Evangelische Christen eilen herbei, den Turm der Kirche zu stützen, der ins Wanken gerät.
Eine Mahnung an den Papst und die anderen Kirchenführer, die Kirche Jesu Christi nicht zu verraten!

ETIKA

KURZBOTSCHAFTEN

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19.1.2002

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Kein andrer Name!

Medizin und Ideologie, 2/2001

„In keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.“ (Apostelgeschichte 4,12)

Theologische Erklärung zur Beurteilung der Religionen im Licht des Evangeliums, verabschiedet vom Theologischen Konvent Bekennender Gemeinschaften am 20. November 1999 in Krelingen.

1.     Der biblische Gott
Der lebendige dreieinige Gott, wie Er sich für die ganze Menschheit in der Bibel zuverlässig offenbart hat, ist gegenüber allen Göttern der Fremdreligionen der allein wahre.

2.     Die Verlorenheit der Menschheit
Seit dem Sündenfall befinden sich alle Menschen von Geburt an in einem Zustand der Gottentfremdung, Heillosigkeit und Todverfallenheit und können sich aus ihm nicht selbst befreien, auch nicht auf den Wegen der Religionen.

3.     Die Endgültigkeit des Evangeliums von Jesus Christus
Die unbedingte Geltung und Unersetzbarkeit des Evangeliums beruhen darauf, dass allein in Jesus Christus, dem menschgewordenen Gottessohn, das Heil und das Reich Gottes zu uns gekommen sind.

4.     Der Heilige Geist und die Gemeinde Jesu Christi
Jesus Christus hat die an ihn Glaubenden durch seinen Geist aufs engste mit sich verbunden zu einer aus der Welt herausgerufenen Gemeinde, um ihr als sein Leib in Wort und Tat das in ihm gekommene und zu erwartende Reich Gottes zu bezeugen.

5.     Das religiöse Suchen des Menschen
Gott hat den Menschen wesenhaft zu seinem Ebenbild und zur Gemeinschaft mit ihm in einem ewigen Leben erschaffen und wartet deshalb auf seine Rückkehr zu ihm.

6.     Gottes allgemeine Offenbarung am Anfang und in den Werken seiner Schöpfung
Auch dem gefallenen Menschen hat Gott es ermöglicht, ihn und seinen Willen in einem gewissen Maß zu erkennen, damit er ihn suche, preise und ihm danke.

7.     Die dämonische Komponente der Religionen
Die Heilige Schrift verurteilt die heidnische Religion deswegen, weil diese durch die Rebellion des Menschen gegen Gott geprägt ist und darüber hinaus satanisch beeinflusst ist. Beides bestimmt – in Gegenbewegung zu Gottes allgemeiner Offenbarung – die empirische Gestalt der Religionen mit.

8.     Die prüfende Unterscheidung
Die biblische Schau der Religionen lässt uns in ihnen drei dynamische Impulse erkennen: den göttlichen, den menschlichen und den dämonischen. Diese stehen in einem spannungsvollen Beziehungsgefüge zueinander und sind bei jeder konkreten Begegnung mit nichtchristlichen Religionen und ihren Repräsentanten voneinander zu unterscheiden.

9.     Das missionarisch-apologetische Zeugnis
Die Begegnung mit Anhängern anderer Religionen ruft Christen vor allem in die missionarische Verantwortung. Wir glauben und bekennen: Wir schulden es den Anhängern anderer Religionen, ihnen gegenüber Zeugnis für Jesus Christus als dem einen Herrn und Erlöser der ganzen Welt abzulegen (Mk 13,10). Dabei gilt es deutlich zu machen, wie in ihm ihre bisherige Religion ihre Erfüllung, aber auch ihr Gericht findet (Apg 17,23; 2. Kor. 5,14). Dies gilt auch im Blick auf das dem Christentum am nächsten verwandte Judentum. ... Der Dialog kann .. nie die für die christliche Mission unverzichtbare Aufforderung ersetzen, den bisherigen religiösen Mächten abzusagen, sich in Buße und Glauben Jesus Christus als persönlichem Heiland anzuvertrauen und ihm als Herrn zu unterstellen.
(Apg 2,38; 14,15; 1. Thess. 1,9) ...(Phil 2,10f, vgl. Jes 45,23f; 2. Kor 5,20)

10.                       Geistliche Nüchternheit im Blick auf die Zukunft
Mit dem Fortschreiten der Menschheitsgeschichte auf das Ende zu nimmt die Welt der nichtchristlichen Religionen einen
immer ausgeprägter antichristlichen Charakter an.

... warnen wir die Verantwortlichen (siehe Apg 20,28-30!) eindringlich vor, aus einem falschen Toleranzverständnis selber der synkretisierenden Unterwanderung unserer Gemeinden Vorschub zu leisten. Diese könnte nämlich geschehen durch einen verbrüdernden Umgang mit den Trägern fremdreligiöser Gegenmissionen – auch wenn (bzw. gerade weil) diese oft mit einer einnehmenden Ausstrahlung auftreten.

Für den Europäischen Bekenntniskonvent:
Bischof Dr. theol. h.c. Oskar Sakrausky
Dr. Martinus Kuiper, Chefred. Odd Sverre Hove

Für die Konferenz Bekennender Gemeinschaften:
Superintendent Dr. Ulrich Woronowicz
Pfarrer Hanss Schrödl, Pfarrer Wolfgang Sickinger

Für den Theologischen Konvent:
Bischof D. Dr. Joachim Heubach
Prof. Dr. Peter Beyerhaus D. D., Prof. Dr. Dr. Horst Beck

Kein andrer Name! XV Diese Erklärung kann in beliebiger Menge bezogen werden beim:
Institut DIAKRISIS
Institut-Diakrisis@t-online.de

Vollständiger Abdruck in Medizin und Ideologie, Informationsblatt der Europäischen Ärzteaktion, 23. Jahrgang, Ausgabe 2/2001, Seite17 - 23

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