ETIKA

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8.6.2003, Pfingsten

15OE15

Christliche Einheit jetzt!

Apostel der letzten Zeiten AIHS: 15 Lösungen

 

Mission, andere Gläubige achten

 

Heilige Schrift:

Jesus Christus: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. (Markus 28,18-20)

Zusammenfassung

Wir sind alle Kinder Gottes. Und wir dürfen zu ihm zurückkehren. Aber wir sollen nicht mit leeren Händen kommen, sondern jene mitbringen, die im Irrtum befangen sind. Die Pflicht zur Mission besteht für die Christen,

·        solange Menschen an ihrem Unglauben und der Unkenntnis der Wahrheit  zugrunde gehen, weil ihnen niemand das Evangelium, die frohe Botschaft, gebracht hat,

·        solange unschuldige Menschen Götzen als Opfer gebracht werden,

·        solange Männer in Polygamie leben – die Frauen, die sie zusätzlich haben, fehlen anderen Männern, die somit um ihr Recht auf Ehe betrogen werden.

Idealisten der Welt, vereinigt euch!

Idealisten der ganzen Welt, vereinigt euch! Die Guten und Anständigen aller Völker und Religionen müssen sich angesichts des materiellen und moralischen Elends zusammenschließen.

Ein besonderes Anliegen ist uns die Schaffung eines internationalen Armenfonds auf Kosten der Verbrecher, Pornoproduzenten inbegriffen. Aber dazu bedürfte es der Unterstützung durch sittenstrenge Hindus und Moslems.

 

Was so furchtbare Dinge angeht wie das grausame Schächten von Tieren durch Juden und Moslems,  Menschenopfer für die Hindu-Göttin Kali, Tempelprostitution und Polygamie, so erinnern wir an den Rat des großen Mahatma Gandhi:

„Durch freundschaftlichen Kontakt wird es für uns alle möglich sein, unsere jeweiligen Religionen von Mängeln und Auswüchsen zu befreien.“ (Mühlmann: Gandhi, S. 125)

 

Der Zusammenschluß der Guten ist unumgänglich

"Angesichts der anhaltend kritischen Lage, die, wie Wir leider sagen müssen, jeden Augenblick sich in furchtbarer Weise entladen könnte, und deren tiefste Ursache in der religiösen Gleichgültigkeit zu suchen ist, in dem moralischen Teifstand des öffentlichen und privaten Lebens, in der systematischen Vergiftung der einfachen Seelen, denen das Gift eingeträufelt wird, nachdem man ihnen den Sinn für die wahre Freiheit sozusagen eingeschläfert hat, können und dürfen die 'Guten nicht unbekümmert und untätig als stille Zuschauer einer nahen, alles umstürzenden Katastrophe ihr gewohntes Leben in den alten Geleisen weiterführen...
Jetzt ist es Zeit, geliebte Söhne und Töchter, es ist wirklich Zeit, entscheidende Schritte zu unternehmen. Es ist Zeit, daß alle Guten, denen das Schicksal der Welt am Herzen liegt, sich einander nähern und sich aufs engste zusammenschließen. Mit dem Apostel wiederholen wir:

, Hora est jam nos de somno surgere´ (Röm 13,11) -
Die Stunde ist da, vom Schlafe aufzustehen, denn es naht sich unsere Erlösung.

Es gilt eine ganze Welt von Grund aus umzuformen, sie aus einer verwilderten in eine menschlich edle, aus einer menschlich edlen in eine vergöttlichte Welt umzuwandeln, entsprechend den Heilsabsichten Gottes.
Millionen von Menschen ersehnen eine Änderung des Kurses. Sie richten daher ihren Blick auf die Kirche Christi... Man weist hin auf das Meer von Tränen, auf die noch schmerzenden Wunden, auf die endlos weiten Friedhöfe, die der bewaffnete Haß auf der ganzen Welt geschaffen."

(Rundfunkbotschaft vom 10.2.1952 an die römischen Gläubigen, zitiert in: Von der Einheit der Welt - Das Programm Pius´ XII. für eine internationale Friedensordnung. Herder Verlag Freiburg, 1957, S. 30f.)

Papst Pius XII. - das ist diesen Worten zu entnehmen - gehörte mit Sicherheit keiner Organisation an, die sich gegen Gott verschworen hat.

 

Seid gegrüßt, ihr heiligen Tugenden alle,

die ihr durch die Gnade und die Erleuchtung des Heiligen Geistes eingegossen seid in die Herzen der Menschen, damit ihr sie aus Ungläubigen zu Gläubigen macht, die Gott treu sind.
(hl. Franziskus von Assisi, Salutatio beatae Mariae Virginis)

Praxis:

·        Bringt den Menschen in aller Welt die Frohe Botschaft, damit sie an Jesus Christus glauben und gerettet werden. Adolf Kolping: „Das Christentum muss aufs Neue die Welt erobern.“ (Adolph Kolping: Ein Leitbild für unser Leben – Gottesdienstelemente..., hrsgg. V. Internationalen Kolpingwerk und der Erzdiözese Köln, 1991, S. 11)

·        Achtet die Gläubigen anderer Religionen (Gandhi) und seid ihnen Vorbild, denn Gott will, dass wir ihre Seelen retten.

·        Gute und anständige Menschen aller Völker, unterstützt einander! Helft gemeinsam den Armen, Unterdrückten und Notleidenden! Verteidigt gemeinsam die guten Sitten! Wehrt euch gemeinsam gegen das Böse in der Welt!

Vertiefung

 

"Es wird vergessen, dass jede Person ein Recht darauf hat, die ,Frohe Botschaft´ Gottes zu hören, die sich in Christus offenbart und schenkt..." (Johannes Paul II. in seiner achten Enzyklika "Redemptoris Missio" vom 7.12.1990)

Spanisch: "Se olvida que toda persona tiene derecho a escuchar la "Buena nueva" de Dios que se revela y se da en Cristo..." (Juan Pablo II: Enciclica "Redemptoris Missio", 7 de diciembre de 1990, cit. en: "Dios lo quiere", ed. "Hermandad Sacerdotal Española", Madrid, 1991, No. 90)

 

Luther: Erlösung nur in der einen christlichen Kirche

Wenn der derzeitige Papst in seinem multikulturellen Kurs eine "neue Sicht der Allbegnadung" (Johannes Dörmann: Der theologische Weg Johannes Pauls II. zum Weltgebetstag der Religionen in Assisi, Sitta Verlag Senden/Westf., 1994, 204) in die Kirche einführen will und die anderen Religionen für gleichwertig hält -  Luther tat es nicht:

 

"Ich glaube, daß es auf der Erde - soweit die Welt reicht - nur eine heilige, allgemeine, christliche Kirche gibt, welche nichts anderes ist als die Gemeinde oder Versammlung der Heiligen, der Frommen, der gläubigen Menschen auf der Erde. Sie wird durch den Heiligen Geist versammelt, erhalten und regiert; und täglich durch die Sakramente und durch das Wort vermehrt. Ich glaube, daß niemand selig werden kann, der nicht in dieser Gemeinde gefunden wird und sich einträchtig in dem einen Glauben, dem Wort Gottes, den Sakramenten, der Hoffnung und der Liebe zu ihr hält. Und kein Jude, kein Ketzer, Heide oder Sünder kann mit ihr selig werden, es sei denn, daß er sich mit ihr versöhne, vereinige und mit ihr eins werde in allen Dingen."

(Martin Luther: Die reformatorischen Grundschriften, Band 4, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1983, S. 67, Eine kurze Form des Glaubens, Der dritte Artikel, geschrieben 1520)

Da ist Luther katholischer als der Papst.

 

Was will der Vatikan?
"Die volle Einheit der Kirche, die wir anstreben, ist nicht irgendeine Fusion, eine Einheits-Kirche. Alle Kirchen sollen ihre Reichtümer, ihre Gaben einbringen können. Also eine Einheit in einer legitimen Verschiedenheit. Zugleich aber eine Einheit im Wesentlichen, im Glauben, in den Sakramenten und in der gemeinsamen Leitung... Das Petrusamt gibt der Kirche Einheit, auch Unabhängigkeit von säkularen Bewegungen." (Kardinal Walter Kasper, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, in einem Interview anlässlich seines 70. Geburtstages mit Radio Vatikan sowie den "Dolomiten", 29.3.2003, S. 24) Kasper kennt die Lage dank seiner früheren Tätigkeit als Bischof von Rottenburg-Stuttgart im konfessionell furchtbar gespaltenen Baden-Württemberg bestens, besser als der Papst und Ratzinger. Wir weisen darauf hin, dass schon 1985 in Deutschland jede dritte Ehe konfessionsverschieden war – mit allen Folgen, von denen die Römer nichts wissen. Kasper, der Hauptherausgeber des „Lexikons für Theologie und Kirche“ sieht die Spaltung der „einen heiligen Kirche“ als „Ausdruck der Sünde und des Skandals“. (am 10.5.2003 in Vallendar)  Wir trauen ihm einiges zu, auch eine Verbesserung der Beziehungen zur russisch-orthodoxen Kirche, wenn der polnische Papst einmal nicht mehr sein sollte.

Aber der letzte Teil des letzten Satzes ist eben das, was wir in der Endzeit angesichts der geschilderten Entwicklungen bezweifeln.

 

Immerhin erklärte Kasper in dem von Aldo Parmeggiani geführten Interview weiter, dass die Katholische Kirche einiges von den anderen Kirchen lernen kann:

-         von den orthodoxen Kirchen die Ehrfurcht vor dem Heiligen (Ikonen mit ihrem geistlichen Reichtum) und "das Prinzip der Synodalität, das in alle Entscheidungen der anderen Bischöfe und auch der Gläubigen mit einbezogen wird"

-         von den Lutheranern "das gemeinsame Priestertum".

Kasper weiter: "Wir haben von ihnen die Bedeutung der Bibel, des Wortes Gottes gelernt, jetzt lernen sie von uns die Bedeutung der Sakramente." Dieser Kardinal hat gute Absichten. Sein Wahlspruch lautet: "Veritate in caritate - Wahrheit in der Liebe". Vielversprechend. Und Kasper zitiert den hl. Thomas von Aquin:

"Alle Wahrheit, wo immer sie auch herkommt, stammt vom Heiligen Geist."

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