ETIKA

P. Fridolin Außersdorfer OFM

www.etika.com
4.5.2008 – 14.1.2012

18B42Y

Die Wahrheit der Geschichte des Ordens von der Buße

Mit freundlicher Erlaubnis des Verfassers

 

Orden von der Buße – Orden der Endzeit

S. 154 -162

Die Wahrheit der Geschichte in der Vogelpredigt des heiligen Franziskus
ans Licht gebracht von P. Fridolin Außersdorfer OFM
Herausgegeben von P. Fridolin Außersdorfer OFM
(Interessenten wenden sich an P. Franziskus Federspiel OFSP, Höttinger Gasse 15 a, A-6020 Innsbruck)

Auch für Menschen in der Welt
Der Sieg einer Armee ist nichts gegen den Sieg der Idee:
Auch für Menschen in der Welt ein Orden im Vollsinn des Wortes.

 

E) Orden von der Buße ein Novum (etwas Neues)

I. Ein Novum einst

Orden von der Buße für Menschen in der Welt war tatsächlich etwas ganz Neues. Etwas bis dahin Unerhörtes, daß Könige, Fürsten, Arbeiter, Bauern, Diener und Herren, Verheiratete und Unverheiratete durch Franziskus die Möglichkeit erhielten, sich Gott vollkommen zu weihen:

In brüderlicher Gemeinschaft mitten in der Welt — und dennoch Orden im Vollsinn des Wortes. Wegen ihres strengen Lebens der Buße mitten in der Welt.

Worin bestand dieses Neuartige?

»Das Kloster« der Pönitenten war das Leben in der Welt: Im Haus, Beruf, in Ehe und Familie — wirklich etwas ganz Neues für die damalige Zeit!

Ein Oberer für alle

Ein Minister für alle Brudergemeinden eines bestimmten Bereiches. Diese Minister waren nicht Priester, nicht Minderbrüder, sondern aus den Pönitenten selbst gewählte Brüder.

Pflicht auch der Oberen der Pönitenten war es, ihre Brüder zu besuchen. Genannte Provinziale besuchten ihre Untergebenen entweder persönlich, oder sie bestellten geeignete Brüder als Besucher, die man auch »Unterweiser« und »Tröster« nannte, weil sie die ihrer Sorge anvertrauten Brüdergemeinschaften jährlich mindestens dreimal besuchten, um ihre mitten in der Welt lebenden Mitbrüder bestens zu unterweisen, zu ermutigen und sie in ihrer heiligen Berufung zu bestärken; schließlich auch, um die örtlichen Minister in verschiedener Hinsicht zu beraten.

Neu war auch eine für alle gemeinsame, vom Papst bestätigte Regel, die für Anwärter und Kandidaten eine Zeit des Kennenlernens, der Erprobung und eine heilige Profeß nach strenger Auswahl vorsah.

Und trotz all dem unerhört Neuen, war der Orden von der Buße dennoch

Orden im Vollsinn des Wortes - einst

Bezeugt von verschiedenen Päpsten und Historikern — eigenständig — gleichen Ranges wie der Orden der Minderbrüder und der »Armen Frauen« (Klarissen) berühmt als Formation des geistlichen Kampfes für Glaube und Kirche.

Bezeugt von verschiedenen Päpsten und Historikern (siehe Seite 27-31)

II. Ein Novum — auch heute

Man mag darüber staunen! — Aber es ist nun einmal so, daß der vom heiligen Franziskus gegründete Orden für Menschen in der Welt, der auf so viele Jahrhunderte seiner Geschichte zurückblicken kann, heute für die meisten etwas unerhört Neues darstellt. Scheinbar etwas noch nie Dagewesenes.

Nicht nur für jene, die von diesem Orden niemals gehört und sich nie dafür interessiert haben; sondern erstaunlicherweise allem Anschein nach auch für die Bearbeiter des kirchlichen Rechtsbuches, das nur jenen den ehrenden Titel »Orden« zuerkennt, die im Kloster wohnen und heilige Gelübde abgelegt haben. Wie ist das zu erklären?

Wie bekannt, ist der vom heiligen Franziskus gegründete »Orden der Brüder und Schwestern von der Buße« im Jahre 1290 seiner Eigenständigkeit beraubt und, unter die Oberleitung des Minderbrüderordens gestellt, zum »Dritten Orden« gemacht worden.

Unter der Oberleitung der Minderbrüder der Vermassung ausgeliefert, laufend kleingehalten und geschwächt, mußte dieser Orden schließlich nur mehr als »frommer Verein« erscheinen. Darum ist er von den Bearbeitern des kirchlichen Rechtsbuches verständlicherweise auch als solcher unter die frommen Vereinigungen eingereiht worden.

Was aber für den heute in ursprünglicher Eigenständigkeit und Reinheit wiedererstandenen Orden von der Buße nicht mehr zutrifft.

Orden im Vollsinn des Wortes — wie ursprünglich — so auch heute

Einmal deswegen, weil auch Päpste der neueren und neuesten Zeit Orden von der Buße im Licht des Ursprungs gesehen und ihn als solchen erneuert sehen wollten.

Zweitens, weil Orden von der Buße seine älteste Regel, durch Konstitutionen unserer Zeit angepaßt, auch heute wieder lebt und verwirklicht. Orden von der Buße ist auch von Päpsten der neueren und neuesten Zeit im Licht des Ursprungs gesehen und in diesem Licht (obwohl in der Welt lebend) als Orden im Vollsinn des Wortes anerkannt worden.

Zeugnisse der Päpste

Als Papst der neueren Zeit sei

Benedikt Xlll. genannt: Er hat am 10. Oktober 1725 ausdrücklich betont: »Entgegen allen Verleumdungen der Feinde dieses Ordens erklären Wir, daß dieser Orden ein wahrer und eigentlicher Orden ist; und sich völlig von Bruderschaften unterscheidet

Und drei Jahre später: »Die Mitglieder dieses Ordens sollen zu den Ordensleuten gerechnet werden, obwohl sie in der Welt leben (P. Ludger Palm OFMCap, Referate von Altötting 1949, 31)

Papst Leo XIII. (1878 — 1902)

Schon als Kardinal fühlte er sich gedrängt, auf diesen Orden, »den Franziskus schuf«, der im Lauf der Zeit aber an den Rand gedrückt, ja beinahe in Vergessenheit geraten war, wieder aufmerksam zu machen: »Wie Gott gewollt hat, daß dieser Orden durch den heiligen Franziskus gegründet wurde

zur Erneuerung des christlichen Lebens

zum Schutz des Glaubens

zur Versöhnung der Geister —

so ist kein Zweifel, daß Gott in gleicher Weise auch heute sich dieses Ordens bedienen will, um mitten im gläubigen Volk eine vollständige Erneuerung des christlichen Lebens herbeizuführen. Möge dieser Orden von der Buße immer mehr gefördert, verbreitet und dadurch der Sieg der Kirche Christi über ihre Widersacher beschleunigt werden (Bessmer, ebenda, 83)

Papst Pius X.:

»Franziskus von Assisi selbst hat dieser seiner Gründung den Namen Orden von der Buße gegeben. — So entstand der Orden von der Buße, der für Kirche und Staat von wunderbarem Segen war, solange er die ursprüngliche Lebensform der Buße sorgfältig wahrte.

Es ist darum kein Zweifel, daß dieser Orden immer noch solche Früchte zeitigen wird, wenn er in gleicher Weise an der ursprünglichen Lebensform festhält (Ebenda, 31)

Papst Benedikt XV.:

»Wie in den Tagen des heiligen Franziskus verspricht sich die Kirche auch in unseren entsittlichten und glaubensfeindlichen Zeiten von diesem Orden den allergrößten Nutzen für das christliche Volk

Papst Pius Xl.:

»Franziskus hat durch Errichtung des Ordens von der Buße das Fundament für eine neue, nach der Form des Evangeliums vollständig umgestaltete Gesellschaft, gelegt

Papst Pius XII.:

»Der Orden von der Buße wurde aus dem Herzen des Seraphischen Vaters geboren — Grundlage der Heiligkeit sehr vieler Menschen.

Ihr seid ein Orden. Ein Orden für Laien, aber dennoch ein wirklicher Orden, vorausgesetzt, daß er wie in seinen ruhmreichen Tagen wieder erfüllt wird mit wahrem und echtem Geist des heiligen Franziskus (Ansprache vom 1. Juli 1956)

Diese von den Päpsten gestellten Bedingungen sind heute erfüllt; dadurch, daß Orden von der Buße in ursprünglicher Reinheit und Strenge erneuert wurde.

III. Die älteste Regel des Ordens von der Buße:

Daß die älteste Regel des Ordens von der Buße (Memoriale propositi) vom Papst Honorius III. (1221) bestätigt wurde, das betont Valerius Kardinal Valerie im Dekret der Bestätigung der Konstitutionen der Leo-Regel, 25. August 1957.

Daß diese älteste Regel auch vom Papst Gregor IX. im Jahre 1228 bestätigt wurde, das dokumentiert G. G. Meersseman O.P. im Dossier del Ordre de la Penitence au XIII siecle, 92.

Eben das bestätigt auch P. Lino Temperini OFMCap.

Er schreibt: »Die durch Papst Honorius III. und Papst Gregor IX. gutgeheißene Regel von 1221/1228 hat den Orden von der Buße zur Blüte gebracht Tertius Ordo, Heft 4/1987, 170.

Auch heute anzuerkennen

Die Tatsache, daß Orden von der Buße sich auf Grund vorgenannter Zeugnisse auch heute als Orden im Vollsinn des Wortes versteht, wird als Gewissensentscheidung anerkannt und vom kirchlichen Rechtsbuch in keiner Weise streitig gemacht.

a) Weil das kirchliche Rechtsbuch ausdrücklich betont, Aufgabe der Kirche sei es, dafür Sorge zu tragen,

»daß die Institute im Geiste der Stifter und gemäß den gesunden Überlieferungen wachsen und erblühen« Can 576

»die gesunden Überlieferungen des Instituts, die alle das Erbgut ebendieses Instituts bilden, sind von allen getreulich zu wahren« Can 578

»den einzelnen Instituten wird eine gebührende Autonomie ihres Lebens, insbesondere ihre Leitung, zuerkannt, kraft der sie in der Kirche ihre eigene Ordnung haben und ihr Erbgut im Sinne von Can 578 — unversehrt bewahren können Can 586

Überaus erfreulich für Orden von der Buße, der wie kaum ein anderer Orden, »auf gesunde Überlieferungen« hinweisen kann.

b) Weil das kirchliche Rechtsbuch neues Leben in der Kirche nicht niederhalten, sondern fördern will.

Das neue kirchliche Rechtsbuch will vom Ursprung her wiedererstandenes Leben nicht niederhalten, sondern im Gegenteil »das christliche Leben erneuern« - und in diesem Sinne »der kirchlichen Gesellschaft eine Ordnung geben, die der Liebe, der Gnade und dem Charisma den Vorrang einräumt«. (Papst Johannes Paul II., L'Osservatore romano vom 4. Februar 1983, 4)

Unangenehme Maßnahmen zu ergreifen, wäre das kirchliche Rechtsbuch heute gar nicht imstande.

c) Weil das kirchliche Rechtsbuch, was Orden und Säcularinstitute betrifft, überfordert ist.

Mit Recht beklagt der von der Deutschen Bischofskonferenz bestellte Fachmann für Fragen des Kirchenrechtes Prof. Dr. Winfried Aymans »Die mangelnde gesetzgeberische Bewältigung« des genannten Abschnittes. (Arbeitshilfen 31: Einführung in das neue Gesetzbuch der lateinischen Kirche, 24)

d) Und weil das neue kirchliche Rechtsbuch, sogar selbst seiner Schwäche bewußt, daraus kein Hehl macht:

In der Einleitung heißt es:

Da Neufassung des kirchlichen Rechtsbuches »eine überaus mühevolle Aufgabe« darstellt, konnte es nicht ausbleiben, daß »etwas weniger vollkommen ausgefallen ist« und »daß schließlich eine erneute Überprüfung notwendig wird« daß es »vielleicht schon bald notwendig sein wird, den Weg der Erneuerung der Gesetze ihres Lebens wiederum einzuschlagen«. Und das umsomehr, da im neuen kirchlichen Rechtsbuch (das nach Dr. Georg May »heute einen Tiefstand erreicht hat« (Theologisches, November 1986, 1031) »Außer der Tugend der Gerechtigkeit — auch die der Liebe, der Mäßigung, der Menschlichkeit und der Behutsamkeit Rechnung getragen werden soll«, wie es in der Vorrede heißt (XLI).

Man mag diese Einstellung schüchtern, oder zaghaft, oder wie immer nennen — eines ist sicher:

Die Zeit, da jede aufkeimende Erneuerung der Kirche mit: »Steht im Kodex - niedergeschlagen werden konnte, ist vorbei.

Darüber kann sich mit Recht nicht zuletzt Orden von der Buße freuen.

Der heilige Franziskus hat, auf die Lerche hinweisend, gesagt:
»Unsere Schwester Lerche
lobt in ihrem Flug Gott den Herrn
gar sehr mit lieblichem Gesang.
Sie macht es wie gute Ordensleute
die sich über das Irdische erheben;
deren Wandel im Himmel
und deren Sinn allzeit auf die Ehre Gottes gerichtet ist.« (Karrer, Franz von Assisi, 289)

In diesem Sinne waren und sind die Brüder und Schwestern des Ordens von der Buße (unabhängig davon, wie das kirchliche Rechtsbuch Orden definiert) auch heute gute Ordensleute.

IV. Was die älteste Regel des »Ordens von der Buße« heute so berühmt macht

Was Geschichtsforscher der neuen Zeit vermuteten, nämlich, daß die Lebensregel der Pönitenten des Mittelalters schon lange vor Franziskus bestanden, das haben Forscher der neuesten Zeit (Hartmut Stegemann, Die Essener, Vorbilder wahrer »Frömmigkeit«, 196; und Robert Eisenmann, Die Qumran-Rollen) entschlüsselt und unleugbar ans Licht gebracht; die Tatsache nämlich, daß die älteste Regel des Ordens von der Buße im Grunde identisch sei mit der Lebensregel der Essener, die als die »Heiligen Israels« schon hundert Jahre vor der Menschwerdung des ewigen Wortes Jesus Christus, den »Heiligen Israels« Mk 1,24 erwarteten. Eine Lebensform also, die auf die heiligen Propheten selbst zurückgeht — »eine Pflanzung Gottes — der Gerechtigkeit Eichen.« Is 61,1-41

Daß die »Gerechtigkeit« der Essener echt war, das bewiesen sie durch ihre Seelenstärke.

Josephus Flavius schreibt: »Deutlicher in jeder Hinsicht brachte ihren Charakter der Krieg gegen die Römer ans Licht:

Indem sie gemartert, gefoltert wurden; und durch sämtliche Folterkammern mußten (daß sie etwas Verbotenes essen, oder ihren Gesetzgeber schmähen sollten).

Sie aber blieben fest und waren nicht zu bewegen, ihren Peinigern zu schmeicheln, oder Tränen zu vergießen. Unter den größten Sehmerzen lächelnd, gaben sie freudig ihr Leben hin, voll Zuversicht, es wieder zu empfangen. (Josephus Flavius, der Jüdische Krieg Bd. 1,211)

Grundzüge der Essener-Regel

(aus verschiedenen Quellen zusammengestellt):

1.   Die Essener waren Menschen »mit vortrefflichen Sitten«; sie befleißigten sieh eines besonders heiligmäßigen Lebens.

2.   Mit größtem Eifer oblagen sie der Abtötung. Sich von Leidenschaften nicht beherrschen zu lassen, erachteten sie als Tugend, als der »aller Aufwallung Bezwinger

3.   »Der Gottheit gegenüber sind sie auf einzigartige Weise fromm

4.   Untereinander in besonderer Liebe verbunden. »Bewundernswert ihr Gemeinschaftssinn.«

5.   »Ohne Weisung ihrer Oberen setzen sie nichts ins Werk« Bedeutsam auch: Die Essener verstanden sieh bereits als »Orden»; Aufnahme, Ausbildung und heiliges Versprechen entsprach dem eines Ordens.

Wer die Lebensregel der Pönitenten kennt, wird sagen müssen: Das war ja damals schon die Lebensregel des »Ordens von der Buße»!

Aus diesen Parallelen geht hervor, daß die Regel der Pönitenten des Mittelalters im Grunde genommen die der Essener war! Und daß die Regel vom Orden von der Buße, unserer heutigen Zeit angepaßt, im Grunde wieder eben diese Regel ist: Denn wie damals, so ist es auch heute Aufgabe des »Ordens von der Buße«, dem Herrn den Weg zu bereiten.

Orden von der Buße ist nicht zuletzt deswegen auch heute Orden im Vollsinn des Wortes, weil er — wie gesagt — seine älteste, bereits von zwei Päpsten bestätigte Regel von 1221/1228, durch Konstitutionen unserer Zeit angepaßt, heute wieder verwirklicht.

Damit dürfte genügend klar geworden sein, daß dieser vom heiligen Franziskus gegründete Orden für Menschen in der Welt, wie ursprünglich, so auch heute Orden im Vollsinn des Wortes ist und bleibt!

Und gerechterweise auf diese Bezeichnung Anspruch erheben kann. Obwohl seine Mitglieder — wie ursprünglich — nicht in Klöstern, sondern mitten in der Welt leben, um sie mit christlichem Geist zu durchdringen; und sich auf die strenge Regel durch ein festes und heiliges Versprechen verpflichten. - Aber auf ausdrücklichen Wunsch besteht im Orden von der Buße auch heute die Möglichkeit, heilige Gelübde abzulegen.

V. Orden der Endzeit

Man könnte abschließend die Frage stellen:

Warum hat Gott der Herr über den Orden von der Buße, der sich bis 1290 als Gemeinschaft des geistlichen Kampfes hervorragend bewährt, in unverdienter Weise solche Prüfungen kommen und ihn erst in neuester Zeit wieder erstehen lassen?

Antwort: Offenkundig, um ihn vor dem Modernismus verschont, für den Geisteskampf unserer Zeit und für den Entscheidungskampf der Endzeit aufzubewahren.

Josef Kardinal Ratzinger hat — damals noch Professor an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Freising — ein Buch geschrieben:

Die Geschichtstheologie des heiligen Bonaventura (Verlag Schnell und Steiner, München und Zürich)
Darin heißt es:

»Bonaventura machte deutlich, daß der heilige Franziskus nicht nur selber Träger des Gotteszeichens der Stigmata ist, sondern auch an der Funktion des apokalyptischen Siegelengels teilhat, die Berufenen der Endzeit zu siegeln.

Ihm ist es aufgetragen, die hundertvierundvierzigtausend Berufenen mit dem Zeichen des lebendigen Gottes zu zeichnen; und so die Gemeinde der Endzeit zu gründen.

Der neue und letzte Orden, der aus der Drangsal der letzten Tage geboren werden soll, wird die Lebensform des heiligen Franziskus zur seinigen machen (»Dienst am Glauben« 1982, 101)

Wer wagt es, zu leugnen, daß die Endzeit bereits begonnen hat!

Walter Nigg:

»Das ist die gewaltige Idee des heiligen Franziskus, die in ihrer kühnen Neuheit von der damaligen Christenheit noch gar nicht begriffen wurde:

Innerlich vom Weltgeist gelöst, sollten die Pönitenten inmitten der Welt wirken und sie mit ihren religiösen Kräften durchdringen.

Obschon so vieles über Franziskus geschrieben wurde —

diese schöpferische Leistung

wurde in ihrer Bedeutung kaum richtig erfaßt. Und doch stellt sie etwas dar,

von dem man nicht groß genug denken kann.

Im Orden von der Buße beschritt Franziskus einen Weg, der heute eine noch größere Zukunft hat als damals (Große Heilige, 63)

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