ETIKA

Hl. Katharina von Siena

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18B28B42

Nach dem Jüngsten Gericht wächst die Pein der Verdammten

6.6.2014
= 95H46

Santa Caterina da Siena.
Il libro.
Introduzione e note a cura di D. Umberto Meattini.
Edizione Paoline. 1975.
Kap. 42. S. 117f. Gekürzt und zusammengefasst. In eigener Übersetzung, wobei anzumerken ist, dass der Übersetzer die italienische Sprache, zumal das Altitalienisch, nur ungenügend beherrscht.

Kapitel 42 Nach dem Jüngsten Gericht wächst die Pein der Verdammten

(Der Herr : ) Ich habe dir erzählt von der Würde der Gerechten (in Kap. 41, Von der Glorie der Seligen), damit du das Elend der Verdammten besser erkennst. Und dies ist ihre andere Strafe: die Seligkeit der Gerechten sehen. Diese Vision vergrößert ihre Pein, wie bei den Gerechten die Verdammung der Verdammten dazu führt, dass sie meine Güte noch mehr lobpreisen, denn besser erkennt man das Licht durch die Finsternis und die Finsternis durch das Licht. … Ängstlich erwarten sie den letzten Tag des Gerichts, da ihnen dieser eine Zunahme ihrer Qual bringt.

Und so wird es geschehen. Wenn jene schreckliche Stimme zu ihnen sprechen wird: „Surgite, mortui; venite ad iudicium(lateinisch: Steht auf, ihr Toten, kommet zum Gericht), wird die Seele in den Leib zurückkehren. Und die Gerechten werden verherrlicht, die Verdammten ewig gepeinigt. Und eine große Beschämung und Tadel werden sie beim Anblick meiner Wahrheit und aller Seligen erfahren. Der Wurm des Gewissens wird dann im Mark ihres Baumes nagen, das ist in ihrer Seele, und in der Hülle, dem Körper.

Vorgeworfen wird ihnen das Blut, das für sie bezahlt wurde, und die Verachtung (Missbrauch, l´uòpare) der Barmherzigkeit, die ich ihnen mittels meines Sohnes zuteil werden ließ, geistig und zeitlich, und das, was sie ihren Nächsten hätten tun sollen, wie es im heiligen Evangelium enthalten ist. Vorgeworfen wird ihnen die Grausamkeit, mit der sie ihre Nächsten behandelt haben, der Hochmut und die Eigenliebe, ihre Unreinheit und ihr Geiz.

… Der Körper war Gefährte und Werkzeug der Seele beim Vollbringen des Guten und des Bösen, je nachdem wie es dem eigenen Willen gefallen hat.

Jede gute und schlechte Handlung wird mit Hilfe des Körpers vollbracht. So wie meine Auserwählten mit Glorie auch an ihren Körpern entschädigt werden, so werden auch die Ungerechten mit ewiger Pein ihrer Körper bestraft, denn diese waren Werkzeug des Bösen.

Die elende Sinnlichkeit mit ihrer Unreinheit wird konfrontiert werden mit ihrer wahren Natur, das heißt der Menschheit Christi, vereinigt mit der Reinheit meiner Göttlichkeit …

Wenn die in die Finsternis Gestürzten all die Würde sehen, die den Gerechten zuteil wird, wächst ihre Pein und Verwirrung, denn an ihren Leibern erscheint das Zeichen der Ungerechtigkeit, die sie begangen haben, mit den angemessenen Qualen.

Wenn dann jenes Wort so schrecklich erschallt: „Weichet, Verfluchte, in das ewige Feuer“, werden Seele und Leib mit der Teufelswelt in Verbindung treten ohne irgendein Mittel der Hoffnung, wobei sie in den gesamten Gestank der Erde eintauchen, jeder auf verschiedene Weise, je nach ihren bösen Taten: der Geizige in den Gestank des Geizes …; der Grausame in die Grausamkeit; der Unreine in die Unreinheit und die elende (unstillbare) Begierde; der Ungerechte in seine Ungerechtigkeit; der Neidische in den Neid; und jener, der seinem Nächsten nur Hass und Groll entgegengebracht hat, mit Hass.

Ihre ungeordnete Eigenliebe, aus der alle Übel entstanden sind, wird brennen und unerträgliche Pein verursachen, als Grundlage allen Übels, begleitet vom Hochmut. So werden alle auf verschiedenste Weise gepeinigt, Seele und Körper zusammen.

So elend enden jene, die den Weg nach unten gehen, hinunter an den Fluss, ohne dass sie ihre Schuld anerkennen wollen. Und genauso wenig denken sie daran, um Barmherzigkeit zu flehen, wie ich dir oben dargelegt habe.

Und sie gelangen zur Pforte der Lüge, weil sie die Lehre des Dämonen befolgen, der Vater der Lüge ist. Und dieser Dämon ist ihre Pforte, und durch dieses Tor treten sie ein in die ewige Verdammnis. So wie die Auserwählten und meine Kinder den Weg nach oben wählen und den Weg der Wahrheit beschreiten, und diese Wahrheit ist das Tor. Und deshalb sagte meine Wahrheit: „Niemand kann zum Vater gehen wenn nicht durch mich.“ Er ist die Pforte und der Weg, den sie gehen, um einzutreten in mich, das Meer des Friedens.

Und so sind auf der anderen Seite jene der Lüge ausgeliefert, welche nur totes Wasser liefert. Und dazu ruft euch der Teufel, er ruft all die Blinden und Wahnsinnigen, die das Licht des Glaubens verloren haben. Wie der Dämon sagt: „Wer Durst hat nach totem Wasser, komme zu mir, und ich werde ihm davon geben.“

Der Übersetzer bittet um Nachsicht für seine unvollständige und unzureichende Übersetzung.

Leben der Heiligen: 1c0429

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