuando se diga por alguien que hay que obedecer al hombre - aunque sea Papa y muy santo - antes que a Dios.

 

O la doctrina es conforme con las enseñanzas de Cristo y de la Iglesia de siempre o no lo es; y  si la nueva enseñanza fuese disparatada (v.gr.: el matrimonio de homosexuales, el sacerdocio de la mujer, los anticonceptivos, la confesión comunitaria o la igualdad de todas las religiones...), no sólo no debo asentir, sino que debo oponerme con amor y con valentía." (Homero)

 

Homero: ¿Dónde vás barca de Pedro? II La Santa Misa (María Mensajera, Nr. 261, Oktober 2002)

El Padre Pío ... rechazó las reformas que preparaban el Novus Ordo Missae, la neo-missa actual de Pablo VI. ... La Neo-Misa cumple ... la definición de la Misa dada por Lutero ... Esta definición es herética y está excomulgada por el Concilio de Trento:

"Aquel que hubiese dicho sea la Misa simple memorial del sacrificio cumplido sobre la cruz, sea anatema" (Sesion XXII, cap. 3) ...

 

Será un problema para los apologistas de la infalibilidad pontificia (o sea, para los que afirman equivocadamente que el Papa es infalible en todos y cada uno de sus actos) demostrar que la primera firma de Pablo VI - puesta como garantía contra el error - no fue formalmente papal.

 

Ya otros Papas hicieron alguna cosa similar. En el año 359 el Papa Liberio firmó una fórmula semiarriana.

En el 553, el Papa Vigilio favoreció la herejía de los monotelistas, rechazando el declarar abiertamente la doctrina de las dos voluntades de Cristo y no condenó más a los monofisistas, los negadores de las dos naturalezas.

Lo mismo hizó después el Papa Bonifacio IV, en el año 612, cuando adoptó sobre tal cuestión una actitud para la cual sería recriminado por San Columbano.

El papa Honorio dejó en el año 634 que la herejía de los monotelistas se propagase por toda la Iglesia "para no retrotraer - decía él - viejas controvrsias sobre cuestiones de palabras".

Estos pontífices y aun otros pudieron errar e inducir a error a los fieles, como hoy en día, no obstante el carisma de la infalibilidad.

 

Para Lutero la Misa católica tradicional entendida como debe ser entendidad, es decir, como sacrificio, era idolatría detestable e hizo como saben todo por destruirla. Tristemente lo que no pudo él entonces, gracias al Concilio de Trento, se ha logrado actualmente después del Concilio Vaticano II.

Lutero ... "Se ha pretendido hacer de la Misa un sacrificio, pero no es un sacrificio... Vemos en ella simplemente una especie de sacramento e testamento..."

La misa nueva actual ... No hay ya para muchos de ellos presencia real en las especies eucarísticas, sino sólo presencia espiritual, señalada dicha presencia con las palabras de "donde dos o tres personas se reúnen en Su Nombre..."   Los sacerdotes secularizados o católicos protestantizados, al igual que Lutero, habiendo rechazado el propio sacerdocio no pudieron tolerar más que otros siguieran siendo sacerdotes: como consecuencia debieron negar a la Misa su carácter de sacrificio, e excluir de las especias eucarísticas la presencia de la Víctima Divina.

 

Muchos sacerdotes, celosos de la gloria de Dios, no obstante su bondad y entrega, cayeron en la trampa preparada por el consejero de Pablo VI, Monseñor Bugninni (Bugnini?), y creyeron que la Misa de siempre, la de su ordenación estaba ya prohibida, y con la muerte en su corazón, aceptaron la nueva misa protestantizada.

Nueva misa que fue denunciada a Pablo VI por muchos de ellos - entre ellos el obispo episcopal que esto suscribe - así como por teólogos liturgistas, párrocos.. etc.. quienes le dijeron que el Novus Ordo ... se aleja de manera impresionante, en conjunto y en detalle, de la teología católica de la Santa Misa, cual fue formulada en la XXII sesión del Concilio de Trento.

 

El Novus Ordo Missae (porque es equívoco) es más peligroso que si fuera abiertamente herético.

"Los seglares - decía la Vírgen en Umbe y en otros sitios - serán los que salvarán a Mi Iglesia".

 

Vivimos, desde hace muchos años, en el siglo de los bárbaros. Nos encontramos en la época del "desmadre", del desorden y de la destrucción total.

·        Si un sacerdote se atreve a decir la Misa de San Pío V es automáticamente suspendido por decisión de sus obispos.

·        Si un sacerdote se atreve a decir la misa de antes, donde se pone el acento en el mismo sacrificio de inmolación de Cristo en la Cruz, ha de hacerlo a escondidas; pues si no, hasta le puede venir la pena de ex-comunión de manos de su caritativo obispo.

Todo esto - como verán - no sólo no es lógico sino que contradice el derecho de la Iglesia y por supuesto al derecho divino.

 

El saqueo de Roma por Alarico produjo menos estragos (alemán: Zerrüttung, Verwüstungen) que nuestros sectarios modernistas, obispos, curas y todo el clero en general. En España, ni la invasión francesa de 1808, ni la desamortización del .. Mendizabal, hicieron tanto daño no consiguieron destruir tanto como este progresismo actual desmesurado...

¿ Podrá la barca de Pedro resucitar un día?  Estamos convencidos de que sí... le dijo el Señor a Santa Faustina:

"Dejaré que la barca de Pedro se hunda y después la salvaré".

La barca de Pedro se está agrietando, autodemoliendo desde dentro; pero creemos en Cristo y en sus mensajes de salvación...  (Homero)

 

Gottes Auftrag an etika.com:
das Vermächtnis Savonarolas erfüllen

 

ETIKA 12 Heilige: Girolamo Savonarola GS
Märtyrer, *1452 in Ferrara, + 23. Mai 1498 hingerichtet auf Anordnung von Papst Alexander VI. - Dominikaner, 1491 Prior und Prediger des Klosters St. Markus in Florenz, geholt von Lorenzo de Medici, dem Prächtigen. Von Borgia-Papst Alexander VI. (1492 - 1503) 1497 exkommuniziert. Kampf gegen Armut und Sittenlosigkeit. 1498 gehängt und mit zwei Mitbrüdern auf der Piazza della Signorìa wie ein Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Der genannte Papst war eine Schande für Spanien, die katholische Kirche und die Christenheit. Alexander VI. hatte angeblich zehn Kinder und lebte mit seiner Tochter Lucrezia Borgia in Blutschande. Gegen den Mißbrauch von Kindern durch Homosexuelle kämpfte Savonarola, indem er eine Knabenarmee aufstellte. Italienische  Biographie von Ridolfi.

 

Zur Lektüre allen Ökumene-Gegnern, besonders den katholischen Traditionalisten, empfohlen

Hieronymus Savonarola. Nach Originalurkunden und größtentheils ungedruckten Schriften.
Von F. T. Perrens.
Eine von der französischen Akademie gekrönte Preisschrift. Nach der zweiten Auflage des französischen Originals übersetzt von Dr. Joh. Friedrich Schröder. Braunschweig, Verlag der Schulbuchhandlung. 1858.
(Kursive Zwischentitel sind von etika.com)

 

Anarchie in der Christenheit wegen des Versagens der Päpste

 

 (12) Das Papstthum ... Seit den Kreuzzügen hatte es (13) mit seiner Autorität zu argen Mißbrauch getrieben. Die ohne Maß und Ziel nicht blos gegen Männer, welche sich gegen den Kirchenglauben auflehnten, sondern auch gegen solche, die von Zeit zu Zeit als Gegner der päpstlichen Politik auftraten, geschleuderten Excommunikationen hatten vollständig die geistige Macht des heiligen Stuhls untergraben. ... das Maß des Ansehens, welches er behauptet, richtet sich nach dem Grade der Furcht, welche seine Waffengewalt einzuflößen im Stande ist.

 

(14) So gab es also in der Christenheit Anarchie; allein Jedermann glaubte noch an die Nothwendigkeit eines obersten Hauptes, welches ganz Europa seine Befehle gäbe... Allein die kaiserliche Macht hatte ebenfalls ihren Zauber verloren, und Friedrich III. wurde, als er auf dem Wege war, sich in Rom krönen zu lassen, von Räubern ausgeplündert. In der Brust dieses unwürdigen Erben der Habsburger regte sich nicht mehr das Streben nach dem höchsten Ruhme; er sann nur darauf, seine –Erbgüter durch die Hinzufügung irgend einer elenden Grafschaft zu arrondiren; der Herzog von Österreich hatte den Kaiser entthront... Friedrich war der ärmste, der furchtsamste und der am wenigsten geachtete Fürst in Europa.

 

Der Klerus als Ursache der Sittenverderbnis

 

(60) Der Dominikaner Frau Girolamo Savonarola weilte nach erfolglosen Predigten in Florenz ab 1486 vier Jahre in der Lombardei.

In der Zurückgezogenheit, in welcher er zu leben gezwungen war ...mussten sich seine Gedanken erheben.

(61) Man hat gesehen, wie er von Jugend auf das schreckliche Sittenverderben beklagte, in welches der römische Hof die ganze Christenheit sich nachzog. Das Bild dieser Verwilderung hatte sich seinem Geiste mehr und mehr eingeprägt und er hatte es stets so vor Augen, wie er es später seinen Zuhörern malte.

„Er sah, wie die Prälaten sich nicht mehr um ihre Heerden (sic) kümmerten, sondern sie durch ihr böses Beispiel verdarben; wie die Priester die Kirchengüter verschleuderten; wie die Prediger nichtiges Geschwätz trieben und die Geistlichen sich allen Ausschweifungen hingaben; wie die Gläubigen nicht mehr den Kirchenhäuptern gehorchten; wie die Eltern ihre Kinder schlecht erzogen; die Fürsten ihre Völker unterdrückten und Zwiespalt nährten; wie die Bürger und Handelsleute an nichts mehr dachten, als Gewinn zu erzielen; die Weiber nur eitlen Tand liebten; die Bauern auf Diebstahl ausgingen und die Soldaten Gotteslästerungen ausstießen und alle möglichen Verbrechen begingen.“

 

Der Klerus war also die Ursache aller dieser Abscheulichkeiten und sein verderbliches Beispiel hatte die Wirkung, welche man von demselben erwarten konnte: er hatte aus den Herzen jeden Gedanken, jedes Gefühl für Religion gerissen.

 

Mit Sittenbesserung das Elend bekämpfen -
Allgemeiner Ruf nach Reformation

(62) Savonarola ...mußte ein Heilmittel gegen so viel Unheil suchen. Er erkannte, daß vor allem eine Sittenbesserung Noth thue und daß seine Zeitgenossen zur Reinheit der ersten Zeiten des Christenthums zurückgeführt werden müßten.

(63) Eine Erneuerung der Kirche, d. h. eine Reform des Klerus durch einen Reformator und die der Gläubigen durch den Klerus; die Wiederherstellung der Sittlichkeit durch den Glauben und die Gnade: das war die Fundamentalidee Savonarola´s.

 

Die Entartung der Kirche datirte schon aus alter Zeit. Dante hatte sie mit den lebhaftesten Farben ausgemalt. Auf der zweiten allgemeinen Kirchenversammlung zu Lyon (1274) erklärte der Papst,

„daß die Prälaten an dem Falle der ganzen Welt Schuld wären; er ermahnte sie, sich zu bessern, weil, wenn sie es thäten, er dann nicht gezwungen sein würde, gegen sie reformatorische Maßnahmen zu ergreifen. Wollten sie sich nicht bessern, so erkläre er ihnen, daß er mit Strenge einschreiten werde.“

 

Auf dem Concil zu Kostnitz (1414) war die Kirchenreformation häufig der Gegenstand der Berathungen. Ein Augustinereremit von Mainz, der Bischof von Toulon und der Doctor Stephan von Prag forderten sie mit Entschiedenheit. Im Jahre 1417 entschied dieses (64) Concil, daß man sich nach der Wahl des neuen Papstes mit diesem wichtigen Gegenstande beschäftigen wolle. Diese Berathungen blieben ohne Erfolg, und die Nationen versammelten sich, um bei Martin V. (im November 1417) zu reclamiren. Der Papst versprach, aber alsbald erließ er gewisse Decrete, welche die geforderte Reformation umgingen.

 

Die Verkünder des göttlichen Zorns

 

Ohne vom heiligen Bernhard, von Arnold von Brescia und Gerson zu sprechen, welcher in seinen Schriften zeigte, daß die Kirche sich an Haupt und Gliedern selbst reformiren könne und daß sie das Recht habe, sogar gegen den Willen des Papstes Concilien zu berufen, war die Reformation durch das ganze fünfzehnte Jahrhundert hindurch vom heiligen Vincenz Ferrer, dem heiligen Bernardino von Siena und noch vielen Anderen, wie uns Savonarola selbst berichtet, gefordert worden; und diese Männer verkündigten nicht nur die Reformation, sondern auch die Zeichen des göttlichen Zorns, die Plagen, welche ihr vorhergehen würden.

 

Innocenz VIII. sah sich am 9. April 1488 gezwungen, eine Verordnung Pius´ II. zu erneuern, durch welche es den Priestern untersagt wurde, Schlachtbänke, Wirthshäuser, Spielhäuser und Bordelle zu halten und sich für Geld zu Unterhändlern der Buhlerinnen zu machen.

 

Durch gegenwärtiges Unglück die Seelen erschüttern

 

(65) Savonarola hielt dafür, daß die Zeit gekommen wäre, einen Kreuzzug gegen die Laster und die Ungläubigkeit zu beginnen; aber er unterschied sich von seinen Vorgängern durch die wichtige und bereits begonnene Rolle, welche er den Strafen Gottes bei dem Erneuerungswerke beilegte. ... um .. sein Ziel zu erreichen, glaubte Savonarola, daß man den Rachegeist der göttlichen Strafen nicht als einen noch entfernt stehenden zeigen müsse, und daß man, anstatt die Zukunft erst als eine furchtbare zu malen, vielmehr durch gegenwärtiges, unmittelbar drohendes Unglück die Seelen erschüttern müsse. Hieronymus sah sich als genöthigt, seine Blicke auf die Angelegenheiten der Welt um sich her zu richten und zu prüfen, von welcher Seite das Zorngericht Gottes hereinbrechen zu müssen schien.

(Anmerkung: ETIKA-Leser können von Parallelen zur Neuzeit berichten.)

 

(67) Savonarola las in dem Buche der betrübten Zukunft Italiens mit einer Leichtigkeit, welche von seiner außergewöhnlichen Einsicht, seinen tiefen Studien und seinen zahlreichen Verbindungen ausging, in die er mit den verschiedensten Orten, wo er gelebt hatte, getreten war, und von seinem einsamen Nachsinnen. ... er war endlich dahin gelangt, sich an den Gedanken zu gewöhnen, für das christliche Europa gebe es kein Heil, als eine gewaltige Züchtigung... Die Völker mußten vorher gewarnt werden, damit sie durch ihr Flehen und ihre Unterwerfung unter den Willen Gottes sie beschwören könnten, oder wenigstens wüßten, warum das Strafgericht sie treffen werde, damit sie in ihrem Unglücke die Hand Gottes wahrnähmen und sich wenigstens nach der (68) Züchtigung bekehrten, da sie es nicht vorher hätten thun wollen.

 

(122) ...Die Reform der Nonnenklöster war ...ein bei weitem offenbareres Bedürfniß ...; denn die Nonnen, sagt Savonarola, führten in ihren Klöstern im fünfzehnten Jahrhundert einen schlechteren Lebenswandel als die öffentlichen Dirnen.

 

Die Kinderrepublik Drittes Kapitel (1494 bis 1495), Seite 191 –215

 

Der Vorladung nach Rom nicht gefolgt

(229) Der Papst ging auf die Vorschläge Sforza´s willig ein. Am 21. Juli schrieb er an den Bruder einen Brief voll Lobeserhebungen und Complimente, welcher aber mit der gemessenen Vorladung nach Rom schloß, (230) um sich hier gegen die Beschuldigungen zu rechtfertigen, die man gegen ihn erhob.

 

Savonarola sah recht gut die Schlinge, welche man ihm legte; er wußte, daß, wenn er einmal in Rom wäre, nicht wieder nach Florenz würde zurückkommen können, gesetzt, daß ihm nicht noch etwas Schlimmeres begegnete. ... ehrerbietige Antwort ... wegen seiner zerrütteten Gesundheit ... weil die Florentiner seiner noch nöthig hätten ..., und endlich weil er besorgen müsse, daß seine Feinde Meuchelmörder gegen ihn ausschickten, so daß ein gewaltsamer Tod ihn verhindern werde, sein Reiseziel zu erreichen. Er verlangte nur einen Aufschub, dann wolle er der Aufforderung des Papstes Folge leisten.

 

(231) Was wird aus der päpstlichen Autorität, wenn ein Jeder das Recht hat, einen Befehl erst auf der Wage (sic) zu wägen, ehe er sich ihm unterwirft? ... es scheint doch, daß ein Katholik Savonarola´s Verhalten bei dieser Gelegenheit gar sehr tadelnswerth finden müsse ...

 

Savonarola hatte gleich Anfangs die entschiedenste Absicht, sich nicht nach Rom zu begeben, folglich die Autorität des heiligen Stuhls nicht anzuerkennen. Zu seiner Rechtfertigung kann man indeß sagen, daß die hochgeachtetsten Kirchenlehrer ganz dasselbe gethan oder gesagt haben.

§        Der heilige Bernhard tadelt nachdrücklich einen Mönch, Namens Adam, daß er einem Befehle des Papstes Folge geleistet, der ein Stein des Anstoßes werden konnte, und sagt, daß in diesem Falle der Gehorsam etwas Schlimmeres wäre als ein Mord.

§        Der heilige Thomas schreibt, daß man auf das Urtheil seines Gewissens mehr geben müsse als auf den Befehl eines Vorgesetzten. ...

Diese Meinungen sind sehr verständig, und zufolge der Autorität des Doctor Angelicus (Thomas von Aquin) darf man nicht annehmen, daß sie nicht katholisch sind...

 

(232) Alexander VI. hatte einige Zeit Geduld; aber Savonarola, weit entfernt, sich zur Abreise anzuschicken, fuhr fort, vom römischen Hofe und den Prälaten frei zu sprechen. ... am 8. September ein neues Breve ..., durch welches er dem Bruder Hieronymus als Herr befahl, ungesäumt vor ihm in Rom zu erscheinen. Hieronymus, anstatt zu gehorchen, betrat nach einer drittehalbmonatlichen Ruhe wieder die Kanzel.

 

(233) Diesmal verlor der Papst die Geduld und donnerte gegen ihn einen neuen Befehl ..., durch welchen er ihm das Recht zu predigen entzog. Savonarola antwortete dem heiligen Vater, daß man ihn getäuscht habe ... In diesem ungleichen Kampfe besiegt, zog sich Savonarola in sein Kloster zurück.

Die Signoria (Rat der Stadt Florenz) des Novembers 1495 hatte den (234) Willen des Papstes ausgeführt; die hingegen, welche nach ihr in´s amt trat (Januar 1496), glaubte Savonarola´s nöthig zu haben, um das Volk regieren zu können, und es lag ihr nichts so sehr am Herzen, als ihm wieder das Wort zu geben. ... daß er von Alexander VI. eine neue Frist erlangte. Das hieß nichts Anderes, als Savonarola die Erlaubniß geben, während der Fasten wieder zu predigen. Und so bestieg er am 17. Februar 1496 von Neuem die Kanzel und begann die berühmten Fastenpredigten des Amos...

 

Weitere Ereignisse in Stichworten (wird aus Zeitmangel später nachgetragen)

 

Sechstes Kapitel
Savonarola besteht im Kampfe gegen seine Widersacher. – Er erhält ein bewaffnetes Geleit. – Er verdoppelt seine Kühnheit. – Man will ihn ermorden.

 

Exkommunikation Savonarolas

 

Siebentes Kapitel

Auto-da-fè, von Savonarola angeordnet. – Scandal am Himmelfahrtstage. – Eifrige Bemühungen in Rom, die Excommunication Savonarola´s zu bewirken. – Excommunicationsbulle, 12. Mai.

 

(299) Savonarola:

„Wenn wir nicht von Gott selbst excommunicirt werden, ist uns alles Uebrige gleichgültig. Ihr habt berichtet, dass ich vom Papst übel spräche. Wenn ich von der Kirche oder den Prälaten gesprochen habe, so habe ich nur die gottlosen angegriffen und haben Niemanden genannt...“

Am 12. Mai entschied sich endlich Alexander VI., den Bannstrahl zu schleudern. Er stützte sich dabei auf einen dreifachen Beweggrund, nämlich 1) auf die Weigerung Savonarola´s, in Rom zu erscheinen; 2) auf die gottlosen und ketzerischen Lehren desselben und 3) auf seine Weigerung, San=Marco mit der toscanisch-römischen Provinz zu vereinigen.

Drittes Buch. Von der Excommunication Savonarola´s bis zu seinem Tode.
Erstes Kapitel
Die Pest wütet in Florenz. – Verschwörung zu Gunsten der Medici. Zwei Breves Ale4xander´s VI. gegen Savonarola, 16. October.

Zweites Kapitel.
Die Macht gelangt in die Hände der Piagnoni. – Savonarola betritt wieder die Kanzel, 11. Februar 1498. Beifall, den seine Predigten erlangen. – Allgemeiner Unwille des römischen Hofes. Kühnheit Savonarolas in seinen Gesprächen.

Drittes Kapitel.
Neue Intriguen in Rom. – Der Papst schleudert zwei neue Breves. – Brief der Signoria an den Papst zu seinen Gunsten. – Neues päpstliches Breve, 13. März. – Die Signoria tritt zur Berathschlagung zusammen. – Es wird Savonarola das Predigen untersagt. – Er nimmt von seinen Zuhörern Abschied, 13. März.

Viertes Kapitel.
Die Feuerprobe. – Mordversuche. – Der Regen unterbricht die Feuerprobe. – Unzufriedenheit des Volkes.

Fünftes Kapitel.
Verbannung Savonarola´s, 8. April. – Scandal im Dome. – Belagerung von San Marco. – Die Signoria befiehlt den Laien, das Kloster zu verlassen. –Waffenniederlage in San Marco. –Ermordung Francesco Valori´s. – Das Volk dringt in San Marco ein. – Kampf in der Kirche. – Neuer Angriff und Gefangennahme der letzten Anstürmenden . – Ankunft des Capitäns der Signoria. - Savonarola zieht sich in die Bibliothek zurück. – Verhaftsbefehl gegen Savonarola. – Verrath des Fra Malatesta Sacromoro. – Abschied Savonarola´s von seinen Mönchen. – er erscheint vor der Signoria. – Beschimpfungen desselben auf seinem Hingange.

Sechstes Kapitel.
Der Proceß Savonarola´s und seiner Freunde. – Breve des Papstes. – Verhör Savonarola´s. – Verfälschung des Protokolls. – Savonarola weigert sich, das Protokoll +über sein Verhör zu unterzeichnen. – Verdammung seiner vornehmsten Anhänger. – Staatsstreich und Ernennung einer neuen Signoria. – Brief der Mönche von San Marco an den Papst. –Die Signoria bietet denselben ihren Beistand (April und Mai 1498)

Auszug S. 399

Man fuhr alle folgende Tage bis zum 19., mit Ausnahme des 10. April, fort, Savonarola zu verhören und er wurde mehrmals gefoltert. Die außerordentliche Zartheit seiner Constitution machte ihn für körperlichen Schmerz weit empfindlicher und gegen denselben schwächer als jeden Anderen. Auch gestand er, um schneller von ihm befreit zu werden, jedes Mal, was man nur wollte. Kaum aber hatte man ihn losgelassen und in sein Gefängniß zurückgebracht, so protestirte er gegen seine Aussagen und erklärte seinen Richtern, kein einziges Geständniß, welches der Schmerz ihm entrissen habe, wäre als Wahrheit anzusehen.

Siebentes Kapitel
Revision des Protokolls von seiten der neuen Signoria. – Sie weigert sich, Savonarola nach Rom zu senden. – Savonarola schreibt in seinem Gefängnisse einen Commentar über Psalmen. – Ankunft der päpstlichen Commissäre. – Neues Verhör des Angeklagten. – Letzte Nacht. – Letzte Zusammenkunft der Verurtheilten. – Desgradation und Hinrichtung der Unglücklichen (Mai 1498).

Hinrichtung Savonarolas und seiner Gefährten

(415) Am 22. Mai gegen Abend verkündigte man den Verurtheilten, dass die Vollstreckung des gegen sie, ohne es öffentlich bekannt zu machen, ausgesprochenen Todesurtheils am nächsten Tage vollzogen werden würde. Savonarola empfing diese Nachricht mit Ruhe; seit lange schon hatte er den Märtyrertod erwartet.

Auch Domenico empfing sein Urtheil mit Ruhe. Dieser schwache Mann wurde groß bei´m Nahen des Todes. Als Prior von Fiesole schrieb er an seinen Brüder einen einfachen, rührenden Brief. Sein letztes Wort ist ein Ausdruck der Treue gegen seinen Lehrer.

(416) Silvestro anlangend, so ließ sich diese gemeine Seele gänzlich niederschlagen. Bei der Nachricht seiner Verurtheilung war er wie vernichtet und weder der männliche Stolz noch das Vertrauen auf Gott waren im Stande, ihm, selbst am Fuße des Scheiterhaufens, die geringste Kraft zu geben.

Am Morgen des 22. Mai empfingen die Verurtheilten in der Capelle des Regierungspalastes das heilige Abendmahl. Savonarola hielt einen Augenblick die geweihte Hostie in seiner Hand und sprach einige rührende Worte, um Gott und Menschen wegen seiner Fehler und des Aergernisses, welches er etwa gegeben haben könnte, um Verzeihung zu bitten.

Darauf führte man sie auf den Platz, wo Alles, (417) was zur Urtheilsvollstreckung nöthig war,  bereit stand. Es war ein mannshohes Schaffott, mit Brennstoffen bedeckt, auf welchem man in Form eines Kreuzes einen Galgen errichtet hatte. Eine Art hölzerner Brücke, welche von der Ringhiera ausging, führte zu demselben. Dieser Bau war mit solcher Eile errichtet worden und man bewachte ihn so nachlässig, dass Kinder unter den Brückenbogen hatten kriechen können, um zugespitzte Stöcke zwischen die Fugen der Bretter zu klemmen, damit die letzten Schritte der Verurtheilten gehemmt würden und sie sich in die Füße und Beine stächen.

Der Platz wimmelte von Neugierigen. Die Einen starrten mit düsteren Blicken und wie vernichtet vor sich hin, während die Anderen sich voll Freude und Uebermuth zeigten. Von allen Seiten vernahm man das Geschrei der Menge, welche ungeduldig war, die verbrennen zu sehen, welche sie vorher angebetet hatte.

Auf der Ringhiera waren drei Altäre oder Bühnen aufgestellt. Die erste, neben dem großen Eingange zum Palaste, war für Fra Benedetto Pagagnotti, Bischof von Vaison, bestimmt, welcher vom Papst beauftragt war, die Degradation an den Verurtheilten vollziehen zu lassen. Mit berechneter Grausamkeit hatte der heilige Vater gerade Dominicanern dem Auftrag gegeben, den Vorsitz bei dem Vollzuge seines Rache zu führen. Der General dieses Ordens war einer seiner Bevollmächtigten und der Prior von Sta. Maria=Nuova, Bruder Sebastian Buontempi, musste den (418) Bruder Hieronymus seines geistlichen Gewandes entkleiden. Auch der Bischof von Vaison gehörte dem Dominicanerorden an und hatte sogar seine Gelübde in San=Marco abgelegt, weshalb er im Kloster für einen Rival von Sta. Maria=Nuova galt. Die zweite Bühne war für die apostolischen Commissäre und die dritte für die Acht bestimmt. (Anm.: Von dieser Scene giebt es ein sehr treues Gemälde, ein Werk Pollajuolo´s...)

Nachdem die Verurtheilten die große Treppe des Palastes herabgestiegen waren, wurden sie ihrer Kleider bis auf ein wollenes Hemd beraubt und gingen mit nackten Füßen auf den Perron. Von Henkersknechten wurden sie vor die erste Bühne geführt, wo man sie mit dem priesterlichen Ornate bekleidete, wie es der Kirchengebrauch vorschreibt,  um einen Augenblick darauf desselben wieder beraubt zu werden.

Der Bischof von Vaison ergriff Savonarola bei der Hand und sprach:

„Ich stoße Dich aus von der streitenden Kirche und von der triumphirenden Kirche.“ –

„Nein,“ erwiderte sogleich Hieronymus, „das steht nicht in eurer Macht.“

Nachdem diese Ceremonie vorüber war, führte man die armen Sünder zu der zweiten Tribüne, um von Romolino sich ihr Todesurtheil vorlesen zu lassen, da sie in Ketzerei betroffen und dessen geständig wären.

Darauf verkündigte man ihnen im Namen des Papstes vollkommenen Ablaß für ihre Sünden, welchen sie demüthig empfingen. Nachdem nun zuletzt die bürgerlichen Richter, welche vor der dritten Tribüne standen, das Todesurtheil bestätigt hatten, schleppte man die drei Unglücklichen zur Hinrichtung.

Unter dem Galgen angelangt, knieten sie nieder, nachdem sie umsonst gebeten hatten, dass man ihnen das Hemd an den Knien zubinden möchte. Silvestro starb zuerst. Indem er seinen Geist aushauchte, hörte man ihn die Worte des Psalmisten sprechen:

In manus tuas, domine, commendo spiritum meum.
(In deine Hände, o Herr, befehle ich meinen Geist.)

Buonvicino folgte ihm und sein Muth verließ ihn nicht.

Savonarola kam zuletzt an die Reihe; man hatte ihm die Marter angethan, die letzten Todeszuckungen seiner Freunde mit ansehen zu müssen.

Er starb, sagt Guicciardini, mit dem Bewusstsein seiner Unschuld und durchdrungen vom Empfinden des Mitleids. Von Hoffnung aufrecht erhalten, verläugnete er nicht einen Augenblick seine Standhaftigkeit, es entschlüpfte ihm kein einziges Wort, welches ein Geständniß oder eine Protestation war.

Man behauptet indeß, dass er, bevor (420) er starb, noch diese Klage vernehmen ließ:

„O Florenz, was thust du heute?“

Savonarola starb Mittwoch, den 23. Mai 1498, am heiligen Abend vor Himmelfahrt. Er war fünf und fünfzig Jahre und acht Monate alt.

Noch seine unglücklichen Ueberreste waren Beschimpfungen ausgesetzt. „Es ist Zeit, Wunder zu thun!“ schrien seine unbarmherzigen Feinde. Ein starker, sich plötzlich erhebender Wind schützte einen Augenblick die Leiber der Hingerichteten vor der Berührung der Flammen. „Ein Wunder!“ antwortete man alsbald, „da ist das Wunder!“

Mitten unter dem Tumulte, welcher auf diese beklagenswerte Hinrichtung folgte, naheten sich mehrere noch treu an den Märtyrern haltende Piagnoni dem Scheiterhaufen, um von denselben sich einige Reliquien zu verschaffen. Die Signoria bemerkte es und gab den Befehl, die Leichname in den Arno zu werfen.

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Stellen aus Schriften und Reden

Summarischer Inhalt der Tagesberichte (Giornate), ein verloren gegangenes Werk von Ser Lorenzo Vivoli, florentinischem Notar durch Frau Serafina Razzi (Magliabecchiana Ms. Von San=Marco, VIII, 25.)

(513) „Dicesi ancora che la sua disobbedienza al Papa fu un´ altra causa della sua cattura, e risponde il vivoli che molti santi hanno disubbiditi al papa, come S. Giovanni Cristostomo, che non volle comparire a un concilio fatto in Alessandria, perché  v´erano i suoi nemici.” (Dasselbe wird berichtet vom heiligen Eusebius von Vercelli).

Kurz in Deutsch: Viele Heilige haben dem Papst nicht gehorcht, wie der hl. Johannes Chrysostomus, der sich nicht bei einem Konzil in Alexandria einfinden wollte, weil dort seine Gegner waren.

Fragment der zwölften Predigt über Amos. (Venedig 1519. Arrivabene, fol. 43)

Die zwölfte Predigt über Amos (28. Februar 1496) gehört unter diejenigen, welche von der römischen Congregation unter Paul IV. verboten wurden. Eine einzige Stelle in derselben ist ohne Zweifel die Ursache dieser Maßregel gewesen ... Allein die Ungeschicklichkeit dieser stelle ist doch eine solche, dass, um sie desto sicherer zu vertilgen, man lieber die ganze Predigt aus allen Exemplaren herausgerissen hat, in welchen sie stand. Wir haben deren sechs durchgegangen, zwei in der Riccardiana, drei in der Magliabecchiana und eines ... M. Gino Capponi ... Fünf von diesen Bänden enthielten die gesuchte predigt nicht. Endlich fanden wir sie in dem sechsten (Magliab.) und wir glauben, daß man diese auffallende Stelle, welche so viele fromme Leser vernichtet zu sehen wünschten, und welche jetzt eine so außerordentliche Seltenheit ist, nicht ohne Interesse lesen wird:

„O vaccae pingues quae estis in monte Samariae! O vacche grasse che siete ne´ monti di Samaria, che vuol ella dire questa Scrittura? Tu mi risponderai e dirai queste profetie e le Scritture sacre sono finite in Cristo e non vanno più là; e furono verificate a tempi loro. Io ti rispondo che non ci bisogneria più adunque el testamento vecchio a noi, e si espose pure dalli santi dottori al tempo delli eretici le Scritture, secondo quelli tempi d'allora per li eretici e tamen fu dopo Cristo, va dimandane li dottori ad me adunque questa Scrittura e queste vacche grasse voglion dire le meretrice. . . . . .

Io ti dico che le vacche grasse di Samaria sono le meretrici d'Italia e di Roma (io non dico delle donne da bene, io dico di chi è); eccene di nessuna in Italia e in Roma? Mille sono poche a Roma, dieci mila sono poche, dodici mila sono poche, quattordici mila sono poche a Roma. Udite adunque queste parole, o vacche di Samaria, udite nell' orecchio: la vacca è uno animale insulso e grosso e proprio come uno pezzo di carne colli occhi.

§        Donne, fate ch' elle vostre fanciulle non siano vacche, fatte che le vadino coperte el petto; non portino la coda come le vacche, fatele posare queste veliere, io non dico già che voi andiate col velo torto e male acconcio, ma assetate come donne da bene e oneste.

Queste che sono come io v' ho detto un pezzo di sarne con due occhi, non si vergognano di niente, può essere che voi non vi vergogniate? Che voi non solamente siate concubine, ma concubine di preti e di frati, e questo fate ancora pubblicamente. Può essere che voi non vergogniate, o vacche di Samaria? Perdonatemi, donne, io uso el vocabolo del profeta, e non dico se non di chi è.

Il toro che ha le vacche è di questa natura che insino che non è castrato è sempre superbo e sta sempre dissepato un poco dalle vacche, non si discosta però molto, perchè non vuol perderle d´occhio, e ha sempre l´occhio alle vacche, e guai se nessuno altro toro gli venisse. Ma che dirò io che e cynedi? E li garzoni sono diventati vacche e sono come vacche. Che diresti tu ancora se tori fussino vacche in agendo e patiendo? Tu mi intendi bene, tu sai se eccene di questi, comincia pure a Roma, e va pertutto e dove tu vuoi. Io mi vergogno a dirtelo, e tu mi intendi bene. ..."

§        Frauen, lasst eure Töchter nicht wie Kühe herumlaufen, macht, dass sie die Brust bedecken…

 (S. 540f.) Le meretrice d´Italia - Die Buhldirnen Italiens (12. pred. s. Amos, 28.2.1496) 

Weitere Literatur zu Savonarola:

Savonarola italianoSavonarola Übersicht auf deutsch

Sittenreform in Florenz (Perrens) - Setz die Todesbrille auf! Rom, tue Buße

Semplice come Dio -  Non ascoltano - Preghiera per la Chiesa - Von der Verachtung der Welt

Über die Kunst, gut zu sterben (Predigt am 2.11.1496 über Sir. 7, 40.)

Wider die Überhebung des Papstes (1498)

 

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