ETIKA

Luis von Granada
Meditationen und Gebete

www.etika.com

18B3M12C

Donnerstagabend.
Das letzte Gericht. Das strenge Gericht; der Urteilsspruch.

9.1.2010
Mit: Rede des Teufels
und: Allerlösungslehre gebiert gnadenlose Killer

Wer die folgende Wahrheit nicht annimmt, ist kein Christ, sondern ein Häretiker, ob er nun Pfarrer, Bischof oder Papst ist.

Gebet und Betrachtung vom ehrwürdigen Ludwig von Granada aus dem Predigerorden.

Aus dem Spanischen übersetzt von Dr. phil. Theol. Jakob Ecker, Professor am Priesterseminar zu Trier. (Anm.: *1851, † 17.11.1912)
Herdersche Verlagsbuchhandlung, Freiburg im Breisgau, 1912. Erstes Bändchen. Erster Teil. Zweites Kapitel.
B. Sieben Abendbetrachtungen. Seite 302-313.

Donnerstag. Das letzte Gericht.

3.  Das strenge Gericht; der Urteilsspruch.

Sind nun alle Auferstandenen an einem Orte versammelt, um des Richters Ankunft zu erwarten, so wird derjenige, den Gott zum Richter der Lebenden und der Toten bestimmte, aus der Höhe niedersteigen.

Bei seiner ersten Ankunft erschien er in großer Niedrigkeit und Demut und lud die Menschen friedlich ein und rief sie zur Buße; bei seiner zweiten Ankunft aber wird er kommen mit großer Majestät und Herrlichkeit, begleitet von allen Machthabern und Fürsten des Himmels; er wird drohen mit der Wut seines Zornes denen, welche von seiner liebevollen Erbarmung keinen Gebrauch machen wollten. Hier wird die Furcht und der Schrecken der Bösen so groß sein, daß sie, wie der Prophet Isaias sagt, die Risse der Felsen und die Erdhöhlen aufsuchen werden, um sich in ihnen zu verbergen aus Furcht vor dem Herrn und der Glorie seiner Majestät, wann er kommt, die Erde zu richten. (Is 2, 21.)

Kurz, die Furcht wird so groß sein, daß, wie der hl. Johannes sagt, vor dem Angesichte des Richters „Erde und Himmel fliehen; doch keine Stätte wird für sie gefunden“. (Offn 20, 11.)

Warum flieht ihr denn, ihr Himmel? Was habt ihr getan? Warum fürchtet ihr euch? Wenn unter den Himmeln jene Geister zu verstehen sind, die in den Himmeln wohnen: was fliehet ihr, selige Geister, die ihr in der Gnade erschaffen und befestigt seid? Warum fliehet ihr? Was habt ihr getan? Warum fürchtet ihr?

Sicher fürchten sie keine Gefahr für sich; nein, sie fürchten, den Richter in solcher Majestät und solchem Zorne zu erblicken, daß es hinreicht, um alle Himmel in Schrecken und Staunen zu versetzen.

Wenn des Meeres Wogen sich türmen, dann erschrickt und staunt auch jener, der sicher an dem Ufer steht; und wenn der Vater, wie ein Löwe ergrimmt, durch das Haus geht und den Knecht züchtigt, dann fürchtet auch der schuldlose Sohn, obgleich er weiß, daß dieser Zorn nicht gegen ihn gerichtet ist.

Was werden nun erst die Bösen tun, wenn die Gerechten sich so fürchten? Wenn die Himmel fliehen, was wird dann die Erde tun? Und wenn die zittern, welche ganz Geist sind, was werden jene tun, die ganz Fleisch waren? Und wenn, wie der Prophet Isaias sagt, „die Berge an jenem Tage schmelzen vor dem Angesichte des Herrn“ (Is 64, 3.), müssen dann nicht unsere Herzen härter sein als Stein, wenn auch dieses sie nicht rührt?

Vor dem Richter wird man hertragen die königliche Fahne des Kreuzes: dieses soll bezeugen, daß Gott der Welt das Heilmittel sandte, daß die Welt es aber nicht annehmen wollte. Und so wird dort das heilige Kreuz die Sache Gottes rechtfertigen und die Bösen ohne Trost und Entschuldigung lassen. Der Heiland sagt:

„Es werden jammern alle Geschlechter der Erde.“ (Mt 24, 30.)

O wie sehr werden sie dann Grund haben, zu weinen und zu klagen! Weinen werden sie, weil sie nicht mehr Buße tun, nicht der Gerechtigkeit entfliehen und gegen das Urteil nicht appellieren können. Weinen werden sie über die ehedem begangenen Sünden, über die gegenwärtige Schmach und über die künftigen Qualen. Weinen werden sie über ihr böses Geschick, ihre unselige Geburt und ihr unglückliches Ende. Aus diesen und vielen andern Gründen werden sie weinen und klagen. Von allen Seiten ist ihnen der Weg abgeschnitten; arm an Rat und Hilfe sind sie: daher ihr Jammern und ihr Seufzen.

Hierauf wird der Richter die Bösen von den Guten scheiden; er wird die Böcke zu seiner Linken, die Schäflein zu seiner Rechten stellen. Wer wird zu den Glücklichen gehören, die eine solche Ehrenstelle erhalten?

O Herr, suche mich hier heim! Hier töte, hier schneide, hier brenne, damit du mich dereinst zu deiner Rechten stellest!

Alsdann wird das Gericht beginnen. Da wird die Sache jedes einzelnen verhandelt. Der Prophet Daniel schreibt:

„Ich schaute hin, bis Stühle hingestellt wurden, und ein Hochbetagter sich setzte. Sein Gewand war weiß wie Schnee; die Haare seines Hauptes rein wie Wolle. Sein Thron bestand aus Feuerflammen; dessen Räder waren lodernd Feuer. Ein Feuerstrom ging von ihm aus. Tausendmal Tausende bedienten ihn, und zehntausendmal Tausende standen um ihn her. . . . Ich schaute weiter: und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie ein Menschensohn.“ (Dn 7, 9 10 13.)

Weiter sagt der hl. Johannes in seiner Offenbarung:

„Und ich sah die Toten, die großen und die kleinen, vor dem Throne stehen. Und es wurden Bücher aufgeschlagen: und noch ein anderes Buch ward aufgeschlagen, es war das Buch des Lebens. Und gerichtet wurden die Toten nach dem, was in den Büchern aufgeschrieben war, gemäß ihren Werken.“ (Offb 20, 12.)

(Anmerkung ETIKA: Sie werden also nicht allesamt „in Gnade“ gerichtet, also begnadigt und freigesprochen, sondern nach ihren Werken verurteilt! Damit erweist sich Martin Luther mit seiner Nur-Gnade-Theologie als falscher Prophet, und wer als evangelischer Christ ein winziges bißchen Gerechtigkeitsgefühl aufbringt, der weiß, daß die Rückkehr zur heiligen katholischen = allgemeinen christlichen Kirche unausweichlich ist. Natürlich nicht zu einer katholischen Kirche, deren Papst ebenfalls der Allerlösungslehre frönt und damit Himmel und Hölle als Orte leugnet, sondern zur wahren Kirche Christi. Genaueres in dem Buch von Rainer Lechner: „Christen, seid alle eins!“, im Buchhandel oder bei www.libri.de oder www.amazon.de.

Mehr dazu am Ende dieses Kapitels unter der Überschrift: Allerlösungslehre gebiert Monster.)

Schau hier, mein Christ, das Register, nach welchem du gerichtet wirst! Siehe, nach diesen Taxen und den Preisbestimmungen wird alles abgeschätzt, was du getan hast, und nicht nach dem törichten Urteile der Welt, welche das falsche Gewicht Kanaans in der Hand hält, nach welchem die Tugend und das Laster so wenig wiegen.

In diesen Büchern ist unser ganzes Leben so genau aufgeschrieben, daß dir auch nicht ein Wort aus dem Munde entfiel, das nicht in das Register aufgezeichnet und eingetragen wäre.

Aber über wie viele Dinge wird Rechenschaft von uns gefordert? Der fromme Job sagt:

„Sieht er nicht meine Wege und zählt all meine Schritte?“ (Job 31, 4.)

Es wird kein einziges müßiges Wort, keinen einzigen Gedanken geben, über den keine Rechenschaft verlangt wird in jenem Gerichte.

·       Und nicht nur von dem, was wir dachten oder taten, müssen wir Rechenschaft geben, sondern auch von allem, was zu tun wir unterließen, wenn wir dazu verpflichtet waren.

Wenn du sagst: Herr, ich habe nicht geschworen, dann wird der Richter sprechen: dein Sohn, dein Knecht hat geschworen, und du hättest ihn strafen müssen.

Auch nicht nur über die bösen Werke wird Rechenschaft von uns verlangt, sondern auch von den guten Taten müssen wir Rechenschaft geben, in welcher Absicht und in welcher Weise wir sie verrichtet haben.

Kurz, über alle Augenblicke unseres Lebens, wie der hl. Gregor sagt, wird Rechenschaft von uns verlangt, wozu und wie wir sie gebraucht haben. Wenn nun dem so sein wird: woher kommt bei denen, welche dieses glauben, eine so große Sicherheit und Sorglosigkeit? Worauf vertrauen wir? Womit stellen wir uns zufrieden und schmeicheln uns inmitten so vieler Gefahren? Woher kommt es, daß die, welche am meisten zu fürchten haben, am wenigsten fürchten, und daß die, welche am wenigsten zu fürchten haben, in der größten Angst leben? Gerecht war der selige Job, denn so nannte ihn der Mund Gottes (Job 2, 3.), aber trotzdem in so großer Furcht vor dieser Rechenschaft, daß er sagte:

„Was werde ich tun, wenn Gott sich erhebt, um mich zu richten? Wenn er untersucht: was werde ich antworten?“ (Job 31, 14.)

Das sind Worte eines tief betrübten und geängstigten Herzens. „Was werde ich tun?“ fragte er, als wollte er sagen: Eine Sorge quält mich unaufhörlich; ein Stachel ist mir ins Herz getrieben, der mir keine Ruhe läßt. Was soll ich tun? Wohin soll ich gehen? Was werde ich antworten, wenn Gott mit mir ins Gericht geht? Warum fürchtest du, glückseliger Gottesmann? Warum hast du Angst? Bist nicht du es gewesen, der sagte:

„Auge war ich dem Blinden, Fuß war ich dem Lahmen, ein Vater war ich den Armen“? (Job 29, 15 16)

Bist nicht du es gewesen, der sagte, daß dein Herz in deinem ganzen Leben dir nichts Böses vorzuwerfen habe? Weshalb fürchtet nun ein Mann von solcher Unbescholtenheit? Dieser fromme Mann wußte wohl, daß Gott keine Augen von Fleisch hat und nicht urteilt, wie die Menschen urteilen, in deren Augen oft glänzt, was vor Gott abscheulich ist.

(Anmerkung: man schalte den Fernsehapparat ein und man weiß, was gemeint ist.)

O wahrhaft Gerechter, der du eben deshalb gerecht bist, weil du in so großer Furcht lebst! Diese Furcht, geliebte Christen, verurteilt unsere falsche Sicherheit; diese Stimme zerstört unsere eiteln Hoffnungen. Wem hat jemals jene Besorgnis das Mahl verbittert oder den Schlaf geraubt? Denn in der Tat müssen jene, welche über diesen Gegenstand nachdenken, wie sie es tun müssen, zuweilen dahin kommen, daß sie nicht an Schlaf, nicht an Essen und Trinken und ähnliche Dinge denken. In den Lebensbeschreibungen der Väter lesen wir, daß einer jener heiligen Männer einst einen seiner Schüler, den er lachen sah, heftig tadelte mit den Worten:

„Wie? Du hast Gott Rechenschaft zu geben vor Himmel und Erde, und du wagst zu lachen?“

Dieser heilige Mann meinte, es dürfe der nicht lachen, der eine solche Rechenschaft zu erwarten habe.

Auch Ankläger und Zeugen werden bei diesem Gerichte nicht fehlen. Denn Zeugen werden sein unsere eigenen Gewissen, die wider uns schreien werden; Zeugen werden sein auch alle Geschöpfe, die wir mißbrauchten; vor allem aber wird Zeuge sein der Herr selbst, den wir beleidigten, wie er selbst durch den Propheten Malachias sagt mit den Worten:

„Ich werde an euch herantreten, um Gericht zu halten, und ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer, die Ehebrecher und die Meineidigen, gegen die, welche den Tagelöhner, Witwen und Waisen übervorteilen und welche ohne Scheu vor mir Fremdlinge bedrücken, spricht der Herr der Heerscharen.“ (Mal 3, 5.)

(Anmerkung: Auch die internationalen Finanzhaie und ihre obskuren Hintermänner, welche mit dem Instrument des Geldes neun Zehntel der Menschheit aussaugen und versklaven, werden ihre verdiente Strafe erhalten. Mit welchen Methoden sie die Macht an sich reißen, enthüllt das taufrische Buch „Die kommende Transition“, erschienen im Verlag Anton A. Schmid, 2009.)

(Die Rede des Teufels)

Auch Ankläger werden nicht fehlen. Es genügt als Ankläger der Teufel selbst, der, wie der hl. Augustinus schreibt, sein Recht vor dem Richter sehr wohl geltend macht und ihm sagen wird:

„Gerechtester Richter, du kannst nicht umhin, das Urteil zu fällen und diese Verräter mir zuzusprechen; denn sie waren immer mein und haben in allem meinen Willen getan.

Dein sind sie gewesen; denn du hast sie erschaffen, sie gemacht nach deinem Bild und Gleichnis und sie erlöst mit deinem Blute. Doch sie haben dein Bild ausgelöscht und mein Bild angenommen: sie gaben den Gehorsam gegen dich auf, und sie gehorchten mir; sie verachten deine Gebote und befolgten die meinigen.

Mit meinem Geiste haben sie gelebt, meine Werke haben sie nachgeahmt, auf meinen Wegen sind sie gewandelt und in allem sind sie meiner Partei gefolgt. Erwäge, wie sie mehr mein als dein waren; denn ohne daß ich ihnen etwas gab, ohne daß ich ihnen etwas versprach, ohne daß ich das Kreuz für sie auf meine Schultern nahm, haben sie stets meine Gebote befolgt und nicht die deinigen

Wenn ich ihnen gebot, zu fluchen, falsch zu schwören, zu rauben, zu morden, Ehebruch zu begehen und deinen heiligen Namen zu verleugnen, so haben sie das stets mit großer Bereitwilligkeit getan.

Wenn ich ihnen gebot, Vermögen, Leib und Seele hinzugeben für eine Ehrensache, die ich ihnen sehr ans Herz legte, oder für eine falsche Lust, zu welcher ich sie einlud, so setzten sie für mich alles aufs Spiel: und für dich, der du ihr Gott, ihr Schöpfer und Erlöser bist, der du ihnen Vermögen, Gesundheit und Leben gegeben, der du ihnen die Gnade angeboten und die Glorie verheißen, der du ganz besonders für sie gelitten hast am Kreuze – für dich haben sie nie der geringsten Mühe und Trübsal der Welt sich unterziehen wollen.

Wie oft kamst du an ihre Tür, verwundet, arm und nackt, und zeigtest dich ihnen von Angesicht zu Angesicht: und sie hatten größere Sorge, ihre Hunde und Pferde zu mästen, ihre Wände mit Gold und Seide zu kleiden, als sich um dich zu kümmern.

Da dem nun so ist, so ist es gerecht, daß eines Tages die Beleidigungen und die Verachtung deiner erhabenen Majestät gestraft werden.“

(Anmerkung: Wir sind keine Unmenschen, und so teilen wir der großen Zahl von Höllenleugnern und Satansdienern im Vatikan und in allen Kirchen aufrichtig und wohlwollend mit, dass dieser Text des heiligmäßigen Bruders Luis von Granada für viele von ihnen die letzte Warnung ist, vom Bösen abzulassen und auf den Weg der Rechtgläubigen zurückzukehren, wenn sie ihre Seele retten wollen. (Wer über unsere Wortwahl staunt, der lese zuerst einmal die Schrift „Ratzingers römische Apostasie-Symbolik“ von Wigand Siebel und Carl Angermayr, siehe Schluss.) Aber wir wissen: Die meisten haben den Glauben an den wahren Gott verloren, sind sich aber sicher, daß ihnen die Unterwelt bei ihrer Verschwörung hilft. Und so werden sie den Lohn derer erhalten, die ihre Seele verkauft haben. Mehr darüber in Dantes „Inferno“ und in unserem Buch „Jedem nach seinen Taten“, erhältlich im Buchhandel oder online, auch bei www.amazon.de .)

Nach Anhörung dieser Anklage wird der Richter wider die Bösen das schreckliche Urteil sprechen:

„Weichet von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Denn ich war hungrig, und ihr habt mich nicht gespeist; ich war durstig, und ihr gabt mir nicht zu trinken; ich war nackt, und ihr habt mich nicht bekleidet; ich war krank und im Gefängnis, und ihr seid nicht zu mir gekommen. . . . Und es werden hingehen diese in ewige Pein; die Gerechten aber in ewiges Leben.“ (Mt 25, 41-43 46.)

Wer vermag zu schildern, was die Bösen empfinden bei den Worten:

„Weichet von mir, ihr Verfluchten, ins ewige Feuer“?

Da werden sie laut ausrufen:

„Ihr Berge fallet über uns! Ihr Hügel bedecket uns!“ (Lk 23, 30.)

Da werden sie Lästerungen ausstoßen und sich von Gott lossagen; sie werden ihren sakrilegischen Mund wider Gott erheben und immer den Tag ihrer Geburt und ihr unglückseliges Los verfluchen. Da wird ihr Tag ganz und gar sein Ende haben, dahin sein wird ihr Ruhm, und wenden wird sich das Blatt ihres Glückes.

Für ihre Leiber wird für immer der Tag ihres Schmerzes beginnen, wie der hl. Johannes es in seiner Offenbarung beschreibt mit den Worten:

„Gefallen, gefallen ist das große Babylon! . . . Und die Erdenkönige, die mit ihr gesündigt und in Üppigkeit gelebt, sie werden weinen und wehklagen über sie, wenn sie den Rauch von ihrem Brande sehen; von ferne stehen sie aus Furcht vor ihren Peinen, und sie rufen:

Wehe, wehe, Babylon, die große Stadt, die starke Stadt! Denn es kam in einer Stunde ihr Gericht.

Und die Kaufleute werden weinen und wehklagen über sie; denn niemand mehr wird kaufen ihre Waren, Waren von Gold und Silber, Edelstein und Perlen. . . . Sie weinen und wehklagen und sie rufen:

Wehe, wehe, die große Stadt, die du gekleidet warst in feinstes Linnen und in Purpur und in Scharlach und geziert mit Gold und Edelstein und Perlen! Denn in einer Stunde ward vernichtet dieser ganze Reichtum!“ (Offb 18, 2 9-12 16 17.)

Nun denn, liebe Christen, wenn es also kommen wird, so wollen wir uns beizeiten vorsehen und den Rat befolgen, den uns jener gibt, der lieber unser Anwalt als unser Richter sein wollte. Es gibt keinen, der besser wüßte, was für jenen Tag nottut, als jener, der in unserer Sache Richter sein wird. Er lehrt uns kurz, was uns zu tun obliegt, mit folgenden Worten:

Nehmet euch in acht, daß eure Herzen nicht belastet werden durch Berauschung, Trunkenheit und Sorgen dieses Lebens, und jener Tag euch unversehens überfalle! Denn wie ein Fallstrick wird er kommen über alle, die auf Erden wohnen. . . . So wachet denn und betet allezeit, daß ihr im stande seiet, zu entgehen allem, was da kommen soll, und zu stehen vor dem Menschensohne.“ (Lk 21, 34-36.)

Erwäget dieses, liebe Christen! Wohlan, stehen wir von diesem tiefen Schlafe auf, bevor die dunkle Nacht des Todes über uns hereinbricht, bevor der furchtbare Tag kommt, von welchem der Prophet sagt:

„Alsbald trifft er ein! Wer aber kann es aushalten, wenn er kommt?“ (Mal 3, 1 2.)

Ganz gewiß kann den Tag des Gerichtes derjenige ruhig erwarten, der zuerst selbst über sich geurteilt hat.

Anhang

Allerlösungslehre gebiert Monster

Früchte der neuprotestantischen Allerlösungslehre sind dann Monster, die im Vertrauen auf die garantierte Gnade Gottes gnadenlos am Gründonnerstag und Karfreitag Geschwister und Eltern ermorden, damit sie selbst nicht nur im Jenseits, sondern schon hier auf Erden alle Gaben Gottes grenzenlos genießen können.

Da man ihnen ausgeredet hat, Gott, das Jüngste Gericht und die gerechte Vergeltung ihrer Taten im Jenseits zu fürchten, kennen sie kein Erbarmen, kein Mitleid. So wie Gottesfurcht aber der Anfang der Weisheit ist, ist der Verlust der Gottesfurcht der Anfang aller Torheiten und Laster.

Wusste jener protestantische Pfarrer, was er tat, als er beim Gottesdienst auf der Empore der Eislinger Christuskirche die Bibel verfälschte mit den Worten: „Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen!“ statt richtig vorzulesen: „Die Gnade des Herrn Jesus sei mit euch (gemeint: Christen, die Gott treu sind) allen!“? So steht es jedenfalls in den bisher gültigen Lutherbibeln, zum Beispiel in der Ausgabe von 1897. Die jetzige Wortwahl entspricht der modernistischen katholischen Ausdrucksweise bei der Eucharistiefeier, dass Jesu Blut „für alle“ (in Wirklichkeit: „für viele“) vergossen ist zur Vergebung der Sünden.

Die Lehre, dass alle Menschen erlöst werden ohne Ansehen ihrer Sünden und Verbrechen, produziert, wie das Beispiel der Eislinger Vierfachmörder zeigt, gnadenlose Killer. Beide Männer waren in den Eislinger evangelischen Kirchengemeinden aktiv, wo sie wohl im Geist der un- und antichristlichen Allerlösungslehre erzogen wurden; diese verbreitet sich freilich nicht nur im Protestantismus, sondern wurde und wird auch von den Päpsten Wojtyla und Ratzinger vertreten. Literatur: „Ratzingers römische Apostasie-Symbolik“ von Prof. Dr. Wigand Siebel und Dr. Carl Angermayr, 2006, 48 Seiten, Verlag Anton A. Schmid, Postfach 22, D-87467 Durach. Siehe auch den ETIKA-Artikel über die auf die makabre Spitze getriebene Allvergebungslehre: Der Albtraum von Neustift.

Mit auf der Anklagebank in Ulm sitzen unsichtbar:

·       Martin Luther mit seiner Losung „Sündiget nach Herzenslust“ und seinen Behauptungen, auf die Werke komme es nicht an, sondern nur auf den Glauben, und allein die Gnade Gottes mache selig ohne jedes eigene Verdienst;

·       der protestantische Pfarrer, der diese Lebenslosung „Sündiget nach Herzenslust“ in den Mittelpunkt der Predigt bei seinem Amtsantritt vor etlichen Jahren gestellt hat, stellvertretend für alle evangelisch-lutherischen Pfarrer, die diese Irrlehre vertreten. Hat der Vorsitzende Richter in Ulm beim Prozess gegen die Karfreitagsmörder schon überprüft, ob die Killer, eventuell mit dem später getöteten Vater, bei der damaligen Amtseinführung in Großeislingen dabei waren und ob damals nicht vielleicht der Same zu ihrer schaurigen Tat gelegt worden ist? Man denke an die Warnung des Starzen Sosima in Dostojewskis „Brüder Karamasow“ bezüglich der Kindlein.

·       die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI., die als weltweit anerkannte geistliche Autoritäten mit ihren Irrlehren, alle Menschen würden erlöst und die Hölle sei kein Ort und hoffentlich leer, den zweitausend Jahre alten Glauben der ganzen Christenheit an die göttliche Gerechtigkeit ins Wanken gebracht haben.

Der Verzicht von 99 Prozent aller Geistlichen (entspricht der Zahl Solowjews über ihr Ende), Moral zu predigen, hat eben zu der heutigen sittlichen Verwahrlosung und Hemmungslosigkeit, zur Massenunzucht und zur Pest des Kindesmissbrauchs, zu Totschlag und Mord (jeder zweite bleibt auf Erden unentdeckt) geführt, kurz zu dem allgemeinen Elend und Chaos, in dem die Menschheit gegenwärtig versinkt. Religion ohne Ethik und Moral ist etwas Hohles, ja Diabolisches. Deshalb ist die christliche Lehre ja auch gegliedert in Dogmatik (Glaubenslehre) und Ethik (Sittenlehre). Eines kann nicht ohne das andere existieren, wie die Seele ohne Leib nicht existieren kann und umgekehrt.

Mit schuldig an der heutigen Massenkriminalität sind auch all jene, die die irrwitzige Behauptung aufstellen, mit Strafen ließen sich keine Verbrechen verhüten. Sie seien sinnlos im Kampf gegen Drogensünder, usw. Sie werden die Folgen ihrer Toleranz im Jenseits zu spüren bekommen.

Die gerechten Folgen für die Propheten der Allerlösungslehre und für die von ihnen Irregeführten kann man nachlesen in dem Roman des Eislingers Vicente F. Delmonte (Pseudonym): „Jedem nach seinen Taten“, unter anderem in dem Kapitel von Francisco de Quevedo: „Die Gott-ist-barmherzig“, Seite 220f. Darin sowie in Dantes „Göttlicher Komödie“ werden ausführlich die Strafen in Fegefeuer und Hölle beschrieben, welche die Verräter ihres Glaubens erwarten. Der Roman Delmontes kann in der Eislinger Stadtbücherei, in der Dr.-Teßmann-Bibliothek in Bozen sowie in der Unterland-Bibliothek in Neumarkt ausgeliehen werden. Sonst ist „Jedem nach seinen Taten“ zu erwerben im Buchhandel oder online, auch bei www.amazon.de .

Dass dies alles in Eislingen geschieht, dem Geburtsort des Verfassers, der hier übrigens auf Luis von Granada stieß, Künder der göttlichen Wahrheit, ist Vorsehung. Eislingen rühmt sich neuerdings als „Stadt der Vielfalt“. Ob dies nur für die Vielfalt an Konfessionen, Sekten, Religionen und Nationen gilt oder auch für die Meinungsvielfalt, die Meinungsfreiheit?

Eislingen/Fils, den 4. bis 9.1.2010, R. L.