ETIKA

Gotteslästerung

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Nacht in der evangelischen Kirche

9.10.2010

Gotteslästerung in der evangelischen Kirche. Gott Vater zur Frau erklärt.

Unser Gewährsmann traute seinen Augen nicht, als er beim Besuch des Erntedank-Gottesdienstes in der evangelischen Christuskirche in Eislingen-Nord (Württemberg) am Tag der deutschen Einheit, 3.10.2010, ein gelbes Blatt in die Hand gedrückt bekam, auf dem folgendes stand:

Nun danket alle Gott, mit Herzen Mund und Händen, die uns so liebvoll beschenkt an allen Enden. Die zärtlich uns umhüllt, uns birgt in ihrem Schoß, wenn uns so elend ist, so weh und heimatlos. (Musik: Johann Crüger 1647; Text: Gerhard Schöne 1990)

Der Kirchenbesucher verglich diesen Text mit jenem des Liedes 321 im Gesangbuch (Lied 228 in der Ausgabe von 1953) . Dort steht:

Nun danket alle Gott, mit Herzen, Mund und Händen, der große Dinge tut an uns und allen Enden, der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an unzählig viel zugut bis hierher hat getan. (Text Martin Rinckart, um 1630, Melodie: Johann Crüger 1647)

Dabei wird verwiesen auf Sirach 50,24-26. In der alten evangelischen Bibel von 1897 lautet der Text – er stammt von Jesus, dem Sohn Sirachs - so:

24. Nun danket alle Gott, der große Dinge thut an allen Enden; der uns von Mutterleib an lebendig erhält, und thut uns alles Gute. 25. Er gebe uns ein fröhlich Herz, und verleihe immerdar Frieden zu unsrer Zeit in Israel, 26. Und daß seine Gnade stets bei uns bleibe, und erlöse uns, solange wir leben.

Kurzum, in dem ausgeteilten Text wird Gott Vater zur Mutter erklärt. Eine Gotteslästerung sondergleichen. Denn im Verlauf des Gottesdienstes betete die Gemeinde richtig: Ich glaube an Gott Vater, den allmächtigen …  und: Vater unser im Himmel …

Warum das Lied dann doch nicht im Gottesdienst gesungen wurde (bei dem auch „in Verbundenheit mit unseren jüdischen Brüdern und Schwestern“ ein Psalm gebetet – unser Gewährsmann hatte dem Pfarrer schon früher gesagt, dass ihm die christlichen Palästinenser näher stehen - und das Abendmahl mit Traubensaft in Einzelkelchen gereicht wurde), entzieht sich unserer Kenntnis. Vielleicht hatte der Pfarrer im letzten Moment doch noch Gewissensbisse. Er hatte selbst eine Fürbitte formuliert: „Wir haben die Orientierung verloren“. Außerdem war eine 18-köpfige Gruppe aus Bautzen in der früheren DDR da, und diese Protestanten hätten vielleicht kein Verständnis für eine solche Extravaganz gehabt. Es handelt sich jedoch um kein Versehen. Denn im Gemeindebrief Nr. 139 für Oktober bis Dezember schreibt Pfarrer T. C.:

„Ein schöner Anlass (zu danken) ist das Erntedankfest, eine Möglichkeit, um im Gottesdienst mit einzustimmen in das Lied: 1. Nun danket alle Gott, mit Herzen Mund und Händen, die uns so liebevoll beschenkt an allen Enden. Die zärtlich uns umhüllt, uns birgt in ihrem Schoß, wenn uns so elend ist, so weh und heimatlos.“

Also zweifellos eine bewusste oder unbewusste Vorbereitung auf den multikulturellen Kult des Antichrist.

Was tun? Es ist nicht so, daß alle aus der Kirche austreten sollen, die Gott treu bleiben wollen. Vielmehr müssten jene die Kirche verlassen, die Gott verraten, indem sie die Botschaft der falschen Propheten und Antichristen aufnehmen und weitergeben. Faktisch herrscht ein Schisma, das sich durch alle Konfessionen zieht.

Immer mehr Leute werden vom Wahn der Welteinheitsreligion befallen, bei der alle Religionen für gleich und sämtliche Götter und Götzen für identisch erklärt und von allen Erdenbürgern zuerst geachtet, dann verehrt und schließlich angebetet werden sollen. Demnächst durch Gesetz. Die internationalen Organisationen dafür haben sich selbst erschaffen.

Womit wir wieder bei den Zuständen wären, die zur Zeit der römischen Kaiser herrschten. Aber auf die Tyrannen und Christenverfolger wartet das Schicksal, das wir in unserem Roman „Jedem nach seinen Taten“ (von Vicente F. Delmonte) geschildert haben; sie werden selbst in der Arena landen.

Am gleichen Tag der deutschen Einheit: Islam gehört zu Deutschland

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