ETIKA

BIBEL, 2. Timotheus

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Von den Verführern der letzten Zeit

4.11.2007

Der zweite Brief des Paulus an Timotheus. Die Bibel oder die ganze Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments. Stuttgart, Privilegierte Württembergische Bibelanstalt. Stuttgart. 1897. Aus Verständnisgründen stellenweise angepasst an die heutige Ausdrucksweise oder ersetzt durch Formulierungen der Einheitsübersetzung (Die Bibel. Herder Verlag Freiburg, 1980).

 

1, 7 Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht.

 

2, 3 Leide mit als ein guter Streiter (Soldat) Jesu Christi.

2, 4 Kein Kriegsmann läßt sich in Händel des Alltags hineinziehen, denn er will dem gefallen, der ihn angeworben hat.

2, 11 Das ist gewiß wahr: Sterben wir mit Christus, so werden wir mit ihm leben.

2, 12 Dulden wir, so werden wir mit herrschen. Verleugnen wir, so wird Er uns auch verleugnen.

2, 13 Glauben wir nicht, so bleibt Er treu; Er kann sich selbst nicht verleugnen.

2, 14 Erinnere sie daran und berufe dich auf den Herrn: Sie sollen nicht um Worte zanken, welches zu nichts anderem nütze ist als die Zuhörer auf Abwege zu führen.

2, 15 Befleißige dich, vor Gott als rechtschaffner und unsträflicher Arbeiter dazustehen, der dem Wort der Wahrheit entsprechend lebt.

2, 16 Des ungeistlichen, losen Geschwätzes enthalte dich; denn es hilft viel zum gottlosen Wesen,

2, 17 und ihr Wort frisset um sich wie der Krebs.

2, 22 Fliehe die Lüste der Jugend; jage aber nach der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden mit allen, die den Herrn anrufen von reinem Herzen.

2, 23 Aber der törichten und unnützen Fragen enthalte dich; denn du weißt, daß sie nur Zank gebären.

2, 24 Ein Knecht des Herrn soll nicht zänkisch sein, sondern freundlich gegen jedermann, geduldig belehrend, einer, der die Bösen tragen kann

2, 25 und mit Sanftmut strafe er die Widerspenstigen; wer weiß, ob Gott sie nicht dermaleins umkehren und die Wahrheit erkennen läßt,

2, 26 so daß sie wieder frei werden aus des Teufels Netz, in dem sie gefangen sind nach seinem Willen.

 

3, 1 Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen werden greuliche Zeiten kommen.
3, 2
Denn es werden Menschen sein, die viel von sich selbst halten, geizig, prahlerisch, hoffärtig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, ohne Ehrfurcht,

3, 3 lieblos, unversöhnlich, Verleumder, unkeusch, rücksichtslos, roh,

3, 4 heimtückisch, Frevler, aufgeblasen, die mehr die Wollust lieben als Gott;

3, 5 sie haben den Schein der Frömmigkeit, aber deren Kraft verleugnen sie; solche Leute meide.

3, 6 Dazu gehören jene, die hin und her ziehen und sich in die Häuser einschleichen und gewisse Frauen ködern, die von Sünden und Begierden mancherlei Art regiert werden;

3, 7 sie lernen immerdar, können aber nimmer zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

3, 8 Gleicherweise aber, wie Jannes und Jambres Mose widerstanden, also widerstehen auch diese der Wahrheit; es sind Menschen von zerrütteten Sinnen, untüchtig zum Glauben.

3, 9 Aber sie werden nicht auf die Dauer Erfolg haben; denn ihre Torheit wird offenbar werden jedermann, gleichwie es bei jenen der Fall gewesen ist.

3, 10 Du aber bist nachgefolgt meiner Lehre, meinem Streben, meiner Meinung, meinem Glauben, meiner Langmut, meiner Liebe, meiner Geduld,

3, 11 meinen Verfolgungen, meinen Leiden, welche mir widerfahren sind zu Antiochien, zu Ikonion, zu Lystra, welche Verfolgungen ich da ertrug; und aus allen hat mich der Herr erlöst.

3, 12 Und alle, die gottselig leben wollen in Christo Jesu, müssen Verfolgung leiden.

3, 13 Mit den bösen Menschen aber und den Verführern wird´s je länger je ärger; sie sind Betrüger, die selber betrogen werden.

3, 14 Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und was dir vertraut ist, sintemal du weißt, von wem du es gelernt hast.

3, 15 Und weil du von Kind auf die heilige Schrift kennst, kann dich dieselbige unterweisen zur Seligkeit durch den Glauben an Christum Jesum.

3, 16 Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit,

3, 17 damit ein Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.

 

4, 1 So bezeuge ich nun vor Gott und dem Herrn Jesus Christus, der da kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten, bei seinem Erscheinen und seinem Reich:

4, 2 Predige das Wort, setze dich dafür ein, es sei zu rechter Zeit oder zur Unzeit; strafe, drohe, ermahne, belehre in Geduld.

4, 3 Denn es wird eine Zeit kommen, in der man die heilsame Lehre nicht leiden will. Die Leute werden sich nach ihren eignen Lüsten Lehrer suchen, die das sagen, was ihre Ohren hören wollen,

4, 4 und sie werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und ihr Gehör verlogenen Geschichten und Behauptungen schenken.

4, 5 Du aber sei nüchtern allenthalben, ertrag das Leiden, tu das Werk eines evangelischen Predigers, erfülle redlich deinen Auftrag.

4, 6 Denn ich werde nun geopfert,, und die Zeit meines Abscheidens naht.

4, 7 Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe die Treue gehalten;

4, 8 hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit, welche mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, nicht mir aber allein, sondern auch allen, die sein Erscheinen herbeisehnen.

 

4, 14 Alexander, der Schmied, hat mir viel Böses getan; der Herr vergelte ihm nach seinen Werken.

4, 15 Vor dem hüte dich auch du; denn er hat das für falsch erklärt, was wir gelehrt haben.

4, 16 Bei meiner ersten Verteidigung stand mir niemand bei; sie verließen mich alle. Es sei ihnen nicht zugerechnet.

4, 17 Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich, auf daß durch mich die Botschaft bestätigt würde, so daß alle Heiden sie hören; und ich ward entrissen dem Rachen des Löwen.

4, 18 Der Herr aber wird mich erlösen von allem Übel und mich in sein himmlisches Reich aufnehmen. Ihm sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

 

Druckfehler wurden korrigiert.

Geschrieben nach einer Andacht, in der Wahrheit und Falschheit gemischt und der Wille und die Worte Gottes und des hl. Franziskus verdreht wurden. Der Prediger meinte unter anderem, man müsse nicht nach Vollkommenheit streben, und man werde nicht gerettet, weil man brav sei – eine Behauptung, die zu falschen Schlüssen verleitet und daher Gift ist.

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