ETIKA

Hl. Katharina von Siena

www.etika.com

18B28B40

Verdammte können nichts Gutes wünschen

5.6.2014
= 95H46

Santa Caterina da Siena.
Il libro.
Introduzione e note a cura di D. Umberto Meattini.
Edizione Paoline. 1975.
Kap. 40. S. 112f. Gekürzt und zusammengefasst. In eigener Übersetzung, wobei anzumerken ist, dass der Übersetzer die italienische Sprache, zumal das Altitalienisch, nur ungenügend beherrscht.

Kapitel 40 Wie die Verdammten nichts Gutes wünschen können

Warum der Reiche für seine Brüder bat

 (Der Herr : ) Der Hass, den sie haben, ist so groß, daß sie nichts Gutes wollen oder wünschen können; vielmehr lästern sie mich ohne Ende. Und weißt du, warum sie nichts Gutes wünschen können? Der freie Wille ist mit dem Leben des Menschen verknüpft. Sie können keine Verdienste mehr erwerben, denn ihre Zeit ist um.

Wenn sie wegen der Todsünde im Hass enden, ist die Seele aufgrund der göttlichen Gerechtigkeit immer an den Hass gebunden und versteift sich in jenem Bösen, das sie hat, sich selbst verzehrend, wobei ihre Pein ständig zunimmt, vor allem die besonderen Strafen, die mit ihrer Verdammung zusammenhängen.

Wie es euch jener reiche Verdammte zeigt, der Lazarus bat, zu seinen Brüdern zu gehen, die in der Welt geblieben waren, um ihnen von seiner Qual zu berichten. Dies tat er nicht aus Nächstenliebe oder Mitleid mit seinen Brüdern, denn er hatte keine Nächstenliebe mehr und er konnte nichts Gutes wünschen weder zu meiner Ehre noch zu ihrem Heil; denn ich habe dir schon gesagt, dass sie ihren Nächsten nichts Gutes mehr tun können und dass sie mir fluchen, denn ihr Leben endete im Hass auf mich und die Tugend.

Aber warum tat er es dann? Er war der älteste der Brüder und hatte auch sie in das Elend geführt, in dem er gelebt hatte, so dass er die Ursache ihrer Verdammung war (avevali notricati nelle miserie nelle quali egli era vissuto, si che egli era cagione della dannazione loro).

Auch beim nächsten Satz scheitert der Übersetzer. Er übersetzt ganz frei, wobei er folgendes vermutet:

Aus diesem Grunde befürchtete er, dass seine Qual vermehrt würde, wenn auch sie zu ihm kämen, weil dann ihre Pein auch auf ihn zurückfiele dort, wo man sich in Hass verzehrt, denn im Hass endete ihr Leben. (Per la quale cagione se ne vedeva seguitare pena, giognendo eglino al crociato tormento, con lui insieme, dove siempre in odio si rodono, perché nell´odio finì la vita loro).

Leben der Heiligen: 1c0429

Index 18 B ETIKA-Bibliothek