ETIKA

Die Weisheit der Welt

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18LS1

RELIGION

Sprüche und Kommentare 17.9.2016

Andere
Schau nicht auf die anderen; sie stochern im Nebel, gehen Irrwege, versinken im Sumpf. Schau auf Christus auf dem Berg, flehe zum Vater im Himmel. Von oben kommt das Licht, das deinen Weg und dein Herz erleuchtet.
Etika 15OE21

Angst

Habe Mut, was deinen Glauben und deine Überzeugung betrifft. Keine Angst: Gott ist bei seiner Kirche bis zum Ende der Zeiten. Die Bösen müssen vor dem Guten Angst haben, aber nicht die Guten vor dem Bösen.
Don Bosco

Atheisten
Niemand verneinte die Existenz Gottes und seiner Wahrheiten, bevor er ihn nicht beleidigt hatte. Nadie negó la existencia de Dios y sus verdades antes de haberle ofendido.
Alfonso de Ligorio, 184

Barmherzigkeit
Sich barmherzig erweisen, wird als Eigentümlichkeit Gottes betrachtet, und darin äußert sich seine Allmacht.
hl. Thomas von Aquin

Si dice che Dio è geloso … adirato … pentito … misericordioso … previdente … sebbene in Dio non possa esserci ni gelosia, né ira, né pentimento, né popriamente misericordia, né prescienza. Tutti questi attributi sono presi da qualità umane ... Come può adirarsi lui che punisce i nostri vizi senza la minima perturbazione dell´animo? ... Come ha misericordia se mai sente tristezza in cuore?    Come può essere previdente, se per lui non ci sono cose future da prevedere?
S. Gregorio Magno, Moralia II, Libro XX, Nr. 63, 666, S. 76f, Edizioni Paoline, 1965

Bibel
Sobald Sie sich in der Heiligen Schrift etwas auskennen, haben Sie stets Gottesworte zur Verfügung, die Ihnen helfen, eine Situation zu meistern und sicch mit der Liebe und der Kraft Gottes zu verbinden.
P. Berchmanns Egloff: Das Gebet der Vielbeschäftigten, S. 83

Der Herr: Aller Schaden, welcher der Welt zugeht, kommt daher, daß man die Wahrheit der Schrift nicht in klarer Wahrheit erkennt.
Das Leben der heiligen Theresia von Jesu (Avila), 40, Verlag Friedrich Pustet Regensburg, 1903, S. 582

Böse Welt
Sei wachsam, unterscheide, Christ, hüt dich vor dem faulen Fried´. – Scheu weder Teufel, Welt und Tod, noch gar der Hölle Rachen, Dein Jesus lebt, es hat kein Not, er ist noch bei den Schwachen. – Tritt unter dich die böse Welt und strebe nach des Himmels Zelt, wo Jesus ist zu finden.
Lorenz Lorenzen, 1700, im Lied: Wach auf, mein Herz, die Nacht …, Evangelisches Gesangbuch Nr. 114, Stuttgart 1996.

Buße
Je mehr du dich jetzt schonest, um so härter wirst du es später büßen müssen. Eine einzige Stunde wird dereinst viel schmerzlicher sein, als wenn du 100 Jahre auf dieser Welt in der schwersten Buße zubringst.
Thomas von Kempis, zit. Auer 1904, 183

Chaos
Gottes Werk ist, das Chaos zurückzudrängen
evangelischer Pfarrer Hösch, Salach, 19.6.2011

Christentum
„Wer sich einem neuen Christentum entgegensehnt, zeigt sich über das alte enttäuscht. Wem das alte Christentum nicht gefällt, der will im Grunde einen neuen Christus haben. Da dieser nur dem kleinen Geist eines kleinen Menschen entspringen kann, ist seine Dürftigkeit zu ahnen – ganz zu schweigen davon, daß er ein lebloses Gemächte im Reich des Unwirklichen bleibt.“
Der Fels, 11/1976

Christus
Christus will keine Bewunderer, sondern Nachfolger.
Sören Kierkegaard

Versuche in schwierigen Situationen und Anfechtungen nicht mit deinen Augen, sondern mit den Augen Jesu zu sehen. Was würde Er sehen, was würde Er tun?
F. G. Aymara: Wege zu Gott

Wenn man Jesus wirklich lieb hat, begeht man wissentlich keine Sünde.
Maria Lichtenegger, 34

Dummheit

Nur die Dummen und Schlechten glauben nicht an Gott und an ein Leben im Jenseits, das den vollbrachten Werken entspricht. Alle edlen, höheren Seelen sehnen sich nach der ewigen Seligkeit, und nichts kann ihre Hoffnung erschüttern.
ETIKA

Engel
Käme kein Engel mehr, dann ginge die Welt unter. Solange Gott die Erde trägt, schickt er seine Engel. Die Engel sind älter als alle Religionen – und sie kommen auch noch zu den Menschen, die von Religion nichts mehr wissen wollen. Es ist ein Segen, daß sie sich nicht darum kümmern, ob die Menschen an sie glauben oder nicht. Der Engel muß kommen, um seinen Auftrag zu erfüllen, und er muß wieder gehen, wenn er ihn ausgeführt hat.
Claus Westermann, Gottes Engel brauchen Flügel, Kreuz-Verlag Stuttgart. Zit. im evangelischen Neukirchener Kalender, 9.4.1981

Dein Engel hält sich stets bereit,
zieht dich auf die rechte Seit´.

Das ist der Engel Speise, jetzt und alle Zeit, sie stärkt uns auf der Reise, hin in die Ewigkeit. Altartuch, Kastelruth, Kofel, Ostern 2014

Erkenntnis
Die Erkenntnis ist das Erbe
Nicht der Weisen, nein der Frommen;
Nicht im Grübeln, nein im Beten
Wird die Offenbarung kommen.
Friedrich Wilhelm Weber, Dreizehnlinden, zit. in Die größten Geister über die höchsten Fragen

Fasten
Fasten, wie ich es liebe: die Fesseln des Unrechts zu lösen.
Jesaja 58,6

Freundschaft mit Jesus
Ein seltener Fund auf Erden ist der treue Freund, der in allen Nöten seines Freundes mit ihm ausharret. Dieser Freund, der in allen Nöten seines Freundes treu bleibt, und der treueste von allen Freunden, bist du, o mein Gott!
Das Buch von der Nachfolgung Christi, verfasset von Thomas von Kempis, und neu übersetzt von Johann Michael Sailer. Verlag Ign. Jos. Lentner, München, 1825. - Vier Bücher von der Nachfolge Christi. Übersetzt von P. Benedikt Niedermayer. Verlag von Georg Joseph Manz, Regensburg, 1880. – Nachfolge Christi. Deutsche Buch-Gemeinschaft, Berlin, ohne Jahr (Sailer, Gläser). – Das Buch von der Nachfolge Christi. Philipp Reclam jun. Stuttgart, 1980 (Sailer, Kröber). Diese Quellenangaben gelten auch für die nachfolgenden Zitate aus der Nachfolge Christi. III, 45

Jesus, Maria, das Kreuz, ich will keine anderen Freunde als diese.
Bernadette Soubirous, Diario intimo, 1873-74, in: lettere e pagine di diario, Città Nuova Editrice, Roma 1978, S. 82

Frömmigkeit
Gott, das höchste Gut (letzte Ziel) des Menschen, beziehe Alles auf Ihn! … So mußt du denn alle Dinge zu Mir als der Urquelle zurückführen, denn Ich bin ja - der Eine Geber aller Dinge.
Nachfolge Christi III, 9

Je größer die Fortschritte im geistigen Leben, desto größer die Leiden, desto größer die Tröstungen.
F. G. Aymara, Wege zu Gott

Alles „in Ihm“, alles „durch Ihn“, alles „mit Ihm“, alles „für Ihn“, alles Er!
hl. Franz von Sales, Briefe I, 208

Gebet

In allen unseren Nöten, Mühen, Schwierigkeiten bleibt uns kein besseres und sichereres Heilmittel als das Gebet und die Hoffnung, daß Gott mit den Mitteln hilft, die er möchte.
hl. Johannes vom Kreuz, Aviso (Ermahnung) Nr. 204

Wir müssen das Gebet zur Hauptsache unseres Lebens machen und lernen, ihm alles zu jeder Zeit unterzuordnen: arbeiten, essen trinken, schlafen, Leid und Freude empfinden. Denken wir so oft wie möglich an Gott. Versuchen wir, ständig zu beten. Lieben wir, bitten wir, danken wir, preisen wir den Herrn. Das ganze Leben sollte ein Gebet der Liebe sein. Dies ist die leichteste und schwerste Übung des Christen. Sie heiligt ihn zur Vollkommenheit.
F. G. Aymara: Wege zu Gott, ETIKA

Das Gebet muß unser Element werden, und alle unsere irdischen Arbeiten, unser Beruf usf. müssen mit dem Herrn begonnen, fortgeführt und vollendet werden. Man darf und soll ja alles mit dem Herrn besprechen.
Henriette von Seckendorff, Hausandachten, Brunnen-Verlag Gießen-Basel, 1953, S. 213

Alle Seligen des Himmels sind selig geworden durch das Gebet, alle Verdammten sind verloren gegangen, weil sie nicht gebetet haben.
hl. Alfons von Liguori, Kath. Katechismus 136

Das mündliche Gebet sollen wir zu bestimmten festgesetzten Zeiten verrichten und das geistige Gebet ohne Unterlaß.
hl. Caterina von Siena, Dialogo 543, letzte Worte

Es ist nicht nötig, das der Geist dem mündlichen Gebet folgt, sondern es genügt die Tugend der ersten Absicht des Betenden, um zu bewirken, daß er für sich und für Andere Verdiente erwirbt.
Girolamo Savonarola, Orazione mentale 155

Lege nicht Wert darauf, die Worte sorgfältig auszusprechen, achte auch nicht auf den Sinn der Worte, sondern achte auf Gott und bringe ihm deinen Wunsch vor und richte die ganze Liebe deines Herzens auf ihn und bitte ihm um dauerhafte Dinge für das Heil. Erhebe den Geist über dich.
Girolamo Savonarola, Orazione mentale 156

Wenn sich während des mündlichen Betens dein Herz zum inneren Gebet gezogen fühlt, so widerstehe nicht. Laß deinen Geist ruhig dazu übergleiten. … Die Herzensandacht, die du statt dessen verrichtest, gefällt Gott viel mehr, und sie ist heilsamer deiner Seele.
hl. Franz von Sales, zit. Bote von Fatima, 13.12.1980

Weil die Werke der Tugend und die Erfüllung des Gebote Teil des Gebetes sind, betet derjenige unaufhörlich, der das Gebet mit den vorgeschriebenen Werken und die Aktion mit dem Gebet vereinigt. Nur so können wir verstehen, wie der Befehl, unablässig zu beten, zu verwirklichen ist, wenn wir nämlich das Leben des Heiligen als ein einziges, dauerndes Gebet bezeichnen, bei dem, was wir Gebet zu nennen pflegen, nur ein Teil davon ist.
Origenes, La Preghiera. XII, 2. Arnoldo Mondadori Editore, 1984, S. 67f. Città Nuova Ed., Roma, 1974

Bete ohne Unterlass,
das ist der halbe Himmelspass.

Wenn du Ird´sches willst beginnen: heb´ zuvor
Deine Seele im Gebet zu Gott empor.
Einen Prüfstein wirst du finden im Gebet,
Ob dein Ird´sches vor dem Göttlichen besteht.
Friedrich Rückert, zit. in Die größten Geister über die höchsten Fragen, S. 341

Wie ein Pfeil kommt das Gebet aus der Seele des Beters; es verletzt bis zur Vernichtung und Niederlage die Geister, die Gott feindlich gegenüberstehen und uns in die Schlingen der Sünde verstricken wollen.
Origenes, la Preghiera XII, S. 67

Napoleon meinte: Wer den Krieg gewinnen will, braucht drei Dinge: Geld, Geld, Geld. Ich sage: Um den Himmel zu gewinnen, braucht man ebenso drei Dinge: Gebet, Gebet, Gebet. Alles hängt von der Kraft des Gebetes ab.
Hl. Maximilian Kolbe; aus: Das Neue Groschenblatt /2003

O mein Herr Jesu Christe / schaffe daß ich dich erkenne / dich förchte / und dich von Hertzen liebe.
Bruder Maseus, Gefährte des hl. Franziskus von Assisi, Der Cronicken der mindern Brüder, das sechste Buch, Cap. 21, Alte Cronicken

Wer Gott liebt, betet, Je mehr man liebt, desto mehr betet man. Je mehr man betet, desto mehr liebt man.
P. Stefano Maria Manelli, S. Francesco d´Assisi – Vita e Insegnamenti, Frigento 1981, S. 132

Es ist unmöglich den Wunsch zu haben, wirklich zu beten, und dabei nicht eine Art Freude empfinden zu wollen. Ohne Zweifel erlangt der Betende in der Vereinigung Freude und Wonne und Inbrunst und Seelenstärke gegen Versuchungen und Trübsale, und häufig Tränen der Reue und Sehnsucht nach dem himmlischen Vaterland.
Girolamo Savonarola, Märtyrer, Orazione mentale, 163

Viele weitere Zitate zum Gebet im Handbuch des einfachen Lebens sowie in dem Gebetbuch „Guter und gerechter Gott“ vom Verfasser dieser Zusammenstellung.

Gebetserhörung
Gott gibt uns entweder das, worum wir bitten, oder etwas, was uns nützlicher ist.
hl. Bernhard von Clairvaux, Kath. Katechismus 136

All mein Bitten, Danken, Loben
erhöre, Gott, im Himmel droben!

Wir können nicht immer gleich Erhörung finden, da Gott sonst ja beständig Wunder wirken müßte durch fortlaufenden Eingriff in die Naturgesetze und in den von diesen bedingten Ablauf der Dinge! … Also im Gebet Geduld und Ausdauer!
Sellemond, Goldenes ABC 42

Dorthin (in des Menschen Inneres) lenkt Gottes Güte den Strom seines Gutseins. Dann kann es geschehen, daß wir ein Leben lang an der Tür stehen, Ausschau halten und warten, ob denn nicht endlich Gottes Güte komme und sich darum sorge, daß wir es gut haben. Derweil ist Gottes Güte längst im Innern damit beschäftigt, daß wir gut werden.
P. Hadumar Herwig OFM in „Begegnen und Helfen“, Köln 5/1982, zitiert im 518. Vinzenzbrief, Bozen, 19.10.1982

Der Beter wird verändert, wenn er es lernt, auf seinen Wunsch zu verzichten und sich vor Gott zu beugen in der Erkenntnis, daß Gott immer recht hat, auch wenn wir seinen Weg nicht verstehen.
Anna Paulsen im Schlußwort zu Sören Kierkegaard: Der Pfahl im Fleisch sowie Wider Feigheit und Vom Gebet, Furche Verlag Hamburg 1962, S. 107

Es kann sein, daß es für mich nicht gut wäre, erhört zu werden; denn die Tugend wird aus der Erkenntnis unserer Schwäche geboren.
Girolamo Savonarola, Meditation zum Psalm In Te Domine Speravi

„Das Gebet vom Menschen, mit Bewußtsein angewandt“, so sagte er (der Erzieher), besitzt das Geheimnis, Gottes Allmacht mit Ohnmacht zu schlagen. Im Gebet steht der Mensch der höchsten Macht gleichberechtigt mit gleicher Gewalt gegenüber, und mit einem vermessenen Gebet kann der Sterbliche den Unsterblichen zum Zittern bringen. Wehe aber diesem Menschen, vor dem der Unsterbliche zittert! Seid euch eurer furchtbaren Macht über Gott im Gebet bewußt, aber seid es in Zagen und heiliger Furcht, den vernichtenden Blitz hervorzulocken. Darum sollt ihr nichts wollen und erbitten, was nicht im Weltplan der göttlichen Vernunft liegen kann.
Jakob Schaffner, Schweizer Schriftsteller, Johannes, S. 504f

Was deine Seel begehrt, bekommt sie alls in Gott;
Nimmt sie es außer ihm, so wird es ihr zum Tod.
Johann Scheffler, genannt Angelus Silesius, Der Cherubinische Wandersmann, Sickingen-Verlag München, 192, In Gott ist alles, S. 29

Das Gebet, die größte Macht zwischen Himmel und Erde! Das Gebet des Menschen setzt die Allmacht Gottes in Bewegung!
Schinko, Friede ja aber wie? S. 6

Hör auf Gott in seinen Geboten, damit er auf dich hört in deinen Gebeten!
hl. Chrysostomus

Das Gebet macht für die Menschen Dinge möglich, die sie auf andere Weise unmöglich finden.
Sadhu Sundar Singh, evangelischer indischer Wanderprediger, zit. Melzer: Indische Weisheit und christliche Erkenntnis, S. 144

Gebote
Gott hat einen Schutzwall voll Warnungstafeln aufgestellt, die uns von innen und außen aufrufen, die Wege Gottes zu wandeln, die Grenzen nicht zu überschreiten, denn dahinter gähnt der Abgrund, der Feind.
P. Rudolf Haindl OFM, Brixen, 498. Vinzenzbrief, 22.2.1981

Gegenwart Gottes
Wenn ihr alles, was ihr tut, für Gott tut, dann seid ihr ständig in der Gegenwart Gottes. Essen, schlafen, arbeiten aus Liebe zu Ihm heißt in Seiner Gegenwart sein.
hl. Franz von Sales, Deutsche Ausgabe der Werke, Band 2, Geistliche Gespräche, S. 341, Franz-Sales-Verlag Eichstätt, 1959-1977

Geheimnisse
Es ist eine schon tausendmal gemachte Erfahrung, daß, wenn man von Gott irgend eine Gnade empfangen hat, und man sich dieser Gnade rühmt oder überhaupt unnöthiger Weise davon spricht, so verliert man sie gewöhnlich.
Alban Stolz, Legende, Monat September, Herder Verlag Freiburg, 1859, S. 45

Gerechtigkeit

Die Frohe Botschaft des Evangeliums besteht auch darin, dass in Allem und hinter Allem eine verborgene Gerechtigkeit herrscht, die sich von der Vergangenheit in die Zukunft erstreckt. Denn Gott ist der Gerechte.
ETIKA

Groß ist die Barmherzigkeit,
gleich groß die Gerechtigkeit.

Gewissen
Der Mensch hat die sittliche Erkenntnis von Natur aus.
Nach Thomas von Aquin, Sent. II, dist. 24, q. 2, a. 3, solutio. Zitiert von Ulrich Lück, Das Problem der allgemeingültigen Ethik, Heidelberg/Löwen, S. 35

Wir haben in uns ein natürliches Licht, das Gott uns gegeben hat, damit wir das Gute vom Bösen unterscheiden, den vollkommenen Gegenstand vom unvollkommenen, den reinen vom schmutzigen, das Licht von der Finsterniss, das Endliche vom Unendlichen.
hl.
Caterina von Siena, Lettere 301; Pensieri, scelti da P. Raimondo Sorgia O.P., Edizioni Borla, Roma, 1979, n. 444

Geh nicht aus dir hinaus, kehr bei dir selber ein. Im innern Menschen wohnt die Wahrheit.
hl. Augustinus

Herr, Du sprichst geheimnisvoll zu mir.
Du rufst mich, indem Du im Grunde meines Gewissens zu mir sprichst, wenn ich etwas Gutes oder Böses gedacht, gesprochen oder getan habe.
Du rufst mich in der Nacht und am Tag zu einem Aufhorchen auf Deine Stimme.
Du rufst mich in Ereignissen und Begegnungen und Zufälligkeiten des Alltags.
Du rufst mich in Gefahr, Kummer, Sorgen, Angst, um mir zu helfen, mein Kreuz zu tragen.
Du rufst mich wiederholt, bevor Du mich abberufst in die Ewigkeit.
Pater Petrus Pavlicek OFM, Betendes Gottesvolk Nr. 105, März 1976

Dem Heiligen offenbarst Du Deine Heiligkeit, dem Unschuldigen Deine Unschuld, für den Auserwählten bist Du der Auserwählte, für den Verderbten aber das Verderben.
Girolamo Savonarola, Meditation über den Psalm Miserere, nach Ps. 17, 26-27

Bewahre einen reinen, kindlichen Sinn in dir und folge unbedingt der Stimme deines Innern, denn sie ist das Göttliche in uns und führt uns nicht irre.
Caspar David Friedrich, 1774-1840, Maler der Romantik, über Kunst und Kunstgeist, Bildband 1985, S. 8

Unser moralisches Gefühl versichert uns, daß es einen moralischen Weltbeherrscher, eine unsterbliche Seele und eine sittliche Freiheit giebt.
Albert Schweitzer, Die Philosophie und die allgemeine Bildung im 19. Jahrhundert, zit. im 37. Rundbrief

Das Vermögen zum sittlichen Urteil, ob etwas als sittlich gut zu wählen oder als sittlich schlecht zu meiden sei, nennt man unser Gewissen.
Fr. Brentano, Grundlegung und Aufbau der Ethik, Berlin 1952, S. 323

Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen. - Conscia mens recti famae mendacia videt.
Ovid, 43. v. Chr. – 17 n. Chr., Fasti 4, 311

Glaube
Glaube ist die Brücke vom Sichtbaren zum Unsichtbaren.
Pfarrblatt Platt i. P., 1997

Der Mensch kann das Angebot Gottes nur annehmen oder verwerfen.
F. G. Aymara

Credo ut intellegam. – Ich glaube, um zu verstehen.
Anselm von Canterbury, 1033-1109, scholastischer Theologe und Philosoph, Proslogion 1

Man glaubt gar nicht, wie viel man glauben muß, um ungläubig zu sein.
Kardinal Michael von Faulhaber

Der Glaube ist ein besserer Ratgeber als die Vernunft. Die Vernunft hat Grenzen, der Glaube keine.
Blaise Pascal, 1623-1662, französischer Philosoph

Glückseligkeit
Gott schuf den Menschen für die ewige Glückseligkeit.
Alfonso de Ligorio, 172, hl. Alfons von Liguori

Gnade

Wer löst mich von den Sklavenketten? Wer schafft in meinem Innern Ruh? Nur du, Erlöser, kannst mich retten, Ich eile deiner Gnade zu. Mit dir, du Gottessohn, verbunden / ist nichts Verdammliches an mir; Ich wandl´ im Geist und kann gesunden, lebst du in mir und ich in dir.
Evangelisches Gebetbuch, um 1900 oder später, 29.9., S. 421

Wir müssen vorerst ganz ausgezogen werden, dann sind wir erst fähig, die Gnadengüter und Erquickungen in uns aufzunehmen. Unsere Unzufriedenheit nötigt den Herrn dann oft wieder, uns aufs neue in die Dürre zu führen, damit wir recht schmachtend werden nach Gnade und auch zufrieden sind, wenn wir sie nur tropfenweise erfahren.
Henriette von Seckendorff, Hausandachten, S. 212f

Glücklich jene, die der Gnade Gottes entsprechen; unglücklich jene, welche die Tür ihres Herzens verschließen, wenn sie Gottes Gnade anklopfen hören.
Don Bosco, aus: das Neue Groschenblatt, Wien

Gott
Die Herrlichkeit, welche Gott selbst ist, kann weder Engel noch Mensch im geringsten abmessen noch erschöpfen, denn er ist die ganze Fülle; darum werden auch die Engel nimmer gesättigt werden in seinem Anschauen, weil sie immer unbekannte und neue Dinge in Ihm sehen mit herrlicher Lieblichkeit.
hl. Hildegard von Bingen, Scivias, zit. Alban Stolz, Legende, 17. September, Herder Verlag Freiburg, 1859, S. 128

Alles was gesehen / gedacht und gezelt mag werden / ist gegen dem jenigen so nit gesehen / gehört / noch gedacht mag werden / gleichsam als nichts nit. Alle die Gelehrten und Heyligen / so je gewesen seynd / und noch seyn werden / die von Gott geredt / und inn künfftig reden möchten / könden so wenig von der Herrligkeit desselben sagen / als ein Nadelspitz dem Himmel und Erden / sambt allen darinn wohnenden Creaturen / ja tausent mal weniger zu vergleichen.
Der Cronicken der Minderen Brüder / Das sibent Buch. Bruder Egidius von Assisi. Discurs von dem Glauben. Cap. 23. Getruckt zu Costantz am Bodensee bey Nicolao Kalt. M. DC. IIII. S. 285f

Gott ist allmächtig, ewig, unveränderlich, allgenugsam, allwissend, allgegenwärtig, allgütig, allweise. Der Schöpfer kennt jedes und alle Geschöpfe, und zwar in allen ihren mannigfachen und auf einander folgenden Zuständen, ihre Bedürfnisse, Wünsche, Gedanken, Gebete, ihre Not, Schuld, Unschuld … Die freien Handlungen der Menschen erkennt er daher zuvor, weil sie geschehen werden, nicht aber geschehen sie, weil er sie zuvor erkennt, wodurch die menschliche Freiheit aufgehoben, in Notwendigkeit verwandelt, und Alles in einen Mechanismus, in ein Uhrwerk verkehrt würde.
Lisco 27

Die Herrlichkeit Gottes wurzelt in seiner unendlichen Vollkommenheit und Dreipersönlichkeit. Der Vater schaut seine innere Herrlichkeit und spricht sie im Sohn aus, der das Wort des Vaters ist, ihm völlig gleich. Beide lieben sich unendlich und die aus ihnen strömende Liebe ist der Heilige Geist.
P. Rudolf Haindl OFM, 488. Vinzenzbrief, 29.4.1980

Gott ist ein Gott der Büßer.
hl. Ephräm, zit. von Alban Stolz: Legende, Freiburg 1856, 9. Juli, S. 78

Leg alles stets in Gottes ewige Hände. Das Glück, den Schmerz, den Anfang und das Ende.
Spruch auf einem Kreuz vor Krummwälden

Wäre Gott nur Liebe und nicht auch Gerechtigkeit, wäre es sinnlos, Maria, die Heiligen und die Engel um ihre Fürsprache zu bitten oder den Rosenkranz zu beten,  ja überhaupt wären fast alle Gebete überflüssig; und Jeder könnte Böses tun, und Alles würde allen Sündern und Frevlern verziehen.
ETIKA

Wahrlich, der Gott der Christen ist allein der wahre Gott!
Die hl. Agnes, Jungfrau und Märtyrerin: 21.1., Auer, 1904, 50

Gott vermag mehr zu wirken, als ein Mensch begreifen kann.
Thomas von Kempen

Gottes Ebenbild
Jeder muß sich mit höchster Anstrengung bemühen, sich Gott zu nähern und, soweit es möglich ist, Ihm ähnlich zu werden, wie der Apostel Paulus sagt: Ihr sollt Gott nachahmen als seine geliebten Kinder. (Eph 5, 1) Die christliche Einfachheit besteht darin, daß der Mensch sich selbst mit Hilfe der Gnade Gott ähnlich macht und dabei Einförmigkeit zwischen den Gedanken, den Worten und den Taten zeigt. Das ganze Leben des Christen zielt auf dies ab: dem Menschen die Reinigung von jeder irdischen Verschmutzung zu erlauben, sei es in Verstand wie in den Gefühlen wie in den körperlichen Fähigkeiten … um gottgeweihter Tempel zu werden.
Girolamo Savonarola, Einfachheit des christlichen Lebens, Semplicità della vita cristiana, II, 7, S. 122f

Gottesferne

Gott hält sich von einer durch die Sünde verunreinigten Seele weit entfernt. Aus dieser Abwesenheit Gottes entsteht aber das größte Verderben und Elend. (Vergleiche Hosea IX, 12)
Ludwig (Luis) von Granada: Die Lenkerin der Sünder, Aachen 1853, 3. Buch, S. 8

Gottesfurcht
Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang.
Psalm 111, 10

Selig macht die Furcht vor Gott.
Verharre in ihr bis zum Tod!

Laß Schwächere in Ruh!
Sonst spürst am End auch du,
Daß über dich der Stark´ ergrimmt,
Dir Freiheit oder Leben nimmt.
Friedrich Hoffmann, 1796-1874, Theologe, Neueste Fabeln und Bilder für die Jugend, 1850

Mit der Aufklärung wurde der richtende Gott abgeschafft (sinngemäß weiter:) und ersetzt durch den guten Gott, einen Kuschelgott, der nur Liebe ist.
G. M., RAI Sender Bozen, 16.2.2008, Auf ein Wort

Die heylige Forcht Gottes treibet auß von dem Menschen die boßhafte weltliche Forcht. … Alle die vernünfftige Creaturen / so gefallen / wären niemalen gefallen / wann sie diese Gab Gottes /welche allein den Heyligen unnd Heiligin gegeben / gehabt hätten.
Der Cronicken der Minderen Brüder / Das sibent Buch. Bruder Egidius von Assisi. Discurs von der Forcht. Cap. 26. Costantz, 1604, S. 292

Gottesliebe
Johannes 14, 15 Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote.

Nur eines ist wichtig: allein Gott lieben und Ihm dienen.
Luis von Granada, Guía de Pecadores, 2. Buch, Kap. II, S. 112f

Die Liebe liebt das, was Gott liebt, und hasst das, was Gott hasst.
hl. Caterina von Siena, Lettere 357, Pensieri 514

Wer Gott liebt, der sündigt nicht,
hasst das Dunkel, bleibt im Licht.

Verzicht auf Vieles, einfach leb,
nach der Gottesliebe streb!

Gotteslob
Wir leben, um Gott zu loben.

Götzen
Der hl. Gordius, christlicher Hauptmann und Märtyrer, anlässlich eines Festes zu Ehren des Gottes Mars anno 303, zum Landpfleger: „Wisse, ich bin gekommen, für Jesus Christus zu zeugen. Er ist der wahre Gott und Herr, und die Götzen der Heiden sind geringer als Staub und Schmutz.“
Auer: Goldene Legende, 1904, S. 14

Hass
Gib, daß ich hasse Fleisch und Blut, / Den Glauben üb´ in sanftem Mut, / Zucht, Demut Hoffnung, Liebe.
Evangelisches Gebetbuch, ab 1900, 22.5., S. 231

Heilige
Die Geschichten der Heiligen sind spannender als Krimis, weil wahr und ergreifend und schön. Sprachen lernen!
etika.com 11.8.2011

Ich weiß nicht, wie wir mit den Heiligen Anteil am Himmel zu haben verlangen können, wenn wir ihrem Beispiele nicht einmal in kleinen Dingen nachzufolgen uns befleißigen?
hl. Augustinus, zit. W. Auer, 1904, 111

Himmel
Wir müssen immer und immer wieder daran denken, geliebteste Brüder, daß wir hienieden nur Fremdlinge und Pilger sind … Unsere Eltern und Voreltern sind schon drüben. Sie wiedersehen und umarmen, welch eine Freude! Mit ihnen herrschen und keine Trennung mehr fürchten, nie wieder sterben, sondern ewig leben: welche Wonne und Seligkeit.
hl. Cyprian, gestorben 258, Bischof von Karthago, Märtyrer; zit. Gemeinschaft Aktiver Katholiken, 16

Irrlehrer

Wer die Gläubigen verwirrt,
ewig durch den Hades irrt.

Jerusalem
Gott zeigte dem Johannes die heilige Stadt Jerusalem. Die Stadt ist aus lebendigen Steinen erbaut, dieß sind die Menschen und ihre heiligen Werke, unter welchen Jesus Christus der Eckstein ist, der die Mauern des himmlischen Jerusalems zusammenhält.
hl. Hildegard von Bingen, Scivias, zit. Alban Stolz, Legende, 17. September, Herder Verlag Freiburg, 1859, S. 129

Jesus
Jesus ist gekommen, uns zu erlösen. Wen Er frei macht, der ist wahrhaft frei - auch von der Angst.
MB, Verlag EMS, Postfach 13 01 29, D-6100 Darmstadt 13

Katholiken, schlechte.
Ich fürchte nur eines auf der Welt, und das sind die schlechten Katholiken.
hl. Bernadette Soubirous

Kirche
Die „eine, heilige, allgemeine und apostolische Kircheist „keusch, einfach, notwendig und arm“. Nichts Unreines ist in ihr, keine Unreinen.
Esteban Harding: „En la iglesia no hay ahora nada que no sea casto, sencillo, necesario y pobre.“
M. Raymond, Trapense: Tres Monjes Rebeldes, Ed. Herder, Barcelona, 1992, 241

Die christliche Kirche ist die ganze heilige Christenheit. (S. 175) Alle haben Einen Herrn, Ein Wort Gottes, Einen Glauben, Einen Himmel etc. Diese Einheit der Kirche wird selbst durch Verschiedenheit der Lehre, der gottesdienstlichen Gebräuche und der Verfassung … nicht aufgehoben. (S. 180)
Lisco

Kloster

Was das Mönchsein wohl bezweckt?
Halt Leib und Seele unbefleckt!
Unzucht im Kloster? Welch ein Graus!
Der Tempel wird des Teufels Haus.

Kreuz
Jedes Krucifix soll uns eine stille Predigt sein von unserer Sündenschuld, von der Heiligkeit Gottes, von der Liebe des Vaters und des Sohnes zu uns Menschen; und soll uns mahnen zur dankbaren Gegenliebe, zur Reue, zur Hoffnung, zum Gehorsam, zur Versöhnlichkeit, zur Geduld.
Alban Stolz: Legende. Herder Verlag Freiburg i. Br., 1856, 98f

Kritik
„Nach dem hl. Thomas von Aquin ist es den Gläubigen gestattet, Kritik an Priestern und Bischöfen zu üben, wenn sie in ihrer Verkündigung offensichtlich und eindeutig gegen die Grundregeln christlicher Moral verstoßen.“
St. Athanasius Bote, 4/2013

Laien
Die Laien werden es sein, die Meine Kirche retten werden.
Los seglares serán los que salvarán a Mi Iglesia
La Virgen en Umbe y en otros sitios, hl.
Maria in Umbe

Mariae Himmelfahrt
Jesus selbst führte die Seele seiner allerreinsten Mutter in den Himmel ein. Sie allein unter allen Menschenseelen wurde nicht vor Gericht gestellt …, da sie von dem Gesetze der Adamskinder und der allgemeinen Schuld ausgenommen war. … Nachdem Maria drei Tage lang diese Herrlichkeit genossen, wurde ihr Gottes Wille geoffenbart, daß ihre Seele auf die Welt zurückzukehren und ihren geheiligten Leib zu erwecken, sich mit demselben zu vereinen und ohne Erwartung der allgemeinen Auferstehung zur Rechten Gottes zurückzukehren habe. In Ausführung dieses göttlichen Willens geleitete Christus die Seele seiner jungfräulichen Mutter … auf die Erde herab. …. Hierauf vereinigte sich Marias Seele mit dem im Grabe befindlichen Leibe. Derselbe wurde erweckt und ihm ein neues, unsterbliches und glorwürdiges Leben eingegossen, auch die Gaben der Klarheit, der Freiheit vom Leiden, der Leichtigkeit und Subtilität mitgeteilt. Kraft dieser Gaben konnte Maria das Grab verlassen, ohne daß der Stein erhoben wurde.
Maria von Ágreda: Die geheimnisreiche Stadt Gottes. Achtes Buch, 20. Kap. Verlag Manz, Regensburg, 1904, S. 481f

Marianische Botschaften
La Virgen afirma que el castigo es exigencia de la Justicia Infinita de Dios. Y lo afirma con expresiones tales como “Ya se está llenando la copa”, “Ya no puedo detener más el brazo de mi Hijo” ... pero también es obra, dicho castigo, de su misericordia, pues gracias al castigo o correctivo de Dios, y al cumplimiento de los hechos que le preceden previamente (Aviso, Milagro..etc..) y que se están anunciando por infinidad de lugares de apariciones, muchas almas se arrepentirán a tiempo y se salvarán de la condenación eterna. “No hace nada el Señor sin advertirlo previamente a sus siervos los profetas” (Amós, 3. 7)
Francisco Sánchez-Ventura y Pascual, Juan Sánchez-Ventura Ferrer: El Pensamiento de “Maria Mensajera”, Zaragoza, 1997, pag. 15 sig.

Meditation
Die Haupttätigkeit des Christen besteht im Gebet und in der Meditation – der Betrachtung der göttlichen Wahrheiten.
Girolamo Savonarola, Die Einfachheit des christlichen Lebens III, 4

Wie es im Himmel viele Wohnungen gibt, so gibt es auch viele Wege dahin. Einigen ist es nützlich, wenn sie über die Hölle, anderen, für welche der Gedanke an die Hölle zu betrübend ist, wenn sie über den Himmel, und wieder anderen, wenn sie über den Tod Betrachtungen anstellen. einige sind so weichherzig, daß es ihnen sehr schwer wird, immer über das Leiden Christi nachzudenken. Dagegen betrachten sie mit Freude und Nutzen die Macht und Größe Gottes in den Geschöpfen, sowie die Liebe, die er zu uns getragen und die aus allem hervorleuchtet. Dies ist eine wunderbar gute Verfahrensweise, nur darf auch die oftmalige Betrachtung des Lebens und Leidens Christi nicht unterlassen werden, denn durch dasselbe kam und kommt uns alles Gute zu.
Das Leben der hl. Theresia von Jesu, 13. Hauptstück, Regensburg 1903, S. 151

Mensch ohne Glauben
Der Mensch ohne Glauben ist wie ein Flugzeug ohne Motor; er kann sich nicht vom Boden erheben.
KardinalConnel

Mönch
“Das Leben von Citeaux: Das kleine Kloster, mit seinen Sümpfen, war eine sehr harte Welt, in der es keinen Platz gab für Weichlinge und verweiblichte Typen sowie für Unnütze. Es war eine Welt, welche die tapferen und der Welt entsagenden Männer herausforderte, indem sie von ihnen jede Stunde noch mehr Stärke und Selbstüberwindung forderte.“
„La vida de Citeaux: El pequeño monasterio, con sus pantanos, era un mundo muy duro, en el cual no había sitio para los afeminados ni para los inútiles. Era un mundo que desafiaba a los hombres valorosos y abnegados, exigiéndoles más valor y más abnegación a cada hora.”
M. Raymond, Trapense: Tres Monjes Rebeldes, Ed. Herder, Barcelona, 1992, 257

Morgenspaziergang
Beten beim Morgenspaziergang: ruhig und sicher durch den Tag!
ETIKA

Nachfolge Christi
Deine Regel: Mir folgen. Das tun, was Ich tun würde. Frage dich bei allem: Was würde unser Herr tun? und tu es.
Charles de Foucauld, Notes détachées diverses, juin 1897, n. 6, zit. S. 68

Radio
Religiöse Radiosendungen müssen der Mission dienen. Nur die besten Stimmen sollten vors Mikrophon dürfen. Aber beim täglichen Rosenkranz im Kirchensender hört man oft alte Männer, die wenig verständlich reden. Andere Männer reden zu schnell, und das trifft auch auf die meisten Frauen zu. Sie leiern den Rosenkranz herunter, als ob er eine lästige Pflichtübung wäre. Unser Vorschlag: Nur noch Frauen mit klaren Stimmen, die langsam und deutlich reden, vors Mikrophon! Zwei Mikrophone könnten eine beträchtliche Verbesserung bewirken. Man sollte auch nur solche Gottesdienste übertragen, deren Prediger in der Lage sind, ein klares, verständliches Deutsch zu sprechen und die nicht zersetzende, modernistische Theorien vortragen, welche die Christen in ihrem Glauben unsicher machen.
AIHS 19.6.2016

Religion

Es gibt einen Prüfstein für jede Wissenschaftstheorie: Sie ist nur dann wahr, wenn sie den Beginn und das Ende der Zeit sowie die Unendlichkeit des Weltalls erklären kann. Die Religion kann es: Gott ist die Ewigkeit und die Unendlichkeit. Wer darüber nachdenkt, befreit sich von seinem Hochmut und seiner Dummheit und Verblendung.
ETIKA

Religionen
Andere Religionen haben sich im Nebel verirrt und haben Gott nicht gefunden.
Wilhelm Busch: „Tutte le religioni hanno questo punto comune: si sono smarrite nella nebbia e non hanno trovato Dio. Dio è un Dio nascosto.“
Gesù nostro destino, Ed. Soli Deo Gloria, Piacenza, 8ª edizione italiana 2011, pag. 10

Schweigen Gottes
„Gott schweigt nicht, sondern die Menschen hören nicht auf ihn.“
Pfarrer Siegfried Pfitscher, Platt i. P., 6.7.2003

Seelen retten
„Unser Herr hat es eilig“ … Die Tage – gegeben, um Ihn zu lieben, Ihn nachzuahmen, mit Ihm die Seelen zu retten – fließen dahin: und man liebt Ihn nicht, man ahmt Ihn nicht nach, man rettet nicht.
Charles de Foucauld, Brief vom 15.12.1904 an Suzanne Peret, S. 53

Sittenlehre
Die christliche Sittenlehre ist ein wesentliches Stück des Evangeliums, verpflichtet also alle Völker und alle Zeiten so gut wie die Glaubenslehre des Evangeliums. Sittlich ist, was dem Willen und den Geboten Gottes entspricht.
Dolomiten, Bozen, 10.3.1934, ohne Verfasserangabe

„Alle Versuche, die Sittenlehre und die sittliche Ordnung vom Felsenboden des Glaubens abzuheben und auf dem wehenden Flugsand menschlicher Normen aufzubauen, führen früher oder später einzelne und Gemeinschaften in moralischen Niedergang.“
Pius XI.: In brennender Sorge; zit. im Neuen Groschenblatt 5/1987

Synoden
Nicht Synoden und Konferenzen, sondern das schlichte Bekenntnis zur Nachfolge des Gekreuzigten und Auferstandenen sowie das unablässige Gebet entscheiden das Heute und Morgen.
Quelle computerbedingt verloren gegangen

Taufe
An dem h. Cyprian erwies sich, daß jeder Mensch, sei er auch noch so heilig, sich irren kann. Er vertheidigte mit viel Eifer die Ansicht, daß die Taufe der Ketzer ungültig sei, daß somit die, welche in die katholische Kirche aufgenommen sein wollen, noch einmal getauft werden müßten. Allein Papst Stephan erklärte darauf, daß es alte Ueberlieferung und Uebung der Kirche sei, daß jede Taufe gültig ist, wenn sie in der rechten Form ertheilt worden. Denn das Sakrament hat die Wirksamkeit von Gott und nicht von dem, welcher das Sakrament spendet; wenn daher ein Ketzer in vorgeschriebener Art tauft, so ertheilt er nicht seine Taufe, sondern die Taufe der Kirche.
Alban Stolz, Legende, 16. September, Herder Verlag Freiburg, 1859, S. 120f

Undankbarkeit
Die Undankbarkeit ist ein versengender Wind, der den Strom der göttlichen Barmherzigkeit und die Quelle seiner Milde und den Fluß seiner Gnade austrocknet.
hl. Bernhard, zit. Luis von Granada, om 187

Unglauben
Ein erheblicher Teil der heutigen Menschheit benimmt sich in seinem Nicht-Glauben wie Schulbuben, die ihrem Lehrer fortgelaufen sind und ihren illegitimen Zustand – Leere und schlechtes Gewissen – durch Frechheit übertoben.
Romano Guardini, Tagebuch 11.5.1964, zit. Deutsche Tagespost 15.2.1985

Vergnügen
Nichts soll mich ohne dich vergnügen / laß mir nichts mehr am Herzen liegen / als deines großen Namens Ruhm … denn ich bin ja dein Eigentum. – O Gottes Sohn, du Licht und Leben.
Karl Heinrich Bogatzky, 1725, Evangelisches Gesangbuch 633, Stuttgart 1996

Verrat an Religion
Der Verrat an der Religion zieht den Verrat an der Kultur nach sich. Die abendländische Kultur wird genauso lange leben wie die abendländische Religion.
Gertrud von Le Fort, zitiert in „das Neue Groschenblatt“, Wien, 3/2002

Vollkommenheit
Die Vollkommenheit besteht darin, Seinen (Gottes) Willen zu tun, das zu sein, was Er will, daß wir sind.
Thérèse von Lisieux, Histoire d´une âme, S. 21

Euer Weg in den Himmel muß sein: Alles von der Hand Gottes annehmen und Ihn allein in allem suchen.
Maria Ward

Vor jedem steht ein Bild dess´,
was er werden soll;
solang er das nicht ist,
ist nicht sein Freude voll.
Angelus Silesius

So wie das Holz sich nicht in Feuer verwandelt, wenn nur ein einziger Hitzegrad fehlt, so verwandelt sich auch die Seele nicht vollständig in Gott, wenn ihr noch eine Unvollkommenheit anhaftet.
Johannes vom Kreuz, San Juan  de la Cruz, Obras escogidas, Espasa-Calpe, Madrid, 1982. Avisos e Sentencias espirituales, n. 152, pag. 91

Vorsehung
Hinter und über allem waltet die Vorsehung.
ETIKA

Es war der Ordnung gemäß, daß der Aberglaube des Dichters Aeschylus bestraft würde, der, als er von einem Wahrsager, den er um die Dauer seines Lebens befragt hatte, die Antwort vernahm, er würde denselben Tag durch den Einsturz eines Hauses erschlagen werden, den ganzen Tag sich auf freiem Felde aufhielt, um diesem Schicksal zu entgehen. Als er nun daselbst mit entblößtem Haupte stand, sah ein Falke, der eine Schildkröte in den Klauen hielt, den kahlen Kopf dieses Dichters und ließ, da er ihn für die Spitze eines felsigen Steines hielt, die Schildkröte geraden Weges auf denselben hinabfallen; und siehe da, auf der Stelle stirbt Aeschylus, erschlagen von dem Hause und der Wohnung einer Schildkröte. … auch war es nicht die Absicht des Falken, das Haupt eines Dichters, sondern die Schale der Schildkröte zu zerschmettern, um dann von ihrem Fleische sich zu nähren; dennoch aber erfolgte das Gegenteil, denn ganz blieb die Schildkröte, der arme Aeschylus wurde erschlagen. … Die Vorsehung, die das Zusammentreffen der Ursachen von Ferne sieht, hatte ihn als eine Wirkung ihrer Gerechtigkeit berechnet, wodurch der Aberglaube dieses Mannes sollte bestraft werden.
Franz von Sales, Theotimus oder: Von der Liebe Gottes, Uebersetzt von J. P. Silbert, Erster Band, Verlag von Georg Joseph Manz, Regensburg, 1876, S. 125f

Ließ auch die göttliche Vorsehung, selbst mitten unter der Gnade, tiefe Spuren ihrer Strenge zurück: schwere Arbeiten nämlich, Krankheiten, die Nothwendigkeit, zu sterben, die Empörung der Sinnlichkeit und andere Uebel, so wendet gleichwohl die himmlische Huld, die über all´ diesem schwebt, diese Drangsale auf milde Weise zum Nutzen derjenigen, die sie lieben, und wirkt dahin, daß wir in den Arbeiten Früchte der Geduld tragen, ob der Nothwendigkeit, zu sterben, die Welt verachten, und über die Begierlichkeit unzählige Siege gewinnen.
Franz von Sales, Theotimus, S. 134f

Wahrheit
Schlicht und einfach, treu und wahr, nicht viel Worte, aber klar! Froh und gläubig, Gott zu Rat, Mut zur Wahrheit und zur Tat.
Roman Romay, aus: das Neue Groschenblatt

Die Christen sind von einer solchen Blindheit des Geistes ergriffen, daß sie nicht einmal mehr wissen, was ihr eigener Name bedeutet. Weil sie mit äußerlichen Angelegenheiten beschäftigt sind, haben sie den Sinn für die innerliche Religion verloren, denn sie lesen nie die heiligen Schriften, oder, wenn sie sie lesen, verstehen sie sie nicht, oder wenn sie sie verstehen, gefallen sie ihnen nicht. Und die Prediger passen sich an an die Geschmäcker der Leute. … Aus all diesen Gründen ist die Christenheit heute in tiefe Finsternis eingehüllt.
Girolamo Savonarola

Weisheit
„Drum halt´ ich jene Weisheit für die beste,
Die unsre Welt geringschätzt. Selig Jener,
Der weg von ihr nach höh´ren Sphären lenket!“
Dante´s Göttliche Komödie in Wort und Bild. Den Deutschen gewidmet von Bernhard Schuler. München 1901. Das Paradies XXV, S. 267

Welt
“Seht, die Imperien sind wie ein Tropfen am Eimer, sie gelten soviel wie ein Stäubchen an der Waage. Seht, die Kontinente wiegen nicht mehr als ein Sandkorn.“ (Jesaja 40,15)
„Die ganze Welt ist nur wie eine Alge im unerfaßlichen Ozean „Gott“. Wir leben im abendländischen „Heute“ unter den vielen, welche nur noch das sinnenhaft Erfahrbare als Wirklichkeit anerkennen. Alle anderen Kulturen des Globus wissen noch um den göttlichen Urgrund aller Erscheinungen, der „die Welt im Innersten zusammenhält“ (J. W. von Goethe). Die Erahnung eines alles zugleich umfassenden wie durchdringenden Ur-Geheimnisses ist uns fremd geworden.“
Alfons Deissler: Gehen mit Gott – Leittexte aus dem Alten Testament. Verlag Katholisches Bibelwerk, Stuttgart, 1991, S. 9f.

Worte wie Stacheln
“Die Worte des Weisen sind wie Stacheln und wie tiefeingetriebene Nägel.“
Prediger 12,11

Würde
Christ, erkenne deine Würde.
Leo der Große

Denke daran, wessen sich der gute Jesus gewürdigt hat: dich nicht mehr dem Reich des Dämonen zu unterwerfen. Beflecke deine Seele nie mehr mit Sünden. Erkenne deine Würde.
Girolamo Savonarola, Abhandlung von der Liebe Jesu, VII, Scure 86

Zeit
Soviel Zeit wir Gott widmen, soviel Aufmerksamkeit widmet er uns.
Rainer Lechner

Gott hat für alles seine Zeit.
Maria Ward

 

Wegen schwerer Krankheit (Myelom im Endstadium) ist der Betreiber dieser Webseiten nicht mehr imstande, mehr als einen winzigen Bruchteil des von ihm in einem halben Jahrhundert gesammelten Materials zu veröffentlichen. (7.8.2016)

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