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Jubiläumsjahr 2016

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Jahr der Gottesfurcht wäre nötiger

6.12.2015

Camillo Langone spricht uns aus der Seele: Ein Jahr der Gottesfurcht wäre dringlicher als ein Jahr der Barmherzigkeit. Denn dieses jetzt von Papst Bergoglio ausgerufene Jahr signalisiert den Menschen „in einer Epoche einer tiefen moralischen Krise, dass die Moral nicht so wichtig ist“. Aber „Gott will, dass die Schuld bezahlt wird“, zitiert Langone den großen Dichter Dante im „Purgatorio“. Langones Artikel erschien im Mailänder „Giornale“ vom 6.12.2015 unter dem Titel „In dieser Epoche gibt es schon zuviel (Selbst)Ablass – In quest´epoca c´è già troppa (auto)indulgenza“ (S. 19).

Der Journalist weiter: „Ich hätte mir ein Jubiläum gewünscht, das den Synkretismus und sentimentalen, weltlichen und unnützen Katholizismus jener, die denken , es sei erlaubt, gleichzeitig Gott und dem Mammon, Christus und Mohammed, der Jungfrau und den Wolkenkratzern, den Heiligen und Halloween, … den Kindern und Elton John zu dienen, der Lüge überführt würde.“ Pius XII. wusste schon 1946: „Die Sünde des Jahrhundert ist der Verlust der Sünde.“ Langone: „Was würde er heute dazu sagen, dass der Durchschnittskatholik ruhig am Sonntag einkauft und Gutes in den homosexuellen Gemeinschaften sieht“, ganz wie die Kardinäle Kasper und Schönborn. „Im gegenwärtigen Klima der Selbst-Lossprechung und des Laxismus (Nachlässigkeit) ist das Jubiläum der Barmherzigkeit Regen auf den nassen Boden.“ Ein Priester, der heutzutage versuche, von der Kanzel aus Sodomiten und Ehebrecher zu ermahnen, riskiere „vor dem Gelynchtwerden in den Medien jenes durch Kurie und Pfarrei“. Deshalb brauche es heute ein Jubiläumsjahr der Furcht Gottes (Timor di Dio), denn sie ist die siebte Gabe des Heiligen Geistes, die aber niemand mehr wolle. O, bleibt wie Camillo Langone bei der Wahrheit, kämpft für das Gute und gegen das Böse, für die wahre Kirche und das Christentum. Denn mit Gott ist nicht zu spaßen. „Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer“, sogar dieses Wort Jesu aus dem Matthäus-Evangelium wagt der Journalist des „Giornale“ abzudrucken.

 

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