ETIKA

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8.6.2003, Pfingsten

15OE13

Christliche Einheit jetzt!

Apostel der letzten Zeiten AIHS: 15 Lösungen

 

Maria

 

Heilige Schrift

Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir! (Lukas 1,28)

„Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast.“ (Lukas 1,38)

Zusammenfassung

 

Maria ist ein Vorbild für uns alle, ein Vorbild der Bescheidenheit, Demut und Gottergebenheit. O Maria, Stern der Tugend!
Welches Geschöpf ist vollkommener als sie, die gesprochen hat:

„Mir geschehe nach deinem Wort!“?

Maria hilft demjenigen, der sie anruft.

Niemand ist gezwungen, sie anzurufen.

 

Übertreibungen der Katholischen Amtskirche

Die Katholische Amtskirche erklärt Maria in der Lauretanischen Litanei zur Mutter des Schöpfers.

Mater Creatoris – Du Mutter des Schöpfers (Anselm Schott O.S.B.: Das Messbuch der heiligen Kirche)

Im Glaubensbekenntnis heißt es aber:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und im Trisagium zur Heiligsten Dreieinigkeit wird „Gott Vater, der Ungeborene“ (der Ungezeugte, Dios Padre Ingénito“ angebetet. Wie kann denn Maria die Mutter von Gott Vater sein? Wie kann sie Herrin des Himmels und der Erde sein, wie es Maria von Ágreda gesehen haben will?

Protestanten: Besinnt euch auf Luther!

Luther sagte noch 1533:  "Creatura Maria non potest satis laudari" - "Maria kann nicht genug gelobt werden". Er widmete ihr eine eigene Schrift „Das Magnifikat“, in welcher er die Mutter Jesu sogar um ihre Fürbitte anflehte:

„Wir bitten Gott um ein rechtes Verständnis dieses Magnifikats, dass es nicht allein leuchte und rede, sondern brenne und lebe in Leib und Seele. Das verleihe uns Christus durch die Fürbitte und den Willen seiner lieben Mutter Maria. Amen.“

Wer nicht glaubt, dass Maria eine so herausragende Stellung einnimmt wie in vielen katholischen Publikationen (z. B. María von Ágreda) gelehrt wird, und wer nicht an die Echtheit aller oder einzelner marianischer Prophezeiungen glaubt, ist trotzdem ein Christ.

Wer aber nicht glaubt, dass Maria als Jungfrau Jesus geboren hat, ist kein Christ.

Der Jesuit H. Ségur wehrte sich gegen den Vorwurf in einem Dokument der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland, dass Katholiken Maria, die Mutter Jesu, „anbeten“. Er schrieb:

„Das .. Dokument begründet den Vorwurf, dass Protestanten die Unterscheidung von „anbeten“ und „anrufen“ bzw. „verehren“ nicht verstehen. Das verwundert, denn Heilige zu verehren und anzurufen war bereits in der Urkirche üblich.“
(D 28.5.1983, „In die Zeit gesprochen“, Sg.)

Praxis

·        Wer will, bete den Rosenkranz oder auch nur ein einzelnes Ave Maria. Es lautet:
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus... Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Vertiefung

Ecce ancilla Domini: fiat mihi secundum verbum tuum (Lc 1,38)
Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort.

 

Luther verehrte Maria zeitlebens

"Während er sich allmählich von der Verehrung der Heiligen gelöst hat, hat er der Maria bis an sein Lebensende Verehrung entgegengebracht." (Walter Delius, zitiert in: Das Magnifikat. Verdeutscht und ausgelegt durch D. Martin Luther. Mit einer Einführung von Dr. Albert Brandenburg. Herder Bücherei Freiburg 1964, Einführung, S. 16f.)

 

Maria als Herrscherin

Niemand ist gezwungen, folgende Aussagen Marias von Agredas für wahr zu halten. Wir sagen wie Augustinus über die Engellehre: "Ich für meine Person muß schon gestehen, daß ich darüber nichts weiß." (zit . bei Schmaus II, 243) Wir können es nicht nachprüfen. Es bleibt jedem selbst überlassen, was er davon hält. Auf keinen Fall dürfen solche Texte Anlaß zur Entzweiung der Christen bieten.

"Die drei Personen setzten .. der Jungfrau eine strahlende Krone auf das Haupt. Eine Stimme erscholl vom Throne:

"Freundin und Auserwählte unter allen Kreaturen, unser Reich ist das deinige. Die bist die Königin und Gebiterin der Seraphim, aller unserer Diener, der Engel, sowie aller Geschöpfe. Fahre fort, gebiete und regiere glückselig über sie. In unserem Ratschlusse erteilen wir die die Macht, Majesttät und Herrlichkeit. ... Nimm teil an unserer Herrschaft über alles, was unsere Hände mit Allmacht erbaut.Von deinem königlichen Throne wirst du befehlen bis in der Erde Mittelpunkt, und mit der Macht, welche wir dir erteilen, dir die Hölle und alle ihre Bewohner unterthänig erhalten. Alle werden dich fürchten als Gebieterin über jene Finsternisse und Abgründe unserer Feinde. Du wirst über die Erde, alle Elemente und Geschöpfe herrschen. In deine Hände und deinen Willen legen wir die Kräfte aller Dinge, auf daß dir unterthan sein mögen alle Einflüsse des Himmels, Regen und Fruchtbarkeit. Du wirst eine Königin und Herrin aller Menschen sein über ihr Leben und ihren Tod. Eine Herrscherin der streitenden Kirche, ihre Beschützerin, Fürsprecherin, Mutter und Lehrmeisterin wirst du darstellen... In deinen Hände legen wir alle Mittel und Hilfen unserer Gnade, damit du dieselbe austeilst. Alles soll durch dich verliehen und versagt werden. Von deinen Lippen wird sich die Gnade für alles ergießen, was du im Himmel und auf Erden verordnen wirst. Engel und Menschen werden dir in allem gehorsamen, weil alles, was unser ist, dir gehört, wie du stets die Unsrige gewesen. Du wirst mit uns regieren in Ewigkeit." (Maria von Agreda: Die geheimnisreiche Stadt Gottes. Regensburg 1904, S. 484f.)

 

Marias Mitwirkung am Erlösungswerk ist begrenzt, wie der Dogmatiker Schmaus ausführt:

"Wie .. allein die Sünde Adams die ganze Welt in den Fluch der Sünde hineinzog, nicht die Sünde Evas, so hat allein Christus die Welt zu Gott heimgeholt, nicht Maria, die ja selbst von ihrem Sohn erlöst wurde."
(Michael Schmaus, Professor an der Universität München: Katholische Dogmatik, Zweiter Band, Hochschulverlag Hueber München 1949, Copyright 1938, S. 888)

Er weist auch auf folgendes hin:

"In der Schrift ist die Lehre von der allgemeinen Gnadenvermittlerin Marias nicht ausdrücklich enthalten." (aaO 895)

Und schon Gregor von Nazianz wies den Kult der Anbetung Marias entschieden zurück. Auch Bernardin von Siena bekämpfte Auswüchse der Volksfrömmigkeit, die dann vom Tridentinum autoritativ abgeschafft wurden (aaO 902)

 

Prophezeiungen Marias

Eine seltsame Faszination üben die Prophezeiungen Marias in La Salette, Lourdes und Fatima (1917) und anderen Orten auf viele Christen aus. Wenn sich auch manche einzelne Vorhersage nicht bewahrheitet hat, es bleiben ein Schaudern vor dem kommenden Unheil und der ständige Aufruf zu Besserung, Umkehr und Buße.

Fatima:

Erstes Geheimnis: Vision der Hölle
Zweites Geheimnis: Vision des 2. Weltkrieges
Drittes Geheimnis: Blutige Verfolgung der Christen – Abfall an der Spitze der Kirche mit allgemeinem Glaubensabfall (Apostasie)

 

Literatur

Martin Luther: Das Magnifikat
Das Magnifikat. Verdeutscht und ausgelegt durch D. Martin Luther. Mit einer Einführung von Dr. Albert Brandenburg. Herder Bücherei Freiburg 1964.

Auch wenn wir Maria gegenüber etwas kritische Töne anklingen lassen - sie wird es verstehen, denn sie weiß, warum wir es tun. Zum Ausgleich empfehlen wir zwei Werke eines hochgeschätzten Lehrmeisters, der als Herausgeber von "das Neue Groschenblatt" unbeirrt den Weg der göttlichen Wahrheit geht:

Maria zu Füßen. Zur Mutter aufgeschaut. 33 kurze Kapitel für jeden Tag des Maimonats. 1994. 130 Seiten. 5,23 Euro. Zu bestellen beim „Neuen Groschenblatt“, Staasdorfer Str. 1, A-3441 Freundorf

Franz Burger: Im Licht der Unbefleckten. Lourdes und seine Lehre. Verlagsbuchhandlung Franz Reisinger, Wien, 1978.

 

Leben retten kann auch die von unserem Gönner P. Petrus Pavlicek, dem Gründer des Rosenkranz-Sühnekreuzzuges um den Frieden der Welt, Wien, vor Jahrzehnten herausgegebene Kleinschrift "Fatima".

Franz Werfel: Das Lied von Bernadette. S. Fischer Verlag

María von Ágreda: Die geheimnisreiche Stadt Gottes. Geschichte des Lebens der heiligsten Jungfrau Maria, wie sie der ehrwürdigen Klosterjungfrau Maria von Agreda geoffenbart und von derselben in spanischer Sprache niedergeschrieben wurde. Etliche Kapitel unter ETIKA 1, andere unter ETIKA 18B

Third Secret „Commentary“ Raises Concerns Over “Whitewash”: http://www.fatima.org/thirdsecret06.html

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