ETIKA

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8.5.1999

18LC5R1

Das Schutzengelwunder von Cusco

Salesianerpater Ernst Fischer, Reportage von Bonaventur Meyer, CH-4632 Trimbach

Pater Ernst Fischer, geb. am 23.7.1914 in München, Salesianer Don Boscos, zum Priester geweiht am 2.12.1945 in Chile, wirkte 30 Jahre in Südamerika, gestorben am 10.6.1989 in Gossau.
Bischof Johannes Vonderach von Chur bestimmte ihn zum Exorzisten im Fall von "Mahnung aus dem Jenseits". Die Dämonen mussten dort auf Befehl der GOTTESMUTTER die Lage der Kirche und den Abfall so viele aufdecken. Die nachfolgende Schilderung erzählte er einem kleinen Kreis. Der Pater lehrte:

Der Engel Allgegenwart

Der heilige AUGUSTINUS hat folgende Sentenz gegeben:
"Omnis res visibilis habet potestatem evangelicam sibi propositam".
Auf deutsch:
"Jedes sichtbare Ding hat über sich eine Engelsmacht."

Das hat damals schon AUGUSTINUS gesagt und in der Predigt immer wiederholt. So bestätigt jede echte Privatoffenbarung die katholische Lehre.
Pater Fischer hatte in ROM eine gründliche theologische Ausbildung erhalten. Mit seinem ausgezeichneten Gedächtnis konnte er auf alle Fragen die klare Lehre der Kirche und der Offenbarung Gottes verkünden. Er bedauerte, dass heute gerade die Lehre über die heiligen Engel zum grössten Schaden der Kirche den Priesteramtskandidaten kaum mehr vermittelt wird.
Auf meine Bitte nun, das ganz überragende ENGELWUNDEr nochmals zu erzählen, begann er:

Der Teufel der Anden

Es war am 23. Oktober 1941, am Vorabend des Festes des grossen Liebesengels und REISEBEGLEITERS ST. RAPHAEL. Damals in Lima in unserem Oratorium war ich Präfekt der Knabenschule. Wir hatten dabei eine 40 Mann starke Blasmusikgruppe, die an dem Eucharistischen Kongress in Cusco in den Anden teilnahm.

Von Iokai mussten wir den Pass zum Inkatal nach Cusco überqueren. Mit den 40 Indianerbuben hatten wir uns vorbereitet und waren in dem grossen Bus mit dem Dirigenten und seiner Frau, die noch ihr dreimonatiges Kleinkind mit sich hatte. Es brauchte natürlich eine entsprechende Ausbildung mit dem grossen Bassinstrument bis zur Trompete und Trommel für unsere Musikanten, doch waren sie flink und begabt. Alle diese Musikinstrumente hatte man auf dem grossen Bus auf dem Dach verstaut.

Ein einziger Bub wollte sich von seiner Flöte nicht trennen und nahm sie mit in den Bus. Vor der Abfahrt hatten wir alle zusammen zum HEILIGEN ERZENGEL RAPHAEL gebetetet; es war am Vorabend seines Festes am 24. Oktober. Er ist ja der Schützer für die gute Reise. Dann sind wir eingestiegen und losgefahren.

Ohne dass wir es vorher wussten, war unserem Bus jener waghalsige Chauffeur zugeteilt, den sie den "Teufel der Anden" nannten, weil er die Strecke in der Abfahrt vom Pass anstatt wie alle andern in 3/4 Stunden in nicht viel mehr als 15 Minuten schaffte, indem er auf der genügend breiten Strasse sich überall durchhupte. Die Höhendifferenz war gegen 900 Meter mit sehr vielen Kehren.

Bei der Abfahrt vom Hochplateau war bei der Polizeikontrolle oben sein Kollege vor uns abgefertigt worden. Er hatte ihn schon mehrmals durchgelassen, und als wir von der Polizeistation entfernt waren, fing unser Chauffeur wieder an zu hupen, jedoch schätzte sein Vorfahrer die Distanz falsch ein und wollte ihm zuerst das Überholen verwehren. Bei dem Tempo unseres Wagens war kein Stopp mehr möglich, und unser Bus, wie hinter uns Fahrende bezeugten, überschlug sich siebenmal die steile Böschung hinunter.

Wir waren mit 80 km/h gefahren. Der Absturz unseres Busses vollzog sich vor den Augen der zahlreichen Nachfahrenden. Auch die Polizei folgte gleich nach. Beim Sturz war ich auf der Seite des Chauffeurs gesessen. Sechs Sitze hinter mir sass die Frau mit dem Säugling und ihrem Gatten, dem Kapellmeister.

Der Wagen landete auf dem alten Weg. Dann hörte ich nur die Polizei, die rief: "Jetzt holt die Toten heraus."

Die Schüler hatten bereits die Scheiben eingeschlagen, um sich ins Freie zu retten. Es war zuvor totenstill, als die Frau einen Schrei ausstiess: "Wo ist mein Kind, das ich zuvor in den Armen hielt? Mein Kind!!!" Und siehe da, das Kind war geschützt in meinem Mantel. Weder ihm noch irgend einem der Buben noch dem Ehepaar ist das Geringste geschehen.

Einzig die zum Ausstieg zerschlagenen Fenster und die zerbeulte Flöte des Ängstlichen waren beschädigt, während sämtliche Instrumente ohne jeden Schaden blieben. Der Car wurde wieder auf die Räder gestellt und das ausgelaufene Öl nachgefüllt. Der gleiche Bus, allerdings mit einem anderen Chauffeur und einigen defekten Scheiben, konnte die Fahrt fortsetzen.

Zu bemerken bleibt noch, dass nach dem Sturz ich mit dem Kind auf dem sechsten Platz und die Frau an meinem Platz sich vorgefunden haben. Keiner hat nur eine Schramme abbekommen bei dem siebenfachen Sturz.

Der triumphale Empfang in Cusco

Auf meinen Einwand, das diese Erzählung keiner glauben würde, erklärte Pater Fischer:

Wir konnten alle unversehrt weiter fahren. Die Kunde hatte sich schon vor unserer Ankunft in Cusco verbreitet.

Mit unglaublicher Freude zogen wir winkend in die von Menschen umsäumte, jubelnde und winkende Menge zur Kirche, mit einem Lobgesang begleitet von Priestern und dem uns empfangenden Bischof. Die Leute riefen: "Schaut das Wunderauto, schaut das Wunderauto."

Die Presse verbreitete das Geschehen im ganzen Land und im Ausland. Der Bischof von Cusco sagte mir folgendes: "Wenn man das nicht als Wunder annimmt, würde man vom HERRGOTT verlangen, dass ihr alle getötet und gleich wieder auferstanden wäret!"

Das hat sich so abgespielt. Der heilige Erzengel RAPHAEL, dem wir unsere Reise empfohlen hatten, hat uns auf wunderbare Weise gerettet. In grösster Dankbarkeit vor GOTT konnte Bischof Alvares zusammen mit unseren Musikanten den Eucharistischen Kongress durchführen.

So hat sich an uns das Wort aus dem 90. Psalm, 11-12, buchstäblich verwirklicht:

"Gott hat seinen Engeln deinethalb befohlen, sie sollen wachen über dich auf allen Wegen, dass du nicht stossest deinen Fuss an einen Stein."

Als Exorzist hat Pater Fischer zusammen mit Msgr. Dr. Basil Harambilet, Advokat an der Rota Romana am 5. April 1978 an der sehr bedrängten Besessenen von "Mahnung aus dem Jenseits" den Exorzismus vorgenommen, bei dem sich der im 17. Jahrhundert in den französischen Pyrenäen verstorbene Priester Verdi Garandieu aus der Besessenen melden musste. Sein Zeugnis habe ich in der Broschüre "Verworfener Priester warnt vor der Hölle" zusammengefasst.

Verworfener Priester warnt vor der Hölle, 52 Seiten, Fr. 9.60/DM 10.50,
Tonkassette dazu Fr./DM 14.-

Marianisches Schriftenwerk, CH-4632 Trimbach
Fax 062 / 293 49 09
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