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15OE6 |
Christliche
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Apostel der
letzten Zeiten AIHS: 15 Lösungen |
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Beichte |
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Heilige Schrift
Jesus zu den Jüngern:
21 Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
22 Nehmt hin den heiligen Geist!
223 Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; und welchen ihr
sie behaltet, denen sind sie behalten. (Johannes 20)
Jesus zu den Jüngern:
Was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was ihr
auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel gelöst sein. (Matthäus 18,18)
Jesus zu Petrus:
Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; alles, was du auf Erden
binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden
lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein. (Matthäus 16,19)
Zusammenfassung:
Die Beichte wird zu Unrecht vernachlässigt. Die Schäden sind verheerend.
Zu Luthers Zeiten war die Beichte üblich. Sie wurde erst von seinen Nachfolgern abgeschafft. Um so begrüßenswerter ist es, dass die Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands kürzlich (2003) eine Schrift „Einladung zur Beichte“ herausgegeben hat. Denn Beichte befreit von belastender Schuld und Sünde.
Im Handbuch des einfachen Lebens (ETIKA 2000, Kapitel 25, Ökumenische Erneuerung) heißt es: Die Einrichtung der Beichte (Sündenbekenntnis) ist in der evangelischen Kirche immer mehr verkümmert. Über den Brauch zur Zeit Luthers schreibt Samhammer:
„Die Ohrenbeichte ist nützlich, aber freigestellt.
"Jede Sünde ist ein Schaden.
Der Teufel zerstört durch die Sünde den Verstand (wir werden dumm), den Willen
(wir werden bequem und gleichgültig) und das Gemüt (wir werden rücksichtslos
und frech und roh). Das Gewissen wird langsam stumpf und lahm."
(Glaubenskompass, S. 26, herausgegeben vor Jahrzehnten von Pfarrer Dobler
†, Marianisches Apostolat, A-2812
Hollenthon/Stickelberg, Niederösterreich)
"Die Menschen haben zu allen Zeiten gesündigt.
Sie wußten es ... und bekannten es.... Heute besteht die Gefahr, daß das
Sündenbewußtsein allmählich verloren geht. Ohne das Bewußtsein, daß wir Sünder
sind, ..., gibt es kein Bedürfnis nach Erlösung, damit auch keine Beichte. ...
Buße müßte wieder mehr im biblischen Sinne als Bekehrung verstanden werden. Der
Empfang des Bußsakraments sollte den Höhepunkt
der Bereitschaft zu einer Lebensänderung darstellen und nicht bloß als
Befreiung von der Sündenlast aufgefaßt werden. ... "
(Wilhelm Grafl: Glaubensfragen klargestellt, Heyne Verlag München, 1981, S.
169f.)
Grafl macht auch darauf aufmerksam, daß die Männer früher am Altar gebeichtet haben und die Frauen an der Kommunionbank (wo ist diese übrigens geblieben, zumal es viele Katholiken gibt, die gerne kniend beichten möchten!?), seit dem 16. Jahrhundert im Beichtstuhl. Heute sitzt man dem Priester oft in einem Beicht- oder Aussprachezimmer gegenüber. (S. 171)
„Wer die Beichte abschaffen will, muß zuerst die
Sünde abschaffen. Wer die Sünde abschaffen will, muß zuerst Gott abschaffen. Wer
Gott abschafft, begeht Selbstmord.“
(Unterlagen für Ehevorbereitungskurs, Kanonikus Josef Hohenegger)
Praxis:
· Geistliche: Redet den Menschen ins Gewissen! Sagt ihnen nicht, dass die Beichte eine rasche Gelegenheit ist zur Sündenbefreiung und zum Abwerfen von Last, sondern legt das Schwergewicht darauf, dass es am wichtigsten ist, die Sünde von vornherein zu vermeiden.
· Christen: Nutzt die Beichte, um neu anzufangen!
· Beichtet oft! Belastet den Geistlichen bei peinlichen Angelegenheiten nicht allzu sehr mit Details, wie dies auch Papst Johannes Paul II. verlangt hat.
· Evangelische Christen, geht wieder zur Einzelbeichte!
· Geistliche, teilt auf den Schautafeln an bzw. in der Kirche sowie in den Pfarrblättern mit, wann Beichtgelegenheit ist!
Literatur:
10BE3 Beichte: Die sechs B (Kurat Otto Schwienbacher)
10BE40 Beichte für evangelische Christen (Pfarrer Gustav Hofelich)
10BE41 Wo keine Beichte, da nicht Gottes Volk (Martin Luther)
Simon Scherzl C.ss.R.: Selige Buße, Verlag Ludwig Auer, Cassianeum, Donauwörth