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Hl. Katharina von Siena

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18B28

Das Buch - Auszüge

6.6.2014

Santa Caterina da Siena.
Il libro.
Introduzione e note a cura di D. Umberto Meattini.
Edizione Paoline. 1975.
Gekürzt und zusammengefasst. In eigener Übersetzung, wobei anzumerken ist, dass der Übersetzer die italienische Sprache, zumal das Altitalienisch, nur ungenügend beherrscht.

Kapitel 2 Wunsch einer reuigen Seele

O ewiger Vater, ich wende mich zu Dir, damit Du meine Beleidigungen in dieser begrenzten Zeit bestrafst. Und weil ich mit meinen Sünden die Ursache der Peinen bin, die mein Nächster erleiden muss, bitte ich dich, Du wollest in Deiner Güte die Strafen (nur) über mich verhängen.

Kapitel 3 Strafe in diesem Leben reicht nicht aus

(Der Herr :) Weißt du nicht, meine Tochter, dass alle Peinen, die eine Seele in diesem Leben aushält oder aushalten kann, nicht ausreichen, um eine einzige Schuld zu tilgen?

Ich will, dass du weißt, dass nicht alle Peinen, die in diesem Leben verhängt werden, zur Strafe (per punizione) sind, sondern zur Besserung, um den Sohn zu züchtigen (gastigare), wenn er (Gott) beleidigt.

Kapitel 5 Der Wunsch, für Gott leiden zu wollen

Sehr angenehm ist mir der Wunsch dessen, der jedes Leid und jede Mühe bis zum Tod tragen will zum Heil der Seelen (in salute dell´anime). Je mehr er aushält, desto mehr zeigt er, dass er mich liebt; indem er mich liebt, erkennt er mehr von meiner Wahrheit, und je größer seine Erkenntnis wird, umso mehr spürt er unerträgliche Qual (pena) und Schmerz über die mir zugefügte Beleidigung.

Ich sagte dir schon: Je größer die Liebe ist, um so viel mehr wachsen Pein und Schmerz.

Die Geduld beweist sich nur im Leid, und die Geduld ist vereint mit der Liebe.

Kapitel 6 Jede Tugend und jeder Fehler wirken sich auf den Nächsten aus

Ich lasse dich wissen, dass jede Tugend sich mit Hilfe des Nächsten verwirklicht (si fa col mezzo del prossimo), und jeder Fehler (ogni difetto). Wer mich hasst, schadet dem Nächsten und sich selbst, da er sich selbst am nächsten ist (che é principale prossimo).

Kapitel 7 Warum die Tugenden auf viele verteilt sind

Die Eigenliebe, welche die Nächstenliebe wegnimmt (tolle la carità e dilezione del prossimo), ist Prinzip und Fundament von jedem Übel. Alle Ärgernisse und Hass und Grausamkeit gehen aus dieser perversen Wurzel der Eigenliebe hervor. Sie hat die ganze Welt vergiftet und den mystischen Körper der heiligen Kirche krank gemacht.

Alle Gaben und Gnaden der Tugenden habe ich so unterschiedlich ausgeteilt und nicht nur einer Person gegeben, damit jeder gezwungen ist, die Nächstenliebe auf andere anzuwenden. Ich wollte, dass einer den anderen braucht und dass sie meine Diener sind, welche die Gnaden und Gaben, die sie empfangen haben, weitergeben. Dies zeigt euch, dass es in meinem Haus viele Wohnungen gibt, und dass ich nichts anderes will als Liebe.

Trattato della discrezione

Kap. 38 Vier Hauptstrafen der Verdammten

Kap. 40 Verdammte können nichts Gutes wünschen

Kap. 42 Nach dem Jüngsten Gericht wächst die Pein der Verdammten

 

Wird fortgesetzt.

Wir halten die hl. Katharina von Siena für die weiseste Frau der Welt.

Leben der Heiligen: 1c0429

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