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Laurentius Scupoli

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29.10.2015

18B29

Der geistliche Kampf - Inhaltsangabe

Dank für die Buchgeschenke an P. N. und A. B.

Der geistliche Kampf
Von dem ehrwürdigen Diener Gottes
Laurentius Scupoli,
aus der Kongregation der Theatiner.
Verlag von Wyß, Eberle & Co, Einsiedeln, 1887. Übersetzt von P. Berchtold Steiner.
Verlag von Friedrich Pustet, Regensburg, 1906

Der geistliche Kampf

18B29A01 Die christliche Vollkommenheit

18B29A02 Mißtrauen gegen uns selbst

18B29A03 Vom Vertrauen auf Gott

18B29A04 Zeichen des Vertrauens auf Gott

18B29A05 Die Kleinmütigkeit ist nicht Tugend

18B29A06 Erlangung des Misstrauens gegen uns selbst und des Vertrauens auf Gott

18B29A07 Von der Übung des Verstandes

18B29A08 Die Dinge richtig beurteilen

18B29A09 Den Verstand vor übertriebener Wissbegierde hüten

28B29A11 Den Willen bestimmen, in allen Dingen Gottes Wohlgefallen zu suchen

18B29A12 Das sinnliche Begehren

18B29A19 Das Laster des Fleisches

18B29A25 Unruhe des Herzens beseitigen

18B29A26 Wenn wir verwundet sind

18B29A27 Kampfesweise des Feindes, A28 Erster Kunstgriff des Feindes, A29 Zweiter Kunstgriff des Feindes, A30 Dritter Kunstgriff des Feindes

18B29A31 Vierter Kunstgriff des Feindes

18B29A32 Fünfter Kunstgriff des Feindes

18B29A33 Fernere Unterweisungen

18B29A34 Ordnung in der Übung der Tugenden

18B29A35 Mittel zur Erlangung der Tugenden

Vom innern Frieden

18B29B01 Beschaffenheit und Regierung unsers Herzens

18B45 Von der Weise, die Kranken zu trösten und auf den Tod vorzubereiten

Das Werk der Krankentröstung

Mittel zur Unterstützung der Kranken

Gebetsteil der Ausgabe von 1887

Vorwort des Übersetzers

Der „Geistliche Kampf“ gehört seit fast dreihundert Jahren zu den besten und verbreitetsten Erzeugnissen der aszetischen Literatur. Der heilige Franz von Sales schätzte dieses Büchlein so hoch, dass er es während achtzehn Jahren bei sich trug und benutzte. Als ihn sein vertrauter Freund, der Bischof von Belley, einst fragte, wer sein Seelenführer sei, zog er den „Geistlichen Kampf“ aus der Tasche hervor und sagte:

„Dieser ist´s, der mich seit meiner Jugend, nebst Gott, in den Übungen des inneren Lebens unterwiesen und belehrt hat. Als ich in Padua studierte, lehrte mich ein Theatiner das Buch kennen und empfahl mir dessen Gebrauch; ich habe seinen Rat befolgt und mich wohl dabei befunden. Es ist von einem heiligmäßigen Ordensmanne dieser berühmten Kongregation verfasst, der seinen Namen nicht bekannt machte, sondern das Buch mit bloßer Angabe seines Institutes sich verbreiten ließ.“

In der Tat hatte der Verfasser aus Demut seinen Namen nicht auf das Werk gesetzt; doch gleich nach seinem Tode erschien in Bologna (1610) das vom Verfasser selbst von vierundzwanzig auf sechsundsechzig Kapitel vermehrte Werk auch mit dem Namen des Verfassers.

Der ehrw. Diener Laurentius Scupoli wurde gegen das Jahr 1530 in der Stant Otranto im Neapolitanischen geboren und hatte in der Taufe den Namen Franz erhalten. In einem Alter von einundvierzig Jahren wurde er von dem hl. Andreas Avellino in die von dem hl. Kajetan gestiftete Kongregation der regulierten Kleriker aufgenommen und erhielt bei seiner Aufnahme den Namen Laurentius. Im Jahre 1577 kam er nach Piacenza, wo er zum Priester geweiht wurde, und im folgenden Jahr nach Mailand in das Haus, dem der obengenannte hl. Andreas Avellino vorstand. Durch Wort und Beispiel leitete er viele auf dem Wege der Vollkommenheit. Er lebte stets in inniger Vereinigung mit Gott und strenger Armut und... Genua ... Rom Quirinal ...

Er kam nach Venedig, lebte dort in stiller Zurückgezogenheit mit dem gedemütigten und leidenden Heilande vereinigt und verfaßte den „Geistlichen Kampf. Als er von Venedig aus sich gegen das Jahr 1590 von Zeit zu Zeit nach Padua begab, lernte er dort den jungen Franz von Sales kennen und übergab ihm selbst ein Exemplar seines kostbaren Werkes, das in diesem Heiligen so wunderbare geistliche Früchte hervorbrachte. Gegen das Jahr 1599 kehrte Scupoli nach Neapel zurück und starb den 28. November 1610 in demselben Hause, in welchem er vor einundvierzig Jahren das Kleid der Theatiner angenommen hatte.

Der „Geistliche Kampf“ erschien zuerst in Venedig im Jahre 1589 und wurde noch bei Lebzeiten des Verfassers, nahe an fünfzigmal neu aufgelegt. Er wurde ins Lateinische, Griechische, Englische, Spanische, Deutsche, Portugiesische, Armenische, Flamländische etc. übersetzt, wie der venetianische Theatiner Contini in einer historischen Abhandlung über dieses Werk nachweist. Unter den französischen Übersetzungen zeichnet sich die etwas freiere des Jesuitenpaters J. Brignon aus (1688) ...habe ich an vielen Stellen zu Rate gezogen ... ich bestrebte mich, das Original, welches mir in einer römischen Ausgabe v. J. 1837 vorliegt, so genau als möglich wiederzugeben.

Der eigentümliche Charakter, der dieses Werk vor allen anderen aszetischen Werken der gleichen Art auszeichnet, wird der fromme Leser selbst erkennen, wenn er es nicht bloß liest, sondern auch in jeder Hinsicht gebraucht, indem er die darin erklärten Grundsätze auch auf diejenigen Gegenstände, welche nicht eigens in demselben behandelt sind, anwendet und dann sowohl die Grundsätze als deren besondere Anwendung zur lebendigen Tat werden lässt.

Zum ersten Kapitel

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