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Matthäus 24 aktuell

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18LPMT24

Das Ende der Welt und der Greuel der Verwüstung

AIHS
12.3.2013

 

Die Jünger fragen Ihn beklommen,
nachdem Er sich dazugesellt:
„Was ist das Zeichen für Dein Kommen?
Und wann endet diese Welt?“

Lasst von Niemand euch verführen!
Sie geben sich für Christus aus,
mit falschem Namen sie hausieren.
Werft sie aus eurer Mitt´ hinaus! 1

Ihr werdet viel von Kriegen hören.
Erschrecket nicht vom Kriegsgeschrei!
Völker werden sich empören.
Hungersnot, kein Korn, kein Heu.

Das Alles ist noch nicht das Ende.
Beben hier und Beben dort.
Der Schergen blutbefleckte Hände
schleppen manchen Christen fort. 2

Viele dann den Glauben lassen,
fallen ab mit Seel´ und Tat.
Unt´reinander sie sich hassen.
Schmählich üben sie Verrat.

Die Lieb´, die sollt´ gestalten
das Glück in jedem Land,
in Vielen wird erkalten.
Unrecht nimmt überhand.

Wer ausharrt bis ans Ende,
erlangt die Seligkeit.
Christ, Jesu Botschaft sende
hinaus und bringe Freud!

*

Die Greuel der Verwüstung 3
an heil´gen Stätten sind.
Durchbohrt der Unschuld Rüstung:
geschänd´t der Tempel Kind.

Des Heil´gen Geistes Tempel
ist jeder Menschenleib. 4
Weh dem, der Satans Stempel
aufdrückt, ob Mann, ob Weib.

O denke an die Sünde,
die nie vergeben wird
. 5
Wer raubt Unschuld einem Kinde,
Seelen tötet, Schand´ gebiert,

wird dem die Lästerung verziehen,
die er verübt mit Tat statt Wort?
Darf überall das Unrecht blühen,
das Böse siegen immerfort?

Nein, so wird es nicht geschehen.
Doch für eine kurze Zeit 6
herrschen allerschlimmste Wehen.
Fliehet in die Einsamkeit! 7

Dann, sogleich nach der Bedrängnis
durch Satans Sohn, den Antichrist 8,
beginnt für Viele das Verhängnis,
das oftmals prophezeiet ist. 9

Dann erst wechseln die Gedanken,
wenn die Sonne finster wird,
wenn die Himmelskräfte wanken,
Sterne fall´n, das All rotiert.

Nun erscheint das Gotteszeichen;
von Osten her es furchtbar blitzt.
Alle Lebenden erbleichen
vor Dem, der auf den Wolken sitzt.

Engel sammeln die Erwählten
bis zu des Himmels Ende
für all die neuen Welten 10
die lang ersehnte Wende.

Niemand weiß die Stunde.
Drum bet´ mit Herz und Munde.
Himmel, Erde bald vergehen,
Christi Worte nie verwehen.

AIHS, 12.3.2012, zu Beginn des Konklaves, etika.com

Anmerkungen:

1 Vergleiche 1. Korinther 5,13

2 Siehe Benson: Der Herr der Welt

3 Daniel 9,27; 11,31; 12,11. Mt 24,15.

4 1. Korinther 6,19

5 Matthäus 12,31 Die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben. 32 Wer etwas gegen den Heiligen Geist sagt, dem wird nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt. - Dieses Wort Jesu sollte Anlass sein, die katholische Kirchenlehre abzuändern, wonach der Priester oder Papst jede Sünde vergeben kann. Vergleiche Hebräer 6,4-6 sowie ab 10,26 ... ein schreckliches Warten auf das Gericht und das gierige Feuer … Ausführlich dazu P. Martin von Cochem: Von der Furcht vor dem Urteil, ETIKA 18B18A5

6 Daniel 12,11:  1290 Tage oder dreieinhalb Jahre

7 Wörtlich in Mt 24,16 … der fliehe auf die Berge!

8 Siehe Solowjews Erzählung vom Antichrist sowie das Buch von Rainer Lechner: Jedem nach seinen Taten, 2. Auflage 2013

9 durchgehend im Alten und Neuen Testament; nur modernistische Pfarrer behaupten, dass die Bibel nur Froh-, nicht auch Drohbotschaft sei.

10 Siehe das „Himmels-Abc“ sowie das Gedicht „Schöne neue Welt“ in dem Gedichtband von Rainer Lechner „Empor aus der Scheinwelt“, 2013

Der Verfasser lädt dazu ein, das Gedicht mit dem Evangelium zu vergleichen: Matthäus 24.

Gültig ist immer die letzte Internet-Fassung, hier abgeändet am 14.3.2013.

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