ETIKA

Luis von Granada
Meditationen und Gebete

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18B3M12

Donnerstagabend.
Das letzte Gericht.

31.12.2009

Gebet und Betrachtung vom ehrwürdigen Ludwig von Granada aus dem Predigerorden.

Aus dem Spanischen übersetzt von Dr. phil. Theol. Jakob Ecker, Professor am Priesterseminar zu Trier. (Anm.: *1851, † 17.11.1912)
Herdersche Verlagsbuchhandlung, Freiburg im Breisgau, 1912. Erstes Bändchen. Erster Teil. Zweites Kapitel.
B. Sieben Abendbetrachtungen. Seite 278-290.

Donnerstag. Das letzte Gericht.

Punkte. An diesem Tage denke an das letzte Gericht. Durch diese Betrachtung sollen in deiner Seele die beiden wichtigsten Gefühle geweckt werden: Furcht Gottes und Abscheu vor der Sünde.

Bedenke, wie schrecklich jener Tag sein wird: an ihm werden die Angelegenheiten aller Adamskinder untersucht, alle Vorgänge unseres Lebens erforscht, und das Endurteil wird gefällt, wie es auf ewig sein soll.

Dieser Tag wird in sich vereinigen die Tage aller gegenwärtigen, vergangenen und künftigen Jahrhunderte; denn an ihm wird die Welt Rechenschaft geben über alle diese Zeiten, und an ihm wird Gott freien Lauf lassen seinem Zorn und Unwillen, den er angesammelt hat in allen Jahrhunderten. Wie ungestüm wird dann der mächtige Strom des göttlichen Zornes sich ergießen!

Denn so oft wurde der Zorn Gottes herausgefordert, als Sünden begangen wurden vom Anbeginn der Welt bis heute. Darum sagt der Prophet mit Recht:

„Ein Tag des Grimmes ist jener Tag, ein Tag der Angst und Drangsal, ein Tag der Öde und Verwüstung, ein Tag der Finsternis und Dunkelheit, ein Tag des Gewölks und Wolkendunkels, ein Tag der Drommete und des Lärmblasens … wider die befestigten Städte und die hohen Zinnen.“ (Soph 1, 15 16.)

1 . Betrachte die schrecklichen Zeichen, welche diesem Tage vorangehen werden; denn es werden, wie der Heiland sagt, ehe dieser Tag erscheint, Zeichen geschehen an Sonne, Mond und Sternen und schließlich an allem Geschaffenen im Himmel und auf Erden. Alles wird sein Ende vorempfinden, bevor es eintritt, alles wird sich entsetzen, bevor es hinsinkt.

„Auf Erden wird große Angst sein unter den Völkern wegen ungestümen Rauschens des Meeres und der Fluten. Die Menschen werden vergehen vor banger Erwartung der Dinge, die über den ganzen Erdkreis kommen.“ (Lk 21, 25 26.)

Wenn sie die großen Wogen und Stürme erblicken, werden sie hieraus das große Elend und den gewaltigen Jammer erkennen, welchen diese entsetzlichen Zeichen der Welt drohen. (sic = so geschrieben)

·       Erschreckt und in Ängsten werden sie einhergehen mit bleichem, entstelltem Angesicht, vor dem Tode bereits gestorben und vor dem Urteilsspruch gerichtet.

Mit ihrer Furcht bemessen sie die Gefahren, und jeder einzelne ist mit der seinigen so sehr beschäftigt, daß er nicht an die Gefahr der andern denkt; auch der Vater denkt nicht an die Gefahr des Sohnes, der Sohn nicht an die Gefahr des Vaters. Keiner ist für den andern da, denn keiner wird sich selbst genügen.

·       Die Sibyllen sagen, daß zu dieser Zeit die wilden Tiere brüllend Felder und Städte durchstreifen, daß die Bäume Blut schwitzen und das Meer seine Fische auf dem Trocknen zurücklassen wird. (Anmerkung: apokryphische Schriften)

Wenn man dies aber nicht annehmen will, so ist doch das weit mehr, was das Evangelium berichtet; denn wenn die Menschen hinschwinden, so ist das schlimmer, als wenn das Meer vertrocknet, und wenn die Kräfte des Himmels erzittern, so ist das mehr, als wenn alle Geschöpfe der Erde das tun.

2 . Betrachte die allgemeine Feuerflut, die vor dem Richter herströmen wird, und das schreckliche Dröhnen der Drommete, die der Erzengel blasen wird, um alle Geschlechter der Welt zusammenzurufen, damit sie sich an einem Orte vereinigen und zum Gerichte erscheinen. Der Prophet Nahum sagt:

„In Sturmwind und Wetter schreitet der Herr einher, und Gewölk ist der Staub unter seinen Füßen. Er bedroht das Meer und trocknet es aus und läßt alle Ströme versiegen. Es verwelkt der Basan und der Karmel, und die Blüte des Libanon verwelkt. Berge erbeben vor ihm, und die Hügel zerschmelzen; vor ihm bäumt sich die Erde auf, der Erdkreis und alle, die auf ihm wohnen. Wer kann standhalten vor seinem Groll, und wer bestehen bei seiner Zornesglut? Seinen Grimm ergießt er wie Feuer, und die Felsen zerspringen vor ihm.“ (Nah. 1, 3-6.)

3 . Hierauf betrachte, wie genau die Rechenschaft ist, welche von einem jeden dort gefordert wird. Der fromme Job sagt:

„Wie könnte der Mensch je Recht behalten gegen Gott? Wenn er geruhte, mit ihm zu streiten: nicht auf eins von tausend könnt´ er ihm erwidern!“ (Job 9, 2 3.)

Was wird alsdann ein jeder der Bösen empfinden, wenn Gott mit ihm diese Prüfung beginnt und im Innern seines Gewissens also zu ihm sagt:

Komm her, unseliger Mensch, warum hast du mich so verachtet und bist übergegangen zur Fahne meines Feindes? Ich erhob dich aus dem Erdenstaub, schuf dich nach meinem Bilde, ich gab dir Kraft und Hilfsmittel, zu meiner Glorie zu gelangen. Aber die Wohltaten und Lebensvorschriften, welche ich dir gab, hast du verachtet; du wolltest lieber der Lüge des Verführers folgen als dem heilsamen Rate deines Herrn.

Um dich vor diesem Falle zu bewahren, stieg ich vom Himmel herab auf die Erde, wo ich die größte Marter und Schmach erlitt, die je erduldet wurde. Deinetwegen habe ich gefastet, bin ich umhergewandert, habe ich gewacht, Mühen ertragen, Blut geschwitzt. Deinetwegen erduldete ich Verfolgungen, Geißelstreiche, Lästerungen, Spottreden, Backenstreiche, Schmähungen, Martern und das Kreuz. Für dich ward ich in großer Armut geboren, lebte unter großen Mühsalen und starb unter vielen Schmerzen. Zeugen dafür sind das Kreuz und die Nägel, die hier erscheinen; Zeugen sind diese Hand- und Fußwunden, die an meinem Leibe zurückgeblieben sind; Zeugen sind Himmel und Erde, vor deren Augen ich litt; Zeugen sind Sonne und Mond, welche sich in jener Stunde verfinsterten.

Was hast du mit deiner Seele gemacht, die ich mit meinem Blute mir erwarb? Wozu hast du das gebraucht, was ich so teuer erkaufte? O törichtes, ehebrecherisches Geschlecht! Warum wolltest du lieber deinem Feinde dienen zu deiner Qual,, als mir, deinem Schöpfer und Erlöser, zu deiner Freude?

„Entsetzet euch, ihr Himmel, und schaudert, erstarrt über die Maßen: denn zweifach Böses hat mein Volk getan: mich haben sie verlassen, den Quell des lebendigen Wassers“ (Jer 2, 12 13.) -

sie haben mich verlassen um eines andern Barabbas willen! Ich rief euch so oft, und ihr gabt keine Antwort; ich klopfte an eure Türen, und ihr seid nicht aufgewacht; ich streckte meine Arme aus am Kreuze, und ihr sahet es nicht; verachtet habt ihr meine Ratschläge und alle meine Verheißungen und Drohungen. (Anmerkung: auch all diese in etika.com!)

Nun saget, ihr Engel, „urteilet, Richter, zwischen mir und meinem Weinberge: was hätte ich noch meinem Weinberge tun können. Was ich ihm nicht tat?“ (Is 5, 3 4.)

Was werden da die Bösen antworten, sie, die ihren Spott trieben mit den göttlichen Dingen, die Tugend verhöhnten, die Einfalt verachteten, die mehr Achtung hatten vor den Gesetzen der Welt als vor den Geboten Gottes, sie, die gegen alle seine Mahnrufe taub, für alle seine Eingebungen unempfänglich, gegen alle seine Vorschriften widerspenstig, für alle seine Martern und für seine Wohltaten undankbar und hart waren?

Was werden jene antworten, die lebten, als wenn sie glaubten, es gebe keinen Gott, die sich um kein Gesetz kümmerten, sondern nur ihren Nutzen im Auge hatten?

„Was werdet ihr tun“, sagt zu solchen der Prophet Isaias, „am Tage der Heimsuchung, wenn die Verheerung von ferne herankommt? Unter wessen Schutz wollt ihr fliehen und wo eure Herrlichkeit lassen, damit ihr nicht in die Knie sinket unter Fessel und nicht fallet unter die Erschlagenen?“ (Is 10, 3 4.)

Nach all diesem betrachte den schrecklichen Urteilsspruch, den der göttliche Richter gegen die Bösen wie einen Blitzstrahl schleudern wird, jenes schreckliche Wort, von dem die Ohren aller klingen, die es hören. Der Prophet Isaias sagt:

„Seine Lippen schäumen vor Grimm, seine Zunge gleicht verzehrendem Feuer.“ (Is 30, 27.)

Welches Feuer wird mächtiger brennen wie die Worte:

„Weichet von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer?“ (Mt 25, 41.)

Dies ist das schrecklichste Wort, das einer Kreatur gesagt werden kann; mit dieser Trennung von Gott ist nämlich die Strafe der Verdammnis gemeint. Diese besteht in einer allgemeinen Entziehung aller Dinge, in der Trennung von dem höchsten Gute, in welchem alle Güter enthalten sind. Wohin werden nun die gehen, o Herr, die sich von dir trennen werden? Zu welchem Hafen werden sie ihre Zuflucht nehmen? Welchem Herrn werden sie dienen?

„Die von mir abtrünnig werden“, spricht der Herr durch den Propheten Jeremias, „werden in den Staub geschrieben; denn verlassen haben sie den Quell des lebendigen Wassers, den Herrn.“ (Jer 17, 13.)

Die größte Strafe, mit der die Römer einen Bürger für ein schweres Verbrechen belegten, bestand darin, daß sie ihn aus der edlen Stadt und dem römischen Staate verbannten und auf entfernte Inseln unter ein wildes Volk schickten. Wenn es aber schon eine so große Strafe war, Rom entbehren zu müssen, welche Strafe muß es erst sein, auf die Gesellschaft Gottes und aller Auserwählten verzichten zu müssen und auf ewig verbannt zu sein in die Gesellschaft des Teufels und der höllischen Barbaren?

„Weichet von mir, ihr Verfluchten“ spricht er, als ob er sagen wollte: ich bat euch, den Segen anzunehmen, und ihr wolltet ihn nicht: jetzt nehmet hin den Fluch wider euren Willen! Der Psalmist sagt:

„Er (der Sünder) wollte den Fluch, so komme er über ihn! Er hatte kein Gefallen am Segen, so bleibe er fern von ihm!“ (Ps 108, 18.)

Jesus verfluchte den Feigenbaum (Mt 21, 19.), und es verdorrten sofort nicht nur die Blätter, sondern auch der Stamm und die Wurzeln, um nie wieder Früchte zu tragen. Auf gleiche Art wird der Fluch jene Elenden ergreifen und ihnen ganz und gar die Hoffnung auf das Heil benehmen und alle Frucht und allen Verdienst ihnen auf immer entziehen.

Aber wohin wirst du sie schicken, Herr? In das ewige Feuer. Welches Lager für verzärtelte, verweichlichte Menschen!

„Wer von uns“, sagt der Prophet Isaias, „kann weilen in dem verzehrenden Feuer, wer von uns kann weilen in den beständigen Gluten?“ (Is 33, 14.)

Welch größeren Fluch kann es geben? Welches Unheil, welchen Urteilsspruch, welches Unglück kann mit dem Schatten von diesem verglichen werden? Das ist jenes furchtbare und schreckliche Feuer, welches Isaias schildert mit den Worten:

Edoms Bäche werden sich in Pech verwandeln und sein Erdreich in Schwefel, daß sein Land zu brennendem Pech wird. Weder nachts noch bei Tage wird es erlöschen, immerfort wird sein Qualm aufsteigen. Von Geschlecht zu Geschlecht wird es wüste liegen, auf ewige Zeiten wird niemand es durchwandern.“ (Is 34, 9 10.)

Groß sind die Wirkungen, welche die Furcht Gottes in der Seele hervorbringt.

„Wer den Herrn fürchtet“, sagt der weise Sirach, „dem wird es gut gehen, und in den Tagen seiner Vollendung wird er gesegnet sein.“ (Sir 1, 19.)

An einer andern Stelle spricht er:

„Wie erhaben ist der, welcher gefunden hat Weisheit und Wissenschaft und doch steht er nicht über dem, welcher den Herrn fürchtet. Die Furcht Gottes hat sich über allem einen Platz erworben. Glücklich der Mensch, dem verliehen ward, Gottesfurcht zu haben: wer diese besetzt, wem kann er gleichgestellt werden? Furcht Gottes ist der Anfang der Liebe zu ihm.“ (Sir 25, 13-16.)

Das alles sind Worte des weisen Sirach, aus denen klar hervorgeht, daß die Furcht Gottes der Anfang aller Güter ist, weil sie der Anfang der Liebe zu Gott ist; und sie ist nicht nur der Anfang, sondern auch der Schlüssel und die Hüterin aller Güter, wie der hl. Bernhard bezeugt mit den Worten:

„Ich habe erkannt, daß nichts so wirksam ist zur Erhaltung der göttlichen Gnade, als zu jeder Zeit in der Furcht Gottes zu leben und keine stolzen Gedanken zu hegen.“

Zur Gewinnung dieses kostbaren Edelsteins trägt viel bei die Betrachtung und das beständige Nachdenken über die göttlichen Gerichte, besonders des letzten Gerichtes, das am Ende der Welt stattfinden wird. Dieses ist das Schrecklichste von allem, was die Heilige Schrift ankündigt. Die Nachrichten, welche sie uns von diesem Tage gibt, sind so schrecklich, daß, wenn nicht Gott es wäre, von dem sie ausgehen, sie ganz unglaublich wären. Ebendarum, weil sie den gemeinen Glauben der Menschen zu übersteigen scheinen, schloß der Heiland, als er einige derselben seinen Jüngern vorgetragen hatte, diese Angelegenheit mit den Worten:

„Wahrlich, ich sage euch: nicht wird vergehen dieses Geschlecht, bis alles dies geschieht. Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.“ (Mk 13, 30 31. Lk 21, 32 33.)

Als nach dem Berichte der Apostelgeschichte der hl. Paulus über das letzte Gericht vor dem Statthalter von Judäa predigte, fing dieser an zu zittern wegen dessen, was der Apostel sagte, obgleich er als Heide keinen Glauben hatte und von diesem Geheimnisse nicht überzeugt war. Hieraus erhellt, wie schrecklich die Dinge sein müssen, die der Apostel predigte, da ihre bloße Erwähnung die Wirkung hatte, daß jener Mann zitterte und zagte, wiewohl er dieselben nicht glaubte. Was muß da der Christ empfinden, der diese Dinge glaubt und sie fest für wahr hält?

Niemand denke daran, sich mit seiner Unschuld zu rechtfertigen, indem er sagt, jene Drohungen seien nicht gegen ihn gerichtet, sondern gegen die ungerechten und gottlosen Menschen. Denn gerecht war der hl. Hieronymus, und trotzdem sagte er, so oft er an den Tag des Gerichtes denke, zittere er am ganzen Leibe.

Gerecht war auch David, ein Mann nach dem Herzen Gottes, trotzdem fürchtete er so sehr die Abrechnung jenes Tages, daß er in einem Psalme sagte:

„Geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht, o Herr; denn vor dir ist kein Lebender gerecht.“ (Ps 142, 2.)

Gerecht war auch der unschuldige Job, und trotzdem lebte er in solcher Angst, daß er von sich sagte:

„Allezeit, gleich Fluten dräuend über mir, habe Gott ich gefürchtet und vermochte seine Majestät nicht zu ertragen.“ (Job 31, 23.)

Weit gerechter noch war der heilige Apostel Paulus, und dennoch sagte er:

„Ich bin mir zwar nichts bewußt, doch bin ich dadurch noch nicht gerechtfertigt. Der mich richtet, ist der Herr.“ (1 Kor 4, 4.)

Er wollte damit sagen: Es kann oft vorkommen, daß unsere Augen an unsern Werken nichts zu tadeln finden, wohl aber finden solches die Augen Gottes; denn was sich den Augen der Menschen verbirgt, bleibt Gottes Augen nicht verborgen. Einem ungeübten Maler wird ein Bild, das er gemacht hat, sehr vollkommen erscheinen, obwohl ein berühmter Maler vieles auszusetzen findet. Wieviel größer werden die Fehler sein, welche die höchste Güte und Weisheit an dem so sehr zum Bösen geneigten Menschen finden, der, wie Job sagt, „die Bosheit trinkt wie Wasser“? (Job 15, 16)

Und wenn das Schwert Gottes so viel im Himmel fand, was abzuschneiden war, um wieviel mehr derart wird es auf der Erde finden, die nur Dornen und Disteln trägt? Wer hat alle Winkel seiner Seele so rein und ohne Fehler gehalten, daß er nicht mit dem Psalmisten sagen muß:

„Von den verborgenen Sünden reinige mich, o Herr“? (Ps 18, 13.)

So müssen denn alle mit der Furcht vor jenem Tage leben, so gerecht sie auch leben mögen; denn der Tag ist so schrecklich, unser Leben so voll von Schuld und der Richter so gerecht, vor allem aber sind seine Urteile so tief, daß niemand das Los kennt, das ihm zufallen wird.

„Da werden“, wie der Heiland sagt, „zwei auf demselben Bette liegen, und es wird der eine angenommen und der andere zurückgelassen; zwei werden an einer Mühle mahlen, und es wird die eine angenommen und die andere zurückgelassen; zwei sind auf dem Felde, und es wird der eine angenommen und der andere wird zurückgelassen.“ (Lk 17, 34 35.)

Mit diesen Worten soll gesagt werden, daß aus demselben Stande, aus derselben Lebensweise die einen in den Himmel, die andern in die Hölle kommen. Daher möge sich niemand für sicher halten, solange er in dieser Welt lebt.