ETIKA

Hl. Katharina von Siena

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18B28B38

Vier Hauptstrafen der Verdammten

30.5.2014
= 95H46

Santa Caterina da Siena.
Il libro.
Introduzione e note a cura di D. Umberto Meattini.
Edizione Paoline. 1975.
Kap. 38. S. 109ff. Gekürzt und zusammengefasst. In eigener Übersetzung, wobei anzumerken ist, dass der Übersetzer die italienische Sprache, zumal das Altitalienisch, nur ungenügend beherrscht.

Kapitel 38 Von vier Hauptqualen der Verdammten

(Der Herr : ) Tochter, die Zunge (Sprache) reicht nicht aus, um die Qual dieser unglücklichen Seelen zu erzählen. Wie es drei Hauptlaster gibt, das heißt zuerst die Eigenliebe; daraus erwächst das zweite, die Sorge um den eigenen Leumund (Ruf); und daraus entsteht das dritte, der Hochmut, mit Ungerechtigkeit und Grausamkeit und anderen unsauberen und frevelhaften Sünden, welche diesen folgen: so sage ich dir, dass es in der Hölle vier Hauptqualen gibt, denen alle anderen Qualen folgen.

Die erste ist, dass sie meiner Anschauung entbehren müssen; dies ist eine so große Strafe, dass sie, wenn möglich, lieber das Feuer und die Qualen und meine Anschauung wählen würden, als sich außerhalb der Pein zu befinden und mich nicht zu sehen.

Diese Qual vermehrt die zweite, nämlich der Wurm des Gewissens, der fortwährend nagt, da er sich wegen ihrer Mängel meiner Anschauung beraubt sieht sowie des Umgangs mit den Engeln, während sie sich mit den Dämonen unterhalten und ihren Anblick aushalten müssen. Der Anblick der Dämonen (das ist die dritte Qual) verdoppelt ihre Mühsal und Schinderei.

Daher, wie die Seligen bei meinem Anblick stets frohlocken und sich fröhlich an den Früchten ihrer Mühen erfrischen, die sie wegen mir auf sich genommen haben mit einem Übermaß an Liebe und Selbstverachtung, ebenso „erfrischen“ sich diese Unseligen beim Anblick der Dämonen, aber indem sie diese anschauen, erkennen sie sich selbst besser und dass sie wegen ihrer Mängel dessen „würdig“ geworden sind. Und auf diese Weise bohrt der Wurm immer mehr …

Es gibt noch mehr Pein, denn sie sehen sich in ihrer eigenen Gestalt, welche so schrecklich ist, dass es kein menschliches Herz gibt, das sich dies vorstellen könnte. …

Die vierte Qual ist das Feuer. Dieses Feuer brennt und verzehrt nicht, denn die Seele vermag nicht ihr eigenes Wesen zu verzehren; und es ist keine Materie, welche das Feuer verzehren würde, denn es ist unkörperlich. Aber Ich habe aus göttlicher Gerechtigkeit zugelassen, dass das Feuer sie quält und nicht verzehrt und vernichtet. Und es plagt und brennt sie mit größten Schmerzen, auf verschiedene Art und Weise, je nach der Art der begangenen Sünden; hier mehr, dort weniger, je nach der Schwere der Schuld.

Aus diesen vier Qualen gehen alle anderen hervor: mit Kälte und Hitze und Zähneknirschen

18B28B40 Verdammte können nichts Gutes wünschen

18B28B42 Nach dem Jüngsten Gericht wäscht die Pein der Verdammten

Gewidmet jenen Unseligen, die nicht aufhören, unsere Internetseiten mit unerwünschter Werbung und falschen Hyperlinks zu spicken und die sich in Kürze selbst bestrafen werden.

Leben der Heiligen: 1c0429

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