ETIKA

Luis von Granada
Meditationen und Gebete

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Montagabend. Die Sünde
2. Die Schwere der Sünden

5.7.2009

Wie sehr verabscheut Gott die Sünde! Dieser Text entlarvt die Modernisten und Verräter in der Kirche
Wie groß war die Strafe jener fünf Städte im Tale Siddim, die durch Feuer vom Himmel verbrannten!

Gebet und Betrachtung vom ehrwürdigen Ludwig von Granada aus dem Predigerorden.

Aus dem Spanischen übersetzt von Dr. phil. theol. Jakob Ecker, Professor am Priesterseminar zu Trier. (Anm.: *1851, † 17.11.1912)
Herdersche Verlagsbuchhandlung, Freiburg im Breisgau, 1912. Erstes Bändchen. Seite 197-198

B. Sieben Abendbetrachtungen.

Montag. Die Sünde.

2.  Die Schwere der Sünden

Um größeren Schmerz und größere Reue über deine Sünden zu fühlen, darfst du dich nicht damit begnügen, über ihre große Zahl nachzudenken: auch die Schwere derselben mußt du erwägen, besonders der Todsünden. Unter vielem anderem, was hier zu bedenken ist, stelle dir besonders vor, wie sehr Gott die Sünde verabscheut: so wirst du sehen, wie du dich verachten und verabscheuen mußt, da du so verabscheuungswürdige Taten begangen hast.

Anmerkung ETIKA: Mit dieser Stelle entlarvt der Dominikaner eindeutig all jene, die heute in der Kirche den Ton angeben und in einem fort den armen Christen einprägen: Nimm dich an! Zum Beispiel der überall gefeierte P. Anselm Grün. Aber warum Namen nennen, es gibt ja kaum noch Priester, die nicht auf dieser Welle der Toleranz schwimmen und die Sünde verharmlosen.

Wie groß der Abscheu Gottes gegen die Sünde ist, kann man gar nicht ermessen.

·       Da er nämlich die unendliche Güte ist, so ist klar, daß er einen unendlich großen Abscheu gegen das Böse haben muß.

Aber aus den Strafen, die er wegen der Sünde verhängt hat, kann man einigermaßen erkennen, wie sehr er sie verabscheut. (Anmerkung: Derjenige, der dies aus dem Buch abschreibt, bestätigt, daß Gott ihn für jede einzelne Sünde straft, und deshalb warnt er die Mitmenschen so eindringlich und unaufhörlich vor den Folgen der Sünde – aus Mitleid und aus Angst um ihr irdisches und jenseitiges Heil.)

Wie groß war die Strafe für den ersten Engel und für den ersten Menschen! Wie groß war die Strafe für die ganze Welt bei der Sündflut! Wie groß war die Strafe jener fünf Städte im Tale Siddim, die durch Feuer vom Himmel verbrannten! Wie schrecklich war die Strafe für das Murren und den Neid des Kore, Dathan und Abiron, für den Ungehorsam Sauls, für den Ehebruch Davids, und für die Lüge des Ananias und der Saphira im Neuen Testamente!

Gewiß erhellt hieraus, wie sehr derjenige die Sünde verabscheut, welcher sie so bestraft in dieser Welt, abgesehen von der Strafe, die er bereit hält in der andern Welt.

Doch das alles ist wenig im Vergleich zu dem Abscheu, den Gott gegen die Sünde zeigt durch den Tod seines Sohnes. Denn er hielt es für gut, seinen Sohn dem Tode zu überliefern, um die Sünde gutzumachen. Wer aufmerksam hierüber nachdenkt, muß notwendig erkennen, wie verabscheuungswürdig in den Augen Gottes das ist, was er durch ein solches Mittel aus der Welt verbannen wollte. Siehe also, wie schwer die Schuld ist, die der Mensch auf sich lädt, wenn er nach einem solchen Urteil es wagt, eine so große Majestät zu verachten und etwas gegen sie zu tun, was schrecklicher ist, als der Tod des Gottessohnes war.

Fortsetzung: 3. Selbstanklage und Selbstverachtung

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